Hochwald: Evi Romens queerer Anti-Heimatfilm

September 15, 2021 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Parabel vom zernarbten Herzen

Thomas Prenn. Bild: © Amour Fou – Flo Rainer

Eines Tages stellte sich ein junger Mann in die Mitte des Ortes und verkündete, er habe das schönste Herz im ganzen Tal. Da trat ein alter Mann aus der Menge und sagte: „Dein Herz ist lange nicht so schön wie meines!“ Die Menschen und der junge Mann blickten auf das Herz des Alten. Es schlug stark, doch es war voller Narben. Stücke waren herausgebrochen und andere eingesetzt, tatsächlich waren da tiefe Löcher, wo ganze Teile fehlten.

„Du machst wohl Witze“, lachte der Junge. „Vergleich dein Herz mit meinem: Meines ist vollkommen und deines ist längst kaputt!“ „Ja“, erwiderte der alte Mann, „dein Herz sieht vollkommen aus, aber ich würde doch niemals mit dir tauschen. Weißt du, jede Narbe in meinem, jede Lücke steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe.“ Diese Parabel erzählt der Imam Mario, als dieser in einer muslimischen Wohngemeinschaft in Bozen eine letzte Zufluchtsstätte findet. Da hat der gestrauchelte Traumtänzer die Talfahrt vom „Hochwald“ schon hinter sich, dies der Titel von Evi Romens wuchtigem Regiedebüt, das bei der diesjährigen Diagonale mit dem Großen Preis für den besten Spielfilm ausgezeichnet wurde und am Freitag in den heimischen Kinos anläuft.

„Hochwald“ ist ein queerer Anti-Heimatfilm über Außenseiter in ländlicher Gegend, kontrast- und mit seinen Irrungen, Wirrungen, Wendungen auch risikoreich, doch Regisseurin und Drehbuchautorin Romens Rechnung geht voll auf, ihr Kalkül Schwul-sein im südtirolerischen Katholizismus, das Gefühl des Deplatziert-Seins, islamistischen Terror und eine rettende Begegnung mit dem Islam auf einen Nenner zu bringen. Durch die Kamera von Martin Gschlacht und Jerzy Palacz präsentiert sich die Amour-Fou-Produktion stylisch, hipp, innovativ.

„Hochwald“ ist atmosphärisch dicht, mit psychologischer Präzision inszeniert und exzellent bildgewaltig fotografiert, und es ist der charismatische Hauptdarsteller Thomas Prenn als Mario, der 107 Minuten lang sein Innerstes nach außen kehrt, und diesem Film seinen schauspielerischen Stempel aufdrückt – wofür der 27-Jährige beim Österreichischen Filmpreis zum besten Hauptdarsteller gekürt wurde. Und so beginnt der Film: Selbstvergessen tanzt Mario im Mehrzwecksaal der Volksschule im fiktiven Südtiroler Dorf „Hochwald“, er trägt Latein-Tanzschuhe, also solche mit Absatz, und hat in seiner Sporttasche allerlei fancy Kostüme dabei.

Eine Karriere als Tänzer schwebt ihm vor, ein Ausbrechen aus der Enge, die ihn erdrückt wie seine Gelegenheitsjobs als Frühstückskoch im Nobelhotel oder in der Fleischhauerei des Stiefvaters Hermann, Würste abdrehen und Mutters Neuen wichsen. Da trifft er in der Dorfdisco Jugendfreund Lenz, Noah Saavedra, dieser nunmehr Schauspielschüler in Wien und auf dem Weg zu einem Casting in Rom, und wohl früher Marios Love Interest. „In Wien sind alle schwul!“ – „Aber bei uns hier nicht“, unterhalten sich Mario und Lenz kichernd und kiffend im eingeschneiten Auto vor der Kirche und unterwegs zur Christmette.

