Streaming – Bridgerton: Die Serien-Sensation der Saison

Januar 3, 2021 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Colorblind Casting und ein Vergewaltigungsskandal

Simon, der Duke of Hastings, und seine angetraute Daphne im bonbonfarbenen Fairy-Tale-Land: Regé-Jean Page und Phoebe Dynevor. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Als knapp nach Weihnachten die US-Serie „Bridgerton“ auf Netflix ihre Premiere hatte, war das Binge! von den Bildschirmen bis auf die Straßen zu hören. Staffel eins steht komplett online, eine Kostümschmonzette, die Shonda Rhimes mit ihrer Produktionsfirma Shondaland nach den Büchern von Bestsellerautorin Julia Quinn realisiert hat. Quinn, deren historische Liebesromane aus dem britischen Regency wegen ihres frechen Humors, ihrer spritzigen Dialoge und

eines absolut unzeitgemäßen Feminismus Millionen Fans haben. Und so wirkt auch „Bridgerton“, als wäre das „Gossip Girl“ die verloren geglaubte sechste Bennet-Schwester. Die Bridgertons sind sogar acht Geschwister, die’s zwischen Stolz und Vorurteil, Verstand und Gefühl hin und her reißt, mittendrin Eloise, eine wahrhafte Jane-Austen-Figur. Der Rest ist schnell erzählt: In einer bonbonbunten Fairy-Tale-Welt schuftet sich die Londoner High Society durch die Ballsaison anno 1813 – übrigens das Jahr, in dem „Pride and Prejudice“ dereinst erschienen ist.

Ehrgeizige Mütter treiben ihre pubertären Gänse auf den Heiratsmarkt, doch alle Debütantinnen werden überstrahlt von der Anmut Daphne Bridgertons, der sogar Königin Charlotte zugesteht, „ein Diamant erster Güte“ zu sein. Auftritt Simon Basset, seit dem Ableben seines Vaters der Duke of Hastings, und weil er die aufdringlichen Mütter und sie einen ebensolchen Verehrer loswerden will, schmieden Daphne und Simon den sinistren Plan, sich so lange als Turteltauben zu gerieren, bis er Ruhe und sie einen annehmbaren Antrag hat.

Allein, das Experiment läuft aus dem Ruder, das Nicht-Liebespaar, das natürlich totalmente ineinander verschossen ist, landet mit allen erdenklichen Folgen vorm Altar – und über all das und mehr klatscht und tratscht die mysteriöse Lady Whistledown in ihrem Boulevardblättchen, Lady Whistledown eine Whistleblowerin d’amour, die Vorfahrin aller spitzzüngigen Gesellschaftskolumnisten. So weit, so eh schon wissen, würde sich „Bridgerton“ nicht durch eine Wokeness auszeichnen, die in derlei Serien-Paketen selten ist – und sehr, sehr, seehr viel Sex.

Wobei die Objekte der Begierde hier eine ansehnliche Reihe junger Herren ist, die mit blanker Brust und Pobacken glänzen. Allen voran Regé-Jean Page, der als Duke of Hastings so schön ist, wie weiland Denzel Washington als Don Pedro in Kenneth Branaghs „Viel Lärm um nichts“, und Jonathan Bailey als Daphnes großer Bruder Viscount Anthony Bridgerton.

Claudia Jessie als Eloise und Ruth Gemmell als Lady Violet Bridgerton. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

National-Theatre-Star Adjoa Andoh als süffisant spöttelnde Lady Danbury. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Von der lesbischen Othello zu Königin Charlotte: die britische Bühnengröße Golda Rosheuvel. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Die Featheringtons: Polly Walker, Ruby Barker und Kathryn Drysdale als Genevieve. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Fünf Punkte, die „Bridgerton“ besonders machen (Inhalt kann Spoiler enthalten)

1. Das Matriarchat. Rund um den Grosvenor Square regiert das Matriarchat, das heißt eigentlich beginnt dieses schon im Kew Palace, von wo aus Königin Charlotte das Volk im mütterlich festem Griff hat – Schauspielerin Golda Rosheuvel, die Nachrichten aus dem Gemach ihres wegen seiner Stoffwechsel- an einer Geisteskrankheit leidenden Gemahl George III., „Eure Majestät, der König …“, mit einem hoffnungsvollen „Ist er tot?“ quittiert.

Unter ihr herrschen Ruth Gemmell als verwitwete Lady Violet Bridgerton, die ihren Clan mit viel Liebe an die Kandare nimmt, Nachbarin und, da Mutter dreier von der Natur weniger begünstigter Töchter, Rivalin Lady Portia Featherington, verkörpert von Polly Walker, deren liederlich-trotteliger Ehemann das Familienvermögen verspielt und verhurt – und die unvergleichliche Großmeisterin des süffisant spöttelnden Smalltalks, Adjoa Andoh als Lady Danbury, die Klein-Simon großzog, da sein Vater das vor Angst stotternde Kind aus den Augen haben wollte.

