Landestheater NÖ online: „Molières Schule der Frauen“ als Silvester-Vorstellung

Dezember 11, 2020 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Willkommen im Cirque de l’Obscurité!

Am Ende heißt’s „Alles Tango!“ Laura Laufenberg als Agnès und Tobias Artner als Oronte. Bild: Alexi Pelekanos

In seiner Reihe #wirkommenwieder bietet das Landestheater Niederösterreich zu Silvester ab 19.30 Uhr und danach für 24 Stunden Ruth Brauer-Kvams „Molières Schule der Frauen“ als kostenlosen Online-Stream auf der Homepage www.landestheater.net an. Hier Auszüge aus der Premieren-Kritik:

Und jetzt einen Gang hochschalten, bis die Kurbelwelle rotiert. Das kann Ruth Brauer-Kvam. Sie hat am Landestheater Niederösterreich „Molières Schule der Frauen“ inszeniert, und man merkt ihrer Regiearbeit an, dass sie an der Volksoper auch diese Spielzeit höchst erfolgreich als „Cabaret“-Conférencière über die Bühne spuken wird. Willkommen, Bienvenue, Welcome also im Cirque de l’Obscurité!

Brauer-Kvam übersiedelt die im Abgang unter ihrer Denklehre ächzende Komödie des Commedia dell’arte-affinen Dichters ins Théâtre du Grand Guignol. Alles hier ist überzeichnet, überkandidelt, überdrüber, eine Commedia dell’arte-Travestie, in der genüsslich zu verfolgen ist, wie den Protagonisten die Pi-Galle überläuft – nicht nur dem um seine sinistren Ehepläne bangenden Arnolphe, sondern auch dem kunstsinnigen Climène – im

Original eine Frau, der sich als Theaterzuschauer gar nicht genug über die „geschmacklose“ Handlung aufregen kann. Gewitzt hat Ruth Brauer-Kvam nämlich „L’école des femmes“ mit Molières „Kritik der Schule der Frauen“ und auch ein wenig „Menschenfeind“ verbandelt. Erstere eine Art Meta-Komödie, in der Molière seine Kritiker, denn ja, anno 1662 löste die Uraufführung der „Schule der Frauen“ wegen des emanzipatorischen Ansatzes und des Spotts auf den Ehestand einen handfesten Theaterskandal aus, als Heuchler und Beckmesser enttarnt.

Und so treffen nun Michael Scherff als Climène und Emilia Ruperti als Salondame Uranie aufeinander, um die Klischee-Vorstellung zur Rolle der Geschlechter samt ihrer eigenen diffizilen Beziehung zu diskutieren – und zwar nicht als Rahmen-, sondern mitten in der Handlung … Molière-logisch, dass ein Hübscher namens Horace dem ominösen Wirken des angegrauten Brautwerbers Arnolphe in die Quere kommt … Diesen spielt Tilman Rose im Sulley-Fake-Fur (© Monster AG) als manisch Besessenen, alles an ihm ist prall, laut, prahlerisch, nur im Zuflüstern seiner üblen Machenschaften ans Publikum kann er zynisch zischeln. Rund um dessen, heut‘ nennt man’s, toxische Männlichkeit lässt Brauer-Kvam das Ensemble kontrolliert eskalieren.

Auch die beiden haben ihre „maladie d’amour“: Michael Scherff und Emilia Rupperti. Bild: Alexi Pelekanos

Die Watschn trifft den Falschen: Scherff, Artner, Oberkanins, Rose, Breyvogel und Rupperti. Bild: Alexi Pelekanoss

Michael Scherff, Tobias Artner und Tim Breyvogel als „Deus ex USA“-Enrique. Bild: Alexi Pelekanos

Die Kritiker mitten im Bühnengeschehen: Philip Leonhard Kelz, Emilia Rupperti und Michael Scherff. Bild: Alexi Pelekanos

Das Setting ist kellerlochschwarz – Climènes: „Wer sperrt den heute noch Frauen ein?“ ein österreichischer Lacher – und atmet abgefuckte Varieté-Atmosphäre, Stummfilm-Elemente kommen ebenso zum Einsatz wie Multi-Percussionistin Ingrid Oberkanins, die per Schlagwerk den Sound zum immer tolleren Treiben vorgibt. Auftritt Philip Leonhard Kelz als Horace, auch gleich sein eigenes Horse also Pferd, der tänzelnd und von Eros-Ramazzotti-Musik gebeutelt von „Amore“ spricht. Ist er doch mittels Akzent als Italian Lover ausgewiesen, aber mit Marco-Mengoni-Haartolle und in dessen ESC-2013-Outfit nur ein Hauch weniger Knallcharge als das freche, fordernde, verfressene Dienerpaar Georgette und Alain:

Tobias Artner und Tim Breyvogel mit fulminanter Oberweite beziehungsweise Riesen-Ding-Dong, beide Meister im Stakkato-Sprechen und Bananen-Slapstick, beide die Urheber endgültiger Verwirrung, und auch als Notare, altes Weib, Oronte und Enrique eingesetzt. Laura Laufenbergs Agnès lässt sich ihre mädchenhaft-aufgekratzte Laune nicht verderben, selbst als ihr ihre Unterdrückung und Manipulation bewusstwird – und in keinem Moment offenbart Laufenberg, ob Agnès‘ Naivität echt oder ein gewiefter Überlebens-Trick ist -, kann ihr nichts den neckischen Spaß mit Horace nehmen … Ende gut, Rut Brauer-Kvam noch besser … die ganze Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=41393, Trailer: www.youtube.com/watch?v=eK70Z4bkrTQ

Bettina Kerl und Julia Engelmayer. Bild: Alexi Pelekanos

Spaziergang durchs jüdische St. Pölten

Bereits ab 18. Dezember, 19.30 Uhr und frei für 48 Stunden, ist der digitale Stadtspaziergang „Es gab ein jüdisches Leben in St. Pölten“ zu sehen. Schauspielerin Bettina Kerl und Dramaturgin Julia Engelmayer haben Lebensgeschichten von St. Pöltner Jüdinnen und Juden recherchiert. Nun nehmen sie das Publikum mit auf ihrem Weg durch die barocke Innenstadt, erzählen von Schicksalen und historischen Hintergründen. Ausgangs- punkt ist die ehemalige Synagoge, aufgenommen wurde das Ganze von Filmemacher Johannes Hammel.

www.landestheater.net

  1. 12. 2020

Landesgalerie NÖ: Lieselott Beschorner. Kunstbedürfnisanstalt. Ein Gespräch

Dezember 6, 2020 in Ausstellung

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Koboldwelt der 93-jährigen Ausnahmekünstlerin

„Meine Kinder, und mir ist egal, ob schön oder schiach“: Lieselott Beschorner mit ihren „Puppas“, 1982. Bild: © Hansi Hubmer, Wien Museum-MUSA. © Kunstmeile Krems

Die Landesgalerie Niederösterreich zeigt ab 7. Dezember die monografische Schau „Lieselott Beschorner. Kunstbedürfnisanstalt“. Lieselott Beschorner ist eine Einzelgängerin in der österreichischen Kunst. Die mittlerweile 93-jährige Ausnahmekünstlerin begann ihr Schaffen in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs. Neben Renate Bertlmann, Margot Pilz oder Birgit Jürgenssen reiht sie sich in eine Riege, deren Wiederentdeckung im fortgeschrittenen Alter passiert.

Bis heute repräsentiert sie eine vielseitige und im besten Sinne skurrile Welt, die sie in ihrem Lebensraum – einem Wohnhaus mit Garten an der Stadtgrenze Wiens – als Gesamtkunstwerk ausbreitet. Inmitten dieser Welt schafft sie Werke mit immer neuen Materialen und künstlerischen Techniken. Die Landesgalerie Niederösterreich zeigt nun mehr als 100 Werke aller Schaffensperioden aus einer wie von Geistern und Kobolden bevölkerten Welt zwischen früher Abstraktion und eigenwillig grotesker Figuration.

In der Welt von Lieselott Beschorner gehen Kunst und Leben ineinander über. Ihr Lebensraum in Wien-Gersthof, den die Künstlerin seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr bewohnt, ist gleichermaßen Lebens- und Wirkungsraum. In den fast acht Jahrzehnten ihres Schaffens errichtete Beschorner einen Kosmos, der ohne Vergleich dasteht und dessen Zentrum immer sie selbst ist. Eine verwirrende Vielfalt an Medien, Stilen und immer neue Bild- und Gestaltungsideen ziehen Besucherinnen und Besucher ihres Hauses in ihren Bann.

Lieselott Beschorner: „Cher“ aus der Serie „Puppas“, 1975/80. © Wien Museum-MUSA. © Kunstmeile Krems

Lieselott Beschorner: aus der Serie „Puppas“, 1975/80. © Wien Museum-MUSA. © Kunstmeile Krems

Lieselott Beschorner: aus der Serie „Puppas“, 1975/80. © Wien Museum-MUSA. © Kunstmeile Krems

Akte, Abstraktionen, fantastische Gesichter als „Groteskerien“ und „Emotionalien“, Collagen, textile Figuren, Tonköpfe und Masken, Reliefbilder: Beschorner macht alles zu Kunst, das ihr unterkommt. Fundstücke und Sammelobjekte – von Schlüsseln bis zu Töpfen, im Garten und den Innenwänden des Wohnhauses – sind ebenso Teil dieses wundersamen Biotops. So ist ihr gesamter Lebensbereich zu einer Kunstinstallation arrangiert, alle Wände des Hauses sind von ihren Werken überzogen, überall ihre Skulpturen und Objekte platziert. Wenn man das kleine Anwesen besucht, kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

