Akademietheater: antigone. ein requiem

September 13, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Wertfrei hinter Werten stehen

Sarah Viktoria Frick als Antigone; der Chor: Mavie Hörbiger, Branko Samarovski, Dorothee Hartinger, Mehmet Ateşçi, Deleila Piasko und Markus Scheumann. Bild: Matthias Horn

„etwas weniger starres vielleicht nicht ein / klein wenig dynamischer oder ein / maßgeschneidertes slimfit system für / alle schön anpassungsfähig flexibel aber / streng in der form hart im urteil / wertebeständig wertneutral aktien / für alle statt staatlicher fürsorge die / doch nur zu abhängigkeit führt“

Unmöglich scheint’s, eine Thomas-Köck-Inszenierung zu beschreiben, ohne auch dessen Textzeilen niederzuschreiben, so ging’s bei „Die Zukunft reicht uns nicht (Klagt, Kinder, klagt!)“ –

Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=27228, das hier auf wundersame Weise wachgerufen wird, so geht’s bei diesem Gedankenentwurf über ein „politisches System das mehr auf / unsere bedürfnisse hier zugeschnitten ist“. Kreon, König von Theben, sagt diese Worte, am Akademietheater hat Regisseur Lars-Ole Walburg Köcks „antigone. ein requiem“ zur österreichischen Erstaufführung gebracht, nach dem gestrigen Kušej-Calderón-Abend (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=41295) die zweite heftig akklamierte Premiere der #Corona-Saison, empfiehlt sich doch der oberösterreichische Dramatiker einmal mehr als Autor der Stunde.

Köck hat Sophokles‘ Tragödie rekomponiert, da ist er von den Jeans Racine, Cocteau bis Anouilh nicht der erste, Bert Brecht nicht zu vergessen, doch Köck versetzt das antike Drama nicht nur in die Gegenwart, er irritiert mit jenem Brechreiz erregenden Politsound der Jetztzeit, den er auf derart grandiose Weise imitiert, persifliert, interpretiert, dass es einem auch an der Bühnenübersetzung ganz schlecht wird. Köck hat sich von seiner Lieblingsdisziplin Diskurstheater nicht wegbewegt, und doch ist diese Arbeit emotional bewegender als sonst, vielleicht weil wegen der aktuellen Moria-Meldungen unter-die-Haut-nah dran.

Was Köck in schlimmsten Albträumen nicht erahnen konnte. Und ob der Treffsicherheit ins Bull’s Eye der unsäglichen Reaktionen – bei Köck: „das geschrei nach verteilung kann nicht die lösung sein“, „wir sind nicht der friedhof der welt“ und am schönsten Kreon: „ich rase nicht, ich regiere nur“ oder „manchmal gehören grundwerte aktualisiert“ – doch tat. Der Meister im Verfassen von poetisch-bedeutungsvoll raunenden Satzkaskaden bleibt dem attischen Vorbild jedenfalls nichts schuldig.

Kreon also, sich erneut ins Amt gesetzt habender und nun unterm Druck seine politische Durchsetzungskraft zu beweisender Machthaber, verbietet eine Bestattung. Antigone stemmt sich dagegen, fordert eine angemessene Betrauerung und Beisetzung, wird verraten, verhört, leugnet nicht – doch ist es nicht Bruder Polyneikes, dessen Leichnam sie mit Sand bedeckt hat, es sind namenlose Tote, in unüberschaubarer Zahl an den Strand gespült, der mythologische Familienkonflikt nun erweitert auf die Bootsflüchtlinge des Mittelmeers, die ihre Passage in die wohlhabende und ob der zu erwartenden Ankunft der „Migranten“* um Reichtum und Privilegien bangende Stadt mit dem Leben bezahlt haben.

*“Migranten“ hier in Anführungszeichen wegen der schändlichen Benutzung des Wortes zur Splittung von Menschen in „aus politischen“ und „aus wirtschaftlichen Gründen“ Flüchtende.

Branko Samarovski als Teiresias und Markus Scheumann als Kreon. Bild: Matthias Horn

Dorothee Hartinger, Branko Samarovski, Sarah Viktoria Frick, Mehmet Ateşçi, Deleila Piasko, Markus Scheumann und Mavie Hörbiger. Bild: Matthias Horn

Mavie Hörbiger als Botin; der Chor: Sarah Viktoria Frick, Branko Samarovski, Dorothee Hartinger, Mehmet Ateşçi, und Deleila Piasko. Bild: Matthias Horn

„es sind unsere toten“, sagt Antigone. Und auftritt der Chor, Sarah Viktoria Frick, Deleila Piasko, Markus Scheumann, Mavie Hörbiger, Mehmet Ateşçi, Dorothee Hartinger und Branko Samarovski, die Darsteller sowohl Protagonisten und Antagonisten als auch der Pulk einer Überforderungs-Überschuss-Überfluss-Gesellschaft, der über die aufgeschwemmten, schon stinkenden Leiber an der Küste klagt. Sie nicht beklagt. Denn der Fluch dieses unerwünschten Erbes von Kapitalismus, Kolonialismus und Klimaschäden – siehe Köcks „Klimatrilogie“, die Opfer im Meer des Verbrechens, gemahnen nicht nur an die eigene Schuld, sie scheinen auch späte Gerechtigkeit zu fordern.

