Kunst Haus Wien: Street. Life. Photography

September 6, 2019 in Ausstellung

VON MICHAELA MOTTINGER

Fotos vom Leben auf der Straße

Maciej Dakowicz: Ohne Titel, 2007, Serie: Cardiff After Dark, 2005-2011. © Maciej Dakowicz

Die Stadt ist eines der wohl schillerndsten Sujets in der Geschichte der Fotografie: Das Kunst Haus Wien präsentiert ab 10. September mit „Street. Life. Photography“ Ikonen der Street Photography aus sieben Jahrzehnten. Von Merry Alpern, Diane Arbus, Robert Frank bis zu Lee Friedlander oder Martin Parr – mit mehr als 35 Positionen und mehr als 200 Werken setzt sich die Ausstellung mit den Umbrüchen und ästhetischen Entwicklungen der Street Photography auseinander.

Von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart. Street Life, Crashes, Public Transfer, Anonymity und Alienation – In fünf kaleidoskopartig angelegten Kapiteln behandelt die Ausstellung die zentralen Themenfelder der Street Photography und zieht die Besucherinnen und Besucher in unterschiedlichste, teils surreal erscheinende Bildwelten. Die analoge tritt neben die digitale Fotografie, die Kleinbildkamera neben die Großbildkamera, Schwarz-Weiß-Fotografie trifft auf Farbfotografie und vertraute Ikonen der Fotografiegeschichte.

Erich Lessing: Leben im Wiener Prater, 1954. © Erich Lessing, Courtesy Österreichische Nationalbibliothek, Inventar-Nr. Pk 4583, 97

Leon Levinstein: New Orleans, 1976. © Leon Levinstein, Courtesy Howard Greenberg Gallery, NYC, Haus der Photographie / Sammlung F.C. Gundlach, Hamburg

Axel Schön: Ohne Titel, aus der Serie: Feuer, Novgorod 1993. © Axel Schön

Philip-Lorca diCorcia, Marylin, 28 Years Old, Las Vegas, Nevada, 30$, 1990-1992. © Philip-Lorca diCorcia, Courtesy: Sprüth Magers und 303 Gallery, Haus der Photograpie / Sammlung F.C. Gundlach, Hamburg

Internationale Klassiker der Street Photography werden mit jungen, zeitgenössischen Positionen wie Mohamed Bourouissa, Harri Pälviranta oder österreichischen Künstlerinnen und Künstlern wie Alex Dietrich und Lies Maculan in Verbindung gebracht – und eröffnen einen neuen Blick auf die unterschiedlichen Räume der Stadt, die die Beobachtung der urbanen Umgebung früher und heute bietet. „Street. Life. Photography“ beleuchtet die anhaltende Faszination, die dieses Thema auf die Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts ausgeübt und dabei ein eigenes Genre hervorgebracht hat.

Trailer: www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=2imZnfdSwRg           www.kunsthauswien.com

6. 9. 2019

Life Guidance

Januar 8, 2018 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Optimierung bis zum Anschlag

Fritz Karl gerät als Alexander ins Visier der Agentur. Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Zu Beginn gleitet die Kamera über das „Schöner Wohnen“ einer wohlhabenden Kleinfamilie. Teure Möbel, exquisite Kleidung, alles ein wenig unpersönlich in dieser sterilen Welt. Da klingelt es an der Tür. Ein Fremder gibt sich als Mitarbeiter einer Agentur aus, die dem Familienvater helfen soll, sich selbst zu optimieren.

Er steht plötzlich mitten im Wohnzimmer und erklärt, der Sohn des Hauses habe angezeigt, der Herr Papa sei vom System nicht so hundertprozentig überzeugt. In weiterer Folge wird der Fremde überall sein, wird die privatesten Rückzugszonen durchforsten und eine Angst erzeugen, deren Ursache gar nicht zu benennen ist. Und der Vater wird sich aufmachen, die Instanz zu suchen, die totalitäre Macht, die hinter diesem Kontrollorgan steht, das sich „Life Guidance“ nennt. So auch der Titel von Ruth Maders aktuellem Film, der am 12. Jänner in den heimischen Kinos anläuft, die beklemmende Zukunftsvision einer bis ins Intimste „gleichgeschalteten“ Gesellschaft – und dabei so nahe am Heute, dass es einen beim Zuschauen fröstelt.