Thomas Prenn im Haufen von Marios fancy Kostümen. Bild: © Amour Fou

Thomas Prenn und Noah Saavedra. Bild: © Amour Fou

Mario fühlt sich nur in der Dorfdisco frei: Thomas Prenn. Bild: © Amour Fou

Doch gesagt, getan: der sensible, diverse Drogen drückende Mario wird den exaltierten Lenz nach Rom begleiten, der in sich gekehrte, nur im Tanz freie Schulwartssohn und der adelige, weltläufige Winzerspross, auch mit diesen Gegensätzen hantiert Evi Romen, wo sie am ersten Abend in einem Gay Club – gecastet: dessen echte Community – landen. Da passiert’s. „Allahu Akbar“ brüllende, vermummte Männer stürmen das Lokal, schießen wild um sich, Lenz ist tot … Für Marios Coming-Of-Age-Story bedeutet das ein Zurück in die gebirgige Düsternis, eine Konfrontation mit jener gnadenlosen Kleingeistigkeit, vor der seine sexuelle Orientierung nun offen ausgebreitet ist, hin zu Lenz‘ über dessen Homosexualität ahnungslose Eltern. Was Wunder, dass Mario seine Trauerarbeit im Volksschulsaal vor erschrockenen Taferlklasslern performt …

Zwischen den Anschuldigungen von dessen Mutter, Mario hätte Lenz Richtung Pfad der körperlichen Untugend verführt, und seines leiblichen Vaters: „Scheiß-Moslems, die g’hören alle darschossen“, in einer Abwärtsspirale ohne Ausweg, konfrontiert Evi Romen das Publikum nicht nur mit dessen eigenen Ressentiments, sie macht auch etwaige Erwartungshaltungen zunichte, wenn sie die Andersartigkeiten einander nicht abstoßen, sondern sich gegenseitig anziehen lässt. In Bozen nämlich, wo Mario sich in einem Nageldesignstudio unterm Ladentisch mit aufklebbaren Tips versorgt, trifft er nach einem „Schuss“ auf der Bahnhofstoilette Nadim, den er von seiner abgebrochenen Konditorenlehre kennt, und der sich dort fürs Gebet wäscht.

Josef Mohamed, in Wien bekannt als ausdrucksstarker Theaterschauspieler (Rezensionen: www.mottingers-meinung.at/?p=32241, www.mottingers-meinung.at/?p=36095), schlüpft in die Figur des Gratis-Koran verteilenden Nadim wie in eine zweite Haut. Überhaupt ist Hochwald bis in die Nebencharaktere brillant besetzt. Mit Claudia Kottal als Volksschullehrerin und Mutter von Lenz‘ Ausrutscher-Sohn, mit „Hochwürden“ Johannes Silberschneider und Marco Di Sapia als Lenz‘ Künstleragent, mit Ursula Scribano-Ofner als Marios Mutter, Helmuth Häusler als Vater und Hannes Perkmann als Stiefvater. Katja Lechthaler und Walter Sachers sind als Lenz‘ Eltern zu sehen.

Mit Ursula Scribano-Ofner. Bild: © Amour Fou – Flo Rainer

Mit Josef Mohamed. Bild: © Amour Fou – Flo Rainer

Mit Kida Kodhr Ramadan. Bild: © Amour Fou – Flo Rainer

Josef Mohamed (li.). Bild: © Amour Fou – Flo Rainer

Sowie der libanesisch-deutsche Schauspieler und Szenestar Kida Kodhr Ramadan als Imam Mami, in dessen WG Nadim Mario mitnimmt, als der im Drogenrausch auf der Straße zusammenbricht. Es wird die dortige Friedlichkeit und Freundlichkeit sein, das Anerkennen seines Ichs, wie es ist – siehe: die Parabel vom zernarbten Herzen, in dem Mario Halt und Unterstützung findet. „Die Attentäter, des waren kane Muslime, der Islam isch a friedliche Religion“, sagt Nadim, und Marios Vater, als er auf den Armen des Sohns keine neuen Einstiche findet: „War des da Allah?“ Bis sich der nächste Dorfskandal entzündet: „Man hat dich gesehen! Mit den Muselmanen! Des isch pervers! Totalschaden, odr?“

Wie sie einen doch ins Visier nimmt, die Wegschau-, die Menschen-Wegwerf-Gesellschaft, Visier wortwörtlich, als Lenz‘ Vater vom Hochstand aus mit seinem Jagdgewehr auf Mario anlegt … Mit seinen Doppelbödigkeiten, den Doppeldeutigkeiten des Dorfdialekts, die Tabus, um die jeder weiß es, doch keiner beredet, mit seinem spröde erzählten Gefecht Einzelkämpfer gegen Kollektiv, mit dessen Zerrissenheit und dem Zwiespalt, der Gräben durchs Umfeld zieht, ist „Hochwald“ ein gelungenes Stück modernen Neorealismo.

