Akademietheater: Adern

März 15, 2022 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Berg ruft nicht länger, „die Berg“ klagt und klagt an

Theres‘ Schwangerschaft wird gefeiert: Elisa Plüss als beider Tochter, Sarah Victoria Frick als Aloisia und Markus Hering als Rudolf. Bild: © Matthias Horn

Ein Verhältnis zum verhängnisvollen Schicksalsberg haben die Österreicherinnen und Österreicher bekanntlich schon seit Wolfgang Ambros. Am Akademietheater heißt’s in der Uraufführung von Lisa Wentz‘ „Adern“ allerdings nicht „Aufi muas i!“ sondern „obi“. Weshalb der Berg nicht mehr ruft, sondern „die Berg“ klagt und anklagt … Inszeniert hat den Text der jungen Tiroler Dramatikerin, die damit den Retzerhofer Dramapreis 2021 gewann, Daniel Bösch.

Und es mag vielleicht an seiner Regiearbeit „Stallerhof“ 2010 im Kasino wie an seiner wieder Hauptdarstellerin Sarah Viktoria Frick liegen, dass man Wentz‘ Volksstück in die Nähe von Franz Xaver Kroetz oder den frühen Felix Mitterer und vor allem den Horváth’schen „Stille!“-Anmerkungen rückt. Bösch jedenfalls findet die perfekten Kunstgriffe zu Wentz‘ Kunstdialekt und an passenden Stellen die szenischen Auslassungen zu ihrer à la Horváth „Dramaturgie der Stille“ – so die Retzhofer Jury.

Entstanden ist ein atmosphärisch dichter, trotz der Tragik des Themas – „dort wo das Erz begraben, dort wo der Tag nie scheint, dort wo die Knochen liegen, dort wo kein Himmel weint“, rezitiert die Berg zu Beginn – durchaus nicht witzloser Abend, dessen abgründige Figuren und deren unausgesprochene Seelenqualen beim Ensemble in den besten Händen sind, allem voran die Frick und Markus Hering als Aloisia und Rudolf.

Deren gemeinsame Geschichte beginnt 1953 am Bahnsteig im Tiroler Brixlegg. Er hat eine Annonce aufgegeben, sucht der Witwer doch eine Mutter für seine fünf Kinder, sie kommt aus St. Pölten, um mit Töchterchen Frieda, Kind eines sich absentiert habenden französischen Besatzungssoldaten, einen Neuanfang zu wagen. Erste Dialoge entwickeln sich wie folgt: Aloisia: „Bin ich eigentlich die Erste?“ – Rudolf: „Was?“ – „Wegen der Annonce?“ – „Ach so. Die vierte.“ – „Hast du denn schon eine mögen?“ – „Na. Also …“ – „Versteh.“

Die karge Sprache, gleichsam ein Sinnbild für die Nachkriegszeit, setzt Patrick Bannwart optisch in seinem kargen Bühnenbild um, einem bescheidenen Häuschen, das die Bergleute Rudolf und Daniel Jesch als in doppeltem Wortsinn sein Knappe Danzel mit Muskelkraft drehen – von der spärlich möblierten Stube mit glaubensbefreitem Kruzifix zum „in die Grube fahren“. Denn Wentz‘ gefühlvoller Blick auf eine aus Notwendig- keiten keimende Liebe – eine der bezauberndsten Theater-Love-Storys diese Tage; die nunmehr Eheleute Aloisia und Rudolf werden später auch ein siebentes Kind, Elisa Plüss als Theres, bekommen – ist nicht der einzige Handlungsstrang in diesem kompakten, punktgenauen und doch so verrätselt-verschlungenem Text.

Andrea Wenzl als Hertha mit Markus Hering. Bild: © Matthias Horn

Markus Hering und Daniel Jesch als Danzel. Bild: © Matthias Horn

Die Berg: Elisa Plüss als mystisches Feenwesen. Bild: © Matthias Horn

Da ist außerdem die Berg, Elisa Plüss als mystisches Feenwesen mit engelsweißem Kostüm und lyrischen Gesängen ausgestattet, die vom Raubbau an ihrem Körper und der Gier der Menschen erzählt, die Berg, aus der Silber, Kupfer und zum Schluss noch Schotter geschlagen und gesprengt wurde, „euer leben / drängt sich in mich / und pocht an meine / krater / schneiden / mir die gänge / rund / und brechen / in die becken / mit spitzen / aufhören / bitte / aufhören“, und in der bis 1945 hunderte Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge, Kampfflugzeuge zusammenbauten, in den sogenannten Messerschmitt-Hallen hungerten und litten und etliche von ihnen ihr Leben ließen.