Die nächste Generation ist nicht minder frühemanzipiert: Claudia Jessie als Freigeist Eloise Bridgerton, die an die Universität statt unter die Haube will, ihre beste Freundin Penelope Featherington, Nicola Coughlan, der Verstand vor Gewicht geht, und schließlich Anthonys Affäre, die selbstbewusste Opernsopranistin Siena Rosso, Sabrina Bartlett, und die geschäftstüchtige Modemacherin Genevieve Delacroix, Kathryn Drysdale – die noch dazu ein nächtliches Doppelleben führt, infolgedessen sie Sohn Nummer zwei Benedict Bridgerton bei einer Party von dessen bisexuellem Hofmaler-Freund zu ihrem Geliebten macht.

Die ärmliche, vom Land in die Stadt verfrachtete Featherington-Cousine Marina Thompson, Ruby Barker spielt die Schönheit, weigert sich trotz geheim gehaltener Schwangerschaft den Nächstschlechtesten zu ehelichen, stattdessen stürzt sie sich im Wortsinn auf den dritten Bridgerton-Bruder, den unschuldigen, den naiven Colin … Jede dieser Frauen hätte das Zeug dazu, Lady Whistledown zu sein.

2. Das Colorblind Casting. Die Ensemble-Diversität in „Bridgeton“ lässt die Frage nach Hautfarbe gar nicht erst aufkommen. Showrunner Chris Van Dusen hat quer durch den britischen Adel weiße und nicht-weiße Schauspielerinnen und Schauspieler besetzt. An britischen Theaterhäusern, von denen etliche der Engagierten kommen, hat das Colorblind Casting eine lange Tradition, siehe die Rezensionen von www.mottingers-meinung.at über das Londoner Shakespeare’s Globe Theatre beim Art Carnuntum Festival.

Die Besetzung der People of Color wurde als ein Statement getroffen, so Van Dusen, angefangen bei der renommierten Theaterschauspielerin Golda Rosheuvel, zu deren Bühnen-Credits „Macbeth“, „Romeo und Julia“ und 2018 eine lesbische „Othello“ zählen. Hier ist sie Königin Charlotte, über deren „afrikanisches Antlitz“ Zeitgenossen tatsächlich munkelten, und das Historiker heute auf die portugiesische Linie der von Mecklenburg-Strelitzens zurückführen.

Dieser Aspekt immerhin schien Van Dusen so bemerkenswert, dass er die historische Persönlichkeit ins Setting einführte, in den Büchern kommt die Königin nämlich nicht vor, in der Serie leitet Rosheuvel den Cast an – von Regé-Jean Page bis Adjoa Andoh, von Ruby Barker bis zu Simons Freund und Boxtrainer, Martins Imhangbe als Will Mondrich, und Simons Butler, Jason Barnett als Jeffries. Kathryn Drysdale ist topaktuell für die Rolle der Meghan Markle im Gespräch.

Anthony Bridgerton ist soeben dem Bett seiner Mätresse entstiegen: Jonathan Bailey. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Serien-Beau Regé-Jean Page als Simon Basset, Duke of Hastings, in ähnlicher Situation. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Daphne erprobt ihre Verführungskunst: Phoebe Dynevor und Regé-Jean Page. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

Der Höhepunkt der Vergewaltigungsszene: Regé-Jean Page sorgt für Skandal. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

3. Der Vergewaltigungsszenen-Skandal. An Liebesszenen wird in „Bridgerton“ nicht gespart, vor allem zwischen Daphne und Simon. Nicht nur erklärt er ihr, wie man die Wonnen des Orgasmus für sich allein entdecken kann, sie zieht ihn mit ihren Blicken quasi aus, bevor er es selber tun kann. Ob Beau Page nun lasziv einen Eislöffel ableckt oder beim Training im Boxring seine Muskeln spielen lässt, in „Bridgerton“ ist fürs weibliche Herz allerhand dabei. Eine Szene mit der zauberhaften Phoebe Dynevor erregt allerdings die männlichen Gemüter – und nein, nicht so.

Daphnes sexuelle Erweckung ist einer der wichtigsten Themenstränge der Serie. Von Mama und ihrer Herumdruckserei denkbar unaufgeklärt, sagt ihr Simons Verhalten knapp vor dem Kommen, sich wegdrehen und in ein Taschentuch stöhnen, erst nichts. Der Herzog hat vor seinem sterbenden, ihm verhassten Vater den Schwur getan, die Hastings aussterben zu lassen, heißt: niemals ein Kind zu zeugen, daher der Hang zum Interruptus.

