Tobias Moretti als Luis Trenker im Kino

August 21, 2015 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Auf dem schmalen Grat der Wahrheit perfekt balanciert

Luis Trenker (Tobias Moretti) und Leni Riefenstahl (Brigitte Hobmeier)  Bild: © Thimfilm

Luis Trenker (Tobias Moretti) und Leni Riefenstahl (Brigitte Hobmeier)
Bild: © Thimfilm

Der Lieblingssatz ist, als Luis Trenker und wie Tobias Moretti als Luis Trenker zur Riefenstahl von Brigitte Hobmeier sagt: „Dich begleitet immer das Dramatische.“ (Beim Lesen bitte Tirolerisch „ch“ und „ck“ denken.) Da ist aus Luis‘ und Lenis Hassliebe längst tiefe Feindschaft geworden, da trifft man sich schon zum Showdown in Kitzbühel. Jahre zuvor, als die beiden ein Happerl machen, und sie ihm die Reiterstellung schmackhaft machen will, und er sie mit den Worten „Oba jetzt durn ma wieder normal, wie sich’s g’hört“ retourmissioniert – das ist die Lieblingsszene. Nicht, weil: Sex sells, sondern weil das fast schon alles über diesen Trenker aussagt.

Am 27. August startet – nun doch österreichweit, zum Glück, denn es ist ein gelungen tragihumoriger Film geworden – die Roxy-Film-epo-Film-Produktion „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“. Drehbuchautor Peter Probst nimmt die Tatsache, dass der Filmemacher 1948 versuchte, von ihm gefälschte Tagebücher der Eva Braun auf den Markt zu bringen, als Rahmen für die Handlung. Bei den Filmfestspielen in Venedig trifft er sich mit seinem ehemaligen, jüdischen, nun wieder nach Europa zurückgekehrten Produzenten Paul Kohner, gespielt von Anatole Taubmann, um US-Investoren für sein Braun-Projekt zu gewinnen. In von Regisseur Wolfgang Murnberger schön ironisch-historisch braunschattierten Rückblenden, schließlich will Kohner ein Was-bisher-geschah über Trenkers Wirken im Dritten Reich, erzählt der Film eben dieses, im Kern des Alpinisten Lieben und Lassen der Leni Riefenstahl, der er beim Buhlen um Hitlers Gunst stets einen Schritt hinterherhinkt. Am Ende wird Trenker gescheitert sein. Sechs Millionen Tote versperren das Tor zu Hollywood. Man interessiert sich dort nicht für des „Führers“ Vorliebe für Fußbäder. Zum guten Schluss wird sich Luis Trenker neu erfinden. In den 1970er Jahren begründete er in seiner eigenen Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, „Berge und Geschichten“, seinen Mythos neu und wird ihn wahrscheinlich sogar geglaubt haben. Wenn man den Leutln als Lichtgestalt Anekdoten jenseits „einer dunklen Zeit“ auftischen will, wird man dazu doch seine Biografie überarbeiten dürfen. Moretti schwarzweiß als ergrauter Trenker, das ist das Expliziteste an Murnbergers Film. Denn alles, was aggressiver, plakativer wäre, hätte Morettis subtile Art den Unsympath zu spielen beschädigt.

Und Moretti ist großartig. Er adelt Murnbergers und Probsts Arbeit. Ersterer setzt den Bergfex in passend biedermännische Bilder. In diesen gibt Moretti mit verschmitztem Lächeln einen Einefetzer; sein Trenker ist trunken von der Begeisterung über sich selbst, changiert zwischem selbstverliebtem Gockel und Karrierist, der wie selbstverständlich auch sein Privatleben für die Öffentlichkeit inszeniert, der brisant geht, als er seinen Namen auf dem Filmplakat von „Der heilige Berg“ kleiner und in zweiter Reihe nach dem von Riefenstahl sieht. Die – damals noch – Ausdruckstänzerin, und Hobmeier spielt sie in ihrer Ambitioniertheit hart wie Kruppstahl, hat eben auch auf Regisseur Arnold Fanck (André Jung) Eindruck gemacht. Witzig übrigens wie Murnberger Moretti in Original-Trenker-Filme montiert; gewagt und gelungen, wie Moretti auf hinten bindungslosen Brettln à la 1920 einen Mix aus Telemark und Arlbergtechnik probiert.