Wer erinnert an sie, wenn die bei der Heiligen Barbara um ihre Existenz flehende und zugleich Rache schwörende Berg in sich zusammenfällt? Denn, dies die dritte Story, Rudolf hat ein Drittes-Reich-Geheimnis, von der Dramatikerin nicht bis ins Letzte durchdekliniert, doch deutlich erkennbar als Trauma rund um eine Sprengung/Explosion und wegen der Kopfgespenster, die um ihn spuken. Daniel Jesch als Mann: „Kennst du mich noch? Wie heißt du?“ – Rudolf: „Rudolf. Und du?“ – „Ich hab doch keinen Namen mehr. Der ist doch im Stollen vergraben.“ – „ Hast du ein Licht?“ – „Nein. Wir müssen so. Im Dunklen.“

Mitverschworener dieser Heimlichkeiten ist Kumpel Danzel, dieser sanftmütige Wüterich, den sein Wissen um die Geschehnisse unter Tag, die im Tageslicht absolutes Tabu sind, in die Alkoholsucht getrieben hat. „Du musst besser sein als ich, sonst kenn‘ ich mich nicht mehr aus“, sagt Danzel an einer Stelle zu Rudolf. Doch die offenen Wunden der Berg sind auch die der Menschen, ihre Leben durchs Ungesagte, Unsagbare so ausgehöhlt wie ihr Inneres. Kurze, durch Blackouts getrennte Szenen folgen aufeinander, und neben Aloisia, Rudolf und Danzel sind das Verschwinden, das Verschweigen, das Verdrängen die drei spielbestimmenden Protagonisten.

Frick und Hering haben etwas derart Rührendes, die anfängliche, durch kleine Gesten vermittelte Befangenheit vorm Schlafengehen, später der trockene Humor, mit dem sie sich Sorgen und Nöten stellen, ihr gegenseitiges Ellbogenrempeln als Ausdruck ihrer Emotionen, dass man Aloisia und Rudolf von Herzen ein Happy End wünscht. Sie eine pragmatische, zupackende, burschikose Frau, er ein ewiger, tollpatschig verliebter Bub in den besten Jahren, der so gar nicht ins 1950er-Männerbild passt, schiebt er doch ohne Scheu vor Spott alsbald seinen Enkel Heinzi, Theres‘ Sohn, im Kinderwagen durch Brixlegg.

Ankunft in Brixlegg: Markus Hering, Sarah Victoria Frick und Lieselotte Leineweber als Frieda. Bild: © Matthias Horn

Die Liebe keimt bei einem unbeholfenen Tänzchen: Markus Hering und Sarah Viktoria Frick. Bild: © Matthias Horn

Die Bergleute bewegen das Haus: Markus Hering und sein Kumpel Daniel Jesch. Bild: © Matthias Horn

Der erste Fernsehapparat: Daniel Jesch, Sarah Victoria Frick, Markus Hering und Elisa Plüss. Bild: © Matthias Horn

Und zwischen Rauchschwaden und den raunenden Kompositionen von Karsten Riedel immer wieder Aloisias aus der Stadt anreisende Schwester Hertha, Andrea Wenzl in ihren raschen Auftritten prägnant und ausdrucksstark, die ihre ganz eigene Tristesse in die Einschicht bringt, eine gutbürgerlich-betuliche Kinderlose, die sich der Pflege der Mutter überlassen sieht und neidisch auf Aloisias Familie schielt.

Als Bassline des Privaten lässt Lisa Wentz die Zeitgeschichte bis in die 1970er-Jahre mitschwingen. Die Kleidung von Kostümbildner Falko Herold wird modischer, aber nie zu viel, man hat schließlich kein Geld zu verschwenden, aufs erste Radio und dessen Rauschen folgt der erste Fernsehapparat samt seinem Flimmern, auf die „Anschluss“-Lüge von Österreich als erstem Opfer der Nationalsozialisten der erste Urlaub am Wörthersee. Der Anschluss an Wohlstand und Moderne ward hierzulande solcherart deutlich sichtbar gemacht mit verkniffenem Mundhalten zu allerlei Störgeräuschen erkauft.

In der sensiblen szenischen Umsetzung von David Bösch verwandelt sich Lisa Wentz‘ „Adern“ zur Goldader. Selten sieht man eine Aufführung wie diese, an der so gut wie alles stimmt. Wentz‘ dialogisches Vermögen und die biografischen Sprünge, deren Motive die Autorin ihrer eigenen Familie entnommen hat, sind ebenso stimmig, wie die seltsam grandiose, metaphysische Ebene der Berg, die sich hier in Gestalt von Elisa Plüss als eine gefährlich verführerische Allegorie manifestiert.