Dem „thebanischeuropäischen“ Staat ist nichts ungeheurer und ungeheuerlicher als die leeren Blicke, vor denen es Augen wie Grenzen zu schließen gilt. Und wie der Chor auf der finsteren Rampe steht, hinter sich Videos von Unter-dem-Wasser-Oberflächen, das Lamento im Echo-lot ersterbend, da wird klar, dass sich der europäisch-demokratische Gedanke mit seiner flexibel solidarischen Flüchtlingspolitik gerade selbst ersäuft. Köcks spitzfindige Boshaftigkeiten arrangiert Walburg zu tableaux vivants, zum Sittenbild mit Menschenrechtsverweigerern, in dem die spärlich gesetzten Gesten choreografiert, ritualisiert sind.

Ein intensiver Abend, und in einigen Momenten so richtig! Sarah Viktoria Frick spielt eine Antigone, die sich von lyrisch-jambisch in den Furor einer Ra(c)kete steigern kann, die einzelne gegen den Staat, und wäre sie Schiffskapitänin, man würde ihr mit Freude raus auf See und in die Schlacht um Europas Friedensnobelpreis folgen. Markus Scheumann gibt den Kreon als fleischgewordene Festung Europa, als teflonbeschichteten, mansplainenden Herrscher, großartig, wenn er dem Volk verkündet, dass er wertfrei hinter den Werten steht, oder erklärt, wie Wert das Gesetz macht, damit das Gesetz den Wert schützt.

Wobei er sich die Definition des- oder derselben selbstverständlich spart, der selbsternannte Alles-hat-Grenzen-Humanist, und im Wortsinn irre gut wird Scheumann in der Konfrontation mit Frick, wenn seinem mit süffisantem Lächeln beim Publikum Einverständnis einfordernden Kreon die Contenance abhandenkommt, und Scheumann seine Phrasendrescherei ins Falsett verschärft. Natürlich ist der Postideologe für „post / demokratische message control damit / die bevölkerung nicht mit allen infos news / images geplagt wird sondern nur von denen / die für die öffentlichkeit sinn ergeben“. Herrlich, es ist zum Lachen, weil’s so traurig ist.

Markus Scheumann als Kreon, Mehmet Ateşçi als Haimon; der Chor: Mavie Hörbiger, Deleila Piasko, verdeckt: Dorothee Hartinger und Branko Samarovski. Bild: Matthias Horn

Zum Bühnenbild von Peta Schickart und den Videos von Bert Zander hat Hanna Peter die Kostüme entworfen: Antigone mit Medusenhaupt-auf-Pallas-Athenes-Schild-Shirt, Ismene im dazu passenden Parthenon-Kleidchen, alle mit einem Helden, Heerführer oder Sophokles himself auf Hausjacken und Röcken, weiß gewandet nur die Botin und der Seher Teiresias, als der Branko Samarovski seinen hinreißenden Monolog hat, als Nattern suchender Narr, der vom Männer- zurück will in den Frauenkörper, ist doch ersterer „ein tristes verlies ein abgrund emotionaler kälte traurigkeit und kümmernis gemessen an dem einer frau“, bis er von der aufkommenden Wahrheit kündet.

Stark die Botin von Mavie Hörbiger, eine tragikomische Gestalt, eifrige Wächterin und Berichterstatterin, die alles sieht und alles weiß, Lebensnot und Sterbeumstände, und doch am liebsten nichts sehen und nichts wissen, das Grauenhafte mit Anbiederung bemänteln will, doch ist ihr das Kopf-in-den-Sand-stecken – pardon fürs Wortspiel – durch die Leichensäcke in ebendiesem verwehrt.

Deleila Piaskos Ismene ist der Typ Sich-aus-allem-raushalten-und-mit-nichts-zu-tun-haben-Wollen, die die Toten in erster Linie als Spaßbremsen ihres luftig-leichten Lifestyles bemäkelt, bis ihr hysterisch bewusst wird, das der angesichts der Situation nicht mehr funktioniert, Mehmet Ateşçi ein aufrichtiger, Antigones moralischem Leitfaden bis in den Tod folgender Haimon. Dorothee Hartinger lebt das Leid der Eurydike als Posttraumatische Belastungsstörung aus. Auch sie brilliert in diesem ihr gewidmeten Augenblick.

