Nestroy-Preis 2019: Die Nominierungen

Oktober 15, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Andrea Breth wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Andrea Breths Burgtheater-Inszenierung von „Die Ratten“: Sylvie Rohrer,Oliver Stokowski, Johanna Wokalek und Sven-Eric Bechtolf. Bild: Bernd Uhlig

39 Nominierte und zwei bereits fixierte Preisträgerinnen in dreizehn Kategorien stehen am 24. November ab 19.30 Uhr im Theater an der Wien im Mittelpunkt der 20. Nestroy-Gala im Theater an der Wien. Durch den Abend führen die Publikumslieblinge Maria Köstlinger und Florian Teichtmeister gemeinsam mit ORF-III-Moderator Peter Fässlacher, für das Buch konnte wie bereits im Jahr 2018 Schauspieler und Autor Nicolaus Hagg gewonnen werden.

Zwei Nestroy-Preisträgerinnen stehen bereits fest: Andrea Breth erhält den Preis für das Lebenswerk und der Nestroy-Autorenpreis für das „Beste Stück“ geht an Sibylle Berg für „Hass-Triptychon –Wege aus der Krise“ im Rahmen der Wiener Festwochen www.mottingers-meinung.at/?p=33485. Für den Nestroy-ORF-III-Publikumspreis stehen fünf Schauspielerinnen und fünf Schauspiele zur Wahl: Ruth Brauer-Kvam, Thomas Frank, Pauline Knof, Johannes Krisch, Lucy McEvil, Birgit Minichmayr, Tobias Moretti, Caroline Peters, Bernhard Schir und Peter Simonischek. Die Abstimmung startet am 11. November tv.orf.at/orfdrei.

Die Nominierungen:

Beste Schauspielerin

„Endstation Sehnsucht“: Steffi Krautz als Blanche mit Jan Thümer. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

„Medea“: Steven Scharf als Lucas und Caroline Peters als Anna. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

„Glaube Liebe Hoffnung“: Andrea Wenzl als Elisabeth. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Anna Drexler als Marie in „Woyzeck“ von Georg Büchner, Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=32719

Steffi Krautz als Blanche DuBois in „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams, Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=32562

Caroline Peters als Anna in „Medea“ von Simon Stone nach Euripides, Burgtheater www.mottingers-meinung.at/?p=31048

Andrea Wenzl als Elisabeth in „Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Ödön von Horváth, Burgtheater www.mottingers-meinung.at/?p=29672

Maja Schöne als Julie in „Liliom“ von Ferenc Molnár, Salzburger Festspiele

Bester Schauspieler

Benny Claessens als weißer Hassmaster in Sibylle Bergs „Hass-Tritychon“. Bild: © Judith Buss

„König Ottokars Glück und Ende“: Lukas Holzhausen als Rudolf von Habsburg und Karel Dobrý als Ottokar. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Benny Claessens in „Hass-Triptychon – Wege aus der Krise“ von Sibylle Berg, Uraufführung, Wiener Festwochen www.mottingers-meinung.at/?p=33485

Lukas Holzhausen als Rudolf von Habsburg in „König Ottokars Glück und Ende“ von Franz Grillparzer, Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=31195

Jörg Pohl als Liliom in „Liliom“ von Ferenc Molnár, Salzburger Festspiele

Steven Scharf als Lucas in „Medea“ von Simon Stone nach Euripides, Burgtheater und als Franz Woyzeck in „Woyzeck“ von Georg Büchner, Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=31048     www.mottingers-meinung.at/?p=32719

Johannes Silberschneider als Jacobowsky in „Jacobowsky und der Oberst“ von Franz Werfel, Theater in der Josefstadt www.mottingers-meinung.at/?p=32890

„Jacobowsky und der Oberst“: Johannes Silberschneider und Herbert Föttinger. Bild: Sepp Gallauer

„König Ottokars Glück und Ende“: Rainer Galke als Margarethe. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

„Radetzkymarsch“: Alexandra Krismer (M.) mit Pauline Knof, Alexander Absenger, Michael König und Oliver Rosskopf. Bild: Moritz Schell