Zum Schluss zerbarst das Premierenpublikum geradezu in Bravorufen und Applaus. Der für seine Abwesenheit entschuldigte Regisseur ließ Lisa Wentz, diesem wunderbaren Alternativ-Versprechen zur allseits gehypten Postdramatik, von Burgtheater-Vizedirektorin Alexandra Althoff einen großen Blumenstrauß überreichen. Für die nächste Vorstellung am Samstag ein herzliches Glück auf!

www.burgtheater.at

14. 3. 2022

Kammerspiele: Eine Frau. Mary Page Marlowe

März 29, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Menschenschicksal als American Quilt

Mary Page mal vier: Johanna Mahaffy, Babett Arens, Sandra Cervik und Livia Ernst, im Hintergrund: Swintha Gersthofer, Igor Karbus und Marcus Bluhm. Bild: Herwig Prammer

Quilt – so nennt sich eine Patchwork-Decke. Ein uramerikanisches Kulturgut seit den ersten Siedlerfrauen über die „Pattern and Decoration“-Bewegung der 1970er-Jahre bis zu den zeitgenössischen Artquilts oder dem berühmten AIDS Memorial Quilt. Gefertigt von jeweils mehreren Näherinnen, die ihre kleinen Stoffkunstwerke am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen, wobei jedes Teil für sich eine kurze Geschichte erzählt.

Es ist ein stimmiges Bild, dass die Titelfigur von Tracy Letts‘ „Eine Frau. Mary Page Marlowe“ in ihrer letzten Szene einen solchen in die Putzerei bringen will, hat der Pulitzer-Preisträger dies Theaterstück doch quasi gequiltet. In elf nicht chronologisch aufeinanderfolgenden Szenen erzählt der US-Dramatiker aus der Biografie seiner Protagonistin, wirft Schlaglichter auf ein Menschenschicksal, das mehr Tief- als Höhepunkte hat, Affären und Alkoholexzesse, Lebens- und Liebeskrisen. Eine seiner typischen Tragikomödien, wie immer angesiedelt in Letts‘ bevorzugtem Mittelstandsmilieu im Middle of Nowhere der Vereinigten Staaten. Die Rolle der Mary Page hat Letts für vier Darstellerinnen in vier Lebensaltern konzipiert – und es braucht starke Schauspielerinnen, um diesen Charakter in seinen teils effektgeladenen, teils aber tiefenschärfenarmen Auftritten interessant zu machen. Ein Glück, dass die Kammerspiele der Josefstadt mit Sandra Cervik und Babett Arens über solche verfügen.

Mary Page mit ihrem Geliebten Dan: Sandra Cervik und Roman Schmelzer. Bild: Herwig Prammer

Mary Page beim Psychotherapeuten: Sandra Cervik und Raphael von Bargen. Bild: Herwig Prammer

Dort nämlich hat Regisseurin Alexandra Liedtke „Eine Frau. Mary Page Marlowe“ nun zur österreichischen Erstaufführung gebracht, eine ausgeklügelte Arbeit, die des Autors Bemühungen ums Well-made Play adelt, da Liedtke auf die Kraft ihrer Akteurinnen setzt und mit ihnen das Figurenschicksal atmosphärisch klar und schnörkellos auf die Bühne bringt. Volker Hintermeier hat dazu ein Bühnenbild erdacht, dass an ein abgewracktes Lichtspielhaus erinnert, mit einer Leinwand, so leer, wie das davor ablaufende Leben, und einem altmodischen Letterboard, aus dem schon einige Buchstaben gefallen sind.

Die Kostüme von Su Bühler sind zeitlich von den 1940er-Jahren bis ans Jetzt angeglichen, die Musik von Karsten Riedel ist eine Reminiszenz von Frank Sinatra über die Rolling Stones bis Jimmy Somerville. Was in diesem Setting verhandelt wird, ist die Welt als Wille und Vorstellung, heißt als Frage: Wieviel Selbst- und wieviel Fremdbestimmung lenken ein Leben? „Ich werde ich sein“ sagt die Collegestudentin Mary Page, da spielt sie Johanna Mahaffy, als sie beim Legen von Tarotkarten das Symbol der Königin aufdeckt.

„Ich weiß nicht, wer ich bin“, sagt Sandra Cerviks erwachsene Mary Page später zum Psychotherapeuten. Man sieht das Kind, Livia Ernst, dem Silvia Meisterle als Mutter harsch jedes Gesangstalent abspricht. Man sieht Babett Arens als gealterte Mary Page, die glücklich einen Behördenbrief liest, der sie über das Ende ihrer zur Bewährung ausgesetzten Gefängnisstrafe informiert.

Die Geschehnisse erfährt man nur bruchstückhaft, erst am Ende hat man all die Letts’schen Puzzlesteine beisammen, vor allem die von der Tragödie um Sohn Louis und die eines Autounfalls bei 3,2 Promille, die diese gewordene Mary Page Marlowe ausmachen. Ein Kunstgriff, den Liedtke unterstützt, indem sie die vier Darstellerinnen immer wieder nebeneinander stellt, als Beobachterinnen einer Situation, die einem früheren oder späteren Ich passiert, in stiller Kommunikation mit sich selber, besorgt, erheitert oder sich verblüfft erinnernd. Leitmotivisch reichen sie sich ein Tuch weiter, das Babydecke, Schal und Gürtel wird, leitmotivisch träumen sie vom Lucy-Jordan-Sehnsuchtsort Paris. Die Drehbühne kreist dazu beständig um dies Schicksalskarussell.

