Theater an der Wien via fidelio: Saul

Mai 9, 2021 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Macht macht Migräne

Das Volk macht für den neuen Herrscher die Welle: Jake Arditti als David, David Webb als High Priest und der Arnold Schoenberg Chor. Bild: © Monika Rittershaus

Vor drei Jahren wurde Claus Guths szenische Umsetzung des Händel-Oratoriums „Saul“ zum Triumph für das Theater an der Wien. Anstatt der ursprünglich angestrebten Wiederaufnahme blieb Corona-bedingt nun allerdings nur die gestrige Bildschirm-Premiere via www.myfidelio.at, wo der Bühnenfilm von Tiziano Mancini ab sofort in der Klassithek abzurufen ist. Und hat die Pandemie für die darstellende Kunst irgend gewirkt, sodass sich immer freihändiger und leichtfüßiger

dem Medium mit der Kamera angenähert wird, kurz: Mancinis Arbeit, er hielt unter anderem den extravaganten Valencia-Ring von La Fura dels Baus für die Ewigkeit fest, Mancinis Arbeit also macht aus der Guth’schen ein eigenständiges Kunstwerk, dessen Vorzüge man sich auch als selbstverständlich Live-Bevorzuger nicht entgehen lassen sollte. ‘S beginnt bereits bei der Ouvertüre, der Blick in den Orchestergraben, wo ein verschmitzt dirigierender Christopher Moulds das Freiburger Barockorchester zum sinnenfroh neckischen Spiel bittet, und welch Charakterköpfe da an den biblischen Pauken und Posaunen sitzen.

Derart viel Mühe und Geldmittel – unter anderem heutige 130.000 Euro für eine eigens angefertigte Orgel – verwendete Händel darauf, exotisch-antik gedachte Instrumente aufzutreiben, dass sein Librettist Charles Jennens über dessen “Head more full of Maggots than ever” klagte. Es erklingt das Carillon, eine Art Glockenspiel mit Tastatur, dessen Töne als kleine, böse Chaos-Männchen durch Sauls Kopf tippeln. Eindrucksvoll ist das alles, der Auftritt von Florian Boesch als feindesblutüberströmter Kriegerkönig, dem sein Volk aka der Arnold Schoenberg Chor huldigt. Close-ups vom gestrengen, auch selbstzufriedenen Gesicht, der stolz hochgezogenen Augenbraue, den nackten, wunden Füßen, Sauls gleichsame Longinuslanze/Speer des Schicksals, der gottgewählte Selbst-/Gerechte, der the Writing on the Wall eigens besorgt, dem dessen Symbolik aber entkommt.

Solches geht nur mit solchen Sänger-Schauspieler-Charismatikern. Boesch leistet körperliche Schwerstarbeit, und kippt er im Wortsinn vom Stuhl, fragt man sich, wie in der Position singen überhaupt noch geht. Boesch brilliert mit Bühnenpräsenz, einer Lear’schen Urgewalt und vokaler Strahlkraft, der bärbeißige Bassbariton leidet mit Donnerhall Rotz und Wasser und unter offenbar heftigen Kopfschmerzen – To him ten thousend, and to me but thousands!

Dieser „Saul“ ist und bleibt eine Sternstunde, die Geschichte eines Großen, der vom jüngeren, besseren, beliebteren, schließlich populistischeren rechts überholt wird. Drei Sätze bis zum Selbstmord. Dazu passen die Prosekturkacheln in Ausstatter Christian Schmidts Seelenlandschaften, die sich auf der Drehbühne mit einer archaischen Felsenwüste und einem dunkelroten Salon abwechseln, dessen Bodenbelag … einmal, als die Kamera in die Totale geht, hat man dies Bild vor Augen, alle sind wir des Schöpfers Schachfiguren.

