Peter Gabriel kommt wieder nach Österreich

Mai 8, 2014 in Klassik

VON RUDOLF MOTTINGER

Kartenvorverkauf startet

Bild: Veranstalter

Bild: Veranstalter

Peter Gabriel is „Back to Front“ – nach dem umjubelten Herbstkonzert vor über 10.000 Fans kommt Peter Gabriel nochmals für zwei weitere Konzerte nach Österreich: am 23. November in die Grazer Stadthalle, und am 24. November in die Salzburg-Arena.

Das Erfolgsalbum „So“…

Mit seinem fünften Album gelang Peter Gabriel 1986/87 endgültig der ganz große Durchbruch – und das natürlich mit seinem Tophit “Sledgehammer“, der ihn auch an die Spitze der US-Charts brachte, von wo er ausgerechnet seine Ex-Kollegen von Genesis verdrängte. Ein souliger Tophit, nicht zuletzt durch den damals wie heute genialen Musikclip mit den Plastilinmännchen, der neue Maßstäbe für Musikvideos setzte und bei den MTV-Awards zahlreiche Preise abräumte. Weitere Hit-Auskoppelungen: das satirische „Big Time“, „Don’t Give Up“, damals ein legendäres Duett mit Kate Bush, „In Your Eyes“, noch im Ohr vom Soundtrack des Films „Teen Lover“.

… in Original-Line-Up

Was die „Back to Front“-Tour für Fans zu einem ganz besonderen Event werden lässt: Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums seines legendären Erfolgsalbums „So“ (eigentlich müsste man vom 27. Jahrestag sprechen, das 25er-Jubiläum war bereits 2012, aber so lange zieht sich die Tour aufgrund des großen Erfolges schon hin) trommelte der Vollblutmusiker kurzentschlossen die Band von damals zusammen – und feiert so seinen großen Welterfolg auf ganz spezielle Weise: einer Tournee mit all den Original-Hits – und in der Originalbesetzung von 1987 – mit David Rhodes an der Gitarre, am Bass Tony Levin, am Keyboard David Sancious und am Schlagzeug Manu Katché. Und selbstverständlich werden alle Originalhits in Graz und Salzburg zu hören sein.

Seit kurzem darf Peter Gabriel sich über eine weitere, hohe Auszeichnung freuen. Nachdem er bereits 2010 als Mitglied von Genesis  in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, wurde er erst gerade jetzt am 10. April zum zweiten Mal – dieses Mal als Solokünstler – in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen.

Allgemeiner Kartenvorverkauf ab 8. Mai um 9 Uhr, zentral über oeticket, 01/96096 bzw. www.oeticket.com, sowie bei allen bekannten regionalen Vorverkaufsstellen. Exklusiver Fanclub-Presale ab sofort ausschließlich über www.petergabriel.com/live .

Wien, 8. 5. 2014

Götz Spielmann: „Oktober November“

November 8, 2013 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Kino mit Peter Simonischek, Ursula Strauss und Sebastian Koch

Peter Simonischek, Sebastian Koch Bild: © coop 99/Spielmannfilm

Peter Simonischek, Sebastian Koch
Bild: © coop 99/Spielmannfilm

Nach seiner oscarnominierten „Revanche“ kommt dieser Tage Götz Spielmanns neuer Film „Oktober November“ ins Kino, starbesetzt mit Ursula Strauss, Peter Simonischek, Sebastian Koch, Johannes Zeiler und Samuel Finzi. Die Kamera führte Martin Gschlacht. Inhalt: In einem kleinen Dorf in den österreichischen Alpen steht ein ehemaliger Gasthof. Vor vielen Jahren, als es noch Sommerfrische gab, ein stattlicher Betrieb. Zwei Schwestern sind hier groß geworden. Sonja lebt nun in Berlin, sie ist Schauspielerin geworden, sehr erfolgreich, ein Fernsehstar. Die Karriere ging sehr schnell, sie ist erst Anfang dreißig. Sie hat viel erreicht in ihren noch jungen Jahren – doch etwas scheint ihrem Leben zu fehlen. Sie hält zu den Menschen Distanz, wie um sich zu schützen. Sie durchlebt Phasen von Traurigkeit. Außerhalb ihrer Arbeit und Professionalität wirkt sie immer ein wenig verloren. Heimatlos. Ihre Schwester Verena, etwas älter, hat das Dorf nicht verlassen. Nach dem Unfalltod der Mutter lebt sie mit Mann und Kind in ihrem Elternhaus, das nun viel zu groß ist für die wenigen Bewohner. Doch Verena ist nicht so genügsam, wie es scheint. In ihrer heimlichen Liebesaffäre mit dem Arzt der Gegend zeigt sich ungelebte Leidenschaft, Sehnsucht nach einem anderen Leben. Und auch der Vater der beiden Schwestern lebt in dem großen Haus. Ein alt und mürrisch gewordener Patriarch. Seine Frau gestorben, das Gasthaus seitdem stillgelegt. Es ist Herbst, ein schöner Oktober, die Blätter am Baum hinter dem Haus sind schon bunt verfärbt. Da bringt ihn ein schwerer Herzinfarkt in Todesnähe. Ein neues Kapitel beginnt. Doch gibt es noch ein Geheimnis, das ihn bedrückt, eine Sache, die noch erledigt werden muss. Er weiß, dass er nun handeln muss, denn er hat nicht mehr lange Zeit …

Götz Spielmann über …

… das Thema des Films: Es ist immer schwierig, das zu intellektualisieren, weil eigentlich die wirklich großen Fragen größer sind als die Sprache und größer als das Denken. Aber wenn ich versuche, das in Gedanken zu sagen, würde ich sagen, die Frage nach Identität ist diezentrale Frage des Films. Das wird untersucht anhand einer Geschichte, anhand von Figuren, anhand von Lebensläufen. „Wer bin ich? Bin ich das, was ich sein will? Warum bin ich so, wie ich bin? Bin ich das, was ich sein kann?“ Wie gesagt, wir reden über Geschichten, aber hinter Geschichten stehen ja auch, glaube ich, hauptsächlich Fragen, die mit Hilfe dieser Geschichten untersucht werden und vielleicht sogar beantwortet auf der Ebene des Erzählens. Darum ist auch das Sterben eine, für diese Geschichte so wichtige Sache, die Frage nach dem „Wer wir sind“, was in gewisser Weise auch die Frage nach „Was ist der Grund unseres Daseins, was ist der Sinn?“ ist. Das klingt sehr platt, wenn man es in Worte fasst, aber es ist doch eine sehr fundamentale Frage für die Menschen. Die Frage kann man sich nur sinnvoll stellen, wenn man gleichzeitig die größte Gewissheit immer im Leben hat, in diese Frage einbezieht, nämlich, dass dasLeben endlich ist, das wir sterben. Das ist der Zusammenhang.

