Volkstheater: 1984

November 18, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Wirklichkeit ist ein Nagelbrett

Die Nachbarn bespitzeln Winston Smith mit Kameras: Birgit Stöger, Rainer Galke, Kaspar Locher, Steffi Krautz und Sebastian Klein. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Was wäre die Welt ohne Donald Trump? Etliche Theaterabende könnten ohne ihn gar nicht mehr stattfinden, so auch nicht die Freitag-Premiere am Volkstheater. Auch Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer hat sich nämlich die Brandreden, vor allem die Antrittsrede – „Wir haben uns in einer großen nationalen Kraftan- strengung zusammengeschlossen, um unser Land wiederaufzubauen und seine Verheißung für alle Menschen …“ – als Folie genommen, um darunter sein Spiel von George Orwells „1984“ zu legen.

Dabei folgt er in seiner Inszenierung dessen dystopischem Roman ziemlich exakt; dort wo Schmidt-Rahmer die Narration verlässt, holt er mit den Mitteln eines politisch-performativen Diskurstheaters Orwells von den Gräueln Hitlers und Stalins beeinflusstes Werk an die Jetztzeit heran. In seinen besten Momenten geht es Schmidt-Rahmer um die Verschiebung von Wahrheit durch „Fake News“ und sogenannte alternative Fakten, um die Vernichtung von Faktizität. Dabei hilft ihm der vom Autor erfundene „Neusprech“, eine vereinfachte Sprache, die Denken einschränkt und Widerstand verhindern soll, tadellos.

Wie es in den Sätzen populistischer Politiker und ihren einschlägigen Medien passiert, zeigt Schmidt-Rahmer auf, wie Sprachverkappung zu Verdummung führt. Und wie es im Ministerium für Liebe geschieht, hält er das schamlose Ändern von Sachverhalten fest, bis Behauptungen keiner Überprüfung mehr standhalten. Bis das „gesunde Volksempfinden“ zum von oben gesteuerten Volkszorn wird. „Die Wirklichkeit ist ein Nagelbrett“, sagt O’Brien an einer Stelle zu Winston Smith. Was heißen soll, eine schmerzliche Unwahrheit spüre man gerade noch, aber über tausende könne man unbeschadet hinweggehen.

Als dies ist sehr spannend, dieses In-den-Kopf-der-Menschen-Gelangen bis zur letzten Konsequenz durchdacht. Schade nur, dass es die Inszenierung nicht schafft, wirken zu lassen, ohne darauf zu pochen. O’Briens Folter-Frage an Winston, wie viele Finger er sehe, lässt sich also durchaus ohne zu lügen mit „Fünf“ beantworten. Der überzählige, der moralisch mahnend dauererigierte des Regisseurs …

O’Brien und Handlanger im Ministerium für Liebe: Birgit Stöger mit Sebastian Klein und Katharina Klar als umgepolter Julia. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Vidiwallfolter: Nach der Pause braucht es gute Magennerven – Rainer Galke und Ensemble. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Eine Schwarzes-Loch-Vidiwall und sieben „Teleschirm“-Videoboxen benötigt der, um die totale Technisierung seiner Bühnenwelt zu zeigen. Auch etliche Handkameras kommen zum Einsatz, jeder kann hier Big Brother sein, die Darsteller allesamt angetan wie Nordkoreas Führer Kim Jong Un, einer von Trumps unzähligen Staatsfeinden Nr. 1.

Die charakteristische Frisur samt khakifarbenem Anzug begründet Schmidt-Rahmer im Interview mit seiner „Suche nach dem Nordkorea in uns allen“. Nicht um die aktuell schlimmste Diktatur der Welt ist es ihm also zu tun, sondern um die obligate Schelte von Google, Facebook, Twitter und Co.

Mit ihrem jeweiligen Lieblingsemoji in der Hand skandieren die Schauspieler denn auch gegen Selbstauslieferung ans Social-Media-Spionagesystem, dem noch Biggeren Brother, der via Auskundschaftung des Konsumverhaltens die Weltherrschaft an sich reißen wird. So lässt sich’s interpretieren.

Im sonst sehr stringenten Bühnengeschehen wirkt dieser Moment allerdings als Überfrachtung des Orwell’schen Themas der von einer Gedankenpolizei gesuchten Gedankenverbrechen. Tatsächlich sei dahingestellt, ob der Konnex von Orwell zu Larry Page und Sergey Brin den Abend nicht sogar beschädigt. Bessere Beispiele allgegenwärtiger staatlicher Überwachung, Stichwort: Maßnahmen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, hätten sich da finden lassen. „George Orwell würde sich im Grab umdrehen“, heißt es in dieser Sequenz.

