George Takei: They Called Us Enemy

Dezember 3, 2020 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Japanische Kindheit im US-Internierungscamp

Als Hikaru Sulu, Steuermann des „Raumschiff Enterprise“ und später Captain der USS Excelsior, wurde George Takei weltberühmt. Eine Öffentlichkeitswirksamkeit, die er immer wieder für ihm wichtige Themen nutzt – Xenophobie, Homophobie, Diskriminierungen aller Art. Nun hat der Star-Trek-Star eine Graphic Novel über ein hierzulande kaum bekanntes Kapitel der US-Geschichte veröffentlicht. „They Called Us Enemy. Eine Kindheit im Internierungslager“ erzählt – nach dem Angriff des Kaiserreichs Japan auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 – vom Verhaften und Wegsperren.

Und zwar von mehr als 120.000 japanisch-stämmigen oder japanischen Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten lebten und in der nun aufgeheizten Stimmung plötzlich als potentielle Verräter und Staatsfeinde angesehen wurden. Takei, geboren in Los Angeles, war fünf, ein Kind, als er mit seinen Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern derart kriminalisiert ward. Doch Takei ist Aktivist mit Leib und Seele, und bleibt es auch als gezeichnetes Ich.

Als wären’s Rückblenden, denn so tut er es tatsächlich, schildert er auf TEDx-Konferenzen, bei Begegnungen mit Präsidenten von Carter bis Clinton, Barack Obama selbstverständlich, bei Comic Cons die drei Jahre seines jungen Lebens als „Enemy Alien“. Mithilfe der Co-Autoren Justin Eisinger und Steven Scott und Zeichnerin Harmony Becker ist ein sehr persönlicher Einblick in diese Zeit entstanden.

„They Called Us Enemy“ ist ein Lehrbuch über Demokratie und Grundrechte, über Menschenwürde und Zivilcourage und Solidarität, ist ein Plädoyer, sich gegen jene Kräfte zu stemmen, die gerade erneut versuchen, die Gesellschaft zu spalten – „Amerikaner zu sein, ist nicht das Vorrecht weniger“, schreibt Takei, und es lässt sich leicht das Wort „Europäer“ einsetzen -, und ist nicht zuletzt ein Buch über die Liebe in einer Familie.

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

Zu den klaren, schnörkellosen Schwarzweiß-Bildern komplex und literarisch interessant sind vor allem die narrativen Bögen, die Takei schlägt. Wie prägte die Zeit seinen Vater, warum exponierte er sich als Lagersprecher und Vermittler? Zu wessen Wohl wollte die Mutter ihre US-Staatsbürgerschaft aufgeben (dem Vater, wiewohl seit 25 Jahren im Land, wurde sie nie verliehen)? Wie stritten, entfremdeten, näherten sich Vater und Sohn in den 1950er- und 1960er-Jahren? Wie war Georges Weg zum Widerstand, woher sein Wille, sich am politischen Prozess zu beteiligen? Ab wann hat die die sogenannte Mehrheitsgesellschaft die Pflicht für Marginalisierte eintreten? Von wem gesteuert sind Populismus, Othering und Nationalismus?

Takei, als TV-Lieutenant einer multiethnischen Sternensaga einst aufgebrochen, „um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen“, und sichtlich stolzes Mitglied einer Sci-Fi-Erdbevölkerung, der Allianzen mit Aliens, mit „Fremden“ zur friedlichen Föderation der Vereinigten Planeten verholfen haben, steht bis heute für jene Enterprise-Errungenschaften ein. Bis zur letzten Seiten des Buches prangert der unermüdliche Streiter für Gerechtigkeit den „Muslim Ban“ der Trump-Regierung und die Diskriminierung lateinamerikanischer Bürger und Migranten in den USA an …

Ans Herz gehend ist die kindliche Perspektive, aus der die Ereignisse von 1941 gezeigt werden, als die Mutter mit Baby-Tochter aus dem Krankenhaus nach Hause kommt, wie der Vater mit Kunden seiner Textilreinigung plaudert, Weihnachten, die Kriegserklärung, die Feindseligkeiten auf der Straße, Vandalismus, „Keine Japsen!“-Schilder in den Schaufenstern, Politiker, die vom „Japanerproblem“, einer „nicht assimilierbaren Rasse“ sprechen  – dann das Hämmern an die Tür, Soldaten, Abtransport, Angst, ein Bub, der das alles noch weniger versteht als die Erwachsenen. Becker illustriert beinahe filmisch, mittels Schnitt und Gegenschnitt.

