Stadttheater Klagenfurt: „Familiengeschäfte“

April 19, 2016 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Henry Mason inszeniert Alan Ayckbourn

Familiengeschäfte. Bild: Arnold Pöschl

Das Ensemble der „Familiengeschäfte“. Bild: Arnold Pöschl

Am Stadttheater Klagenfurt hat am 28. April Alan Ayckbourns Komödie „Familiengeschäfte“ Premiere. Regie führt Henry Mason, der bei den Salzburger Festspielen zuletzt die „Komödie der Irrungen“ zeigte und am Stadttheater bereits „Die Dreigroschenoper“ inszenierte. Raphaela Möst, die umjubelte „Nora“ der Klagenfurter Inszenierung, kehrt in der Rolle der Tina Ruston zurück.

Mit ihr steht mit Claudia Kainberger, Heike Kretschmer, Doris Prilop, Isabel Schosnig, Stephanie Katharina Schreiter, Nikolaus Barton, Martin Bermoser, Christian Graf, Tim Grobe, Horst Heiss, Alexander Jagsch und Wolfgang Kraßnitzer ein hochkarätiges Ensemble auf der Bühne.

Jack ist einer, dem Moral und Werte noch etwas bedeuten. Als er die Möbelfirma seines Schwiegervaters übernimmt, ist er davon überzeugt, dass mit harter Arbeit, Leistung, Fairness und Vertrauen das Familienunternehmen wieder florieren wird. Doch schon bald folgt die Desillusionierung: Sämtliche Familienmitglieder sind in dubiose, aber profitable Nebengeschäfte verwickelt. Um den guten Namen des Unternehmens zu schützen, muss Jack nun die kriminellen Machenschaften der Familie nicht nur decken, sondern sie auch noch unterstützen.

Ayckbourn, dem Meister der britischen Satire dient die Familie als Modell einer Gesellschaft, die den Widerspruch zwischen Leistungsideologie und schamloser Selbstbereicherung nur noch zynisch und achselzuckend zur Kenntnis nimmt. Pointiert und mit galligem Humor führt er vor, wie die Familie den Charakter verderben kann und beweist einmal mehr, dass der familiäre Zusammenhalt mitunter nur so lange besteht, wie dabei Geld zu machen ist.

www.stadttheater-klagenfurt.at

Wien, 19. 4. 2016

Lavant! – Bernd Liepold-Mosser über die Dichterin

September 30, 2015 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Theaterprojekt am Stadttheater Klagenfurt

Christine Lavant  Bild: (c) Robert Musil-Institut für Literaturforschung

Christine Lavant
Bild: (c) Robert Musil-Institut für Literaturforschung

Das Stadttheater Klagenfurt widmet Christine Lavant zu ihrem 100. Geburtstag die erste Schauspielpremiere der neuen Spielzeit. In einer Textmontage von Bernd Liepold-Mosser und Ute Liepold, die sich aus Gedichten, biografischen Aufzeichnungen, Briefen und den Prosatexten zusammensetzt, werden die vielen Facetten dieser faszinierenden Vertreterin der österreichischen Nachkriegsliteratur zum Ausdruck gebracht und für die Gegenwart neu umgesetzt. Die Band Clara Luzia steuert eigens für das Projekt „Lavant!“ komponierte Songs bei. Mitwirkende: Nikolaus Barton, Jele Brückner, Sèbastien Jacobi, Sandra Lipp, Johanna Mertinz, Katja Uffelmann und Nadine Zeintl. Premiere ist am 8. Oktober.

Mehr über Christine Lavants Leben und Werk: www.mottingers-meinung.at/?p=14452

www.stadttheater-klagenfurt.at

Wien, 30. 9. 2015

stadtTheater Walfischgasse: Zweifel

Januar 15, 2015 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Diese „Sister“ agiert beinhart

Anita Ammersfeld, Alexander Rossi, Johanna Withalm Bild: Sepp Gallauer

Anita Ammersfeld, Alexander Rossi, Johanna Withalm
Bild: Sepp Gallauer

Für ihre letzte Rolle am stadtTheater Walfischgasse wählte Intendantin Anita Ammersfeld eine, in der sie brilliert, wie in keiner tragischen  am eigenen Haus bisher. Sie zieht alle Register ihres schauspielerischen Könnens, ist Dreh- und Angelpunkt der Handlung, verkörpert eine Figur, über die man sich ärgern kann, aber auch lachen – und vor allem Verständnis haben muss. Eingeschnürt, wie sie ist, ins Korsett der katholischen Kirche. Klug ausgesucht!

