Festspiele Reichenau: Effi Briest

August 5, 2014 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Wie ein Fohlen, das gezähmt und gebrochen wird

Effi Briest mit Geert von Innstetten und Major Crampas: Alina Fritsch mit Michael Dangl und Sascha Oskar Weis Bild: Festspiele Reichenau, Carlos de Mello

Effi Briest mit Geert von Innstetten und Major Crampas: Alina Fritsch mit Michael Dangl und Sascha Oskar Weis
Bild: Festspiele Reichenau, Carlos de Mello

Im Auftrag der Festspiele Reichenau hat Nicolaus Hagg eine Bühnenfassung von Theodor Fontanes „Effi Briest“ erstellt. Das Ergebnis: Ein spannender, überzeugender Theaterabend, bei dem Regisseurin Regina Fritsch ihre Tochter Alina Fritsch als die liebenswerteste aller Ehebrecherinnen der Literaturgeschichte zu inszenieren weiß. Alles stimmt. Von der Musik Bernhard Moshammers bis zum einfach genialen Bühnenbild von Peter Loidolt.

„Effi Briest“ wurde von 1894 bis 1895 zunächst als Fortsetzungsroman in der Deutschen Rundschau abgedruckt. Beschrieben wird das Schicksal eines siebzehnjährigen Mädchens, das auf Zureden ihrer Mutter den mehr als doppelt so alten Baron von Innstetten heiratet. Dieser behandelt Effi nicht nur wie ein Kind, sondern vernachlässigt sie zugunsten seiner karrierefördernden Dienstreisen. Vereinsamt in dieser Ehe, geht Effi eine flüchtige Liebschaft mit einem Offizier ein. Als Innstetten Jahre später dessen Liebesbriefe entdeckt, ist er außerstande, Effi zu verzeihen. Zwanghaft einem überholten Ehrenkodex verhaftet, tötet er den verflossenen Liebhaber im Duell und lässt sich scheiden. Effi ist fortan gesellschaftlich geächtet und wird sogar von ihren Eltern verstoßen. Erst drei Jahre später sind diese bereit, die inzwischen todkranke Effi wieder aufzunehmen. Das Ende ist letal; Hagg gelingt es trotzdem aus dem schweren Stoff leichte Fäden zu ziehen. Nicht zuletzt durch die Hilfe des wunderbaren Martin Schwabs als Effis Vater, ein gutes, banges Herz von Beginn an, für den die Seele zwar kein weites Land (auch das wurde dieses Jahr in Reichenau gegeben), das Leben an sich aber ein zu weites Feld ist. So entzieht er sich der großen Frage, wie weit Eltern Schuld am Schicksal ihres Kindes tragen.

Regina Fritsch verwendet in ihrer Regie genau jene Dosis an Ironie, Überzeichnung und Sentiment, die die Geschichte braucht. Effi ist bei ihr kein „braves“, stilles Mädchen, sondern ein übermütiges Fohlen, das gezähmt und gebrochen wird. Eine Entwicklung, die Alina Fritsch glaubhaft rüberbringt. Regina Fritsch gibt ihre Mutter als Frau, die sich ihrer Pflichten bewusst ist. Kein Entrinnen nirgendwo. Der Mann, den sie für Effi auserkoren hat, hätte eigentlich einmal der ihre werden sollen … so weit, so Freud. Michael Dangl als Innstetten nimmt die Tochter-Trostpreis entgegen, erst steif, versteinert, wird er dann doch noch zu einem unbeholfenen Liebenden. Aber da ist es schon zu spät, da war schon Major von Crampas mit Effi im Heu. Sascha Oskar Weis ist ganz Mannsbild, ein Abenteurer mit Lust auf Lustbarkeiten. Kein Vergleich mit dieser Spaßbremse von Landrat. Der noch dazu ständig weg ist, Bismarck über Beischlaf stellt. Der pragmatische Pragmatisierte treibt Effi regelrecht in die Arme des ungestümen Uniformträgers.