1942 dann erlässt Präsident Franklin D. Roosevelt die sogenannte “Durchführungsverordnung 9066”, die es dem Militär ermöglicht, Japano-Amerikaner, die an der Westküste lebten, zu deportieren. Es gibt keinen Prozess, keine Geschworenen, wo kein Richter, da kein Kläger, und die Betroffenen müssen alles, was sie sich aufgebaut haben, zurücklassen. Sie können nur mitnehmen, was in kleine Koffer passt, Konten werden eingefroren, „Besitz“, heißt in der Regel kleinere Geschäfte und landwirtschaftliche Geräte, wird beschlagnahmt.

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

General John L. DeWitt befeuert die Hysterie der Scheinheiligen. Wie sich die Bilder gleichen, zu allen Zeiten, in allen Ländern. In Zügen zusammengepferchte Frauen, Kinder, Männer, ein Gepäcksanhänger als Identitäts- nachweis, für die Eltern ein weiterer Akt der Entmenschlichung, für George einfach eine Fahrkarte, Gewehre und Stacheldraht. Die Takeis werden in Camp Rohwer in Arkansas zwangsinterniert, Block 6, Baracke 2, Einheit F, die Mutter entsetzt über Schmutz und Gestank, doch George schwärmt sie vom gemeinsamen „Urlaub“ vor.

Dann die herbe Enttäuschung der Kids, die Mutter hat als „Überraschung“ – verbotenerweise – ihre Nähmaschine ins  Lager geschmuggelt, sie sofort betriebsam, der Vater erst depressiv, bis die Mitgefangenen ihn ob seiner Freundlichkeit und Umsicht zum „Blockverwalter“ wählen, eine Position, aus der heraus er viel Gutes bewirken wird – und dennoch wird’s für George bei seiner Teenager-Anklage gegen‘s Trauma-Schweigen zu wenig des Ungehorsams gewesen sein. Fürs Erste aber dreht sich alles um den Lageralltag eines Fünfjährigen, und mit der dieser Generation eigenen Ambivalenz berichtet Takei von grauenhaften wie glücklichen Erinnerungen.

Von Lausbubenstreichen und Radikalisierung unter „Banzai!“-Rufen, von seinem ersten Schnee und wie ihn die Filmvorführungen im Speisesaal begeisterten, von der ständigen Kampfbereitschaft der Soldaten gegen einen möglichen „Aufstand der Abtrünnigen“, jedes „Schlitzauge“ schon per Aussehen ein potenzieller Terrorist. Takei kann Anekdoten, beispielsweise, wenn ihm die ewigen Gegner Ford & Chevy einreden, auf seinen Ruf „Sakana Beach“/Fisch-Strand würden ihn die Soldaten mit Süßigkeiten überschütten – nur, dass die GIs „son of a bitch“ verstehen und erbost handgreiflich werden. Oder die von der Entlarvung des falschen, weil japanischen Santa Claus, hat Klein George den echten, da „weißen“ doch im Kaufhaus gesehen.

Dann wieder erteilt er Geschichtsunterricht übers 442nd Regimental Combat Team, einer rein japanischen Einheit der US-Armee, als sich die „Messer im Rücken“ ebendieser ihr wegen der vielen Gefallenen endlich anschließen durften. Eine Chance, die unzählige „Nisei“ ergriffen und den Dienst fürs „Vaterland“, das sie nie als gleichberechtigt akzeptieren wollte, mit dem Leben gezahlten. Oder, als zweite „Chance“ die – welch tagesaktueller Begriff! – „Rückführung ins Heimatland“, ins kriegsgeschundene, immer noch mit Hitler verbündete Japan, ein Ausbürgern im Austausch gegen Kriegsgefangene.

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

Schließlich der Fragebogen mit der infamen Gewissensfrage, sich als amerikanische Patrioten zu erklären und gleichzeitig der japanischen Herkunft abzuschwören. Was für großen Unmut und die Umsiedlung ins weit schlimmere Lager Tule Lake sorgt. Stacheldraht hoch drei, und doch ist er ein Schutz, denn draußen häufen sich die rassistischen Gräueltaten. Dann Hiroshima und das bange Warten auf Post von den Verwandten, ein „Neuanfang“ in einem L.A.-Armenviertel, die Lehrerin, die den „Japsenbengel“ auf die Fahne schwören lässt.

Takei erzählt das alles nicht verbittert, sondern als versöhnlicher Mahner an ein Niemals-Vergessen. „Die Schuld, die durch unsere Internierung auf uns lag, löste in mir das Gefühl aus, dass ich es verdiente, mit diesem hässlichen Schimpfnamen belegt zu werden“, schreibt Takei übers Opfer-typische Denken, und: „Das ist bis heute ein Teil des Problems … das wir die unangenehmen Aspekte der amerikanischen Geschichte nicht kennen … und daher die Lektionen übersehen, die uns diese Kapitel zu lehren hätten.“

