Richard Flanagan: Der schmale Pfad durchs Hinterland

November 5, 2015 in Buch

VON RUDOLF MOTTINGER

Ein eindringliches Plädoyer für die Menschenwürde

9783492057080-1Ob „Goulds Buch der Fische“, „Tod auf dem Fluss“ oder „Mathinna“: Richard Flanagans Romane bürgen für Qualität. In seinem nun in deutscher Sprache vorliegenden, 2014 mit dem Man-Booker-Preis ausgezeichneten Buch „Der schmale Pfad durchs Hinterland“ erzählt der Australier von den unterschiedlichen Formen der Liebe und des Todes, von Wahrheit, Krieg und der tiefen Erkenntnis eines existentiellen Verlusts. Der japanische Dichter Matsuo Bashō (1644 bis 1694) hat ein berühmtes Reisetagebuch geschrieben: „Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland“ und auf eine (Lebens)Reise schickt Flanagan auch seinen Protagonisten Dorrigo Evans, einen Schwerenöter und begabten Chirurgen, dem eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch der Zweite Weltkrieg macht auch vor Australien nicht Halt, und wie viele andere, meldet er sich zum Militärdienst.

Bevor die Schrecken und Gräuel des Krieges über ihm zusammenbrechen, erzählt Flanagan eine stürmische Liebesgeschichte. Dorry verliebt sich unsterblich in Amy, der Frau seines Onkels Keith, obwohl er bereits mit Ella, einem Mädchen aus bürgerlichem Haus, verlobt ist. Der Einsatz an die Front bereitet der Beziehung allerdings ein jähes Ende. Bald gerät er in japanische Kriegsgefangenschaft und wird in Siam (dem heutigen Thailand) beim Bau der berüchtigten Todeseisenbahn nach Burma eingesetzt. Als Colonel ist er stellvertretenden Kommandeur von tausend Kriegsgefangenen, die meisten davon Australier, und somit auch mitverantwortlich für deren Schicksal. Für ihn und seine Männer beginnt nun ein gnadenloser Kampf im alles durchdringenden Dschungel gegen Hunger, Cholera und die Grausamkeiten des Lagerleiters Nakamura und seiner Aufseher. Diesen Kampf ums Überleben der bis zum Skelett abgemagerten Menschen schildert Flanagan in einem schonungslosen, beklemmenden Realismus, der an manchen Stellen bis an die Grenzen des Erträglichen geht. Aber im Krieg gibt es nichts zu beschönigen, die Helden vollbringen ihre Heldentaten nur in Hollywood-Filmen.

Das Sterben im Lager wird zur Normalität. Für Dorrigo, den starken Tiny Middleton, den von den Japanern später zu Tode geprügelten Darky Gardener, Gallipoli von Kessler, Guy Hendricks, der in seinem Skizzenbuch alles dokumentiert, Jimmy Bigelow, der für die Verstorbenen auf seinem Horn das letzte Lied bläst, und die vielen anderen, die aus dem Hinterland Australiens kamen, zählt im Hinterland Siams nur das nackte Überleben. Es entwickelt sich unter den Gefangenen aber auch ein Gemeinschaftsgefühl. „Darky Gardiner konnte Tiny nicht leiden, er hielt ihn für dumm, und doch tat er alles, um ihn am Leben zu erhalten. Denn Mut, Liebe, Überleben – all das existierte nicht in einem Menschen allein. Es existierte in ihnen allen, oder es starb, und dann starben sie alle gleich mit.“ Und das Überleben jedes einzelnen hängt davon ab, „dass sie eins sind, jetzt und für immer.“ So ist der Roman auch ein eindringliches Plädoyer für die Menschenwürde. Es gibt kein „ich“ oder „mich“, nur ein „uns“. Doch für ein wirkliches Happy End ist in Flanagans Meisterwerk kein Platz. Die Zahl der Toten steigt. Und dazu quält Dorrigo auch noch die Erinnerung an die Liebe zu Amy. Bis er einen Brief erhält, der seinem Leben eine endgültige Wendung gibt. Sein Onkel Keith hatte von der Affäre der beiden erfahren, mit fatalen Konsequenzen.