Spätes Glück – Mary Page mit ihrer großen Liebe, Ehemann Nummer drei, Andy: Babett Arens und Martin Zauner. Bild: Herwig Prammer

Was das Ensemble an feinem Schauspiel bietet, geht weit über die von Tracy Letts erdachten Situationen hinaus. Sandra Cervik gestaltet Mary Page in einer Mischung aus nüchterner Selbstkontrolle und leicht aufbrausenden Emotionen. Sie hat mit Liebhaber Dan, den Roman Schmelzer als komödiantisches Kabinettstück zeigt, und dem ihren Sorgen nachbohrenden Seelendoktor Raphael von Bargen zwei der besten Episoden.

Ebenso, wie Babett Arens mit Ehemann Nummer drei, Andy, den Martin Zauner als verschmitzt herumalbernde späte Liebe anlegt. Überzeugend sind auch Nikolaus Barton und Silvia Meisterle als Mary Pages Eltern, der Vater vom Zweiten Weltkrieg gezeichnet, die Mutter auf dem schmalen Grat zwischen Fürsorge und Unwirschheit. Ein Paradebeispiel dafür, dass die Deformierung eines Menschen meist mit der Erziehung beginnt. Der Quilt jedenfalls kann ausgebessert und gereinigt werden. Mit einem Leben geht das nicht so einfach.

Video: www.youtube.com/watch?time_continue=6&v=cM1CSIx_eSU

www.josefstadt.org

  1. 3. 2019

Burgtheater: Drei Schwestern

März 29, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Blabla-Chor aus dem Provinzkaff

Fabian Krüger, Martin Vischer, Falk Rockstroh, Michael Masula, Karten Riedel, Philipp Hauß, Bernhard Moshammer, Marie-Luise Stockinger, Katharina Lorenz und Aenne Schwarz. Bild: Georg Soulek / Burgtheater

Fabian Krüger, Martin Vischer, Falk Rockstroh, Michael Masula, Karsten Riedel, Philipp Hauß, Bernhard Moshammer, Marie-Luise Stockinger, Katharina Lorenz und Aenne Schwarz. Bild: Georg Soulek / Burgtheater

Es ist zwar nicht die Neuerfindung der Tschechow-Interpretation, aber eine gut gemachte Arbeit. Und vor allem eine sehr sympathische. David Böschs Inszenierung der „Drei Schwestern“ am Burgtheater kann sich sehen lassen. Ein Regisseur, der die Protagonisten des russischen Dramatikers mitten in ihrem pseudophilosophischen Geplapper als Blabla-Chor eines Provinzkaffs Aufstellung nehmen lässt, hat vieles bis ins Innerste verstanden.

Beispielsweise Tschechows tragikomische Sicht auf die Tücken eines alltäglichen Lebens. Denn dessen „Drei Schwestern“ und andere Theaterwerke verhandeln nicht das überwältigende Weltenunglück, sondern das kleine, überspannt und überdrüssig machende und nur aus diesem Grund elementar große. Niemand erkenne, wie glücklich er eigentlich sei, singen Karsten Riedel und Bernhard Moshammer zu Beginn, ersterer hat sich zur musikalisch-russischen Seele eine Balalaika-ähnliche Laute zugelegt, und das ist es im Kern. Mag sein, es liegt am eigenen Älterwerden, aber der Revolutionsruf „Nach Moskau!“ klang noch nie so hohl, man muss sich die kleinen Freuden selber machen, riesig erscheinen von allein nur die Probleme. „Mit Bart oder ohne, ich bin zufrieden“, sagt der Lehrer Kulygin. Und es kann an der Spielkraft von Darsteller Dietmar König liegen, aber man ist mit ihm d’accord.

