ImPulsTanz 2022: Highlights & Public Moves & Soçial

Juli 1, 2022 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Jeder kann tanzen. In ganz Wien. Kostenlos

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch (DE). Vollmond. Stück von Pina Bausch. Bild: © Oliver Look

Am 7. Juli startet das ImPulsTanz Vienna International Dance Festival 2022 mit einem einzigartig schönen Klassiker als Eröffnungsstück Vollmond. Ein Stück von Pina Bausch“ und zeigt bis 7. August mit 54 Produktionen in den Wiener
Theatern und Museen einen umfassenden Querschnitt, was zeitgenössischer Tanz und Performance waren, sind und
wohin sie sich entwickeln könnten. Dank der großen Nachfrage gibt es bereits

sechs Zusatzvorstellungen und seit Buchungsstart der Workshops sind weitere 16 Kurse im Programm zu finden. Darüber hinaus werden erneut die GratisSchnupperklassen Public Moves angeboten. Den Startschuss gibt von 7. bis 10. Juli jeweils um 21 Uhr im Burgtheater das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mitVollmond. Ein Stück von Pina Bausch“, in dem 12 Agierenden bei Regen dem Rausch der Liebe frönen, ihren Sehnsüchten hinterherhetzen und bis zur Erschöpfung tanzen.

Den Einstand im Kasino am Schwarzenbergplatz einem von etwa 20 Spielorten des Festivals gibtME MNU AMI“, eine Zusammenarbeit der beiden WienerTanzszeneGrößen Willi Dorner und Mani Obeya, als erste von insgesamt 21 österreichischen Produktionen am 8. und 10. Juli um 21 Uhr. Am 9. Juli um 18.30 Uhrer öffnet  im Volkstheater die Life Long Burning Choreographic Convention VIIIn Other Words: A Future„. Danach ist ebendortTemple du présent Solo pour octopus“ ein Film von Stefan Kaegi/Rimini Protokoll in Zusammenarbeit mit Judith Zagury und Nathalie Küttel (ShanjuLab), mit Gespräch im Anschluss, zu sehen. Noch bis 18. Juli findet die Convention statt und lädt unter andere am 10. Juli ab 11 Uhr zu drei PanelDiskussionen auf die MQ Libelle ein. Mitdiskutieren werden Anne Juren, Lisa Hinterreithner, Claudia Bosse und Perel sowie Autor und Klimaaktivist Florian Schlederer und als Teil des designierten Leitungsteams des Schauspielhaus Wien Tobias Herzberg.

Im mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien lässt Geumhyung Jeong inSpa & Beauty“ am 11. Juli um 17 und 21 Uhr und am 12. Juli um 18 Uhr eine bizarre Wellnessoase entstehen, deren Objekte mit den Körpern der Zuschauenden in Berührung kommen und zum Denken über Vorstellungen von Schönheit, Intimität und Konsum anregen. Die zugehörigen Installationen werden am 11. Juli um 18 Uhr bei freiem Eintritt ebendort eröffnet und sind noch am 12. Juli von 10 bis 16 Uhr zu sehen.

Sara Lanner (AT): MINING MINDS [8:tension] Young Choreographers’ Series. Bild: © Christine Miess

Florentina Holzinger (NL/AT). TANZ. Eine sylphidische Träumerei in Stunts. Bild: © Nada Žgank / City of Women

Simon Mayer / Kopf Hoch (AT): SunBengSitting ImPulsTanz Classic. Bild: © Florian Rainer

Die [8:tension] Young Choreographers’ Series beginnt am 12. und 14. Juli um 19 Uhr im Kasino am Schwarzenbergplatz mitMINING MINDS“ von Sara Lanner, in dem sie sich gemeinsam mit Costas Kekis zwischen Bergbau und DataMining bewegt. Es folgen weitere 9 Stücke einer nächsten Generation von Choreografinnen und Choreografen. Unter ihnen wird am 7. August um 16 Uhr bei freiem Eintritt (Zählkarte erforderlich) auf der MQ Libelle der mit 5.000 Euro und einer Artistic Residency dotierte ImPulsTanz Young Choreographers’ Award verliehen.