Lieselott Beschorner studierte ab 1945 an der Wiener Akademie der bildenden Künste in der Klasse von Robin Christian Andersen, wo sie ihre Neigung zur fantastischen Übertreibung und zur psychologischen Erfassung ihrer Sujets entwickelte. Als eine der ersten Frauen wurde sie 1951 Mitglied der Wiener Secession. Die nächsten beiden Jahrzehnte brachten beachtliche Ausstellungserfolge, bevor es seit den 1980er-Jahren ruhig um Beschorner wurde und die Künstlerin wenig Beachtung fand. Bis zu ihrer Pensionierung arbeitete sie schließlich als Kunsterzieherin in der Berufsschule für Friseure und Perückenmacher, während sie in ihren vier Wänden weiterhin Kunstwerk um Kunstwerk schuf.

Als Künstlerin war sie nun unabhängig, hatte keinen Verkaufsdruck, konnte somit all ihre Werke im eigenen Besitz behalten und in ihrer Gersthofer Wunderkammer versammeln. Die Landesgalerie Niederösterreich würdigt die Künstlerin nun mit einem Parcours durch ihr gesamtes Schaffen: Waren es im Kindesalter Bilderbücher, die es bis zu einer Ausstellung in die Wiener Hofburg schafften, so sind es jetzt #COVID19-Viren, die auf ihren Blättern wuchern. Die aktuelle Gesundheitskrise hat Beschorner beängstigt und gleichzeitig in einen fast manischen Schaffensrausch versetzt.

Lieselott Beschorner: Tonkopf 15, 1977. © Wien Museum-MUSA. © Kunstmeile Krems

Lieselott Beschorner: Textilobjekt O.T., 1979. © Wien Museum MUSA. © Kunstmeile Krems

Das Wohnhaus der Künstlerin Lieselott Beschorner. @ Wien Museum Musa. © Kunstmeile Krems

Beschorners Vernetzung mit der Kunstszene war und ist kaum existent, der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern wenig entwickelt. Sie schuf stets aus einer inneren Logik heraus, die Werke der Kunstgeschichte reflektierte sie zwar, legte sich jedoch nie auf Stile oder künstlerische Techniken fest. So sind die Hauptakteure in ihrem Schaffen die „Puppas“, eine Gruppe von etwa 50 Werken, die ab den 1970er-Jahren entstanden. Beginnend mit einfachen geometrischen Formen entwickelte sie zunächst simple längliche Körper, denen sie durch aufgenähte gehäkelte Gesichtsdetails eine bedrohliche Visage verleiht.

„Die Puppen – das sind meine Kinder“, erklärt die Ausnahmekünstlerin. „Mir ist egal, ob schön oder schiach. Für mich ist das Kunst, das einen ganz starken Eindruck auf mich macht. Sowohl positiv als auch negativ. Wenn sich nichts rührt bei mir, dann ist es keine Kunst für mich.“ In der Landesgalerie Niederösterreich präsentieren sich die „Puppas“ als zentrale Werkgruppe an einer Wandschräge. Eng mit den „Puppas“ verbunden und doch noch weiter ins Skurrile und Fratzenhafte getrieben, erscheinen die „Tonköpfe“ und Masken.

Sie sind zeitgleich mit ihren textilen „Schwestern“ entstanden und bilden ihr „männliches“ Gegenstück. Die Gruppe besteht aus einigen grotesk verwachsenen, abstrakten Gebilden, überlebensgroßen Köpfen und Gesichtern. Beschorners unbändiger Gestaltungswille reicht weiter bis zur Manipulation einzelner Möbelstücke und zum Design ihrer dicken Brillen. Die besondere Bedeutung des Auges liegt an der gesundheitlichen Verfassung der Künstlerin, die sie von Jugend an nötigt, sehr starke Brillen zu tragen. So wurde das Auge zu einem zentralen Motiv.

Die Künstlerin Lieselott Beschorner in ihrem Wohnhaus. © Wien Museum MUSA, Bild: Christine Nemeth. ©Kunstmeile Krems

„Die Augen sind ein Trauma, weil man hat mir mit 22 schon gesagt, ich werde erblinden, und so weit sind wir ja jetzt. Dadurch hab‘ ich immer Augen gemacht. Ob das die Puppen sind oder die Köpfe, die Augen sind das Wichtigste überhaupt in einem Gesicht. Und in meiner jetzigen Situation ist das Schrecklichste, dass ich nicht mehr die Augen von den Menschen sehe“, so Beschorner. Heute ist sie nahezu blind und die Zeichnung trat, da leichter zu handhaben, allmählich in den Vordergrund ihres Schaffens. Und mittlerweile: „Jössasmaria! Gibt es ja Hunderte. Da kann man schon alles tapezieren damit. Und die werden immer mehr. Sie kommen aus einem Impuls, ich mache mit der Hand eine Bewegung und sie sind da.“