Es bedarf der Kammerzofe Polly, um ihrer Herrin zu erklären, wie das mit den Bienen und Blüten funktioniert, also inszeniert Daphne einen Samenraub de luxe, sie dreht den Spieß ist gleich die Beischlafpositionen um, und so kann Simon noch so sehr ums „Bitte aufhören!“ betteln, der Höhepunkt steht wie eine Eins. Skandal, skandiert’s nun durch die Social Media, eine Vergewaltigungsszene wird vom Publikum bagatellisiert. Im Roman war’s noch ärger, da machte Daphne Simon sogar betrunken und willfährig – tja …

4. Julie Andrews. Wem’s irgend möglich ist, der sollte sich „Bridgerton“ im englischen Original ansehen. Julie Andrews näselt sich als Lady Whistledown aus dem Off very british durch deren boshafte kleine Sticheleien, auch Eloise hat ein entzückend loses Mundwerk, und überhaupt sind die Dialoge im O-Ton ein so rasantes wie sarkastisches Ping-Pong-Spiel. Und siehe: Plötzlich ist „Bridgerton“ eine Serie, die sich so gar nicht todernst nimmt. Wenn Frauen die Tuscheltrommel rühren, um die hochfahrenden, allerdings hirnrissigen Pläne der Männer samt und sonders zu ruinieren …

Penelope Featherington wird noch eine wichtige Rolle spielen: die wunderbare Nicola Coughlan. Bild: Liam Daniel/Netflix © 2020

5. Die zweite Staffel. Ist in Planung, die Dreharbeiten sollen im März starten, laut Gerüchten aber ohne Daphne und Simon. In Julia Quinns Buchreihe hat die Autorin jedem der acht Bridgerton-Kinder einen Roman gewidmet. In Band zwei ist ergo Anthony an der Reihe, dem auf dem Bildschirm die wegen seiner Hop-on-Hop-off-Liebe erzürnte Siena gerade die Tür vor der Nase zugeschlagen hat. Erzählenswert ist zweifellos aber auch die Geschichte von Eloise, die nach Daphne in Season 2 in die Gesellschaft eingeführt werden

soll, dies aber um die Burg nicht will. Francesca Bridgerton, die zweitjüngste Tochter, kehrt in den letzten Minuten der Staffel eins erst aus Bath zurück, über sie weiß man also noch gar nichts. Und auch die heillos in Colin verliebte Penelope ist der Aufmerksamkeit wert. Und last, but not least gilt es nach wie vor die Identität der Lady Whistledown aufzudecken.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=gpv7ayf_tyE           www.youtube.com/watch?v=XM8-Q_dssYI           www.netflix.com

  1. 1. 2021

Destroyer

März 19, 2019 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Nicole Kidman kann auch Film Noir

Gespielt ohne Kompromisse: Noch nie war Nicole Kidman schauspielerisch so brillant, wie als Polizistin Erin Bell. Bild: © Filmladen Filmverleih

Das ausgelaugte Alkoholikergesicht, die Haut zerknittert und fleckig, tiefliegende Augen, schlurfiger, unsicherer Gang – das menschliche Wrack, das da am Leichenfundort ins grelle Licht der kalifornischen Sonne blinzelt, ist tatsächlich Nicole Kidman. In Regisseurin Karyn Kusumas Neo-Noir „Destroyer“, ab Freitag in den Kinos, verwandelt sich der Hollywoodstar in eine Polizistin in Los Angeles, Erin Bell, der das Leben offensichtlich übel mitgespielt hat.

Alles an diesem Film ist raffiniert. Vom fabelhaften Drehbuch von Phil Hay und Matt Manfredi, über dessen Twists und Turns man nicht mehr verraten darf, außer, dass nichts ist, wie es auf den ersten Blick wirkt. Über die Art, wie Karyn Kusuma die Geschichte erzählt, unbarmherzig, spröde, von einem schmerzhaften Stillstand durchdrungen, wie er sich einstellt, wenn eine Person ein Trauma bewusst nicht hinter sich lassen will – Kamerafrau Julie Kirkwood bannt dazu Bilder einer tristen Eintönigkeit, eines L. A., das nur aus Stadtrand zu bestehen scheint. Bis zu Nicole Kidman als Bad Cop, die ihre Figur im Wechselspiel von – auch körperlicher – Fragilität und stählerner Härte gestaltet. Sie hat ihre Rolle durchpsychologisiert und liefert mit deren Darstellung mutmaßlich die beste und intensivste, sicher die kompromissloseste und körperlichste Leistung ihrer Karriere.