George Takeis Befreiungsschlag beginnt, wenn man so möchte, an der UCLA, wo er beim Theaterwissenschafts- studium erst Nichelle Nichols und über sie Martin Luther King kennenlernt, später Gene Roddenberry, der dem asiatischen Darsteller von Lakaien, Possenreißern und Bösewichten die Rolle seines Lebens anbietet. Letztes Bild, George Takei und sein Ehemann Brad Altman auf dem Gedenkfriedhof in Rohwer, sie beten; letzter Satz: „Unsere Geschichte darf weder Schwert sein, das Ungerechtigkeit rechtfertigt, noch Schild, das Fortschritt blockiert, sie muss ein Leitfaden sein, der verhindert, dass wir die Fehler der Vergangenheit wiederholen – denn nur wenn du frei bist, kann ich es auch sein.“

Über den Autor: George Takei, geboren 1937 in Los Angeles, wurde durch seine Rolle als Steuermann Hikaru Sulu in der „Star Trek“-Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“, 1965 von Gene Roddenberry persönlich dafür engagiert, und den nachfolgenden Kinofilmen international berühmt. Der japanische Amerikaner setzt sich insbesondere für die LGBT+-Bewegung ein und ist für seinen Kampf gegen den Rassismus bekannt. Takei wurde zwischen seinem fünften und achten Lebensjahr als einer von mehr als 120.000 japanisch-stämmigen US-Bürgern während des Zweiten Weltkriegs als Enemy Alien in ein Internierungslager gesperrt. Eine Tante und ein Cousin starben beim Atombombenabwurf auf Hiroshima.

© Takei, Eisinger, Scott & Becker/ Reprodukt

Im Oktober 2005, mit 68 Jahren, hatte Takei sein Coming-out, wiewohl seine Homosexualität unter seinen Fans schon lange ein offenes Geheimnis war. 2008 heiratete er seinen langjährigen Lebenspartner Brad Altman, nachdem das Oberste Gericht von Kalifornien das Verbot für gleichgeschlechtliche Ehen aufgehoben hatte. Trauzeugen waren seine Star-Trek-Freunde Nichelle Nichols und Walter Koenig. George Takei verfasste mehrere Bücher und wendet sich via Facebook, Twitter und Instagram auch täglich an seine mehr als 14 Millionen Follower.

Cross Cult Verlag, George Takei, Justin Eisinger, Steven Scott (Text), Harmony Becker (Zeichnungen): „They Called Us Enemy. Eine Kindheit im Internierungslager“, Graphic Novel, 208 Seiten. Übersetzt aus dem Englischen von Christian Langhagen.

www.cross-cult.de

  1. 12. 2020

Tulpenfieber

August 23, 2017 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Christoph Waltz glänzt als schrulliger Ehezausel

Cornelis Sandvoort lässt sich mit seiner jungen Frau porträtieren: Christoph Waltz und Alicia Vikander. Bild: © Thimfilm

Das Tulpenfieber, das hat es tatsächlich gegeben. Es läutete das Goldene Zeitalter der Niederlande ein, ab 1600 profitierte vor allem die Hafenstadt Amsterdam vom Handel mit den wertvollen Mutterzwiebeln, die die holländische Ostindien-Kompagnie aus weit entfernten Gebieten importierte. Die Wirtschaft boomte, die Kunst blühte auf, die Tulpe wurde zum heiß begehrten Statussymbol.

Die Attraktivität trieb die Preise in schwindelerregende Höhen und die Spekulanten auf den Plan. Börsenfieber grassierte, bis – die vielleicht erste Finanzblase der Geschichte platzte. 1637 fanden bei einer Auktion in Haarlem erstmals Händler keine Abnehmer für ihre Gewächse. Panik, Bankrott, der Staat musste eingreifen – auch der Maler Jacob van Loo, im Film „Tulpenfieber“, der diese Woche in den heimischen Kinos anläuft, heißt er Jan van Loos, verlor sein gesamtes Hab und Gut.

Das ist der Stoff, aus dem Deborah Moggach weiland ihren Roman-Bestseller gewoben hat. Daraus hat der hochkarätige Tom Stoppard ein Drehbuch verfasst, das von Justin Chadwick verfilmt wurde. Et voilà, ist hinreißendes Historienkino entstanden, mit Bildern, wie von den flämischen Meistern entworfen – und tatsächlich spielt die Stadt Amsterdam im Film eine Hauptrolle. Gewurschtel und Gewusel, Geschäftigkeit zwischen den Grachten, Schmutz und verschmierte Kinder und die Jagd nach dem ganz großen Gewinn … Die Fotografie von Eigil Bryld lässt Amsterdam wie einen eigenen Organismus atmen und ist fantastisch anzuschauen. Die Schauspieler arrangiert er zum Tableau vivant.