Weitere Programmhöhepunkte

Highlights der ersten Festivaltage sind zwei Produktionen von und mit dem Namen De Keersmaeker. Einmalig am 10. Juli um 19 Uhr kommt im Akademietheater die Schauspielerin und Tänzerin Jolente De Keersmaeker der Einladung Jérôme Bels, Stücke aus der Geschichte des modernen Tanzes wieder aufzuführen, nach. Jolentes Schwester Anne Teresa De Keersmaeker widmet sich am 12., 14. und 15. Juli um 21 Uhr mit der virtuosen Geigerin Amandine Beyer und ihrem Ensemble Gli Incogniti sowohl tänzerisch als auch musikalisch dem Symbol der Rose zu Heinrich Ignaz Franz Bibers barocken Rosenkranzsonaten. Sechs Tänzerinnen der Cie. Mathilde Monnier versetzen sich am 13. und 15. Juli um 21 Uhr inRECORDS“ im Akademietheater in die im Lockdown vorherrschenden Körperzustände zurück. Und mit dem ersten von insgesamt drei ImPulsTanz Classics zeigt Simon Mayer am 11. Juli um 20 Uhr ebendort sein bei [8:tension] 2015 präsentiertes StückSunBengSitting“.

Zudem gibt es am 14. Juli ab 18 Uhr zwei Musikvideoprogramme im Österreichischen Filmmuseum zu entdecken: Ersteres legt den Fokus auf unterschiedlichste Tanz und Bewegungswelten, zweiteres würdigt internationale MusikvideoHighlights des vergangenen Jahres. Einen ersten Vorgeschmack auf die 233 Workshops geben die „impressions’22″ am 10. Juli um 16 Uhr bei freiem Eintritt im Wiener Arsenal. Eine Sneak Peek in das Programm ermöglichen auch die täglichen SchnupperTanzklassen Public Moves powered by AK Wien ab 5. Juli an 5 Standorten. In den ersten Tagen mit dabei sind Marco de Ana, Fabiana Pastorini, Irene Coticchio, Karin Pauer, Kira Kirsch, Jermaine Browne, Karin Cheng & Ina Holub oder Futurelove Siba.

Wim Vandekeybus / Ultima Vez (BE): Hands do not touch your precious Me. Bild: © Danny Willems

LIBR’ARTS / Nadia Beugré (FR/CI): L’Homme rare. Bild: © Ruben Pioline

Jan Lauwers / Needcompany (BE): All the good. Bild: © Maarten Vanden Abeele

Dada Masilo / The Dance Factory (ZA): THE SACRIFICE ImPulsTanz Classic. Bild: © John Hogg

Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID): MALAM / NIGHT. Bild: © Emma van der Put

Akram Khan Company (UK): Jungle Book reimagined. Bild: © Ambra Vernuccio

Täglich ab 22 Uhr bietet die Festival Lounge im Burgtheater Vestibül den perfekten Abschluss für heiße Sommertage. Diese wird am 7. Juli bei freiem Eintritt von der QueerpopQueen und Shootingstar W1ZE eröffnet, an den Turntables sind FM4Moderatorin und DJ Dalia Ahmed und das flashige Linzer Duo Caorli.

Public Moves & Soçial Tanzen abseits der Bühnen und Studios

Abseits davon lädt das Festival zum Tanzen unter freiem Himmel bei Public Moves powered by AK Wien und auf die Tanzflächen von ImPulsTanz Soçial. Ersteres bietet noch vor dem Festivalstart von 5. Juli bis 5. August an 5 Standorten insgesamt 128 kostenlose Tanzund Bewegungsklassen von 94 österreichischen und internationalen Dozentinnen und Dozenten an. Dabei gilt: Jedes Alter und Level sind willkommen! Abends lockt von 7. Juli bis 7. August die ImPulsTanz Festival Lounge mit ihrem täglich wechselnden Musikprogramm aus LiveKonzerten und DJSets ins Burgtheater Vestibül. Außer am 15. Juli und 5. August, denn da trifft sich das tanzlustige Publikum bei den ImPulsTanz Partys im Kasino am Schwarzenbergplatz.

Public Moves powered by AK Wien ermöglicht an fünf Orten, vier davon in ien Donaustadt beim Badeteich Hirschstetten, im Goethehof in Kaisermühlen, bei der MariavonZeitoun Koptischen Kirche, auf der Papstwiese im Donaupark und erstmalig vor dem MuseumsQuartier in Unbekanntes reinzuschnuppern und die Dozentinnen und Dozenten noch vor ihren Workshops kennenzulernen. Es besteht gleich mehrfach die Chance, Techniken und Stile der PerformanceStars des diesjährigen Festivals zu entdecken. Ultima Vez feiert ihr 35jähriges Bestehen nicht nur mit zwei Performances (inklusive Weltpremiere) und der danceWEBMentorenschaft von CompagnieGründer Wim Vandekeybus zusammen mit Nicola Schößler, sondern auch im Freien:

Damien Jalet (BE): Mist. Film. Bild: © Rahi Rezvani, Nederlands Dans Theater

Geumhyung Jeong (KR): Rehab Training mit lebensgroßer Puppe. Bild: © Mingu Jeong

Stefan Kaegi/Rimini Protokoll (CH/D):  Temple du présent – Solo pour octopus: Film. Bild: © Philippe Weissbrodt

Jerahuni Movement Factory (DE/ZW): Kamwe Kamwe / One by One. Bild: © SoKo

Laura Arís, ehemalige Tänzerin der Compagnie, macht sich auf die Suche nach dem Austausch von künstlerischen Interessen und German Jauregui lehrt Auszüge des UltimaVezVokabulars. Ebenfalls unter den Unterrichtenden sind zwei ehemalige Mitglieder des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch: Breanna O’Mara und Kenji Takagi widmen sich der Improvisation als Party und Ursprung der Bewegung. Alexander Gottfarb konzentriert sich auf die Atmung, während Benoît Lachambre und Tanz*HotelGründer Bert Gstettner Einblicke in ihre individuellen somatischen Praxen und Prinzipien geben. Für alle LiquidLoftFans, die nicht nur Zusehen, sondern auch Mitmachen wollen: Die CompagnieMitglieder Katharina Meves, Dante Murillo, Anna Maria Nowak und Karin Pauer bieten Klassen in zeitgenössischem Tanz an.

Mit Ina Holub & Karin Cheng, PLENVM Ninja & DaDa Milan (DaDa Jv) sowie Archie Burnett werden das Grundvokabular, die verschiedenen Stile und Elemente des Voguing erkundet. Ebenfalls VoguingExperte William Briscoe führt die Teilnehmenden durch eine Reihe von rhythmischen und perkussiven Klängen, die den Körper und die Stimme als Instrumente nutzen. Bei Verena Brückner wird die eigene Stimme nicht nur erforscht, sondern auch mit ihr gespielt. Stimmtraining gibt es weiters auch von cowbirds-Mitgliedern Irene Coticchio durch Improvisation und Clélia Colonna zur Popmusik. Die Grand Dame des afrikanischen Tanzes Elsa Wolliaston erforscht die Musikalität des Körpers durch traditionell afrikanische und zeitgenössische Stile. Salim Gauwloos nimmt die Tänzerinnen und Tänzer mit auf eine Reise der „getanzten Meditation“. Claudia Hitzenberger widmet sich mit Hilfe von Yoga und Spiraldynamik der Atmung und der (inneren) Mitte.

Und bei Frank Willens, auch Podiumsgast der Choreographic Convention  „What’s Done / Undone“ am 10. Juli, befreit man sich von Tanzdämonen. Tanzen lernen wie die Popstars kann man mit Jazz, HipHop und Funk bei Jermaine Browne, der schon mit Britney Spears, Christina Aguilera und Jennifer Lopez zusammengearbeitet hat. Daybee Dorzile, die bereits mit Craig David oder Mariah Carey tanzte, bringt karibische Einflüsse in die HipHopWelt ein. Nina Kripas aus Los Angeles hingegen mixt HipHop mit unter anderemFunk Styles, House und weiteren Club und StreetDanceStilen. Und der ShaketheBreakDozent Attila Zanin vermittelt die Grundlagen von Locking, Popping, Breaking und Electric Boogaloo nicht nur exklusiv an Kinder (mit oder ohne Behinderung), sondern nun an alle. Apropos inklusiv: Bei Romy Kolb und Cornelia Scheuer geht es um barrierefreies Springen.

Christl: Object Of Desire. Bild: © Marlene Brandstötter

Christl: Object Of Desire. Bild: © Marlene Brandstötter

Abends trifft in der ImPulsTanz Festival Lounge im Burgtheater Vestibül Publikum auf Künstlerinnen, (Hobby)TänzerIinnen auf DozentInnen, Fachsimpeln auf ekstatischen Tanz und gemütliches Zusammensein. An den FM4 Fridays schickt der Radiosender seine Hosts und DJs aus dem Studio in die Festival Lounge. Die SchieneLive’n’Local“ legt den Fokus auf LiveKonzerte österreichischer Musikerinnen, Musiker und Bands. Spezieller Tipp von www.mottingers-meinung.at: Am 20. Juli tritt bei „Live’n’Local“ die gebürtige Oberösterreicherin Christl auf. Christl drückt sich nicht nur im Songwriting und in der Musik selbst aus, ihr Sinn für Ästhetik spiegelt sich in ihrem gesamten Schaffen wider: seien es audiovisuelle, bildnerische Werke oder Mode – Christl verbindet all dies zu einem vollkommenen Ganzen. Dabei scheut sie sich nicht, ihr Umfeld und sich selbst in ihrem Schaffen mit ihrer kritischen und ausdrucksstarken Stimme zu beleuchten.

