Simon Strauß: Spielplan-Änderung!

April 7, 2020 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Bekannte Künstler über die besten unbekannten Stücke

Es ist zugegeben eine Koketterie. „Spielplan-Änderung!“ – über ein Buch mit diesem Titel kann man dieser Tage nicht hinwegsehen. Kulturjournalist Simon Strauß, Sohn des großen Botho, hat es herausgegeben, hat Künstlerinnen und Künstler eingeladen, über Stücke zu schreiben, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, aber dringend auf die Bühne gehörten. Gemeinsam begründen sie in diesem Buch das Programm für ein neues Theater, das sich nicht an Besetzungszwang, Auslastung oder einem wohlfeilen Spielplanmotto orientiert, sondern ausschließlich an literarischen Qualitäten.

Dörte Lyssewki, Daniel Kehlmann, Hans Magnus Enzensberger, Nino Haratischwili, Johanna Wokalek, Burghart Klaußner, Hanns Zischler und selbstverständlich Strauß Vater stehen auf Simon Strauß‘ „Besetzungsliste“. Und wenn sich auch derzeit kein Vorhang hebt, so wird hinter den Kulissen die Zwangspause doch fürs Planen von Künftigem genutzt. Strauß samt Mitstreitern wollen in diesem Sinne ihren Band durchaus als Inspirationsquelle verstanden wissen. Abseits der ausgetretenen Pfade des Längst-Bewährten, der oftmals irrwegigen Dramatisierungen von Vorlagen laden sie ein, das weite Land der Theaterliteratur neu zu erobern.

Mit 30 ausgewählten Stücken lassen sie den Leser die Probe aufs Exempel machen, in ihnen alles, was schon Großmeister Irimbert Ganser während des Theaterwissenschaftsstudiums dessen archetypische Themen nannte: Liebe – Macht – Tod. Beschworen wird ein Armes Theater à la Jerzy Grotowski, ein Peter-Brook’scher Leerer Raum, ein Schauspieler/eine Schauspielerin, Stimme und Körpersprache, um Allzu- wie Unmenschliches über die Rampe zu bringen.

In einzelnen Szenen vorgestellt wird Unbekanntes von Altbekannten – von Lope de Vegas “Das berühmte Drama von Fuente Ovejuna“ aus dem Jahr 1619, Franz Grillparzers „Esther“ von 1868 über Ferenc Molnárs „Die rote Mühle“ von 1924, Jean Anouilhs „Der arme Bitos oder Das Diner der Köpfe“ aus dem Jahr 1956 bis zu „Frankie und Johnny“ des vor wenigen Tagen verstorbenen, in Österreich dank Andrea Eckert als Maria Callas in seiner „Meisterklasse“ berühmten US-Dramatikers Terrence McNally, den Filmkritikerin Verena Lueken gegen die Star-gespickte Banalisierung durch Hollywood verteidigt. Und auch ein echter Picasso ist zu finden – „Wie man Wünsche beim Schwanz packt“ aus dem Jahr 1944.

Um anderes Angebotene braucht man sich hierzulande keine Sorgen zu machen. Karl Schönherrs „Glaube und Heimat“ hatte erst vor einem Jahr Premiere an der Josefstadt (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=31969), „Der Dibbuk“ von Salomon An-Ski, der Klassiker der jiddischen Literatur, war in einer sehr launigen Fassung im Hamakom zu sehen (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=30932). Das „Automatenbüffet“ der gebürtigen Wienerin Anna Gmeyner, das sich weder wegen Horváth noch Marieluise Fleißer – deren Stück „Der starke Stamm“ hier in Erinnerung gerufen wird – in die zweite Reihe stellen muss, kennen wenigstens die Connaisseurs.

Bild: pixabay.com

Bild: pixabay.com

Bild: pixabay.com

Bild: pixabay.com

Dörte Lyssewski sagt über Jakob Michael Reinhold Lenz‘ 1774er-Komödie „Der neue Menoza oder Geschichte des cumbanischen Prinzen Tandi“ mit dem illustren Personal eines Hauptmanns von Biederling, eines Grafen Chamäleon, eines Tiroler namens Zopf und eines Calmuckenprinzes, der freilich tatsächlich ein ehemaliger Page ist, dies sei eines der fulminantesten Stücke dieses „radikalsten, wildesten Sozialanklägers und revolutionärsten Vertreters des Sturm und Drang“, der seinerzeit Goethe derart Konkurrenz machte, dass dieser den späteren Büchner-Protagonisten als „Rebell und Querulanten“ aus Weimar verbannen ließ.