Harald B. Thor hat auf die Bühne ein Zelt aus transparenten Abdeckplanen gestellt. Herbstblätter fallen pausenlos, eine Baustelle ist das hier, eine mit Klavier und Sofa, alles hat etwas Provisorisches, etwas so Beiläufiges, wie diese Gesellschaft eben ist. Unnützes Zeug schwätzend ist man unnütz. Und die Arbeit? Mein Gott, jeder, der sie ausprobiert, ist von ihr doch angewidert. Die Figuren sind allesamt Träumer ohne den Willen zur Verwirklichung, Müßiggänger, aber anrührend in ihrer Fehlbarkeit. Nichts, das nicht aus Langeweile passiert, von Lesen bis Lieben, von Saufen bis Sex. Letztlich ist „Drei Schwestern“ ein Stück beinah ohne Handlung, gewisslich ohne Hauptrolle, in den Akten eins und zwei ein endlos enervierender Party-Small-Talk, das „Gewaltige“, das da auf die Menschen zukommen wird, hält sich noch bedeckt. Nichts und niemand entwickelt sich, Katharsis, Peripetie – Fehlanzeige, und in diesem Sinne darf man in Tschechows Stücken beruhigt absurdes Theater sehen. Seine Figuren sind wie Versatzstücke in einem Endzeitdrama, geredet wird nicht miteinander, sondern aneinander vorbei. So hat das David Bösch in Szene gesetzt. Unaufgeregt, ohne ausholende Gesten, aber mit viel Liebe zu inszenatorischen Details und mit empathischem Blick auf das Menschsein.

Dieser trifft auch Natalja Iwanowa, die Stefanie Dvorak von der Landpomeranze zur Bissgurn verwandelt, die Rache fürs Verlachtwerden macht die neue Hausherrin zur Haustyrannin, und dennoch gewährt Bösch diesem Geschöpf einer neukeimenden Schicht einen effizienzbefreien Moment – sie weint mit Baby am Busen ob der Abgestumpftheit ihres Ehemanns Andrej. Das ist der Moment. Ein Beleg dafür, wie die anämische Abwartehaltung der Intelligenzija auch dem Volk das Blut aussaugt. Nie wird es Gleicher unter Gleichen sein, dabei sind die Lebenskonzepte des Bürgertums doch an ihrem Ende angelangt, sie taugen nichts mehr. Der Prosorow-Erbe und seine Schwestern sind passive Zuschauer eines Geschehens, das die Geschichte ihres Untergangs verhandelt. Entsprechend bewegt sich Philipp Hauß als Andrej auch wie ein vor Müdigkeit gealterter Mann. Die Geige spielend und sein Schicksal mit deren Bogen anfechtend scheint er von Auftritt zu Auftritt hüftspeckiger, ein Frustfresser zu werden. Er ist blind aus Bequemlichkeit, an anderen prangert er an, was er selber ist. Dvorak und Hauß spielen das sehr gekonnt. Vor allem Hauß liefert ein Kabinettstück der Untüchtigkeit.

Von den Schwestern trifft wohl Aenne Schwarz als vom Dasein lasziv angewiderte Mascha am besten die Tschechow-Temperatur. Katharina Lorenz gibt eine spröde, vernunftbewehrte Olga, Marie-Luise Stockinger die störrisch-sehnsüchtelnde Irina. Wie sie sorgenvoll auf Sörgchen herumkauen, um ihre Sorgen zu verdrängen, wie sie zwischen Trübsalblasen und Temperamentsausbruch changieren, zwischen Mutlosigkeit und Misstrauen in die Zukunft. Dann kauft euch doch ein Bahnticket und los geht’s!, möchte man rufen, und weil man das möchte, zeigt sich das schauspielerische Können, mit dem diese Kümmernisse über die Rampe kommen. Und dann ist da eine, Elisabeth Augustin ganz großartig als Anfissa, deren Leben tatsächlich bedroht ist, von Arbeitsplatzverlust und ergo Altersarmut, und die drei werden samt ihrem Seelenschmerz ganz klein.

Tatsächlich ans Herz gehen an diesem Abend zwei Herren. Eben Dietmar König als Maschas Mann Kulygin, peinlich bis zum Fremdschämen, aber dennoch voller Würde in seiner Witzlosigkeit. Und Fabian Krüger als Werschinin, der gar nicht zynisch, sondern sehr lapidar ist in seinen Lebensbetrachtungen. Wie Krüger seinen Werschinin als Architekt für eine bessere Zukunft entwirft, an der er aber nicht mehr teilhaben will, wie man erahnt, dass seine beiden Töchter in Gefahr sind, die nächsten „Schwestern“ zu werden, macht er den Garnisonskommandanten zur tragischsten Gestalt der Aufführung. Zu dem einen, dessen Geschick wirklich etwas Unausweichliches hat. Michael Masula, Martin Vischer und Falk Rockstroh fügen sich als brutal-erotomanischer Soljony, dessen Konkurrent um Irinas Gunst Tusenbach und meist volltrunkener Militärarzt Tschebutykin perfekt ins Bild. Martin Vischer gestaltet den Leutnant-Baron angepasst unschneidig, wie von einer morbiden Angst zerfressen, Rockstroh den desillusionierten Mediziner als Gespenst dessen, der er mal war.