„Life Guidance“ ist ein sperriger, spröder Film, in kühlen Farben gehalten und durchkomponiert bis ins Detail. Selbst die Sprache ist anderes, futuristisch, erinnert ans Orwell’sche Neusprech. Vieles bleibt rätselhaft in dieser Hochglanz-Dystopie, die nicht mehr als die Gegenwart für ein mögliches Morgen hochgerechnet hat. „Das Ende der menschlichen Freiheit“, sagt Ruth Mader“, tritt im Rahmen all dessen ein, was uns vertraut ist: der liberalen Demokratie, des Finanzkapitalismus, der technokratischen Elite von heute.“ Es gruselt einen, wenn ein über den Teppich rollendes Spielzeugkaninchen gerade den einen Satz kann: „Ich sehe deine Leistungen.“

Alexander und Anna haben Gäste. Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Schöne sterile Welt: Das Büro von Life Guidance. Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Ja, jeder hat sein Potenzial auszuschöpfen, da fallen einem Sprüche ein, wie die vom selben Boot, in dem alle sitzen, die sich gleichen. Nur sind manche gleicher. Andere völlig ungleich. „Life Guidance“ ist ein hochbrisanter und politischer Film, radikal wie alle Arbeiten von Ruth Mader. In ihm brilliert Fritz Karl als Familienvater Alexander; Florian Teichtmeister spielt den Mitarbeiter von „Life Guidance“, Katharina Lorenz Alexanders Ehefrau Anna, von der man nie weiß, ob sie ihn bespitzelt oder beschützt. In weiteren Rollen sind unter anderem Petra Morzé und Martin Zauner zu sehen.

Und während Fritz Karl als nunmehr stigmatisierter Außenseiter stoisch-sprachlos bleibt, ist Teichtmeister ein beinah schelmisch-charmanter Geist, der immer wieder wie aus heiterem Himmel in die Familie einfällt. Alexander wird in zwei Gegenwelten vordringen. Die eine ist die unautorisierte Zone der von der Gesellschaft als Minderleister und Unterschichtler ausgestoßenen, deren „schlimmste Fälle“ in Schlafburgen mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden. Hier findet Alexander kurz ein Gegenmodell zum Turbokapitalismus, kann aber nicht daran festhalten.

Florian Teichtmeister als Agent. Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Katharina Lorenz als Ehefrau Anna. Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Die andere ist eine Jagdgesellschaft alter Herren (mit Udo Samel, Johann Adam Oest und Alfons Mensdorff-Pouilly), die ihm die schlimmste Wahrheit über sein Leben eröffnen. Nämlich, dass das alles selbst gewollt ist. Für geheime Wünsche gilt es eben eine Rechnung zu begleichen – und auf der steht: Es ist nicht leicht, dem System zu entkommen, auch wenn man es durchschaut …

Fritz Karl im Gespräch: http://www.mottingers-meinung.at/?p=27811

www.lifeguidance.at

  1. 1. 2018

Life Guidance: Fritz Karl im Gespräch

Januar 5, 2018 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

„Selbstoptimierung ist ein wunder Punkt“

Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Ab 12. Jänner ist Fritz Karl in dem dystopischen Überwachungsthriller „Life Guidance“ in den heimischen Kinos zu sehen. Der Film von Ruth Mader spielt in der nahen Zukunft, in einer Welt des perfektionierten Kapitalismus.

Die Gesellschaft wird von einer Schicht an Leistungsträgern getragen, von fröhlich-motivierten Menschen einer lichten, freundlichen, transparenten, perfekt funktionierenden Mittelschichtwelt; die sogenannten Minimumbezieher werden in „Schlafburgen“ ruhig gestellt. Die überwältigende Mehrheit der Leistungsträger fühlt sich glücklich und selbstverwirklicht. Für den Rest von ihnen hat man eine outgesourcte Agentur installiert: Life Guidance soll auch sie zu optimalen Menschen machen.

Alexander (Fritz Karl) hat wie die anderen das System verinnerlicht. Ein falscher Satz zu seinem Kind reicht aber aus, und Life Guidance wird eingeschaltet. Ein Agent leitet ihn nun an, „optimal“ zu werden, und dringt immer weiter in sein Leben ein. Alexander beginnt sich aufzulehnen, und in aller Helligkeit und Freundlichkeit tritt ihm das Grauen des Systems entgegen …  Es spielen außerdem Katharina Lorenz und Florian Teichtmeister. Fritz Karl im Gespräch:

MM: „Life Guidance“ gibt vor Science Fiction zu sein, eine Dystopie zu sein, und ist mit seinem Thema der Selbstoptimierung bei gleichzeitigem das Leben aus der eigenen Hand geben doch ganz nahe am Heute. War diese Nähe für Sie ein Anreiz, sich am Projekt zu beteiligen?

Fritz Karl: Es war sicher auch ein Grund. Das Tolle an dieser Geschichte ist ja, dass man immer mehr hineinwächst, und feststellt, das ist gar nicht die mehr oder weniger nahe Zukunft, sondern, dass man sich die Frage stellen muss, wie sehr wir in so einer Situation schon drinstecken. Das Buch hat mir gefallen, auch die Zusammenarbeit mit Regisseurin Ruth Mader. Ich sah mich beim Casting sofort einer Person gegenüber, die genau wusste, was sie wollte. Und mit einer Bedingungslosigkeit, die ich in der Form noch selten von einer jungen Regisseurin erlebt habe, hat sie ihre Ideen umgesetzt. Das fand ich faszinierend, und der Alexander ist natürlich eine tolle Rolle. So etwas zu spielen, in dieser Reduktion und innerlichen Versammlung, das machte schon Spaß.