Ebenso viel Sorgfalt wie auf die Ausgestaltung der Hauptrollen wenden Fritsch und Hagg für die Mitspieler auf. Rainer Friedrichsen ist ein gruseliger Kruse. Ein Hausdiener, der Effi mit Spukallerlei über die Nächte auf dem Dachboden erschreckt. Emese Fay spielt das sensible Kindermädchen Roswitha; Hans-Dieter Knebel den freundlichen, bald einzigen Freund, Apotheker Gieshübler. Hannes Gastinger als Dangls Vorgesetzter, der lebenskluge Ministerialrat Wüllersdorf, bittet Innstetten noch inständig von seinem Plan abzusehen. Stellt als einziger die Frage nach der Verjährung von Ehebruch. Umsonst. Innstetten verliert seine Ehre (denn nach dem Tod des Majors ist natürlich auch er gesellschaftlich geächtet) um der Ehre Willen.

Der Abend spinnt sich in eine fein gestaltete mysteriös-traumartige Atmosphäre ein. Wände verschieben sich, geben den Blick auf die Natur frei, oder schieben sich zum Gefängnis des eigenen Haushalts zusammen. Am Schluss noch einmal Effis Kinderlachen. Wie eine Erinnerung an die Unwiederbringliche. Reichenau at its best.

Wien, 11. 7. 2014

www.festspiele-reichenau.com

Festspiele Reichenau: “Die Stützen der Gesellschaft”

August 7, 2013 in Bühne

Die Leichen im Keller regen sich

Lona Hessel (= Therese Affolter) und Karsten Bernick (= Marcello de Nardo) Bild: Festspiele Reichenau, Carlos de Mello

Lona Hessel (= Therese Affolter) und Karsten Bernick (= Marcello de Nardo)
Bild: Festspiele Reichenau, Carlos de Mello

1877 geschrieben und noch so modern. Engstirnigkeit und Kleinbürgerei trifft auf Macht- und Schaffensstreben. Ein Ibsen ist nicht zu schlagen. Das wussten auch die Festspiele Reichenau und eröffneten ihre diesjährige Saison mit des norwegischen Dramatikers „Die Stützen der Gesellschaft“. In der Familiensaga dreht sich alles um den reichen Reeder Konsul Bernick (Marcello de Nardo). Ein Musterbeispiel an moralischer Integrität und voller Sorge um die öffentliche Wohlfahrt. DER Mann in der kleinen Küstenstadt. Aber: Fassaden bröckeln. Vor allem, wenn unerwünschte Verwandtschaft (Therese Affolter als Halbschwester und Tobias Voigt als Schwager) zurückkehrt, um ein paar Leichen im Keller auszugraben. Oder offenzulegen, dass sich der ach so mildtätige Konsul an einem Eisenbahnprojekt in erster Linie selbst bereichert. Mordpläne werden geschmiedet …

In Reichenau legt man den Beinah-Krimi in die bewerten Hände von Peymann-Kumpan Alfred Kirchner (Fassung: Nicolaus Hagg, Bühne: Peter Loidolt, Musik: Kyrre Kvam). Kirchner inszeniert im Neuen Spielraum psychologisches Theater, emotional, präzise, hervorragend. Entlarvt die Moralinsäure hinter der Scheinmoral. Durch die Durchlässigkeit der Bühne bespitzelt hier jeder jeden. Ein intimes Wort ist kaum bis unmöglich. Alles ist „Repräsentation“. Haggs Textfassung ist schlank, klar, pointiert und wirft einen tiefen Blick auf die Diskussionsstandpunkte  der damaligen Gesellschaft: Fortschrittsglaube? Mensch gegen Maschinen? Europas veraltete Strukturen gegen die Offenheit, aber auch die Brutalität der Neuen Welt USA? Das Ensemble ist umwerfend gut. De Nardo, präsent, wie immer die Bühne beherrschend, hartherzig, ein „Herrenmensch“, ein Rasender in seinem Schaffensdrang, entwickelt sich sich im Laufe des Abends vom selbstgerechten Macher zum gestürzten Patriachen, der die Trümmer seiner Existenz in Aktien für die Allgemeinheit verwandeln muss. Und doch genau in diesem Moment des Zusammenbruchs klar macht, dass er sich wie ein Phönix aus der Asche erheben wird.  Gibt es eine Rolle, in der dieser Mann nicht brilliert? Nein!