Evi Romen kann Symbolik, die archaische Grundstruktur des Orts als Setting, ausgerechnet Religion als Befreiung von belastenden Glaubensmustern, als Talisman eine weißgelockte Perücke, die sich wie ein roter Faden durch den Film zieht, der Hochwald als Stätte der Transformation, und niemals bedient sie ein touristisches Südtirol. Dazu die stimmige Original-Musik von Florian Horwath, die’s hoffentlich bald auf CD gibt, und ein paar 1960er-Klassiker wie „Inch’Allah“ von Adamo.

„Hochwald“ lässt einen atemlos zurück, und mit viel Stoff, um darüber nachzudenken. Die Haken, die die Handlung durch die Unberechenbarkeit ihres Protagonisten Mario schlägt, lenken einen stets in eine neue Richtung, weg vom spezifischen Südtirol, hin ins Universelle. Im exzellenten Ensemble sticht einem Thomas Prenn als introvertierter Extrovertierter ins Auge, und ein solches sollte man auf den Südtiroler Schauspieler auch haben. Sein nächster Streich, „Große Freiheit“ von Sebastian Meise mit Franz Rogowski und Georg Friedrich, wurde dieses Jahr in Cannes in die Sektion Un Certain Regard eingeladen und mit dem Jurypreis ausgezeichnet.

www.facebook.com/hochwaldfilm          Trailer: www.youtube.com/watch?v=VlxjiJe-r1w&t=1s

  1. 9. 2021

Refugee Lullaby

Oktober 1, 2019 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein guter Hirte hütet jedes Geschöpf

„Das ist nicht Wohltätigkeit, sondern Solidarität“: Hans Breuer, Österreichs letzter Wanderschäfer, über sein Engagement für Mitmenschen. Bild: WILDart Film

Von den vor wenigen Stunden geborenen Lämmern steht ein schwarzes ein wenig abseits der Herde, doch die gemütlich grasenden Mutterschafe sind deswegen nicht beunruhigt. Sie wissen ihren Nachwuchs bei Hans Breuer in besten Händen, und bald bugsiert er den kleinen Flüchtling behutsam zurück in die wartende Verwandtschaft. Schnitt. Breuer ist unterwegs in seinem Auto. Es ist Nacht, es ist das Jahr 2015.

Abertausende Menschen haben sich auf den langen Marsch vom Budapester Keleti Bahnhof Richtung Österreich begeben. Breuer fährt bis ans Ende der Kolonne, dort sind die Kinder, die Kranken, die, die nicht mehr weiter können. Er sammelt ein, das Fahrzeug füllt sich. „Baby?“ – „Geht!“ – „Und die zwei Mädchen da auch noch?“ – „Ja, geht!“ Ein guter Hirte hütet jedes Geschöpf. Und Hans Breuer ist tatsächlich einer, ist Österreichs letzter Wanderschäfer, ist fünffacher Vater und siebenfacher Großvater, und wohnt mit seiner Lebensgefährtin Mingo und seinen beiden Jüngsten in einem aufgebockten Bauwagen und ein paar windschief selbstgebauten Hütten am Waldrand. Früh schon, sagt er, hätte er sich entschieden, „ein Außenseiter“ zu sein, statt unter denen zu bleiben, die ewiggestriges Gedankengut verbreiten oder zumindest akzeptieren.