„Der schmale Pfad durchs Hinterland“ ist kein chronologischer Roman. Flanagan springt immer wieder zwischen den verschiedenen Zeitebenen – vor, während und nach dem Krieg. Er baut ein Mosaik, das zeigt, wie schwierig es für Dorry und die anderen ist, nach dem Überleben weiterzuleben. Denn irgendwann ist jeder Krieg vorbei. Die Bahnstrecke, die so vielen Menschen das Leben gekostet hat, gerät in Vergessenheit. Die japanischen Aufseher und Bauingenieure wurden eingesperrt oder nach Hause geschickt, die Arbeitssklaven befreit. Die Strecke zerfiel, vom Dschungel verschlungen. „Alles war umsonst, nichts ist geblieben.“ Doch die Geschichte ist damit noch nicht zu Ende. Flanagan fragt: Was wurde aus den Menschen, Australiern wie Japanern? Die Australier „starben unerwartet schnell und auf eine ungewöhnliche Weise, bei Autounfällen oder durch Selbstmord oder infolge einer schleichenden Krankheit … sie wurden ein bisschen verrückt, manche wurden kauzig. Manche verschwanden.“ Und viele wollten nur noch vergessen. Das gelingt Jimmy Bigelow schließlich kurz vor seinem Tod. „Mit 94 Jahren war er endlich ein freier Mann.“ Der Autor geht aber auch der Frage der Schuld nach. Wieso wird der eine als Kriegsverbrecher hingerichtet, während sich andere arrangieren können? Dabei spart er die japanische Perspektive nicht aus und versucht zu erklären, warum sie handelten, wie sie handelten.

Der letzte Teil des Buches ist vor allem ein Psychogramm eines Menschen, Dorrigo. Nach dreieinhalb Jahren Kriegsgefangenschaft kehrt er wieder nach Australien zurück und heiratet Ella. „Für den Rest seines Lebens beugte er sich den Umständen und Erwartungen seines Umfeldes … Je größer sein schlechtes Gewissen in der Ehe wurde – infolge seines Versagens erst als Ehemann und dann als Vater, desto angestrengter versuchte er, im Berufsleben alles richtig zu machen.“ Seine Affären wurden nicht weniger, eher mehr. Sein Leben fließt dahin, sinnentleert, für seinen Einsatz und sein Engagement in Ostasien wird er aber zum großen Kriegshelden der Nation. Am Schluss hat er weniger Glück als Bigelow. Privat findet er zwar seinen Frieden, die Erinnerungen an die Kriegsgefangenschaft lassen ihn aber auch auf dem Totenbett nicht los. Was Flanagan mit diesem Schlüsselerlebnis in der japanischen Kriegsgefangenschaft aufgreift, ist historisch verbürgt: Im Zweiten Weltkrieg mussten hunderttausende Sträflinge die berüchtigte Zugstrecke zwischen Thailand und Burma für die Versorgungslinien der japanischen Armee errichten.

Über den Autor:
Richard Flanagan wurde 1961 in Tasmanien geboren. Sein Roman „Goulds Buch der Fische“, ausgezeichnet mit dem Commonwealth Prize, machte ihn 2002 weltweit bekannt. Seine insgesamt sechs Romane wurden seither in 26 Sprachen übersetzt. Für „Der schmale Pfad durchs Hinterland“ erhielt  Flanagan den Man Booker Preis 2014 und den Miles Franklin Award, den höchsten Literaturpreis Australiens. Flanagan, dessen Vater ein Überlebender der Thai-Burma-Todeseisenbahn war, ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Hobart, Tasmanien.

Piper, Richard Flanagan: „Der schmale Pfad durchs Hinterland“, Roman, 448 Seiten. Aus dem australischen Englisch von Eva Bonné.

www.piper.de

Wien, 5. 11. 2015

Museum der Moderne Salzburg: Proudly Presenting

April 28, 2014 in Ausstellung

VON RUDOLF MOTTINGER

Die Sammlung Generali Foundation

auf dem Mönchsberg

Bruno Gironcoli: Große Säule mit eingesetzten Augenprothesen, 1968  Ausstellungsansicht Proudly Presenting: Sammlung Generali Foundation, 2014, Skulptur  Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg  Bild: © Museum der Moderne Salzburg, Rainer Iglar