MM: Wie geht es Ihnen mit dem Thema Selbstoptimierung? Als Schauspieler ist man doch wohl auch ständig damit befasst?

Fritz Karl: Das ist ein wunder Punkt, denn ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und hasse wahnsinnig Schlamperei in unserem Beruf. Ich habe kein Verständnis mit Kollegen, die am Set erscheinen und den Text nicht gelernt haben, oder nicht vorbereitet sind. Während man sich beim Theater eine Figur während der Proben erarbeitet, muss man beim Film und beim Fernsehen am ersten Drehtag voll und ganz da sein, muss man seine Figur kennen. Daher nutze ich die Vorbereitungszeit, um meinen Charakter so präzise wie möglich zu gestalten, die Rolle so optimal wie möglich zu machen. Da bin ich schon sehr optimiert, wenn Sie so wollen. Ich wünsche mir manchmal, dass ich ein bisschen lockerer sein könnte, aber ich bin besessener Perfektionist. Denn nur der Perfektionismus und das Wissen, dass ich optimal vorbereitet bin, verschaffen mir dann die Freiheiten mich in der Figur zu bewegen.

MM: Apropos, Freiheit: Auch sie ist Thema im Film. Wir sehen eine Upper Class, die ihre Freiheiten für den Komfort ausgibt, die materiell sehr gut lebt – und andererseits in Angst vor dem sozialen Abstieg in die sogenannten Schlafburgen. Wie haben Sie das empfunden?

Fritz Karl: Der Film geht davon aus, dass in diesem Staat die Menschen alle ihre Daten freiwillig hergegeben haben. Wir leben in einer Zeit, die mit diesem „gläsernen Menschen“ schon sehr viel zu tun hat, wenn man schaut, wie viele Daten wir freiwillig oder unfreiwillig herausgeben, welche Gewohnheiten wir über das Internet preisgeben, vom Einkaufen bis zu privatesten Dingen. Da bewegen wir uns schon sehr in diese Richtung wie im Film. Die wirkliche Unruhe, die die Figur Alexander erfasst, ist aber eine andere. Die kommt aus einer Sensibilität und einem Humanismus, die ihm sein revolutionärer Vater mitgegeben hat. Er weiß sehr wohl, dass sein Wohlstand auf Kosten anderer stattfindet. Er weiß aber über die Life Guidance Agentur sehr wenig, darüber weiß seine Frau Anna viel mehr, die mit Menschen zu tun hat, die vom Abstieg betroffen sind. Er fühlt sich lange Zeit relativ sicher, nimmt gar nicht ernst, dass man ihm mit Konsequenzen droht; er ist nicht von Anfang an von Angst getrieben, die entdeckt er erst während des Films. Anfangs lächelt er vieles weg.

MM: Ist dieser Alexander in seiner Verweigerung des Systems ein Verwandter von Winston Smith aus Orwells „1984“?

Fritz Karl: Könnte man so sagen. Nur fühlt sich hier lange jeder glücklich, jeder ist brainwashed vom System. Die Angst, von der Sie sprechen, ist lange nur die Atmosphäre des Films, bevor sie auf die Figuren übergreift. Es braucht für Alexander einen Schritt hinaus, um zu sehen, was man nicht sehen kann, wenn man im System steckt. Das ist ein wichtiges Moment an dieser Figur, als er anfängt zu reflektieren über das, was passiert, über seine Arbeit und über sein Leben. Er erkennt, dass er in seinen Verpflichtungen unglaublich gefangen ist, auch das ein heutiges Motiv: wir haben sehr viel Luxus, wir sind abgesichert, wir werden „beschützt“. Wir leben, obwohl wir das nicht so registrieren, von Angst durchsetzt. Wir müssen mit Helm Radfahren, die Kinder haben ein Handy, damit sie jederzeit erreichbar sind, wir machen Fitness, damit wir gesünder und leistungsfähiger sind – und wehe, wenn nicht, dann kriegst du Herzkranzgefäßerkrankungen! Wo ist da noch der Genuss? Ich will einen schönen Schweinsbraten essen, danach einen Kaffee trinken und eine Zigarette rauchen.

MM: Wir sind noch nicht soweit, dass der Gegenbegriff zu Volksgesundheit „Volksschädling“ lautet.

Fritz Karl: Im Film ist es schon so! Das ist das Interessante in Bezug auf unsere Gesellschaft: Auch uns wird permanent versucht, Angst vor Konsequenzen zu machen, es heißt: das und das ist für eure Sicherheit, dafür müsst ihr aber die und die Freiheit aufgeben, nur weil wir mitten drinstecken, sehen wir das nicht so.