… das Risiko der gewählten Erzählform:  Der Film hat keinen herkömmlichen Plot, der die Geschichte führt und leitet. Es ist sozusagen episches Erzählen, aber ohne den Aufwand, den episches Erzählen normalerweise hat. Es ist ein bisschen wie episches Kino als Kammerspiel, kann man sagen. Das ist etwas, was ganz eigen ist und wo es nicht Regeln und Gewissheiten gibt. Wo es auch sehr viel schwieriger ist, Spannung und Intensität herzustellen für den Zuschauer.

... die Herausforderung für die Schauspieler:  Ich glaube, dass die Schauspieler in vielleicht höherem Maße als im herkömmlichen
Erzählen mit ihren Figuren immens vertraut sein müssen, da ihr Agieren, ihr Spielen nicht aus der Handlung heraus schlüssig ist, sondern aus dem Wesen der Figur nur schlüssig gemacht werden kann, müssen sich vor allem die Schauspieler eine ganzandere Souveränität und Intensität mit ihren Figuren erarbeitet haben.
… Peter Simonischeks Rolle: Bei Menschen, die wirklich an den Rand des Sterbens kommen, weiß man, dass sich für sie nachher das Leben ganz entscheidend geändert hat. Sie bekommen oft fast etwas Heiliges. Sie haben einen anderen Blick aufs Leben, eine andere Freude am Leben. Wahrscheinlich deswegen, weil sie keine Angst vorm Sterben mehr haben. Das ist eine Erfahrung, die man schauspielerisch fast nicht fassen kann. Dieses Glück, diesen Frieden, diesen Glauben ans Leben zu spielen – das war, glaube ich, eine große Herausforderung und dann auch noch das Sterben selbst. Das ist ja ein Mysterium. Jemanden zu spielen, der in Agonie liegt, halb noch hier, halb schon wo anders, das sind Zustände, die man aus seiner Lebenserfahrung im Allgemeinen nicht beziehen kann. Das war sehr intensive Vorbereitung und Arbeit auch vom Peter, sich das zu erarbeiten, darin eine Glaubwürdigkeit für sich selbst zu finden als Schauspieler. Das ist ja das Wichtige, dass sich Schauspieler selbst die Figur glauben, dann werden sie auch glaubwürdig sein und authentisch für andere, dann wird es lebendig und intensiv.
... die besondere Dynamik innerhalb des Teams: Was auch so spannend war, das sind ganz verschiedene Menschen, auch ganz verschiedene Schauspieler, die für sich verschiedene Methoden, verschiedene Herangehensweisen haben. Das war unglaublich spannend und lustvoll, diese so verschiedenen Persönlichkeiten in eine Gemeinsamkeit zu verschmelzen. Das konnte auch nur deswegen gelingen, weil sie alle mit ganz großer Offenheit und Neugier füreinander, für die anderen, in diese Arbeit gegangen sind. Das war etwas Großartiges, wie die Schauspieler füreinander gespielt haben. Nicht nur miteinander, sondern füreinander. Das war wirklich in ganz hohem Maße das Ideal des Ensembles, was da in diesem Film gelungen ist. Ich denke sehr gern daran zurück.

Wien, 8. 11. 2013

Das Tanzquartier im November

Oktober 30, 2013 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

SOLO? Von Körpern und ihren Doubles

JEFTA VAN DINTHER / CULLBERG BALLET Plateau Effect Bild: Urban Jörén

JEFTA VAN DINTHER / CULLBERG BALLET Plateau Effect
Bild: Urban Jörén

Nach einem erfolgreichen Start in die neue Saison geht es im Tanzquartier Wien mit vielen Uraufführungen österreichischer KünstlerInnen und dem Festival SOLO? Von Körpern und ihren Doubles im zeitgenössischen Tanz weiter:
Im November zeigen sowohl das Künstlerduo NAVARIDAS & DEUTINGER (6. und 7.11.) als auch AGATA MAZKIEWICZ (8. und 9.11.) ihre Uraufführungen, JEFTA VAN DINTHER konstruiert für das CULLBERG BALLET den Plateau Effect (15. und 16.11.) und PHILIPP GEHMACHER und KARL KARNER / LINDA SAMARAWEEROVÁ präsentieren Uraufführungen im Rahmen der Vienna Art Week 2013 (21. – 23.11.).

Von 27. bis 30. November konzentriert sich alles auf das Festival SOLO?, mit den KünstlerInnen ANDREA BOŽIĆ, TANIA CARVALHO, SABINE GLENZ, LISBETH GRUWEZ, LUÍS GUERRA, LATIFA LAÂBISSI, MERYEM JAZOULI, CHARLOTTA RUTH u.a.

Im Dezember stehen wieder zwei Uraufführungen auf dem Programm: AMANDA PIÑA und DANIEL ZIMMERMANN untersuchen den Kriegstanz der Osterinseln (6. und 7.12.) und LIQUID LOFT / CHRIS HARING präsentieren den dritten Teil ihrer The Perfect Garden Series (12. – 14.12.).

