Kino wie noch nie: Sechs Filme als Freiluft-Preview

Juni 21, 2022 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Leonard Cohen, Lady Diana und der Sundance-Hit

The Princess. Bild: © Polyfilm

Das wunderschöne „Kino wie noch nie“ öffnet in Kooperation mit der Viennale am 23. Juni wieder seine Pforten im Wiener Augarten für alle cinephilen Freiluftfreundinnen und -freunden. Polyfilm zeigt in diesem Rahmen sechs Filme als Preview – noch vor dem Kinostart im Herbst/Winter.

The Princess von Ed Perkins. Termine: 29.6. – 21.30 Uhr Augarten, 30.6. – 19.30 Uhr Metro

Zum 25. Todestag der Princess of Wales kommt mit „The Princess“ die ultimative Diana-Doku ins Kino, die als Sundance-Höhepunkt gefeiert wurde. Produziert vom Oscar-prämierten Team von „Searching for Sugarman“ erzählt der Film erstmals Dianas ganze Geschichte, mit noch nie gezeigten Archivaufnahmen. Es entsteht ein überraschendes und überwältigendes Bild einer Frau, die heute aktueller und moderner denn je erscheint.

Papicha von Mounia Meddour. Termine: 9. 7. – 21.30 Uhr Augarten, 10. 7. – 19.30 Uhr Metro

Algier in den 1990er-Jahren. Die 18-jährige Studentin Nedjma lebt im Studentenwohnheim und träumt davon, Modedesignerin zu werden. Nach Einbruch der Nacht schlüpft sie mit ihren besten Freundinnen durch den Zaun des Wohnheims, und geht in den Nachtclub, wo sie den „Papichas“, hübschen algerischen Mädchen, ihre Kreationen verkauft. Die politische und soziale Lage im Land verschlechtert sich zunehmend. Ungeachtet dieser Ausweglosigkeit beschließt Nedjma, für ihre Freiheit zu kämpfen, und veranstaltet eine Modenschau, mit der sie sich über alle Verbote hinwegsetzt. Die Geschichte ist inspiriert von den eigenen Erfahrungen der Regisseurin Mounia Meddour und ihrer vier Freundinnen, die alle von einem neuen Leben träumten.

Mein Wenn und Aber von Marko Doringer. Termine: 15. 7. – 21.30 Uhr Augarten, 16. 7. – 19.30 Uhr Metro

Um sich selbst zu verwirklichen, muss man erst mal wissen, was man will. „Mein Wenn und Aber“ ist ein bitter-süßer Beziehungsfilm über die Vereinbarkeit von Beruf und Liebe – und den täglichen Kampf ums Glück. Marko besucht Freunde, Kolleginnen und seine Eltern, um herauszufinden, wie sie mit dem fragilen Gefüge von Partnerschaft, Familie und Arbeit umgehen. Seine Generation ist hin- und hergerissen: Auf der einen Seite die Freude an der Arbeit. Auf der anderen Seite die Angst, dem Partner oder den Kindern nicht gerecht zu werden. Dazwischen der Wunsch, die Versäumnisse der eigenen Eltern nicht zu wiederholen. Gibt es ein Glücksrezept für ein gelungenes Leben? Einfühlsam, beharrlich und humorvoll erforscht Regisseur Marko Doringer die Gefühlswelt einer Generation, die um ihren Weg ringt. Damit kommt nach „Mein halbes Leben“ und „Nägel mit Köpfen“ der dritte Teil der österreichischen Kultserie ins Kino. Preview in Anwesenheit des Regisseurs.

Hive von Blerta Basholli. Termine: 17. 7. – 21.30 Uhr Augarten, 18. 7. – 19.30 Uhr Metro

Dieser starke Debütfilm wurde zum Sundance-Hit. Um ihre Familie zu versorgen, gründet Fahrije, Alleinerzieherin deren Mann im Kosovokrieg verschollen ist, ein kleines landwirtschaftliches Unternehmen. Zusammen mit anderen Frauen aus dem Dorf beginnt sie die Gemüsepaste Ajvar zu produzieren. Ihre Bemühungen, sich und andere Frauen zu stärken, werden in ihrem traditionellen, patriarchalischen Dorf nicht gern gesehen. Doch auch die Männer können ihren Erfolg nicht verhindern. Eine ermutigende Emanzipations-Geschichte über Frauensolidarität nach wahren Begebenheiten. Sundance Festival 2021: Publikumspreis, Beste Regie, Großer Preis der Jury.