Marin Schwab als Schiffsbaumeister Aune ist der Gegenpol, dem er sich schließlich ergibt. Schwab spielt eine Art ersten Gewerkschafter, der gegen Husch-Husch-Pfusch sowohl die Schiffe als auch seine Arbeiter als auch seinen guten Ruf schützen will. Eine Paraderolle. Ein Working-Class-Hero im „Blaumann“, der trotz allem im feinen Salon seine Mütze verlegen mit den Fingern knetet. Aune steht für die im Revolutionsjahr 1848 gegründete norwegische Arbeiterbewegung. Dank lokaler Vereine gewann sie rasch an Macht. Sie wurde zerschlagen. (Ein wichtiger Kopf war Marcus Thrane, dessen Thranitter-Bewegung gehörte auch der junge Ibsen an.) Chris Pichler spielt Bernicks durch ständige Demütigungen längst mundtot gemachte, eingeschüchterte, unterdrückte Frau Betty, Jürgen Maurer ist als missionarischer Frömmler Rörlund ein perfekter Pharisäer, Dirk Nocker nimmt’s als Vetter locker. Johanna Arrouas gibt schön verhuscht das Überbleibsel, sprich: Mündel, von Bernicks Seitensprung.

Den hat einst Bettys Bruder Johann (Tobias Voigt) auf sich genommen, um das Aufsehen, den Bankrott zu verhindern. Nun will er seinen Namen reinwaschen. Er kommt mit Bettys Halbschwester Lona (Therese Affolter), der Bernick erst ein Eheversprechen gab, bevor er begriff, dass Betty mehr erbt. Es folgen Hass, Verzweiflung, Rachegelüste eines, der seine Felle schwimmen und seine Schiffe untergehen sieht. Affolter hat den großen Auftritt, ein Fleisch gewordener Lügendetektor, eine Skandalnudel, gekommen, den Skandal aufzudecken, „auszulüften“, wie sie sagt. Im Nahkampf mit De Nardo sind die beiden nicht zu schlagen. Die ehrliche Haut Tobias Voigt kriegt am Schluss sein Recht und Johanna Arrouas. Eine gelungene Ensembleleistung. Ein mehr als gelungener Abend. Bravo!

VORSCHAU 2014:

Vier neue Theaterproduktionen:

Im Neuen Spielraum:

„1914 – Zwei Wege in den Untergang“ von Nicolaus Hagg
(Uraufführung im Auftrag der Festspiele Reichenau)

„DAS WEITE LAND“ von Arthur Schnitzler

Im Großen Saal:

„UNVERHOFFT“ von Johann Nestroy

„EFFI BRIEST“ von Theodor Fontane
Uraufführung, Neue Bühnenfassung

www.festspiele-reichenau.com

www.mottingers-meinung.at/festspiele-reichenau-madame-bovary

Von Michaela Mottinger

Reichenau, 4. 7. 2013

Festspiele Reichenau: „Madame Bovary“

August 6, 2013 in Bühne

Fadesse ist ein Verführer

Mme.Bovary, Rodolphe Boulanger (Stefanie Dvorak, Michael Dangl) Bild: Festspiele Reichenau, Carlos de Mello

Mme.Bovary, Rodolphe Boulanger (Stefanie Dvorak, Michael Dangl)
Bild: Festspiele Reichenau, Carlos de Mello