MM: Eine starke Szene ist, als sich herausstellt, dass Alexanders Sohn ihn an die Agentur verraten hat.

Fritz Karl: Ja, man sieht am Anfang des Films, dass im Kindergarten schon alle auf einer Linie sind. Das kennt man aus totalitären Regimen, den Nazis, der DDR, dass die zweite Generation das System schon völlig verinnerlicht hat, dass sie die Eltern an den Pranger stellt. Im Dritten Reich hat man daheim oft nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt, damit der HJ-Sprössling nicht erzählt, der Papa hat einen Witz über den „Führer“ gerissen.

MM: „Life Guidance“ ist ein durchgestylter Film …

Fritz Karl: Es ist ein unglaublich durchdachter, bis zum Schluss durchgehaltener, durchgestylter Film. Ich habe so etwas noch nie erlebt, und ich habe wirklich viele Filme gemacht, aber ich war noch nie bei einem Projekt dabei, bei dem jemand so akribisch arbeitet.

Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

MM: … ich vermute, da haben Sie auch an der Darstellungsweise sehr gefeilt. Mir ist aufgefallen, dass die Figuren agieren, als wäre ihnen die Energie abgesogen worden. Das heißt aber nicht schauspielerische Agonie, sondern große Kunst.

Fritz Karl: Es war in erster Linie Ruth Mader, die in den Vorgesprächen schon darauf hingewiesen hat. Wir haben jede Szene probiert, denn so zu spielen, ist wahnsinnig anstrengend, weil man sich unglaublich konzentrieren und versammeln muss. Natürlich würde man immer wieder ganz gern auf etwas zurückgreifen, das man so unglaublich gut in petto hat und das immer gut funktioniert, aber sie hat das sofort weggewischt. Das fand ich eine ganz große Herausforderung an mich als Schauspieler. Ich habe manchmal geflucht und mich geärgert, war sehr emotional, aber sich an dieser starken Regisseurin abzuarbeiten, die bedingungslos auf ihrer Sicht beharrt, und diese Form durchzuhalten, das fand ich eine tolle Aufgabe, das war echt spannend.

MM: Alexander taucht in eine Gegenwelt ab, die unverkennbar als Wiener Arbeiterbezirk zu identifizieren ist. Trifft er dort die „echten“ Menschen?

Fritz Karl: Er trifft die working poor, eine arbeitende Schicht, die gerade so über die Runden kommt. Das haben wir heute auch: Leute, die sehr schnell zu sehr viel Geld kommen, und Leute, die sehr viel arbeiten, aber es gerade mal so schaffen, weil sie nicht adäquat dafür entlohnt werden. Dann gibt es noch die Totalverlierer im Film, die in sogenannten Schlafburgen mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden, weil sie aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden und unbrauchbar geworden sind.

MM: Und dann gibt es die Jagdgesellschaft, die Gesellschaft alter Männer, die die bestimmende Klasse ist.

Fritz Karl: Die haben das System eingerichtet. Es ist die Schlüsselszene, als diese Herren Alexander erklären, dass alles selbstgewusst und selbstgewollt und selbstgemacht ist. Das ist schon richtig, und für die, die auf der Butterseite sind, völlig okay. Aber die vielen, die das nicht sind, werden unzufrieden werden. Wir sind weltweit sichtlich an einem Punkt angelangt, an dem es große Verschiebungen geben wird, Wanderungen, so dass man sich überlegen muss, wie lange und mit welchen Mitteln wir unser System noch aufrechterhalten werden können. Oder brauchen wir dann militärische oder totalitäre Mittel, um all diese Menschen, die auf unsere Kosten nichts mehr zu fressen haben, hintanzuhalten?

MM: Die Mauern gegen diese Menschen werden schon errichtet.

Fritz Karl: Stimmt. Seit Jahren schon. Ich war im spanischen Ceuta, da gibt es Riesenzäune, damit die Afrikaner nicht rüberkommen. Das gibt es schon sehr lange, das ist aber überhaupt nicht in unseren Köpfen. Ich war für den Wagenhofer-Film „Black Brown White“ dort und habe die riesigen Glashäuser gesehen, in denen günstigst „unser“ Gemüse gezogen wird. Die Menschen, die dort arbeiten, leben in Pappkartons und gehen illegal ihrer Arbeit nach. Das wird aber gedeckt, sonst könnte die Ware nicht so billig sein. Das ist atemberaubend.

MM: Diese vielen Scheren, die auch der Film aufzeigt, die Schere im Kopf, in der Brieftasche, zwischen den Geschlechtern …, wie kann man denen begegnen?