LÉDA – MAUD LE PLADEC (FR)
DEMOCRACY (Work in progress)
MI 30. OKT. + DO 31. OKT.
20.30 h in TQW / Halle G
NovemberPETER JAKOBER (AT) / PAUL WENNINGER (AT)
DINGEN (Uraufführung)
FR 1. NOV. – SA 2. NOV.
21.30 h in TQW / Studios
SO 3. NOV.
19.30 h in TQW / StudiosNAVARIDAS & DEUTINGER (ES/AT)
On The Other Hand (Uraufführung)
MI 6. NOV. + DO 7. NOV.
20.30 h in TQW / StudiosAGATA MASZKIEWICZ (PL/AT)
Duel (Uraufführung)
FR 8. NOV. + SA 9. NOV.
20.30 h in TQW / StudiosJEFTA VAN DINTHER (SE) / CULLBERG BALLET (SE)
Plateau Effect (Österreichische Erstaufführung)
FR 15. NOV. + SA 16. NOV.
20.30 h in TQW / Halle GLecture
JULIAN PÖRKSEN (DE)
Verschwende deine Zeit
FR15. NOV.
18.00 h in TQW / Studios

PHILIPP GEHMACHER (AT)
my shapes, your words, their grey (Uraufführung)
DO 21. NOV.
19.00 in TQW / Halle G
FR 22. NOV + SA 23. NOV
20.30 h in TQW / Halle G

KARL KARNER (AT) / LINDA SAMARAWEEROVÁ  (AT)
WHITE FOR (Uraufführung)
FR 22. NOV. + SA 23. NOV.
19.00 h in TQW / Studios

Programmfokus
SOLO? Von Körpern und ihren Doubles im zeitgenössischen Tanz
MI 27. NOV. bis SA 30. NOV.
in Tanzquartier Wien / Halle G + Studios
mit: ANDREA BOŽIć, TÂNIA CARVALHO, SABINE GLENZ, LISBETH GRUWEZ, LUÍS GUERRA, LATIFA LAÂBISSI, RAÚL MAIA, MERYEM JAZOULI, CHARLOTTA RUTH

DezemberAMANDA PIÑA (CL/AT) / nadaproductions
WAR (Uraufführung)
FR 6. DEZ. + SA 7. DEZ.
20.30 h in TQW / Halle GLIQUID LOFT / CHRIS HARING (AT)
Table Dance (Arbeitstitel) / The Perfect Garden Series
(Uraufführung)
DO 12. DEZ. – SA 14. DEZ.
20.30 h in TQW / Halle G

Lecture
ARNO BÖHLER (A) / SUSANNE VALERIE GRANZER (A)
FR 13. DEZ.
18.00 h in TQW / StudiosOpen Moment
SANDRA ICHÉ (FR ) / CLAUDIA BOSSE (DE)
FR 20. DEZ.
18.00 in TQW / Studios
VorschauFORCED ENTERTAINMENT (GB)
The Last Adventures
(Österreichische Erstaufführung)
DO 16. JAN. + SA 18. JAN. 2014
20.30 h in TQW / Halle G

www.tqw.at

Wien, 30. 10. 2013

Die Jeunesse im November

Oktober 30, 2013 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Drei Abende mit Ausnahmeschlagzeuger

und Komponist Michael Wertmüller

Michael Wertmüller Bild: (c) Francesca-Pfeffer

Michael Wertmüller
Bild: (c) Francesca-Pfeffer

Michael Wertmüller Special: Die Jeunesse fokussiert an 3 Abenden auf den Ausnahmeschlagzeuger und Komponisten Michael Wertmüller: der Grenzgänger zwischen Jazz, Improvisation und Klassik trifft auf musikalische Partner wie »Johnny La Marama«, Ensemble Nikel und »Steamboat Switzerland« (21./22./23. November 2013) Ausgabe 3 des Jeunesse Specials – Michael Wertmüller: Nach Elliott Sharp 2011 und Wolfgang Mitterer 2012 stellt die Jeunesse (Kuratorin: Ute Pinter) dieses Jahr den Schweizer Ausnahmeschlagzeuger und Komponisten Michael Wertmüller bei einem dreitägigen Special (21.–23.11.) in das Zentrum der Höraufmerksamkeit: Der kongeniale Grenzgänger zwischen Jazz, Improvisation und Klassik spielte zeitgleich im Berner Symphonieorchester und bei der Kultband Alboth! und machte sich international als Solist und Partner von Musikern wie John Cale, Bill Laswell oder William Parker einen Namen. Mit Peter Brötzmann und Marino Pliakas bildet Wertmüller seit 2004 das Trio Full Blast, mit Formationen wie Steamboat Switzerland verbindet ihn eine jahrelange Zusammenarbeit. Schon mit Kompositionsstudien bei Dieter Schnebel und Misha Mengelberg beschritt Wertmüller eher unkonventionelle Wege. Seine Kompositionen waren bei Festivals und Veranstaltungsreihen wie den Donaueschinger Musiktagen, der »MaerzMusik« und »Ultraschall« in Berlin, beim London Jazz Festival und zuletzt auch beim Lucerne Festival (UA des Musiktheaterstücks »Anschlag«) sowie bei den Klangspuren (UA Streichquartett) zu hören. Außerdem komponierte er Bühnenmusiken für Theaterprojekte von Christoph Schlingensief. Michael Wertmüller lebt derzeit in Berlin, wo er an der Universität der Künste Improvisation und Instant Composing unterrichtet.Das Jeunesse Special umfasst aktuelle Kompositionen, die Michael Wertmüller konkret für die bei diesem Special eingeladenen Interpreten geschrieben hat und die sein musikalisches Denken und Wirken in verschiedenen anderen Kontexten repräsentieren. Darüber hinaus ist Wertmüller als Interpret und Improvisator präsent. Seine musikalischen Partner sind zum Kick-off die Berliner Band Johnny La Marama, im Folgenden das renommierte Ensemble Nikel aus Tel Aviv und Steamboat Switzerland (inkl. CD-Präsentation »Zeitschrei« mit Kompositionen von Michael Wertmüller, Trost Records 2013).

21.11.2013 | Do | 20.30 | Wien | Jeunesse im Porgy & Bess (19.15 | Meet the artist)
Michael Wertmüller Special I
Johnny La Marama

Kalle Kalima Gitarre, Stimme | Chris Dahlgren Kontrabass, Stimme | Eric Schaefer Schlagzeug, Sampler, Stimme
Michael Wertmüller Perkussion
Gast: JSX [Jorge Sánchez-Chiong] Turntables
Johnny La Marama, »eine der cleversten Gitarrenbands, die die europäische Szene derzeit zu bieten hat« (Jazzthing #78) switched virtuos zwischen Garagenflair, Dada-Esprit oder Post-Prog-Rock-lmpro. Beim Jeunesse Special spielt die Band gemeinsam mit ihrem hochgeschätzten und selbst schlag und tatkräftigen Kollegen Michael Wertmüller und JSX an den turntables.