Bruno Gironcoli: Große Säule mit eingesetzten Augenprothesen, 1968
Ausstellungsansicht Proudly Presenting: Sammlung Generali Foundation, 2014, Skulptur
Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg
Bild: © Museum der Moderne Salzburg, Rainer Iglar

Mit der Ausstellung Proudly Presenting: Sammlung Generali Foundation wird erstmals eine Auswahl aus der international renommierten Sammlung an ihrem neuen Standort, dem Museum der Moderne Salzburg, präsentiert. Die Generali Foundation hat ihre international viel beachtete Sammlung Anfang des Jahres dem Museum der Moderne Salzburg im Rahmen einer umfassenden Partnerschaft als Dauerleihgabe anvertraut. In dieser ersten Schau zur Vorstellung einer Auswahl aus der Kollektion, die insgesamt etwa 2.100 Werke von 200 Künstlerinnen und Künstlern umfasst, wird Einblick in einige der Charakteristika der bekannten Sammlung gegeben. Präsentiert werden 133 Arbeiten von 25 Künstlerinnen und Künstlern in unterschiedlichen Medien, die von Skulptur und Installation über Film, Fotografie und Video bis zu Zeichnung reichen. Die Sammlung Generali Foundation enthält herausragende Werke von den 1960erJahren bis in die Gegenwart. „Von international bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern wurden bereits relativ früh größere Werkgruppen gesammelt“, erläutert Sabine Breitwieser, Direktorin am Museum der Moderne Salzburg. „Anlässlich dieser ersten Präsentation in Salzburg werden zentrale Werke gezeigt, unter anderem von Künstlern, die in den letzten Jahren leider verstorben sind – Bruno Gironcoli, Walter Pichler, Allan Sekula und Franz West. Mit ihnen bestand – wie mit vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern, die in dieser Ausstellung zum Teil erstmalig in Salzburg vorgestellt werden – ein besonderes Naheverhältnis.“

Eine erste thematische Werkgruppe in der Ausstellung umfasst emblematische Objekte, in denen Kunst, Design und Architektur in Form von utopischen Ideen miteinander verschmelzen. Die phallischen Skulpturen von Bruno Gironcoli, die Glaspavillons von Dan Graham, das Mobile Büro (1969) von Hans Hollein, die Interventionen von Gordon Matta-Clark in aufgelassenen Gebäuden oder der TV-Helm (1967) von Walter Pichler sind inzwischen Ikonen dieser Thematik. Die hohen Erwartungshaltungen an neue Technologien und Medien, die wir seit den 1960erJahren erleben, mündeten auch in zahlreichen Arbeiten, in denen deren Auswirkungen auf den Menschen erforscht werden. Die feministisch-aktionistischen Werke von VALIE EXPORT, insbesondere ihr TAPP-und TASTKINO (1968), oder Harun Farockis Videoinstallationen beziehen dazu Position in Form von profunden Werkgruppen, aus denen in dieser Ausstellung nur ein kleiner Ausschnitt gezeigt werden kann. Eine mittlere und jüngere Generation von Künstlerinnen und Künstlern bezieht sich in ihren Arbeiten wiederum aus einer aktuellen Perspektive auf die ehemaligen Utopien, darunter Dorit Margreiter, Marjetica Potrc, Florian Pumhösl, Mathias Poledna und Heimo Zobernig.

Im Verbund mit einer Medienkritik sind in der Sammlung zahlreiche Werke vertreten, in denen Fotografie gewissermaßen gegen den Strich gebürstet wird, wie in Sanja Ivekovic’ Fotocollagen, in Martha Roslers Foto-Text-Installation über die New Yorker Bowery oder in Allan Sekulas filmischen Fotoarbeiten. „Institution für Institutionskritik“ wurde die Generali Foundation vor vielen Jahren in einer  Schlagzeile genannt. Tatsächlich sind in der Sammlung viele Künstlerinnen und Künstler vertreten, die eine Untersuchung der Bedingungen von Kunst sowie die Frage, was wir von Kunst eigentlich wollen, zum Inhalt ihrer Arbeit gemacht haben. Hans Haacke hat dies in seinem Kondensationswürfel (1965) als einer Art von kinetischer Besucherstatistik früh verdeutlicht. Adrian Piper wiederum verhandelt in ihrer Arbeit Hegemonien und Stereotypen in der Kunst, und Andrea Fraser klärt uns in „Museumsführungen“ in lustvoller Weise über das wirkliche Leben in einem Museum auf.