Gegeben wird „Zweifel“ von John Patrick Shanley. Pulitzer-Preis-, Drama-Desk-Award- und Tony-ausgezeichnet. Verfilmt mit Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman. Der Inhalt: St. Nicholas in der Bronx, New York. Der charismatische Pater Brendan Flynn versucht die strengen Sitten einer katholischen Schule auf den Kopf zu stellen, die mit eiserner Hand von Direktorin Schwester Lukas (Ammersfeld) geführt wird. Doch der Wind des politisch liberalen Wandels weht durch die Gemeinde und so nimmt die Schule ihren ersten schwarzen Schüler auf. Aber dann berichtet die naive Schwester James der autoritären Direktorin, dass Pater Flynn dem neuen Schüler zu viel private Aufmerksamkeit widmet. Messwein ist im Spiel. Und ein Knabenunterhemdchen. Unverzüglich sieht sich Schwester Lukas zum Handeln gezwungen – mit verheerenden Folgen. Das Stück ruft unweigerlich die Missbrauchsfälle in Erinnerung, die die katholische Kirche in den letzten Jahren erschütterten …

Schwester Lukas ist keine „Sister Act“. Sie urteilt streng, agiert beinhart, betet ihre Regeln wie den Rosenkranz. Zufriedenheit ist das Laster Einfältiger. Zu denen gehört in ihren Augen Lehrerin Schwester James (Johanna Withalm), die den Glauben an das Gute im Menschen noch verinnerlicht hat. Lehrer, rügt sie sie, hätten von Gott Herz UND Verstand bekommen. Ersteres hat warm zu bleiben, Zweiterer muss kühl sein. So sehr unterdrückt die Direktorin ihre Gefühle, bewahrt sie stets Haltung, dass sie die anderer (möglicherweise?) missdeutet. Dabei  ist sie trotzdem mit trockenem Humor ausgestattet. Anita Ammersfeld spielt das fabelhaft und weiß den Publikumsjubel auf ihrer Seite.

Regisseurin Christine Wipplinger inszeniert das so straight, so auf „Minustemperatur“, so versteinert, wie die Gesellschaft, die sich im „steineren“ Bühnenbild von Walter Vogelweider bewegt. Ausschließlich wird hier um den heißen Brei herumgeredet. Wobei Shanleys Anliegen durchaus klar werden: „Zweifel“ erzählt vom äußerst schmalen Grat zwischen Überzeugung und Ungewissheit und von der veränderten Wahrnehmung unter den Vorzeichen eines Verdachts. Es hält die Schuldfrage über das Ende hinaus geschickt in der Schwebe und deutet die moralischen Abgründe auf beiden Seiten der Frontlinie an. Jeder Dialog dynamisiert die Handlung, doch keiner davon lässt für den Zuschauer eine letztgültige Schlussfolgerung, was richtig und was falsch ist, zu. Die „Wahrheit“ wird nicht einmal auf dem Nachhauseweg zu finden sein. Zu sehr kann man Fürs und Widers abwägen.

Denn der großartige Alexander Rossi, der unkonventionelle Priester und Lehrer Vater Flynn, bleibt ein undurchschaubarer Januskopf. Hält salbungsvolle Predigten, gibt sich allein im Kirchengarten seinen Wutausbrüchen hin, gibt für den schwarzen Schüler Donald, der vom eigenen Vater verprügelt wird, eine Art Ersatzvater, tauscht mit Schwester Lukas verbale Ohrfeigen aus. Dies die besten Szenen: der Machtkampf zwischen Direktorin und Lehrer, zwischen Priester und Nonne – in einer Funktion er ihr, in der anderen sie ihm unterstellt -, da wird sogar ausgefochten, wer in Besprechungen auf welchem Sessel sitzt. Rachelle Nkou wird als Donalds Mutter vorgeladen. Wütend spielt Nkou diese Mrs. Miller. Man möge sie doch bitte in all das nicht hineinziehen. Für ihren Sohn ist ihr lieber der „Klassenaufstieg“, die gute Schule, gefolgt vom besseren College, als die Frage, ob es da „Annäherungsversuche“ gegeben hätte. Auch das eine starke, aus der Warte der Figur fast verständliche, Aussage.