Beste Darstellung einer Nebenrolle

Rainer Galke als Margarethe von Österreich/Paltram Vatzo/Friedrich Zollern in „König Ottokars Glück und Ende“ von Franz Grillparzer, Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=31195

Evi Kehrstephan als Anna in „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch, Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=31708

Alexandra Krismer als Oberst Kovacs, Valerie von Taußig, Fräulein Hirschwitz, Polizeirat Fuchs in „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth, Dramatisierung von Elmar Goerden, Uraufführung, Theater in der Josefstadt www.mottingers-meinung.at/?p=33412

Christoph Luser als Erich Spitta in „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann, Burgtheater www.mottingers-meinung.at/?p=32521

Oda Thormeyer als Frau Muskat in „Liliom“ von Ferenc Molnár, Salzburger Festspiele

Beste Regie

Steven Scharf als „Woyzeck“. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

„Woyzeck“: Anna Drexler und Guy Clemens. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Kornél Mundruczó mit „Liliom“ von Ferenc Molnár, Salzburger Festspiele

Dušan David Pařizek mit „König Ottokars Glück und Ende“ von Franz Grillparzer, Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=31195

Johan Simons mit „Woyzeck“ von Georg Büchner, Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=32719

Bester Nachwuchs weiblich

„Endstation Sehnsucht“: Nils Hohenhövel, Alaedin Gamian, Katharina Klar, Birgit Stöger, Günter Franzmeier und Jan Thümer. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

„AUTOS“: Johanna Baader, Vassilissa Reznikoff, Sebastian Schindegger, Steffen Link und Simon Bauer. Bild: © Matthias Heschl

Pinar Karabulut mit der Inszenierung „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams, Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=32562

Enis Maci als Autorin von „AUTOS“, Uraufführung, Schauspielhaus Wien www.mottingers-meinung.at/?p=31271

Anna Rieser als Grace in „Dogville“ von Lars von Trier, Landestheater Linz

Bester Nachwuchs männlich

Moritz Beichl mit der Inszenierung „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ von Paulus Hochgatterer, Uraufführung, Landestheater Niederösterreich

Niklas Doddo als Phil in „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel, in einer Fassung von Werner Sobotka, Theater der Jugend

Matthias Rippert mit der Inszenierung „Ernst ist das Leben – Bunbury“ von Oscar Wilde, deutsche Fassung von Elfriede Jelinek, Landestheater Linz

Beste Ausstattung

„Deponie Highfield“: Martin Wuttke und Caroline Peters. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

„Der einsame Weg“: Therese Lohner, Marcus Bluhm, Alexander Absenger, Alma Hasun und Bernhard Schir. Bild: Astrid Knie

Katrin Brack für „Deponie Highfield“ von René Pollesch, Uraufführung, Koproduktion Wiener Festwochen, Burgtheater www.mottingers-meinung.at/?p=33469

Raimund Orfeo Voigt für „Der einsame Weg“ von Arthur Schnitzler, Theater in der Josefstadt und für „Sommergäste“ von Maxim Gorki, Salzburger Festspiele www.mottingers-meinung.at/?p=30503

Monika Pormale für „Liliom“ von Ferenc Molnár, bearbeitet von Alfred Polgar, Koproduktion Salzburger Festspiele, Thalia Theater Hamburg

Spezialpreis

„Das Dorf“ von Nesterval, Konzept und Regie Herr Finnland, Uraufführung, Koproduktion Nesterval und brut Wien

„Ungebetene Gäste“ von DARUM (Laura Andreß, Victoria Halper, Kai Krösche), Uraufführung, Produktion DARUM, Kooperation mit WERK X-Petersplatz www.mottingers-meinung.at/?p=32445

„3 Episodes of Life“ von Markus Öhrn, Uraufführung, Wiener Festwochen

„Ungebetene Gäste“. Bild: DARUM

„Anstoß – Ein Sportstück“: Johannes Scherzer und Ensemble. Bild: © Jakub Kavin

Beste Off-Produktion

„Anstoß – Ein Sportstück“ von Jakub Kavin, Uraufführung, TheaterArche www.mottingers-meinung.at/?p=31865