22.11.2013 | Freitag | 20.30 | Wien | Jeunesse im Porgy & Bess

Michael Wertmüller Special II
Ensemble Nikel: Patrick Stadler Saxophon | Yaron Deutsch E-Gitarre | Reto Staub Klavier
Brian Archinal & Michael Wertmüller Perkussion
Kalle Kalima Gitarre, Stimme | Marino Pliakas E-Bass | Lucas Niggli Schlagzeug | Dominik Blum Klavier, Elektronik
Michael Wertmüller Skip a Beat für Tenor- und Baritonsaxophon, E-Gitarre, Klavier und Schlagzeug (2012); time_involved in processing (Neue Fassung für das Ensemble Nikel, UA); Die Vollendung (2013); Linda lovelace (2013); Zwischenspiel (2006); Stoffwechsel (2011); wertmüller up on his way to the zivilschutz (2001)

Michael Beil Batterie für Schlagzeug und Zuspielelektronik (2003)

23.11.2013 | Samstag | 20.30 | Wien | Jeunesse im Porgy & Bess

Michael Wertmüller Special III

Steamboat Switzerland: Dominik Blum Hammondorgel, Synthesizer | Marino Pliakas E-Bass | Lucas Niggli Schlagzeug

Michael Wertmüller Perkussion
Notierte Musik trifft auf freie Improvisation; komplex konstruiert, gespielt mit der Energie des Rock. Unter anderem: CD-Präsentation »Zeitschrei« (Trost Records, 2013)

klassik . jazz . world . neue musik . kinderkonzerte

5. 11. 2013 | Dienstag | 19.30 Uhr | Jeunesse in der Lutherischen Stadtkirche

Zefiro Torna

Cécile Kempenaers, Sopran

Didier François, Nyckelharpa

Jurgen De bruyn, Laute, Erzlaute, Barockgitarre, Gesang

Philippe Malfeyt, Laute, Cister, Theorbe, Barockgitarre, Perkussion, Gesang

»Tears of Joy«

Werke von Matthew Locke, Thomas Campion, John Dowland, Henry Lawes, Thomas Robinson, Thomas Ravenscroft, Francis Pilkington u. a.

Meisterwerke der englischen Renaissance mit dem flämischen Ensemble Zefiro Torna. »Shall I weep or shall I sing« … Der Beginn des anonymen Lautenliedes mag für ein ganze Epoche, das elisabethanische England, stehen: als Synonym für die bereits damals legendäre Melancholie, die in den Songs John Dowlands und seiner Zeitgenossen einen unvergleichlichen Ausdruck erfuhr. Eine Melancholie auch, die gerne mit groovigen Country dances und Jigs konterkariert wurde – ganz nah scheint der ambivalente Zauber Shakespeare’scher Komödien.

In »Tears of Joy« taucht das flämische Ensemble Zefiro Torna ein in die musikalische Welt der englischen Renaissance – mit all den Klangfarben der Lauten, Gitarren, Cistern oder einer schwedischen Nyckelharpa (Schlüsselgeige) und dem glasklaren Sopran von Cécile Kempenaers.

8. 11. 2013 | Freitag | 19.00 Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Mozart-Saal

music4u – das Jugendformat der Jeunesse:

Snow Owl

Jeremy Powell, Saxophon | Alexander Wladigeroff, Trompete

Hector Martignon, Klavier | Juan García-Herreros, E-Kontrabassgitarre

Roberto Quintero, Perkussion | Stoyan Yankulov, Schlagzeug

»Normas« – Werke von Juan García-Herreros

Salsa, Latin & Modern Jazz im Jugendformat der Jeunesse. Er ist in Kolumbien geboren und musikalisch im Melting Pot New York aufgewachsen. Seiner Band gibt Juan García-Herreros, der charismatische E-Bassist mit Wohnsitz in Wien, jenen Namen, den er selbst von den Einwohnern der Anden bekommen hat: Snow Owl – Schneeeule. Im Jeunesse-Jugendformat Music4u heizt García-Herreros’ Band die Stimmung mit einer Mischung aus Salsa, Latin und Modern Jazz auf. Ein veritabler Flow zwischen Anden und aktuellen Beats für Jugendliche ab 12 Jahren.

10. 11. 2013 | Sonntag | 19.30 Uhr | Jeunesse im ORF RadioKulturhaus | Großer Sendesaal

David Franke, Orgel | Theresia Melichar, Oboe d’amore, Englischhorn

Johann Sebastian Bach: Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542

Drei Choralbearbeitungen (für Englischhorn und Orgel bearbeitet von Helmut Bornefeld)

Johann Ludwig Krebs: Fantasia F-Dur für Oboe oder Oboe d’amore und Orgel

Johann Gottfried Müthel: Fantasie Es-Dur

Max Reger: Fantasie und Fuge über den Namen B-A-C-H op. 46 für Orgel

Fantasie über B-A-C-H (Improvisation von David Franke)

Nicht nur mit seiner musikalischen Doppelbegabung steht der deutsche Organist David Franke ganz in der Tradition Johann Sebastian Bachs: als herausragender Interpret traditioneller Orgelliteratur und als brillanter Improvisator auf der »Königin der Instrumente«. 2008 konnte Franke den legendären »Grand Prix d’Improvisation« beim Orgelwettbewerb in Chartres/Frankreich für sich entscheiden, ein Preis, der davor zwölf Jahre lang nicht vergeben worden ist. Im selben Jahr wurde er zum Organisten der Hildebrandtorgel in Naumburg ernannt, bei deren Konzeption Bach selbst maßgeblich beteiligt war. Im Orgel-Zyklus von ORF und Jeunesse präsentiert sich Franke mit Werken des Thomaskantors und Musik von dessen Schülern Johann Ludwig Krebs und Johann Gottfried Müthel sowie Max Regers Fantasie und Fuge über den Namen B-A-C-H. Brillanter Schlusspunkt: Frankes eigene Improvisation über die Töne B-A-C-H.