Ergebnis: Sie verliebt sich in den Maler Jan van Loos – Alicia Vikander und Dane Dehaan. Bild: © Thimfilm

Derweil tobt an der Börse das Tulpenfieber: Supermodell Cara Delevingne in einer wichtigen Nebenrolle. Bild: © Thimfilm

Doch mehr. Moggach/Stoppard bescheiden sich natürlich nicht mit einem Blumenkorso. Die Geschichte also: Der reiche Kaufmann Cornelis Sandvoort hat die junge Waise Sophia geheiratet. Seine erste Frau und seine beiden Kinder wurden Opfer der Pest, nun hofft er erneut auf Nachwuchs, aber sein „kleiner Soldat“ ist über die Jahre ziemlich müde geworden. Da verfällt er auf die Idee, sich und die schöne Gattin porträtieren zu lassen – Jan van Loos wird engagiert, und die Gattin verfällt ihm. Kabale und Triebe. Nun werden Fluchtpläne aus dieser unfruchtbaren Ehe geschmiedet.

Jan wirft sich aufs Tulpengeschäft, damit Geld für eine Überseefahrt zusammenkommt. Sophia will ihren Göttergatten zumindest mit einem Erben trösten, und da kommt ihr die ungewollt schwangere Magd Maria gerade recht. Deren Herzensmann wurde – weil Tulpenschulden – für die wenig christliche Seefahrt shanghait, die Schande, die Schande, und so schmieden die beiden Frauen einen sinistren Plan …

Das Ensemble agiert exzellent. Selbst in kleineren Rollen, wie Supermodell Cara Delevingne als durchtriebene Tulpenspekulantin oder Judi Dench, die als Äbtissin eine Gottesanbeterin gibt, eine hantige Mutter Oberin, die das Tulpengeschäft fest in ihren Händen hält. Dane Dehaan ist als Jan van Loos melancholisch sexy, die Damen Alicia Vikander und Holliday Grainger als Sophia und Maria entzückend anzuschauen.

Sophia schmiedet mit ihrer schwangeren Magd Maria einen sinistren Plan: Holliday Grainger. Bild: © Thimfilm

Judi Dench, brillant als Äbtissin, die das Tulpengeschäft fest in ihren Händen hält. Bild: © Thimfilm

Und dann ist da er. Christoph Waltz, ein Schauspieltitan, wie immer, wenn er sich darauf besinnt, dass er in Österreich Charakterdarsteller war, bevor er sich ins US-Superschurken-Business begeben hat. Wie er den Cornelis Sandvoort gibt, ist unübertrefflich: ein freundlicher, schrulliger Ehezausel, ein leutselig geschwätziger Mann, der sich um Standhaftigkeit bemüht, nie ein böses Wort findet und für alle nur das Beste will. Man wird im Laufe der Handlung direkt angesäuert, welches Unrecht ihm hier widerfahren soll. Und als es passiert und die Intrige auffliegt, ist er immer noch großherzig und vergibt. Waltz brilliert in dieser Rolle als niederländischer Kaufmann, der verstehen lernt, dass zwar alles seinen Preis hat, aber man nicht mit allem handeln kann.

Das Ende ist dann original calvinistisch: Die Frevler werden abgemahnt, aber nicht zu streng, die guten Menschen werden für ihr Tun belohnt. Alles in allem eine sehr schön schauerliche Gothic Fiction für den nun langsam heraufdämmernden Herbst. Sehenswert.

tulpenfieber-derfilm.de

23. 8. 2017

Michael Fassbender ist „Macbeth“

Oktober 27, 2015 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Soldat mit posttraumatischer Belastungsstörung

Michael Fassbender und Marion Cotillard Bild: Studiocanal/Allstar

Michael Fassbender und Marion Cotillard
Bild: Studiocanal/The Weinstein Company

Sie leben ja tatsächlich eine Albtraumehe, Lord und Lady Macbeth, aber Michael Fassbender und Marion Cotillard sind als solche ein Traumpaar. Der australische Regisseur Justin Kurzel, der mit dem Serienmord-Thriller „Snowtown“ bekannter wurde und vor seiner Kinokarriere Bühnenbildner am Theater war, machte sich daran, Shakespeares schottisches Stück zu verfilmen.

Nach Adaptionen des archaischen Dramas durch Leinwandgenies wie Orson Welles, Akira Kurasawa und Roman Polanski ein gewagtes Unterfangen und doch eine Übung, die gelungen ist. Kurzels „Macbeth“, ab Freitag in den heimischen Kinos zu sehen, ist der Film zur Zeit. „Shakespeare für die Game-of-Thrones-Generation“, schreiben Kollegen. Und als ausgewiesener GoT-Fan mag man das bestätigen. Die Produktion ist blutig-bildgewaltig, so rau wie die Landschaft, in der sie, und die Charaktere, mit denen sie spielt. Mit Akribie in der vom britischen Barden vorgegebenen Unzeit verhaftet und doch an einem Heute angedockt, in der gnadenlose Kriege Flüchtlingsströme vor sich her treiben.