Schwester Lukas siegt, Vater Flynn wird versetzt. Ohne tatsächliche Beweise. Die „Zweifel“ bleiben also. Nur nicht daran, dass dies ein außergewöhnlicher Abend ist. Und der Wiener Theaterspielplan ohne das stadtTheater um eine spannende Spielstätte ärmer sein wird.

www.stadttheater.org

Wien, 15. 1. 2015

stadtTheater Walfischgasse: Der Beweis

Oktober 16, 2014 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Gleichung mit familiären Variablen

Anna Sophie Krenn, André Pohl Bild: Sabine Hauswirth

Anna Sophie Krenn, André Pohl
Bild: Sabine Hauswirth

Da fällt ein Satz, über den ich sehr lachen musste: „Mein Vater hat sich der Mathematik immer von der Seite genähert.“ Ich auch – nur sagte die Mathematik zu mir: Red‘ mi ned von der Seitn an! – und im Schularbeitsheft stand wieder eine Note jenseits der guten. Anita Ammersfeld, die gerade in der vergangenen Saison einen nie dagewesenen Lauf hatte (die Erfolgsproduktionen „C(r)ash“ www.mottingers-meinung.at/cornelius-obonya-badet-in-selbstmitleid/ oder www.mottingers-meinung.at/stadttheater-walfischgasse-halbe-wahrheiten/ stehen nach wie vor auf dem Spielplan), verkündete vor Kurzem die aktuelle sei ihre letzte. Um nun mit der ersten Premiere, David Auburns „Der Beweis“, den Beweis anzutreten, wie sehr das stadtTheater im Wiener  Bühnenpotpourri fehlen wird. Na, danke herzlich.