Einen „lebendigen Toten“ nennt sich der Bote bei Sophokles, als er von all dem Schrecklichen Zeugnis ablegen muss, dieser Tenor durchzieht Köcks Text. „wer einen toten in kauf nimmt / zieht schon die nächsten an“, lässt er Kreon den sogenannten Pull-Effekt zitieren. Die „schuldenlast die ihr verursacht“ wird wiederkehren, prophezeit Antigone. Das tut sie dann auch. Vorm Tor die nächsten Toten, das Ensemble als rotbeleuchtete Gestrandete – von denen sich nur Ismene noch einmal erhebt, die Stimme, die so gern die des Volkes genannt wird, erhebt, die Stimme, in der Europa so geübt ist – Verdrängen, Vergessen, Verleugnen.

„wegen der paar Toten hier“ beginnt sie ihren Schlussmonolog, und endet ihn mit „wollen wir doch jetzt nicht wollen wir doch wollen wir doch wollen wir doch wollen wir …“ Merke: Auf die Betonung kommt es an, oft auf die Weglassung eines einzigen Wortes.

Teaser: www.youtube.com/watch?v=l_Kbtj5X68U           www.burgtheater.at

  1. 9. 2020

Love Sarah

September 8, 2020 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Mehlspeis-Märchen kuriert die Multikulti-Gesellschaft

Dieses Ensemble kriegt’s gebacken: Rupert Penry-Jones, Shelley Conn, Celia Imrie, Shannon Tarbet und Bill Paterson. Bild: © Filmladen Filmverleih

Die Sinnlichkeit feinster Süßspeisen ist nicht erst seit „Chocolat“ immer wieder beliebtes Filmthema, und schon Cissy Kraner besang in „Wie man eine Torte macht“ die Plagen einer Pâtissière. Nun zelebrieren Drehbuchautor Jake Brunger und Regisseurin Eliza Schroeder die hohe Kunst der Kuchenbäcker in „Love Sarah“, einem warmherzigen Feel-Good-Movie, das am Freitag in den Kinos anläuft.

Das heißt, gut fühlt sich hier anfangs niemand, stirbt doch Mehlspeis-Magierin Sarah just an dem Tag, an dem sie mit Best Friend Forever Isabella in Notting Hill eine eigene kleine Konditorei gründen wollte. Das stürzt diese nicht nur in

tiefe Trauer, sondern auch in schwere Existenznöte, wo keine Bäckerin, da keine Bäckerei, und beides teilt sie mit Sarahs Tochter Clarissa, die mitten in der Tanzausbildung von ihrem Lover vor die Tür gesetzt wird. Zu Sarahs Mutter Mimi hatten die drei längst den Kontakt abgebrochen, aber nun, da die Enkelin einen Schlafplatz und die Geschäftspartnerin der Tochter Geld braucht, scheint die wohlbetuchte Exzentrikerin die einzig rettende Hand. Als dann noch Michelin-Sterne-Koch Matthew auf der Bildfläche erscheint, mit dem Sarah und Isabella wohl mal eine himbeerheiße Ménage à Trois hatten, sind genug Konflikte beisammen, um diese zuckrigen Zutaten in die Rührschüssel zu tun.

Doch Eliza Schroeder und Kameramann Aaron Reid gelingt weit mehr, als De-Luxe-Törtchen pittoresk in Szene zu setzen. Das Spielfilmdebüt der deutschen Regisseurin, die nunmehr selbst in Notting Hill lebt, ist im London der Brexit-Verhandlungen ein sympathisches Stellungbeziehen für eine offene, multikulturelle Stadtgesellschaft. Matthews überkandidelte Kreationen nämlich finden keine Käufer, die Kunden aus der kunterbunten Nachbarschaft wünschen sich Süßes aus ihrer Heimat, „a home away from home“, wie Marketingstrategin Mimi es bald nennt, und so darf jeder ein Rezept vorbeibringen – und sich auf seine Naankhatai, Faworki, Maandazi, Klingeris oder Maamoul bil Tamr freuen.