„Destroyer“ greift gekonnt die vertrauten Thriller-Themen auf, das genrebedingt Ausweglose, Kaltschnäuzige, Brutale für alle Beteiligten, entzieht sich aber der üblichen Eskalationskurve in allen möglichen Momenten. Dass der Film in den USA und in Kanada vom Großteil der Kritik eher verhalten rezensiert und vom Publikum wenig begeistert aufgenommen wurde, kann einzig daran liegen, dass der lebensüberdrüssige, versoffene, zum Tatort torkelnde Ermittler eben ein Er zu sein hat. Die Kidman als Antipathieträgerin war für manche wohl zu neu und zu erschreckend. Wobei Erin Bell nicht der einzige Charakter ist, dessen Verfall der Film zeigt. Alle, die Guten wie die Böse, sind hier vom Zahn der Zeit schlimm angenagt und nicht wenige von ihnen tatsächlich schon jenseits dieser Kategorien.

Ärger als Bonny und Clyde: Toby Kebell und Tatiana Maslany als Verbrecherpaar Silas und Petra. Bild: © Filmladen Filmverleih

Es ist also wieder einer dieser verkaterten Morgen, als Erin Bell sich im ausgetrockneten Kanalbecken des Los Angeles River über einen erschossenen Mann beugt. Der Tote mit dem Drei-Punkte-Tattoo im Nacken, das ihn als Mitglied einer Gang ausweist, wirft die Polizistin zurück in die Vergangenheit. Vor sechzehn Jahren nämlich wurde sie als blutjunge FBI-Agentin gemeinsam mit ihrem Partner in die Verbrecherbande eines gewissen Silas eingeschleust, um dessen Machenschaften auszuspionieren.

Bald ist klar, dass der Einsatz in einer Katastrophe geendet haben muss. Nun scheint das Mordmonster Silas wieder da zu sein. Erin begibt sich auf einen Feldzug zu dessen endgültiger Ergreifung, weit über die Grenzen der Legalität hinaus, inklusive Gewaltexzessen und Geiselnahme, und während die Erin der Gegenwart die überlebt habenden Komplizen von Silas sucht, um dessen Aufenthaltsort zu erfahren, zeigen Rückblenden die Undercover-Arbeit von ihr und Chris. Aus den Kollegen, die sich vor der Bande als Liebespaar gerieren, wird ein echtes, dabei bleibt die Atmosphäre, unterstützt von der schwertönenden Musik von Theodore Shapiro, stets diffus bedrohlich.

Man sieht den großartigen Toby Kebbell, als Silas changierend zwischen durchgeknallter Despot und charismatischer Messias, wie er seine „Jünger“ zum russischen Roulette zwingt. Man sieht Erin am Bett des todkranken und daher vorzeitig aus der Haft entlassenen Toby, gespielt von James Jordan, der für seine Informationen einen möglicherweise letzten Liebesdienst verlangt. Eine Aufforderung, der Erin mit Ekel nachkommt. Man sieht sie hilflos argumentieren mit ihrer Tochter Shelby, die sich auf ähnliche Abwege mit ähnlich dubiosen Typen begibt, wie dereinst die Mutter.

Das Verhältnis zu Tochter Shelby ist schwierig, Gespräche sind beinah unmöglich: Jade Pettyjohn und Nicole Kidman. Bild: © Filmladen Filmverleih

Was wirklich passiert ist, mit dieser Erklärung lässt es Kusuma langsam angehen, und dabei Kidmans Erin von Schuld zur (Selbst-)zerstörung zur Sühne schwanken. Denn die Tragödie ihres Lebens, darauf besteht „Destroyer“ mit großer Klarheit, hat die Polizistin sich selbst zuzuschreiben. Und es ist dieses dunkle Geheimnis, aufbewahrt in einem Selfstorage, das sie zu Boden drückt. Nicole Kidman spielt das auf einer Skala von leiser Verzweiflung bis rausgeschriener Wut.

Der Clou des Ganzen ist schlicht sensationell. Vom Ermordeten am Anfang zur Auflösung am Ende schließt sich ein ausgetüftelter Kreis. Der sogar darlegt, warum Erin Bell so beschädigt aussieht.

destroyer-film.de

  1. 3. 2019

Theater in der Josefstadt: Fräulein Julie

Oktober 7, 2015 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Sex, Gewalt & Rock’n’Roll

Jan Plewka, Sona MacDonald, Bea Brocks, Florian Teichtmeister Bild: Astrid Knie

Jan Plewka, Sona MacDonald, Bea Brocks, Florian Teichtmeister
Bild: Astrid Knie

Es ist von Anfang an ein Wow! Vorhang hoch, Vogelkäfig, die Musik wummert bedrohlich, das Licht ist sepia. Ein Stummfilm läuft: Jean und Kristine in der Kammer, Mimik und Gestik zur Wirkung überhöht. Auftritt Fräulein Julie – eine Frau Dr. Seltsam. Dann! Jan Plewka. Der Vogel. Des Fräuleins Manns-Bild vom Eingesperrtsein. Ihr Vorstellung von Love Kills. In Federjacke und Mörder-Highheels wie eine Kreatur von John Galliano. The sexiest bird alive. So geht es weiter. Schlag auf Schlag. Mit Oral- und anderem Sex, Selbst- und Fremdverletzung und richtig geiler Musik. Anna Bergmann hat am Theater in der Josefstadt August Strindbergs „Fräulein Julie“ inszeniert.