Mona Lisa und der Blutmond: Tolles Comeback von Kate Hudson. Bild: © Polyfilm

Höhepunkt in Venedig: Hallelujah: Leonard Cohen, A Journey, A Song. Bild: © Polyfilm

Hive: Preisgekrönter Sundance-Hit. Bild: © Polyfilm

Aus Österreich: Mein Wenn und Aber. Bild: © Polyfilm

Hallelujah: Leonard Cohen, A Journey, A Song von Daniel Geller und Dayna Goldfine. Termine: 23. 7. – 21.30 Uhr Augarten, 24. 7. – 19.30 Uhr Metro

Ein Höhepunkt des Filmfestivals Venedig 2021: berührend, erhellend, witzig und musikalisch erhaben. „Hallelujah: Leonard Cohen, A Journey, A Song“ ist nach dem großen Kinoerfolg „Marianne & Leonard“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=35793) der zweite Dokumentarfilm innerhalb weniger Jahre, der sich mit Leonard Cohen beschäftigt. Der titelgebende Jahrhundersong, eines der am meisten gecoverten Lieder der Popgeschichte, ist das Prisma, durch das Leben und Werk des legendären kanadischen Musikpoeten erzählt wird. Von den Anfängen bis zu seinem letzten Auftritt.

Mona Lisa und der Blutmond von Ana L. Amirpour. Termine: 12. 8. – 21.00 Uhr Augarten, 13. 8. – 19.30 Uhr Metro

Eine seltsame junge Frau mit merkwürdigen Superkräften, eine alleinerziehende Stripperin – ein tolles Comeback von Kate Hudson – und ihr kleiner Sohn sind das liebenswerteste Trio dieses Freiluft-Kinosommers. Gemeinsam machen sie New Orleans unsicher und das macht richtig viel Spaß. Inspiriert von Abenteuerfilmen der 1980er-Jahre, kreiert die iranisch-amerikanische Regisseurin Ana Lily Amirpour nach ihrer Sensation „A Girl Walks Home Alone at Night“ erneut einen wuchtigen und überraschenden Film, der ziemlich einzigartig ist – und sehr cool.

Außerdem auf der großen Freiluftleinwand: Der Publikumshit

Abteil Nr. 6 von Juho Kuosmanen. Termine: 1. 7. – 21.30 Uhr Augarten, 2. 7. – 19.30 Uhr Metro

Der finnische Regisseur Juho Kuosmanen schickt zwei Außenseiter auf eine amüsante und zutiefst berührende Reise, auf der sie – ganz ohne Kitsch – mit der Wahrheit ihrer Gefühle konfrontiert werden. Nur wenige Menschen zieht es im Winter ins eisige Murmansk am nördlichen Polarkreis. Die schüchterne finnische Archäologie- studentin Laura aber ist fest entschlossen, die berühmten Felsenmalereien der Stadt zu besichtigen – eine unglückliche Romanze, die sie in Moskau hinter sich lässt, motiviert ihren Entschluss umso mehr. Die Aussicht auf eine beschauliche Eisenbahnfahrt zerschlägt sich als Laura ihren Mitreisenden im Abteil Nr. 6 kennenlernt:

 

Ljoha ist Bergarbeiter, trinkfest und laut, ein Typ, der keine Grenzen zu kennen scheint und Lauras schlichtweg ignoriert. Doch während der nächsten Tage ihrer gemeinsamen Reise müssen die ungleichen Passagiere auf engstem Raum miteinander auskommen lernen … Zum Sound von „Voyage Voyage“ nimmt Kuosmanen das Publikum mit auf eine atmosphärische Reise durch das winterliche Russland der späten 1990er-Jahre, auf der sich zwei Menschen über alle Kultur- und Klassengrenzen hinweg begegnen und näher kommen. Ein liebevoll raues, melancholisch-komisches Roadmovie auf Schienen, inspiriert durch den gleichnamigen Roman von Rosa Liksom (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=3148).

www.polyfilm.at          Das ganze Programm und Tickets: www.filmarchiv.at/news/kino-wie-noch-nie-2

21. 6. 2022

Spencer: Kristen Stewart brilliert als Lady Diana

Januar 13, 2022 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Befreiungsschlag am Weihnachtstag

Kristen Stewart als Lady Diana. Bild: © Pablo Larraín, Polyfilm

Die Kamera von Claire Mathon starrt auf grau-vereiste Wiesen. Aus der Stille schwillt der Sound an. Militärjeeps brettern auf ein Herrenhaus zu, in den Militärkisten statt Waffen Lebensmittel. Cut. Nun kurvt ein Porsche deutlich verwirrt durch ebendiese Landschaft. Bei einem Imbiss wird angehalten. Bewehrt mit ihrem Chanel-Täschchen tritt sie ein. Die scheuen Blicke zur Seite, das verlegene Lächeln, die schüchterne, nichtsdestotrotz

standesbewusste Art sich zu präsentieren – doch, das ist sie, Lady Diana – oder besser gesagt Kristen Stewart, die für den Film „Spencer“, der am 13. Jänner in die Kinos kommt, in diese Rolle schlüpfte. Rolle, man wird es sehen, in vielerlei Hinsicht, und Stewart, gewesener Twilight-Star und zuletzt grandios als Jean Seberg, brilliert auch als Königin der Herzen. Man kann die Wandlungsfähigkeit der US-Schauspielerin nur bewundern. Das Jahr ist 1991, also weiter weg von der Traumhochzeit als zum Schockmoment, an dem Di in einem Tunnel unter Paris aus einem gecrashten Mercedes geborgen wurde. Und die Anmerkung mit den Militärjeeps ergibt sich, weil der chilenische Regisseur Pablo Larraín seinen Film wie einen D-Day inszeniert hat.