In einem getrennten Teil der Ausstellung – der „Kunstbedürfnisanstalt“ – ist der jüngst entstandene „Corona-Zyklus“ zu sehen. In ihm verarbeitet Beschorner die Problematik der #COVID19-Pandemie, die sie – völlig abgeschottet von der Außenwelt – fast in die Verzweiflung trieb. Anknüpfend an ihre früheren „Spontanzeichnungen“ beginnt sie mit geradezu manischem Zeichnen das Virus zu umkreisen. Die Annäherung an diesen, von der Künstlerin ausdrücklich gewünschten Titel greift mit Augenzwinkern die Idee der öffentlichen Toiletten auf, wie sie in Wien aus der Zeit um 1900 erhalten sind, und überträgt sie auf das Museum.

„Mir ist es plötzlich aus dem Schlaf heraus eingefallen. Immer wenn ich aufwache, fallen mir solche Sachen ein. Ich sitze da seit Jahren, isoliert in meinem Häuschen, und höre und sehe nichts von der Welt, kann keine Zeitung lesen, zumal ich schon fast ganz blind bin. Ja, und was ist, kommt aus mir heraus“, sagt Lieselott Beschorner.“ Eine Kunstbedürfnisanstalt ist eben eine Bedürfnisanstalt. Der Künstler oder der Galerieleiter, oder wer immer es ist, hat das Bedürfnis, Kunst zu zeigen. Und die Kunstbetrachter haben das Bedürfnis, es anzuschauen. Irgendwo muss das geschehen, und das ist eben hier.“

Was sie wegen #Corona und der Ausstellung bedauert? „Ich hätte es halt so gern noch wenigstens erlebt. Aber ich kann es nicht erleben, indem ich dort hingehe. Es wird mir gezeigt werden, am Laptop oder sonst wo … Na ja, und sind Sie jetzt gesättigt von meinen Antworten?

www.lgnoe.at

  1. 12. 2020

Landestheater NÖ online: Hamlet

Dezember 5, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Blutiger Albtraum im Popcorn-Kino

Im 3D-Film: Bettina Kerl, Sami Loris, Philip Leonhard Kelz, Michael Scherff, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Tilman Rose und Laura Laufenberg. Bild: © Alexi Pelekanos

Das Landestheater Niederösterreich streamt bis Sonntagabend seine mit dem Nestroy-Preis für die beste Bundesländeraufführung 2020 ausgezeichnete Aufführung von „Hamlet“. Der junge britische Regisseur Rikki Henry, unverkennbar ein Peter-Brook-Schüler, führt das Ensemble mit seiner Inszenierung in darstellerisch lichte Höhen – wiewohl es auf der Bühne die längste Zeit finster bleibt. Seine bildgewaltige Shakespeare-Interpretation ist der blutdurchtränkte Albtraum

eines Dänenprinzen, dessen Irre-Sein oder nicht sein sich bis zum Schluss nicht entschlüsseln wird. Als dieser Hamlet ist Tim Breyvogel zum Fürchten gut, er ist Beobachter wie Spielmacher dieser verkommenen Gesellschaft, und wird mit papierener Königskrone bald Hugo Ball im Cabaret Voltaire ähneln, nur mehr Gaga statt Dada – und wenn er den Hof zur 3D-Filmvorführung von „Die Ermordung des Gonzago“ wie zur Familienaufstellung arrangiert, dann wird’s im Popcorn-Kino, denn solches wird gegessen, flottweg freudianisch: „Hamlet“, die Traumdeutung des Dänenprinzen.

Und so beginnt’s. Mit Stimmengewirr, „Mutter!“, „Verrat!“, „Du bist umgebracht“, sogar „Der Rest ist Schweigen“ kann man der Kakophonie entnehmen, eine Galgenschlinge sehen, hat das Gemetzel etwa schon stattgefunden?, da schließt sich der Vorhang und Breyvogel-Hamlet rollt darunter hervor. Bereit für seine Prophetie. Ein somnischer Patient im Grübelkreislauf. Als der sich alsbald die Drehbühne entpuppen wird, entworfen von Max Lindner, die Kostüme von Cedric Mpaka, auf der sich unter einer Riesenkrone immer neue Räume öffnen.