„Der Beweis“ erhielt alle wichtigen US-amerikanischen Theaterpreise, darunter den Drama League Award, den Preis der New Yorker Theaterkritiker, den Tony Award 2001 für das Beste Stück, den Pulitzer-Preis 2001 für Theater und ist ein noch nie in Wien gezeigtes Stück. Eine Komödie mit Sinn und Hintersinn, mit so viel Tragik, dass es gerade noch auszuhalten ist. Eine Fortführung der im Vorjahr begonnenen Reihe, wenn man so möchte. Es geht um „Geist“ – im doppelten Wortsinn: Robert, ein berühmter Mathematik-Professor, hochbegabt, hochdekoriert, verliert durch eine mysteriöse Krankheit den Verstand. Seine Tochter Catherine, dem Vater immer eng verbunden, gibt ihr Leben auf, um ihn zu pflegen. Schwester Claire macht fernab in New York als Bankerin Karriere. Als Robert stirbt kommt sie zur Beerdigung, findet die Schwester verwahrlost und verwirrt vor. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Hat Catherine Roberts Genie oder Wahnsinn geerbt? Oder beides? Denn da ist auch noch Ex-Student, nun selbst Uni-Unterrichtender, Hal, der in Roberts Notizen einen bahnbrechenden  mathematischen Beweis (für die Hodge-Theorie: diese verbindet die mathematischen Teilgebiete Analysis, Differentialgeometrie und algebraische Topologie; benannt ist die Hodge-Theorie nach dem Mathematiker William Vallance Douglas Hodge, der diese in den 1930er-Jahren entwickelte) findet, ihn prüfen und als Vermächtnis seines Lehrmeisters veröffentlichen will.
Doch Catherine sagt, die Gleichung sei von ihr …
Carolin Pienkos inszeniert „unakademisch“, heißt: kein Proseminar für Rechenkünstler, sondern erzählt eine Familiengeschichte. Unterbrochen durch Blackouts, wie sie getrübter Geist oder verzwickte Verwandtschaftsverhältnisse ebenso an sich haben. Ilona Glöckel hat dafür ein großartiges Bühnenbild geschaffen: ein Häuschen, samt Veranda und Innenraum, das die Schauspieler im Laufe der Handlung Runde um Runde im Kreis drehen. Josefstadt-Leihgabe André Pohl brilliert als Robert. Ist er gerade bei Verstand ist er ein scharfzüngiger Egomane, wechselt ohne Vorwarnung zum liebevollen Vater, nervig beim Versuch das Talent seiner Tochter Catherine wachzurütteln – und ist sofort wieder egoistisch – schutzbedürftig -, wenn sie beginnt, Zukunftspläne zu schmieden. A Beautiful Mind, der nicht loslassen kann. Apropos: Ist es nicht erstaunlich, wie viele Mathematiker durchgedreht sind? Von Kurt Gödel bis John Forbes Nash.
Die Schwestern, Anna Sophie Krenn als Catherine und Eva-Christina Binder als Claire, stehen der Leistung um nichts nach. Auch Claire hat dieses Zwänglerische, das der Familie eigen ist. Sie ist eine Listenschreiberin, ansonsten aber Typ Erfolgsmensch – und dennoch der Schwester neidig, dass sie Vaters Denkmustern folgen kann, während Claire nur eine Wallstreet-Rechnerin ist. Pienkos arbeitet die Geschwisterrivalität, das Buhlen um Liebe und Aufmerksamkeit sehr exakt heraus, stellt es gleichsam in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Krenn, eigentlich die Protagonistin des Ganzen, verausgabt sich mit ihren nervenheilanstaltigen Temperamentsausbrüchen bis zur Selbstaufgabe. Die Emotionen, die sie über die Rampe spült, reißen einen mit sich.
Und dann ist da noch Michael Schusser als Hal, Typ tollpatschiger Teddybär (in der „Big Bang Theory“ wäre er eindeutig Leonard), der sich mit 28 schon auf intellektueller Talfahrt glaubt und dringend einen Erfolg braucht. Ob er am Ende ein Guter oder ein Böser ist – bitte selber nachschauen.
Mit „Der Beweis“ servieren Intendantin Anita Ammersfeld und Regisseurin Carolin Pienkos jedenfalls einmal mehr Unterhaltung mit Haltung. Von Logos bis Logik, von Herz und Hirn, von Vertrauens- und Liebensverhältnissen berichtet David Auburn. Und genau wie der Autor lässt auch die Regisseurin eine Variable in der Gleichung unbekannt: das menschliche X – beziehungsweise Y.

www.stadttheater.org

Wien, 16. 10. 2014

Stadttheater Klagenfurt: Eröffnung mit der „Fledermaus“

September 17, 2014 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Mit einer Langen Nacht der kurzen Musik

in die neue Spielzeit

Die Fledermaus - Christiane Boesiger, Ensemble  Bild: (c) Aljosa Rebolj

Die Fledermaus – Christiane Boesiger, Ensemble
Bild: (c) Aljosa Rebolj

Das Stadttheater Klagenfurt startet am 18. September  unter dem Motto „Ich ist ein Anderer“ mit der Königin der Operetten „Die Fledermaus“ und mitreißenden Walzermelodien die neue Spielzeit 2014/2015. Für die Inszenierung kehrt Olivier Tambosi nach Klagenfurt zurück. Jörg Schneider ist als Eisenstein zu sehen, Christiane Boesiger übernimmt die Rolle der Rosalinde.

Am 19. September geht Die Lange Nacht der kurzen Musik mit einem Crossover aus klassischer und zeitgenössischer Musik über diverse Bühnen im und um das Stadttheater. Bei freiem Eintritt ist das Publikum eingeladen mit dem Stadttheater den Spielzeitbeginn zu feiern. Mit dabei unter anderen: das Kärntner Sinfonieorchester, EFFI&BAND, Bartolomey/Bittmann und der Drakensberg Boys Choir.