Mit ihrem Debut „GameOver“, das sie mithilfe eines Crowdfundings eigenständig verwirklichte, setzte die Multikünstlerin nicht nur ein klares Statement für mehr Selbstbestimmung, auch ihr ganzheitlich-visueller Zugang zur Kunst wird bereits mit dieser ersten Veröffentlichung deutlich. Diesem Ideal folgend zeigt auch das am 2020 veröffentlichte audiovisuelle Kunstprojekt „Romance is dead“ ihre starke künstlerische Weiterentwicklung: In ihrer Vision steht die Musik nicht für sich, sondern ist vielmehr untrennbar mit dem Visuellen verbunden. Beim Release von „Object Of Desire„am 14. Mai hat Christl mit einer aktivistischen Kunstaktion gegen sexuelle Belästigung nicht nur auf den Straßen Wiens, sondern auch in den Medien für Aufregung gesorgt. Christls neue Single „PURPLE“ erscheint am 16. Juli und bringt mit Feature-Gast Mile/Sharktank, der den sanften RnB-Pop-Track um einen nachdenklichen Rap-Verse bereichert, musikalisch neue Facetten ins Spiel. Video: www.youtube.com/watch?v=Eq1ltIP6Dfk

Neben FestivalLoungeEröffnungsact W1ZE am 7. Juli stehen hier Enesi M., Christl, Worst Messiah, Toby Whyle und The P’s auf der Bühne. BeiHosted by Affine Records“ drehen unter anderem Zanshin oder Kenji Araki an den Turntables, während bei ImPulsTanz on Decks alle am Festival Beteiligten ihre Lieblingstracks spielen. Und am 15. Juli und 5. August blickt das SoçialProgramm bei den ImPulsTanz Partys im Kasino am Schwarzenbergplatz mit internationalen Acts über den musikalischen Tellerrand hinaus. Mit dabei sind Mina & Bryte mit ClubMusik zwischen Ghana und UK und Sicaria Sound mit Dubstep und HipHop.
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Public Moves: Katrin Blantar. Bild: © Karolina Miernik

Public Moves: Futurelove Sibanda. Bild: © yako.one

Public Moves 2020: Karine LaBel. Bild: © yako.one

Public Moves: Vera Rosner & Frans Poelstra. Bild: © yako.one

Infos zu Festival, Workshops, Public-Moves-Klassen und die Festival Lounge

Tickets sind auf www.impulstanz.com telefonisch unter +43.1.523 55 5839 sowie an der Tageskasse erhältlich. Workshops können online auf www.impulstanz.com/workshops und im Workshop Office gebucht werden. Die Anmeldung zu den Public-Moves-Klassen ist jeweils einen Tag vor Klassenbeginn ab 10 Uhr morgens über www.impulstanz.com oder telefonisch unter +43.1.523 55 58 möglich. Die Festival Lounge ist von Sonntag bis Donnerstag gratis, Freitag und Samstag sind 8 Euro Eintritt zu bezahlen, Tickets sind nur vor Ort erhältlich. Festivalgäste genießen freien Eintritt. Tickets für die beiden ImPulsTanz Partys sind ab sofort zu 12 Euro auf www.impulstanz.com, telefonisch unter +43.1.523 55 58-39 oder an der Tageskasse erhältlich.

www.impulstanz.com           Trailer: www.youtube.com/watch?v=JlmGmIMtQP4           www.youtube.com/watch?v=1XEYb5F7a2U         www.youtube.com/watch?v=jKaN3HpXy10

1. 7. 2022

ImPulsTanz: Buchungsstart für die Workshops

April 16, 2021 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Programm für alle Bodies, Bollywood & Party

Archie Burnett: Voguing – More than Posing. Bild: © Karolina Miernik

Nach einem bewegten Festivaljahr 2020, das hauptsächlich im Freien stattfinden konnte, kehrt ImPulsTanz 2021 von 15. Juli bis 15. August zurück ins Workshop-Zentrum Arsenal. Dort können Tanzbegeisterte in den großzügigen, luftigen Studios ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und ganz neue Stile entdecken: in 179 Workshops und Research

Projects – von Afro-Haitian Dance über eine Waxing Gibbous Moon Embodiment Party und Folktrance bis hin zu Vogue To Everything – in 17 Departments von 106 internationalen und österreichischen DozentInnen. Davon eignen sich etwa 90 Klassen für AnfängerInnen, Menschen über 60 sowie für Kinder und Jugendliche. Etwa 90 weitere Kurse, darunter neun Research Projects, adressieren erfahrene und professionelle TänzerInnen sowie ChoreografInnen.