Tim Breyvogel, Sami Loris und Philip Leonhard Kelz. Bild: © Alexi Pelekanos

Die Krone für … Tim Breyvogel und Michael Scherff. Bild: © Alexi Pelekanos

Fecht at its best: Kelz, Loris, Kerl und Breyvogel. Bild: © Alexi Pelekanos

Kämmerleins, Verstecke für allerhand Verräter und Verlogenheit, und ebenso perfide stehen sie einander durch kleinste Bewegungen plötzlich gegenüber – ein Danish Horror House. Eine Vorstellung, die die Lichteffekte von Günter Zaworka und die spooky Sounds von Nils Strunk noch befeuern. Erstere kommen gar doppelt nachtmahrisch zum Einsatz, denn unter den diversen ringelreihenden gibt es à la „Fifty Shades of Grey“ das Spielzimmer in Rot, in dem die Lebenssäfte nur so sprudeln. Allerdings nur im irrealen Raum, siehe das Verhör von Rosenkranz und Güldenstern, das zu Hamlets imaginierter Folter wird.

Ja, im Wortsinn Schlag auf Schlag geht’s zu bei diesem todessehnsüchtigen Mann der Tat. Welch Szenen Breyvogel geschenkt sind. Die Fackelsuche nach des Vaters Geist. Die clowneske, wenn Polonius aus dessen Brief an Ophelia den gekrönten Häupter vortragen muss, er höre nicht nur Helene Fischer, er singe sogar mit ihr, und Hamlet im Hintergrund als Strippenzieher fungiert. Die schon erwähnte in Claudius‘ Heimkino, Schüsse, Schreie; Gesichter, als würden die Royals „The Crown“ anschauen müssen, alldieweil Hamlet „God Save The Queen“ pfeift. Rikki Henry, wie gesagt, kommt aus London.

Und er folgt den dortigen zwei Theatergeboten „Trust the Text“ und „Thou Shallst not be Boring“ ergeben. Immer schneller dreht sich das Schicksalskarussell, und umso mehr Volten reitet die Handlung. Einer wird zu des anderen Spukgestalt, Hamlet bricht Mutter und Claudius „in Rot“ das Genick. All dies erzählt Rikki Henry uneitel und unprätentiös. Laura Laufenberg gelingt es, eine Ophelia jenseits aller Klischees zu geben, die ihre hat Ecken und Kanten, und scheint, da rationale Denkerin, ebenso über der verrückten On-off-Beziehung zu Hamlet wie über Vaters und Bruders Bevormundung zu stehen. Dass sie sich goldgesichtig dennoch entleiben muss, ist …

Im Wortsinn im Kreis gehen: Bettina Kerl, Michael Scherff, Marthe Lola Deutschmann und Tim Breyvogel. Bild: © Alexi Pelekanos

… Shakespeare, dafür darf sie als erste übers Sein oder nicht sein philosophieren. Nach Henry ist am britischen Barden in keinem Moment ein Körnchen Staub. Als in Hamlets Erinnerung seine Mutter noch den Vater liebt, schmust die hinter dem Prinzenrücken schon ungestüm und kichernd mit Onkel Stiefvater. Als der Königsmörder und seine neue Frau die Thronrede proben, wummert hinter ihnen bereits die Party … Michael Scherff und Marthe Lola Deutschmann sind als Claudius und Gertrud brillant, des Weiteren Bettina Kerl als Horatio. Und Tilman Rose als aufgeblasener, geschwätziger Polonius.

Philip Leonhard Kelz und  Sami Loris überzeugen neben anderen Rollen als Rosenkranz und Güldenstern. Nicht mehr als zwei Stunden dauert die Tragödie bei Ricki Henry, und doch hat er Zeit für einen stuntmen’schen Fechtkampf, der sich von der Akrobatik zur Stroboskop-Zeitlupe vorarbeitet. Und weil beim Kreiseln im Karussell das Ende stets der Anfang ist, rollt’s Hamlet noch einmal unterm Vorhang hervor.

Als wär’s eine Anspielung auf die x-en Male, die man das Stück schon gesehen hat. Und so beschließt’s. Mit Stimmengewirr, „Mutter!“, „Verrat!“, „Du bist umgebracht“, sogar „Der Rest ist Schweigen“ kann man der Kakophonie entnehmen, eine Galgenschlinge sehen, hat das Gemetzel etwa schon stattgefunden? …

Trailer: www.youtube.com/watch?v=yAwVQv65nOc           www.landestheater.net           vimeo.com/366135220

  1. 12. 2020

Burgtheater: Uraufführung von #wunschvorstellung, Adventkalender von Rabenhof und Landestheater NÖ

November 28, 2020 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Corona zum Trotz, es weihnachtet sehr

Burgtheater. Bild: © Josef Lusser

Für den Beginn des Advents haben sich einige Theater etwas Besonderes ausgedacht: Das Burgtheater beispielsweise knüpft an die erfolgreiche #vorstellungsänderung vom ersten Lockdown an und bittet an den Adventsonntagen jeweils um 18 Uhr auf Twitter zu den vier Teilen der Uraufführung von „Advent“. Das Publikum ist eingeladen, unter dem Hashtag #wunschvorstellung von seiner Weihnachtsvorstellung zu berichten.