Fritz Karl: Mit Humanismus. Man kann wegschauen oder nur sehen, was in unmittelbarer Nähe ist, oder man kann ein bissl rechts und links schauen und sich fragen, ob es einem mit dem Zustand der Welt gut geht und wenn nein, was man dagegen tun könnte. Ich zum Beispiel koche und esse gern, und ich versuche, das sage ich auch meinen Kindern, bewusst einzukaufen. Zu einem normalen Fleischhauer gehe ich schon lange nicht mehr, ich kaufe lieber „teurer“, aber qualitativ besser und herkunftstechnisch sicher bio. Ich habe das Gefühl, dass wir in einer Phase sind, in der es eine sehr junge Bewegung in der Gesellschaft gibt, die vieles wieder umdrehen will. Es gibt aber auch einen großen Teil, der sagt, für uns rennt’s, alles andere ist egal.

MM: Zu diesem „Hinter uns die Sintflut“ die Frage, wie wichtig ist in „Life Guidance“ der Glaube? Ich weiß, dass ihn Ruth Mader in ihren Arbeiten immer wieder thematisiert …

Fritz Karl: Der Glaube ist ein wichtiges Moment in Alexanders Nächstenliebe. Er zeigt, dass es noch eine andere Geisteshaltung als den Kapitalismus gibt, dass es andere Werte als das Optimieren gibt. Dafür steht für Alexander der Mann mit dem Rosenkranz, der Priester, die ihm wie allegorische Figuren über den Weg laufen.

MM: Wenn wir zu unserem Ausgangspunkt zurückkommen, nämlich, dass sich „Life Guidance“ als Science Fiction tarnt, sind Sie ein Fan dieses Genres?

Bild: © KGP Kranzelbinder Gabriele Production

Fritz Karl: Ja, das mag ich. Von „Alien“ bis zu „Fahrenheit 451“, Philip K. Dick vor allem: „Do Androids Dream Of Electric Sheep?“ – welch ein Titel für eine Geschichte! Der daraus entstandene Film „Blade Runner“ ist einer meiner liebsten. Nur den zweiten Teil habe ich noch nicht gesehen. Ein Freund hat das Original mit seiner Tochter gesehen, und die meinte: Komisch, die haben gar keine Handys …

Philip K. Dick hat für „The Minority Report“ ja auch das Gedankenverbrechen erfunden, also, dass man für eine Tat bestraft wird, die man noch gar nicht begangen hat, auch das ist Thema in unserem Film.

MM: Was kommt von Ihnen als nächstes?

Fritz Karl: Ich drehe gerade „Franz Burda“, und ab März arbeite ich in Bad Aussee an einer Kriegsgeschichte über die Bergarbeiter, die von den Nazis gestohlene Bilder gerettet haben.

www.lifeguidance.at

5. 1. 2018

Kunst Haus Wien: Peter Piller / Anita Witek

Januar 20, 2016 in Ausstellung

VON RUDOLF MOTTINGER

Fantastische Zweitverwertung ausrangierter Fotos

Bereitschaftsgrad #2, 2015, Courtesy Capitain Petzel, Berlin Bild: © Peter Piller/Bildrecht, Wien 2016

Bereitschaftsgrad #2, 2015, Courtesy Capitain Petzel, Berlin
Bild: © Peter Piller/Bildrecht, Wien 2016

2016 begeht das Kunst Haus Wien sein 25-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das Bettina Leidl im zweiten Jahr ihres Programms mit thematischen Schwerpunkten versieht, die sich über das ganze Jahr ziehen. In unterschiedlichen Formaten wird der Gründer des Hauses, Friedensreich Hundertwasser, gewürdigt, und seine richtungsweisenden Visionen und Ideen im aktuellen Kontext aufgegriffen. Zugleich verfolgt man das Thema Fotografie mit Ausstellungen, die Tendenzen und Themen einer jüngeren Fotoszene aufnehmen.

Den Auftakt machen ab 22. Jänner zwei Einzelausstellungen von Peter Piller und Anita Witek. Den Hamburger und die Wienerin eint bei ihren Arbeiten das Zurückgreifen auf bereits vorhandenes Bildmaterial. Piller entnimmt seine Bilder Zeitungen und Magazinen, Witek bedient sich großformatiger Plakatwände und Hochglanzzeitschriften. Mit ihrer Methodik versuchen sie „abgelegte“ Gebrauchsfotografie künstlerisch neu aufzuladen. Witek etwa zeigt in ihrer Schau „About Life“ mit ihren skulpturalen Arbeiten, wie dekonstruierte Fotografie zum bilderhauerischen Material werden kann.