Ein letztes Gefecht auf der Queen Gut Sandringham, wohin Ma’am die gesamte königliche Familie zum Weihnachtsfest befohlen hat, auch die eigentlich von Charles bereits getrenntlebende Diana. Und vorsorglich den Kriegsveteranen Major Alistair Gregory, Timothy Spall mit dem Flair gestrenger Fürsorge, der ein Argusauge sowohl auf Paparazzi als auch auf die für gewöhnlich entgleisende Prinzessin haben soll. Er wird sie dennoch nicht verhindern können, die Panik- und bulimischen Kotzattacken, die Tagalbträume, die Fluchtversuche, die Geistererscheinungen der Seelenverwandten Anne Boleyn.

„Ich weiß absolut nicht, wo ich bin“, haucht Stewart im Imbiss einen Satz mit Symbolcharakter. Ihre Verlorenheit ist Teil einer Selbstinszenierung, pathetisch und subversiv – eine aufgeschobene, verdrängte Rückkehr in die Gefilde ihres Vaters. Nach elf Gängen und sieben Outfit-Wechseln weiß sie immerhin, wohin sie will. Weg. Larraín hat intensiv recherchiert, das muss man sich angesichts der skurrilen Traditionen rund um Elizabeth II. immer wieder klar machen. Im bitterkalten Schloss, denn die Royals setzen auf Decken statt Heizung, steht eine Sitzwaage, auf der sich alle wiegen lassen müssen, da nur, wer über die Feiertage drei Pfund zugenommen hat, beweist, dass ihm das Fest gefallen hat.

Prinz Albert führte dies einst als Scherz ein, die Queen machte daraus blutigen Ernst – und eine unlösbare Aufgabe für Diana. Larraín zeigt eine vor Nervosität und Unwohlsein vibrierende Prinzessin, Stewart spielt die Diana verzweifelt zynisch und mit Mühe ihren Zorn unterdrückend, jeder Augenaufschlag, jeder Seufzer ist eine Anklage gegen die liebe Familie. „Verärgerst du sie gern?“, fragt Jack Nielen als Prinz William an einer Stelle. „Ja, schrecklich gern“, antwortet sie. Es ist dies einer der Momente des Films, die darauf hindeuten, wie Diana den damals 9-jährigen William mit ihren psychischen Problemen überfrachtet, daneben Harry, der mehr mitkriegt, als die beiden denken.

Drei Tage gilt es in royaler Geiselhaft zu überstehen. In einer großartigen Szene, dem Wenn-Blicke-töten-könnten-Weihnachtsdinner, wird die festliche Tafel zum Gefechtsstand. Kein Wort fällt. Diana wird von der Vision mitgerissen, sie reiße sich die Perlenkette vom Hals, hat doch Charles Camilla exakt die gleiche geschenkt, und fresse die Perlen mit der Suppe in sich hinein. Derlei Surreales durchbricht die Handlung immer wieder. Diana tanzt durch Paläste, Diana in der Ruine ihres Elternhauses als glückliches Kind. Die alte Jacke ihres Vaters hat die Queen einer Vogelscheuche zugedacht. Diana nimmt sie ab und mit.

Diana im Kinderzimmer von „William“ Jack Nielen und „Harry“ Freddie Spry. Bild: © Pablo Larraín, Polyfilm

Letzter Versuch einer Aussprache mit „Charles“ Jack Farthing. Bild: © Frederic Batier, Polyfilm

Sean Harris will Diana als Küchenchef Darren mit Leckerbissen zum Essen verführen. Bild: © Pablo Larraín, Polyfilm

Timothy Spall ist grandios als väterlich-strenger Major Alistar Gregory. Bild: © Pablo Larraín, Polyfilm

Mit ihrer Kammerzofe und Vertrauten „Maggie“ Sally Hawkins. Bild: © Pablo Larraín, Polyfilm

Die liebe Familie: vorne Elizabeth Berrington als Prinzessin Anne, Stella Gonet als Queen und die österreichische Schauspielerin Lore Stefanek als Queen Mum. Bild: © Pablo Larraín, Polyfilm