PROGRAMM

BÜHNE

19.00 Uhr Kärntner Sinfonieorchester Eröffnung mit Werken von Bernstein, Brahms, Marquez u.a.
21.00 Uhr Karl Sibelius: Adam Schaf hat Angst Ein-Mann-Musical von Georg Kreisler
22.30 Uhr Bartolomey/Bittmann Mit Cello und Mandola auf neuen Wegen, von Groove bis Rock
FREILICHTBÜHNE GOETHEPARK

20.00 Uhr Tanzl Musi KSO-Musiker spielen Volksmusik
21.00 Uhr EFFI & BAND EFFI ist Songwriter, Elektroniker, Poet. Vom Geheimtipp zum Senkrechtstarter!
STADTPFARRKIRCHE ST. EGID

20.00 Uhr Drakensberg Boys Choir Beeindruckende, junge Stimmen aus Südafrika in Klagenfurt!
21.00 Uhr Singkreis Seltenheim Der bekannte Chor ist diesmal mit geistlicher Musik zu Gast
22.30 Uhr Mehrstimmig! Mitglieder des Chors des Stadttheaters begeistern nicht nur auf der Opernbühne
ORCHESTERPROBENRAUM

19.00 Uhr Singschule Carinthia Das Jugendensemble des Stadttheaters gibt Einblicke in die Arbeit
21.00 Uhr TARO Die Gründer von NEW ADITS mit elektronischen Live-Bearbeitungen gegenwärtiger Musik

MUSIKSCHULE

19.00 Uhr Schüler der Musikschule Klagenfurt zeigen ihr Können
RESTAURANT CAFÉ OSCAR

20.00 Uhr Duo Masis Hakobyan/Asatrian mit Filmmusik, armenischen Volksweisen und Tango Nuevo
NAPOLEONSTADL PARKHAUS

23.00 Uhr Afterparty mit DJ Nina Love

Das Kärntner Sinfonieorchester stellt den Beginn der Konzertsaison unter das Motto „Lieben Sie Brahms?“. Die vier Sinfonien Johannes Brahms‘, die er unter anderem während seiner Sommerfrische in Pörtschach komponierte, stehen im Mittelpunkt eines intensiven Brahms-Herbstes mit dem Kärntner Sinfonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Alexander Soddy. Neben den vier Sinfonien steht im November das monumentale Deutsche Requiem auf dem Programm.

26. September 2014, 19.30 Uhr, Konzerthaus
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 in c-Moll op. 68; Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73

15. Oktober 2014, 19.30 Uhr, Konzerthaus
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90; Sinfonie Nr. 4 in e-Moll op. 98

12. November 2014, 19.30 Uhr, Konzerthaus
Giuseppe Verdi: Ave Maria aus Quattro Pezzi Sacri; Stabat Mater aus Quattro Pezzi Sacri
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem op.45

Am 28. September wird ein außergewöhnlich persönliches Filmportrait Peter Turrinis von Ruth Rieser erstmals in Kärnten gezeigt. Es ist anlässlich seines 70. Geburtstages entstanden und kehrt an Turrinis „Ausgangspunkt“, den Tonhof Maria Saal, zurück.

Ab 4. Oktober steht Kleists „Amphitryon“, ein Spiel um Identitäten, Doppelgängertum und Verführung, in der Regie von Michael Sturminger, mit hochkarätiger Besetzung, auf dem Spielplan. Als Alkmene ist Sabine Haupt – Ensemblemitglied des Burgtheaters – zu sehen, für die Rolle des Amphitryon konnte der Schauspieler und Regisseur Andreas Patton gewonnen werden.
Das Musiktheaterprojekt „Lampedusa“ beschließt am 5. Oktober das vielfältige Eröffnungsprogramm, ein Musik – Theater – Happening von Bernd Liepold-Mosser. Lampedusa steht als Chiffre für die Problematik der europäischen Zuwanderungspolitik, in der Europa seine Werte selbst abschafft. Textsamples zum Themenkomplex „Festung Europa“ werden mit thematisch ausgewählten Opernchören kombiniert, um die Fragen von Humanität, Moral und Gerechtigkeit neu zu stellen: „Wenn Europa so tut, als seien dies nur unsere Toten, dann möchte ich für jeden Ertrunkenen, der mir übergeben wird, ein offzielles Beileidstelegramm erhalten. So als hätte er eine weiße Haut, als sei er unser Sohn, der in den Ferien ertrunken ist. Gezeichnet: Giusi Nicolini. Bürgermeisterin von Lampedusa.“

www.stadttheater-klagenfurt.at

Wien, 17. 9. 2014