Hans Magnus Enzensberger erzählt von Alexander Suchowo-Kobylin, der 1850 wegen des Verdachts des Mordes an seiner Geliebten verhaftet und erst 1857 freigesprochen wurde, „dieser sensationelle Fall war einer der berühmtesten Skandale der zaristischen Gesellschaft. Erst sein Prozess machte ihn zum Dramatiker. Er schrieb eine Trilogie mit Stücken, deren Schärfe gegen die russische Justiz und Bürokratie ohne Vergleich war und ist.“ Sein Komödien-Scherz „Tarelkins Tod“ von 1869 ist der letzte und wildeste Teil, „eine Farce, die sich an den Grand Guignol und den Trivialroman anlehnt, von dem das Motiv des darin vorkommenden Vampirs stammt …“

Johanna Wokalek macht mit Sätzen wie „Aufgepasst, ich springe direkt rein in die Wupper! Anders ist der ,Wupper‘ nicht beizukommen. Denn sie mäandert durch Sprache, Bilder und Farben“ neugierig auf Else Lasker-Schülers gleichnamiges expressionistisches Schauspiel aus dem Jahr 1919, das die Schicksale der Unternehmerfamilie Sonntag und der Arbeiterfamilie Pius schlaglichtartig beleuchtet. „Es herrscht Hexensabbat zwischen und unter den Geschlechtern. Triebe und sexuelle Abhängigkeiten peitschen die Menschen zu- und auseinander. In den Köpfen lodert fortwährend die Walpurgisnacht. Wer, wenn nicht Else Lasker-Schüler, könnte davon erzählen?“

Daniel Kehlmann erinnert sich an seine Wiederbegegnung mit George Bernard Shaws „Die heilige Joahnna“, das er für von der Zeit angegraut und verstaubt wähnte: „Dann aber sah ich das Stück im Mai 2018 in der Inszenierung von Daniel Sullivan im New Yorker Friedman Theatre, vor ausverkauftem Haus, auf dem Höhepunkt der #MeToo-Bewegung. Keine opulente Produktion: Die Bühnenbilder waren zu Andeutungen reduziert, die Kostüme der Schauspieler unauffällig, alles konzentrierte sich, wie im angelsächsischen Theater üblich, auf die Leistung der Schauspieler. Im Zentrum verlieh Condola Rashad Johanna eine fröhliche Energie, eine Kraft und eine blitzende Intellektualität, die plötzlich wieder das ganze anarchische Potential dieses Schriftstellers spüren ließ.“

Ein sinnliches Erleben, dass auch dem Leser von „Spielplan-Änderung!“ schon unterlaufen ist, das Buch eine Empfehlung zum Anheizen der Theaterleidenschaft, zur Erweiterung des literarischen Horizontes – und als papierener Trost, bis es auf den Bühnen wieder „Vorhang auf!“ heißt.

Über den Autor und Herausgeber: Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, Sohn von Dramatiker Botho Strauß, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa“. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über Konzeptionen römischer Gesellschaft. Er lebt in Frankfurt und ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Erstlingswerk „Sieben Nächte“ fand viel Beachtung bei Kritik und Publikum.

Tropen Verlag, Simon Strauß (HG.): „Spielplan-Änderung“, Theatertexte, 262 Seiten.

www.tropen.de           www.faz.net/redaktion/simon-strauss-14532467.html

7. 4. 2020

Volksoper: Der Zigeunerbaron

März 1, 2020 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Strudelteig aus Temesvár

Eine Wandertruppe spielt die Moritat vom Zigeunerbaron: Kristiane Kaiser, Lucian Krasznec, Boris Eder, Martina Mikelić und Kurt Rydl. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Tatsächlich, Regisseur Peter Lund hat alle vorab getätigten Ansagen eingehalten. „Der Zigeunerbaron“, den er gestern an der Volksoper zur Premiere brachte, ist eine bis ins Detail durchdachte Auseinander- setzung mit rassistischem Klischeekitsch, martialischem Hurrapatriotismus und sogar dem k.k. Kolonialismus. Sein Studium der Novelle „Sáffi“ von Mór Jókai sowie Lunds historisches Interesse an den Johann-Strauß’schen Bezugspunkten sind deutlich miterleb- und nachvollziehbar.

Zeitgeschichte und Zeitgeist sind ebenfalls berücksichtigt, subtile Korrekturen an der einen oder anderen Stelle machen vieles drastischer, dramatischer, dramaturgisch ausgefeilter. Dem Zsupán wird, wie’s bei Jókai mit Sáffis „Hexen“-Mutter ja geschieht und wie es die Völkermordstrategie der NS-Vernichtungsmaschinerie war, der Halbsatz in den Mund gelegt, man solle alle Zigeuner verbrennen. Czipra und Saffi sprechen miteinander auf Romani, was ob des männlichen Nichtverstehens Absprachen zwischen den beiden Frauen möglich macht. Mirabella ist nicht die lang verschollene Carnero-Gattin, sondern Zsupáns Langzeitpantscherl.