Jeunesse in Kooperation mit ORF Radiokulturhaus | Ö1

11. 11. 2013 | Montag | 19.30 Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Großer Saal

Ungarische Nationalphilharmonie

Nikolai Tokarev, Klavier

Zoltán Kocsis, Dirigent

Bedrich Smetana: Ouvertüre zu »Prodana nevesta / Die verkaufte Braut« B 143

Peter I. Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

Sergej Rachmaninow: Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Sie ist Ungarns traditionsreichstes Orchester und einer der international erfolgreichsten Klangkörper unseres Nachbarlandes: In den 1950er-Jahren führte der legendäre Janós Ferencsik die Ungarische Nationalphilharmonie zu Weltruhm, später gastierten Dirigentenstars wie Zubin Mehta und Claudio Abbado in Budapest. Seit 1997 ist der auch als Pianist bekannte Zoltán Kocsis Chefdirigent, die Ernennung zum UNICEF-Botschafter und ein Cannes Midem Classical Award bezeugen bis heute den Rang des Orchesters. Im Jeunesse-Gastspiel in Wien musiziert die Ungarische Nationalphilharmonie Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 (Solist: Nikolai Tokarev) und die klangvolle Symphonie Nr. 2 von Sergej Rachmaninow.

12. 11. 2013 | Dienstag | 11.00, 14.30 & 16.00 Uhr | Jeunesse im Theater Spielraum

13. 11. 2013 | Mittwoch | 11.00, 14.30 & 16.00 Uhr | Jeunesse im Theater Spielraum

Cinello (1–3 Jahre) | Interaktive Konzertreihe für Kleinkinder

Hick-Hackbrett

Franziska Fleischanderl, Hackbrett | Franziska Adensamer, Schauspiel

Lilian Genn, Konzept, Regie | Lena Schwentenwein, Ausstattung, Konzept

Klassik-Volksmusik-Experimental-Melange mit Werken von Antonio Vivaldi, John Cage sowie Improvisationen von Franziska Fleischanderl u. a.

Klingende Spielgefährten. Eine neue Saison voller musikalischer Begegnungen wartet auf unser jüngstes Publikum! Die neugierige Fee und ihr Begleiter, der Marienkäfer Cinello, treffen auf klingende Spielgefährten wie Hackbrett, Posaune, Kontrabass und Querflöte – feine, strahlende Töne, kunterbunte Klänge bis zu sattem Gebrumm erleben die Jüngsten in der interaktiven Konzertreihe »Cinello« auf sinnliche Weise. Mit ihrer Musik knüpfen die Musikerinnen und Musiker schnell und mit viel Einfühlungsvermögen freundschaftliche Bande zu unserem jüngsten Publikum. Zum Auftakt: Franziska Fleischanderl, die die Jüngsten mit einer »Klassik-Volksmusik-Experimental-Melange« und Improvisationen verzaubern wird.

19. 11. 2013 | Dienstag | 19.30 Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Schubert-Saal

Daniel Müller, Gitarre

Werke von Giovanni Zamboni, Giulio Regondi, Agustín Barrios-Mangoré, Dusan Bogdanovic, Heitor Villa-Lobos, Kevin Callahan, Frederic Hand, Roland Dyens

Er ist einer der vielseitigsten und gefragtesten Vertreter der österreichischen Gitarrenszene: Bereits mit 14 Jahren gewann der Kufsteiner Daniel Müller seinen ersten internationalen Wettbewerb (Savona, Italien) und vor einigen Jahren machte er auch bei der Jeunesse mit seinem »Vienna Bolling Project« Furore – Stichwort: Classic goes Jazz. Zum Auftakt des Gitarre-Zyklus spannt Müller einen weiten Bogen durchs eher klassische Gitarrenrepertoire: von einer Barocksuite des Italieners Giovanni Zamboni bis zu Heitor Villa-Lobos »Suite populaire brésilienne« oder sechs jazzigen »Balkan Miniatures« von Dusan Bogdanovic.

21. 11. 2013 | Donnerstag | 19.30 Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Mozart-Saal

Jelena Jakubovitch | »Fremde Welten | Russland«

Jelena Jakubovitch, Gesang | Gustav Lundgren, Gitarre | Paolo Russo, Akkordeon

Andreas Unge, Kontrabass | Jesper Nordenstrom, Klavier | Olle Lindner, Perkussion

»Burn Burn Gypsy Love«. Früher hat Jelena Jakubovitch Songs russischer Dichter interpretiert – Boris Pasternak, Joseph Brodsky und Ossip Mandelstam. Aber schon als junges Mädchen sang sie die Lieder der russischen Gipsys und machte damit Dmitri Schostakowitsch auf sich aufmerksam. Für ihr aktuelles Projekt »Burn Burn Gypsy Love« hat die »russische Piaf«, wie sie von der französischen Presse genannt wird, gemeinsam mit jungen schwedischen Musikern einen Querschnitt durch die internationale Gipsy-Musik aufgenommen, einschließlich »Yegorushka« und fern aller Klischees; aber mit Anleihen an Django Reinhardt, Balkan-Sounds, den Klang einer indischen Sitar oder arabischer Perkussion …

Michael Wertmüller Special der Jeunesse

21./22./23. November 2013 | Jeunesse im Porgy & Bess

Die Jeunesse fokussiert an 3 Abenden auf den Ausnahmeschlagzeuger und Komponisten Michael Wertmüller: der Grenzgänger zwischen Jazz, Improvisation und Klassik trifft auf musikalische Partner wie »Johnny La Marama«, Ensemble Nikel und »Steamboat Switzerland«