Brillante Performance als bärbeißiger Bassbariton: Florian Boesch als Saul. Bild: © Monika Rittershaus

Die 4er-Orgie: Anna Prohaska, Jake Arditti, Rupert Charlesworth und Giulia Semenzato. Bild: © Monika Rittershaus

Dienstmädchen from Hell: Rafał Tomkiewicz mit Florian Boesch. Bild: © Monika Rittershaus

Und welche Bilder gefunden werden. Da liegt ein Männerkörper, Augen zu, Kopf schlafend, nein, es ist der abgeschlagene des Goliath, und es erhebt sich handsome Countertenor Jake Arditti, wär‘ dies die Zauberflöte, man müsste „ein holder Jüngling, sanft und schön“ sagen. Arditti, in der Corona-Pause nicht nur was den Bizepsumfang betrifft, sondern auch stimmlich gewachsen, ist als David kein Schlachtenheld. Unsicher stakst er, wankt, weiß nicht, wie ihm geschieht – und schon kniet alles vor ihm, Triumphgesang der Israeliten, der immer spielfreudige Arnold Schoenberg Chor choreografiert von Ramses Sigl.

Dieser David mit seinem bubenhaften Charme ist Typ „Frauen lieben ihn, Männer wollen so sein wie er“, Guth und Schmidt haben für seine immer hoheitsvoller werdenden Kostüme ein reines Weiß gewählt, Schwarz für Saul Boesch, und es gehört zu dieser zeichenhaften Inszenierung, dass der Chor in weißem Hemd und schwarzem Anzug nach und nach die Farbe wechselt. Während sich also Arditti zur Air, O king, your favours with delight I take, but must refuse your praise, mirakulös in lichteste Höhen schwingt, wird vorgeahnt, der verschwitzte, verschmutzte Paradeschwiegersohn ist kein Gottesgeschenk.

Man gibt sich hochherrschaftlich bei Sekt und Shrimpscocktail, und wie wütend Boesch ihn runterwürgt, da hat ihnen David den Schädel schon auf den Tisch geknallt. Ganz schüchterner Bauerntölpel, den Merab mit bebendem Busen sexy findet, aber justament ablehnt, weil sie als das ungeliebte Kind Attitüde haben muss. Diese kleinen, vielsagenden Gesten sind gemacht für die Kamera, und mit dieser ideenreichen, detailverliebten Aufführung erweist sich Claus Guth einmal mehr als Experte für seelische Feinziselierung, für jene psychologische Durchdringung, mit der er jahrhundertealte Werke ans Heute holt. Am Ende, wenn Saul mithilfe der Witch of Ender den Propheten Samuel beschwört, und Florian Boesch als dieser wie jener mit sich ins teuflische Zwiegespräch tritt, ist das ein freudianischer Einfall.

Noch aber ist man eitel bei der Sache. Anna Prohaska grandios als Merab, der sie mit nachgedunkeltem Timbre Wesensart verleiht, als überspannte High-Society-Tochter spitzzüngig und arrogant in ihrer Zornesarie „Capricious man“, lupenreine Koloraturen, zu denen die Prohaska sogar Zigarette rauchen kann. Giulia Semenzato ist mit warmem Sopran als Michal hingegen die hingebungsvolle Maid, die beiden tief verstrickt in ihren Schwesternzwist, und David der Michal schon über die Suppenschüssel hinweg zugetan.

Goliaths Kopf ist ab, und David wundert sich: Jake Arditti und der Arnold Schoenberg Chor. Bild: © Monika Rittershaus

Ein filmreifer Zweikampf in Zeitlupe: Florian Boesch als Saul und Jake Arditti als David. Bild: © Monika Rittershaus

Gesangskunst in extremo? Kann er!: Florian Boesch vom Wahnsinn umzingelt. Bild: © Monika Rittershaus

The Writing’s on the Wall: Florian Boesch als untoter Saul und Jake Arditti. Bild: © Monika Rittershaus

Mit dem Jonathan von Rupert Charlesworth ergibt sich eine von Beginn an homoerotische Blutsbruderschaft, was alles in einer 4er-Orgie gipfelt. Charlesworth der gute Sohn und supersympathisch und so very british als wäre sein Jonathan nicht Händel, sondern „Wiedersehen in Howards End“ entsprungen [was an rotem Haar und Smoking liegen mag, die Schwestern übrigens in Merab-Rot und Michal-Grün. Und auch das gehört erwähnt, Jonathans Wunde auf der Wange, die vom zweiten zum dritten Akt zu verheilen beginnt.]