In fahlen, fast farblosen Szenarien zeigt Kurzel drastisch und direkt, was der Dramatiker wortgewaltig schildert: Was der Krieg mit Menschen macht. Der Filmemacher traut sich eine moderne Erklärung für die plötzliche Wandlung vom treuen Vasallen zum mordlüsternen Tyrannen zu – der neue Macbeth leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Ausgelöst hat die soldatische Krise die grausame Schlacht gegen Rebellenführer Macdonald. Das apokalyptische Gemetzel, aus dem Macbeth und sein Gefährte Banquo nur dank ihrer Kühnheit siegreich hervorgehen, ist wegen der nahe am Bodenmatsch angebrachten Kameras in seiner ganzen Brutalität zu erleben: Im kargen Hochland, umhüllt von Kälte und Nebel, gehen kindergesichtige Soldaten auf einander los, stechen und hauen und sterben. Brüllend und wimmernd. In slow motion. Und damit nicht genug, der Heerführer hat mit seiner Frau auch einen privaten Schmerz zu bewältigen. Wie um ein für alle mal die Frage nach ihrer Kinderlosigkeit zu erklären, betrauern die Macbeths zu Beginn des Films den Tod ihres einzigen Erben. Macbeth legt ihm Steine in die Augenhöhlen, bevor man ihn in der öden Landschaft verbrennt. Als ob sie die innerliche Leere nun antreiben würde, beschließen sie ob dieses Schicksalsschlags das Schicksal beim Schopf zu packen, die Weissagung der Hexen anzunehmen und die ruchlosen Taten umzusetzen.

Kurzel hat Shakespeare zwar textlich reduziert, doch bleibt er beim Vers. In der unbedingt sehenswerten englischen Fassung klingen die Worte dennoch ungeschliffen hingeraunt. Vorgetragen werden sie von einem erstklassigen Ensemble. Der charismatische Michael Fassbender hat sich Macbeth anverwandelt. Er spielt mit dem gedämpften Furor eines Leidenden, changiert zwischen introvertierter Verletztheit und der erschreckend plötzlich ausbrechenden Wut eines Mörders. Die größere schauspielerische Sensation ist allerdings Marion Cotillard, die die Zuschauer tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Ihre Lady wandelt, wie man sie kennt, fiebrig und schon vom Wahn gezeichnet dem Ende entgegen. Doch ihr mal verwegener, mal verwehter Blick sagt der Kamera mehr, als Sätze es könnten. Fassbender und Cotillard spielen ohne große Theatergeste, sondern mit einem beinah zwanghaften Hang zur Intimität. Dieser „Macbeth“ ist tatsächlich ein Kinofilm, nicht abgefilmte Bühne. „Das war etwas, das ich wirklich machen wollte” sagte Michael Fassbender im Interview über seine Rolle. “Das Wichtigste für mich war, dass es ein Film wird, den auch 15- oder 16-Jährige sehen wollen. Bei vielen steht Macbeth auf dem Lehrplan. Wenn man Shakespeare Wort für Wort interpretiert, schwant einem nichts Gutes. Das sorgt für eine mentale Sperre. Vielleicht reißt diese Version Jugendliche mit.”

Ganz ehrlich? Nicht nur die.

www.macbeth-film.de

Wien, 27. 10. 2015

Justin Torres: „Wir Tiere“

November 28, 2013 in Buch

VON RUDOLF MOTTINGER

Erwachsen werden

Wir Tiere von Justin TorresSie sind jung, sie sind zu Dritt und sie wollen nicht weniger als das pralle Leben. Drei Brüder aus Brooklyn werden erwachsen und schlagen sich irgendwie durch das, was man Pubertät nennt und am Ende Leben heißt. Sie bewerfen sich gegenseitig mit Tomaten, bauen aus Müllsäcken Drachen, hängen herum, möchten schon erwachsen sein und es der Welt beweisen. Sie verwüsten einen Obstgarten eines alten Mannes, der sie als „Tiere“ bezeichnet und den sie dann doch als „in Ordnung“ finden und landen im Keller eines Nachbarsjungen, wo sie mit Pornografie konfrontiert werden. In einer rohen und ungeschönten Sprache schildert der junge Protagonist sein Erwachsenwerden mit seinen beiden etwas älteren Brüdern Manni und Joel. Aber er ist anders als seine beiden Geschwister. Nicht so roh, gewalttätig und auch in Sachen Sexualität anders als sie, was für ihn am Schluss tragische Konsequenzen hat.