Das ist: Sehr viel Make-up. Aber hinter den Masken kein Tiefgrund. Psychologische Figurenkonzeption ist Anna Bergmanns Sache in dieser Sache nicht. Dass die Regisseurin für Wien von Matthias Hartmann entdeckt wurde, wundert nicht. Ihr Stil ist ähnlich: Tausend tolle Einzelideen werden nicht zu einem großen Bogen gebunden. Es gibt zu schauen und zu staunen und zu grausen, aber warum Bergmann diese Geschichte erzählt und warum sie sie so erzählt, erklärt sich nicht. Was will sie – nicht Strindberg -, dass die Schauspieler da vorne miteinander verhandeln? Der sonst stets so bühnensichere Florian Teichtmeister wirkt in dieser Produktion seltsam verloren. Bergmanns Arbeit hat Momente, da ist sie wie ein hysterischer Pubertierender, der strampft und schreit, um seinen wasauchimmer Willen durchzusetzen, während Mutti sagt: Ich komme wieder, wenn du dich beruhigt hast.

Der „Sohn der Magd“ schrieb sich mit dem Kammerspiel persönlichen Frust von der Seele. Die Tragödie ist ein Machtspiel, ein Klassenkampf. Mann gegen Frau. Diener gegen Herrin. Beide wollen Normen entfliehen, die Adelige eskapistisch den familiären Verkorksungen durch den Unfug eines Mittsommernachtsexs; der Knecht hat Proletarierträume, er will mit einem Hotel Eigentümer seiner selbst werden. Bei den Wiener Festwochen brachte die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy zusätzlich das Rassenthema ein. Ihr Jean war ein Schwarzer: www.mottingers-meinung.at/?p=4091 Bergmann setzt auf Zeit. Sie hat die Altersangaben des Autors umgedreht, zeigt das Verhältnis eines jüngeren Jeans zu einer älteren Julie, jagt das Stück durch drei Zeitebenen von 1888 bis SM, zwingt Köchin Kristine durch alle Epochen zu einer Existenz als Julie-Klon. Ein choreografiertes Korsett. Kristine-Darstellerin Bea Brocks bleibt entsprechend unauffällig. Im Interview mit dem Standard sagte Bergmann: „Ich habe mich entschieden, das Thema zuzuspitzen“. Dazu hätt’s mehr gebraucht als kalte, nackte Leiber.

Bleibt: Sona MacDonald, die sich als Titelantiheldin entleibt. Nicht wörtlich, in dieser Inszenierung wird aus Jean ein biblischer Johannes, aber als eine, die Strindbergs Wort von der Anstrengung, die er der Julie-Darstellerin ansehen will, verinnerlicht hat. Sie ist depressive Alkoholikerin und Ritzerin, Herbstzeitlose und Lustsubjekt. „Hab‘ ich gelacht?“, ist keine Frage, sondern ihre Feststellung zu den, ihre Festschreibung der Dinge. Sie ist bösartig intensiv bis zum finalen Shootout. Da heißt es Kopf um Kopf, Finger um Finger. Sie treibt Teichtmeister von devot zu süffisant. Bergmann, dazu ein Bravo, ringt Strindbergs Text freiwillige Komik ab. Weil hier alle den Verstand verlieren, sind bald alle wunderbar vom Wahnsinn umzingelt. „Scheiß‘ dich nicht an“, sagt Jean nach dem Koitus zu Julie. Bleibt: Jan Plewka mit der Musik von Hannes Gwisdek. Mehr vom Selig-Frontmann hätte man hören wollen. Im Duett mit Sona MacDonald ist klar, Freisein heißt Singen. Plewka soll ja, hat’s gemunkelt, mal eine Julie-ähnliche Phase durchlebt haben, vielleicht daher das abgründige Verständnis … Bleibt: Eine Inszenierung, die einen erst vom Stuhl fegt, wie ein scharfer Schaps. Die man mag, sogar gierig säuft, weil sie süffig runterbrennt. Leider folgt aufs Trunkensein Ernüchterung, post-Klarer Katzenjammer, schal und mau.