Ottokar folglich der in höchst dubioser Situation gezeugte Sohn eines türkischen Paschas, dies wiederum eine Ohrfeige für die xenophobe Arsena. Im Wilde-Ehe-Duett wird der Dompfaff zur Spottdrossel. Die fliegt anfangs Laterna-magica-animiert durch die Ouvertüre, ein sinister dreinblickender Sinti-und-Roma-Chor singt mittendrein sein „Habet acht vor den Kindern der Nacht!“, über die abbruchreife Apsis/Schlossruine von Bühnenbildnerin Ulrike Reinhard ziehen Schattenspiel-Türken und Prinz-Eugen-Silhouette, Belagerung, Befreiung von Wien.

Der Doppeladler verformt sich zu zwei Todeskrähen, das fahrende Volk wird zur Wandertheatertruppe. Als deren Impresario kündet Boris Eder an, ein Stück über eines gewissen Zigeunerbarons Schicksal aufführen zu wollen, bevor er seine Tragöden samt ihren Rollen vorstellt. Einen „Kniff“ nennt Lund im Programmheftinterview diesen Thespiskarren, der „das Moritatenhafte der Handlung“ transportieren soll, und apropos: geleierte Melodie, moralische Belehrung, Lund ist letztlich so sehr mit P.C.-Sein beschäftigt, dass er auf die Operette vergisst.

Liebespaar I: Rydl und Regula Rosin. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Liebespaar II: Krasznec und Kaiser. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Liebespaar III: Anita Götz,  David Sitka. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Er hat das Rot-Gelb-Grün des Banat zu Grauschattierungen entfärbt, buchstäblich und sinnbildlich, die heitere Melancholie des Schnitzer-Librettos in ein bleiern schweres Melodram verwandelt, und wirklich schlimm ist: Alfred Eschwé, sonst steter Garant für schwungvolles Operettendirigat, wirkt wie von der Temesvárer Elegie entmutigt. Statt beschwingtem Walzer und feurigem Csárdás klingt’s, als wäre das Orchester picken geblieben, nein, pardon, falscher Strudelteig, besser passt das Wienerische Bonmot vom sich ziehenden zur Aufführung.

An dieser Stelle nun den satirischen Text einer 1885-Karikatur über des Komponisten Opernhaushoffnungen für sein Werk wiederzugeben, ist selbstverständlich ein schlechter Scherz – Strauß und eine Waage in einem Fesselballon über Wien, unten Schnitzer und Jókai vor der Staatsoper, sagt er eine zu anderen: „Vor lauter Hin- und Her-Balancieren ist der Waag‘ schon ganz schlecht. Jetzt bin ich nur neugierig, auf welcher Seite wir durchfallen werden …“

Aber leicht macht es einem Kostümbildnerin Daria Kornysheva mit ihrem Stilblütenstrauß aus Modern Gipsy, Lumpenfashion und schwarzem Leder nicht, dazu – Achtung: Uraufführungsdatum – Spätbiedermeierfolklore und das Buffo-Paar mummenverschanzt als verschmockte gagerlgelbe Knallchargen. Nicht nur muss Anita Götz als Arsena dazu in Schweinsklauen-Schuhe mündende ferkelrosa Strümpfe tragen, und der Chor in der Zsupán’schen Fleischfabrik Rüssel, selbst eine Ansonsten-Auskenner-Befragung konnte das Geheimnis nicht lüften, warum die Saffi in ein Herrennachthemd verdammt wurde.

Unter all den Schweineschnauzen gibt Kurt Rydl als blutig geschürzter Borstentierzüchter ein spätes Operettendebüt, sein Kálmán Zsupán dabei weniger Bauer als Wurst- und Speckerzeuger, ein landräuberischer Gutsherr, dessen gierigen Opportunismus Rydl routiniert herausarbeitet. Doch bleibt auch sein Charakter, was das Komödiantische betrifft und trotz Rydls Rampensau-Bemühungen zu Zsupáns Gesülze, ein getragen vortragender Spätzünder.

Die unfreiwillige Braut: Lucian Krasznec, Anita Götz, Kurt Rydl, Boris Eder und Chor. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Begeisterung für den Krieg: Marco Di Sapia als Graf Homonay und Kurt Rydl (re.). Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die Schrecken des Krieges: Lucian Krasznec, Marco Di Sapia und David Sitka (M.). Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Wer zuletzt lacht …  das ist die famose Martina Mikelić als Czipra. Bild: © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Lucian Krasznec, übrigens im rumänischen Banat geboren, ist ein sympathischer Sándor Bárinkay mit angenehmem Tenor. Als seine Saffi ist Kristiane Kaiser mit dessen sicheren Höhen mitunter überfordert, Kaiser kann auch – verständlicherweise, siehe Kostüm – kaum berühren. Immerhin, so sagte der Sitznachbar, muss sie sich weder vor noch nach der Hochzeitsnacht umziehen. Regula Rosins Mirabella hat im Böse-Gouvernanten-Look ihre Momente, wenn sie den säumigen Zsupán zum Ringetauschen zwingen will. Und da’s bereits um schrill geht: Anita Götz‘ Arsena toppt diesbezüglich alles.