Nach einem Jahr der physischen Distanz beschäftigen sich eine Vielzahl der Kurse heuer auf vielfältige Weise damit, wie man auch auf Abstand gemeinsam tanzen kann: Mårten Spångberg untersucht in „Dancing Together – Ecologies of Dance“ was passiert, wenn sich die Prämisse des „Zusammenseins“ verändert. Thomas Hauert spielt in „Bodies in motion connecting at a distance“ mit Konzepten von freiem Willen und gleichzeitiger Verantwortung. Jennifer Laceys Research Project „Making things in the face of overload“ nimmt für eine Woche den Druck, in der Pandemie auch noch produktiv sein zu müssen. Allein und dennoch gemeinsam neue Kraft zu tanken, daran arbeiten außerdem Moriah Evans, Defne Erdur und Maria F. Scaroni in ihren Improvisationsklassen.

Comfort Fedoke: HipHop. Bild: © Emilia Milewska

Kristina & Sadé Alleyne: Afro-Fusion. Bild: © Karolina Miernik

Kerstin Kussmaul: The Psoas Connection – Experiential Anatomy. Bild: © Karolina Miernik

Erstmals bei ImPulsTanz lädt Shinichi Iova-Koga zum japanischen „Tanz der Finsternis“, bringt Idio Chichava Tanz aus Mosambik mit und lehrt Anna Gaberscik gemeinsam mit Karin Cheng Voguing. Aber auch altbekannte prominente Publikumslieblinge lassen sich im Programm finden: „Dance-India-Dance“-Juror Terence Lewis bringt Bollywood nach Wien, Madonna-Tänzer Salim Gauwloos lässt Modern Dance und Jazz verschmelzen, Missy-Elliott-Choreografin Comfort Fedoke zeigt HipHop-Moves und Joe Alegado stärkt Koordination, Rhythmus und die Beziehung zur Erde.

Im vergangenen Jahr mussten Kinder und Jugendliche viel zu oft stillsitzen! Deshalb laden der Dschungel Wien und ImPulsTanz wieder Kinder und Jugendliche zwischen 3,5 und 18 Jahren zu zwölf Shake-the-Break-Workshops ein. Daybee Dorzile, Markus Eggensperger, Ákos Hargitay, Romy Kolb und Attila Zanin führen in die Welt des HipHop und Social Dance, Futurelove Sibanda bringt Musik aus seiner Heimat Simbabwe mit, Suni Löschner, Johanna Figl und Martina Rösler lassen die Tiere los und Laura Steinhöfel, Elda Gallo, Sanja Tropp Frühwald und das Künstlerinnenkollektiv KLAUS beschäftigen sich spielerisch mit spannenden Themen wie der Liebe, Prinz(essinn)en und dem Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur.

D. Jalet & A. Arapoglou: Skid Technique. Bild: © Emilia Milewska

Natalia Catanea: Aerial Silk Dance. Bild: © Emilia Milewska

Terence Lewis: Bollywood Dance. Bild: © Karolina Miernik

Vera Rosner: DanceAbility. Bild: © Karoline Miernik

Für Menschen ab 60 gibt es ebenfalls ein eigenes Department: Golden-Age-Workshops werden dieses Jahr von Susanne Bentley, Defne Erdur, Fabiana Pastorini und Nicole Berndt-Caccivio unterrichtet. Letztere ruft in „OK! Let’s dance!“ dazu auf, einmal kurz das eigene Alter zu vergessen, sich von der Gruppe mitreißen zu lassen und Momente der Stille zu genießen.

Der Großteil der ImPulsTanz Workshops steht auch Menschen mit Behinderung offen. Das All-Abilities-Department widmet sich jedoch speziell diesem Thema: In Vera Rosners „DanceAbility“ trifft Intuition auf Improvisation. Attila Zanin zeigt Kindern mit und ohne Behinderung ab elf Jahren Moves aus dem HipHop-Tanz. Für beide Workshops gilt „zahle, was es dir wert ist“! Außerdem beschäftigen sich Tanja Erhart und Katharina Senk in ihrem Field Project mit Ableismus im Tanz. Und Alito Alessi lehrt in seiner „DanceAbility Teacher Certification“ das Unterrichten von inklusiven Tanz- und Bewegungsgruppen.