Stolz aufs hochwertige Pâtisserie-Sortiment: Celia Imrie, Shaonnon Tarbet und Shelley Conn. Bild: © Femme Films

Doch im multikulturellen London wünschen sich die Kunden Kuchen, der nach Heimat schmeckt. Bild: © Femme Films

Hier hatten die Spitzenköche Candice Brown und Yotam Ottolenghi die Finger im Spiel. Bild: © Femme Films

Die berüchtigte Matcha Mille Crêpe Torte ist gelungen: Shannon Tarbet und Celia Imrie. Bild: © Femme Films

So verschieden das neue Sortiment der Bäckerei, so auch die Charaktere ihrer Betreiber. Großartig allen voran ist Celia Imrie, die der Mimi einen herrlich herben Charme verleiht, der ehemalige Star auf dem Trapez, der mit Strenge Disziplin einfordert, und dem Jake Brunger Sätze wie „Müssen wir uns weiter durch diesen Smalltalk plagen, oder sagst du mir, worum’s geht?“, als sie die von ihr erhoffte Finanzspritze erahnt, und Dialoge wie: im noch als Bruchbude darniederliegenden Lokal –  Isabella: „Es hat Potenzial“, Mimi: „Als Crackhöhle!“, auf den Leib geschrieben hat. Mit ihrem feinen Lächeln verrät Celia Imrie, dass ihre Mimi auch über Gemüt verfügt.

Szenen, in denen Tanzelevin Clarissa, frisch und frech gespielt von Shannon Tarbet, die Oma in einen Trapezkurs schleppt, wo die frühere Zirkusdirektorin freilich samt der Kursleiterin alle aufmischt, sind vom Feinsten. Und dann ist da noch der Gentleman von gegenüber, Bill Paterson als skurriler Erfinder Felix, der Mimi nicht ohne deren Wohlwollen Avancen macht. Als Gegensatzpaar sind die ebenfalls starrköpfige Isabella und der nicht minder sture Matthew zur Stelle, Shelley Conn und Rupert Penry-Jones, denn sie misstraut ihm ob seiner zweifellos obskuren Beweggründe von der Haute Cuisine in die Niederungen des „Love Sarah“ genannten Kleinbetriebs zu wechseln.

Egal in welchem Alter, Liebe geht …: Bill Paterson als skurriler Erfinder Felix und Celia Imrie. Bild: © Femme Films

… durch die Backstube: Shelley Conn und Rupert Penry-Jones als undurchsichtiger Sternekoch Matthew. Bild: © Femme Films

Doch erst als endlich alle Konflikte in der Konditorei beseitigt sind …: Shelley Conn und Celia Imrie. Bild: © Femme Films

… kann die quirrlige Elevin Clarissa wieder nach Herzenslust tanzen: Shaonnon Tarbet. Bild: © Femme Films

Die Dame muss erst einmal nicht angebraten, sondern bebacken werden. Nur das Publikum weiß, dass Matthew mittels eines geklauten Clarissa-Haars einen Vaterschaftstest durchführen lässt … But together we’re sweet, könnte das Motto dieses Films lauten, all die Irrungen und Wirrungen, in denen ein bestellter Matcha Mille Crêpe Kuchen erst zum matschigen Dàtschen werden muss, bevor zusammenfindet, was offensichtlich zusammengehört, und der Ritter mit dem weißen Schneebesen seine holde Makronen-Maid heimführen darf. „Love Sarah“ ist ein zarter Film von tragikomischem Humor, und wer das Kitsch nennt, hat recht, aber kein Herz.

Die Leckereien, die so international sind wie es sich für die Bewohner einer Metropole gehört, wurden vom israelisch-britischen Spitzenkoch Yotam Ottolenghi, Food-Stylistin Rebecca Woods, Candice Brown, der Gewinnerin von „The Great British Bake Off“ 2016, und anderen kulturell vielfältigen Bäckereien in London gezaubert. Fazit: Aus der Begegnung von Menschen verschiedener Kulturen kann eine wunderbare Kreativität entstehen. „Die Tatsache, dass ich als begeisterte Bäckerin, die in Deutschland aufgewachsen und mit einem Franzosen verheiratet ist, in Brexit-Großbritannien lebt, hat mich dazu inspiriert, das vielfältige London in seiner ganzen Pracht zu porträtieren, das durch die Liebe zum Backen zusammengebracht wird“, sagt Eliza Schroeder. What else to say? If you got sweet tooth, check it out!

www.weltkino.de/Love-Sarah           www.facebook.com/LoveSarah.DerFilm

  1. 9. 2020

Burgtheater online: Wiener Stimmung Folge #1

Mai 2, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Norman Hacker interpretiert Franzobels „Die Säuberung“

Wiener Stimmung Folge #1: Norman Hacker interpretiert Franzobels „Die Säuberung“. Bild: Screenshot/Burgtheater/Videoart: Sophie Lux

Wien im Frühjahr 2020 ist eine Stadt im Ausnahmezustand, die politischen Entscheidungs- träger souverän, ihre Umfragewerte auf historischem Hoch. Niemand hat es kommen sehen, niemand war darauf vorbereitet, aber die „Österreicherinnen und Österreicher“ – und laut Kurz‘ Arbeit sonst niemand! – leisten alle brav ihren Beitrag. In dieser historischen Situation hat das Burgtheater österreichische und in

Österreich lebende Autorinnen und Autoren eingeladen, kurze Monologe für das Ensemble in Quarantäne zu schreiben. Derart ist aus der Isolation ein Netz aus Geschichten entstanden, ein Stimmungsbild, ein fingierter Stadtplan, ein Bewegungsmuster, ein Parallel-Wien aus Ansichten, Bekenntnissen und Verlautbarungen, die nun jeweils donnerstags und samstags um 18 Uhr auf www.burgtheater.at/wiener-stimmung online gehen.