In Lektionen, von eins: „Doppeldenk“ bis 173: „Wir können Verbrechen identifizieren, bevor sie überhaupt begangen wurden“, läuft die Aufführung ab. Rainer Galke, wenn auch nicht alt und ausgemergelt, ist herausragend als Winston Smith, ebenso Birgit Stöger als O’Brien. Katharina Klar überzeugt als Winstons verbotene Geliebte Julia. Sebastian Klein, Steffi Krautz, Kaspar Locher und Sebastian Pass geben bespitzelnde Nachbarn, Schergen des Systems und auch dessen Opfer.

Statt im Zimmerchen treffen einander Julia und Winston im Hänsel-Gretel-Knusperhaus: Katharina Klar und Rainer Galke. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Galke mimt einen erst ruhelosen, ängstlichen, später fatalistisch um die Gesellschaft als Ganzes besorgten Winston; Klars Julia ist da ganz klar pragmatischer und bedacht darauf, den Augenblick zu genießen. Das geheime Zimmerchen, in dem die beiden im Roman sich lieben und lesen, wird im Bühnenbild von Thilo Reuther zu einem Hänsel-Gretel-Knusperhäuschen. Stögers O’Brien ist mit einem Wort gespenstisch. Mit großer Eleganz und zur Schau gestellter überragender Klugheit gestaltet sie einen vermeintlichen Mitverschwörer.

Der sich alsbald als Oberfolterer entpuppt. Nach der Pause führt die Inszenierung in dessen klinisch-weißes Folterlabor. O’Brien und seine Helfer, nun kahlköpfig und auf einem Auge blind, haben Julia zu diesem Zeitpunkt schon „umgepolt“. Winston erweist sich als härterer Widersacher, nicht weil er will, sondern weil er nicht anders kann. Was sich in Raum 101 ereignet, ist nicht zu sehen. Es wird angesagt, und dass man dennoch gute (Magen-)Nerven braucht, um diese Szenen durchzustehen, beweist einmal mehr die grandiose Schauspielkraft des Rainer Galke.

Im Programmheft schließlich ist nachzulesen, dass das „Gewölbte Schweinemaul“ oder die „Geschmorte Weichschildkröte“ Methoden sind, die der chinesische Schriftsteller und Dissident Liao Yiwu in seinen Gefängnistagebüchern beschreibt. Wegen seiner Gedichts „Massaker“ und seines Films „Totenmesse“ über die Ereignisse am Tian’anmen-Platz wurde er zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt und häufig Opfer von Gewalt durch die Gefängnisleitung.

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  1. 11. 2017

Volkstheater: Iphigenie in Aulis / Occident Express

September 9, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Das Planschbecken im Schnürlregen

Haifa und ihre Fluchtsouffleure: Henriette Thimig (re.) mit Anja Herden, Sebastian Pass, „Iphigenie“ Katharina Klar, Jan Thümer, Rainer Galke und Lukas Holzhausen. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Volkstheater-Direktorin Anna Badora eröffnet die Saison mit ihrer Inszenierung von „Iphigenie in Aulis / Occident Express“, und bewegt dabei mehr Wassermassen als Moses am Ufer des Roten Meers. Was den Abend doppelt spannend macht: Sebastian Pass, Neuzugang am Haus, stellt sich in der Rolle des Odysseus vor – ein extravaganter Schauspieler mit einprägsamer Stimme, der sich mit seiner kauzigen Spielart perfekt ins Ensemble einfügt.

Und: Die wunderbare Henriette Thimig, Tochter des großen Hans Thimig, ist erst als Agamemnons alter Bote, dann in der Rolle der Flüchtlingsfrau Haifa zu sehen. Badora erzählt in ihrer Aufführung vom Krieg. Von den einen, die unbedingt hinwollen, und von den anderen, die dringend wegwollen. Flaute und Flucht, sozusagen. Sie verwendet dazu Soeren Voimas Euripides-Überschreibung und nach der Pause den Text von Stefano Massini, als wär‘ er eine Fortschreibung der Antike in die Gegenwart, die Odyssee der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, die es an immer neue Küsten wirft, wo Gefahr lauert – und Menschenrechtsverletzung.

Für die „Iphigenie“ legt Bühnenbildner Damian Hitz ein großes Wasserbecken als quasi Meeresbucht an. Die Griechen sind alles andere als reif für die Insel, man fadisiert sich, Jan Thümer als Achilleus dreht seine Joggingrunden schon bevor es losgeht. Es muss Bewegung in den Stillstand. Die kommt auf – man kennt die Geschichte -, als der Seher Kalchas die Opferung von Agamemnons Feldherrentochter fordert. Mit der Jungfrau zum Winde. Odysseus/Pass, die unzähligen Kriegsorden auf den Oberkörper gemalt, verbeißt sich in die Idee, gilt es doch das Heer mit dieser Geste ruhig zu halten.

