MuTh: Es weihnachtet schon

Dezember 4, 2014 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Sängerknaben als „Gute Hirten“

Bild: HelmutPokornig

Bild: HelmutPokornig

Advent, Advent, im Muth: In diesem Monat besonders hörenswert die „Oper für Einsteiger und Kenner“, die einen guten Querschnitt durch die Materie bietet. Das diesjährige Weihnachtskonzert der Wiener Sängerknaben steht unter dem Motto „Gute Hirten“. Das „Krippenspiel“ mit lebensgroßen Puppen des Figurentheaters Marijeli macht das Geschehen der Heiligen Nacht lebendig und bereitet stimmungsvoll auf den 24. Dezember vor.

Oper für Einsteiger und Kenner – 7. Dezember

Ein Streifzug durch die Welt der Oper, rund um Mozart, Verdi, Wagner, Puccini und R. Strauss. Den großen Sopran-Arien werden Instrumentalstücke der Opernliteratur gegenübergestellt: Ouvertüren, Zwischenakt- und Verwandlungsmusik. Dieses Programm ist bestens geeignet für ,,Einsteiger‘‘, die einen Überblick in das Repertoire erhalten, bietet aber auch Kennern die  Gelegenheit, in der durchsichtigen, kammermusikalischen Darbietung neue Details der Kunst der genialen Tonsetzer zu entdecken, die im großen Rahmen leicht untergehen können.

Caroline Wenborne und das Wiener Grabenensemble (Violine: Dominik Hellsberg, Adela Frasineanu, Viola: Robert Bauerstatter, Gerhard Marschner, Violoncello: Peter Somodari, Raphael Flieder Harfe: Ursula Fatton) Moderation: Mario Stöck

Gute Hirten – Weihnachten mit den Wiener Sängerknaben – 10. /11./12./13. Dezember

Den Zauber der Vorweihnachtszeit entdecken. Das diesjährige Weihnachtskonzert der Wiener Sängerknaben steht unter dem Motto „Hirten“ und spannt den Bogen vom mittelalterlichen Hirtenlied bis zu Nomadengesängen aus dem Heiligen Land. Neben berühmten traditionellen Weihnachtsliedern ist auch eine Uraufführung zu hören. Kernstück sind Chöre und Arien aus Händels Messias, die das Hüten der Herde zum Thema haben. Beim berühmten Hallelujah zum Schluss ist die Unterstützung des Publikums gefragt. Ein besinnlich-schöner Abend im Advent.

Wiener Sängerknaben und Gäste / Chorus Juventus / Chorus Viennensis / Wiener Sängerknaben Sinfonietta / Orchester: Schubert Akademie / Musikalische Leitung: Gerald Wirth

Krippenspiel – 20./21. Dezember

Warum feiern wir Weihnachten? Das MuTh lässt mit dem Figurentheater Marijeli die Tradition des vorweihnachtlichen Krippenspiels wieder aufleben. Von der Verkündigung bis zum Besuch der Heiligen Drei Könige an der Krippe wird die Weihnachtsgeschichte in Form eines Schattenspiels dargestellt. Lebensgroße Figuren machen das Geschehen der Heiligen Nacht lebendig und sorgen mit der Erzählerin Elisabeth Orth, dem Wiener KinderKammerChor und einem Cello Ensemble für besinnliche Momente.

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Wien, 7. 12. 2014

MuTh: Johannespassion

April 1, 2014 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Mit Tanz die Toleranz

flyer_jopa_a6Das MuTh zeigt am 3./4./5. April eine halbszenische Aufführung der „Johannespassion“. Bei Johann Sebastian Bachs Werk handelt es sich um eine der schönsten und mitreißendsten Vertonungen der Passionsgeschichte und um eines der anspruchsvollsten Werke für den Chor. Hier  musizieren die Wiener Sängerknaben  mit dem Chorus Viennensis, dem Swing der Camerata Schulz und der Austrian Baroque Company. Die Sopran- und Altsoli singen Knabensolisten; es dirigiert Gerald Wirth.  Für die halbszenische Umsetzung konnte Tanz die Toleranz, ein Community Dance Projekt der Caritas der Erzdiözese Wien,  gewonnen werden.