Lieblosigkeiten im goldenen Käfig. Royales Mobbing. Und totale Überwachung. Die sieben Garderoben sind fein säuberlich nach ihrem Verwendungszweck beschriftet, als Diana für den Kirchgang eine nicht dafür vorgesehene wählt, steht der ganze Haushalt Kopf. Die Nachricht vom textilen Ungehorsam wird sogar an Charles herangetragen. Jeder Fauxpas wird protokolliert. Dann, vor der Kirche, jene Lady Di die die Medien manipuliert, für ihre Zwecke nutzt (das diesbezüglich legendäre BBC-Interview soll ja durch Lug und Trug zustande gekommen sein) und gleichzeitig das ihr verpasste Image verabscheut. Für die Royals ist der Presse Bevorzugung Dianas ein frivoles Vergehen.

Die Kamera jedenfalls kann sich an Kristen Stewarts Gesicht nicht sattsehen, und diese verkörpert Dianas physische wie psychische Fragilität perfekt, mit gehetztem Blick, immerzu rennend, durch Korridore und Nebelwände mit verkrampft hochgezogenen Schultern, in der Speisekammer gierig Süßspeisen in sich hineinstopfend, dann das Hochwürgen. Bemerkenswert ist, dass Larraín die Royals, angetreten von Prinz Philip bis Sarah Ferguson, zu Statisten, zu stummen Dienern seiner Sache macht. Schweigen ist bekanntermaßen die erste Tugend der königlichen Familie.

Lediglich Stella Gonet als Queen sind ein paar Worte gegönnt und selbstverständlich hat Jack Farthing als Charles seine Szenen. Farthing spielt den Thronfolger mit indignierter Distanz. Verständnis findet Diana bei ihren besorgten Vertrauten. Larraín nimmt sich ausführlich Zeit für Dianas Gespräche mit dem Personal: Sean Harris als Küchenchef Darren, der besondere Leckerbissen für seine Prinzessin zubereitet, die er zum Essen verführen will. Sally Hawkins ganz wunderbar als Kammerzofe Maggie, die außer fürs Ankleiden für seelischen Rückhalt und ermutigenden Zuspruch zuständig ist. Einer der schönsten Momente des Films ist, wenn die beiden wie Freundinnen über den Strand spazieren. Schließlich Timothy Spall anrührend, väterlich und liebevoll-streng als Major Alistair Gregory, der Aufpasser, dem sein Observationsobjekt mehr und mehr ans Herz wächst. „I watch so that others do not see“, sagt er.

„Spencer“ ist eine Studie königlicher Klaustrophobie, das Psychogramm einer Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Kristen Stewart hat sich Dianas kokett-ikonische Posen zu eigen gemacht. Ihre geheimnisvolle Aura und ihre magnetische Ausstrahlung führen die Schauspielerin in darstellerisch neue, lichte Höhen. Kurz gefasst: Die Oscarnominierung winkt! Der große britische Film-Szenenbildner Guy Hendrix Dyas, die renommierte Kostümbildner Jacqueline Durran und die fabelhafte Arbeit der Maskenbilderin Wakana Yoshihara tun ein Übriges, damit die Atmosphäre stimmt. „Spencer“ erreicht die emotionale Extravaganz eines erstklassigen Melodramas und ist zugleich eine historische Fantasie, eine politische Fabel und eine schwarze Sittenkomödie.

Am Ende – Achtung: Spoiler! – vergattert Charles sehr zum Unmut Dianas Sohn William zur Fasanenjagd. Sie wird wie aus dem Nichts auftauchen, die Vögel verscheuchen, damit vor dem Abschuss retten und ihre beiden Söhne in den Porsche verfrachten. Nächster Stopp: ein Fast-Food-Lokal. Sie bestellt beim Drive-In und als sie nach dem Namen gefragt wird, verwendet sie ihren Mädchennamen: „Spencer!“

www.spencer-themovie.com

13. 1.  2022

Jüdisches Museum Wien: Lady Bluetooth. Hedy Lamarr

November 27, 2019 in Ausstellung

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Hollywood-Ikone war mehr als nur Hobby-Erfinderin

Hedy Lamarr in “I take this Woman”. Bild: Laszlo Willinger, MGM 1940 © Jüd. Museum Wien

Das Jüdische Museum Wien präsentiert ab 27. November die Lebensgeschichte der Hollywood-Ikone und genialen Erfinderin Hedy Lamarr. Die Ausstellung „Lady Bluetooth. Hedy Lamarr“ im Museum Judenplatz zeigt die facettenreiche Biographie und setzt einen besonderen Schwerpunkt auf ihre Lebensjahre in Wien und Berlin. Hedy Lamarr zählte zu den strahlenden Hollywood-Stars. Lange Zeit unbekannt blieb jedoch, dass sie die Erfinderin des Frequenz- sprungverfahrens war, auf dem Mobilfunk, Bluetooth und WLAN basieren.