Den Uraufführungsreigen gestartet hat Norman Hacker mit dem von Franzobel verfassten Text „Die Säuberung“, und großartig ist, was man in der Regie von Mechthild Harnischmacher, Videoart von Sophie Lux, zu sehen bekommt. Den Hacker als Home-Hackler, sozusagen unrasiert und fern der Heimat-Bühne, wie er halbnackt (weil: die Untergürtel-Hälfte sieht man nicht) in den Spiegel spricht. Und mit einer/m imaginären [?] PartnerIn.

Das hat was von Krapp’s Last #Corona-Tape mit einem Hauch Herr Karl, zweiteres soweit es das Wechseln vom Wienerischen zum Hochsprach-Firnis betrifft und selbstverständlich das Vernadertum. Hat zwar nicht er, doch immerhin sein unsichtbarer Raumteiler fürs Anzeigen von Mundschutzsündern den Orden Pandemiebekämpfer 1. Klasse verliehen bekommen. Weshalb die Franzobel-Figur ihn oder sie nun auch vom Fenster weg kommandiert, weil man will schließlich selber auch, ned woa …

Jahreszahl, Tages- oder Nachtzeit, Krisendauer, nichts genaues weiß man nicht, die -stimmung ist so, als ob’s schon lange währe. „Die Säuberung“ ist ein schwarzweißer Endzeitmonolog im Desinfektionsvollbad, eine typisch Franzobel’sche Farce, hinterfotzig und – siehe doppelsinnigem Titel – mit heimtückischem Ende, und Norman Hacker versteht sich in Großaufnahme famos aufs Fotzn-Ziehen, während man vom Gesagten eine feste kriegt. So gesamtgesellschaftlich betrachtet, denn Hacker belässt es nicht beim Lamentieren über Fressattacken, Kiloexplosion und Apfelstrudelsucht.

Bild: Screenshot/Burgtheater/Videoart: Sophie Lux

Bild: Screenshot/Burgtheater/Videoart: Sophie Lux

Bild: Screenshot/Burgtheater/Videoart: Sophie Lux

Bild: Screenshot/Burgtheater/Videoart: Sophie Lux

Zunehmend ist er vom Wahnsinn angepeckt. Der Zusammenhang Ausgangssperre/Alkoholkonsum ist evident. Einen genial paranoid klaustrophoben Charakter hat Franzobel da erdacht, „Glaubst lebt noch wer?“, fragt er ängstlich, weil, wenn nicht, wem soll er dann die Hauspatschen als Pendlerpauschale in Rechnung stellen? „Manchmal träume ich, außer dem Paketzusteller sind alle tot, und die Pressekonferenzen Aufzeichnungen.“ Ein Glück, heißt der Erreger #Corona, wie majestätisch das klingt, und immer heftiger infiziert sich Franzobels Protagonist mit jenem Virus namens autoritärer Maßnahmenstaat.

Mit zwei Streichhölzern, gerade noch zum Entfernen des Schlafgrinds genutzt, zeigt Hacker einen eben gesichteten Verstoß gegen’s social distancing, dieses bereits fixer Kandidat für die Wahl zum Unwort des Jahres, soooo nah, echauffiert sich Hacker, sind sie sich gestanden. Wo man weiß, dass heutzutag‘ jeder eine biologische Waffe ist! Oder doch alles nur ein perfides soziologisches Experiment? Zeit ist’s für „Die Säuberung“! Unbedingt ansehen. „Der Mann ohne Eigenschaften“ ist beim dritten Mal lesen eh schon fad. Schreibt Franzobel, sagt Hacker: „Und wir haben ernsthaft geglaubt, wir dürfen noch einmal hinaus …“

Wiener Stimmung – so geht es weiter:

Folge #2 folgt schon heute, Kathrin Röggla: „Klare Kante“ mit Sarah Viktoria Frick – die dieses Jahr mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur ausgezeichnete Autorin hat einen Text über die komischen Untiefen der Kommunikation in #Corona-Zeiten verfasst. Man trifft sich zu einer Zoom-Konferenz, doch da ist nur ein Ticken zu hören und ein Schatten zu sehen: www.youtube.com/watch?v=RsYcLgnXVIQ. Folge #3 gibt es ab 7. Mai, Mikael Torfason: „Apfelstrudel“ mit Elma Stefanía Áugústdóttir – der dank Ehefrau Elma in Wien lebende Autor und Dramatiker hat einen Monolog für eine junge Mutter mit zwei Kindern geschrieben, gespielt in der heimischen Küche mit den beiden zwei und zwölf Jahre alten Töchtern Ída und Ísolde.