Nach dem Brand zieht Bösch die Schraube stärker an, entwickelt Verzweiflung und Verdrossenheit bis zum Finale. Dieses ebenfalls ohne Furioso, sondern unter dem Feldzeichen der Resignation. Wenn hier Stockinger als Irina weggeht, darf man annehmen, dass es ihr an neuer Stelle wiederum nicht passen wird, diesem verwöhnten Kind. Sie reißt die Plastikplane ein, doch der Wind wird nicht zum Aufbruch durchs Haus wehen. „Das Leben, so wie es ist, und weiter weder piep noch pup“, so wollte Tschechow laut seinen Tagebüchern die menschliche Existenz beschreiben. David Bösch hat das mit seiner Inszenierung getan, nicht mehr, nicht weniger, und wohltuend wollte er an keiner Stelle schlauer sein, als der Autor. So einer, der sich als Regisseur jeden erklärbemühten Ausstattungsschnickschnack verwehrt, der einfach und ehrlich und offenherzig Tschechow spielen lässt, hätte sich für seine Arbeit mehr als nur Anerkennungsapplaus verdient.

www.burgtheater.at

Rezension: „Iwanow“ am Volkstheater: www.mottingers-meinung.at/?p=18246

Wien, 29. 3. 2016

Burgtheater: “Lumpazivagabundus”

August 30, 2013 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Burgherrn Matthias Hartmanns Inszenierung von „Lumpazivagabundus“, eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, hat am 6. September Wien-Premiere. Hier noch einmal die Rezension von der Aufführung auf der Perner Insel und die Burgtheater-Highlights der neuen Saison:

Hartmanns Dreifach-Jackpot kommt nach Wien

Nicholas Ofczarek (Knierim), Florian Teichtmeister (Leim), Michael Maertens (Zwirn) Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Nicholas Ofczarek (Knieriem), Florian Teichtmeister (Leim), Michael Maertens (Zwirn)
Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Grell, bunt, Punk, Brauchtum. Zauberwesen, die teils Bärte à la ZZ Top tragen, teils langes Blondhaar wie Brad Pitt in “Interview mit einem Vampir”. Ein Feenkönig als EU- Ratspräsident, die Europaflagge hinter sich (Bühne: Stéphane Laimé), eine Fortuna (Maria Happel) mit Angela-Merkel-Frisur, Mavie Hörbiger als Fee Amorosa wie “Natürlich Blond” entsprungen… Und so geht’s weiter. Burgherr Matthias Hartmann inszenierte auf der Perner Insel Nestroys “Der böse Geist Lumpazivagabundus oder das liederliche Kleeblatt”. Im Dreiergespann Leim, Zwirn, Knieriem ist Hartmann der vierte Pflanzenteil. Ohne ihn: kein Glück. Hartmann ist ganz in seinem Element, schüttet ein Füllhorn voll Ideen über Nestroy, kostet jede Pointe wie ein gutes Glas Wein aus, lässt (eigentlich: “Spielmacher” Nicholas Ofczarek als Knieriem) das Publikum bei einer Wirtshaussauferei sogar mitsingen. “Eduard und Kunig-uuun-de” erschallt es zwischen Perlencolliers und Smokingfliegen. Da kommt Stimmung auf. Und Schwung. Gags, Gimmicks, Slapstick am laufenden Band, Musik (Karsten Riedel) von “Bacardi Feeling” über Status Quos “Rockin’ all over the World” bis zu Karel Gotts “Einmal um die ganze Welt”. Untiefen statt Tiefgang. Witz, der nicht zündet, sondern explodiert wie ein Feuerwerk. Und den Zynismus an der Geschicht’ hört man vor lauter Lachen nicht … Das “Kometenlied” kommt übrigens auch vor (zusätzliche Liedtexte: Nicolaus Hagg).

Die Lottosieger, also: Nicholas Ofczarek erinnert an Vorganger wie Paul und Attila Hörbiger oder Helmut Qualtinger und spielt den Alkoholiker bis zum Delirium. Zum Fürchten brutal, voll Pathos über sein durch b’soffene Schlägereien bestimmtes Schicksal nah am Wasser – pardon: Wein beziehungsweise Bier beziehungsweise Schnaps – gebaut. Ohne jeden Kitsch, “ungemütlich”, gar nicht mehr mit bösen, sondern mit bereits leblosen Augen ist er ein Sich-zu-Tode-Trinkender, kommt Nestroys Vorstellung – der die Figur ja weiland selbst verkörperte – so vielleicht am nächsten. Michael Maertens gibt einen überkandidelt-komischen Zwirn – aus Ulm, um sein Nicht-Wienerisch zu erklären, sehr gut! -, hüpfenden wie ein Laubfrosch (auch bei einem Tänzchen mit Ehefrau Mavie), ein Weiberer, ein Gockel, ein Don Juan für Ärmere, ein Geck mit “Goasbort”, dessen meckendes Lachen tatsächlich an einen Ziegenbock erinnert. Mit ganz großer Komik lässt er die Tragödie seiner Gestalt außer Acht, um lieber groß daherzureden. Kein Wunder, dass er sich, reich geworden, auf seinem Gold-Schloss von einer Art Andy Warhol malen lässt … Im Mittelpunkt zwischen den beiden Burg-Titanen: Florian Teichtmeister, der für den verletzten Johannes Krisch einsprang. Der Josefstädter spielt mit wohltuender Zurückhaltung Nestroy. Überzeugt als Leim, den seine Liebe zu des Meisters Tochter Peppi auf Wanderschaft getrieben hat. So rührend, so herzenskrank, so gutmütig und sanft, entfesselt nur durch Amors Amour-Zorn. Als Sieger kehrt er heim, wird zum überheblichen Biedermann, zum Spießbürger im Golferoutfit – und will seine ehemaligen Kameraden mit Geld und einer Türfernbedienung einsperren. Ohne zu outrieren wechselt Teichtmeister sozusagen die “Rolle”. Wird ein ganz anderer. Eine Meisterleistung.