„Liliom.Club“ nach „Liliom“ von Franz Molnár und „Fight Club“ von David Fincher, Regie und Konzept Ernst Kurt Weigel, Uraufführung, Koproduktion Das Off-Theater und das.bernhard.ensemble

„The Bruno Kreisky Lookalike“ a Sitcom in 10 Episodes von Toxic Dreams, Text und Regie Yosi Wanunu, Uraufführung, Koproduktion Toxic Dreams und WUK performing arts 

Beste Bundesländer-Aufführung

„Die Revolution frisst ihre Kinder!“ ein Film- und Theaterprojekt von Jan-Christoph Gockel & Ensemble, Uraufführung, Kooperation Schauspielhaus Graz, Africolognefestival

„Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth, Inszenierung Susanne Lietzow, Landestheater Linz

„Vor Sonnenaufgang“ von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann, Inszenierung Georg Schmiedleitner, Stadttheater Klagenfurt

Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum

„Dionysos Stadt“ Inszenierung Christopher Rüping, Münchner Kammerspiele

„Häuptling Abendwind“ von Johann Nepomuk Nestroy, Inszenierung Christoph Marthaler, Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

„Tartuffe oder das Schwein der Weisen“ von PeterLicht nach Moliére, Uraufführung, Inszenierung Claudia Bauer, Theater Basel

www.nestroypreis.at           Abstimmung/Publikumspreis: tv.orf.at/orfdrei

14. 10. 2019

Nestroy-Preis 2018: Die Gewinner

November 18, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Keine besonderen Vorkommnisse

The Who and The What: Peter Simonischek mit Aenne Schwarz. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Für den Gag des Abends sorgte Peter Simonischek in Abwesenheit. Weil er Samstagabend kurzfristig mit einer Vorstellung einspringen musste, konnte er nicht bei der Nestroy-Preis-Verleihung im Theater an der Wien sein. Die Auszeichnung entgegen nahm sein Sohn Benedikt, der brav des Vaters Dankesworte verlas, von einem Zettel, auf dessen Rückseite deutlich Simonischeks Statement „Na endlich!“ zu erkennen war.

Erhielt der Burgschauspieler mit der Goldtrophäe für seine Leistung in „The Who and The What“ doch tatsächlich erst seinen ersten „Nestroy“. Für die frech festgehaltene Feststellung gab’s viel Gelächter und Applaus im Publikum.

Ansonsten, so könnte man sagen, keine besonderen Vorkommnisse. Es wirkte, als hätten die Theaterkünstlerinnen und – künstler des Landes zu dessen aktueller Lage nichts zu sagen. Mit Ausnahme von Autor Ferdinand Schmalz, der sich bezüglich „Bundespopulisten“ und „Vorurteilsfäulnis“ kein Blatt vor den Mund nahm. Schmalz‘ Kritik richtete sich an jene, die „gern an der Festung Europa“ bauen, „obwohl man meinen könnte, dass die, die heute wirklich unsere Sicherheit gefährden, in den Ministerien sitzen.“ Der Dramatiker: „Wir dürfen nicht vergessen, dass mit der Zukunft der Demokratie auch die Zukunft des Theaters auf dem Spiel steht.“ Und auch Regisseur Dušan David Pařízek warnte vor „Rechtsruck“ und einer „weltfremden linken Elite“.

Laudator Klaus Maria Brandauer verneigte sich mit einer „Satzbiografie“ vor Peter Handke für dessen Lebenswerk. Der war ganz im Glück und antwortete mit einer launigen Rede. Kein Glück hatte indes Nikolaus Habjan. Bereits zum zweiten Mal mit dem ORF III-Publikumspreis bedacht, konnte er diesen, weil erkrankt, nicht selbst entgegennehmen. Er schickte seine Schwester. Durch den Abend führten, nach dem Buch von Nicolaus Hagg, Maria Happel, Viktor Gernot und Peter Fässlacher als sympathisches und nicht nur sängerisch talentiertes Moderatorentrio – überraschte doch Fässlacher mit einer Showeinlage als Taschenspieler und Gernot mit einer täuschend echten Otto-Schenk-Parodie. Das Theater in der Josefstadt ging unverständlicherweise völlig leer aus.