Und so wird die Hinschlachtung zur Staatsräson. Der Griechen Recht und Würde, man kann beim besten Willen nicht mehr aus, das ist eine höhere Logik, hat man doch selbst die Massen kriegsverhetzt. Blut muss fließen in dieser Machowelt, und das Pathos, und das wird es auch, wenn sich Iphigenie am Ende in den Selbstaufopferungsmodus begibt. Das Leiden der High Society an ihrer eigenen Wichtigkeit, tja, bei Massini dann dessen Auswirkungen auf „das Volk“, das nackte Elend der Kriegsopfer.

Menelaos und Agamemnon im Infight mit nassen Handtüchern: Lukas Holzhausen und Rainer Galke. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Klytaimnestra flirtet mit Odysseus: Anja Herden mit dem neuen Ensemblemitglied Sebastian Pass. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Als Atriden treten an: Rainer Galke als Agamemnon, ein auf Kothurnen wankender, wankelmütiger Gemüts- und Familienmensch am Rande des Nervenzusammenbruchs, kriegsmüde schon bevor der noch begonnen hat. Lukas Holzhausen als kühl berechnender Menelaos, als unerbittlicher Gehörnter, der selbst über die Leiche seiner Nichte seine Ehre wiederhergestellt sehen will, war doch die Helena-Entführung ein „Angriff auf die Heimat“.

Die beiden sind geübt im verbalen wie im körperlichen Infight. Man jagt sich tatsächlich mit nassen Handtüchern, „Du kotzt mich an“, sagt der eine Bruder zum anderen. Überhaupt tobt bald die Wasserschlacht, man stolpert, fällt, wirft sich verzweifelt ins oder badet vergnügt im Bühnennass, bald ist kein Kostüm mehr trocken.

Anja Herden gibt, ganz Königin, eine stolze, selbstbewusste Klytaimnestra, die die Demokratie (!) um Hilfe anruft, Katharina Klar eine naive Iphigenie, die froh wäre, wäre der „Scheißkrieg“ aus und Papa wieder zu Hause. Thümer macht dazu den ungehobelten, aber seine Ehre hochhaltenden Achilleus.

Dazu gibt es einen kriegslustigen Girlgroup-Chor: Nadine Quittner, Eva Dorlass, Marlene Hauser, Sophie Reiml und Maren-Sophia Streich. Voima hat exklusiv für das Volkstheater dessen Text geschrieben; der Chor ist angesicht der zahlreichen Recken ganz glücklich darüber, dass es endlich „Männer gibt, so weit das Auge reicht“, und preist das Traumpaar Achilleus und Iphigenie. Das Ende ist abrupt – und ohne Hirschkuh.

Nach der Pause dann ein beinah leeres Becken, aber Dauerregen. Stefano Massini schildert die Flucht einer alten Frau aus Mossul mit ihrer Enkelin, unterwegs kommen noch drei Waisenkinder dazu. Es geht über die Balkanroute zu Fuß, in Bussen, auf Booten, und überall Demütigung und die Ansage, eine „Alte“ werde gar nicht erst mitgenommen, weil: nur Probleme. Man schafft es dennoch nach Schweden. Massini enttarnt einerseits die kollektiv-westliche Vorstellung von Flüchtlingen, andererseits den von staatlichen Stellen oder NGOs nach der jeweiligen Befindlichkeit und den jeweils anderen Beweggründen gewobenen Flüchtlingsmythos.

Als Kollektiv treten auch die Schauspieler auf. Sie soufflieren Henriette Thimig als Haifa ihre Erlebnisse, reporten ihren „Fall“, frischen ihre Erinnerungen auf. Sie sind wie ein antiker Chor, der der Protagonistin zur Seite steht. Der sich in mangelnder Solidarität befehdet, und dann doch wieder zusammenhält. Als ein Schlaflied verlangt wird, erscheint noch einmal die Girlgroup mit ihrem Traumpaar-Song. So verschränken sich die beiden Teile ineinander. Und wieder gibt es einprägsame Bilder, klaustrophobische in einem Glaskubus, erdrückende an einem Abwasserrohr. Schließlich sprechen nackte Tatsachen. Zweifellos ist dieser Teil des Abends der eindrücklichere, das Volkstheater bei seiner Kernkompetenz, dem Zeitgenössischen.