1914 als Hedwig Kiesler in Wien geboren, wurde die Tochter eines jüdischen Bankdirektors aus dem Wiener Nobelbezirk Döbling von Max Reinhardt für das Theater entdeckt. Sie galt als schönste Frau der Welt und war insgesamt sechs Mal verheiratet. In späteren Jahren fiel die Diva durch Schönheitsoperationen und Ladendiebstahl auf und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Hedy Lamarr starb 2000 und ist in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Schon im Alter von knapp 16 Jahren gelang es Hedy Kiesler, zum ersten Mal in einem Spielfilm auf der Kinoleinwand zu erscheinen. Bald nach ihrem Filmdebüt verließ sie die Schule und widmete sich ganz der Schauspielerei. Max Reinhardt, der zu ihren Förderern gezählt wird, soll sie das „schönste Mädchen der Welt“ genannt haben. In den Illustrierten wurde sie bereits als der kommende junge Schauspielstar gefeiert. Ihre erste Hauptrolle verkörperte Hedy Kiesler im tschechoslowakischen Spielfilm „Ekstase“, 1933. Durch eine nur wenige Sekunden dauernde Nacktszene sowie die Darstellung eines Orgasmus wurde die künstlerisch höchst avancierte Produktion zum „Skandalfilm“, mit dem ihr der Durchbruch in Europa gelang.

„Samson und Deliah“, Paramount Pictures, 1949 © Anthony Loder Archive

Hedy Lamarr macht Werbung für Maybelline, Zeitschriftenseite, um 1940 © Anthony Loder Archive

Im gleichen Jahr heiratete sie den um 13 Jahre älteren, reichen Munitionsfabrikaten und Waffenhändler Fritz Mandl. Er umgab seine junge Frau mit Reichtum, verbot ihr aber die Schauspielerei und hütete sie eifersüchtig. Mehrmals soll sie erfolglos versucht haben, ihrem besitzergreifenden Ehemann zu entkommen. Im September 1937 gelang ihr die Flucht aus ihrer Ehe. Im August 1937 befanden sich die ehemalige Schauspielerin Hedy Mandl-Kiesler und der Hollywood-Filmproduzent Louis B. Mayer von Metro-Goldwyn-Mayer bei den Salzburger Festspielen. Ihn führten seine Geschäfte von Salzburg weiter nach England. Hedy folgte Mayer in der Hoffnung auf einen Vertrag, der sie nach Hollywood bringen sollte. Sie ging aufs Ganze und bestieg den Luxusdampfer Normandie, auf dem Mayer in die Vereinigten Staaten zurückfuhr. Während der Reise gelang es ihr nicht nur, einen guten Vertrag mit MGM auszuhandeln, sie erhielt auch einen neuen Künstlernamen: Hedy Lamarr.

Hedy Lamarr kann als mehr denn nur Hobby-Erfinderin bezeichnet werden. Sie erfand sowohl kleine Helfer als auch komplexe Waffensysteme. Für ihren Freund Howard Hughes entwarf sie einen Flugzeugrumpf, der Schnelligkeit mit guten Flugeigenschaften vereinte. Nach dem Kriegseintritt der USA engagierte sie sich im Kampf gegen die Nazis, zu dem auch ihre mit dem Komponisten George Antheil ausgearbeitete störungssichere Funkfernsteuerung für Torpedos beitragen sollte, die sie sich patentieren ließen, um sie der US-Navy zu schenken. Das dafür entwickelte Frequenzsprungverfahren gilt heute als Vorläufer für Drahtlostechnologien wie Bluetooth und Mobilfunk. Ihr Patent verschwand damals in den Schubladen und blieb für viele Jahre ungenutzt.

Hedy Lamarr, U.S.A., um 1938 © Anthony Loder Archive

Hedy Lamarr und ihre Dänische Dogge, USA,1939 © Anthony Loder Archive

Neben ihren filmischen Rollen, spielte Hedy Lamarr häufig verschiedene Rollen in ihrem Privatleben. Von der ersten Rolle als höhere Tochter einer gutsituierten, assimilierten jüdischen Familie in Wien-Döbling, zur Schauspiel-Ikone, schönste Frau der Welt, Hausfrau, Ehefrau, Mutter, Unternehmerin, Erfinderin bis hin zur Rolle der verletzlichen Diva, der Zurückgezogenen und aus österreichischer Perspektive besonders interessanten Rolle, der der Österreicherin beziehungsweise Wienerin.

