Elysium

August 12, 2013 in Film

Die Reichen leben auf einer Insel der Seligen

Matt Damon ("Max") in ELYSIUM.   © 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Matt Damon („Max“) in ELYSIUM.
© 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Sein Erstling, der südafrikanische Film „District 9“, wurde von Presse und Publikum gefeiert. Nun legt Regisseur Neill Blomkamp mit „Elysium“, griechisch für „Insel der Seligen“, seine zweite Science-Fiction-Action vor. Den Kampf zwischen Arm und Superreich tragen die Oscar-Preisträger Matt Damon und Jodie Foster aus. Kinostart ist am 15. August.

Inhalt: Im Jahr 2154 gibt es zwei Sorten von Menschen: die Superreichen, die auf einer makellosen, von Menschen gebauten Raumstation namens Elysium leben, und den Rest, der auf der überbevölkerten, heruntergewirtschafteten Erde haust. Die Menschen auf der Erde setzen alles daran, der hohen Kriminalitätsrate und der großen Armut, die auf dem Planeten herrscht, zu entkommen. Und sie benötigen dringend den hohen Standard medizinischer Versorgung, den es nur auf Elysium gibt. Doch einige Leute auf Elysium schrecken vor nichts zurück, um rigide Anti-Einwanderungsgesetze durchzusetzen und den luxuriösen Lebensstil ihrer Elite zu bewahren. Der einzige Mensch, der die Chance hat, so etwas wie Gleichberechtigung in diese beiden Welten zu bringen, ist Max (Matt Damon), ein ganz normaler Mann, der verzweifelt versucht, nach Elysium zu gelangen. Während sein Leben an einem seidenen Faden hängt, übernimmt er widerwillig eine gefährliche Mission. Eine Mission, bei der er gegen Elysiums Ministerin Delacourt (Jodie Foster) und ihre Hardliner-Truppen antreten muss. Doch falls er gewinnt, kann er nicht nur sein eigenes Leben retten, sondern auch das von Millionen Menschen auf der Erde.

„Ich hoffe unser Film vermittelt eine hoffnungsvolle Message“, sagt Hauptdarsteller Matt Damon. „Auch in einer Zukunft, wo jeder für sich selbst kämpfen muss, kann sich der Mensch Menschlichkeit bewahren. Ein Zufall, dass die Dreharbeiten gerade begannen, als an der Wall Street die „99 Prozent“-Occupy-Bewegung aktiv war? Damon jedenfalls kannte Blomkamps Parabel „District 9“ und traf den Filmemacher, als der gerade mit den Graphic Novels von „Elysium“ beschäftigt war. Damon über dieses Kennenlernen: „Nach 20 Minuten war mir bewusst, dass ich dem nächsten James Cameron gegenüber saß. Ich wäre bereit gewesen, alle anderen Termine sausen zu lassen, um bei diesem Projekt dabei zu sein.“ Dieser Allegorie über schon jetzt bestehende Unterschiede bei der Gesundheitsvorsorge und Verelendung etlicher Staatsbürger, die Verschärfungsschreier, was Asylpolitik betrifft. Alles auch in Österreich Thema.

Als Max zeigt sich Matt Damon in völlig neuem Look: glatzköpfig, tätowiert, muskelbepackt. Um seine Mission erfüllen zu können, muss er sich zu einer Art Maschinen-Mensch im androiden Kampfanzug umoperieren lassen. Damon: „Neill gab mir eine Zeichnung und sagte: Schau‘ so aus!, also ging ich zu meinem Fitnesstrainer und bat ihn: Mach‘ das aus mir.“ Ein Glück, dass wenigstens der Anzug nur knapp 13 Kilo wog.  Damons Dämon, Jodie Foster, spielt die Verteidigungsministerin von Eylsium. 108 Jahre alt, kann sie sich noch erinnern, wie die Erde immer mehr zu Sodom und Gomorra wurde. Ein zweites Mal muss diese Entwicklung verhindert werden. Foster: „Ihre Maxime lautet: Wenn du Elysium jedem gibt’s, gibt’s du es am Ende niemandem.“ Der Schauspielstar weiter: „Ich liebe das Thema dieses Films, im Sinne von, dass es mir sehr wichtig ist. Die Reicher werden reicher, die Armen werden ärmer. Das bestimmt alles. Von der Tatsache, wer einer vergifteten Umbegebung entfliehen kann, bis zum Umstand, wer – allein schon deswegen – Kinder bekommen wird. Die Kluft ist tief geworden. Die Menschen leben buchstäblich in zwei Welten.“

Gedreht wurde in Mexico City, als die Erde, und in Vancouver, als Elysium. Was eigentlich schon alles sagt. Für besondere Special Effects holte man sich „Blade Runner“- und „Alien“-Legende Syd Mead. Muss eine Ehre gewesen sein, mit ihm zu arbeiten.

www.elysium-film.de

www.itsbetterupthere.com/site/

Trailer: www.youtube.com/watch?v=NqhyCKjSYkI

Trailer: www.youtube.com/watch?v=vSAS79fBVxs

Von Michaela Mottinger

Wien, 12. 8. 2013