Und weil’s hier grad ums Filmische geht: Nicht nur, dass David Webbs High Priest bei Saul den sinistren Exorzisten macht, der absolute Favourite der Produktion ist Countertenor Rafał Tomkiewicz, als Bedienstete in Sauls Haushalt more spooky als weiland Bette Davis in „The Nanny“. Er wird sich – dies ein schöner Plot twist – als eh-schon-wissen enttarnen. Alldieweil turnt Boeschs Saul zwischen Staunen, Starrsinn und Hass, sein Körper in ständiger Spannung, in krampfhaft epileptischen Zuckungen, überall sieht er Feind, Verrat und den Moral-von-der-Geschicht‘-Chor: Envy! Eldestborn of Hell! Wie Boesch sich vom Wahnsinn umzingelt lässt, ist große Kunst, der Mordversuch an David ein in Zeitlupe ausgetragener Zweikampf.

In diesen Momenten gibt Guth der Tragik einen Irrwitz, am bestechendsten in Webbs opportunistischem Kirchenmann, dessen bigotten Segen vor allem Jonathan beschmunzelt, der dann in Sauls Auftrag David-Gattin Michal bedroht, Do you mock the King? This disappointment will enrage him more: then tremle for th’event, und schließlich in Päpstlicher-als-der-Papst-Weiß hinter dem neuen Tyrannen steht. Der, im no na weißen Königsmantel, ist erst vorm Speer zurückgeschreckt, doch will das Volk, das ihm wie eine weiße Welle entgegenschwappt, er soll das Zepter führen. Merab und Michal passen auch farblich nicht mehr ins Bild und werden verstoßen, wofür ihn Anna Prohaska auch mit der Schulter anrempelt, denn David wählt zur Frau eine wahre Tochter des Landes.

Und noch einmal sei’s gesagt, bis bald die Theater wieder öffnen, ist der Film „Saul“ von Tiziano Mancini eine sensationelle Abendbeschäftigung. Diese Parabel eines Machtwechsels als Familienaufstellung, in der die Solistinnen und Solisten mit ausgetüftelten Kleinstaktionen einen ganzen Kosmos an Beziehungskisten gestalten. Und da steht er, Jahwes Wunderknabe, beklagt den Verlust von Jonathan, more than woman’s love thy wond’rous love to me!, schreibt sein „David“ an die Prosekturwand, von der die „Nanny“ eben das blutige „Saul“ gewischt hat. Die Israeliten feiern, Gird on thy sword, thou man of might, pursue thy wonted fame: go on, be prosperous in fight, retrieve, pursue, the Hebrew name! Und plötzlich ist er da, der Stich hinter der Stirn, jaja, Macht macht Migräne.

Trailer mit teilweise anderer Besetzung: www.youtube.com/watch?v=hOfmiN9NZBU           www.myfidelio.at/haendel-saul-theater-an-der-wien          www.theater-wien.at

  1. 5. 2021

Son Of Saul

März 16, 2016 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Und der Zorn verwandelt sich in ein Versprechen

Géza Röhrig. Bild: Laszlo Nemes Photo © Thimfilm

Géza Röhrig. Bild: Laszlo Nemes Photo © Thimfilm

Der Schrecken, er ist da. Das Schreien und Schlagen, das Stöhnen und Sterben. Die Gaskammer, sie muss da irgendwo nebenan sein, der Mensch entmenschlicht, ein nackter Leib, nackte Leiber über den Fußboden geschleift in Richtung der Öfen. Unscharf bleibt das alles, wie am Rande, und das treibt einen in den Wahnsinn. Mitten hinein in diesen Wahnsinn. Nervös möchte man endlich sehen, was man doch weiß – und trotzdem: man will erkennen, was da passiert.