Weitere Episoden mit Texten von Fahim Amir, Dimitré Dinev, Teresa Dopler, Paulus Hochgatterer, Eva Jantschitsch, Doris Knecht, Thomas Köck, Angela Lehner, Barbi Marković, Thomas Perle, Peter Rosei, David Schalko, Magdalena Schrefel, Gerhild Steinbuch, Marlene Streeruwitz, Miroslava Svolikova, Daniel Wisser und Ivna Žic werden auf der Webseite angekündigt.

www.burgtheater.at           www.youtube.com/watch?v=uL4cfINwqMk

Buchrezension – Franzobel: „Rechtswalzer“: www.mottingers-meinung.at/?p=32483

  1. 5. 2020

The Show Must Go On! Andrew Lloyd Webber’s The Royal Albert Hall Celebration

April 30, 2020 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Mit Glenn Close, Bonnie Tyler und Antonio Banderas

Elaine Page, Antonio Banderas, Donny Osmond und Ronan Keating von Boyzone. Bild: Andrew Lloyd Webber – The Royal Albert Hall Celebration. Courtesy the Really Useful Group

Musical-Titan Andrew Lloyd Webber bietet dieser Tage seine berühmtesten Werke auf dem Youtube-Channel „The Show Must Go On!“ als kostenlosen Stream an. Zum Wochenende je ein neues, am Karfreitag war es „Jesus Christ Superstar“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=39238), gefolgt von „The Phantom of the Opera at the Royal Albert Hall“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=39433) und „Love Never Dies“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=39809).

Für den 1. Mai hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen, nämlich den Mitschnitt seiner Geburtstagsparty „Andrew Lloyd Webber’s Royal Albert Hall Celebration“, der von morgen um 20 Uhr bis inklusive Sonntagabend online zu sehen sein wird. Zu hören gibt es die größten Hits aus den oben erwähnten Musicals, dazu Evita, Cats, Sunset Boulevard, Starlight Express …

Banderas & Sarah Brightman. Bild: Courtesy the R. U. Group

Glenn Close. Bild: Courtesy the Really Useful Group

Bonnie Tyler. Bild: Courtesy the Really Useful Group

Julian Lloyd Webber. Bild: Courtesy the Really Useful Group

Zu sehen gibt es jede Menge Celebrities – Sarah Brightman selbstverständlich, Hollywood-Ikone Glenn Close und sexy Tangotanz-Kollege Antonio Banderas, Rockröhre Bonnie Tyler, Operndiva Kiri Te Kanawa, die Musicalstars Elaine Page, Donny Osmond und Michael Ball, Boyzone und Ronan Keating. Es spielt The London Musicians Orchestra – und als große Überraschung für den Jubilar sein Bruder und weltberühmter Cellist Julian Lloyd Webber auf seinem „Barjansky“.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=AONIXETJ7n8

Die ganze Show: www.youtube.com/watch?v=SqKH-gLoDbQ

www.youtube.com/channel/UCdmPjhKMaXNNeCr1FjuMvag          www.andrewlloydwebber.com            www.royalalberthall.com                    www.reallyuseful.com

30. 4. 2020

Tobias Moretti in „Gipsy Queen“

Dezember 28, 2019 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Gnadenloser Kampf ums tägliche Überleben

Vor dem Kampf mit der amtierenden Weltmeisterin hat Trainer Tanne noch ein paar Tipps für Ali: Alina Șerban und Tobias Moretti. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Es gibt sie selbstverständlich, diese Rocky-Momente. Den berühmtesten Stiegenlauf der Filmgeschichte, hinauf zum Museum of Art in Philadelphia, diesmal am Hamburger Containerhafen; das Sandsackdreschen im versifften Boxclub bei einem Trainer, der definitiv schon bessere Tage gesehen hat; und schließlich die Watschn beim Schaukampf mit dem Weltmeister – nur das diesmal kein Muskelpaket aus dem

Philly-Armenviertel eins aufs Aug‘ kriegt. „Gipsy Queen“ heißt der neue Film von Regisseur Hüseyin Tabak, der am Freitag in die Kinos kommt, und dessen Faustkämpfer ist eine Frau: Ali, Romni, Alleinerzieherin. Wie von seinen Lehrern Michael Haneke und Peter Patzak gelernt, lässt sich Tabak Zeit, um die Situation zu erklären. Zu Beginn ist da ein was? – Flüchtlingslager? Nein, eine Roma-Siedlung in Rumänien. In einem provisorischen Ring fighten Männer. Eine junge Frau fleht einen von ihnen an, er schlägt sie brutal zu Boden. Der Vater verstößt die Tochter, deren beide Kinder weinen, als ledige Mutter hat sie Schande über die Familie gebracht.