Eine Vorstellung von Theater in Zeiten ohne Theater. Regie führt das Publikum, also Via Zusamm. Das wahre Theater spielt nicht auf der Bühne, sondern im Kopf. Oder vielleicht müsste man richtiger sagen: in den Köpfen. Mit einigem Recht ließe sich die Vorstellung eines Abends beschreiben als die Summe aller Vorstellungen, die von ihr an diesem Abend gemacht wurden.

Eine solche Vorstellung aus lauter Vorstellungen – das hat das Experiment #vorstellungsänderung im vergangenen Mai gezeigt – lässt sich auch erschaffen, wenn das Theater geschlossen ist. Dieses Experiment wird vom Burgtheater nun im Advent fortgesetzt und die Community wird eingeladen, eine #wunschvorstellung zu erfinden. Es sind dies vier Folgen einer Weihnachtsgeschichte, die an den vier Adventsonntagen mit dem Publikum entstehen werden.

Die Ausgangssituation im Burgtheater-Auftragswerk von Rose Garter ist eine triste, sie erzählt in zwei parallelen Strängen an vier Sonntagen die Geschichten zweier Familien in Wien. Robert Wunsch, die Hauptfigur in Garters Stück „Advent“ ist Rezeptionist in einem Innenstadt-Hotel und nach Monaten der Unsicherheit schließlich gekündigt worden. Trotz Ausgangssperre verlässt er zu den gewohnten Nachtschicht-Zeiten seine Wohnung, um neue Bekannte zu treffen. Im Dunkel hinter einem geschlossenen Imbissstand im Stadtpark.

Idris und Alyia Taizi kommen mehr schlecht als recht über die Runden. Die kleine Familie steht kurz vor den Feiertagen vor der Delogierung. Sie verbringen ihre Tage in der geschlossenen Stadt auf der Suche nach Ablenkung vom tristen Alltag für sich und ihren kleinen Sohn. Meist bleibt ihnen nur der Park. Und dann ist da noch Valeria, das Zauberwesen vom Lieferservice, ein androgyner Bote für metaphysische Güter des täglichen Bedarfs. Doch wie soll Weihnachten in diesen Tagen aussehen? Was stellt sich das Burgtheaterpublikum vor?

Ab 29. November, ab 18 Uhr, Einlass um 17.30 Uhr, 90 Minuten ohne Pause. Ausgewählte Tweets der #wunschvorstellung werden nach jedem Adventsonntag von Mitgliedern des Burgtheater-Ensembles gelesen und als Video auf der Burgtheater-Website und in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. twitter.com/burgtheater

Bild: Landestheater Niederösterreich

Bild: Rabenhoftheater

Bereits heute startet das Landestheater Niederösterreich auf seiner Webseite und auf Facebook die Reihe „Mit dem Ensemble durch den Advent“. Jeweils an den Adventwochenenden und rund um den Marienfeiertag am 8. Dezember gibt es von den Schauspielerinnen und Schauspielern gestaltete Beiträge für die besinnliche Zeit, Michael Scherff streamt seine Adventlesungen für Kinder von „Ritter Rost feiert Weihnachten“ bis Otfried Preußlers „Winterzeit, tief verschneit“. www.facebook.com/Landestheater.Niederoesterreich

Frohbotschaften kommen auch aus dem Gemeindebau: Um dem Publikum wie dem Bühnenpersonl die Wartezeit aufs Christkind zu verkürzen, beschert der Rabenhof in seinem Adventkalender ab 1. Dezember bis Heiligabend persönliche Adventbetrachtungen, Gstanzln, Gedichte, Selbstgebasteltes und Gezeichnetes in den sozialen Medien und natürlich auf der Rabenhof-Homepage.

Hinter den 24 Türchen verbergen sich die Rabenhof-All-Stars Ernst Molden, Katharina Straßer, Ruth Brauer-Kvam, Christoph Grissemann, Stefanie Sargnagel, Manuel Rubey, Erwin Steinhauer, Angelika Hager, Wir Staatskünstler, Petra Morzé, Andreas Vitásek und viele weitere illustre Weihnachtsbotinnen und -boten vom Boulevard Erdberg. www.facebook.com/RabenhofTheater           twitter.com/RabenhofTheater

Die Vorfreude, wieder live spielen zu dürfen, ist bei allen Künstlerinnen und Künstlern natürlich schon sehr groß — wann es allerdings damit wirklich losgeht, steht wohl in den Sternen von Betlehem …

www.burgtheater.at           www.landestheater.net           www.rabenhoftheater.com

  1. 11. 2020

Landestheater NÖ online: Am Königsweg

November 21, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Wahrheit ist ein schlechter Witz

Elfriede Jelinek allein unter Habjans Grusel-Muppets: Manuela Linshalm, Bettina Kerl, Tilman Rose, Hanna Binder und Sabrina Ceesay. Bild: © Alexi Pelekanos

Zum Wiedersehen und Neuentdecken bietet das Landestheater Niederösterreich bis inklusive Sonntagabend Nikolaus Habjans – von der New York Times zu den fünf besten deutschsprachigen gezählte – Inszenierung von Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ als Stream an. Der Blick ins Oval Office der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin, geschrieben kurz nach der Vereidigung von Donald Trump, ist dieser Tage durchaus wieder ein aktueller.