Marco Di Sapia holt aus seinem Kurzauftritt als Graf Homonay, hier ein sehr stimmiger Husaren-Haudrauf mit Skelettpferd, was geht. Und um beim Erfreulichen zu bleiben, da ist David Sitka als in ständiger Angst vor der eigenen Courage lebender Ottokar zu nennen, Boris Eder, der als verklemmter, sexbefreiter, korrupter Sittenkommissär die ihm laut Regie verbleibenden Register zieht, sein Conte Carnero fast eine Nestroy-Figur – und vor allem Martina Mikelić als Czipra. Ihr ominös okkultes Erscheinen macht sie – pah, Baron! – zur Zigeunerkönigin, zur Spielmacherin, die beim sichtlichen Handlese-Schwindel einzig ihre Sache verfolgt und den feschen und mit ihrer Hilfe bald reichen Bárinkay von Saffi bis zum Schatz manipuliert. Dieser samt einer Art Stephanskrone einer, der den der Nibelungen zu Tand degradiert.

Doppelt passt hier, dass Czipra dem Conte nichts wahrsagt, weil sie’s erstens nicht kann und der zweitens mit einem Eheweib nichts anzufangen wüsste. Es kommen die Soldatenwerber, in einem großartigen Bild der Krieg und dessen Untote-kriechen-aus-einem-unterirdischen-Mordskarussell-Ende. Womit man wieder am Anfang landet, nämlich bei den Brettln, die Theaterkarren bedeuten, wo Impresario Eder Ottokar und Bárinkay unter die vielen gefallenen Helden zählt. Die Bühnenzuschauer buhen, nur Feigling Zsupán hat es „Von des Tajo Strand“ nach Hause geschafft, so etwas will das Publikum nicht sehen.

Also zieht Eder den Vorhang auf zum Happy End. Es fügt sich, was zusammengehört, die als Paschatochter enttarnte Saffi schwebt in Maria-Theresia-Aufmachung unters jubelnde Volk. „Heiraten! Vivat!“ Zu einer derart ausbremsten Operette war der Schlussapplaus dennoch entsprechend schaumgebremst.

Einführung: www.youtube.com/watch?v=E2jQKhn4PMs           www.youtube.com/watch?v=A6IrtLPpXvI             Kurt Rydl und Lucian Krasznec im Gespräch: www.youtube.com/watch?v=hsE7kmqnSyc                                Peter Lund und Alfred Eschwé im Gespräch: www.youtube.com/watch?v=H6tUNKAACjM             Probeneinblicke: www.youtube.com/watch?v=A75D7yD6Hmw             www.volksoper.at

1. 3. 2020

Kammerspiele: Josef und Maria

Oktober 12, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Im Tangoschritt zum Weihnachtssex

Ulli Maier und Johannes Silberschneider. Bild: Herwig Prammer

Während das Publikum noch in den Saal strömt, ist schon „Weihnachtsatmo“, besinnliche Berieselungsmusik, unterbrochen von schmeichelweicher Werbung für Kerzen, Gänse, Krippen. Beschwörung der Wunderzeit, die im wirklichen Leben – und alle Jahr‘ scheint’s früher – bereits mit Lebkuchenaufstellern begonnen hat. Auf der Bühne Kunstschnee und Plüscheisbären und rote Riesenplastikkugeln. Hier, erklärt Regisseur Alexander Kubelka damit, wird ein Märchen erzählt. Oder eine Geschichte aus einer Spielwarenabteilung.

Kubelka zeigt an den Kammerspielen der Josefstadt Peter Turrinis „Josef und Maria“. Dies eines der erfolgreichsten Stücke des großen österreichischen Dramatikers, übersetzt in mehr als 20 Sprachen, gespielt in mehr als 100 Inszenierungen. Sein erstes mit Happy End, sagt der Autor selbst.

Nun also stehen einander im nachtschwarzen Kaufhaus Ulli Maier und Johannes Silberschneider als Gelegenheitsputzfrau und Aushilfe bei der Wach- und Schließgesellschaft gegenüber. Beide haben sich um die Arbeit am Heiligen Abend bemüht.