Peter Piller arbeitete zunächst bei einer Medienagentur. Werbekunden ließen von ihm prüfen, wo und in welcher Form ihre geschalteten Anzeigen tatsächlich auch erschienen waren. Ähnlich wie Richard Prince während seines Jobs bei der Time Life Company, der Ursprung seiner heute weltbekannten Serie der Cowboys, stieß Piller beim täglichen Durchblättern der Presse auf Fotografien, die es ihm wert waren, sie zur Seite zu legen, und die er mit Kategorien wie „Auto berühren“, „Noch ist nichts zu sehen“, „Bauerwartungsflächen“ oder „Schießende Mädchen“ versah. Über Jahre hinweg ist so das bis heute mehr als 7.000 Bilder umfassende „Archiv Peter Piller“ entstanden, das der Künstler immer wieder in thematische Werkgruppen sortiert. Das Kunst Haus Wien bietet mit der Ausstellung „Belegkontrolle“ nun einen Einblick in diese große Bildersammlung.
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Eine Schau, die zu ironischem Schmunzeln verführt. Denn wo andere nichts erkennen, entwickelte Piller ein feines Gespür für die verborgenen Qualitäten der Gebrauchsfotografie. In Gruppen arrangiert und mit Titeln versehen, bringt er das gefundene Material in neue Kontexte und damit zu einer neuen künstlerischen Wirklichkeit. „Von Erde schöner“ beispielsweise ist eine raumgreifende Installation unzähliger Luftbildaufnahmen von Einfamilienhäusern aus den 1980er Jahren. „Nimmt Schaden“ ging aus dem digitalen Foto-Fundus einer Schweizer Versicherungsgesellschaft hervor und ist eine stille Ode an die unbekannten Fotografen. Mit der Serie „Erscheinungen“ lernt man Piller auch als Fotografen kennen. Wie bei den Serien „Bereitschaftsgrad“ und „Umschläge“ – Arbeiten, denen Magazine der 1960 bis -80er Jahre zugrunde liegen – hat der Künstler den Bildern die Texte genommen; nur die grafischen und fotografischen Elemente transportieren noch Information. Mit „Nachkriegsordnung“ gelingt ihm durch die Zusammenstellung von 35 Abbildungen desselben Motivs, einer Explosion nach einem Bombenabwurf über Bagdad im Jahr 2003, verschiedenen deutschen Tageszeitungen entnommen und freigestellt, eine pointierte Aussage über das politische Gewicht von Fotografien.
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Pillers Blick gilt stets dem alltäglichen Leben und seiner Verfremdung durch die fotografische Darstellung. Er lässt profane Handlungen heiter erscheinen oder entlarvt den ernsten Kontext scheinbar harmloser Rituale. Seine Zusammenstellungen sind sinnliche, schlaue Analysen des Umgangs mit dem omipräsenten, „omnipotenten“ Medium Bild. Durch seine Bearbeitungen schärft er den Blick des Betrachters für beabsichtigte Manipulationen. Und er gibt außerdem sachdienliche Hinweise, wofür man seine alten Fotos sinnstiftend verwenden kann …

www.kunsthauswien.com

Wien, 20. 1. 2016

Die Kinohighlights im Herbst

August 6, 2015 in Film, Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Das flimmernde Dutzend

The hateful Eight: Kurt Russell und Samuel L. Jackson Bild: The Weinstein Company

The hateful Eight: Kurt Russell und Samuel L. Jackson
Bild: The Weinstein Company

Alles wird leinwand: Neben dem neuen James-Bond-Abenteuer „Spectre“ und „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ gibt es im Kinoherbst allerlei Sehenswertes. mottingers-meinung.at freut sich auf folgende zwölf Filme:

September

Black Mass

Endlich einmal ohne Dreadlocks! Johnny Depp besinnt sich auf seine Kernkompetenz, nämlich Schauspieler statt Berufspirat zu sein, und gibt in Halbglatze den skrupellosen US-Verbrecher Joseph „Whitey“ Bulger, der seine lange Karriere auch dem Umstand zu verdanken hatte, dass er dem FBI als Informant im Kampf gegen die Mafia – die in seinem Territorium wilderte – diente. Verspricht ein spannender Mix aus Gangsterfilm und Biopic zu werden. An Depps Seite agieren unter anderem Benedict Cumberbatch und Kevin Bacon. Regie: Scott Cooper. Die Bostoner Unterweltlegende Bulger diente übrigens schon als Vorbild für Jack Nicholsons Figur Frank Costello in „Departed – Unter Feinden“.

www.blackmassthemovie.com

Oktober

Macbeth

Justin Kurzels Adaption von Shakespeares schottischem Stück ging beim diesjährigen Rennen um die Goldene Palme in Cannes zwar leer aus, das bildgewaltige Epos scheint aber allemal sehenswert zu sein. Michael Fassbender, derzeit im Western „Slow West“ in den heimischen Kinos zu sehen, und Marion Cotillard geben Macbeth und seine Lady. Laut Trailer sehr duster und sehr schön vom Wahnsinn umzingelt.