Steven Cohen: Body Scenography. Bild: © Karolina Miernik

Kristina & Sadé Alleyne: Dynamics, Rhythm and Texture. Bild: © Kooné pics

Germaine Jauregui: Tools for Partnering. Bild: © Judith Lutz

Zurück sind auch die beliebten gratis Outdoor-Schnupperklassen Public Moves, powered by AK Wien. Von 7. Juli bis 15. August vermitteln DozentInnen im Arkadenhof des Wiener Rathauses, auf der Kaiserwiese im Wiener Prater sowie auf der SPORTinsel auf der Donauinsel ihr Können und Wissen für jedes Alter und Level.

Alle Workshops und Research Projects können ab sofort auf www.impulstanz.com und ab 4. Mai im Workshop Office gebucht werden. Trailer: www.youtube.com/watch?v=Ky36FtREaU0

16. 4. 2021

ImPulsTanz: Heute ist Buchungsstart für die Workshops

April 29, 2016 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Endlich in High Heels stöckeln wie Lady Gaga

Archie Burnett: Voguing. Bild: © Karolina Miernik

Archie Burnett: Voguing. Bild: © Karolina Miernik

2016 gibt der Beat den Ton an. Ab 14. Juli lädt ImPulsTanz mit 250 Workshops und Research Projekten zu einem bewegten Sommer. Internationale und heimische Größen, darunter die New Yorker House Dance-Legende Sekou Heru und Nuevo Flamenco-Tänzer Marco de Ana, verwandeln das Tanzstudio in einen Club und eine spanische Bodega.

Hotspot der ImPulsTanz-Workshops ist auch dieses Jahr das Workshopzentrum Arsenal. Es ist die Seele des ImPulsTanz-Tagesprogramms und ein Ort, an dem sich Tanzbegeisterte aus mehr als 90 Ländern versammeln. Eine Cafeteria und eine Chill-Out-Lounge laden zum Verweilen ein, Pools bieten eine kühle Erfrischung und die Türen zu den Workshops stehen offen – Zuschauer sind nämlich herzlich willkommen. Auch bei den zahlreichen Open-Door-Events bei freiem Eintritt, wie der Eröffnungspräsentation „impressions’16“ am ersten Festivalsonntag, an dem die Dozenten Einblicke in ihre Kurse bieten, oder beim „Me Against the Music Dance Contest“ am 30. Juli.

Kristina & Sadé Alleyne: Afro Fusion. Bild: © Karolina Miernik

Kristina & Sadé Alleyne: Afro Fusion. Bild: © Karolina Miernik

An die 90 Workshops hält ImPulsTanz alleine für Anfänger jeden Alters bereit. Darunter finden sich viele neue Gesichter und Stile. Neu im Urban Dance-Department sind unter anderem Helmut Fixl und Marie-Christin Scherzer, die mit ihren Moves auf High Heels selbst Lady Gaga in den Schatten stöckeln. Sekou Heru bietet bei seinem Mix aus House Dance und Fitnesstraining die Gelegenheit sich auszupowern.

Zu Trance und Techno lässt sich gemeinsam mit Michele Rizzo in höhere Sphären tanzen. Und Faizal Ddamba, Gewinner des letztjährigen „Me Against the Music Dance Contest“, hält es wie Beyoncé: „A little sweat ain’t never hurt nobody!“ Der Contact Improvisation widmet ImPulsTanz einen eigenen Schwerpunkt. Neben Workshops, wie dem von Ray Chung, wo sich Improvisationstechnik und Kampfkunst treffen, fordern Diskussionen, Jams und Performances zum gemeinsamen Denken und Bewegen auf. Zu den Gastgebern zählt auch Contact-Koryphäe Nancy Stark Smith.

Alito Alessi: DanceAbility. Bild: © Karolina Miernik

Alito Alessi: DanceAbility. Bild: © Karolina Miernik

Um vier neue Kurse erweitert sich das Angebot für Menschen mit und ohne Behinderungen. Bei Flora Bitancourt fallen zu brasilianischen Rhythmen die Masken, Gerda König und Gitta Roser loten den Raum zwischen Körper und Umwelt aus, Sonja Browne und Inge Kaindlstorfer bieten ein Repertory-Training für Profis und mit Lau Lukkarila holt sich ImPulsTanz-Stammdozentin Vera Rosner eine DanceAbility-Expertin aus Finnland an ihre Seite.

Zudem bietet ImPulsTanz gemeinsam mit Alito Alessi eine einmonatige Ausbildung zum DanceAbility Teacher an – die Anmeldung dafür läuft. Weltweit erstmalig findet die von Goldener Löwe-Preisträger Tino Sehgal sowie Louise Höjer und Rio Rutzinger entwickelte Workshop-Reihe „visual arts X dance“ in Wien statt. Mehr als 50 internationale Künstler beteiligen sich an dem Dialog zwischen zeitgenössischem Tanz und bildender Kunst – von und mit Florentina Holzinger, Jennifer Lacey, Xavier Le Roy, Hans Ulrich Obrist, Anri Sala, Meg Stuart und anderen.