Mit dieser Ausstellung setzt das Museum der Moderne Salzburg den Prätext zu einer neuen rotierenden Schausammlung, in der künftig Werke der Sammlung Generali Foundation in Dialog mit den anderen umfangreichen Beständen des Museums treten – von denhauseigenen Werken über die Fotosammlung des Bundes und die Sammlung FOTOGRAFIS der Bank Austria Unicredit bis zur Sammlung MAP. In der Ausstellung vertreten sind Werke von VALIE EXPORT, VALIE EXPORT/Peter Weibel, Harun Farocki, Andrea Fraser, Bruno Gironcoli, Dan Graham, Hans Haacke, Hans Hollein, Sanja Ivekovic, Richard Kriesche, Dorit Margreiter/Mathias Poledna/Heimo Zobernig, Gordon Matta-Clark, Gustav Metzger, Walter Pichler, Adrian Piper, Marjetica Potrc, Florian Pumhösl, Martha Rosler, Allan Sekula, Goran Trbuljak, William Wegman, Peter Weibel, Franz West und Heimo Zobernig.

www.museumdermoderne.at

Wien, 28. 4. 2014

Rawi Hage: Spinnen füttern

Februar 13, 2014 in Buch

VON RUDOLF MOTTINGER

Rastloser Wanderer

produkt-8546Rawi Hages Romane bürgen für höchste Qualität. Bei „Spinnen füttern“ ist es nicht anders. Wunderbar literarisch verleiht er dem Dasein in den Schattenbezirken unserer modernen Städte eine surreale Note. Absurdität trifft auf Realität, Tiefsinn und Witz.
Unterhaltsam, amüsant, manchmal etwas rau, poetisch, und immer voller Herzenswärme, erzählt Rage die Geschichte eines Taxifahrers: Fly. Nachts streift er auf der Suche nach Fahrgästen durch die Straßen und bringt dabei Prostituierte zur Arbeit, Drogendealer zum „Geschäftstermin“, jemanden, der gerade aus dem Irrenhaus entlassen worden ist, nach Hause und transportiert natürlich auch ganz normale Leute, die aber doch nicht ganz so normal sind, wie sie scheinen. Wie ein guter Engel versucht er allen Bedürftigen zu helfen, etwa dem jungen Tammer, Sohn einer bekannten Prostituierten, allerdings ohne Erfolg. Fly tut sich allerdings schwer, auch für sich selbst ein wenig Glück zu finden: Seine Nachbarin Zainab, die er innig verehrt, weist seine Annäherungsversuche hartnäckig ab. Und so träumt er sich hinein in Romane und Geschichtsdarstellungen, masturbiert, in literarische Szenerien hineinschlüpfend, auf dem fliegenden Teppich seines Vaters und erlebt auch die Welt, durch die er sich mit seinem Taxi bewegt, wie einen Roman. Er ist selbst eine romanhafte Gestalt: ein Don Quijote des 21. Jahrhunderts, ein „Taxi Driver“ im Großstadtdschungel, aber auch ein Heimatloser, der sich an den Buchstaben festhält und an Sätzen durch das Leben hangelt.

Fly hinterfragt seinen Job nicht. Er ist ein Teil von ihm. Allerdings unterscheidet er zwei Sorten von Taxifahrern: Die Fliegen und die Spinnen. Die Spinnen warten geduldig am Stand auf einen Auftrag aus der Zentrale. Aber die Fliegen sind rastlose Wanderer – sie durchstreifen die Straßen, immer auf der Suche nach einer winkenden Hand. Fly ist in vielerlei Hinsicht ein solcher Wanderer. Er ist im Zirkus großgeworden, als Sohn einer goldhaarigen Trapezkünstlerin, die sich erhängt, und des Manns auf dem Fliegenden Teppich, der bald Frau und Kind verlässt. Fly lebt in einem Labyrinth aus Büchern – die Gänge zwischen den deckenhohen Stapeln sind so schmal, dass er gerade noch hindurchpasst. Dieses Zuhause ist seine Zuflucht vor einer Welt, deren Hässlichkeit und Ungerechtigkeit er in seinem Taxi täglich erlebt. Als der Karneval beginnt, verschwimmen alle Grenzen. Der Karneval wird bei Hage zum Bild für eine sich aller Regeln entledigenden Gesellschaft. In der Ausgelassenheit kann man sich dabei, als Fremder unter Fremden, gut verstecken. Aber das hat auch etwas Bedrohliches. Denn nicht immer ist klar zu erkennen, wer sich hinter den Masken verbirgt, was die Herumtreiber im Schilde führen.