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Wien, 1. 4. 2014

Der September im MuTh

September 4, 2013 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Nachwuchs setzt ein Zeichen

Der September im MuTh steht ganz im Zeichen des Nachwuchs. Das Wiener Kindertheater ist zu Gast und feiert am 5. September Premiere mit der Produktion „Das Sparschwein“ von Eugène Labiche.

Bild: (c)Faudon Movies New York

Bild: (c)Faudon Movies New York

Die Wiener Sängerknaben sind auch in der neuen Saison mit ihrer beliebten Konzertreihe „Friday Afternoons“ im MuTh zu erleben. Ab 6. September präsentieren die Buben wieder jeden Freitag um 17:30 Uhr, gemeinsam mit dem Orchester „Camerata Schulz“, ihr neuestes Repertoire. Am 10. September startet der Weltmusik-Zyklus der Wiener Sängerknaben „The World in the MuTh“ mit Musik aus China. Seit 1926 sind die Buben regelmäßig auf Tournee und haben ihre Koffer vollgepackt mit Musik aus anderen Ländern. Beim Konzert „Rù jìng wèn sú“ (Kommt man in ein fremdes Land, fragt man nach seinen Sitten) singen die Wiener Sängerknaben berühmte chinesische Lieder wie „Muo li hua“, das Lied von der Jasminblüte.

1959 waren die Wiener Sängerknaben das erste Mal in Hong Kong, 1967 in Taiwan. Die erste Reise nach Beijing fand 1992 statt. 2003 entstand das Weltmusik-Projekt von der Seidenstraße; 2010 wurde „Zwischen Welten” aufgeführt. Für Curt Faudons Film „Silk Road” waren die Knaben in der Wüste Gobi und in der berüchtigten Taklamakan unterwegs, mit Liedern, die aus Feldforschungen um 1911 stammten. In Pingyao, Provinz Shanxi, trafen sie auf eine Gruppe von Musikern, mit denen sie sangen. Richtig Furore machten sie mit einem chinesischen Gassenhauer aus den USA: „Li Ge / Song Bie“ hat einen amerikanischen Komponisten und wurde im 19. Jahrhundert von einem chinesischen Dichter in Japan entdeckt. Seit 2009 sind die Wiener Sängerknaben im World Peace Choral Festival in engem Kontakt mit chinesischen Chören der Spitzenklasse.