Für Flüchtlinge ist wenig Platz: Rainer Galke, Jan Thümer, Katharina Klar, Sebastian Pass, Anja Herden und Lukas Holzhausen. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Der antike Girlgroup-Chor: Eva Dorlass, Marlene Hauser, Sophie Reiml, Maren-Sophia Streich und Nadine Quittner. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Hätten im ersten Teil die Figuren gerne feiner ziseliert sein können, fehlte doch weitgehend eine tiefer gehende Psychologisierung der Charaktere, ein Ausloten von deren inneren Abgründen, so überzeugt man als Arbeitsgemeinschaft auf ganzer Linie. Und über allem die Thimig mit ihrem Mantra, es schaffen zu müssen, für die ihr Schutzbefohlenen. Eine stolze, selbstbewusste Elendskönigin, die sich nicht abspeisen lässt, die sich in der Machowelt der Schlepper und Beamten behauptet – und die doch eines ihrer Kinder verlieren wird.

Vor einer Live-Kamera aufgestellt: eine Maus in einem Plexiglaskäfig, ihre Verrichtungen auf eine Vidiwall übertragen. Bis Minute acht suchte die Maus einen Ausgang aus dem Behältnis, dann wendete sie sich der Untersuchung der Ausstattung ihres Käfigs zu. Ab Minute 44 schlief sie tief und fest, das Köpfchen auf die Einstreu gebettet …

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  1. 9. 2017

Rabenhof: Ja, eh! Beisl, Bier und Bachmannpreis

April 21, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Wandverbau im seelischen Wohnzimmer

Damenkränzchen mit Band: Martin Dvoran, Matthias Frey, David Schweighart, Voodoo Jürgens, Miriam Fussenegger, Lena Kalisch und Saskia Klar. Bild: Ingo Pertramer

Zu Beginn jaulen erst einmal nur die Gitarren. Die Protagonistin(nen), eine durchaus unheilige Dreifaltigkeit, ist/sind sich nämlich noch sicher: „Es wird ein guter Tag, denn ich habe das Gefühl, ich habe meine Probleme im Griff.“ Na, wer das glaubt, wird bestimmt nicht selig. Als musikalische Untermalung folgt nun das gfeanzte Weanaliad „Wien bei Nacht“, stilecht vorgetragen mit Goldketterl um den Hals und aufgekrempelten Jackettärmeln. Raunzerherz, was willst du mehr? „Ja, eh!“ – Mehr!

Im Rabenhof hat Regisseurin Christina Tscharyiski Texte von Stefanie Sargnagel und Lieder von Voodoo Jürgens – unter dessen Live-Mitwirkung als Zeremonienmeister – zu einer untergangslustigen Revue zusammengestellt. Doch, oh weh!, die Aufführung hat einen gravierenden Fehler.

Sie ist mit knapp mehr als einer Stunde kurz. Viel zu kurz. Zwar gibt’s, und welcher Theaterabend kann das noch von sich sagen, applausbedingte Zugaben, doch als es einen am eben erst angebrochenen Abend in die schwarze Luft vorm Gemeindebau weht, wär’ man gern noch Gast geblieben im Sargnagel’schen Kosmos der spaßbefreiten Tschocherl und der sie bevölkernden seltsamen Menschentierchen. Autorin-Rotkäppchen saß übrigens in Reihe vier, und ausnahmsweise mucksmäuschenstill, fast meinte man ein wenig angespannt, ob ihre selbstironischen Statusmeldungen, abgründigen Milieudarstellungen und präzisen Daseinsbeobachtungen für die Bühne taugen.

Es taugt. Dem Publikum wie den drei Alter-Ego-Darstellerinnen, die angetan mit verlotterten Pullovern, schaichen Trainingsbuxen und Joggingstirnband (Kostüme: Cátia Palminha) die tiefsinnigen Texte des Facebook-Phänomens und Reibebäumchens für Kronenzeitungsleser, des Clinch-Subjekts für Kollegen Thomas Glavinic, der Sargnagel als „talentfreie Krawallnudel“ bezeichnete, und des aktionistischen Burschenschaftermitglieds „Hysteria“, das den FPÖ-Akademikerball stürmte, zum Besten geben. Der Text „Penne vom Kika“, mit dem Sargnagel im Vorjahr den Publikumspreis beim Bachmann-Wettlesen gewann, ist ebenfalls Teil der Inszenierung.