Die Preisträger:

Vor Sonnenaufgang: Dörte Lyssewski mit Markus Meyer und Michael Maertens. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

jedermann (stirbt) von Ferdinand Schmalz. Bild: Georg Soulek/Burgtheater

Die Zehn Gebote: Peter Fasching. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Muttersprache Mameloschn: Suse Lichtenberger, Michèle Rohrbach, Martina Rösler und Jelena Popržan. Bild: Bettina Frenzel

Lebenswerk: Peter Handke www.mottingers-meinung.at/?p=18269   http://www.mottingers-meinung.at/?p=23720

Bestes Stück – Autorenpreis: Ferdinand Schmalz für „jedermann (stirbt)“ am Burgtheater www.mottingers-meinung.at/?p=28390

Beste Ausstattung: Alice Babidge für „Hotel Strindberg“ am Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=28131

ORF III-Publikumspreis: Nikolaus Habjan www.mottingers-meinung.at/?p=26649

Beste Schauspielerin: Caroline Peters in „Hotel Strindberg“ am Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=28131

Bester Schauspieler: Peter Simonischek in „The Who and the What“ am Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=28977

Beste Darstellung einer Nebenrolle: Dörte Lyssewski in „Vor Sonnenaufgang“ am Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=27733

Beste Regie: Dušan David Parizek mit „Vor Sonnenaufgang“ am Akademietheater www.mottingers-meinung.at/?p=27733

Bester Nachwuchs weiblich: Lara Sienczak in „Die Weiße Rose“ am Theater der Jugend

Bester Nachwuchs männlich: Peter Fasching in „Die Zehn Gebote“ am Volkstheater www.mottingers-meinung.at/?p=27700

Spezialpreis: „Die Kinder der Toten“, Regie Nature Theater of Oklahoma beim steirischen herbst www.mottingers-meinung.at/?p=26015

Beste Off-Produktion: „Muttersprache Mameloschn“, Inszenierung Sara Ostertag am KosmosTheater www.mottingers-meinung.at/?p=27612

Beste Bundesländer-Aufführung: „Iwanow“, Inszenierung Mateja Koležnik am Stadttheater Klagenfurt www.mottingers-meinung.at/?p=24871   www.mottingers-meinung.at/?p=30503

Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum:Die Perser“, Inszenierung Ulrich Rasche bei den Salzburger Festspielen

www.nestroypreis.at

  1. 11. 2018

Nestroy-Preis 2017: Die Nominierungen

Oktober 5, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Burg übernimmt die Schirmherrschaft

Kirsten Dene erhält den Preis für ihr Lebenswerk. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Die Schirmherrschaft und künstlerische Gestaltung der 18. Nestroy-Preisverleihung übernimmt das Burgtheater. Für das Buch konnte die österreichische Schriftstellerin Julya Rabinowich gewonnen werden. Ihr Thema: Wie gefährlich ist die Kunst? „Ich fürchte, dass die politischen Zustände im Augenblick absurder werden als die Besetzung meines Moderatorenduos, dieses Jahr bestehend aus einem Teufel und einer Katze“, so die Autorin. „Aber das ist noch kein Grund zu verzweifeln. Unsere Stimmen sind gefragter als zuvor: die Stimmen der Kritiker und Kritikerinnen, die Stimmen der Analytiker und Analytikerinnen, die Stimmen der Vernunft und des beißenden Witzes. Ohne diesen bleibt einem sonst die ganze neue Welt im Halse stecken. Und wem die Welt im Halse steckt, der kann nichts mehr dazu sagen.“

Publikumspreisträger 2016 Nikolaus Habjan mit seiner Partnerin Manuela Linshalm sowie Burgschauspielerin Regina Fritsch moderieren die Gala am 13. November im Wiener Ronacher. Schade nur, dass es wieder einmal keine österreichische Arbeit in die Kategorie „Beste deutschsprachige Aufführung“ geschafft hat, wiewohl etliche mehrfach nominiert sind …

Drei Preisträger stehen bereits fest:

Lebenswerk: Kirsten Dene

Bestes Stück – Autorenpreis: Ayad Akhtar für „Geächtet“, Burgtheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23688)

