Werk X-Petersplatz: Unerträglich lange Umarmung

September 21, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Großstädterseelen, die durch ihren Kosmos geistern

Benjamin Vanyek und Marta Kizyma. Bild: © Edi Haberl

Das Werk X-Petersplatz startet die Saison unter der neuen kuratorischen Leitung von Cornelia Anhaus mit der österreichischen Erstaufführung von Iwan Wyrypajews „Unerträglich lange Umarmung“. Lina Hölscher hat den formal wie inhaltlich anspruchsvollen, hochgradig lyrischen Text als Kooperation mit perlen vor die säue inszeniert, und ihr ist, etwa im Gegensatz zur viel gescholtenen Uraufführung am Deutschen Theater Berlin, ein wundersamer Abend geglückt.

Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass Hölscher bei ihrer Regie auf jeglichen Bühnenschnickschnack verzichtet, sie vertraut aufs geschriebene Wort, und wie ihr Darsteller-Quartett es interpretiert. Julia Grevenkamp hat dafür vier von oben beleuchtete Quader auf die Spielfläche gestellt, als wären es Wartehäuschen bis zum Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Von „Zelle“ zu „Zelle“ werden so Versuche der Interaktion unternommen, die aber doch nur die Isolation des Einzelnen ausstellen. Das Publikum sitzt rund um diese starken Positionen im Raum, bespielt von Katharina Paul und Benjamin Vanyek, Marta Kizyma und Felix Kreutzer.

Wyrypajew erzählt von nichts Geringerem als vom Anfang und Ende allen Ich- und Wir-Seins, beziehungsweise wie ersteres es nicht schafft, sich in zweiteres zu verwandeln. Sein Text oszilliert zwischen tragi- und -komisch, seine zynisch hingeworfenen Lebensweis- und -wahrheiten erweisen sich als durchaus wirklichkeitshaltbar. In New York treffen also die Charaktere aufeinander, das Ehepaar Monika und Charlie, Paul und Vanyek, das sich wegen einer Abtreibung entzweit, Emmy und Kryštof, Kizyma und Kreutzer, die sich in eine Sexnacht stürzen, obwohl Emmy auch ein Verhältnis mit Charlie hat.

Marta Kizyma und Felix Kreutzer. Bild: © Edi Haberl

Felix Kreutzer und Katharina Paul. Bild: © Edi Haberl

Das Stück ist ein Trip. Im Wortsinn. Denn immer mehr verschwimmen unter Drogeneinfluss die Grenzen zwischen Realität und Rausch. Die Figuren reisen von Selbstbestimmtheit zur Selbstaufgabe und retour, vier Großstädterseelen und wie sie durch ihren Kosmos geistern. Angeleitet werden sie von einer inneren Stimme, einem Anruf aus dem Universum, hinreißenden Selbstgesprächen, die ihnen helfen sollen, zu ihrer Mitte zu finden. Doch bis dorthin heißt es durchs Inferno gehen. Nach Wien oder auf die Intensivstation. Und durch die Sehnsuchtshöllen der unerfüllten Wünsche. Bis man einander und dem Tod inniglich in die Arme fallen darf …

„Unerträglich lange Umarmung“ im Werk X-Petersplatz ist ein dicht gewebter Theaterabend von Wyrypajews komplex strukturiertem Text, der gerade durch seine minimalistische Umsetzung eine starke Sogwirkung entwickelt. Das Leiden der Figuren an der von ihnen geschaffenen Welt, ihr Ringen um einen zeitgemäßen Gott?, Paradies?, blauen Punkt? zwingt den Zuschauer geradezu zur persönlichen Stellungnahme in Sachen Sinnsuche.

werk-x.at

  1. 9. 2018

Werk X Eldorado: mutterseele. dieses leben wollt ich nicht

März 8, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Im Wortsinn: eine Familienaufstellung