Sie von Sohn und Schwiegertochter explizit vom Fest ausgeladen, weil es sonst wieder „nur Unfrieden“ gebe, er sowieso ein Einsamer, dem die kommunistischen Genossen der Reihe nach weggestorben sind. „Josef und Maria“ ist ein Schauspiel, das sich in einer Geisteshaltung festgesetzt hat, in der es den Begriff Proletariat noch gab, den eines stolzen, standesbewussten, keinesfalls zu verwechselnden mit einem Prekariat. Kubelka holt Turrinis Text da ab und führt ihn klug Richtung Jetzt. Viel von dem, was gesagt wird über Armut im Wohlfahrtsstaat, Arbeitslose, Notstandshilfe, könnte auch zeitgemäßer kaum sein. Josef versucht „Die Wahrheit“, eine Zeitung, unters Volk zu bringen. Das ist den Zuschauern dieser Tage ein Lachen wert.

Silberschneider, von Elisabeth Strauß wie als Schutzbündler eingekleidet, und immer wieder betont dieser Josef ja auch, dass man einen „Republikaner“ nicht klein kriegen könne, gibt gekonnt den kauzigen Freidenker, dem der Glaube an den sozialistischen Fortschritt auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht auszutreiben ist. Ulli Maiers Maria ist beinah anmutig und grazil, wenn sie ihre Bitterkeit wegtanzen will, sie, die einstige Varietétänzerin in Tirana, er war immerhin kurz Burgtheater-Statist, sie anrührend in ihrem trotzigen, er in seinem verzweifelten Kummer.

Bild: Herwig Prammer

Bild: Herwig Prammer

Lange redet jeder sein Eigenes, Maria über Kriegsehe und Nachkriegsflucht und Sehnsucht, Josef über Gefängnis, Psychiatrie und Folter, Geschlagene beide, körperlich und seelisch, Übriggebliebene, aber nicht zu Boden Gerungene, bevor sie endlich miteinander sprechen. Kubelka lässt seinen Darstellern Raum zur Entfaltung ihrer Rollen, er ist wie ein Dirigent, der mit dem Taktstock nur antippt, um die schönsten Töne zum Schwingen zu bringen. Er versteht die rabiat-poetische Art und den behutsamen Humor von „Josef und Maria“.

Derart entstehen auch die schönsten Bilder, und die Ausstattung von Florian Etti bietet dafür großartige Möglichkeiten an, etwa, wenn sich die Maier wie eine Spieluhrenballerina zu entsprechender Melodie im Kreis dreht oder Silberschneider lautlos Oper singt, oder, wenn die beiden auf den Eisbären „zum letzten Gefecht“ der Internationalen reiten.

Über ein zufällig gefundenes Mikrophon verkünden sie ihre im doppelten Sinn unerhörten Verlautbarungen, Marias Handtasche entpuppt sich als Musicbox … In all diesen Momenten wird die Aufführung tatsächlich Fabel-haft.

Der Alkohol – Maria hat eine Flasche Klaren dabei – tut schließlich seine Wirkung beim Klassenkämpfer und seinem zunehmend koketten Gegenüber. Schicht für Schicht, bis auf Kombinege und Herrenfeinripp, tragen Maier und Silberschneider von ihren Figuren ab, bis Josef und Maria sich in jeder Hinsicht voreinander entblößt haben. In Tangoschritten, und ja, der Silberschneider kann auch sinnlich, schwoft man zum Weihnachtssex. Nicht ohne vorher kaputte Lunge mit lädierter Bandscheibe aufgewogen zu haben. Ulli Maier und Johannes Silberschneider beherrschen ihn einfach perfekt, Turrinis wehmütigen Witz, diese beschwingte Schwermut.

www.josefstadt.org

  1. 10. 2018

Neu im Kino: „Die Werkstürmer“

August 9, 2013 in Film

Das Leben ist ein Arbeitskampf

Bild: © David Ruehm / Thimfilm

Bild: © David Ruehm / Thimfilm

Ein charmantes Schlitzohr, eine aufmüpfige Gewerkschaftsanwältin und der steirische Erzberg: Hilde Dalik („Die Lottosieger“) und Michael Ostrowski („Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“) geben sich einen romantischen Schlagabtausch in der temporeichsten Komödie des Sommers. – Seit 25. Juli im Kino.

Inhalt: Patrick Angerer (Ostrowski) hat keine Sorgen. Er arbeitet im örtlichen Stahlwerk und hat alles, was ihn glücklich macht: Stammtisch, Haberer und seinen Fußballverein. Nur die Freundin Babs (Dalik) ist abhanden gekommen, sie ist jetzt Gewerkschaftsanwältin im fernen Wien. Kompliziert wird Patricks Leben erst, als Babs ins Dorf zurückkommt und die Lohnverhandlungen im Werk führen soll. Da ist nämlich gar nichts mehr in Ordnung, seit ein Investmentkonzern übernommen hat. Jetzt muss Patrick zeigen, dass auch er für das kämpfen kann, was ihm wirklich wichtig ist – also vor allem für die Babs. Ein scharfzüngiges Pärchen, das Regisseur Andreas Schmied für seine Screwball-Comedy, mit großem Witz, viel politischem Gespür und noch mehr Action arrangiert hat.

