Saison-Auftakt im Rabenhof

August 29, 2013 in Tipps

VON RUDOLF MOTTINGER

Zehn Jahre Rock’n’Roll im Gemeindebau

Bild: Kabarett Niedermair

Bild: Kabarett Niedermair

PREMIERE: Ernst Molden HAFEN WIEN (25.9.)

Geister und Gespenster, der Friedhof der Namenlosen, ein exzentrischer Totengräber und das Donauweibchen als SM-Domina sind die Ingredienzien für Ernst Moldens Horror-Singspiel aus der diffusen Halbwelt zwischen Leben und Tod.
Mit „Häuserl am Oasch“ wurden von Ernst Molden die längst totgeglaubten Genres des Wiener Singspiels und der Zauberposse erfolgreich wiederbelebt. Nun das neueste Singspiel aus der Feder des „Leonard Cohen von Wien“, als Horror-Musical aus der Wiener Vorstadt. Halloween heißt im Gemeindebautheater immer noch Allerseelen und beginnt in Erdberg bereits am 25. September.mit: Michou Friesz, Eva Maria Marold, Markus Kofler, Heribert Sasse, Gerald Votava, Ernst Molden & Band
Buch und Musik: Ernst Molden
Regie: Thomas Gratzer

PREMIERE: Andreas Vitasek SEKUNDENSCHLAF  (8.10.)

Das brandneue Programm des Topkabarettisten live und in Farbe – Wien-exklusiv am Boulevard Erdberg: Vitasek tingelt auf seiner Never Ending Tour durch die seelische Provinz, als ein Anruf die liebgewordene Routine durchbricht. Es beginnt eine Reise ins Innere, dorthin, wo es wehtut, ins Herz der Finsternis. Kalt wie Gletschereis, heiß wie ein Grillfest. Heimfahren sieht anders aus.

LITERATURSALON im GEMEINDEBAU (September/Oktober)

DAVID SCHALKO: KNOI
26. September, 20.00 Uhr

Seine TV-Serie „Braunschlag“ gehört bereits zu den Highlights österreichischer Fernsehgeschichte, im Gemeindebautheater hat er nicht nur an der Bar, sondern mit der schrägen Soap-Opera „Böheimkirchen Euphorie“ auch auf der Bühne für fulminantes Entertainment gesorgt, nun präsentiert er mit „KNOI“ bereits seinen dritten Roman am Boulevard Erdberg! 

THOMAS GLAVINIC: Das größere Wunder
3. Oktober, 20.00 Uhr

Der Erfolgsautor und Rabenhof-Afficonado hat ein großes Buch über die Liebe geschrieben und stellt seinen soeben erschienenen Roman „Das größere Wunder“ abermals im Gemeindebautheater seines Vertrauens.

DIRK STERMANN: Zweier
6. Oktober, 20.00 Uhr

Frisöre, Feinstaub, Osterhasen, Zahnärzte und Albträume… Das neueste Buch unseres Lieblings-„Piefkes“! „Zweier“ ist nach „Eier“ und vor „Dreier“ der Mittelteil einer Trilogie, die sich das Ziel gesteckt hat, alle relevanten Themen unserer Zeit abzudecken. Sodass man als Leser wird sagen können: Kenn ich, kann ich, hab ich alles schon gelesen.

WIGALD BONING: Butter, Brot und Läusespray. Was Einkaufszettel über uns verraten
11. Oktober, 20.00 Uhr

Der Grimme-Preisträger, Moderator und Entertainer ist erstmals zu Gast im Rabenhof mit einem Diavortrag zu seinem Erfolgsbuch über die geheimen Botschaften auf Einkaufszettel.

AUSTROFRED: Hard On!
18. Oktober und 12. November, 20.00 Uhr

Österreichs Spitzen-Entertainer, der Freddie-Mercury-Impersonator Austrofred, der trotz Weltkarriere immer wieder Zwischenstopps im „First Vienna Prolo-Theater“, wie er das Rabenhof Theater liebevoll nennt, einlegt, hat es geschafft: Er fungiert als Hauptfigur in einem hochdynamischen Abenteuerroman.

FRANK SPILKER:
Das interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen

27. Oktober, 20.00 Uhr
Frank Spilker, Kopf der legendären Hamburger Band Die Sterne erzählt eine Geschichte vom Niedergang, und das so lässig und lakonisch, dass man seinem Helden liebend gern folgt.

www.rabenhof.at

Wien, 29. 8. 2013

Garage X: Krapp’s Last Tape

Mai 21, 2013 in Tipps

Florentin Groll gratuliert Dieter Haspel zum 70er

Florentin Groll Bild: Peter Rainer

Florentin Groll
Bild: Peter Rainer

Premiere ist am 21. Mai: Mit der Inszenierung des Ein-Personen-Stücks „Das letzte Band (Krapp’s last tape)“ von Samuel Beckett feiert Dieter Haspel von der GARAGE X, dem Haus das er ab 1981 als Ensemble-Theater geleitet hat, bevor die Räumlichkeiten am Petersplatz 2009 von Harald Posch und Ali Abdullah übernommen wurden, seinen 70. Geburtstag. Den kauzigen Einsiedler und erfolglosen Schreiberling Krapp gibt der Burgschauspieler Florentin Groll.Inhalt: Der einsame, alte Schriftsteller Krapp lauscht den Tonbändern, auf denen er alljährlich seine Erlebnisse im vergangenen Jahr aufgezeichnet hat, und kommentiert diese Aufzeichnungen immer von neuem – ein Kreislauf von längst abgeschlossenen Erfahrungen, vergangenen Beziehungen und irreparablen Fehlschlägen. Schon seit über dreißig Jahren führt Krapp dieses „Gespräch“ mit seinem ihm immer fremder gewordenen Tonband-Ich. Verächtlich lacht er über die Selbsteinschätzung des einstigen Krapp, und immer wieder spult er das an seinem 39. Geburtstag aufgenommene Band zurück, um einen glücklichen Augenblick zu rekapitulieren, eine Liebesbeziehung, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Im Anschluss an die Derniere am 18. Juni findet „Ein Fest für Dieter“ statt. Mit dabei sind Freunde, Kollegen und langjährige Weggefährten. Andreas Vitasek, Gregor Seberg, Hilde Hawlicek, Fritz Wendl und viele andere werden dem Jubilar ein paar Worte widmen …

Von Michaela Mottinger

Wien, 21. 5. 2013