Ein Spiel auf mehreren Ebenen: Lilly Prohaska als Rita (hinten), Florian Stohr und Lisa Weidenmüller als Sven und Marie (Mitte), Nikolaij Janocha als Maries Vater Gerhard (vorne). Bild: © Edi Haberl

Nicht nur das Werk X in Meidling, auch dessen Innenstadtdependance Eldorado ist immer wieder für dramatische Entdeckungen gut. Diesmal gilt die Aufmerksamkeit Autor Thomas Perle und seinem Stück „mutterseele. dieses leben wollt ich nicht“, das wie mit spitzen Nadeln unter die Haut fährt. Perle, 1987 in Rumänien geboren, schrieb seinen Text bei den Wiener Wortstätten; nun hat ihn Regisseurin Lina Hölscher als Kooperation von „perlen vor die säue“ und dem Werk X zur Uraufführung gebracht.

Und sie hat daraus im Wortsinn eine Familienaufstellung gemacht. Perle hat ein Spiel auf drei Ebenen geschaffen, das Hölscher auf drei Spielebenen umsetzt. Erzählt wird die Geschichte von Rita und Marie, einer Alkoholikerin und einer Tochter, die Angst hat, so zu werden wie die Mutter. Eine alt gewordene Rita, verbittert, verlassen, verlebt, dämmert schnapsbenebelt durch ihren Alltag. Ganz oben auf der Absturztreppe hadert sie mit einem Schicksal, das der jungen Rita auf der unteren Etage im Moment widerfährt. Schwangerschaft, überstürzte Hochzeit, der Mann ein Schläger, Fremdgänger und Säufer. Immer öfter greift auch Rita zur Flasche, trinkt sich den Kummer weg, als ob das tatsächlich ginge. Und in der Mitte Marie – samt Sven, dem treusorgenden, gutherzigen Lover. Doch Marie kann seine Liebe nicht annehmen. Das hat sie nicht gelernt – und so ist zu befürchten, dass ihr der Weg der Mutter offen steht …

Lilly Prohaska spielt die alt gewordene Rita mit der ihr eigenen Intensität. Sie gestaltet die Mutter als Ich-bezogene Monstrosität, ausgestattet mit dem Alkoholiker-typischen Egoismus; ihre Rita ist nicht nur eine Frau, die nicht zuhören kann, sondern die Gegenwart und Zukunft (vor allem die der Tochter) gar nicht erst interessieren, weil sie in der Vergangenheit zurückgeblieben ist. Marie, die sich eine Kindheit und Jugend lang für ihre Exzesse geschämt hat, attestiert sie ein „schönes Leben“, weil sich ihre Perspektive längst Richtung Verbohrtheit verschoben hat. Trotzdem, Prohaska gelingt es, ein Menschenwesen zu formen, das Mitgefühl erweckt. Man versteht diese Rita kaum, will’s vielleicht auch gar nicht, doch sie tut einem leid, weil sie doch weiß, dass der Tod schon im Hausflur auf sie wartet.

Die ältere Rita mit Tochter Marie: Lilly Prohaska und Lisa Weidenmüller. Bild: © Edi Haberl

Die junge Rita mit Ehemann Gerhard: Claudia Carus und Nikolaij Janocha. Bild: © Edi Haberl

Genau so geht’s auch Marie, die vor der Mutter immer wieder flieht, und doch zurückkommen und nach deren Wohlergehen sehen muss. Ein sinnloses, nervenaufreibendes Unterfangen, denn wer sich mit Alkohol aus dem Leben befördern will, dem gelingt das meist auch. Lisa Weidenmüller liefert in diesem Wechselbad der Emotionen eine starke Performance ab. Und so sind denn auch die Szenen am gewaltigsten, in denen Prohaska und Weidenmüller als Mutter und Tochter in den Infight gehen. Claudia Carus schlüpft in die Rolle der jungen Rita, Nikolaij Janocha spielt Ritas Ehemann Gerhard, Florian Stohr Maries Freund Sven.