Also, Fahrt nach Hamburg, Kälte und kein Essen, auf der Ladefläche eines Schlepper-LKW, Tagelöhnerstrich, mit sinistren Kerlen schwarz auf Baustellen arbeiten, immerhin: bei der vergeblich auf die große Chance hoffenden Schauspielerin Mary findet Ali nicht nur eine Bleibe, die beiden werden Freundinnen, Vermittlung eines Gelegenheitsputzjobs in der Kiez-Kneipe, dem real existierenden Kultort „Zur Ritze“, wo Ali eines Nachts, beobachtet von Besitzer Tanne, ihren Frust an einem Punchingball abreagiert. Nun erst erfährt das Publikum, dass Alis Vater mit ihr Championpläne hatte.

War sie doch als begnadetes Nachwuchstalent, das „schwebt wie ein Schmetterling und sticht wie eine Biene“, dessen und ihres Dorfs ganzer Stolz und bereits auf dem besten Weg sich als „Gipsy Queen“ einen Namen zu machen. Doch dann gab’s statt eines Gürtels die unehelichen Esmeralda und Mateo, ein Uppercut, den der Vater nicht verzeihen wollte – und Ali ihm nicht, dass er sie noch schwanger in die Ecke schickte … Zwei Jahre vor Drehbeginn hat Ali-Darstellerin Alina Șerban mit dem Boxtraining begonnen. Hat während dieser Vorbereitung unter anderem mit dem österreichischen Profiboxer Marcos Nader gearbeitet, der bereits 2016 in der TV-DokuPunch Line – Eine Frau steigt in den Ring“ von und mit Kati Zambito zu sehen war.

Als ledige Mutter wird Ali aus ihrem Dorf verstoßen: Alina Șerban. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Schlepper bringen Ali und ihre Kinder nach Hamburg: Alina Șerban. Bild: © Dor Film West | Dor Film

In seiner Kiez-Kneipe Ritze veranstaltet Tanne Schaukämpfe: Tobias Moretti. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Die Rocky-Pose passt auch im Hamburger Hafen: Alina Șerban. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Ali mit den anderen „Ausländern“ auf dem Arbeitsstrich: Alina Șerban. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Ali und Mary nehmen Tanne ins Kreuzverhör: Alina Șerban, Irina Kurbanova, Tobias Moretti. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Șerban verleiht der „Gipys Queen“ im Wortsinn schmerzhafte Authentizität, die in Bukarest geborene Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin ist wie ihre Figur Romni. Seit Jahren engagiert sie sich gegen die strukturelle Diskriminierung der Roma, sie, die, nachdem ihre Mutter ins Gefängnis verbracht wurde, in einem Kinderheim aufwuchs. Doch nicht nur Șerban, auch Tabak hat einen persönlichen Beweggrund, diese Story zu erzählen: seine Mutter, die als Neunjährige von der Türkei nach Deutschland kam, wo, so Tabak im Gespräch, „meine Großeltern sie nicht in eine Schule einschrieben, sie musste stattdessen auf die jüngeren Geschwister aufpassen. Sie hat sich selbst Lesen und Schreiben auf Deutsch beigebracht, arbeitete ununterbrochen und besitzt heute eine kleine Firma. Um das aufzubauen, habe ich selber erlebt, wie sie drei Jobs gemacht hat, ohne Schlaf und Erholung! Sie hat für meine Ausbildung wie eine Löwin gekämpft.“

Der Traum vom sozialen Aufstieg ist Tabaks zentrales Motiv, immer wieder ermahnt Ali Esmeralda bei den unvermeidbaren Mutter-Tochter-Auseinandersetzungen „Deutsch!“, doch so viel sie auch schuftet, nie reicht das Geld für den nächsten Klassenausflug, stattdessen schlägt beiden unverhohlener Rassismus und Ressentiments gegen die Roma entgegen. Gleichsam als brutales Symbolbild für dieses Dasein als Underdog steckt Tanne Ali eines Abends in ein Gorillakostüm, dessen üblicher Träger w. o. gegeben hat, um sie zum Gaudium seiner besoffenen Gäste gegen einen zu verabschiedenden Junggesellen antreten zu lassen. Klar, schickt Ali den inklusive Vorderzahn-Verlust auf die Matte. Skandal, Geschrei, doch Tanne hat eine Königsidee, heißt: einen neuen Star in seinem Schuppen.