www.macbeth-movie.com

Hotel Transsilvanien 2

Teil eins des Animationsspaßes füllte 2012 weltweit die Kinokassen mit knapp 360 Millionen Dollar. Nun kommt die Fortsetzung der Gruselkomödie: Hotelbesitzer und Oberblutsauger Dracula hat, da sein Schwiegersohn ja einer ist, sein Haus nun auch für Sterbliche geöffnet. Sorgen macht ihm allerdings sein Enkel Dennis, der die Vampirsache nicht so recht ernst nimmt. Dracs Freunde Werwolf, Mumie und Frankensteins Monster sollen dem Nachtschattensprößling auf den Spitzzahn fühlen. Sicher wieder ein Riesenspaß.

www.hoteltmovie.com

Life

Anton Corbjins Biopic über James Dean lief schon bei der Berlinale. Dort war die Handlung manchen zu blutleer, allgemein gelobt wurden aber die schönen Bilder. Teenieschwarm Robert Pattinson schlüpft in die Rolle von Magnum-Fotograf Dennis Stock, der für das Life-Magazine Film-Enfant-terrible James Dean (Dane DeHaan, Variety nannte sein Spiel „magnetisch“) ablichten soll. Der Auftrag führt die beiden Männer, die unterschiedlicher kaum sein könnten, quer durch die USA. Das Leben des mit seinen 26 Jahren schon ziemlich biederen Familienvaters Stock wird von der Kinoikone kräftig zentrifugiert – bis aus Staunen Freundschaft entsteht. True Story! Mal schauen.

lifethefilm.com

The Walk

1974 balancierte der französische Hochseilartist Philippe Petit in schwindelnder Höhe zwischen den New Yorker Twin Towers. Robert Zemeckis (Drehbericht samt Aufnahmen des und Interview mit dem echten Philippe Petit: www.mottingers-meinung.at/?p=10367) machte aus dessen Buch „To Reach The Clouds“ einen hoffentlich spannenden Film. Joseph Gordon-Levitt spielt den Wolkenkraxler.

thewalkmovie.tumblr.com

November

Spectre

Wie’s im Geheimagentenbusiness nun mal so ist, ist das Meiste streng geheim. Da kann man trotzig ein Schnütchen ziehen wie Daniel Craig, hilft alles nix. Aber egal. Ist ja nicht anzunehmen, dass das jüngste James-Bond-Abenteuer „Spectre“ in den bewährten Händen von Regisseur Sam Mendes, der auch schon für „Skyfall“ verantwortlich zeichnete, nicht wieder zum Riesenspektakel wird. Handlung: Eine mysteriöse Botschaft aus Bonds Vergangenheit bringt den Superspion auf die Spur einer sinistren Organisation. Während M – Ralph Fiennes folgte bekanntlich auf Judy Dench – gegen Politkräfte kämpfen muss, die dem Secret Service ans Leder wollen, enthüllt die Doppelnull die Machenschaften von „Spectre“. Monica Bellucci fungiert als „Bond-Girl“, Ben Whishaw wieder als Q, Christoph Waltz gibt den Bösewicht mit dem österreichischen Namen Oberhauser. Ob der Blofeld ist oder nicht, sagt uns erst .. Auch darüber, wer den Bond-Song singt, brodelt derzeit noch die Gerüchteküche.

www.007.com/spectre

The hateful Eight

Pflichtprogramm! Quentin Tarantino zum zweiten Mal auf der Fährte der beiden Sergios. Mit „The hateful Eight“ schuf er wohl wieder eine astreine Hommage an den Italowestern, diesmal im Schnee wie weiland Corbuccis Meisterwerk „Leichen plastern seinen Weg (Il grande silenzio)“. Wie Klaus Kinski ist auch Kurt Russell als Kopfgeldjäger mit Postkutsche und Verbrecherin (Jennifer Jason Leigh) unterwegs, allerdings will er die Holde nicht à la Vorbild im Schnee tieffrieren, sondern sie – um eben dies zu verhindern – in einer Stagecoachstation zwischenparken. Dort gibt sich bereits allerlei lichtscheues Gesindel ein Stelldichein: Man hat noch eine Bürgerkriegsrechnung miteinander offen. Mit Samuel L. Jackson, Tim Roth, Channing Tatum und dem großartigen Bruce Dern als abgehalftertem General. Ennio Morricone macht die Musik.

thehatefuleight.com

Irrational Man

Woody Allen kann auch mit beinah 80 nicht aus seiner Haut, muss er auch nicht, er hat ja Erfolg damit. „Irrational Man“ heißt sein jüngster Alter-Ego-Film, Joaquin Phoenix darf diesmal den Stadtneurotiker spielen, allerdings in einem beschaulich-ländlichen College, wo er als Philosophieprofessor am Sinn-des-Lebens-Bezweifeln und Zwischen-zwei-Frauen-Stehen laboriert. Und deshalb (?) an Erektionsstörungen. Die angeblich schwarzhumorige Komödie, die sich zum Krimi entwickelt, soll bissfester sein als ihr Vorjahrsvorgänger „Magic in the Moonlight“.  UK- und US-Kritiken waren nicht durchwegs freundlich, also selber ein Urteil bilden.