Perles Text ist beinhart. Er hat seine Figuren der Sprache beraubt, hat ihnen den Ausdruck amputiert. Er lässt sie wortstammeln, in Halbsätzen ärgern sie sich über ihre Existenz. Der Grundton des Abends ist Aggression, die Grundhaltung Eskalation. Doch während derart gerauft und gerungen wird, malen die drei Darstellerinnen abwechselnd auch den Bühnenhintergrund aus. Ein Kinderzimmer in Sonnengelb? Oder blüht hier die Leberzirrhose? Man weiß es nicht. Die Szenen beginnen, sich ineinander zu schieben. Gewesenes greift in eben Stattfindendes ein, Zukünftiges mischt sich in die Vergangenheit.

Hölschers für den Anfang vorgegebene Form löst sich immer mehr im Chaos von Ritas Leben auf. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen schreit sie ihre Tochter an, dass sie nie Mutter werden wollte. Und dann erfährt auch Marie, dass sie ein Kind bekommt, das sie nicht will. Dies als Anhaltspunkt für den Titel. Den Text hat Hölscher bis in seine Tiefen ausgelotet; ein, zwei jugendsündige Untiefen macht vor allem das fabelhafte Darstellerinnentrio wett. Was bleibt, ist viel Wahres. So wie Maries erschreckende Erkenntnis, man könne wohl erst richtig erwachsen werden, wenn die Eltern tot sind. Oder man sie für sich für selbiges erklärt.

werk-x.at

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Wien, 8. 3. 2017

Landestheater NÖ: Ab jetzt

Mai 14, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Riesen-Nonsense mit Replikantin

Yorck Dippe, Lina Beckmann und Gala Winter. Bild: Klaus Lefebvre

Menschen mit Maschine: Yorck Dippe, Lina Beckmann und Gala Winter. Bild: Klaus Lefebvre

Zum Saisonschluss und zum Ende ihrer Tätigkeit als Intendatin des Landestheater Niederösterreich lud Bettina Hering, sie wechselt als Schauspielchefin zu den Salzburger Festspielen, zu einem der bewährten Gastspiele. Das Schauspielhaus Hamburg zeigte Alan Ayckbourns Science-Fiction-Groteske „Ab jetzt“ in der Regie von Karin Beier.

Und es war der Abend der Lina Beckmann. Mit einer solchen Schauspielerin an der Hand, kann man als Theaterdirektorin gar nicht anders, als dieses Stück anzudenken. Dachte wohl auch Beier. „Ab jetzt“ ist der ganz andere Ayckbourn, gern wird gesagt, nicht sein bester, doch das sollte man zumindest nach dieser schwungvollen Inszenierung anders sehen.

Erzählt wird aus der Zukunft. Der Komponist Jerome hat mit seiner soziophoben Art seine Frau vertrieben, die allerdings mit Kind, und diese Tochter will er wiedersehen. Also bastelt er für den Besuch samt Sozialarbeiter an einer heilen, neuen Familie – erst mit Leihmimin Zoe, doch als die Reißaus nimmt, mithilfe einer Roboterfrau namens Gou 300F. Die hat ein paar Macken, und als nun die frisch Geschiedene in der Tür steht, nimmt das Verhängnis seinen Lauf … Beier hält sich nicht damit auf nach verkopfen, tieferen Bedeutungen im Text zu suchen, Motto: Was die Maschine dem Menschen antut, wenn er sich in Abhängigkeit zu ihr begibt, nein, sie fährt einfach mit Vollgas drauflos, von Gag zu Gag, von Nonsense zu Nonsense.