Realistisch beschreibt Autor Justin Torres jedoch nicht nur die Seelenzustände der Jungen sondern auch die ihrer Eltern. Sie sind überfordert, die Kinder werden oft alleine gelassen. Denn Vater und Mutter sind eigentlich auch noch Jugendliche, aber ihre Zukunft scheint bereits vorbei. Er ist Puerto Ricaner, sie eine Weiße. Ihre Liebe ist keine einfache, doch sie hält die Familie irgendwie zusammen. Die Mutter arbeitet Schicht in einer Getränke-Firma, der Vater hält sich mit Gelegenheitsarbeit über Wasser – und möchte doch noch ein Stück von der großen Welt erleben. Denn mit nicht einmal 30 kann nicht alles vorbei sein. Oder? Er haut ab, kehrt aber Wochen später wieder zu seiner Familie zurück, und kauft sich am Schluss einen Pick-Up, den eigentlich niemand brauchen kann.

Zwischen der harten Sprache spielt Torres auch mit zärtlichen Worten. Liebevoll schildert er über mehrere Seiten wie alle drei Buben von ihrem Vater gewaschen und „gestriegelt“ werden und dabei ihren Spaß haben. Er beschreibt wie die Kinder ihren Vater wahrnehmen, die Sorgen um die Mutter, die viel zu oft in Tränen ausbricht und am Leben zu zerschellen droht, oder einen mitternächtlichen Badeausflug, bei dem Mutter und der Jüngste schwimmen lernen sollen, was natürlich in einem Fiasko endet.
Ein gelungenes, mitunter auch verstörendes Erstlingswerk, das aber schon Freude auf Torres’ zweiten Roman macht.

Über den Autor:
Justin Torres zählt zu den interessantesten jungen Stimmen der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur. Er wurde 1980 geboren und wuchs in Upstate New York auf. Er war als Landarbeiter, Hundeausführer, Buchhändler und Lehrer für kreatives Schreiben tätig und ist gegenwärtig Wallace-Stegner-Stipendiat an der Unversität Stanford. „Wir Tiere“ ist sein erster Roman, der weltweit in mehr als einem Dutzend Länder erscheint und mit dem Cabell First Novelist Award ausgezeichnet wurde. Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Roman.

DVA, Justin Torres: „Wir Tiere“, 176 Seiten, Aus dem Englischen von Peter Torberg

www.randomhouse.de/dva

Wien, 28. 11. 2013

Justin Timberlake und Ben Affleck in …

Oktober 15, 2013 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

… Runner Runner

Richie Furst (Justin Timberlake) und Ivan Block (Ben Affleck) Bild: © 2013 Twentieth Century Fox

Richie Furst (Justin Timberlake) und Ivan Block (Ben Affleck)
Bild: © 2013 Twentieth Century Fox

Ab 18. Oktober im Kino: Vermutlich können nur die hartgesottensten Zocker etwas mit dem Ausdruck „Runner Runner“ anfangen. Für alle, die sich damit nicht auskennen, deswegen hier eine kurze Erklärung. In der Poker-Variante Texas Hold’em bekommt jeder Spieler zwei so genannte Hole Cards, die jeder zunächst für sich behält. Dann bekommt jeder den Flop, drei offen gegebene Community Cards. Die vierte Karte nennt man den Turn, die fünfte den River. Manchmal erhält der Spieler die beiden Karten, die er braucht, erst mit diesen beiden letzten Karten. Dieses Blatt ist dann der seltene Glücksfall, den man „Runner Runner“ nennt. In RUNNER RUNNER braucht Richie, wenn er nicht im Knast enden will, einen genialen Plan – und eben ein paar solcher seltenen Glücksfälle!

Weil er der Meinung ist, übers Ohr gehauen worden zu sein, reist der Princeton-Doktorand Richie (Justin Timberlake) nach Costa Rica, um dort Ivan Block (Ben Affleck), einen Tycoon des Online-Glücksspiels, mit dem Vorfall zu konfrontieren. Als er Block trifft, lässt er sich von dessen Angebot, auf schnelle Art zu riesigem Reichtum zukommen, verführen, doch dann erfährt er die verstörende Wahrheit über seinen neuen Gönner. Als das FBI schließlich versucht, mit Richies Hilfe Block das Handwerk zu legen, muss er wie nie zuvor auf Risiko setzen – und beide Seiten, die ihm immer dichter auf den Fersen sind, austricksen. Richie jagt einer neuen Form des amerikanischen Traums hinterher, der nur noch aus schnellem, sofortigem und grenzenlosem Reichtum besteht. Einst befand er sich an der Wall Street auf der Überholspur und verlor alles, als der Markt zusammenbrach. Nun bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich für einen Neunanfang durch das Doktorandenprogramm der Universität zu quälen. Doch als er beim Online-Glücksspiel einem Betrug aufsitzt und um sein gesamtes Studiengeld gebracht wird, fliegt Richie nach Costa Rica und will dort jene Zocker-Legende zur Rede stellen, die die Webseite betreibt: Ivan Block. Block ist beeindruckt von Richies Intelligenz und nimmt den jungen Mann mit dem Versprechen unter seine Fittiche, ihn mit seiner Welt vertraut zu machen. Es dauert nicht lange, bis Richie sich in Blocks Mitarbeiterin, die elegante COO Rebecca Shafran (Gemma Arterton), verliebt und ein Leben genießt, das all seine Wünsche wahr werden lässt. Dann allerdings erfährt er, dass Block wegen organisierter Kriminalität, Erpressung und Bestechung gesucht wird und FBI Special Agent Shavers (Anthony Mackie) davon besessen ist, Block und Mitstreiter vor Gericht zu bringen. Block beschließt daraufhin, seine Zelte abzubrechen und Richie als Sündenbock zurückzulassen. Weil auch Shavers ihm immer weiter zusetzt, muss Richie schnell einen Weg finden, beiden Seiten einen Schritt voraus zu bleiben, falls er seine Zukunft nicht hinter Gitter verbringen will.