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Wien, 4. 9. 2013

Volles Programm im MuTh

Mai 27, 2013 in Klassik

Die Saison 2013/14

Bild: Lukas Beck

Bild: Lukas Beck

MuTh – Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben hatte einen guten Start und konnte sich mit einer Auslastung von 65 Prozent in der ersten kurzen Saison 2012/13 bereits in der Wiener Theater- und Musiklandschaft beweisen. In der kommenden Spielzeit 2013/14 stehen acht verschiedene Zyklen zur Auswahl. MuTh, das für die Verbindung von Musik und Theater, großen KünstlerInnen und Nachwuchs steht, setzt wieder auf ein vielfältiges Programm aus Musik- und Theaterproduktionen, Projekten der Wiener Sängerknaben und Kooperationen wie mit der Volksoper Wien oder der Jeunesse. Die Bilanz der ersten Rumpfsaison im MuTh – Konzertsaal der Wiener Sängerknaben ist nach fünf Monaten Spielzeit sehr positiv. Bei 69 durchgeführten Veranstaltungen seit der Eröffnung des Hauses am 9. Dezember 2012 waren bis 9. Mai 2013 14.752 Besucher zu Gast. Die Wiener Sängerknaben, für die MuTh als Heimathafen dient, waren in 26 Veranstaltungen zu erleben. „Das MuTh lebt, spielt, singt und tanzt und konnte sich in nur wenigen Monaten in die Wiener Kulturlandschaft einfügen und es wurde vom Publikum angenommen“, freut sich die Direktorin Elke Hesse. Dafür bedankt sich MuTh mit acht verschiedenen Zyklen, die ab der ersten vollen Spielsaison 2013/14 die Auswahl aus dem vielfältigen Programm erleichtern. Zur Auswahl stehen unter anderem „FIRST STEPS in the MuTh“, ein Zyklus mit verschiedenen Kinderproduktionen, „THE WORLD in the MuTh“, vier Abende mit Weltmusik präsentiert von den Wiener Sängerknaben oder ein eigener Kammermusik-Zyklus. Das Philharmonische Ensemble Wien und das Steude-Quartett sind ebenfalls jeweils mit einem eigenen Zyklus vertreten. Dem Ziel das Haus für Musik und Theater zu öffnen, für große KünstlerInnen und vor allem für den Nachwuchs, konnte MuTh in seiner ersten Saison gerecht werden. Deswegen bleibt MuTh sich treu und stellt die Nachwuchsförderung auch in der kommenden Spielzeit 2013/14 an erste Stelle. Kooperationen mit der Volksoper Wien, der Jeunesse, dem Wiener Kindertheater, der Konservatorium Wien Privatuniversität, Wettbewerbe wie prima la musica und eigens konzipierte Workshops betonen den hohen Stellenwert junger KünstlerInnen. An Festivals sind unter anderem der Jiddische Kulturherbst im November 2013 und das Vienna Saxfest im März 2014 im MuTh zu Gast. Die Wiener Sängerknaben präsentieren sich von der Volksschule bis zur Oberstufe in unterschiedlichen Facetten: klassisch aber auch offen für Weltmusik und szenische Projekte. Ein besonderes Highlight ist „Der Junge und das Meer“, ein Projekt von Christiane Lutz, eine Produktion anlässlich des 100. Geburtstags von Benjamin Britten. Die Kinderoper erzählt vom Leben und von der Musik des Künstlers. Mit im Programm ist die Vaudeville „The Golden Vanity“, die Britten 1967 extra für die Wiener Sängerknaben komponierte.

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Von Michaela Mottinger

Wien, 27. 5. 2013

Die Volksoper im MuTh

Mai 2, 2013 in Klassik

Katharina Straßer ist „Die schöne Magelone“

Katharina Straßer Bild: (c) Martin Hesz

Katharina Straßer
Bild: (c) Martin Hesz

Schauspielerin und Nestroy-Preisträgerin Katharina Straßer, die seit 2008 regelmäßig an der Volksoper als „My Fair Lady“ zu erleben ist, liest am 2. Mai, 19.30 Uhr, aus Ludwig Tiecks „Liebesgeschichte der schönen Magelone“: Die Königstochter verliebt sich in den Grafen Peter von Provence und flieht mit ihm, da sie einem anderen versprochen ist. Durch ein märchenhaftes Unglück werden die Geliebten getrennt und finden erst nach einer mehrjährigen Odyssee wieder zueinander. In Ludwig Tiecks frühromantischer Erzählung des mittelalterlichen Stoffs sind Prosa und Lyrik durchmischt.   Der Tenor Jörg Schneider, ehemaliges Mitglied der Wiener Sängerknaben und seit 2007 dem Ensemble der Volksoper, präsentiert 15 Romanzen aus Tiecks „Magelone“, die Johannes Brahms um 1865 vertont hat. Gabriele Andel begleitet ihn am Klavier.

„Die schöne Magelone“ ist der Auftakt für eine Kooperation von MuTh und der Volksoper Wien und wird in der kommenden Saison mit einer Musiktheaterproduktion fortgesetzt.

Neu im MuTh sind von 3. Mai bis 21. Juni, immer um 17.30 Uhr, die Friday Afternoons der Wiener Sängerknaben. Gemeinsam mit dem Orchester „Camerata Schulz“ präsentieren die Buben dem Publikum Stücke von W. A. Mozart, Johann Strauß und weiteren namhaften Komponisten sowie Werke der Welt- und Popmusik.

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Von Michaela Mottinger

Wien, 2. Mai 2013