Kein Sofa über das nicht gestolpert wird, keine Wand gegen die man nicht läuft. Und die Königin dieser Komödie ist Beckmann – übrigens für die Rolle bereits mit einem Schauspielerpreis ausgezeichnet. Derangiert tanzt ihre Zoe an, man hat sie auf der Straße ausgeraubt, aber so arm dran kann die gar nicht sein, dass ihre Kunst nicht noch erbärmlicher wäre. „Soll ich Ihnen die Ophelia vorspielen?“, fragt sie in einem Ich-war-mal-wer-Aufbegehren. Ganz großartig gelingt Beckmann diese Übung, aus einer Knallcharge, einer gescheiterten Existenz ein berührendes Exemplar der Gattung Mensch zu machen. Und das Publikum biegt sich vor Lachen, umso mehr als sie, nunmehr von der Kunst-Frau zur künstlichen Frau mutiert, wie ein dem „Blade Runner“ entsprungener Replikant agiert. Welch eine Ironie: Zoe, die einzig empathiebegabte im falschen Spiel, so beflissen wie bizarr, wird abgelöst durch Emotionslosigkeit. So scheint es zumindest auf den ersten Blick.

Denn war das Wesen aus Fleisch und Blut hippelig und hypernervös und enervierend tollpatschig, so ist das Wesen aus Draht und Silikon berechnend gefährlich und ganz offensichtlich eifersüchtig. So viel Mensch in einer Maschine, und man weiß nicht, bei wem die Schaltkreise zuerst durchgebrannt sind. Jerome lebt in einem Hightechbunker, sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein Bildtelefon. Alles, was irgend Leben ist, speist er in den Computer ein, will er doch mit diesem Material sein Opus magnum ausgerechnet über die Liebe schreiben. Götz Schubert gibt diesen Beziehungsgestörten mit der richtigen Dosis Ekeligkeit, so schrullig, dass man ihn gerade noch sympathisch finden kann.

Ute Hannig spielt erst ebenfalls die Gou – Version 1, als gruselige, herrische Sexmachine in Seidenkorsage, dann Jeromes Frau Corinna als über weite Strecken herzlose, weil herzgebrochene Xanthippe, Gala Winter die Tochter Geain als genderverwirrten Rotzlöffel. Sie ist nun ein Er, ein Glatzkopfkerl mit Kinnbart, wird aber flugs mit Zöpfchen und Schleifchen wieder zur Sie. Herrlich auch Yorck Dippe als Mann vom Jugendamt: Der aalt sich in seinen großen Gesten, ganz Conferencier in eigener, ergo narzisstischer Sache und ist doch die Person gewordene Bankrotterklärung modernen Behördentums. Michael Wittenborn, eingespielt per Video, ist Jeromes bester Freund, ein auf den Anrufbeantworter umgeleiteter Dauertelefonierer. Frau weg, Selbstmord in den Gedanken, sitzt der Kauz erst im Schlagzeugkeller, später in einer Bar, in der er tatsächlich um sein Leben fürchten muss.

Was Beier und ihr Ensemble vorführen, ist großes Tennis. Tempo und Timing stimmen auf den Punkt, die Schauspieler sind perfekt geführt und danken mit einer einwandfreien Performance. Am Ende läuft Gou durch den irrtümlichen Gebrauch der bei ihr eingespeicherten Keywörter völlig aus dem Ruder, das Wahnsinnskarussell dreht sich von Minute zu Minute schneller, und Gala Winters Geain, wunderbar ist diese Kostprobe ihres Könnens, nutzt diesen Umstand reichlich aus. Die neue Generation kann ja mit der Technik. Der egozentrische Künstler aber bleibt allein, er hat jetzt genug Zeugs zum Komponieren. Mit viel Witz und ihrem Gespür für schwarzen Humor hat Karin Beier St. Pölten einen höchst vergnüglichen Start in die Sommerpause beschert. Am 23. Mai wird Marie Rötzer, die neue künstlerische Leiterin des Hauses, ihren ersten Spielplan präsentieren. Man darf gespannt sein, was da alles zu erfahren sein wird.

www.landestheater.net

Wien, 13. 5. 2016

Schauspielhaus Graz: Viktor Bodó inszeniert Le Bal

März 10, 2014 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

„Ich und meine Sabberer – P’tit Albert“

hat auf der Probebühne Premiere

Bild: Lupi Spuma

Bild: Lupi Spuma

Nach seinen Erfolgsproduktionen „Amerika“, „Der Sommernachtstraum“ oder „Der Meister und Margarita“ inszeniert Theatermagier Viktor Bodó  mit seiner Szputnyik Shipping Company nun „Das Ballhaus (Le Bal)“ am Schauspielhaus Graz. Und weil der Ungar nie ein Mann fürs Simple ist, macht er daraus ein Schauspiel ohne Worte. Premiere ist am 15. März.