www.josefstadt.org

Sona MacDonald im Gespräch: www.mottingers-meinung.at/?p=15131

Jan Plewka gibt am 16. Oktober ein Wien-Konzert im Werk X: Infos werk-x.at

Wien, 7. 10. 2015

Theater in der Josefstadt: SonaMacDonald im Gespräch

Oktober 5, 2015 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

„Fräulein Julie“ als Borderlinerin

Sona MacDonald als Julie, Florian Teichtmeister als Jean Bild: Astrid Knie

Sona MacDonald als Julie, Florian Teichtmeister als Jean
Bild: Astrid Knie

Am 6. Oktober hat am Theater in der Josefstadt August Strindbergs „Fräulein Julie“ Premiere. Das Kammerspiel handelt von der adeligen Julie und ihrem Diener Jean und ihrem Verhalten und Verhältnis während einer Mittsommernacht und am darauffolgenden Morgen. Julie versucht, ihrem durch gesellschaftliche Normen geprägten Dasein zu entfliehen und etwas Spaß zu haben, indem sie auf dem jährlichen Fest mit der Dienerschaft tanzt. Während der Nacht entwickelt sich das anfängliche Flirten zwischen Julie und Jean zu einer vollendeten Liebesbeziehung. Doch während sie die Herrin ist, ist er der Mann – und so bleibt am Ende … der Tod.

Zu erwarten ist eine Inszenierung der anderen Art, führt doch die weder um Worte noch um Taten verlegene Anna Bergmann Regie. Die Süddeutsche Zeitung nennt sie „das explodierende Fräuleinwunder des deutschen Theaterbetriebs“; 2013 präsentierte sie ihre unkonventionelle Ibsen-Arbeit „Die Frau vom Meer“ an der Burg. Sona MacDonald spielt die Julie, Florian Teichtmeister den Jean. Als Jeans Verlobte Kristine ist Bea Brocks zu sehen. Hannes Gwisdek und Selig-Sänger Jan Plewka machen Musik. Sona MacDonald im Gespräch:

MM: Erste Bilder zeigen, dies wird ein anderes „Fräulein Julie“, als man’s kennt. Es geht sehr viel um Selbstverletzung.

Sona MacDonald: Das ist wie eine Überschrift in dieser Arbeit. Ja, Julie verletzt sich. Wir spielen, was nicht im Stück steht: Sie will sich Schmerz zufügen. Das hat psychologisch bedingte Ursachen und ich bin sehr aufgeregt, diese zu untersuchen.

MM: Ist sie verrückt?

MacDonald: Sie hat etwas von einer Borderlinerin. Sie ist manisch-depressiv. Das ist eine Form der Verrücktheit. Sie ist nicht völlig außer sich, aber sie ist immer wieder völlig „außer sich“.

MM: Das Stück ist ein Macht-Spiel, ein Klassen-Kampf. Wer hat bei Ihnen das Sagen? Ihre Julie oder Florian Teichtmeisters Jean?

MacDonald: Sie stellt etwas an und kriegt es zurück. Es ist ein Kampf der Geschlechter, ein Kampf innerhalb der Hierarchien. In der Sexualität gibt es keine Demokratie, da verschmelzen Diener und Herrin im Unheil, in einer gegenseitigen Nötigung. In unserer Inszenierung hat sie vor dem Beischlaf die Hand oben, da muss er machen, was sie will. Danach gewinnt er an Boden. Florian ist ein wunderbarer Partner, um das zu spielen: Es ist etwas aufgebrochen, es ist etwas zerstört und man ist sich nicht mehr klar, wie mit dem anderen umgehen. Sie geht also weg. Sie entschwindet. Wohin, wird man sehen …

MM: Strindberg wird oft als Frauenfeind beschrieben. Schließen Sie sich dem an?

MacDonald: Ich glaube, dass Strindberg überfordert war, als die Ideen der Gleichberechtigung aufkamen. Er beschreibt die Figur der Mutter der Julie als Frauenrechtlerin – und, dass schon Julies Vater nicht damit klar kam. Ich glaube, dass er sich da spiegelt. Er wollte geliebt werden: Bitte, liebe Frau, sei für mich da und hinterfrage nicht immer alles! Ich wette, die Kämpfe, die wir auf der Bühne haben, fanden in seinem Leben statt. Er war ein junger Mann, als er die Julie schrieb, lebte in Scheidung, da muss es zugegangen sein: Liebe bis aufs Messer!

MM: Jean und Julie klingt ja eigentlich auch mehr nach Truffaut, als nach Skandinavien 😉

MacDonald: Jean heißt Johannes – und die Johannesnacht, die Mittsommernacht, in der die Dinge eskalieren, so lass’ ich mir von Regisseurin Anna Bergmann sagen, ist eine, in der die Frauen in Skandinavien wild werden. Sexuell aktiv werden. Es ist die längste helle Nacht des Jahres. Ein Schnittpunkt, nach dem es wieder dunkel wird in den Leben.

