Literaturwochenende auf der Schallaburg

Oktober 15, 2013 in Buch

VON RUDOLF MOTTINGER

Mit Josef Winkler, Ilija Trojanow, Susanne Scholl und Edith Kneifl

Ilija Trojanow Bild: Peter-Andreas Hassiepen

Ilija Trojanow
Bild: Peter-Andreas Hassiepen

Am 19. und 20. Oktober lädt die Schallaburg zu einem besonderen Literaturwochenende. Passend zur aktuellen Ausstellung „Das Indien der Maharadschas“ werden der Büchner-Preisträger Josef Winkler und Bestseller-Autor Ilija Trojanow den Samstagabend eine Lesung mit anschließendem Gespräch mit  Literaturwissenschafter Klaus Zeyringer gestalten. Mit ihren Werken „Mutter und der Bleistift“ (Josef Winkler, Suhrkamp 2013) und „Gebrauchsanweisung für Indien“ (Ilija Trojanow, Piper 2006) beleuchten sie das Phänomen „Indien“ aus literarischer Perspektive. Der Ausklang mit Wachauer Wein  leitet thematisch  zum Sonntag über. Da lädt nämlich Kurt Farasin um 11 Uhr zum (Lust)wandern und (Lust)wandeln in den historischen Garten der Schallaburg ein. Dabei ist zum Beispiel zu erfahren, dass die Gärten der indischen Großmoguln Vorbilder für die Renaissance-Gärten in Europa waren oder dass sich später so mancher indischer Maharadscha beim Bau seines Palastes an Renaissanceschlössern inspirierte.  Zwei weitere Weltbürgerinnen übernehmen im Anschluss mit Lesungen aus ihrem Werk „Donauweiber“ (Edition Aramo 2012) das Ruder. Susanne Scholl, Ikone der Osteuropa-Berichterstattung, portraitiert mit ihren Texten die Starköchin Lisl Wagner-Bacher. Die heimische Krimi-Größe Edith Kneifl begibt sich mit Texten über die Kapitänin Birgit Brandner auf stürmische Fahrt (Moderation: Sylvia Treudl, Unabhängiges Literaturhaus NÖ).

Zeit: Samstag, 19. Oktober 2013, 19:00 Uhr: Lesung und Diskussion zum Thema „Indien“

Josef Winkler und Ilija Trojanow, Moderation: Klaus Zeyringer

Sonntag, 20. Oktober 2013, 11:00 Uhr: Schlossgartenwanderung und Lesung

Gartenführung: Kurt Farasin

Lesung: Susanne Scholl und Edith Kneifl, Moderation: Sylvia Treudl

www.schallaburg.at

Wien, 15. 10. 2013

Protestlesung im Schauspielhaus Wien

März 22, 2013 in Tipps

Mit Julya Rabinovich und Susanne Scholl

Julya Rabinowich  Bild: © Margit Marnul

Julya Rabinowich
Bild: © Margit Marnul

Am  24. März, 11 Uhr, findet im Schauspielhaus Wien  die „Protestlesung.Von Tätern und Opfern. Wider die derzeitige Rechtssprechung bei Sexualdelikten.“ statt Es lesen: Andrea Maria Dusl, Sabine Gruber, Olga Flor, Sibylle Hamann, Elfriede Hammerl, Gabriele Kögl, Margaret Kreidl, Lydia Mischkulnig, Helga Christine Pregesbauer, Julya Rabinovich, Eva Rossmann, Susanne Scholl, Andrea Stift, Linda Stift und Cornelia Travnicek. Es moderiert Mercedes Echerer. Musik: Sormeh (Iran/Serbien) – zwischen Kagran und Teheran: Ein  Bogen von orientalischer zu balkanischer Musik.

facebook.com/Sormehmusic

Gesang, Daf, Berimbao: Golnar Shahyar
Klarinette: Mona Matbou Riahi
Gesang, Viola, Loops: Jelena Popržan

Sexueller Missbrauch einer Minderjährigen führt derzeit innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens zu 6 Monaten Fußfessel, von denen noch Monate nachgelassen werden sollen, obwohl das Opfer mehrfach angab, vom Täter weiterhin verfolgt worden zu sein. Eine Justiz, unter deren Wirken erwiesene sexuelle Gewalt an Frauen und Minderjährigen zu lächerlich geringen Strafen führt, signalisiert den Tätern freie Bahn. Ein sexueller Übergriff ist Gewalt. Delikte gegen Leib und Leben werden sanfter bestraft als Vermögensdelikte. Als Schriftstellerinnen erheben wir unsere Stimme stellvertretend für die Opfer und ihre Angehörigen. Ein Protest für alle – vorgetragen von vielen.

www.schauspielhaus.at

Von Michaela Mottinger

Wien, 22. 3. 2013