In zahlreichen Interviews sprach Hedy Lamarr davon, dass Wien ihre eigentliche Heimat sei und sie sich nicht als Amerikanerin, sondern als Österreicherin betrachtete. Tatsächlich kam sie aber nach ihrer Emigration 1937 nur noch ein einziges Mal in das Land ihrer Geburt zurück: Im Sommer 1955. Das österreichische Medienecho auf ihren Besuch zeigt, dass man stolz auf den aus Wien gebürtigen Weltstar war, und gerne hob man hervor, wie sehr sie immer noch eine Wienerin war. Auch, wenn sie in Interviews immer wieder davon sprach, wiederkommen zu wollen, so tat sie es doch nie wieder.

www.jmw.at

27. 11. 2019

Lady Macbeth

November 28, 2017 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Stoff, aus dem man Kinotragödien macht

Katherine (Florence Pugh) wird gegen ihren Willen verheiratet … Bild: Polyfilm

England, 1856. Die schöne Katherine wird mit einem verbitterten und deutlich älteren Mann verheiratet. Die Ehe ist herzlos, Sex nicht existent, der Schwiegervater betrachtet sie als unerwünschte Bürde. In diesem Umfeld vereinsamt die lebenshungrige junge Frau zusehends. Als ihr Mann zu einer längeren Reise aufbricht und sie allein zurücklässt, erwacht Katherine aus ihrer Lethargie.

Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem rebellischen Stallburschen und ist schon bald nicht mehr bereit, ihr neu gewonnenes Glück wieder loszulassen. Ihr Ehemann kehrt zurück und entdeckt das Geheimnis. Da wird Katherine zur eiskalten Mörderin nicht nur an ihm. Sie wird sich niemandem mehr unterwerfen und sie schreckt vor nichts zurück, um zu bekommen, was sie begehrt …

„Lady Macbeth“ heißt der Film von William Oldroyd, der am Freitag in die heimischen Kinos kommt. Der 37-Jährige, der sich in England bisher als Theater-Regisseur einen Namen gemacht hat, unter anderem mit Shakespeare-Inszenierungen, gibt damit sein Langfilm-Debüt. Das allerdings nichts mit dem britischen Barden zu tun hat. Nicht Shakespeare, nicht sein „schottisches Stück“, ist die Vorlage, sondern die russische Novelle „Die Lady Macbeth von Mzensk“ von Nikolai Leskov, bekannt geworden durch die danach entstandene, von Stalin als zu subversiv verbotene Oper von Dmitri Schostakowitsch (mehr darüber in Julian Barnes‘ „Der Lärm der Zeit“, Buchrezension: www.mottingers-meinung.at/?p=25545).

… und tröstet sich zum Missfallen ihres Mädchens Anna (Naomi Ackie) mit dem Knecht Sebastian (Cosmo Jarvis). Bild: Polyfilm

Übertragen nach Großbritannien, erweitert um die Figur der Kammerzofe Anna und mit Anklängen an Emily Brontës Roman „Sturmhöhe“, ist Oldroyd und seiner Drehbuchautorin Alice Birch ein furioses, düsteres, dabei stilles Drama gelungen, das zeigt, wohin Lieblosigkeit hie und Leidenschaft da eine Frau führen können. „Lady Macbeth“ ist der Stoff, aus dem man Kinotragödien macht.

Wie Oldroyd gänzlich auf Musik und über weite Strecken auch auf Worte verzichtet, macht das Klima dieses Films aus, wird allerdings gesprochen, knallen die Dialoge wie Peitschenhiebe. Figuren werden vorgeführt wie Dekor, und emanzipieren sich.

In diesem Sinne trägt den Historienfilm die Hauptdarstellerin, die grandiose Florence Pugh als Katherine, mit ihrem roten Haar gleich einer wilden Rose. Wie sie sich mit stoischem Widerspruchsgeist und kaum Gestik langsam vom verschreckten Mädchen in eine grausame und skrupellose Rächerin verwandelt, die sogar Hand an ein Kind legt und ein verräterisches Pferd tötet,  ist sehenswert. Ihr Blick wird zusehends fest und unerschrocken, ihr Lächeln höhnisch. Pugh gibt den Blick frei in die Abgründe einer menschlichen Seele, wenn sie durch die trostlosen Räume, die leeren Gänge, die windige Szenerie wandert. Die Farben des Films sind gedeckt, so nebelig grau-braun und hoffnungslos wie die Menschen, die er transportiert. „Mein Vater hat dich gekauft, zusammen mit einem Stück Land, auf dem nicht mal eine Kuh grasen kann“, wirft Ehemann Alexander Katherine an den Kopf.