Anmeldungen für die Workshops per E-Mail unter info@impulstanz.com. Der Ticketvorverkauf für Performances beginnt am 1. Juni. Highlight aus dem Programm: www.mottingers-meinung.at/?p=18306

www.impulstanz.com

Wien, 29. 4. 2016

Der Dschungel Wien im Sommer

Juni 26, 2013 in Tipps

Bild: Dschungel Wien

Bild: Dschungel Wien

Ateliers und Workshops für Kinder und Jugendliche

Bereits zum 9. Mal in Folge bietet DSCHUNGEL WIEN in Kooperation mit dem ImPulsTanz Festival in den Monaten Juli und August ein vielfältiges Aktiv- und Mitmachprogramm für alle Altersgruppen an – in Form von Theater-Ateliers, die von bekannten RegisseurInnen aus dem Bereich Theater für junges Publikum geleitet werden, sowie Theater-Workshops für Kinder und Jugendliche. Neben Workshops, in denen Kinder und Jugendliche in kreativen oder afrikanischen Kindertanz, Bollywood, Ballett oder Hip-Hop hinein schnuppern können, finden von Montag, 05. Juli bis Freitag, 09. August Ateliers mit österreichischen und internationalen ChoreografInnen statt. So wird etwa Cornelia Rainer – im DSCHUNGEL WIEN ist Anfang Juni erneut ihre Inszenierung von „Johanna“ zu sehen – ein 5-tägiges Atelier für Kinder ab 6 Jahren leiten, das zur Erkundung der eigenen Fantasie, Wünsche und Träume einlädt. Für Jugendliche sind Ateliers zu Themen wie „Songs of Horror, Dances of Death“ oder „Zwischen den Bildern“ geplant. Zu guter Letzt besteht für ein junges Publikum die Möglichkeit, zusammen mit RegisseurInnen wie Kevin E. Osenau, Sandra Selimovic oder Yosi Wanunu mit Körper und Stimme zu experimentieren, die Mittel und Medien des Theaters zu erforschen bzw. sich auf die Suche nach ihrem theatralen Ausdruck zu begeben.

Alles Workshops und Ateliers sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie auf www.dschungelwien.at.

Von Michaela Mottinger

Wien, 26. 6. 2013

Buchungsstart für ImPulsTanz Workshops

Mai 2, 2013 in Tipps

Von Schuhplattln bis Songs of Horror

Sherapy, Songs of Horror, Popping oder Schuhplattln, Folks … zeitgenössischer Tanz in seiner ganzen Vielfalt lässt sich bei der 30. ImPulsTanz-Ausgabe über vier Wochen lang (11. Juli bis 11. August) in über 210 hochkarätigen Workshops & Researchprojekten entdecken: am besten mit dem eigenen Körper und unter der Regie der weltweit Besten ihres Faches.

ImPulsTanz Workshops Bild: © Judith Lutz

ImPulsTanz Workshops
Bild: © Judith Lutz

AnfängerInnen vor!.. heißt es in mehr als 80 Workshops speziell für Tanzneulinge. Ob bei „Voguing“-Ikone Archie Burnett, der schon Madonna als Schülerin hatte, die kantigen Moves der New Yorker Clubkultur studieren, bei HipHop- und Street-Jazz-Legende Jermaine Browne Ausdruckskraft und Sinnlichkeit schöpfen oder bei Francesca Harper, der Ballettberaterin zum Kinofilm „Black Swan“, in die Welt des zeitgenössischen Balletts eintauchen: Make your move!

How to sit too much and maybe even enjoy it? Wie man sich leichter durch den Alltag bewegen kann, zeigen die SpezialistInnen des BodyWork und Contemporary Departments von ImPulsTanz. So etwa Fabiana Pastorini, die ihren Workshop „Dance for Health“ auf Grundlage der 5 Elemente der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ausrichtet. Leichter wird es manchmal, wenn man mit der Schwerkraft geht, so das Motto der Myroreflex-Trainerin Kerstin Kussmaul in „Gravity Happens“. Und größeres Wohlbefinden durch Körperpräsenz versprechen Nicole Berndt-Caccivios Kurse „Full Presence Ahead“ und „Inspirationen“! Letzterer richtet sich an Bewegungshungrige ab 55+, die sich im umfangreichen Golden Age Workshop-Programm der puren Freude am Tanz hingeben können: u.a. mit Elio Gervasi, Doris Uhlich und Mårten Spångberg.