Es war eine kurze Zeitungsnotiz, die Gustave Flaubert 1851 zu seiner Jahrhundertliebessmonzette „Madame Bovary“ inspirierte: Selbstmord der Delphine Delamare im normannischen Dorf Ry wegen langweiler Ehe mit einem Landarzt, ergo Kaufrausch, ergo Schulden. Am Ende Gift. Der berühmte französische Autor nahm die Tragödie zum Vorbild für seinen Roman. Die Zensur beanstandete weiland „die laszivität einzelner Stellen und die unmoralische Tendenz des Romans“. Schön, da will man doch mehr wissen. Bei den Festspielen Reichenau kam nun eine neue Bühnenfassung von Nicolaus Hagg über die „Sitten der Provinz“ zur Uraufführung. Eine herrliche Fassung, die es schafft, Hysterie und Hinscheiden mit Humor zu verbinden. Und mehr: Hagg fördert die revolutionären Ideen des Buches in seinem Drama zu Tage. Eine beinah moderne Ernüchterung über Beziehungen, Bruch mit der römisch-katholischen Religion, Gott ist tot – das Materielle wird zum Götzen, gleichzeitig aber auch den Aufschwung der Naturwissenschaft, der Philosophie. Rousseau, Diderot, Voltaire …

Regisseur Michael Gampe hat das Stück perfekt besetzt. Bis in die kleinste Rolle. Er setzt auf ein nuanciertes, von feiner Hand geführtes Spiel. Peter Loidolt hat für den Neuen Spielraum wieder einmal ein Bühnenbild erdacht, dass die Zuschauer auf allen drei Seiten glücklich macht. Ein Häuschen, eine Gartenbank, ein Salonsofa – der Wechsel von Innen nach Außen funktioniert im Kopf. Musik: Kyrre Kvam. Im Mittelpunkt natürlich die Bovarys. Stefanie Dvorak ist eine wunderbare Emma Bovary. Überspannt, zerstreut, ein guter Mensch eigentlich, nur durch die Wunschbilder ihrer Liebeslektüre lebt sie an der Realität vorbei. Diese Frau ist  kein Vamp, keine Kanaille, sondern bloß voll Frustration und Sehnsucht. Viele Frauen ereilte im 19. Jahrhundert die Depression, weil sie aufgrund gesellschaftlicher Konventionen zum Dasein als schönes Standbild verdammt waren. Kein Wunder also, dass Emma dem routinierten Verführer Rodolphe verfällt und die Kontrolle (auch über die Finanzen) verliert. Michael Dangl gibt den sinistren Gutsherrn. Vom ersten Auftritt an arrogant, vor Selbstbewusstsein strotzend. Ein Ladykiller, ein eiskalter Schnösel mit brutaler Ader. Eine Rolle, die Dangl steht.

Wie anders André Pohl als Charles Bovary – wie könnte es sonst sein, symphatischer dargestellt, als von Flaubert beschrieben: Ein liebevoller Gatte, der sich die Schuld an Emmas Seelenqual zuschreibt, Arzt mit Leib und Seele, allerdings auch ein Pragmatiker, durch und durch Realist, Ennui sein ständiger Begleiter. Und – ein Muttersöhnchen, der sich nicht von Maman-Darstellerin Elisabeth Augustin lösen kann. Sein Gegner, ohne dass Charles es argwöhnt: Peter Matíc als Apotheker, als Quacksilber der Platzhirsch, skrupellos und großartig im ewigen Clinch mit seiner Ehefrau (Marianne Nentwich). Da fliegen Worte, scharf wie Skalpelle. Sehr gelungen auch Hans Dieter Knebel als Tuchhändler Lheureux, ein Schlitzohr, die zu Fleisch gewordene Schuldenfalle, und Günter Franzmeier als auf verlorenem Posten kämpfender Abbé Bournisien. Ein Sonderapplaus gilt Michael Pöllmann als stummem Krüppel Hippolyte.

