Das Ateliertheater sperrt zu

November 25, 2015 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Trotz Nominierung für den Nestroy-Preis 2015

Benjamin Vanyek Bild: Ateliertheater

Benjamin Vanyek
Bild: Ateliertheater

Das Ateliertheater schließt Ende Dezember, das ließ Nina C. Gabriel in einer Aussendung wissen. Bis dahin gibt es noch einige ausgezeichnete Aufführungen zu sehen.

Darunter „Kafka’s Affe oder Die Hochzeit des Tieffalls“ am 26. und 27. November, eine Gabriel-Inszenierung, für die Schauspieler Benjamin Vanyek in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller beim diesjährigen Nestroy-Preis nominiert war.

Peter Michael Lingens schrieb dazu im profil: www.profil.at/meinung/peter-michael-lingens-elend-buehnen-5556137. Gezeigt wird auch noch Gerti Drassl in „Die schöne Magelone“ am 20. Dezember. Alle Termine:

www.ateliertheater.net

Wien, 25. 11. 2015

Ateliertheater: Kafkas Affe oder Die Hochzeit des Tieffalls

Februar 23, 2015 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Nach Franz Kafka’s „Bericht für eine Akademie“ …

Bild: Die desillusionierte  Befreiung, Ludwig Drahosch

Bild: Die desillusionierte Befreiung, Ludwig Drahosch

… mit einigen wenigen Texten von Pisstesse Herman’S de la Deulange.

Am 26. Februar hat im Ateliertheater Reloaded „Kafkas Affe“ Premiere. Es spielt Benjamin Vanyek, ein Absolvent der Schauspielakademie Elfriede Ott www.ottstudio.at/absolventen/; Regie führt Nina C. Gabriel.

„Ich habe Angst, daß man nicht genau versteht, was ich unter Ausweg verstehe. Ich gebrauche das Wort in seinem gewöhnlichsten und vollsten Sinn. Ich sage absichtlich nicht Freiheit. Ich meine nicht dieses große Gefühl der Freiheit nach allen Seiten. Als Affe kannte ich es vielleicht und ich habe Menschen kennengelernt, die sich danach sehnen. Was mich aber anlangt, verlangte ich Freiheit weder damals noch heute. Nebenbei: mit Freiheit betrügt man sich unter Menschen allzuoft. Und so wie die Freiheit zu den erhabensten Gefühlen zählt, so auch die entsprechende Täuschung zu den erhabensten. Oft habe ich in den Varietés vor meinem Auftreten irgendein Künstlerpaar oben an der Decke an Trapezen hantieren sehen. Sie schwangen sich, sie schaukelten, sie sprangen, sie schwebten einander in die Arme, einer trug den andern an den Haaren mit dem Gebiß. ›Auch das ist Menschenfreiheit‹, dachte ich, ›selbstherrliche Bewegung. ‹ Du Verspottung der heiligen Natur! Kein Bau würde standhalten vor dem Gelächter des Affentums bei diesem Anblick… Nein, Freiheit wollte ich nicht. Nur einen Ausweg; rechts, links, wohin immer; ich stellte keine anderen Forderungen; sollte der Ausweg auch nur eine Täuschung sein; die Forderung war klein, die Täuschung würde nicht größer sein.“

Franz Kafka

„…Ich will nicht lügen, wenn ich sage: Ich liebe Euch!

Was kümmert euch mein Stand, was kümmert mich der Eure, zwischen uns liegt das Nichts.

Zwischen Gedeih und Verderb, Kunst und Wissenschaft – die Hochzeit des Tieffalls…“

Pisstesse Herman’S de la Deulange

Wien, 23. 2. 2014

Wiederaufnahme: Hubsi Kramars „Warten auf Godot“

Dezember 5, 2013 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Der 3raum gastiert im Ateliertheater Reloaded

Markus Kofler, Hubsi Kramar Bild: Bernhard Mrak

Markus Kofler, Hubsi Kramar
Bild: Bernhard Mrak

Nach den erfolgreichen Aufführungen im August (Wien, NÖ, Burgenland und Kärnten) ist Hubsi Kramars Inszenierung von Becketts „Warten auf Godot“ von 11. bis 14. Dezember im Ateliertheater Reloaded zu sehen. Es spielen Markus Kofler (Estragon), Hubsi Kramar (Wladimir), Oliver Vollmann (Pozzo), Hannes Lengauer (Lucky) und Arthur Berghammer (Junge).

 

 

 

Die Rezension vom Sommer: www.mottingers-meinung.at/warten-auf-godot-endlich-in-wien/
Nun heißt’s hoffen, dass Hubsi Kramar auch für seine fabelhafte Inszenierung “Kopf im Rachen der Natur” von Joachim J. Vötter bald wieder einen Aufführungsort findet: www.mottingers-meinung.at/hubsi-kramar-mit-dem-3raum-on-tour-2/

www.3raum.or.at

www.ateliertheater.net

Wien, 5. 12. 2013