www.sonyclassics.com/irrationalman

The Martian

Ridley Scotts Ankündigung den faden „Prometheus“ mit einem Sequel zu adeln, darf zwar als gefährliche Drohung verstanden werden, trotzdem ist Science Fiction vom „Alien“-Altmeister ein Cineastenmuss. Des Sirs jüngste Mission führt zum Mars, er hat Andy Weirs Weltraumroman „The Martian“ für die Leinwand gebannt. Der Marsianer ist kein grünes oder andersfarbiges Männchen, sondern der von Matt Damon gespielte NASA-Astronaut Mark Watney, der von seinen Kollegen irrtümlich auf dem roten Planeten vergessen wird. Ohne Möglichkeit zur Kommunikation und mit beschädigter Ausrüstung beginnt für den Botaniker auf dem unwirtlichen fremden Himmelskörper der Überlebenskampf. Mit Jessica Chastain, Jeff Daniels und Sean Bean, der hier nach „Herr der Ringe“ und „Game of Thrones“ den Film mutmaßlich überstehen wird. Wir freuen uns auf erwartungsgemäß tolle Bilder und eine klaustrophobische Stimmung.

www.foxmovies.com/movies/the-martian

Steve Jobs

Gerade erst hat die Oper von Santa Fe für 2017 die Premiere von „The (R)evolution of Steve Jobs“ aus der Feder von Komponist Mason Bates angekündigt, da kommt auch schon der nächste Film über das Apple-Genie ins Kino. Dem kann man nur mehr Glück wünschen als Ashton Kutchers abgestürztem „jOBS“. Garanten für ein vielschichtiges Werk über einen faszinierenden Zeitgenossen wären Autor Aaron Sorkin, Regisseur Danny Boyle und Hauptdarsteller Michael Fassbender jedenfalls. Dem gewieften Charakterdarsteller, dem keiner so schnell einen Apple für ein Ei vormacht (Tschuldigung, konnte nicht widerstehen 😉 ), sollte es doch möglich sein, Jobs überbordenden Geist, sein gefürchtetes Temperament, seine Kompromisslosigkeit und seinen Alleinherrscheranspruch in eine Figur zu gießen.

www.stevejobsthefilm.com

Dezember

Star Wars: Episode VII – The Force Awakens

Hurra, Harrison Ford, Carrie Fisher und Mark Hamill sind wieder da! Nach den unsäglichen Episoden I bis III geht’s nun mit Han, Leia und Luke hoffentlich in bewährter Manier flottilotti weiter. Über die Handlung des ersten Teils der dritten Trilogie ist nicht viel bekannt: Wiewohl der Todesstern hin ist, lebt das Imperium als „The First Order“ weiter. Prinzessin Leia schickt Piloten auf Erkundungsflüge, ein geheimnisvolles Lichtschwert soll der Schlüssel zu einem Grab der bösen Sith sein, weshalb Rebellenheld Han Solo sich der Sache annimmt. Der braucht die Hilfe von Jedi Luke Skywalker. Doch sein alter Freund und Schwager ist im Exil … Mit J. J. Abrams als Regisseur dürfen die Erwartungen ruhig hoch liegen. Harrison Ford hat nach Beinbruch am Set zwischenzeitlich bewiesen, dass er alles überleben kann, auch selbstfabrizierte Flugzeugabstürze. Carrie Fischer möge in ihrer berüchtigt grummeligen Leiar, äh Leier, für feministischen Touch sorgen. Das „Oh, Anakin!“-Gesäusel ihrer unemanipierten Mutter Padmé Amidala war ja nicht zum Aushalten. In diesem Sinne: Möge die Macht mit uns sein!

www.starwars.com/the-force-awakens

Bridge of Spies

In the shadow of war, one man showed the world what we stand for. So der erste Satz, mit dem sich der Film vorstellt. Und, ehrlich, wer möchte bei so viel US-Propaganda nicht sofort ins Kino laufen? Da ist bitte nur einem PR-Menschen der Schreiberling durchgegangen? Steven Spielberg und Tom Hanks stehen eigentlich für mehr Qualität. Und auch ihr deutschsprachiger Mitstreiter Sebastian Koch. Inhalt des Zeitgeschichtethrillers: Im Kalten Krieg wird ein amerikanisches Spionageflugzeug über der Sowjetunion abgeschossen. Anwalt Hanks soll mit den Russen in Verhandlungen treten, um den Piloten vorm Arbeitslager zu retten. Ein Austausch auf der Glienicker Brücke in Berlin wird vorbereitet …

bridgeofspies.com

Wien, 6. 8. 2015