Und dann noch: Max Mayer als Lumpazivagavundus (auch noch verkleidet als Herr von Windwachel und Dorfwirtin). Eine der wichtigsten Kräfte am Schauspielhaus Wien, zeigt er auch Salzburg, was er kann. Wie dämonisch man nackt bis auf  eine dreckige Unterhose sein kann. Er changiert, verrenkt sich sprachlich und körperlich – und ist zum ersten Mal im Wiener Dialekt zu hören. Ein Bravo, wie er mit nur einem schwarzen Stöckelschuh die Bühne für sich in Anspruch nimmt. Wandlungsfähig, wunderbar. Ansonsten kann Hartmann wie stets bis in die kleinste Rolle (und viele stellen mehrere Figuren dar) aus seinem unvergleichlichen Ensemble schöpfen: Branko Samarovski, André Meyer, Michael Masula, Hermann Scheidleder und Mitglieder der Jungen Burg sind allesamt Haupttreffer. Vor allem aber Publikumsliebling Happel, die neben der Glücksfee auch eine falsche, geldgierige Italienerin samt Arienpotpourri und – wie von Nestroy vorgesehen – eine schwäbische Haushälterin gibt.

Am Ende gehen dem Leim alle auf den – Leim. Aus einem Puppenhaus schauend gaukeln sie Idylle vor. Ein Kapitalist und Arbeitnehmerantreiber, ein zwiderer Zwirn mit Weib und zwei Kindern, und Familienvater Knieriem. Der kippt vor der Abendeinladung beim Leim noch schnell ein Stamperl. So viel Scheinidyll … „Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.“

Unbedingt sehenswert!

www.burgtheater.at

www.mottingers-meinung.at/burgtheater-spielplanprasentation-201314

Salzburg, 2. 8. 2013

Salzburger Festspiele: “Lumpazivagabundus”

August 8, 2013 in Bühne

Dreifach-Jackpot auf der Perner-Insel

Lumpazivagabundus: Nicholas Ofczarek (Knieriem), Florian Teichtmeister (Leim), Michael Maertens (Zwirn) Bild: © Reinhard Werner

Lumpazivagabundus: Nicholas Ofczarek (Knieriem), Florian Teichtmeister (Leim), Michael Maertens (Zwirn)
Bild: © Reinhard Werner

Grell, bunt, Punk, Brauchtum. Zauberwesen, die teils Bärte à la ZZ Top tragen, teils langes Blondhaar wie Brad Pitt in „Interview mit einem Vampir“. Ein Feenkönig als EU- Ratspräsident, die Europaflagge hinter sich (Bühne: Stéphane Laimé), eine Fortuna (Maria Happel) mit Angela-Merkel-Frisur, Mavie Hörbiger als Fee Amorosa wie „Natürlich Blond“ entsprungen… Und so geht’s weiter. Burgherr Matthias Hartmann inszenierte auf der Perner Insel Nestroys „Der böse Geist Lumpazivagabundus oder das liederliche Kleeblatt“. Im Dreiergespann Leim, Zwirn, Knieriem ist Hartmann der vierte Pflanzenteil. Ohne ihn: kein Glück. Hartmann ist ganz in seinem Element, schüttet ein Füllhorn voll Ideen über Nestroy, kostet jede Pointe wie ein gutes Glas Wein aus, lässt (eigentlich: „Spielmacher“ Nicholas Ofczarek als Knieriem) das Publikum bei einer Wirtshaussauferei sogar mitsingen. „Eduard und Kunig-uuun-de“ erschallt es zwischen Perlencolliers und Smokingfliegen. Da kommt Stimmung auf. Und Schwung. Gags, Gimmicks, Slapstick am laufenden Band, Musik (Karsten Riedel) von „Bacardi Feeling“ über Status Quos „Rockin‘ all over the World“ bis zu Karel Gotts „Einmal um die ganze Welt“. Untiefen statt Tiefgang. Witz, der nicht zündet, sondern explodiert wie ein Feuerwerk. Und den Zynismus an der Geschicht‘ hört man vor lauter Lachen nicht … Das „Kometenlied“ kommt übrigens auch vor (zusätzliche Liedtexte: Nicolaus Hagg).