Doch László Nemes ist unerbittlich. Beinah zwei Stunden lang lässt er die Kamera rund um seinen Hauptdarsteller Géza Röhrig kreisen. Seinen Kopf, seine Schultern, diese stoische Haltung. Der Mann hat eine Mission und man möchte ihn packen und schütteln und schreiend fragen: Was tust du?, oder wie seine Mithäftlinge: Warum opferst du die Lebenden für einen Toten? Und Saul Ausländer wird antworten: Wir sind alle schon tot. Und daraufhin muss man den Zorn in ein Versprechen verwandeln. Niemals vergessen. Niemals wieder zulassen. Gerade jetzt, da sich die rechten Schreihälse wieder formieren und marschieren, Hautfarbe, Herkunft und Religion wieder zum Alleinstellungsmerkmal von „unsere Werte“ vs „unwert“ machen …

Am 18. März läuft „Son Of Saul“ in den heimischen Kinos an. Das Spielfilmdebüt des ungarischen Regisseurs Nemes ist ein Meisterwerk. Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury in Cannes, mit einem Golden Globe und zuletzt mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Der Film erzählt zwei Tage im Oktober 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Saul Ausländer ist Mitglied eines sogenannten Sonderkommandos, jüdische Häftlinge, die gezwungen waren, die Massenmordmaschinerie der Nazis am Laufen zu halten. Saul treibt die neu Angekommenen und „Selektierten“ in die „Duschen“, sortiert während der Vergasung deren Kleidung und Wertsachen, transportiert schließlich die Leichen ins Krematorium. Während das Sonderkommando einen Aufstand plant, glaubt er in einem toten Buben seinen Sohn zu erkennen. Nun setzt er alles daran, dem Kind ein Begräbnis zu ermöglichen; er macht sich auf die Suche nach einem Rabbi, der das Kaddisch sprechen soll, eine scheinbar sinnlose Geste als Symbol einer letztverbliebenen Menschlichkeit, und bringt dabei beinah den Anschlag zum Scheitern. Den Aufstand hat es tatsächlich gegeben. Am 7. Oktober 1944. Weibliche Gefangenen hatten Sprengstoff aus einer Waffenfabrik eingeschmuggelt, mit dem das Krematorium IV teilweise zerstört wurde. 451 Häftlinge wurden deshalb von der SS hingerichtet.

„Son Of Saul“ ist radikal in seiner Reduziertheit. In einem klaustrophobisch-quadratischen Bildausschnitt, der Film ist von Mátyás Erdély im alten 1,33:1-Stummfilmformat gedreht, sieht man unerträglich nah kaum mehr als Saul Ausländer. Nemes behandelt den Holocaust nicht als multiperspektivisches Historiendrama, und welch große Namen sind nicht schon an der Unmöglichkeit, das Grauen entweder durch allzu explizites Zeigen oder allzu offensives Nichtzeigen zu verdeutlichen, gescheitert, sondern als Kammerspiel. Die mit flacher Schärfe konzipierten Bilder, die ständige Präsenz von Off-Screen-Elementen in den langen Einstellungen und die begrenzten visuellen und faktischen Informationen zeigen eine Hölle in Fragmenten. Es sind nur Schemen in einer apokalyptischen Staublandschaft, dieser institutionalisierten und anonymisierten Unterwelt, zu erkennen. Der große Rest wird der Vorstellungskraft des Zuschauers überantwortet. Man muss erahnen, welcher Arbeit der Mann im Bild gerade emotionslos nachgeht, und doch ist das Vernichtungslager omnipräsent. Auf der Tonspur. KZ zum Hören, nicht zu sehen. Dazu ein regungsloses, versteinertes, in sich gekehrtes Gesicht.