„A working class hero is something to be

If you want to be a hero well just follow me“.

(John Lennon)

Interview mit den Hauptdarstellern Hilde Dalik und Michael Ostrowski:

Wie sehen Sie die Figuren, denen Sie beide Ihre Gesichter leihen? Wie funktionieren Patrick Angerer und Babs Brossmann? Welche Entwicklungen machen sie durch? Was mussten sie noch lernen?

Hilde Dalik: „I hob an Schritt gmocht in a Richtung, die dir net taugt hat, und des war’s mit uns. Du hast mi sitzen lassen, Patrick.“ sagt Babs zu Patrick. – Babs kommt zu Beginn des Films in ihr Heimatdorf zurück und findet im Laufe des Films ihre Wurzeln wieder. Sie hat sich von sich selbst entfernt und macht eine Reise, die sie, ob sie will oder nicht, wieder zu sich selbst zurückbringt. Babs lernt, dass sie sich weiterentwickeln kann, ohne, dass sie ihre Wurzeln abreißen muss.

Michael Ostrowski: Ich kann nicht genau sagen, wie der Patrick Angerer funktioniert. Ich hab das Drehbuch gelesen und gewusst, ich kann den gut spielen, weil ich ihn im Großen und Ganzen verstehe. Er redet so, dass ich weiß, was er meint (was sehr hilfreich ist, wenn man was spielen soll). Ich erkenne die meisten seiner Handlungsmotive und finde nachvollziehbar, was er tut oder in seiner Vergangenheit getan hat. Aber es gibt auch Dinge, die ich nicht weiß. Ich glaube, ich nähere mich einer Figur aus zwei Richtungen gleichzeitig: aus einer oberflächlichen (wie schaut er aus, was hat er an, wie schaut sein Bart aus, hat er vielleicht ein Flinserl etc). Das ist genauso wichtig wie die andere Richtung, die von innen heraus kommt. D.h., ich muss ihn zum größten Teil verstehen und nachvollziehen können, warum er was macht. Ich muss also seine Charakterlichkeit annehmen und versuchen so zu handeln, wie es für die Figur richtig und logisch ist. Und jetzt kommen wir wieder zu den Dingen, die ich nicht genau weiß. Das sind jene Sachen, auf die man draufkommt, während man spielt. Diese Dinge kann man sich nicht überlegen, die kann man nur finden oder man stolpert drüber. Das sind vielleicht die interessantesten Momente beim Schauspielen, und oft ist es einem selber gar nicht bewusst. Ich glaube, die lässigen Rollen haben immer mit einem selbst zu tun und bringen Dinge zutage, derer man sich nur bedingt bewusst war. Diese Rolle ist zu  mir geflogen gekommen wie das Vogerl, das sich auf den Fuß setzt, aber der Gruß war nicht von der Mutter, sondern vom Andreas Schmied. Danke schön.

Das Drehbuch der „Werkstürmer“ kam nicht nur bei Novotny und Glehr gut an, sondern eroberte auch bei den Förderanstalten die Herzen. Was macht den unverwechselbaren Charme von „Die Werkstürmer“ aus?

Hilde Dalik: Der Film lebt unter anderem von den vielen Figuren, die ihre Stärken und Schwächen haben. Man mag sie sofort, meint, sie schon lange zu kennen.

Michael Ostrowski: Und: Der Film beschreibt ein für Österreich neues Genre. Arbeiter-Drama trifft auf Komödie, ein bisserl romantisch ist es auch noch. Es ist im besten Sinne kommerziell, das heißt es holt sein Publikum gut ab, man kann sich identifizieren und mit den Figuren mitleben und mitempfinden. Das gefällt den Kommissionen sicher gut. Außerdem funktionieren die Dialoge, sie wirken nicht papierern, auch das ist selten. Aber abseits vom Drehbuch war der Formwille des Regisseurs sehr stark, Licht und Kamera sind absolut wichtig und wurden in der Vorbereitung sehr stark miteinbezogen, es gab ein Farbkonzept, vor allem bei Kostümen und der Ausstattung. Das hebt diesen Film meiner Ansicht nach stark von anderen Kinoproduktionen ab, die einfach abfilmen, was passiert – was bei Charlie Chaplin super ist, aber sonst filmisch eher langweilig. Hier wurden Kinobilder gebaut und nicht nur talking heads abgefilmt (und damit meine ich nicht die Band!).