Die Lottosieger, also: Nicholas Ofczarek erinnert an Vorganger wie Paul und Attila Hörbiger oder Helmut Qualtinger und spielt den Alkoholiker bis zum Delirium. Zum Fürchten brutal, voll Pathos über sein durch b’soffene Schlägereien bestimmtes Schicksal nah am Wasser – pardon: Wein beziehungsweise Bier beziehungsweise Schnaps – gebaut. Ohne jeden Kitsch, „ungemütlich“, gar nicht mehr mit bösen, sondern mit bereits leblosen Augen ist er ein Sich-zu-Tode-Trinkender, kommt Nestroys Vorstellung – der die Figur ja weiland selbst verkörperte – so vielleicht am nächsten. Michael Maertens gibt einen überkandidelt-komischen Zwirn – aus Ulm, um sein Nicht-Wienerisch zu erklären, sehr gut! -, hüpfenden wie ein Laubfrosch (auch bei einem Tänzchen mit Ehefrau Mavie), ein Weiberer, ein Gockel, ein Don Juan für Ärmere, ein Geck mit „Goasbort“, dessen meckendes Lachen tatsächlich an einen Ziegenbock erinnert. Mit ganz großer Komik lässt er die Tragödie seiner Gestalt außer Acht, um lieber groß daherzureden. Kein Wunder, dass er sich, reich geworden, auf seinem Gold-Schloss von einer Art Andy Warhol malen lässt … Eine ernste Rolle täte Maertens zur Abwechslung wieder einmal gut. Im Mittelpunkt zwischen den beiden Burg-Titanen: Florian Teichtmeister, der für den verletzten Johannes Krisch einsprang. Der Josefstädter spielt mit wohltuender Zurückhaltung NESTROY. Überzeugt als Leim, den seine Liebe zu des Meisters Tochter Peppi auf Wanderschaft getrieben hat. So rührend, so herzenskrank, so gutmütig und sanft, entfesselt nur durch Amors Amour-Zorn. Als Sieger kehrt er heim, wird zum überheblichen Biedermann, zum Spießbürger im Golferoutfit – und will seine ehemaligen Kameraden mit Geld und einer Türfernbedienung einsperren. Ohne zu outrieren wechselt Teichtmeister sozusagen die „Rolle“. Wird ein ganz anderer. Eine Meisterleistung.

Und dann noch: Max Mayer als Lumpazivagavundus (auch noch verkleidet als Herr von Windwachel und Dorfwirtin). Eine der wichtigsten Kräfte am Schauspielhaus Wien, zeigt er auch Salzburg, was er kann. Wie dämonisch man nackt bis auf  eine dreckige Unterhose sein kann. Er changiert, verrenkt sich sprachlich und körperlich – und ist zum ersten Mal im Wiener Dialekt zu hören. Ein Bravo, wie er mit nur einem schwarzen Stöckelschuh die Bühne für sich in Anspruch nimmt. Wandlungsfähig, wunderbar. Ansonsten kann Hartmann wie stets bis in die kleinste Rolle (und viele stellen mehrere Figuren dar) aus seinem unvergleichlichen Ensemble schöpfen: Branko Samarovski, André Meyer, Michael Masula, Hermann Scheidleder und Mitglieder der Jungen Burg sind allesamt Haupttreffer. Vor allem aber Publikumsliebling Happel, die neben der Glücksfee auch eine falsche, geldgierige Italienerin samt Arienpotpourri und eine schwäbische Haushälterin gibt. Die Schauspielerin ist im Spessart geboren …

Am Ende gehen dem Leim alle auf den – Leim. Aus einem Puppenhaus schauend gaukeln sie Idylle vor. Ein Kapitalist und Arbeitnehmerantreiber, ein zwiderer Zwirn mit Weib und zwei Kindern, und Familienvater Knieriem. Der kippt vor der Abendeinladung beim Leim noch schnell ein Stamperl. So viel Scheinidyll … „Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.“

Am 6. September übersiedelt die Produktion ans Burgtheater. Unbedingt sehenswert!

www.salzburgerfestspiele.at

www.burgtheater.at

www.mottingers-meinung.at/salzburger-festspiele-jedermann/

www.mottingers-meinung.at/salzburger-festspiele-2013/ :Domplatz: Die Sommerresidenz der Familie Hörbiger

www.mottingers-meinung.at/die-neue-buhlschaft/

www.mottingers-meinung.at/salzburger-festspiele-die-jungfrau-von-orleans/

www.mottingers-meinung.at/salzburger-festspiele-young-directors-projekt/

Von Michaela Mottinger

Salzburg, 2. 8. 2013