Sargnagel mischt das Randbezirkrotzige mit dem Proletentrotzigen, mischt Bobo-Banales mit ihrer Gossenkunstsprache, mischt ihren Fäkalrealismus mit liebevoll gemeinter Bosheit – und kreiert so gültige Aussagen übers allzu Unmenschliche. Während sie über den Ausverkauf von Sprache berichtet, segeln ihre Satzschöpfungen durchs Dialektmeer eines H. C. Artmann oder eines Werner Schwab. Ihr Wienerisch ist eines der Wiedergänger, der literaturuntoten Pülcher, Strizzis und deren hoidseidanen Trottoirpflanzen. Voodoo Jürgens, der Kongeniale, erklärt dazu, wie man als Frau an odrahten Hund samt seine gfeudn Schmäh anglandt lossn kann. Er singt über die „Nochborskinda“, über emotionale wie materielle Verelendung, übers „Café Fesch“ und das Trotz-allem-Kopf-oben-Halten. Und den „Eislaufplotz“. Ein Song extra für den Rabenhof-Abend verfasst. Der, ja was? – Singer-Songwriter, jede Etikettierung greift für den Musikanten zu kurz, hat seinen Fanclub in Stellung gebracht; immer wieder kreischt eine Frauenstimme „Voodooo!“ in den bummvollen Zuschauerraum.

Stefanie Sargnagel als Trio infernal: Saskia Klar, Miriam Fussenegger und Lena Kalisch. Bild: Ingo Pertramer

The one and only Voodoo Jürgens. Bild: Ingo Pertramer

Bühnenbildnerin Sarah Sassen erdachte für all das einen Vollholz-Albtraum von Siebzigerjahre-Wohnwand. In ihm verstecken sich ein Klappbett ebenso wie das abgefuckte „Bertis Beisl“ und eine Gangtoilette. Und Miriam Fussenegger, Lena Kalisch und Saskia Klar proben als Lonesome-Girl hoch drei Position im und vorm sargnagel-seelischem Wohnzimmerwandverbau. Samt Bier und Tschicks. Ein wenig erinnert’s einen an die Rebellionspoesie der „Präsidentinnen“, wenn’s um Heftklammern-Selbstzüchtigung ob dummer, aber bezahlter Lifestylemagazin-Aufsätze, erfolgreich absolvierter Gehirnkrampfmorgendepressionen und um das Absäbeln kleiner Kinderfinger im Eislaufverein geht.

Oder die – jetzt: das Jaulen!– Beziehungskiste einer Freundin, bekannt als Operettendiva Mercedes. „Ich hab ihm einen geblasen, so urgut, verstehst du?“ Was ist eigentlich das Pendant zum Schnitzel- und Blowjob-Day? Krautfleckerl und Schlecken! „Es war so urgut, ich war so richtig dabei, ich bin richtig feucht geworden und er schmeißt mich einfach raus!“ Die Schauspielerinnen bewältigen in beachtlichem Tempo eine Art langen, inneren Monolog, in dem es um die Zerrissenheit zwischen Nichtstun und Funktionieren, Kunst vs Brotberuf, unbeantworteten SMS und innerem Schweinehund, langweilig geregeltem und subversiv selbstbestimmtem Leben geht. Ihre Performance gleicht einem Mantra, einem Manifest, einer Kampfansage an gesellschaftlich vorprogrammierte Rollenbilder.

Das Dreckige, das Räudige, das Bukowskihafte, dessen Trieb zur Antriebslosigkeit, den Autoren in der Regel für sich beanspruchen, hat Sargnagel postfeminisiert. In ihren Schreibarbeiten zeichnet sie das Bild einer Mehregomanin, als sich Männer heutzutag’ zu sein wagen würden. Sie gibt dem Chauvinismus eine weibliche Endung, und Fussenegger, Kalisch, Klar spielen das rau, roh und rogue. Und so lustig, wie die gebürtige Humoristin Sargnagel, nach Eigendefinition eine Kopfbuderei aus kleinem, „unrundem“ Mädchen und fettem Hooligan, das wohl vorgesehen hat. „Mir wurde gerade meine eigene Depression und Psyche quasi in einem Musical vorgespielt“, schrieb Stefanie Sargnagel nach ihrem Probenbesuch von „Ja, eh!“ auf Facebook.

„Ja, eh!“ im Rabenhof beweist, dass ihre Texte auch ohne sie, mittels einer ungeheuren Spielfreude zwischen Melancholie und morbidem Spaß funktionieren. Das lockt die Schriftstellerin Sargnagel auf eine neue Ebene. Es möge sie beflügeln auf ihrem Weg ins Abheben Richtung heimischer Literaturszene. Schließlich hat sie auf Extremösterreichisch bewiesen, dass ihr Lebensüberdruss und der postmoderne Ennui enormen Unterhaltungswert haben. „Die WienerInnen stehen drauf, sich im eigenen Auswurf zu suhlen bis es schmerzt, sich die Wirklichkeit möglichst hart ins Gesicht zu dreschen. Die Aktionisten wühlten fröhlich in der eigenen Scheiße und wenn einem das alles immer noch zu idyllisch ist, liest man halt eine Sexszene von Jelinek. Möglicherweise nur ein Klischee. Nach meiner letzten Lesung in Berlin kamen jedenfalls Exil-Wiener auf mich zu und meinten, genau das wäre es, was sie von Wien vermissen würden: den Grind.“

www.rabenhoftheater.com

Wien, 20. 4. 2017

Volkstheater: Nathan der Weise

April 8, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Glaube ist ein Kriegsschauplatz