Der Schauspieler, der diesen gewagten Kunstgriff eindringlich vorführt, heißt Géza Röhrig. Er ist Waisenkind und Poet und Punk-Rebell, 1967 in Budapest geboren, wegen antikommunistischer Aktivitäten von der Schule gejagt, Student von István Szabó und Absolvent des New Yorker Jewish Theological Seminary, und er ist ausgebildeter Kindergärtner. Er ist der reine Tor in dieser durch Brutalität und Spitzelwesen und Überlebenskampf bestimmten Endzeitgesellschaft. Ein einziges Sujekt unter den zum Objekt Gemachten. Nicht umsonst nannte Nemes seinen Protagonisten Ausländer: Mitleid mit dem Leid anderer ist etwas Grenzenloses. Sauls Gesicht, Spiegel der Gesichter der anderen, ist von atemberaubender Intensität. Die toten und zugleich gehetzten Augen, als ob sie stets die nächsten Prügel erwarteten, man entkommt ihnen nicht. Mit leiser Stimme sagt er die wenigen Sätze des Unsagbaren. Die mehrsprachigen Dialoge verlieren sich in einem babylonischen Stimmengewirr, aus dem das Jiddische und das Deutsche am besten zu verstehen sind – und das eine weitere Perfidie: die Opfer, sie kommen aus Ungarn, Polen, Tschechien, Deutschland, können sich untereinander nur in der Sprache der Täter verständigen. Du hast keinen Sohn, sagen die, die Saul von früher kannten. Doch er glaubt an seine Aufgabe. Dieser Glauben gibt ihm Kraft.

Noch eine Szene im Film ist der Wirklichkeit entnommen. Nemes stellt eine Fotografie nach, eines der wenigen damals von Gefangenen aufgenommenen und aus dem Lager geretteten Bilder, die die Gaskammern zeigen. Im Sommer 1944 gelang es einer Gruppe des Sonderkommandos, in den Besitz einer Kamera zu kommen. Mit dem „bloßen Fotoapparat“ wollten sie festhalten, was ihre Augen täglich sahen. Tatsächlich machten sie vier Aufnahmen, die über eine Angestellte der SS-Kantine „nach draußen“ gebracht werden konnten. Ihre Nahsicht, einem Augenblick extremer Gefahr abgerungen, zeigt zwei Aufnahmen von der Verbrennung der eben Vergasten, eine Aufnahme weiblicher Gefangener, die, gerade entkleidet, auf dem Weg in die Gaskammer sind, und ein Bild, das wegen des Gegenlichts nur noch ein paar Baumwipfel erahnen lässt. Damit war die von der SS verordnete „Entbildlichung“ der „Endlösung“ unterbrochen (was allerdings die Alliierten nicht zur Änderung ihrer Angriffspläne auf Auschwitz und andere Lager bewegte). Von vielen Filmemachern, etwa „Shoah“-Regisseur Claude Lanzmann, wird diese Art der Nachinszenierung als banalisierend und ergo diffamierend abgelehnt. Doch Nemes beweist das Gegenteil. Er beweist, dass Dokumentieren auch fiktional geht.

„Son Of Saul“ ist ein wichtiger, in seiner Ästhetik konsequenter, ergreifender Film über das Menschsein in Zeiten der Unmenschlichkeit. Am Ende, und es kann für Saul kein gutes sein, gibt es was? Hoffnung? Wenn der Kamerablick des ungarischen Ausländer an einen polnischen Buben weitergereicht wird. Zivilisation darf nicht sang- und klanglos an Zäunen verenden. Dafür muss es Zeugen geben. Claude Lanzmann hat „Son Of Saul“ übrigens seinen Segen erteilt.

sonyclassics.com/sonofsaul/

Wien, 16. 3. 2016