Probst hält sich an die Erkenntnisse aus den Akten im Berliner Document Center. Sein Trenker ist politisch beweglich, nimmt, da er sich nun schon einmal über sein Werk mit den Faschisten auf gleichem Blut-und-Boden getroffen hat, Applaus auch von der falschen Seite gerne an, droht, wenn am Set etwas nicht so klappt, wie er will, mit seinem Fan, dem „Führer“, prahlt damit Mussolini „im Boot“ zu haben, hält die Hand über „seine Juden“, seine jüdischen Mitarbeiter, lässt sich nichts dreinreden, sagt verbürgt, Berlin könne ihn „kreuzweise“. Sein Satz an Kohner, „Ich habe mich nie von jemandem vereinnahmen lassen“, stimmt wohl für einen, der so von sich eingenommen ist. Es passt ins Bild, dass der hauptberufliche Südtiroler wegen der Optionsfrage in Ungnade gefallen ist. Eine Tatsache, die Trenker, ab 1940 NSDAP-Mitglied, später stets zu seinen Gunsten anführen wollte. Im Film scheucht ihn Goebbels-Darsteller Arndt Schwering-Sohnrey wie eine lästige Fliege vor sich her. Trenker ist in diesen Szenen weder Widerwortegeber und schon gar nicht Widerständler, sondern ein serviles Nervensagl, das Goebbels laut dessen Aufzeichnungen ständig „etwas von seinem Deutschtum vor(geschwafelt)“ habe. Der Filmtitel hält, was er verspricht. Der Film balanciert perfekt auf dem „schmalen Grat der Wahrheit“, ohne jemals die Ambivalenz seiner Titelfigur Luis Trenker anzunehmen. Trenker wurde als Pionier des Freilichtfilms, des „Film ohne Schminke“, berühmt. Hier nun also der ungeschminkte filmische Blick auf ihn.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=UiFdRovvaLw

Wien, 21. 8. 2015

Josef Hader im Gespräch

Februar 20, 2015 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Der neue Brenner: „Das ewige Leben“

Josef Hader  Bild: © Dor Film

Josef Hader
Bild: © Dor Film

Am 5. März startet in den heimischen Kinos „Das ewige Leben“: Gestern stand er am Rande des Abgrunds, heute ist er einen Schritt weiter: In Wolfgang Murnbergers vierter Verfilmung eines Krimis von Wolf Haas verschlägt es den Brenner zurück in seine Heimatstadt Graz – wo ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit auf ihn lauert. Mit dabei: Tobias Moretti, Roland Düringer, Johannes Silberschneider, Hary Prinz und Nora von Waldstätten.

Jetzt wär’s echt schön, wenn eine Zeitlang einmal nichts passieren würde. Der Brenner (Josef Hader, wer sonst) ist nun vollinhaltlich eine gescheiterte Existenz, nur das kleine Haus seiner verstorbenen Mutter im Grazer Nicht-sehr-Nobelbezirk Puntigam ist ihm geblieben, eine erbärmliche Bruchbude ohne Strom, dafür mit undichtem Dach. Also zieht er um, von der Hauptstadt in die Heimatstadt. Back to the roots, sozusagen. Die sind durch eine Jugendsünde ziemlich angefault, genau wie sein Dachstuhl. Als Brenner nämlich seinen alten Polizeischulfreund Köck (Roland Düringer), heute als zwielichtiger Altwarenhändler tätig, aufsucht, um sich Geld auszuborgen, steht auf einmal auch der Aschenbrenner (Tobias Moretti) da – auch einer von damals, und immer noch einer von denen: Aschenbrenner ist jetzt Chef der Kriminalpolizei. Tja, und wenig später ist der Köck tot, und der Brenner liegt mit einem Kopfschuss im Krankenhaus …
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Das Leben ist hart, aber unfair. In seinem vierten Kino-Abenteuer als trauriger Sturschädel Brenner ähnelt Josef Hader mehr denn je den Anti-Helden aus den großen Tragödien – Hirn, Herz und Seele werden ihm ordentlich hergebeutelt in diesem furios inszenierten Krimi, in dem neben Tobias Moretti als beängstigend moralbefreitem Amtsfürsten, Nora von Waldstätten als ebenso charismatischer wie tatkräftiger Medizinerin und Roland Düringer als herrlich grindigem Kleinkriminellen auch die steirische Hauptstadt Graz in all ihrer Pracht zur Geltung kommt: Ein filmischer Hochgenuss, bis zum bitterbös-brachialen Ende. Josef Hader im Gespräch:

MM: Vor zwei Wintern bin ich in dieses Caféhaus gekommen und Hader, Murnberger, Haas saßen an einem Tisch. Ich dachte: Jetzt fotografieren und twittern: Jetzt wird wieder was passieren. Der flotte Dreier funktioniert also noch?

Josef Hader: Er hat funktioniert. Es war kein leichtes Schreiben, wir haben zwei-, zweieinhalb Jahre gebraucht, um die Geschichte dort zu haben, wo wir sie wollten. Also, einfach war’s nicht, aber wir haben uns nicht zerstritten und sind noch immer gute Freunde.

MM: Im Drehbuch wird Ihr Name als erster genannt. Ist das, weil Sie so berühmt oder so berüchtigt sind? Wie laufen Kreativprozesse bei euch ab?

Hader: Am Beginn ist es so, dass wir uns ein bissl kasernieren und überlegen, wie die Filmgeschichte ausschauen soll, wie weit wir vom Roman weggehen wollen, dann schreiben Wolfgang Murnberger und ich abwechselnd Fassungen, die dann zu dritt diskutiert werden. Bei Meinungsverschiedenheiten gibt’s eine eindeutige Mehrheit.

MM: Der Brenner ist eine Figur, die Sie – natürlich mit Abständen – seit 14 Jahren verkörpern. Ist er Ihnen zur zweiten Haut geworden?

Hader: Nein, überhaupt nicht. Bevor man die Rolle spielt, muss man sich vom Drehbuch abnabeln. Man muss sich nicht mehr, wie als Drehbuchautor für die Szene, sondern für die Figur interessieren. Also nicht, wie die Szene besser werden soll, sondern wie’s meiner Figur in der Situation geht, welche Interessen sie im Moment hat. Das ist ein schwieriger Prozess, den Drehbuchautor hinter sich zu lassen und Schauspieler zu sein. Da gibt es keine Routine. Noch dazu, wo der Brenner in jedem Film vor neue Probleme gestellt wird.

MM: Aber in Summe kann man schon sagen, Josef Hader ist gereift wie guter Rotwein und der Brenner eher wie Camembert.

Hader: Ein schönes Bild. Da kann i gar nichts sagen dazu, so schön ist die Metapher.

MM: In „Das ewige Leben“ ist der Brenner endlich total am Sand. Dazu haben Sie sich Äußerlichkeiten überlegt.

Hader: Wolfgang und ich haben uns das überlegt. Es sollte neu sein: Also Vollbart, das war mein Vorschlag. Und Wolfgang sagte: Das passt, besser kann man sozialen Abstieg nicht mit einem modischen Accessoire kombinieren.

MM: Ist Ihnen der Brenner über die Jahre sympathischer geworden?

Hader: Ich glaub’, dass er mir nicht sympathischer geworden ist. Man erfährt von Film zu Film mehr über ihn – und je mehr man über jemanden erfährt, um zu schwieriger ist es, ihn zu mögen. Wenn er ein realer Mensch wäre, würde man ihn für ein Oarschloch halten.

MM: Ich sehe das etwas anders: Sie haben es geschafft, das österreichische Kinopublikum von der Schadenfreude über diese tragische Figur Brenner zum Mitleiden zu bringen. Sie erfüllen da fast eine katholische Funktion.

Hader (er lacht): Dazu kann ich kaum was sagen. Der Film hat seine Zauberregeln, und eine davon ist, dass einen Figuren, an denen man im Leben nicht einmal anstreifen möchte, im Kino zum Weinen bringen. Dass man sie am liebsten umarmen möchte. Das liegt sicher daran, dass man sich emotional in Situationen hineinziehen lassen kann, die weit weg auf der Leinwand stattfinden.