„Die Werkstürmer“ thematisiert Existenzängste, Wirtschaftsrückgang, Ersatzarbeiter, Venture-Unternehmen, … Ihr Metier ist auch nicht das Sicherste, obwohl Sie beide sehr gut im Geschäft sind. Sind die Themen des Filmes trotzdem auch Themen, die Sie beschäftigen und betreffen?

Hilde Dalik: Ich persönlich versuche meinen Ängsten nicht allzu viel Raum zu geben. Das Thema des Films ist natürlich sehr aktuell.

Michael Ostrowski: Als Künstler lebt man meistens unsicher. Nur wenige haben irgendeine fixe Anstellung bzw. wissen wirklich, wie’s im Leben und in der Arbeit weitergeht, insofern beschäftigt mich das Thema natürlich. Aber gleichzeitig hat man den Luxus, gesellschaftspolitisch relevante Themen künstlerisch zu behandeln. In unserem Fall sind wir sogar auch noch dafür bezahlt worden, das ist schon einmal nicht schlecht. Eine offene Gesellschaft sollte sich diesen Luxus auch leisten, weil wir in einer künstlerischen Arbeit ein anderes Licht auf die Dinge werfen können. Ich kann wirtschaftspolitische Themen anhand konkreter Schicksale greifbar machen. Das kann auch der Journalismus, aber in einem Buch oder einem Film findet oft eine Identifikation des Zusehers mit den Figuren statt, deshalb bleibt uns auch der vom Hauptmann geschundene Woyzeck von Klaus Kinski/Werner Herzog stärker in Erinnerung als ein Artikel, den wir einmal über Erniedrigungen in der Armee gelesen haben.

Schon mal eine menschliche Blockade vor einer Einfahrt gegeben? Gestreikt? Im Sitzen, Stehen, lauthals, leise? – Wie stufen Sie Ihr revolutionäres, kämpferisches Potential ein?

Hilde Dalik: Ich habe einmal in der Schule gestreikt, als unser Herr Direktor ein öffentliches Kussverbot ausgesprochen hat.

Michael Ostrowski: Ich habe in der Schulzeit einmal in Liezen eine Demonstration organisiert gegen den illegalen Verkauf der Noricum-Kanonen ins Ausland. Ich war damals Schulsprecher, und es war für uns das Richtige. Unsere Chemielehrerin hat gemeint, natürlich gehören diese Waffen verkauft, wenn sie schon einmal produziert wurden. Wir haben damals nicht verstanden, wie man so denken kann. Heute seh’ ich die Dinge wieder differenzierter. Aber das Lustige ist, dass das jene Fabrik war, in der wir die Innenaufnahmen des Stahlwerks gedreht haben (Maschinenfabrik Liezen, vormals Noricum). Und tatsächlich ist es schöner, wenn dort keine Kanonen zum Umbringen gefertigt werden, sondern irgendwelche Schrauben oder Turbinenteile oder Drähte. Ich hab auch einmal die Ennsauen besetzt, als geplant war eine Autobahn durch diese Naturschutzgebiete zu bauen. Das freut mich heute noch, dass diese Straße damals verhindert wurde.

Über dem Kopf des gemütlichen Patrick kreist die Frage: „Wie willst du sie zurückgewinnen, wenn du nicht um sie kämpfst? Du ziehst immer den Schwanz ein, wenn’s ernst wird.“ – Was ist es, wofür Sie kämpfen (würdet)? Was lässt Sie Ihre Stimmen erheben?

Hilde Dalik: Dafür, dass Flüchtlinge besser behandelt werden. Dass alle Asylwerber, unabhängig vom Rechtsstatus, solange sie in Österreich sind, eine Grundversorgung erhalten. Dass sie frei über ihren Aufenthaltsort entscheiden können und dass es keine Transfers gegen den Willen der davon Betroffenen gibt. Dass Asylwerber einen Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildungsinstitutionen und Sozialversicherung haben. Und dass alle Abschiebungen nach Ungarn – und andere Abschiebungen nach Dublin-II-Verordnung – gestoppt werden! Dass sozioökonomische Fluchtmotive anerkannt werden! Es wäre auch wichtig, eine unabhängige Instanz einzurichten, die negativ beschiedene Asylverfahren inhaltlich überprüft …

Michael Ostrowski: Ich finde Ungerechtigkeiten schwer zu ertragen. Warum sollen manche Menschen vom Recht auf Nahrung ausgenommen sein? Vom Recht auf freie Meinungsäußerung? Warum gibt’s so unglaubliche Armut – und daneben so unermesslichen Reichtum? Ich glaube an eine gesellschaftliche Verantwortung jenen Menschen gegenüber, die Hilfe brauchen. So einfach ist das. Und ich wehre mich gegen eine grassierende Biederkeit, die gerne alles erklärbar machen will in der Kunst und alle Ausrisse aus der scheinbaren Normalität zurechtbiegen will. Eine gut gemeinte Unverbindlichkeit, die nichts mehr riskiert.