Charakterköpfe unter sich: Günter Franzmeier und sein von Stefan Suske gesprochenes Puppen-Alter-Ego. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Es gibt Theaterabende, an denen stimmt einfach alles, und am Freitag hatte man das Glück, bei einem solchen dabei zu sein. Nikolaus Habjan inszenierte am Volkstheater Lessings „Nathan der Weise“, und wie wunderbar, der junge Theatermacher und Puppenmagier hat es nicht Not, irgendwas irgendwo drüberzustülpen. Er erzählt eine Geschichte. Klar, im positivsten Sinne „einfach“ und konsequent durchdacht.

Er versteht sich exzellent auf Schauspielerführung, versteht es aus den Blankversfiguren Charaktere zu entwickeln, die einen heute berühren und am Heute rühren, und hat sich von Denise Heschl und David Brossmann eine Bühne bauen lassen, die gewaltige Bilder zulässt und die Situation auf einen Blick beschreibt. Die Situation ist – Dauerkrise, ein wackeliger Waffenstillstand, die tagtägliche Berichterstattung über religiösen Fanatismus und seine Folgen. Der Glaube ist ein Kriegsschauplatz, das zeigt die Brandruine, die hier mehr als nur Nathans Haus, sondern sinnbildlich für die Gesamtheit des Nahen Osten ist. An der Rampe verkohlte Menschenkörper. Auftritt Nathan mit Koffer und einem Verzweiflungsschrei. Und wie er dann Recha herzt und an seine Brust zieht und sie blutet und ihr die Haare ausfallen und sie in sich zusammenklappt, bleibt fraglich…

Ob sie überhaupt noch lebt? Oder doch Leiche ist? Ob nicht eher aus Nathans Trauma gerade ein Wunschtraum entsteht? Schließlich ist Lessings Schluss, der alle drei abrahamitischen Religionen in einer Familie versöhnt, ja ohnedies traumhaft. Nathan beginnt, die Toten mit Tüchern zuzudecken, und das wird er am Ende mit den wie in Stasis gefallenen Darstellern wieder tun.

Macht sich Nikolaus Habjan an eine Theaterproduktion, so ist die Erwartungshaltung natürlich, dass er seine Puppen mitbringt. Diesmal sind es zwei. Günter Franzmeier als Nathan hat ein Puppen-Alter-Ego, dem Stefan Suske, schwarz verhüllt wie beim Bunraku, die Stimme leiht. Franzmeier ist ein einsamer Nathan, er bleibt auf Äquidistanz zu seinen Mitmenschen, seine Haltung zum Geschehen drückt im doppelten Wortsinn Beherrschtheit aus. Er spielt den Nathan, wie Saladin einmal sagt, tatsächlich „stolz bescheiden“. Nur mit seinem eigenen Charakterkopf kann er in Diskussion treten, kann er „er selber“ sein; er führt mit ihm Zwiegespräche, und die Puppe ist ihm dabei Gewissen, Einflüsterer und nicht unbedingt immer ein guter Ratgeber. Dass Franzmeier ganz fantastisch agiert, versteht sich. Er ist wahrlich ein Weiser, ein verwaister Weiser, und wie es dieser Art Mensch auch inne ist, verloren im Versuch in Intrige, Neid und Verrat Freund und Feind auseinander zu halten.

Der junge Tempelherr beim Picknick mit Recha: Christoph Rothenbuchner und Katharina Klar mit Claudia Sabitzer als Daja. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Familienaufstellung vor verkohlten Körpern (li.): Gábor Biedermann, Steffi Krautz, Katharina Klar, Christoph Rothenbuchner und Günter Franzmeier. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

In dieser Grauzone Nathans bewegt sich Gábor Biedermann als Sultan Saladin. Biedermann gestaltet den muslimischen Herrscher weniger mit der oft üblichen melancholisch-gelassenen Gleichgültigkeit, sein Saladin ist ein Macher, der in seinem Reich gern die Fäden in der Hand hat. Dafür ist er bereit, Bündnisse über Konfessionsgrenzen hinweg einzugehen. Biedermanns Sultan gibt sich dann fast väterlich-gütig, denn er hat dabei die Tilgung seiner finanziellen Schwierigkeiten im Auge. Die Ringparabel spielt entsprechend zwischen diesem Nathan und diesem Saladin eine weniger übermächtige Rolle, als in anderen Inszenierungen.