Paul Hilton gestaltet ihn voller Zweifel und düsterer Begierden, ein Mann der seinen Selbsthass an der Frau auslässt. Und damit seinen Untergang besiegelt. Denn in ihrem Wunsch nach Freiheit verliert Katherine jedes Maß und Ziel. Sie will nicht hübsch leiden, setzt sich auch nicht mit List und Tücke, sondern mit roher Gewalt zur Wehr. Beobachtet von Kammerzofe Anna, gespielt von Naomi Ackie, die ihre Herrin mit immer mehr Abscheu in den Augen beobachtet. Bemerkenswert, dass sich Alice Birch hier jeder Frauensolidarität verschließt, Katherine bietet sie, Anna nimmt sie nicht an, dabei wird auch die in diesem Haushalt gedemütigt, muss etwa einmal vorm Hausherrn wie ein Hund auf allen vieren kriechen. Vierter in diesem Unglücksbunde ist schließlich Cosmo Jarvis als Knecht Sebastian, auch ihn wird Katherine ausliefern, als ihr der Boden unter den Füßen brennt. „Eher möchte ich, dass du stirbst, als dass du meine Gefühle anzweifelst“, sagt sie einmal zu ihm …

Aus der unerfahrenen jungen Frau wird eine eiskalte Mörderin: Florence Pugh. Bild: Polyfilm

„Lady Macbeth“, dieses intime, mit starrer Kamera fotografierte Kammerspiel, ist ein gefährlicher Film. Er zieht den Betrachter mit seiner kargen und gerade deshalb seltsam opulenten Schönheit in seinen Bann. Lange, zu lange?, hat man Mitleid mit dieser Katherine, bis sie selbst das Blatt wendet. Florence Pugh ist eine Kinoentdeckung, von der man in nächster Zukunft hoffentlich noch viel hören und sehen wird.

Der zweite, dem man dies wünscht, ist Regisseur Oldroyd. Ihm ist ein hervorragendes Drama des jungen britischen Kinos gelungen, vordergründig hermetisch in der Welt des 19. Jahrhunderts verankert und doch so modern in den Mitteln, dass es in der Gegenwart berührt.

www.ladymacbeth-film.de

www.ladymacbethfilm.com

  1. 11. 2017

The Lady in the Van

Mai 18, 2016 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Maggie Smith bringt ihre Bühnenrolle auf die Leinwand

Maggie Smith ist The Lady in the Van. Bild: Park Circus

Maggie Smith ist The Lady in the Van. Bild: Park Circus

Maggie Smith und Miss Sheperd kennen einander seit fast zwanzig Jahren, sie waren gemeinsam schon für einen Laurence-Olivier-Award nominiert, sind zusammen in einem BBC-Hörspiel aufgetreten, nun war es Zeit, die Leinwand zu erobern. Und das tun die beiden Damen im Sturm.

„The Lady in the Van“ heißt der Film, wie auch das Theaterstück und davor der Roman, in dem die große britische Schauspielerin einmal mehr die exzentrische Obdachlose spielt, die mit ihrem Bedford Lieferwagen die Nachbarschaft im Londoner Bezirk Camden Town unsicher macht. Bezaubernd mag in diesem Zusammenhang als ein seltsames Wort klingen, lebt Miss Sheperd doch buchstäblich in ihrem eigenen Mist, doch die Smith, Darstellerin unzähliger spleeniger Gräfinnen, altjungferlicher Gouvernanten und einer verhärmten Zauberprofessorin, verleiht diesem Charakter naturgemäß einen Hauch Aristokratie. Längst ist sie ja von der Queen in den Ritterstand erhoben …

In Österreich läuft „The Lady in the Van“ am 20. Mai in ausgesuchten Kinos an, in Wien exklusiv im Filmcasino. Ein Filmstart hierzulande war vom internationalen Verleih nämlich gar nicht geplant, und es ist dem Filmcasino zu danken, dass dieses kleinodische Kammerspiel nun doch zu sehen sein wird.

„Eine beinah wahre Geschichte“ nennt Autor Alan Bennett seinen durch alle Genres wandernden Stoff. Fünfzehn Jahre, von 1974 bis 1989, lebte er Tür an Tür mit dem Original. Was mit einer kleinen Anschubhilfe für den Van begann, setzte sich mit dem vorübergehenden Zurverfügungstellen eines Parkplatzes in der Hauseinfahrt fort – und entwickelte sich zu einer Art Freundschaft, die das Leben beider veränderte. Wobei, Freundschaft. Besser gesagt richtet Miss Sheperd dem entscheidungsschwachen, lebensängstlichen Alan die Wadln viere. Nicht nur sie, auch er hat ein Geheimnis, das sich im Laufe der Handlung entschlüsseln wird, wenn sie sehr ladylike formuliert, sie verstehe durchaus den Anlass für seine nächtlichen Herrenbesuche, und Alan wird sich am Ende zu sich selbst bekennen und die Liebe finden. Rupert Thomas heißt er, ein Journalist und Bennetts Partner seit nunmehr 24 Jahren. Der Film von Regisseur Nicholas Hytner wurde in der Straße und dem Haus gedreht, in denen Bennett und Miss Sheperd jahrelang wohnten. Am Ende fährt der Schriftsteller mit dem Rad durch seinen ehemaligen Bezirk, bis zu seinem alten Domizil, wo sein filmisches Alter Ego gerade eine Gedenktafel für Miss Sheperd enthüllt. Wozu ihm die Anrainer frenetisch applaudieren.