Michael Ostrowski ist recht viel im Fußballtrikot zu sehen – Fußball in der steirischen Provinz spielte in Ihrer Filmographie schon mal eine große Rolle: in „Making of Futbol“. Ja, welche Rolle spielt Fußball denn? Kann Fußball die Welt retten?

Michael Ostrowski: Fußball ist auf jeden Fall besser als kein Fußball. Es ist super zu spielen, es ist meistens spannend anzuschauen, und es ist ein Teamsport, was wiederum nicht schlecht ist, weil man dabei nicht nur sich selbst, sondern auch viele unterschiedliche Leute (aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten) kennenlernt.

Welche „ersten Male“ brachte der Dreh für Sie? Was haben Sie in den Vorbereitungen gelernt?

Hilde Dalik: Ich hab zum ersten Mal in einem Film Steirisch gesprochen. Das ist nicht meine Muttersprache, also hab ich einen Sprachcoach engagiert, der mir den Dialekt beigebracht hat. Der Auftrag vom Regisseur war: „nicht böllen, sondern Stoasteirisch.“ Ich musste viel Kernöl trinken, dann ging’s wie geschmiert.

Michael Ostrowski ist mit der steirischen Provinz vertraut – wie sieht das für Sie aus, Frau Dalik? Gab es Berührungspunkte zum Ort? Unterscheidet sich das Miteinander am Land vom städtischen?

Hilde Dalik: Ich war vor dem Dreh noch nie in Eisenerz und hab gehört, wie rau das Klima in vielen Bereichen sein soll. Vorgefunden hab ich dann Herzlichkeit, Wärme und Sonnenschein, die ihresgleichen suchen. – Und eine märchenhafte Landschaft wie aus „Herr der Ringe“ (und ich meine nicht Mordor!)

Michael Ostrowski: Ja, Land und Stadt sind unterschiedlich. Es gibt am Land andere Gesetze, weil man einander kennt, weiß, woher der andere kommt, wo er wohnt und wer seine Oma ist. Das Thema des Miteinander am Land war schon in Helmut Köppings Film „Kotsch“ (2005) zentral. Der Drehbuchautor Gregor Stadlober kommt aus Fohnsdorf, wo Kotsch spielt, ebenso wie Andreas Schmied. Beide Stoffe verbindet, dass die Industrie langsam verschwindet und die Menschen oft ohne Arbeit zurückbleiben; die Kleinstädte verändern sich, aus dicht besiedelten Industriegebieten werden oft etwas triste Ex-Industriestädte mit großem Einwohnerschwund. In „Kotsch“ schaffen die jungen Protagonisten den Absprung nicht recht. Meine Figur Chris, ein durch sich selbst verhinderter Anti-Künstler, sagt den schönen Satz: „Glaubst i geh nach Wien und lass mi entdecken?!“ Bei den „Werkstürmern“ ist es Patrick, der zwischen den Stühlen sitzt: Er will nicht nach Wien (und gibt dadurch seine Beziehung zu Babs auf), er ist vielleicht stärker in seiner Gemeinschaft verwurzelt als er das sich selber eingesteht. Babs entdeckt dafür ihre Wurzeln wieder neu, als sie zurückkommt und mit der ihr vertrauten Gemeinschaft zu kämpfen beginnt.

Zum Titel „Die Werkstürmer“: Wer sind die eigentlichen „Werkstürmer“? – Die, die aus dem Familienbetrieb etwas Internationaleres basteln wollten? Die, die es aus der Ferne lenken und über seine Zukunft erscheinen wollen? Die, die dort schon immer gearbeitet haben und sich „ihr“ Werk nicht nehmen lassen wollen und es nun verteidigen?

Hilde Dalik: Die Werkstürmer sind die, die sich ihr Werk nicht nehmen lassen wollen. Die Arbeiter, die im Stahlwerk Schweiß und Herzblut lassen. Und die vom FC Falkendorf, da gibt’s allerdings neben den Werkstürmern auch Werkverteidiger und einen Werktormann.

Der bleibende Moment während des Drehs?

Hilde Dalik: Eine sehr lange Kette von glücklichen Momenten hat sich in mein Eisenherz geschweißt!

Michael Ostrowski: Legendäre Tischtennis-Turniere im Keller des Präbichlerhofs! („Die Fritzl-Keller-Open“, wie wir sie liebevoll genannt haben …)

www.diewerkstuermer.at

Trailer: www.youtube.com/watch?v=OHPuWPqFLdQ

Von Michaela Mottinger

Wien, 25. 7. 2013