Ausgabe 3 des Jeunesse Specials – Michael Wertmüller: Nach Elliott Sharp 2011 und Wolfgang Mitterer 2012 stellt die Jeunesse (Kuratorin: Ute Pinter) dieses Jahr den Schweizer Ausnahmeschlagzeuger und Komponisten Michael Wertmüller bei einem dreitägigen Special (21.–23.11.) in das Zentrum der Höraufmerksamkeit: Der kongeniale Grenzgänger zwischen Jazz, Improvisation und Klassik spielte zeitgleich im Berner Symphonieorchester und bei der Kultband Alboth! und machte sich international als Solist und Partner von Musikern wie John Cale, Bill Laswell oder William Parker einen Namen. Mit Peter Brötzmann und Marino Pliakas bildet Wertmüller seit 2004 das Trio Full Blast, mit Formationen wie Steamboat Switzerland verbindet ihn eine jahrelange Zusammenarbeit. Schon mit Kompositionsstudien bei Dieter Schnebel und Misha Mengelberg beschritt Wertmüller eher unkonventionelle Wege. Seine Kompositionen waren bei Festivals und Veranstaltungsreihen wie den Donaueschinger Musiktagen, der »MaerzMusik« und »Ultraschall« in Berlin, beim London Jazz Festival und zuletzt auch beim Lucerne Festival (UA des Musiktheaterstücks »Anschlag«) sowie bei den Klangspuren (UA Streichquartett) zu hören. Außerdem komponierte er Bühnenmusiken für Theaterprojekte von Christoph Schlingensief. Michael Wertmüller lebt derzeit in Berlin, wo er an der Universität der Künste Improvisation und Instant Composing unterrichtet.

Das Jeunesse Special umfasst aktuelle Kompositionen, die Michael Wertmüller konkret für die bei diesem Special eingeladenen Interpreten geschrieben hat und die sein musikalisches Denken und Wirken in verschiedenen anderen Kontexten repräsentieren. Darüber hinaus ist Wertmüller als Interpret und Improvisator präsent. Seine musikalischen Partner sind zum Kick-off die Berliner Band Johnny La Marama, im Folgenden das renommierte Ensemble Nikel aus Tel Aviv und Steamboat Switzerland (inkl. CD-Präsentation »Zeitschrei« mit Kompositionen von Michael Wertmüller, Trost Records 2013).

Programm I Kurzinfo

21.11.2013 | Do | 20.30 | Jeunesse im Porgy & Bess (19.15 | Meet the artist)
Michael Wertmüller Special I
Johnny La Marama

Kalle Kalima Gitarre, Stimme | Chris Dahlgren Bass, Stimme | Eric Schaefer Schlagzeug, Sampler, Stimme

Michael Wertmüller Perkussion
Gast: JSX [Jorge Sánchez-Chiong] Turntables

Johnny La Marama, »eine der cleversten Gitarrenbands, die die europäische Szene derzeit zu bieten hat« (Jazzthing #78) switched virtuos zwischen Garagenflair, Dada-Esprit oder Post-Prog-Rock-lmpro. Beim Jeunesse Special spielt die Band gemeinsam mit ihrem hochgeschätzten und selbst schlag und tatkräftigen Kollegen Michael Wertmüller und JSX an den turntables.

22.11.2013 | Freitag | 20.30 | Jeunesse im Porgy & Bess

Michael Wertmüller Special II
Ensemble Nikel:
Patrick Stadler Saxophon | Yaron Deutsch E-Gitarre | Reto Staub Klavier
Brian Archinal & Michael Wertmüller Perkussion
Kalle Kalima
Gitarre, Stimme | Marino Pliakas E-Bass | Lucas Niggli Schlagzeug | Dominik Blum Klavier, Elektronik

 Michael Wertmüller Skip a Beat für Tenor- und Baritonsaxophon, E-Gitarre, Klavier und Schlagzeug (2012); time_involved in processing (Neue Fassung für das Ensemble Nikel, UA); Die Vollendung (2013); Linda lovelace (2013); Zwischenspiel (2006); Stoffwechsel (2011); wertmüller up on his way to the zivilschutz (2001)

Michael Beil Batterie für Schlagzeug und Zuspielelektronik (2003)

23.11.2013 | Samstag | 20.30 | Jeunesse im Porgy & Bess

Michael Wertmüller Special III

Steamboat Switzerland: Dominik Blum Hammondorgel, Synthesizer | Marino Pliakas E-Bass

Lucas Niggli Schlagzeug

Michael Wertmüller Perkussion

Notierte Musik trifft auf freie Improvisation; komplex konstruiert, gespielt mit der Energie des Rock. Unter anderem: CD-Präsentation »Zeitschrei« (Trost Records, 2013)

Jeunesse Specials

22. 11. 2013 | Freitag | 15.00 & 17.00 Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Berio-Saal

23. 11. 2013 | Samstag | 15.00 & 17.00 Uhr Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Berio-Saal

Concertino (9+)

Der Musikbetrieb

Calefax Bläserquintett

Annechin Koerselman, Regie, Libretto | Oda Buijs, Regie

Joris Speelman, Bühnenbild | Zita Winnubst, Kostüme | Desiree van Gelderen, Licht

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Prokofjew, Johann Sebastian Bach, Dmitri Schostakowitsch, William Byrd, Domenico Scarlatti

Ausgezeichnet mit dem »junge ohren preis 2012«

Mitarbeiter einer Fabrik erfinden in ihrem eintönigen Arbeitsalltag neue Musikinstrumente – fantasievolles Musiktheater über musikalische Kommunikation und die Geschichte der Holzblasinstrumente.

Eine Produktion von Oorkaan und dem Calefax Bläserquintett

Adamas Quartett, ausgezeichnet mit dem Jeunesse MehrWERT-Preis der Erste Bank 2013:

Workshop, Konzert, Debüt-CD mit Haydn, Korngold, Haas (ET: November; Gramola)

Im Frühjahr 2013 wurde das exzellente und überaus ambitionierte Adamas Quartett aus Wien mit dem neu geschaffenen »Jeunesse MehrWERT-Preis der Erste Bank«, des Haupsponsors der Jeunesse, ausgezeichnet. Der Förderpreis für junge Künstler umfasst die Finanzierung einer CD-Einspielung sowie österreichweit Konzerte in verschiedenen Jeunesse-Geschäftsstellen und die Produktion eines Kinderprogrammes. Im November ist das Adamas Quartett nun in Wien sowohl in concert als auch mit einem Workshop zu erleben. Gleichzeitig erscheint bei Gramola die Debüt-CD des Quartetts, die mit Werken von Pavel Haas und Erich Wolfgang Korngold exemplarisch das Engagement der vier jungen Interpreten für die Musik verfemter Komponisten unterstreicht. Im Frühjahr 2014 folgt das Kinderprogramm »4 x 1 = 1«, gemeinsam von Adamas mit Schauspielerin Ulla Pilz als Jeunesse Auftragsproduktion entwickelt, in der Jeunesse-Reihe »Concertino«.