Mit seiner neuen Arbeit wagt der Regisseur mit einem siebzehnköpfigen österreich-ungarischen Ensemble wieder einen ungewöhnlichen Abend: Bodó erzählt in einer eigenen Fassung den Film Le Bal über einen Tanzsaal im historischen Wandel bis in unsere Zeit weiter. Mit Fokus auf aberwitzige Choreografien und aufwendiger, eigens für den Abend komponierter Orchestermusik im Stile der jeweiligen Epoche. Einen gesprochenen Text gibt es nicht. Das Jahr 2014: Eine längst in Vergessenheit geratene Immobilie wird erstmals wieder betreten. Verfallen und verstaubt liegt der alte Tanzsaal da, der weit über ein Jahrhundert lang vielen Menschen allabendlicher Ort der Zuflucht, des Vergnügens, des Begehrens und der Auseinandersetzung war. Fundstücke erinnern an Geschichte und Geschichten. Mehr und mehr kehrt das Leben zurück … In Bodós Bühnenfassung wird das Geschehen durch die bekannten Tänze der Epochen und die kleinen Dramen des Alltags bestimmt. In mitreißenden Etappen und aberwitzigen Szenen werden die großen Fragen des Lebens verhandelt: Wird er heute Abend kommen?, Sitzt der Schlips richtig?, Wann sagt er endlich JA?, Brauch̕ ich noch einen Schnaps? Und während drinnen die Menschen um ihr Leben tanzen, zieht draußen die Weltgeschichte nicht ganz spurlos an ihnen vorüber. Ein Abend ohne Worte, aber voller Komik, Fantasie, Irrwitz und Poesie.

Am 14. März hat auf der Probebühne „Ich und meine Sabberer – P’tit Albert“ von Jean-Marie Frin nach einer Novelle von Jack London Premiere. Wahrscheinlich eine der spannendsten Produktionen des Schauspielhaus Graz in dieser Saison. Seit seinem dritten Lebensjahr lebt Tom in einer psychiatrischen Anstalt. Hier dient er als Hilfspfleger und serviert das Essen. Er sieht alles, hört alles, weiß alles. Umgeben von lauter „Sabberern“ ist er der „Deb-Ersten-Ranges“, gesegnet mit der „Gabel der Sprache“. Mit dem ihm eigenen klaren Blick erzählt er vom alltäglichen Wahnsinn im Leben eines „Expertpflegers“, diagnostiziert seine Ärzte und Pfleger, die vielleicht auch nicht alle Tassen im Schrank haben. Er berichtet liebevoll bis ins Detail, wie er als „Vernährungsexperte“ seinem Lieblingssabberer Klein-Albert den Brei „löffel-füttert“, ohne dass dieser sofort „entstickt“. Das Heim ist sein Zuhause: „Das Leben von draußen lieb ich nicht zu sehr …“ „Ich und meine Sabberer – P’tit Albert“ basiert auf der Erzählung „Told in the Drooling Ward“ von Jack London. Der Monolog ist ein pointenreiches Feuerwerk voller Wortverdrehungen und Wortspiele, an der Grenze zwischen Alltag und Wahnsinn. Ein herzerwärmendes Stück über das Anderssein, das Trotzdem-Dazugehören und die Suche nach Anerkennung, Identität und einem eigenen Platz in der Welt. Regie führt Lina Hölscher, es spielt Franz Solar.

www.schauspielhaus-graz.com

Wien, 10. 3. 2014