Auch Steffi Krautz versteht es ihrer Figur neue Facetten abzugewinnen. Ihre Sultansschwester Sittah ist kein berechnendes Biest, sondern eine kluge Manipulatorin, eine moderne, emanzipierte Frau, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt und zu ihrem Wort auch steht. Noch nie, so erscheint es einem, war eine Sittah so stark auf der Bühne. Claudia Sabitzer ist eine verbindliche Daja, die für alle nur das Beste will – auch für sich, mit der angedachten Ausreise nach Europa -, und von der man fast den Eindruck hat, dass sie den Nathan liebt. Sehr intensiv deutet Habjan mit seiner Arbeit darauf hin, wie die Menschen sich verstehen könnten, wenn die Systeme nicht wären.

Die Aufführung hat auch Humor. Der eine oder andere lapidar hingeworfene Satz, 1779 so wahr wie 2017, macht das Publikum lachen. Entzückend ist eine Rendezvous-Szene von Recha und dem jungen Tempelherrn, mit Kofferradio, Keksen – und der unvermeidlichen Daja als Anstandsdame. Katharina Klar spielt Recha als teenagerisches Trotzköpfchen, das sich auch zu Boden wirft, um seinen Willen durchzusetzen. Christoph Rothenbuchner stattet den liebesgierigen Ordensritter mit der Forschheit der Jugend aus, weiß aber auch pointiert Momente der Ohnmacht inmitten des Glaubenswahns anzuspielen. Stefan Suske schließlich ist der Klosterbruder, der die Verwicklungen einst ins Rollen brachte. „Was man ist und was man sein muss in der Welt, das passt ja wohl nicht immer“, sagt er an einer Stelle, an der er über den Juden Jesus philosophiert.

Der Patriarch von Jerusalem ist ein unversöhnlicher Fanatiker: die Puppenspielerinnen Steffi Krautz, Katharina Klar und Claudia Sabitzer mit Stefan Suske und Christoph Rothenbuchner. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Die zweite Puppe, sie weiß einen Kurzauftritt effektvoll zu nutzen, ist der Patriarch von Jerusalem. An den Rollstuhl gefesselt, wird der alte, verbitterte Mann von einer Dreifaltigkeit der Frauen bewegt – Steffi Krautz ist Kopf und Stimme, Katharina Klar die linke, Claudia Sabitzer die rechte Hand.

Doch dass die drei Schauspielerinnen gleichsam die drei religiösen Varianten der einen Sache verkörpern, bringt den Fundamentalisten, der mit kühlem, pragmatischem Hass alles verfolgt, das nicht in seiner Richtung liegt, nicht von seinem rechten Weg ab. Dass die Puppenspieler und Puppenspielerinnen in schwarzer Kleidung als Individuen unkenntlich gemacht sind, erklärt Habjan im Programheft-Interview auch als Querverweis auf den Dresscode terroristischer Vereinigungen.

Lessings Ideendrama wird als das humanistische Werk gelesen, als der aufklärerische Appell für Gedankentoleranz. Und da sitzt ein Gottesmann mit böse blitzenden Augen, abstinent gegen alle Argumente, und hat für Nathan immer nur den einen Glaubenssatz: „Tut nichts, der Jude wird verbrannt!“ Es gruselt einen vor der Grausamkeit der Puppe, deren Präsenz in diesen Augenblicken übermächtig, übermenschlich sowieso ist. Nikolaus Habjan holt das Publikum mit seinem düsteren „Nathan“ aus der Klassiker-Wohlfühlzone, er entzieht ihm die Möglichkeit des simplen Abnickens von Lessings froher Botschaft. Der Jude mit dem „Judenkoffer“, die Leben nur noch Schutt und Asche, das sorgt für Assoziation und Irritation. Draußen vorm Theater wurden all diese Anmerkungen Habjans laut weitergedacht, da hatten sich der Regisseur, sein Team und die fulminanten Schauspieler den tosenden Applaus aus dem Zuschauerraum aber schon abgeholt.