Den verschwenderischen Lebensstil von Glücksspiel-König Ivan Block bezeichnet RUNNER RUNNER-Regisseur Brad Furman als „den neuen amerikanischen Traum“. Er führt weiter aus: „Dank all der neuen Technologien geht in unserer Welt heute immer alles ganz schnell, was auch das Konzept des American Dream beschleunigt hat. Junge Menschen wollen heute alles viel schneller haben als früher. Ganz besonders Geld!“ Justin Timberlake stimmt Furmans Einschätzung des amerikanischen Traums zu: „Beim American Dream ging es früher darum, reich und berühmt zu sein. Heute geht es darum, reich und berühmt zu werden – und zwar so schnell wie möglich. Je mehr Zugriff wir auf Dinge haben, desto schneller wollen wir sie haben. Man muss nur auf einen einzigen Button drücken und schon kann man sich so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann, schicken lassen.“ „Heute wollen die Leute nicht mehr nur einfach einen Cadillac besitzen. Sie wollen ihr eigenes Auto erfinden“, fährt Timberlake fort. „Eine ganze Generation junger Menschen will ihre eigene Galaxie der unternehmerischen Aktivitäten starten. Die Leute versuchen in einem fort, das Rad neu zu erfinden. Und alles geschieht geradezu in Warp-Geschwindigkeit. Das ist wirklich mörderisch. Nur um Integrität, Stolz, Ehre oder irgendwelche moralischen Werte geht es eigentlich kaum noch.“ Der von Timberlake gespielte Richie Furst gehört zu denen, die sich in dieser unwiderstehlichen, aber gefährlichen Mentalität zu verfangen drohen. Sein Mentor und „Gönner“ ist dabei Ivan Block, jener Mann, der unerkannt hinter einem milliardenschweren Imperium für Online-Glücksspiel steckt. Die Rolle übernahm Ben Affleck, der darin die Chance erkannte, als Schauspieler mal einen ganz anderen Gang einzulegen: „Ich habe etliche Rollen gespielt, in denen ich zurückhaltend, ruhig und introvertiert sein musste. Aber Ivan lässt in einer Tour Gas um mal im Bild zu bleiben. Er hat ständig irgendeinen sexy Monolog über das Leben parat und überschüttet Richie geradezu mit Spitzfindigkeiten. Ich wusste sofort, dass es Spaß bringen würde, mich auf Ivan und seine Welt einzulassen.“

Genau wie Timberlake reizte auch Affleck, wie RUNNER RUNNER hinter die Maschinerie des neuen amerikanischen Traums blickt: „Unter der Verlockung des schnellen und einfachen Geldes steckt etwas grundsätzlich Unaufrichtiges, Korruptes, Zerrüttetes und Falsches. Es dreht sich nur noch darum, schnell reich zu werden. Mit welchen Mitteln auch immer. Das neue Unternehmensethos ist es, der Konkurrenz die Kehle durchzuschneiden – und das wird in vielen Kreisen auch noch als gesund und lobenswert geschätzt.“ Regisseur Brad Furman hatte gerade die erfolgreiche Romanverfilmung THE LINCOLN LAWYER („Der Mandant“, 2011) hinter sich, als er auf RUNNER RUNNER stieß. „Meine Vision für RUNNER RUNNER war es, Richie auf eine Reise zu schicken, die ihn immer weiter auf unsicheres Terrain führt“, erklärt er sein Konzept. „Deswegen beginnt der Film in New Jersey, doch bald landet Richie in Costa Rica, wo sich ihm eine fantastische, aber korrupte Welt auftut.“ „Richie ist ein guter Kerl am falschen Ort, der das Richtige zu tun versucht“, sagt Timberlake über seine Figur. „Er bemüht sich aber, seinen moralischen Werten treu zu bleiben. Letztlich ist er ein Träumer und Idealist, der einfach einen Fehler begangen hat und nun zusehen muss, wie er aus dieser Situation wieder herauskommt.“ Ivan Blocks Weg in diese „Unterwelt“ hat unvorstellbare Reichtümer hervorgebracht, die für Richie Verlockung genug sind, sich auf etwas einzulassen, das sich letztlich als Prozess des Erwachsenwerdens erweisen wird. „Ivan ist der unverfrorene Mentor, der dazu aufruft, sich zu nehmen, was man kriegen kann, ohne weiter drüber nachzudenken“, beschreibt Affleck seine Rolle. „Er will Richie manipulieren und zu einem Teil seines Teams machen. Es ist seine Mission, ihn so zu formen, dass Richie nicht aufbegehrt gegen all die fragwürdigeren Dinge, die er mitbekommt.“