Gestern auf der Burgtheater-Bühne, heute im Arsenal! Wer letztes Jahr das fulminante Tanzstück „Drumming Live“ von Rosas im Burgtheater gesehen hat, kann sich heuer unter der Leitung von Marta Coronado das Repertoire dieser Choreografie aneignen. Dass bei ImPulsTanz auch ein Workshop zu einer Performance führen kann, beweisen zwei Sterne der jüngeren Tanzgeneration: Doris Uhlich wird mit den WorkshopteilnehmerInnen aus dem Vorjahr ihr Stück „more than naked“ im Rahmen des 30. ImPulsTanz Festivals zur Premiere bringen und Trajal Harrells diesjährige Research-Projekt-TeilnehmerInnen zelebrieren am letzten Festivaltag in „Rite of Summer“ den 100. Geburtstag des „Sacre Du Printemps“ in einem exzessiven Ritual: Mit Make-Up und geheimen Wünschen.

Bollywood Stars, Super(wo)men und Little Yogis erobern die Bühne bei den Workshops und Ateliers der ImPulsTanz Sommerakademie für Tanz, Performance und Theater für junges Publikum in Kooperation mit dem Dschungel Wien. Ein eigenes Stück mit Performance-Magier Yosi Wanunu entwickeln, bei Mareike Dick das eigene Improvisationstalent auf die Probe stellen oder zu den würzigen Choreografien des Bollywood-Superstars Terence Lewis tanzen; weitere Abenteuer gibt es in insgesamt 18 Ateliers und Kursen für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 20 Jahren. Darüber hinaus entwickelt der renommierte Choreograf Ives Thuwis mit Jugendlichen ein Stück über das Phänomen „Liebe“, das am 23. Juli bei ImPulsTanz zur Premiere gebracht wird.

Unter der Leitung des ImPulsTanz-Mitbegründers Ismael Ivo geht mit „Biblioteca Do Corpo“ ein neues Ausbildungsprojekt für junge professionelle TänzerInnen diesen Sommer an den Start, das am 9. August im Odeon Theater die Premiere einer in Wien erarbeiteten Choreografie feiert, bevor es auf Gastspiel-Tournee in Brasilien geht. Yogafans dürfen sich freuen, wenn die internationale Yoga-Aktivistin Sri Louise nach Unterrichtstätigkeiten in Indien und den USA nun Wiens erstes „Yoga Teacher Training for Dancers“ bei ImPulsTanz ankündigt. Außerdem für TanzexpertInnen: Das im Bereich zeitgenössischer Tanzpädagogik weltweit einzigartige Projekt IDOCDE hat eine Onlineplattform zur Dokumentation von Lehr- und Ausbildungsmethoden im zeitgenössischen Tanz geschaffen und ist im Rahmen von ImPulsTanz vom 26. bis 28. Juli 2013 Gastgeber des internationalen Syposiums “The return of the idocs“, das dem einschlägigen Fachpub likum offen steht.

Vom Tahrir-Platz in Kairo über Berlin und Wien zurück nach Kairo spannt sich das von Silke Bake, Ismail Fayed, Adham Hafez und Peter Stamer initiierte Projekt „A Future Archeology”, bei dem europäische und ägyptische KünstlerInnen aus den Bereichen Choreografie, Architektur und Dramaturgie sich über die vier Festivalwochen in Wien ansiedeln, um buchstäblich einen Produktionsort zu bauen, an dem diese „Gemeinschaft als Test-Run“ Möglichkeiten und Praktiken von (kultureller) Differenz, Zusammenarbeit und künstlerischem Arbeiten „by doing it“ verhandelt. Von „FURNISHING THE GROUP über „Wasting Practices“ zu Fragen nach einem „Wir“ und der De-Konstruktion von Identitäten durch Tanz untersuchen vier ImPulsTanz Coaching Projekte aus unterschiedlichen Perspektiven Möglichkeiten für die Politik einer differenten Gesellschaft: So entstehen „Testfelder“, eingebettet in das kreative Baugeschehen.
Zu diesem sind alle WienerInnen und die internationale Festivalcommunity eingeladen!
Ein prominenter Platz in Wien ist für das Projekt vorgesehen und wird noch bekannt gegeben.

Alle Workshops sind ab sofort unter www.impulstanz.com online buchbar!

Die Stundenpläne: www.impulstanz.com/workshops/2013/schedule/

Von Michaela Mottinger

Wien, 2. 5. 2013