Sträubt sich der Realitätsverweigerer doch den Präsidentensessel zu räumen und setzt selbst als Lame-Duck-Amtsinhaber, statt Platz für Joe Biden zu machen, noch allerlei fragwürdige Aktionen. Was „Am Königsweg“ online selbst für solche, die’s live schon gesehen haben, besonders macht, ist das Naheverhältnis, das man zu Habjans Puppen herzustellen vermag. Man ist sozusagen mitten drin in der Muppet Show, deren Erscheinen die einleitende Regieanweisung der Autorin und ihr Text damit wie für Habjan gemacht ist. Der Regisseur, der die öffentlichkeitsverabscheuende Schriftstellerin bereits andernorts via Puppe performte und sich mit ihr bis zu dem Punkt bekannt machen konnte, dass sie die Aufführung nun virtuell eröffnet.

„Von wem will ich da überhaupt sprechen?“, fragt sie eingangs vom Band, und auf der Bühne ergänzt ihr Puppenkörper im Kimono, wie das Vorbild gealtert und mit rot gefärbtem Haar: „Darüber muss ich mich mit mir verständigen.“ Die Antwort lautet: Von Donald Trump natürlich, doch vor allem auch von Elfriede Jelinek. Selten war eine ihrer Hervorbringungen so selbstreflektiv, so selbstironisch, so sehr sich selbst bespiegelnd. Sie tue, was sie stets tue, „ich verstecke mich hinter meiner Weltanschauung“, sagt die Puppe, aber nein, diesmal tritt die Jelinek vor den roten Samtvorhang.

Als Seherin, der alsbald chirurgenfachkundig mit dem Skalpell die Glitzeraugen aus dem Kopf operiert werden, dient als Mythenreferenz, zur Mythosdekonstruktion doch der des König Ödipus, für den namentlich nie genannten King Donald, für das Kind Donald – ein hässlich-güldenes, gefräßiges, Rabäh-Aufmerksamkeit!-kreischendes Baby, dem die 70.000-Dollar-Frisur als Toupet auf die Glatze gesetzt wird. Wie konnte die Welt angesichts der Trump-Präsidentschaft und – nicht ausschließlich – seines Rechtspopulismus derart mit Blindheit geschlagen sein, ist die Frage, die Jelinek umtreibt. Während sie sarkastischen Schabernack mit ihrem fortschreitenden Alter, dem Ablaufdatum ihrer Sexualität, einmal mehr mit dem Nicht-Verhältnis zur Mutter und ihrer Ohnmacht als „Sprüchesängerin“ treibt.

Tilman „Trump“ Rose. Bild: © Alexi Pelekanos

Linshalm, Bettina Kerl und Miss Piggy. Bild: © Alexi Pelekanos

Trumps Traum: Ensemble. Bild: © Alexi Pelekanos

Linshalm mit Waldorf und Statler. Bild: © Alexi Pelekanos

„Sprücheklopferin!“, korrigieren quiekend die Muppets, mittels derer Habjan die Polit-Groteske zum Grand Guignol überdreht, zum anarchischen Kasperltheater mit ausreichend Prügelslapstick wie beim berühmten Krokodil-Showdown. Mit Habjan-Intima Manuela Linshalm und deren Jelinek-Puppe stehen die Ensemblemitglieder Hanna Binder, Tim Breyvogel, Bettina Kerl und Tilman Rose vor der rotierenden Oval-Office-Kulisse von Jakob Brossmann. Mal sind sie Puppenspieler, mal ein Ku-Klux-Klan-Chor, deren Faschisten-Veteran David Duke in Zeitungskolumnen begeistert Trumps „nationalistische Ansichten“ lobt, Gewalt-Prediger des Gott-Königs, seine Wort-im-Mund-Verdreher bis aus harten Fakten alternative werden – der Abend ist voll von Anspielungen.

Als Gast ist Sabrina Ceesay dabei, als Afroeuropäerin eine Verwandte jener Menschen, von denen Trump behauptet, mehr für sie getan zu haben, als jeder Präsident seit Lincoln. Großartig, wie sie sich als Putzfrau durchs Weiße Haus staubsaugt, und große Kunst wie die sechs perfekt aufeinander eingespielten Darsteller nicht nur die Puppen führen, sondern gleichzeitig im Jelinekischen Satzstrom über deren stromschnelle Formulierungen turnen, eine Textfläche, die Habjan in mundgerechte Sprachparzellen geteilt hat.