Beste Ausstattung: Katrin Brack für „Carol Reed“ von René Pollesch (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24824) und „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23378), Akademietheater

Die Nominierten:

Die Wildente: Gerti Drassl mit Maresi Riegner. Bild: Astrid Knie

Pension Schöller: Christiane von Poelnitz mit Roland Koch. Bild: Reinhard Werner, Burgtheater

Die Verdammten: Andrea Jonnasson mit André Pohl. Bild: Erich Reismann

Beste Schauspielerin

  • Lina Beckmann als Rose Bernd in „Rose Bernd“ von Gerhart Hauptmann, Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg
  • Gerti Drassl als Gina Ekdal in „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24871)
  • Andrea Jonasson als Freifrau Sophie von Essenbeck in „Die Verdammten“ nach dem gleichnamigen Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23553)
  • Evi Kehrstephan als Célimène in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24272)
  • Christiane von Poelnitz als Josephine Krüger in „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Burgtheater, und als Atossa in „Die Perser“ von Aischylos, Akademietheater (Rezensionen: www.mottingers-meinung.at/?p=23491, www.mottingers-meinung.at/?p=25118)

Bester Schauspieler

  • Lukas Holzhausen als Alceste in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24272)
  • Roland Koch als Philipp Klapproth in „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Burgtheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23491)
  • Joachim Meyerhoff in „Die Welt im Rücken“ nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Melle, Akademietheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24338
  • Tobias Moretti als Jedermann in „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal, Salzburger Festspiele
  • Steven Scharf als John Proctor in „Hexenjagd“ von Arthur Miller, Burgtheater

Der Menschenfeind: Lukas Holzhausen und Rainer Galke. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Joachim Meyerhoff in „Die Welt im Rücken“. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Tonio Arango mit Sona MacDonald in „Lenya Story“. Bild: Moritz Schell

Beste Darstellung einer Nebenrolle

  • Alexander Absenger als Baron Martin von Essenbeck in „Die Verdammten“ nach dem gleichnamingen Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23553)
  • Tonio Arango als Er in der Uraufführung „Lenya Story – Ein Liebeslied“ von Torsten Fischer und Herbert Schäfer, Kammerspiele der Josefstadt (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24486)
  • Rainer Galke als Oronte in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24272)
  • Birgit Stöger als Arsinoé in „Der Menschenfeind“ von Molière und als Erna in „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth, Volkstheater ( (Rezensionen: www.mottingers-meinung.at/?p=24272, www.mottingers-meinung.at/?p=24300)
  • Eduard Wildner als Habakuk in „Der Alpenkönig und Menschenfeind“ von Ferdinand Raimund, Raimundspiele Gutenstein

Beste Regie

Bester Nachwuchs weiblich

  • Felicitas Franz als Annie Sullivan in „The Miracle Worker“ von William Gibson, Theater der Jugend
  • Carolin Knab als Janne in „Hose Fahrrad Frau“ von Stefan Wipplinger, Volx/Margareten (Volkstheater)
  • Maresi Riegner als Helen Keller in „The Miracle Worker“ von William Gibson, Theater der Jugend und als Hedvig in „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24871)
  • Alina Schaller als Shirley in „Hangmen (Die Henker)“, österreichische Erstaufführung von Martin McDonagh, Volx/Margareten (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23851)
  • Miroslava Svolikova als Autorin von „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“, Uraufführung, Schauspielhaus Wien (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23816)

Bester Nachwuchs männlich

  • Jakob Elsenwenger als Tom Ripley in „Der talentierte Mr. Ripley“ von Patricia Highsmith, Theater der Jugend
  • Felix Hafner als Regisseur für „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24272)
  • Simon Jensen für mehrere Rollen in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare, Burgtheater
  • Franz-Xaver Mayr als Regisseur für „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“ von Miroslava Svolikova, Uraufführung, Schauspielhaus Wien (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23816)
  • Merlin Sandmeyer in „Platons Party“, zwei Dialoge von Platon, und als Kerkermeister in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare und in „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz, Akademietheater (Rezensionen: www.mottingers-meinung.at/?p=24457, www.mottingers-meinung.at/?p=23378)