Wenn es darum geht, Richie von seinen weniger luxuriösen Seiten abzulenken, ist seine Menschenkenntnis die eigentliche Stärke des Tycoons, wie Affleck ergänzt: „Block weiß genau, wie er andere manipulieren kann, und vor allem ist er unglaublich gut darin, sie von seinen wahren Motiven abzulenken. In Blocks Augen sind alle Menschen nicht nur unsicher, sondern unglaublich verzweifelt auf der Suche nach Erfolg. Er weiß, dass die meisten sich immer so fühlen, als seien sie zu kurz gekommen. Und dass wir alle gelernt haben, dem Geld hinterher zu jagen und Reichtum mit Ansehen, Ehre, Erfolg und Männlichkeit gleichzusetzen. Also lenkt er alle Aufmerksamkeit auf seinen Reichtum, der Richie dann so sehr blendet, dass er kaum mitbekommt, was wirklich vor sich geht.“ Doch der Reiz von Blocks Welt geht noch über das Geld hinaus, wie Furman findet. Es geht dabei um etwas sehr viel Interessantes – und Gefährlicheres. „Die eigentliche Rechnung ist folgende: Geld mal Macht gleich Sex! Wenn man Männer fragt, warum sie nach Geld und Macht streben, ist die Antwort meistens die gleiche. Nämlich Frauen. Darum geht es unterm Strich.“

Das in RUNNER RUNNER gezeigte Costa Rica existiert in einem Spannungsfeld zwischen Armut und Opulenz, zwischen Recht und Korruption. Man kann sich dort jeder Laune hingeben und jeden Wunsch erfüllen – bis man unersättlich wird. Von schicken Casinos über Swimmingpools, an denen sich Bikini-Schönheiten liegen, bis hin zu von Krokodilen bevölkerten Urwäldern zeigt RUNNER RUNNER eine verlockende, gefährliche Welt, in der alle sieben Todsünden zu finden sind. Die Geschichte des Films handelt letztlich von Reichtum, dem Wunsch, ihn anzuhäufen, und dem Bedürfnis, ihn zu behalten. Diese Mentalität spiegelt sich auch im Look der Figuren wieder: schick und ordentlich, aber durchsetzt von der entspannten Atmosphäre Costa Ricas. Entsprechend dominieren elegant geschnittene Anzüge, Leinen und körperbetontes Styling. Für den Film hielt Puerto Rico als Costa Rica her. Den gesamten Sommer 2012 fanden dort die Dreharbeiten zu RUNNER RUNNER statt. Ein Großteil des Films wurde in La Perla gedreht, einem Gebiet von etwas mehr als einem Kilometer Länge, das zwischen der nördlichen historischen Stadtmauer von San Juan und dem Atlantik liegt. Das Produktionsdesign-Team stand dabei vor der Aufgabe, ein glaubwürdig verschwenderisches Ambiente in einem Land entstehen zu lassen, in dem Arm und Reich weit auseinander liegen. Die luxuriöseste Kulisse ist dabei natürlich Ivan Blocks palastartiges Anwesen, dessen Haupthaus Affleck wie folgt beschreibt: „Das ist ein großes weißes Monster mit einer Scarface-artigen Atmosphäre. Das passt bestens zu meiner Figur. Denn was passiert, wenn so ein Typ all dieses Geld verdient? Wenn man jemanden mit dem Denken eines 18-jährigen 20 Millionen Dollar in bar in die Hand drückt, steht man am Ende mit einem riesigen Party-Haus voller Mädchen in engen Klamotten, viel Alkohol und jeder Menge Glücksspiel da, in dem jeden Abend Party angesagt ist. Genau das ist es, was wir sehen, wenn wir Blocks Welt betreten.“

Produziert wurde der Film übrigens u. a. von Leonardo DiCaprio.

www.runnerrunnermovie.com

Trailer: www.runnerrunner-derfilm.at

Wien, 15. 10. 2013