MM: Anna Bergmann hat die Altersangaben umgedreht. Im Stück wird Julies Alter mit 25 angegeben, das von Jean mit 30. Sie sind Jahrgang 1961, Florian Teichtmeister Jahrgang 1979. Was gewinnt die Produktion daraus?

MacDonald: Etwas Trauriges, etwas sehr Tragisches. Als man mich besetzte, dachte ich zuerst: Ein Irrtum? Aber Anna bleibt dabei: Julie ist ein übrig gebliebenes Mädchen. Vielleicht war ihr nie jemand gut genug, vielleicht hat sie viele abgewiesen. Sie hat sich halt nie selbstständig gemacht.

MM: Ist das ein Thema für die Frauen heute?

MacDonald: Anna Bergmann stürzt sich und uns nicht einfach ins Moderne hinein. Wir gehen durch die Epochen, wir fangen sozusagen 1888 an und enden 2015.

MM: Sieht man das? Ich meine beispielsweise kostümlich?

MacDonald: Total! Auch im Bühnenbild. Die Kostümbildnerin Lane Schäfer kleidet auch die Band „Käptn Peng und die Tentakel von Delphi“ ein. Da gibt es einiges zum Schauen.

MM: Käptn Peng ist ein Projekt von Johannes Gwisdek, Corinna Harfouchs Sohn, der für die Produktion die Musik macht. Es singt Jan Plewka – den Kanarienvogel. Das wird der männlichste Kanarienvogel, den man jemals gehört hat.

MacDonald (sie lacht): Er personifiziert für Julie tatsächlich das männliche Prinzip. Sie wird auch, ich werde auch mit Jan Plewka singen. Die Musik ist rockig, wie sie Plewkas Stimme entgegenkommt. Ich finde sie sehr mystisch, bedrohlich auch. Für mich ist es gesanglich ein ganz neuer Stil.

MM: Apropos, Gesang: Sie sind am Burgtheater in „Spatz und Engel“ als Marlene Dietrich zu Gast. Am 26.  November folgt an den Kammerspielen „Blue Moon – Eine Hommage an Billie Holiday“, dafür müssen Sie sich wieder einen anderen Klang aneignen.

MacDonald: Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich das spielen und singen könnte. Torsten Fischer hat mich gefragt, er hat eine Idee dahinter, er will damit auf Ferguson reagieren, das Rassenthema aufgreifen. Ich werde in keiner Weise versuchen, etwas zu imitieren, sondern versuchen, mich anzunähern. Billie Holiday wurde gezwungen, sich heller zu malen. Das ist eines der Dinge, die wir ans Licht bringen wollen. Da werden sich viele wundern. Ich finde das sehr spannend.

MM: Ein toller Theaterherbst.

MacDonald: Mit zwei Rollen, an die ich nie im Leben gedacht hätte. Meistens suche ich mir Dinge aus, die mir zu nahe sind. Jetzt ist es anders. Mal sehen. Ich bin sehr beschenkt dieses Jahr.

www.josefstadt.org

Trailer: https://youtu.be/11Isruja3rQ

Wien, 5. 10. 2015

Peter Handke am Schauspielhaus Graz

Februar 3, 2014 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

„Immer noch Sturm“ als Februar-Premiere

Immer noch Sturm Bild: Lupi Spuma

Immer noch Sturm
Bild: Lupi Spuma

Am 13. Februar kommt „Immer noch Sturm“ von Peter Handke auf der Hauptbühne zur Premiere. Regisseur Michael Simon (zuletzt Elfriede Jelineks „Rechnitz. Der Würgeengel“) lässt neben den SchauspielerInnen vierzehn SpielerInnen mit slowenischen Wurzeln und Sprache in seiner Inszenierung mitwirken. Zum Stück: Unter dem Apfelbaum seiner Ahnen, der wie diese fest im Jaunfeld verwurzelt ist, nimmt der Dichter Peter Handke eine Familienaufstellung vor. Anhand der zum Teil fiktionalisierten Biografien seiner Mutter, der ihrer Eltern und Geschwister, die der slowenischen Minderheit in Kärnten angehörten, wird ein bewegtes Zeitalter Kärntner Geschichte lebendig – vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Ich-Erzähler ist um Verstehen und Aneignung der Lebenswelt seiner Vorfahren bemüht, die wider Willen eine tragische Entwicklung erfährt. Als Spielleiter vermag er Zeiten und Perspektiven zu wechseln: mal ist er nur Beobachter, mal mischt er sich als Familienmitglied mit Fragen und Kommentaren ein. „Meine Vorfahren nähern sich von allen Seiten.“ Mit Julius Feldmeier, Kaspar Locher, Christoph Rothenbuchner, Seyneb Saleh, Birgit Stöger, Jan Thümer;
Matej Bunderla, Tanja Čertov, Stefan Czvitkovich, Heide Gaidoschik, Max Gallob, Judith Grandits, Ivanka Gruber, Ludwig Gruber, Petra Kohlenprath, Tomaž Kovačič, Andreas Kueß, Damijan Smrećnik, Stipe Subasic und Lara Vuković.