Der Schluss vorgezeichnet einfach: „Die Verrückte“, die Sonderbare im ehrwürdigen Kreis der Dorfhonoratioren ging den ihr zustehenden Weg … und Reichenau hat einmal mehr gezeigt, was es kann: Theater auf höchstem Niveau zeigen.

www.festspiele-reichenau.com

Von Michaela Mottinger

Reichenau, 7. 7. 2013

Festspiele Reichenau 2013

Februar 25, 2013 in Tipps

Wo die Theaterstars „Sommerfrische“ machen

Vier großartige Theaterstücke und herausragende Konzerte in handverlesener Besetzung haben die Festspiele Reichenau 2013 unter der Leitung von Renate und Peter Loidolt zu bieten: Im großen Saal werden zwei österreichische Klassiker gegeben: Schnitzler und Nestroy. In „Der einsame Weg“ spielen u. a. Rainer Frieb, Julia Stemberger, Miguel Herz-Kestranek, Joseph Lorenz, Regina Fritsch und Sascha Oskar Weis. Regie führt Hermann Beil; Premiere ist am 4. Juli, 19.30 Uhr. Bei „Einen Jux will er sich machen“ wird sich Nicolaus Hagg um die Inszenierung kümmern. In der Posse mit Gesang sind u. a. Wolfgang Hübsch, Toni Slama, Nicolaus Hagg, Gabriele Schuchter, Ulrike Beimpold, Sylvia Lukan, Martina Spitzer und Markus Kofler zu sehen. Premiere ist am 5. Juli, 19.30 Uhr.

Bovary

Andre Pohl, Michael Dangl, Stefanie Dvorak
„Madame Bovary“
Bild: Festspiele Reichenau/Carlos de Mello

Im neuen Spielraum stehen eine packende, norwegische Familiensaga von Ibsen und ein frivol-leidenschaftliches Drama nach Flaubert auf dem Programm: In „Die Stützen der Gesellschaft“ taucht die exentrisch-amerikanische Verwandtschaft genau in dem Moment auf, in dem Schiffsreeder Konsul Bernicks Fassade der moralischen Anständigkeit zu bröckeln beginnt. Er beschließt, den ungeliebten Anhang zu vernichten. In der Regie von Alfred Kirchner stehen u. a. Marcello de nardo, Chris Pichler, Therese Affolter, Emese Fay, Dirk Nocker, Johanna Arrouas, Martin Schwab und Juergen Maurer im Geviert zwischen dem Publikum. Premiere ist am 3. Juli, 19.30 Uhr. Eine Uraufführung in Form einer neuen Bühnenfassung bietet Nicolaus Hagg mit „Madame Bovary. Sitten der Provinz“. Michael Gampe inszeniert Emmas Geschichte, Tochter eines wohlhabenden bauern und im Kloster erzogen, die sich durch die Lektüre rührseliger Romane in Romanzen, Lügen und in weiterer Folge in die Verletzung aller Moralgesetze verstrickt. Bis zum bitteren Untergang. Als Darsteller agieren u. a. Stefanie Dvorak, Andre Pohl, Elisabeth Augustin, Michael Dangl, Peter Matic, Marianne Nentwich, Hans Dieter Knebel und Günter Franzmeier. Premiere ist am 6. Juli.

Starpianist Rudolf Buchbinder erfreut am 7. Juli um 11 und 19.30 Uhr mit einem Beethoven-und-Schumann-Konzert; Oleg Maiseneberg interpretiert am 21. Juli, 11 Uhr, Schubert und Debussy – und um 19.30 Uhr mit Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager Werke von Brahms, Grieg, Schubert und Schumann.

www.festspiele-reichenau.com

Von Michaela Mottinger

Wien, 25. 2. 2013