Spezialpreis

  • Das Bronski & Grünberg Theater, Kaja Dymnicki, Julia Edtmeier, Salka Weber und Alexander Pschill für die Initiative von Schauspielern für Schauspieler
  • Doris Uhlich und Michael Turinsky für Inklusion auf Augenhöhe in der Performance „Ravemachine“, Koproduktion von brut und WUK performing arts mit insert (Theaterverein)
  • „Kasimir und Karoline“ von 600 Highwaymen nach Ödön von Horváth, Inszenierung Abigail Browde und Michael Silverstone, für die Neuerfindung eines Klassikers

Holodrio – Lass mich Dein Dreckstück sein. Bild: Ingo Pertramer / Rabenhof

Ja, eh! Beisl, Bier und Bachmannpreis. Bild: Ingo Pertramer / Rabenhof

Beste Off-Produktion

  • „Holodrio. Lass mich Dein Drecksstück sein!“ nach André Heller, Inszenierung Thomas Gratzer, Theater Rabenhof (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23973)
  • „Ja, eh! Beisl, Bier und Bachmannpreis“ von Stefanie Sargnagel, Inszenierung Christina Tscharyiski, Theater Rabenhof (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24674)
  • „Macht und Rebel“ nach dem Roman von Matias Faldbakken, österreichische Erstaufführung, Inszenierung Ali M. Abdullah, WERK X

Beste Bundesländer-Aufführung

  • „Der Auftrag: Dantons Tod“ mit Texten aus Heiner Müllers „Der Auftrag“ und Georg Büchners „Dantons Tod“, Inszenierung Jan-Christoph Gockel, Schauspielhaus Graz
  • „Ein Sommernachtstraum oder Badewannengriffe im Preisvergleich“ von Kurt Palm, Uraufführung, Inszenierung Kurt Palm, Theater Phönix, Linz
  • „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller, Inszenierung Stephanie Mohr, Stadttheater Klagenfurt

Beste deutschsprachige Aufführung

  • „Drei Schwestern“, Schauspiel von Simon Stone nach Anton Tschechow, Inszenierung Simon Stone, Theater Basel
  • „Die Räuber“ von Friedrich Schiller, Inszenierung Ulrich Rasche, Residenztheater München
  • „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe, Inszenierung Frank Castorf, Volksbühne Berlin

www.nestroypreis.at

5. 10. 2017

Das Ateliertheater sperrt zu

November 25, 2015 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Trotz Nominierung für den Nestroy-Preis 2015

Benjamin Vanyek Bild: Ateliertheater

Benjamin Vanyek
Bild: Ateliertheater

Das Ateliertheater schließt Ende Dezember, das ließ Nina C. Gabriel in einer Aussendung wissen. Bis dahin gibt es noch einige ausgezeichnete Aufführungen zu sehen.

Darunter „Kafka’s Affe oder Die Hochzeit des Tieffalls“ am 26. und 27. November, eine Gabriel-Inszenierung, für die Schauspieler Benjamin Vanyek in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller beim diesjährigen Nestroy-Preis nominiert war.

Peter Michael Lingens schrieb dazu im profil: www.profil.at/meinung/peter-michael-lingens-elend-buehnen-5556137. Gezeigt wird auch noch Gerti Drassl in „Die schöne Magelone“ am 20. Dezember. Alle Termine:

www.ateliertheater.net

Wien, 25. 11. 2015

Nestroypreis-Jury: Offener Brief

November 3, 2015 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Mit dem Ausdruck des Bedauerns

3703755012_2acdf84af1_bGeehrte Damen und Herren,

der Nestroypreis 2015 geht im Großen und Ganzen an das Burgtheater. Dies ist keine kulturirgendwie oder -was Entscheidung, sondern einzig und allein dem Umstand geschuldet, dass die Mehrzahl der österreichischen Bühnen während der Spielzeit 2014/15 geschlossen hatte.

Mit dem Ausdruck des Bedauerns und der Bitte um Rücksichtnahme,

i. V. Theaterauskenner

www.nestroypreis.at

Wien, 3. 11. 2015