„Es kommt selten vor, dass ich einer einen ausgebe ohne, dass ich sie pimpern will“, sagt Tanne – und kaum einer könnte das schlitzohriger tun als Tobias Moretti. Der ist als abgehalfterter Ex-Boxer mit Einsamer-Wolf-Image voll in seinem Element, und kratzt so verschmitzt die Kurve vom halbseidenen, großgoscherten, unter der rauen Schale hilflos weichen Schlurf zum erst einmal Zweck- zu einer Art Liebespartner, im Sinne von: strenger, dennoch ums Wohl seines Schützlings besorgter Coach und Ersatzonkel in der Ali-WG, dass man ihm jeden noch so flotten Spruch nachsieht. Sehr spaßig die Szene, wie er sich erst von Mary, dann von Esmeralda und Mateo wegen seiner Absichten mit Ali vernehmen lassen muss – bis er in den Seilen hängt.

Schließlich die große Chance, der Schaukampf gegen die amtierende Weltmeisterin im Weltergewicht: Alina Șerban. Bild: © Dor Film West | Dor Film

Catrin Striebeck macht Tannes Bardame Gloria, Irina Kurbanova spielt die Mary, Sarah Carcamo Vallejos und Aslan Yilmaz Tabak sind als Alis Kinder zu sehen, Anja Herden hat einen Kurzauftritt als Sozialarbeiterin. Denn während Ali sich dank Tannes Busenfreund und Boxmanager Udo, Aleksandar Jovanovic, Leitsatz: „Sie hat’s im Blut, aber nicht mit dem Business“, im Ring mehr und mehr behauptet, folgt vom

Jugendamt ein Schlag in die Magengrube. Die Behörde nimmt Ali ihre Kinder weg – wegen Verletzung der Aufsichtspflicht, ein Fehler, der eigentlich Mary passiert ist, und schlimmer noch, Esmeralda will von den Pflegeeltern nicht mehr zurück zur Mutter. Ihr ist deren ständiger „Lern‘, damit du was wirst!“-Leistungsdruck zu viel geworden. Die Runden im Ring sind für Ali einfacher zu überstehen, als der tägliche Überlebenskampf, und Alina Șerban porträtiert deren Charakter als stark, stolz, so sehr verletzlich, als toughen Kerl in einer Männerwelt und liebevoll-verschmuste Mama. In karg poetischen Traumsequenzen beleuchtet Tabak Alis Beziehung zum Vater, betroffen macht, wie sie als Mädchen bei einer Hochzeit vorgeführt wird, berührend ist, wie der erwachsenen Ali der zwischenzeitlich Verstorbene in der S-Bahn vis-à-vis sitzt und sie zum ersten Mal mit einem kurzen anerkennenden Kopfnicken belohnt.

Der finale Fight dauert zwölf Minuten. Udo hat einen Schaukampf mit der amtierenden Weltmeisterin organisiert, als Lohn für zehn durchgestandene Runden wartet endlich ein fixer Vertrag. Mit Sinn fürs Sportgeschehen fängt Kameramann Lukas Gnaiger die Szenen im Ring, Alis Kontrahentin eine aktive Profiboxerin, ein. Die Entschlossenheit in den Blicken der beiden Frauen lässt er Bände sprechen, und großartig ist, wie Morettis Tanne bei den sich mehrenden Fouls die Sicherungen durchbrennen: „Ihr seid ja blind, ihr Affen!“, beflegelt er die Ringrichter und schreit kurz darauf zur gegnerischen Ecke: „Mach‘ die Schlampe weg, wir sind nicht auf dem Jahrmarkt hier!“, bis unter „Ali!“-Rufen die Stimmung in den Zuschauerreihen umschwenkt.

Mit „Gipsy Queen“ ist Hüseyin Tabak ein Film von hoher Intensität gelungen. Sein Wagemut zum Collagieren von Sozialdrama, Hommage an das Boxen in der Filmgeschichte und Milieustudie macht sich bezahlt. Ohne auf die Tränendrüse zu drücken oder den moralischen Zeigefinger zu bemühen, zeigt er eine Welt der Ungleichheit, in der Mut, Begabung, Ausdauer, Klugheit noch lange nicht für einen Platz an der Sonne ausreichen. Im Kampf dieser Mitmenschen, der „anderen, der „Ausländer“, die sich halb legal durchs Leben bringen müssen, und deren Möglichkeiten, sich gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung zu wehren, minimal sind, ist der Schlussgong längst überfällig. Dazu gilt es das ohnedies angezählte System endlich auszuknocken.

 

www.filmladen.at/gipsy.queen

  1. 12. 2019