MM: Der erste Brenner-Film war eine Krimi-Komödie, der zweite ein Thriller, der dritte ein Horrorfilm. Ist „Das ewige Leben“ nun ein Cop-Story?

Hader: Wir versuchen nie Seriencharakter zu haben, jede Anspielung auf frühere Filme zu vermeiden. Jeder Film soll sein eigener Genremix sein. Ein Teil davon ist Cop-Film. Diese alten, gescheiterten Männer kann man am besten in diesem Genre zeigen. Weil’s vielleicht einmal gute Polizisten waren. Das lässt ihnen einen Rest von Würde.

MM: Sie haben diesmal zwei sehr prominente Kombattanten Tobias Moretti und Roland Düringer. Wie war die Zusammenarbeit? Ein steter Wechsel von der finnischen Sauna ins Eiswasserbecken?

Hader: Johannes Silberschneider ist auch dabei. Als Brenners nerviger Nachbar. Und alles war natürlich total harmonisch. Ich würde auch, wenn die Sesseln geflogen wären und wir uns niedergebrüllt hätten, sagen, dass alles super war. Aber es war tatsächlich so. Wir haben alle eine Gemeinsamkeit: Wir sind Improvisierer, Musikanten, haben gern wenn der Partner einmal was anderes macht und man anders regieren muss. Von daher sind wir, obwohl wir sehr unterschiedliche Menschen sind, sehr ähnlich von der Schauspielweise. Wir haben uns beim Arbeiten sehr gut verstanden. Den Roland kenne ich ja schon immer; wir haben im Kabarett Niedermair miteinander in den 80er-Jahren angefangen. Den Tobias habe ich neu kennen gelernt, wir waren anfangs ein bisschen vorsichtig miteinander. Aber spätestens, wenn wir über Musik oder über Hans Brenner (österr. Schauspieler, † 1998, Vater von Moritz Bleibtreu, Anm.), den wir beide gekannt und sehr geschätzt haben, und der ja auch der Namensgeber der Figur ist, haben wir jede Scheu fallen gelassen. Tobias ist ein richtig lässiger Jazzer als Schauspieler, er spielt aus dem Bauch, hat noch wunderbare Ideen, knapp bevor sich die Kamera einschaltet: Sagt, schau’, mach’ da des anders. Des is total einmalig in der Zusammenarbeit.

MM: Was man von der Handlung verraten kann: Es gibt mehr Tote, als in einem durchschnittlichen „Dirty Harry“, und es gibt mehr als einen Täter.

Hader: Leute, kommt ins Kino! (Er lacht wieder.) Aber im Vergleich dazu, dass es in jedem „Tatort“ nur mehr Serienkiller gibt, sind wir sehr bescheiden. Wir machen ja keine Whodunits, die sind dem Wolfgang und mir zu sehr Mathematikrätsel. Wir wollen Drama, Brenners Kampf , davonzukommen, zeigen und menschliche Beziehungen in den Mittelpunkt stellen.

MM: Der Brenner leidet in diesem Film stärker denn je an Migräne …

Hader: Ja, deswegen habe ich auch mit Menschen gesprochen, die das Gefühl kennen, dass einem der Schädel explodiert. Weil, i hab’ nie Kopfweh. Selbst noch durchzechten Nächten nicht.

MM: Sie machen als Brenner diesmal Dinge, die ich Ihnen nicht zu getraut hätte: mit einer Kettensäge hantieren und Moped fahren. Haben Sie Gefahrenzulage bekommen.

Hader: Die kriegt man nicht beim österreichischen Film, aber sie wäre tatsächlich notwendig gewesen, weil dieses Moped ein altes war. Die Hinterachse hat’s immer gewandlt. Ich musste recht wild damit herumfahren, und ich war oft froh, wenn eine Mopedszene im Kasten war, wenn ich wusste, ich muss mich jetzt nicht wieder auf der Verfolgungsjagd im Tunnel zwischen LKW und Wand durchdrücken. Ohne Sturzhelm und hoffentlich ohne Reifenplatzer. Aber Motorsäge und Moped, sind etwas, das man einfach lernt, wenn man am Land aufwachst. Des kann jeder von an Bauernhof.