 24.11.2013 | Sonntag | 14.30 | Wien | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Schönberg-Saal

Mitten im Klang | Workshop mit dem Adamas Quartett

Alle für einen, einer für alle!

Adamas Quartett | Annemarie Mitterbäck Konzept

Claudia Schwarzl, Violine | Roland Herret Violine

Anna Dekan, Viola | Jakob Gisler, Violoncello

Workshop zum Konzert des Adamas-Quartetts am 28.11. Worin liegt das Geheimnis, dass es zwischen vier Musikern musikalisch und menschlich funktioniert? Wie gehen musikalische Erarbeitungsprozesse vor sich? Ein junges Quartett gibt Auskunft.

28. 11. 2013 | Donnerstag | 19.30 Uhr | Jeunesse im MuTh | Konzertsaal der Wiener Sängerknaben

Adamas Quartett

Claudia Schwarzl, Violine | Roland Herret Violine | Anna Dekan, Viola | Jakob Gisler, Violoncello

Ivan Bulbitski, Schlagwerk

Joseph Haydn: Streichquartett h-Moll Hob. III:37

Claude Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10

Pavel Haas: Streichquartett Nr. 2 op. 7 »Von den Affenbergen«

Im Kammermusik-Zyklus der Jeunesse im MuTh präsentiert das Quartett ein überschwänglich vielseitiges Programm: vom Klassiker Haydn über die verschwenderische Klangvielfalt in Claude Debussys Quartett bis zum draufgängerischen Streichquartett Nr. 2 »Von den Affenbergen« (mit Schlagwerk im Finalsatz) des tschechischen, 1944 von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordeten Komponisten Pavel Haas.

Debüt-CD Adamas Quartett (Label Gramola, VÖ: November 2013)

Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur Hob. III:63

Erich Wolfgang Korngold: Streichquartett Nr. 2 op. 26

Pavel Haas: Streichquartett Nr. 2 op. 7 »Von den Affenbergen«

26. 11. 2013 | Dienstag | 19.30 Uhr | Jeunesse im Musikverein Wien | Großer Saal

Le Concert Olympique

Boris Giltburg, Klavier

Jan Caeyers, Dirigent

Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu »Egmont« op. 84

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37; Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Wien-Debüt: Le Concert Olympique unter Jan Caeyers. »Ludwig van Beethoven war der erste moderne Künstler«, ist der belgische Dirigent und Musikwissenschafter Jan Caeyers überzeugt. 2009 hat er seine erhellenden Erkenntnisse über den »größten aller Komponisten« (Leonard Bernstein) in der brillant geschriebenen Biografie »Beethoven: Der einsame Revolutionär« vorgelegt und damit einen Bestseller erzielt. Caeyers gelingt mit diesem Buch ein musikliterarischer Coup der Extraklasse, der die spannende Balance zwischen klassischer Ausgewogenheit und künstlerischer Individualität in Sachen Beethoven neu definiert. Kein Wunder, hat der exzellente Musiker bereits vor Jahren als Leiter der belgischen Beethoven Academie Furore gemacht. Jetzt bringt er erstmals sein Spezialisten-Ensemble Le Concert Olympique auf Einladung der Jeunesse mit einem reinen Beethoven-Programm nach Wien. Auf dem Programm stehen u. a. die originelle vierte Symphonie und das Klavierkonzert Nr. 3, das Beethoven 1803 für sich selbst und seine Akademie im Theater an der Wien geschrieben hat. Diesmal am Klavier: der junge israelische Pianist Boris Giltburg, der erst im Juni mit dem Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel einen der bedeutendsten Musikwettbewerbe für sich entscheiden konnte.

29. 11. 2013 | Freitag | 20.30 Uhr | Jeunesse in der Garage X

Jeunesse X | Lässige Live-Auftritte in relaxter Club-Atmosphäre

Likewise

Niki Hofmüller, Gesang, Gitarre

Lukas Hofmüller, Bass, Gesang

Georg Nimmerfall, Schlagzeug, Perkussion

Theresa Gruber, Violine, Gesang, Perkussion, Keyboard

David Ridra, Gitarre, Keyboard, Gesang, Perkussion

»Unsere Musik ist so was wie eine Eselsbrücke hin zu einer Wildnis, die uns hier fehlt. Wir heulen also in bergigen Lagerfeuernächten den Mond an«, verkünden Niki Hofmüller, Lukas Hofmüller, Georg Nimmerfall, Theresa Gruber und David Ridra alias Likewise auf ihrer Website. Mit einer Mischung aus Folk-Rock und Alternative-Country, ein gängigen Melodien und zum Nachdenken anregenden Texten entfachen die fünf mittlerweile in Wien lebenden Oberösterreicher eine kraftvolle, energiegeladene Dynamik, deren mitreißende Wirkung vor allem beim Live-Publikum ihre Anziehungskraft versprüht: »Playing live is the best damn thing that ever happened to us. Playing live is what music is all about. Playing live is all we really wanna do. Playing live, we’ll feed our naked souls to you!«

30. 11. 2013 | Samstag | 11.00 & 15.00 Uhr | Jeunesse im Wiener Konzerthaus | Schubert-Saal

Triolino (3+)

Verrückt, verdreht & zugenäht

Judith Reiter, Viola, Gesang | Julia Schreitl, Saxophon, Gesang

Susanne Konstanze Weber, Triolino

Berenike Heidecker, Christoph Holzeis, Musikvermittlung | Raimund Pleschberger, Kunstvermittlung

Wie klingt ein verrücktes Haus, in dem es so richtig rund hergeht? Gemeinsam mit musikbegeisterten Kindern ab 3 Jahren erkundet Kapitän Triolino ungewöhnliche Orte. Performance und Workshop verbinden Musik mit bildender Kunst und lassen Profis und Kinder gemeinsam musizieren.

www.jeunesse.at

Wien, 30. 10.2013

Der Dschungel Wien im November

Oktober 29, 2013 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Musiktheater von Andersen bis Stockhausen

Ausgezeichnet in der Kategorie „Herausragende Produktion für Kinder“ (STELLA13-Darstellender.Kunst.Preis)