„Zugabe“ zu „Immer noch Sturm“: Die historische Deutung der Widerstandbewegung der Kärntner PartisanInnen während des Zweiten Weltkrieges ist ein thematischer Schwerpunkt in Peter Handkes Stück „Immer noch Sturm“. Die österreichische Schriftstellerin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap hat in ihrem Roman „Engel des Vergessens die Problematik der SlowenInnen in Kärnten behandelt. Für die „Zugabe“ liest sie am 25. Februar Ausschnitte aus ihrem Werk zum Thema. Nach dem großen Interesse an der Ausstellung zu „Thalerhof“ im Schauspielhaus Graz wird auch Michael Simons Handke-Inszenierung von einer thematischen Fotoausstellung zum Widerstand der Kärntner Slowenen gegen das NS-Regime begleitet. Die Ausstellung im Foyer und Salon im 1.Rang kann eine Stunde vor allen Vorstellungen auf der Hauptbühne besichtigt werden.

Auf der Probebühne inszeniert Alexandra Liedtke August Strindbergs Traumspiel „Fräulein Julie“. Die Premiere findet am 1. Februar statt. Zum Stück: Der Graf ist verreist, in der Scheune tanzen die Angestellten, die Küche haben der Diener Jean und die Köchin Kristin für sich. Aber das Fräulein Julie stört die Zweisamkeit der Verlobten. Die schöne Grafentochter will Jean, den Diener. Doch der Liebesrausch währt nur kurze Zeit und am nächsten Morgen sind die Rollen vertauscht – Jean ist der Überlegene, der die Tochter seines Herrn zur Gedemütigten macht und erweist sich als eiskalt kalkulierender Aufsteiger und was als Romanze begann, endet in einer blutigen Selbstvernichtung. Mit Tabea Bettin, Pia Luise Händler und Local Hero Thomas Frank.

Europa 14/18 – Die neue Reihe auf der Ebene 3

Kaum ein Krieg, der auch die Literatur der Zeit derart beeinflusst und so viel Dichtung hervorgebracht hat wie der Erste Weltkrieg: Klassiker der Weltliteratur sind darunter, wie die Werke Remarques, Hemingways oder Stefan Zweigs. Das Schaffen der Dichter und Dramatiker des Expressionismus, die die Zeit im und um den „Großen Krieg“ beschrieben, war sogar titelgebend für eine ganze künstlerische Strömung. Einerseits wurden mittels Kriegsberichten, Briefen von der Front, Erzählungen und Geschichten aus dem Schützengraben die zuhause Gebliebenen aus erster Hand über Gefahren, Leid und Leben im Feld informiert, oft aber auch emotionalisiert und mobilisiert. Andererseits war der Krieg in den Texten nicht zum Kampf eingezogener Zeitgenossen Thema, hier wurde er aus größerer Distanz beäugt, kritisch reflektiert, fand die allgemeine Stimmungslage Niederschlag. In der Reihe Europa 14/18 präsentieren SchauspielerInnen des Ensembles 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in loser Folge Literatur zu, über und aus der Zeit von 1914 bis 1918.

Krieg der Sterne: Ein Abend mit Fragmenten aus der Feldpost von August Stramm »Die Erde spritzt, als ob sie Reigen tanzt und dazwischen Rübenstücke und allerlei Gegenstände aufpeitscht. Man kann das gar nicht beschreiben, gar keinem klar machen, weil niemand es sich vorstellen kann, weil man es selber nicht glaubt, trotzdem man mitten im Erleben steckt.« August Stramm (1874 bis 1915), deutscher Schriftsteller und Postbeamter, war führender Dichter im expressionistischen Kreis um H. Waldens Zeitschrift Der Sturm. Seine Texte bestechen durch eine radikale Verdichtung und Transformation der Sprache. Von & mit Pia Luise Händler und Gästen am 26. Februar. Valentin, Ganghofer und die laute Zeit: Sketche, Couplets, Gedichte von Karl Valentin und Ludwig Ganghofer. Die einen schrieben von Zuhause aus, die anderen berichteten aus dem Schützengraben. Mit Steffi Krautz & Franz Josef Strohmeier am 20. März.

www.schauspielhaus-graz.com

Wien, 3. 2. 2014