MM: Es gibt zwei nachfolgende Wolf-Haas-Brenners: „Der Brenner und der liebe Gott“ und „Brennerova“, in dem er heiratet. Was wäre für Sie schlimmer? Gott oder Ehe?

Hader: Interessanter ist sicher, den lieber Gott zu treffen. Das haben noch wenige erlebt.

MM: Wie geht’s jetzt weiter?

Hader: Mit einer Pause. Das ist wie bei einer Geburt. Nach zwei, drei Jahren, wenn man vergessen hat, wie schwer das war, geht man’s wieder an. Vorausgesetzt, die Resonanz beim Publikum ist entsprechend.

MM: Und Kabarett? Wann kommt was Neues?

Hader: Ich habe eine Idee, aber nicht das Gefühl, ich muss das jetzt unbedingt sofort machen. Ich habe mich ans Teamwork beim Film so gewöhnt. Ich mache als nächstes mit Erni Mangold und Maria Hofstätter einen „Landkrimi“ in Oberösterreich – und ich freu’ mich schon sehr darauf. Das sind zwei Schauspielerinnen, mit denen ich schon so gern so lang’ was machen wollte, und jetzt hat es sich ergeben.

MM: Sie werden doch auf Ihre alten Tage nicht noch gesellig werden?

Hader: Nur beim Arbeiten, nicht im Leben.

MM: Wie finden Sie Ihre Rolle als Ikone des Kabaretts? Junge Kollegen zitieren Sie oder Sie sprechen in deren Programmen vom Band. Wie fühlen Sie sich in dieser Rolle?

Hader: Dadurch, dass i immer mit mir z’samm’ bin, kenn’ i mi besser als andere. Und dadurch ist keine Gefahr gegeben, dass ich mich selber als irgendetwas empfinde, das an der Wand hängt.

http://dasewigeleben.at/

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=FnUyX6zyV8o

Wien, 20. 2. 2015

Der Brenner kommt wieder ins Kino

März 14, 2014 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

„Das ewige Leben“ wird verfilmt

Wolf Haas, Josef Hader, Wolfgang Murnberger Bild: Berlinale

Wolf Haas, Josef Hader, Wolfgang Murnberger
Bild: Berlinale

Im Advent sah man Wolf Haas, Wolfgang Murnberger und Josef Hader schon konspirativ in einer Ecke im Cafe Eiles sitzen. Da war’s klar: Jetzt wird schon wieder was passieren! Dieser Tage startet die vierte ( nach Komm Süsser Tod 2000, Silentium 2004, Der Knochenmann 2009) Verfilmung eines Haas’schen Brenner-Krimis, Das ewige Leben, in der bewährten Murnberger-Regie, mit dem genialen Hauptdarsteller Hader. Leicht kommen diese Dinge ja nicht zustande, denn drei große Geister triften punkto Drehbuch oft Richtung verschiedener Auffassungen. Aber man hat sich zusammengerauft. Wieder einmal. Ein Glück.

Die hochkarätige Besetzung der Dor-Film-Produktion: Josef Hader, Tobias Moretti, Nora von Waldstätten, Christopher Schärf, Roland Düringer, Margarethe Tiesel, Hary Prinz, Johannes Silberschneider, Sasa Barbul, uvm.

Brenner kehrt nach Graz zurück, in die Stadt seiner Jugend. In der Konfrontation mit seinen Jugendfreunden, seiner Jugendliebe und seiner großen Jugendsünde, kommt es zu Morden und einem verhängnisvollen Kopfschuss. Als Brenner aus dem Koma erwacht, macht er sich auf die Suche nach seinem Mörder – obwohl alle behaupten, er sei es selbst gewesen. Am Anfang war Brenner am Ende aber am Ende könnte er vor einem neuen Anfang stehen.

www.hader.at

Der Knochenmann: www.youtube.com/watch?v=oAbTtJGNQ7o

www.dor-film.com

www.filmladen.at

Wien, 14. 3. 2014