Diese Mitwelt ist es, die Bennett mit vorzüglich britischem Humor ausstellt. In Camden Town war man damals very Bobo, und so sehr einem die alte Schrulle mit ihrem stinkenden Drecksvehikel auch auf den Nerv ging, immer lächeln, wir sind ja soo Labour. Jim Broadbent, Frances De La Tour oder Roger Allam gestalten diese per gesellschaftspolitischer Gesinnung gutmütigen Tröpfe, die Miss Sheperd gegen den eigenen Grausen mit Kuchen und anderen kleinen Geschenken über Wasser halten. Wie schön sie ist, diese Botschaft von Mitgefühl und Toleranz, denn wenn Maggie Smith mit der Würde einer Königin durchs Geschehen stapft, darf man sich keine Rüstige-Rentnerin-Klamotte erwarten.

Hinter der selbstbewussten Fassade ihrer schroffen Miss Sheperd – Zitat: „Das Wort Entschuldigung zieht nur bei Gott“ –  zeigt sie die Härte eines Lebens auf der Straße, erzählt von Altersarmut und wie es Menschen ohne Krankenversicherung geht. Jedes warum auch immer aus der Kurve getragene Leben war einmal ein besseres, sagt sie, aber das Schicksal spielt mitunter ein anderes Spiel als das erwartete – und danach ist Schuld oder Unglück nicht mehr die Frage. All das bedeutet nicht, dass „The Lady in the Van“ keine Komödie ist, im Gegenteil, es ist eben eine mit Tiefgang, doch es ist dieses zerfurchte Gesicht mit dem sarkastischen Augenzwinkern, an dem man sich eineinhalb Stunden lang festhalten sollte. Was immer man Handlung nennt, ist nämlich tatsächlich schnell erzählt.

Miss Shepherd mit Alan Bennett alias Alex Jennings. Bild: Park Circus

Alex Jennings spielt den Autor Alan Bennett. Bild: Park Circus

Die Nachbarn sind alles andere als angetan. Bild: Park Circus

Die Nachbarn sind alles andere als amused. Bild: Park Circus

Für das meiste davon ist Alex Jennings als Alan Bennett verantwortlich. Der Schauspieler, bekannt als Prinz Charles aus Stephen Frears „Die Queen“, nunmehr mit blondem Schulbuben-Schopf dem Schöpfer seiner Figur ähnlich gemacht, changiert zwischen Ohnmacht über und unterdrückter Auflehnung gegen die neuen Zustände vor seiner Haustür. Viel zu wohlerzogen, um ein Machtwort zu sprechen, sieht er sich mit Miss Sheperds Invasion konfrontiert, die sogar, oder eigentlich im Wesentlichen, vor seiner Toilette nicht halt macht. Was intensive Schrubbmanöver zur Folge hat.

In seiner Fantasie steht er sich selbst gegenüber, das Schreiber-Ich dem Menschen-Ich, und tadelt sich für seine Gutmütigkeit, diese Zwiesprache ein schöner Kunstgriff von Autor Bennett und Regisseur Hytner. Und weil’s der alten Ladies nie genug geben kann, und des schlechten Gewissens schon gar nicht, gibt’s da auch noch seine Mutter auf dem Land, die so gerne beim Sohn einziehen möchte, und die er im Altersheim verblühen lässt, während er sich um eine Fremde kümmert …

Am Ende wird klar, warum Miss Sheperd zu der wurde, die sie ist. Eine Erklärung, die’s gar nicht gebraucht hätte, weil die Realität auch nicht für alles eine abgibt. Maggie Smith brilliert in einer Rolle, die wie auf sie zugeschnitten ist. Man muss sie einfach mögen, diese unmögliche, unfreundliche Person, die alles in Eierspeisgelb bepinselt. Und die in einer kleinen Irrationalität, aber wer weiß das schon, in Gottes Armen aufgefangen werden wird. Das letzte Wort hat der Autor: „Man sollte sich nicht zum Teil dessen machen, was man schreibt, man sollte sich darin finden“, sagt er. Zurzeit läuft sein neues Stück „Untold Stories – Hymn & Cocktail Sticks“ in der Regie von Tom Attenborough im Waterhouse Theatre. Wieder hat Alan Bennett über sein Leben geschrieben, und wieder findet das die Kritik: „warm, witty, humorous and poignant“ – warmherzig, geistreich, humorvoll und rührend.

Trailer in englischer Sprache: www.youtube.com/watch?v=OA8tMziteZM

www.theladyinthevan.de

www.filmcasino.at

Wien, 18. 5. 2016