Das Kind der Seehundfrau 8+

makemake produktionen & DSCHUNGEL WIEN & WIEN MODERN. Musiktheater für ein junges Publikum ab 8 Jahren / Dauer: 65 Min. Eine Geschichte über die schönste Sache der Welt erzählt mit Flirren, Knarren, Knacken, Johlen, Jammern, Knirschen und Jauchzen. Aufführungsserie: Sa. 02. Nov. + So. 03. Nov. 16:30 / Mo. 04. Nov. 10:30 + 14:30 Uhr. Basierend auf einem alten Inuit Märchen erzählt das Stück in der Regie von Sara Ostertag eine zerbrechliche Liebesgeschichte für Klein und Groß. Kindsein, Beziehungen und die zerstörerische und leidenschaftliche Kraft der Sinnlichkeit sind zentrale Elemente in der 2012, im Rahmen von WIEN MODERN, uraufgeführten Produktion. Klang ist das tragende Element der Inszenierung. Lieder und Sprechgesänge charakterisieren das Musiktheater ebenso, wie Sounddesign-Elemente, flirrende Klangteppiche und knarrende Eisschollen.

URAUFFÜHRUNG

Das Märchen vom alten Mann Bild: © Ani Antonova

Das Märchen vom alten Mann
Bild: © Ani Antonova

Nach Motiven von Hans Christian Andersen & Georg Büchner. Theater Montagnes Russes & ensemble LUX & DSCHUNGEL WIEN & WIEN MODERN. Musiktheater für ein junges Publikum ab 7 Jahren / Dauer: 50 Min. Aufführungsserie bis Do. 31. Oktober.  Im Rahmen von WIEN MODERN, dem Festival für Musik der Gegenwart, präsentiert DSCHUNGEL WIEN  die Uraufführung des Musiktheaters „Das Märchen vom alten Mann“ mit neuer Musik von Thomas Wally. Ausgehend von Georg Büchners „Es war einmal ein arm Kind“ sowie von Motiven der Märchen von Hans Christian Andersen kombiniert das Libretto Versatzstücke der beiden Autoren zu einer neuen Geschichte. Im Mittelpunkt steht hierbei die Begegnung einer Familie mit einem alten Mann, die existentielle Themen wie Vergänglichkeit, Verlust und Einsamkeit ins Zentrum rückt.

URAUFFÜHRUNG

Spiegelspiele 2+

DSCHUNGEL WIEN. Tanztheater mit Livemusik für ein junges Publikum ab 2 Jahren / Dauer: 45 Min.

Mittwoch, 27. November 16:30 Premiere. Aufführungsserie: Do. 28. Nov. 10:30 + 16:30 / Fr. 29. Nov. 10:30. Voraufführungen am So. 03. Nov. 16:00 sowie am Mo. 04. Nov. 10:30 + 16:30 Uhr. „Spiegelspiele“ zeigt die ersten Erfahrungen von Kindern, wenn sie sich selbst im Spiegel betrachten. Spiegel ermöglichen andere Wahrnehmungen, verzerren die Realität und sind doch wahrhaftig. Und so werden plötzlich aus einer Tänzerin drei und die verschiedenen Spiegel im Raum lassen unsere Körper mal groß und mal klein erscheinen. Mit Tanz und Musik begeben wir uns auf eine abenteuerliche Reise zu uns selbst, teilen humorvolle Erlebnisse und Überraschungen und erfahren wie verschieden und doch auch ähnlich wir uns sind. Dschungel-Chef Stephan Rabl und Matthias Jakisic, beide seit „Überraschung“, „Popcorn“ und „Sand“ ein Team, erforschen mit den TänzerInnen Steffi Jöris und Rino Indiono die Welt der Spiegel.

PREMIERE

Der kleine Harlekin 8+

Stockhausen für Kinder. Wiener Taschenoper. Musiktheater für ein junges Publikum ab 8 Jahren / Dauer: 80 Min. inkl. Pause

Freitag, 22. November 18:00 Premiere. Aufführungsserie: Do. 21. – Mo. 25. Nov. Sein Name ist praktisch ein Synonym für Neue Musik schlechthin: Karlheinz Stockhausen war eine einzigartige schöpferische Persönlichkeit, Pionier der elektronischen Musik, Idol des Pop von Pink Floyd über Mothers of Invention bis hin zu den Beatles und Inspiration ganzer Künstlerzirkel von Joseph Beuys bis hin zu DJs der Techno-Generation. Es war Stockhausens feste Überzeugung, dass neben unserer irdischen Welt auch noch eine andere, kosmische Dimension unser Leben und Wirken bestimmt. Diese Überzeugung manifestiert sich auch in seinem Werk: Der kleine Harlekin – eine junge, sprudelnde Klarinettistin – spielt auf zum Tanz. Doch dann betreten drei Jungen die Szene und es kommt zum Streit. Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich immer mehr seiner selbst bewusst wird, hin-und hergerissen zwischen Gut und Böse zu EVA heranwächst und an der Seite MICHAELs in eine neue Welt entschwebt. Künstlerisches Konzept, Inszenierung: Carlus Padrissa (La Fura dels Baus); Regiemitarbeit, Pantomime, Tänzer: Jewgenij Sitochin.

True Story 14+

DSCHUNGEL WIEN. Schauspiel mit Rap für Jugendliche ab 14 Jahren / Dauer: 70 Min. Aufführungsserie: Fr. 29. Nov. + Sa. 30 Nov. 19:30 / Mo. 02. Dez. 10:30 + 19:30 / Di. 03. Dez. 10:30 Uhr. Nominiert für den STELLA13 – Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum in der Kategorie „Herausragende Musik“. „True Story“ erzählt eine Geschichte über Rap. Woher kommt er? Warum gibt es ihn? Was bedeutet es, Rapper zu sein? Wie schreibt man einen Rap und was für Gefühle lösen den Schreibmechanismus aus? Es geht um Geschichten. Wie immer am Theater. Und wie immer beim Rappen. Und natürlich wird auch live auf der Bühne performt. Von und mit Simon Dietersdorfer und Holger Schober.

www.dschungelwien.at

Wien, 29. 10. 2013