Volksoper: Die Publikumslieblinge im Live-Onlinekonzert

April 24, 2020 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Meisterwerke der Operette und Musical-Evergreens

Bild: © Fidelio

Am 26. April präsentieren ORF III, Ö1 und die Klassikplattform fidelio ab 20.15 Uhr den zweiten von vorerst drei hochkarätigen Musikabenden live aus dem Großen Sendesaal des RadioKultur- hauses. Auf dem Programm stehen Meisterwerke der goldenen und silbernen Operettenära sowie zwei Musical-Evergreens. Johanna Arrouas, Martina Mikelić, Rebecca Nelsen, Ursula Pfitzner, Kristiane Kaiser,

Alexandre Beuchat, Ben Connor, Oliver Liebl, Carsten Süss und Vincent Schirrmacher singen Arien und Duette von Jahresregent Franz Lehár, dessen Geburtstag sich zum 150. Mal jährt, sowie aus dem Werk von Johann Strauß, Emmerich Kálmán und Ralph Benatzky. Alexandre Beuchat eröffnet den Abend mit „Da geh ich zu Maxim“ aus Franz Lehárs „Die lustige Witwe“, gefolgt von Rebecca Nelsen mit dem Vilja-Lied. Vincent Schirrmacher singt „Von Apfelblüten einen Kranz“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ aus „Das Land des Lächelns“.

Per Videozuspielung von der Bühne der Volksoper ist Martina Mikelić mit „Ich lade gern mir Gäste ein“ aus der „Fledermaus“ zu erleben, gefolgt von Kristiane Kaiser aus dem RadioKulturhaus mit dem feurigen Csárdás der Rosalinde. Einen Ausflug ins Musicalfach macht Stefan Cerny mit „Ol’ Man River“ aus „Showboat“. Carsten Süss interpretiert „Komm Zigan“ aus Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“ und gemeinsam mit Ursula Pfitzner das romantische Duett „Sag ja, mein Lieb, sag ja“.

Carsten Süss und Johanna Arrouas. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Ursula Pfitzner. Bild: © Alfred Eschwé

Ben Connor und Rebecca Nelsen. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Zwei Duette ganz unterschiedlichen Charakters aus der „Csárdásfürstin“ singen Johanna Arrouas und Ben Connor mit „Machen wir‘s den Schwalben nach“ sowie Ursula Pfitzner und abermals Ben Connor mit „Weißt du es noch“. Mit „Somewhere over the Rainbow“ aus „Der Zauberer von Oz“ träumt sich Johanna Arrouas in eine andere, bessere Welt. Und Oliver Liebl grüßt fröhlich per Zuspielung aus der Volksoper mit dem Schlager „Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin“ aus Ralph Benatzkys „Meine Schwester und ich“. Den Abend beschließen abermals Duette aus der „lustigen Witwe“, interpretiert von Johanna Arrouas und Vincent Schirrmacher mit „Wie eine Rosenknospe“ und Rebecca Nelsen und Alexandre Beuchat mit „Lippen schweigen“.

Begleitet werden die Solistinnen und Solisten von einem Streichquartett des RSO Wien mit Konzertmeister Peter Matzka, Primgeigerin Jue-Hyang Park, Bratschist Martin Kraushofer und Cellistin Solveig Nordmeyer. Am Klavier ist diesmal Volksopern-Korrepetitor Eric Machanic. Durch den Abend führt Christoph Wagner-Trenkwitz. Nach der Volksoper steht am 3. Mai das Konzert der Vereinigten Bühnen Wien an. Die Abende werden als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung für sieben Tage als Video-on-Demand via ORF-TVthek kostenlos bereitgestellt.

www.volksoper.at           tv.orf.at/orfdrei           www.myfidelio.at           TVthek.ORF.at