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Wien, 8. 4. 2017

Volkstheater: Alles Walzer, alles brennt

Oktober 17, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Von der linken Faust zum rechten Arm

Thomas Frank, Jutta Schwarz, Jan Thümer, Katharina Klar, Steffi Krautz und Luka Vlatkovic. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Thomas Frank, Jutta Schwarz, Jan Thümer, Katharina Klar, Steffi Krautz und Luka Vlatkovic. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Am Volkstheater brachte Christine Eder ihre Politrevue „Alles Walzer, alles brennt“ zur Uraufführung. Der Abend ist so etwas wie die kleine Schwester ihrer fabelhaften Arbeit über Heinz Rudolf Ungers „Proletenpassion ff.“, nur dass Eder diesmal präziser und konkreter auf die Jahre 1883 bis 1934 fokussiert. Jene Jahre, die also das Schlachtfeld Europa vorbereiteten. Und erst einmal ist man, bevor man sich zum satirischen Lachen zurücklehnen kann, schockiert wie sich die Themen gleichen.

Eder verwendet für ihre Collage Originaltexte von Zeitgenossinnen und -genossen, Kaiser Franz Joseph, Viktor Adler, Engelbert Dollfuß, Otto Bauer, Julius Tandler … Durch die Geschichte führen als im Wortsinn rote Fäden die Biografien von Adelheid Popp, Arbeiterkind, Sozialistin und Begründerin der proletarischen Frauenbewegung; Elisabeth Petznek, Tochter von Kronprinz Rudolf und überzeugte Sozialdemokratin, da der „roten Erzherzogin“ in der Kapuzinergruft keine Kränze gewunden werden, ist ihre Entdeckung die spannendste der Aufführung; und ein fiktives Dienstmädchen, das entlang des Lebens der Widerstandskämpferin und KZ-Überlebenden Rosa Jochmann entworfen wurde.

Der Sound ist Wienerisch, wozu nicht zuletzt die großartige Musik von Eva Jantschitsch beiträgt. Das Ensemble agiert hochmusikalisch, mit viel Lust auf Klamauk und Klamotte. Jan Thümer, der Vielspieler, der sich von Inszenierung zu Inszenierung als unverzichtbarer für das Haus erweist, changiert zwischen Trotteladel und Viktor Adler, ebenso Christoph Rothenbuchner, der sich einmal mehr auch als vorzüglicher Balletteuser erweist und einen zunehmend desillusionierten Otto Bauer gibt. Thomas Frank ist als Stimme des Volkes mal eine Art Bratfisch, mal ahnungsloser Gewerkschafter, vor allem aber auch ein gewichtiger alter Herr in der Hofburg.

Luka Vlatkovic, seit dieser Saison festes Ensemblemitglied, ist die Revolution in Fleisch und Blut übergangengen. Steffi Krautz spielt die Popp. Katharina Klar die Elisabeth und Jutta Schwarz, eine der Grandes Dames der Wiener Off-Szene, Kriegskind, 68erin, Theaterschaffende, die immer und so auch hier ihr Selbst in die Rolle einbringt, das Dienstmädchen, heißt: die Gemeindebaulerin. Nun ließe sich manches Sagen über Rap-Sessions vom Frank, der sich mit gefakter Goldkette als Ottakringer Elendsjugend sein Schicksal von der Seele reimt, über Agitprop meets musicalvienna und Christine Eders Talent dem Publikum die Ungeheuerlichkeiten des Lebens als Travestie zu servieren.

Luka Vlatkovic, Jan Thümer, Thomas Frank, Steffi Krautz und Christoph Rothenbuchner. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Luka Vlatkovic, Jan Thümer, Thomas Frank, Steffi Krautz und Christoph Rothenbuchner. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Thomas Frank, Jan Thümer, Luka Vlatkovic, Katharina Klar und Christoph Rothenbuchner. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Thomas Frank, Jan Thümer, Luka Vlatkovic, Katharina Klar und Christoph Rothenbuchner. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

 

Doch unterm Strich, vor allem wenn ein Originalfilm die Errungenschaften der Sozialdemokratie preist, bleibt der Geschmack im Mund ein bitterer. Sehr schön etwa eine Szene, die zeigt, wie weit der bis heute gültige Nationalstolz Klimt-Schnitzler-Freud vom Volk entfernt war. Großes Gelächter, wenn Dollfuß wegen verlangter Wahlwiederholung das Parlament ausschaltet. So geht’s von der Forderung nach einer Gesamtschule über leistbare Wohnungen bis zur Gesundheitsreform. Vom Schattendorfer Urteil über Justizpalastbrand bis zur steigenden Arbeitslosigkeit. Die, die die linke Faust stolz emporreckten, werden bald den rechten Arm heben. Eine Partei wird ihren Grundsätzen untreu – und dies sogar noch ohne fadenscheinige Mitgliederbefragung. Die Zögerlichkeit der Linken öffnet der Rechten den Raum …

Ein Lehrstück. Eine verpflichtend sehenswertes.

www.volkstheater.at

Wien, 17.10. 2016