Auftritt eine scheußlich geblendet Miss Piggy, die irgendwie die First Lady zu sein scheint, ein grottiger, Applaus-Applaus-Applaus wachelnder Kermit, die untoten Waldorf und Statler, die nicht auf dem Balkon, sondern aus der Versenkung erscheinen, der weise Knabe Beaker, der hier viel mehr zu sagen hat, als nur Mimimi, der langnasige Gonzo, ein Körpermerkmal, das Miss Piggy zum Beischlaf nutzt, die grässlichen Muppet-Fratzen und selbstverständlich das Trump-Baby. Und nicht nur Manuela Linshalm beweist sich als vieltönendes Stimmwunder, sondern auch Tim Breyvogel im raukehligen Gonzo-O-Ton.

Gonzo offeriert den drei Elfrieden-Erinnyen den Eris-Apfel: Bettina Kerl, Sabrina Ceesay, Manuela Linshalm und Tim Breyvogel. Bild: © Alexi Pelekanos

Wie Tilman Rose, der sich mit der Trump-Puppe als 1A-Idiom-Imitator und psychologischer Puppenbeteuer fürs misogyne, xenophobe Große-Klapp(e)maul zeigt. „Ich werde höchstens eine Anmerkung im Buch der Geschichte sein, aber eine fettgedruckte“, witzelt die Jelinek-Puppe über ihn, und ja, die Wahrheit ist ein Witz, zeithistorisch betrachtet ein schlechter, aber gespielt ein ausgesprochen guter. Hinsichtlich hintergründigen Humors am schönsten eine gespenstische Szene:

Popanz‘ Trumps Traum, ein Nachtflug über ein gespaltenes Land, in dessen Mitte-Nichts die Lager rechts und links hineinzufallen fürchten. Und war die Jelinek anfangs schon bei KKK, so ist sie nun längst bei Kapital, Krise, Klassenunterschieden, einer kulturellen Ordnung, die auch in der hiesigen Budgetdebatte hochgehalten wurde, na danke dafür. „Schwer seufzend hebt das Land die Hand, es meldet sich freiwillig.“ Als Opfer, laut Jelinek und nachzulesen beim Kulturanthropologen René Girard dieser Kult die einzige Möglichkeit für primitive Gesellschaften ihrer Gewaltbereitschaft Herr zu werden.

Die Darsteller klamauken und kalauern sich durch den Abend, als ob es kein Morgen gäbe. Bis Sophokles‘ NéoTeiresia sich figürlich verdreifacht, Sabrina Ceesay und Bettina Kerl verantworten nun neben Linshalm ebenfalls höchst entsprechende, jüngere Jelinek-Versionen. Drei Göttinnen wollen sie sein, doch wenn, dann die Elfrieden-Erinnyen, personifizierte Patriarchats-Gewissensbisse und feministische Verteidigerinnen weiblicher Prinzipien, die der toxischen Männlichkeit den Königsweg abschneiden. Aufs Sofa hingegossen ermahnen sie die Sterblichen schicksalhaft, „es soll ja keiner auftrennen, was ich an Worten aneinandergefügt habe“, und klar, dass sie den von Gonzo gereichten Eris-Apfel mit einer Empfehlung, wohin zu stecken, zurückweisen.

„Am Königsweg“ ist wie ein Nachtalb der Autorin. Oder ein kommentierter Schreib-Prozess, den das Über-Ich dem Überdrüber-Ego macht. Wieder keine Action, wieder nur Gerede, schilt sie sich. Stimmt nicht, Habjan hat mit überbordendem Ideenreichtum eine Tour de Farce illustriert, inspiriert von den vielen Wortspielereien und um Schauwerte nicht verlegen. Und er lässt das von ihm choreografierte Ensemble glänzen, als Puppen- wie als Schauspieler. Sagt die Jelinek-Puppen-Trias: „Mein Wort ist verrückt geworden. Wahrscheinlich, weil es glaubte, mich verloren zu haben. Aber ich verliere keine Worte.“ Beschließt die Satire das Original von oben: „Bitte seien Sie mir nicht böse und hören Sie lieber nicht auf mich.“

www.landestheater.net           Stream: www.landestheater.net/de/news-bild/online-stream-am-koenigsweg           Trailer: www.youtube.com/watch?v=ABlgR2IGlyg&t=42s           Nikolaus Habjan im Gespräch: www.youtube.com/watch?v=8Uqk6XvouVE           Proben: www.youtube.com/watch?v=Rb_6j3UzqMs&t=14s

Buchtipp: Howard Jacobsons „Pussy“, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=28269

  1. 11. 2020