24. 4. 2020

Der Österreichische Musiktheaterpreis

Mai 13, 2013 in Klassik

Als Trophäe gibt es einen „Papageno“

2013_04_29_papageno_BP__2_Nun ist es also soweit: Die Weltheimat der Musik hat eine Auszeichnung zu vergeben. Der erste Österreichischen Musiktheaterpreis wird am 5. Juni im MuTh – dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben – den ersten Preisträgerinnen und Preisträgern überreicht werden. Und zwar in Form eines wunderbaren Porzellan-Papageno. Im Rahmen einer feierlichen Soiree werden die Besten aus Oper, Operette, Musical und Ballett ausgezeichnet. Tausendsass Christoph Wagner-Trenkwitz wird dem Abend moderieren.
Die Idee dahinter: Österreich ist in der glücklichen Lage aus einem reichhaltigen Kulturangebot schöpfen zu können. Das Musiktheater nimmt dabei eine zentrale Stellung ein und hat wesentlich dazu beigetragen, dass man mit gutem Gefühl von einer Kulturnation sprechen kann, deren kulturelle Identität unter anderem auf den Werken von Mozart, Strauss und vielen anderen basiert. „Die Zauberflöte“ oder
„Die Fledermaus“ touren höchst erfolgreich um die Welt und die Welt kommt nach Österreich um genau das zu sehen. Große Stimmen, beeindruckende Inszenierungen, herausragende tänzerische Leistungen. An kleinen Stadttheatern ebenso wie an großen Bundestheatern wird auf höchstem Niveau gearbeitet mit dem gemeinsamen Ziel, das Publikum zu unterhalten.

Mit der Verleihung des Ersten Österreichischen Musiktheaterpreises soll das Musiktheater in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden. Allen voran die Künstlerinnen und Künstler, die mit ihrer ganzen Leidenschaft und ihrem Engagement jeden Abend auf Österreichs Bühnen stehen, Besucherinnen und Besucher in die Welt des Musiktheaters entführen und begeistern. Der Preis bedeutet aber nicht nur für die gewählten Preisträgerinnen und Preisträger einen Ausdruck der Wertschätzung. Die jeweiligen Genres – egal ob Oper, Operette,
Musical oder Ballett – erfahren damit die Aufmerksamkeit, die ihnen gerade in Österreich gebührt.

Der Österreichische Musiktheaterpreis für sein Lebenswerk geht an Kammersänger Peter Minich.

Die Nominierungen für Spielsaison 2011/2012:
In der Kategorie Beste Männliche Hauptrolle:
Volksoper Wien | Salome | Jochanaan | Sebastian Holecek
Theater an der Wien | Hamlet | Hamlet | Stéphane Degout
Opernhaus Graz | Elektra | Orest | James Rutherford
In der Kategorie Beste Weibliche Hauptrolle:
Theater an der Wien| Les Contes d’Hoffmann |4 Frauen| Marlis Peterson
Volksoper Wien | Candide |Cunegonde | Jennifer O’Loughlin
Opernhaus Graz | Otello | Desdemona | Gal James
In der Kategorie Beste Weibliche Nebenrolle:
Volksoper Wien | Die spinnen, die Römer! | Domina | Dagmar Hellberg
Landestheater Linz|Dialogues des Carmelites|Soeur Constance|Elisabeth Breuer
Theater an der Wien | Serse | Atalanta | Danielle de Niese
In der Kategorie Beste Männliche Nebenrolle:
Volksoper Wien | Salome | Narraboth | Vincent Schirrmacher
Vorarlberger Landestheater | L’esir d’amore | Belcore | George Humphreys
Theater an der Wien | Telemaco | Ulisse | Rainer Trost
In der Kategorie Beste Regie:
Opernhaus Graz | Carmen | Stefan Herheim
Salzburger Landestheater | Wozzeck | Amelie Niedermeyer
Theater an der Wien | Telemaco | Torsten Fischer
In der Kategorie Beste Ausstattung:
Opernhaus Graz | Carmen | Heike Scheele
Volksoper Wien | Madame Pompadour | Hinrich Horstkotte
Theater an der Wien | Hamlet | Pierre André Weitz
In der Kategorie Beste Musikalische Leitung:
Landestheater Linz | Der Rosenkavalier | Dennis Russel Davies
Theater an der Wien | Telemaco | René Jacobs
Opernhaus Graz | Elektra | Johannes Fritzsch
In der Kategorie Beste Gesamtproduktion:
Theater an der Wien | The Turn of the Screw
Tiroler Landestheater | La Wally
Raimundtheater/Ronacher | Woyzeck
In der Kategorie Beste Ballettproduktion:
Volksoper Wien | Carmina Burana
Tiroler Landestheater | Frida Kahlo – Pasión por la vida
Salzburger Landestheater | Elements
Für den Nachwuchspreis sind nominiert:
Tiroler Landestheater | Ein Walzertraum | Franzi | Susanne Langbein
Volksoper Wien | Salome | Ein Page | Martina Mikelic
Opernhaus Graz | Gigi | Gigi | Sieglinde Feldhofer

Mehr Infos, auch über Jury und Komitee auf

www.musiktheaterpreis.at

Von Michaela Mottinger

Wien, 13. 5. 2013