Und so beginnt sich die Geschichte zu verdüstern. Otto, der ihn wie einen Ziehsohn behandelt, ist Anarchist und gerät nach dem Tod seiner Frau total aus der Bahn, wird zum Mörder, doch Fly steht seinem Freund bis zum unausweichlichen Ende zur Seite. Ein Serienmörder, dem mehrere arabische Taxifahrer zum Opfer fallen, treibt sein Unwesen in der Stadt. Vorurteile und Rassismus haben wieder einen Nährboden gefunden. Ist der Täter wirklich ein Schwarzer? Aber auch Personen des „Establishments“ werden ermordet – aus anderen Motiven. Fly verliert am Schluss alle Menschen, die ihm nahe stehen und so beschließt er mit seinem Teppich davonzufliegen. Absolut lesenswert!

Über den Autor: Rawi Hage, geboren 1964, aufgewachsen in Beirut und auf Zypern, erlebte den libanesischen Bürgerkrieg am eigenen Leib. 1982 ging er nach New York, wo er Fotografie studierte. Seit 1991 lebt er als freischaffender Künstler und Autor in Montreal. Für „Als ob es kein Morgen gäbe“ wurde er für den Internationalen Literaturpreis 2009 nominiert und mit dem höchstdotierten Literaturpreis der Welt für ein Einzelwerk, dem IMPAC-Award, ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch „Kakerlake“ und  „Spinnen füttern“.

Piper, Rawi Hage: „Spinnen füttern“, 304 Seiten. Aus dem Englischen von Gregor Hens.

www.piper.de

Wien, 12. 2. 2014

Andrea Sawatzki im Rabenhof

Mai 27, 2013 in Buch, Tipps

Mit ihrem Debütroman „Ein allzu braves Mädchen“

Andrea Sawatzki Bild: Chili Gallei

Andrea Sawatzki
Bild: Chili Gallei

Literatursalon im Gemeindebau: Am 28. Mai liest Andrea Sawatzki im Rabenhof aus ihrem Debütroman „Ein allzu braves Mädchen“:

Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Verstört und mit bloßen Füßen findet man die junge Frau in einem Waldstück. Was sie der Psychiaterinzu erzählen hat, lässt niemanden kalt. Aber sagt sie auch die Wahrheit?  Ist Sawatzkis Erstling Sawatzki autobiografisch oder doch nur reine Fiktion? Das Buch sei zwar alles andere als eine Autobiografie, betont sie, dennoch sei ihr eigenes Leben Ausgangspunkt der Geschichte.„Die persönlichen Erfahrungen machen den Roman wahrhaftig“, meint die Süddeutsche Zeitung über Sawatzkis Roman. Man muss sich wohl selbst ein Bild machen…

Zur Person: Man kennt Andrea Sawatzki aus Film und Fernsehen, vor allem als Tatort-Hauptkommissarin Charlotte Sänger, eine Rolle für die sie auch schon den Grimme-Preis bekam. Sie spielte in „Die Apothekerin“, „Der König von St. Pauli“ oder „Die Manns“. Mit ihrem Schauspielkollegen Christian Berkel – er war u. a. Darsteller in Tarantinos „Inglourious Basterds“ und spielt an der Seit von Tom Cruise in „Operation Walküre“ – hat sie zwei Söhne. Sawatzkis „Ein allzu braves Mädchen“ ist im Piper Verlag erschienen.

www.rabenhoftheater.com

www.andrea-sawatzki.de

www.schauspielervideos.de/video/andrea-sawatzki

Von Rudolf Mottinger

Wien, 27. 5. 2013