In Breuers PKW macht sich allmählich Schläfrigkeit breit, und Breuer singt den muslimischen Kindern, die mit ihren Eltern aus Syrien, Afghanistan, dem Irak nach Europa geflüchtet sind, ein jiddisches Wiegenlied vor. Das hat er bereits einmal getan und wurde vom Vater eines Kindes dabei gefilmt. 70.000 Mal wird dessen YouTube-Video weltweit geteilt, bis es schließlich auch die israelische Dokumentarfilmerin Ronit Kertsner sieht – und beschließt ein Breuer-Porträt zu drehen, „Refugee Lullaby“, ab 4. Oktober in den Kinos. Den Erwachsenen, die nun auf seiner Rückbank sitzen und aufgenommen werden, erklärt Breuer die Herkunft des Kamerateams: „Juden, Jews, you know.“ – „Okay, okay“, antwortet ein Iraker.

„Sie leben hier wie die Ratten“, sagt der heimische Helfer David: Unterbringung von Flüchtlingen in Serbien. Bild: WILDart Film

Die frierenden Menschen erwarten ihn schon: Gegen kalte Nächte hilft Hans Breuer mit heißem Tee. Bild: WILDart Film

Beständig kontrastiert Kertsner das ländliche Idyll des Schäfers mit Aufnahmen von überfüllten Auffanglagern, stellt der familiären Behaglichkeit, den entspannten Weidegängen mit Mingo, den durch die Natur tobenden Kindern, Dreck, Not und Elend in den Camps gegenüber. Breuer verteilt in Zelten Tee an frierende Menschen, verteilt Infozettel auf Arabisch, Farsi, Urdu, schaukelt in seinen Armen schreiende Babys, bringt seinen Schutzbefohlenen warme Decken. Daheim, im Hügelland südöstlich der Alpen, gibt er Deutschunterricht für Muslime und Muslimas. Sein Engagement, sagt er, „ist nicht Wohltätigkeit, sondern Solidarität“.

„Eine Idee, für die es sich zu kämpfen und zu leben lohnt“. Den Mut zur Zivilcourage hat Breuer sozusagen geerbt, ihr Trauma auch, wie sich erkennen lässt, da Tränen fließen, als er von seinen Eltern erzählt. Der jüdische Vater und die Mutter waren Kommunisten, sie Journalistin bei der Zeitschrift „Die Stimme der Frau“ und eine der Widerstandskämpferinnen, die in der Doku „Küchengespräche mit Rebellinnen“ aus dem Jahr 1984 zu Wort kommen. Im gezeigten Ausschnitt spricht sie über die Gestapo-Folter, sieben Männer fielen über sie her.

Trotzdem verriet sie keine Namen … Der Antifaschismus seiner Eltern hat Breuer geprägt. Aus diskreter Nähe verfolgen Shalom Rufeisens und Jerzy Palaczs Kameras ihren Protagonisten, und zeichnen mit jedem seiner Schritte deutlichere Konturen dieses Wanderers zwischen den Welten, der sich scheint’s mühelos aus seinem bescheidenen Dasein aus- und in die Gesellschaft einklinken kann, wenn andere Hilfe brauchen. Und immer singt er. Breuer erfindet unterwegs Lieder, die er mit seinem Handy aufnimmt und zu Hause transkribiert. Verschmitzt und nicht ohne Selbstironie meint er, dass er nach dem Zusammenbruch des Kommunismus eben eine andere Möglichkeit brauchte, die privaten Beschädigungen aufzuarbeiten, und dass er so zum jiddischen Liedgut kam. Hunderte jiddische Lieder hat er bisher gelernt – andere selber komponiert.

„Refugee Lullaby“ bleibt aber nicht beim bloßen Porträt. Geschickt spinnt Kertsner die Erzählfäden da und dort weiter, wenn sie Breuers anrührende Begegnungen mit Gleichgesinnten beobachtet. Da ist die iranisch-wienerische Jasmin, eine der Freiwilligen von „Train of Hope“, die am Hauptbahnhof Flüchtlinge versorgt, und bei ihr Breuers Nichte Verena Krausneker, eine der Gründerinnen des jüdischen Flüchtlingsvereins „Shalom Aleikum“, der sich vor allem um Geflüchtete aus muslimischen Ländern kümmert. Mit Krausneker wird Kertsner auch eine syrische Familie besuchen, die zu Freunden wurden. Man bereitet gerade gefüllte Weinblätter für ein öffentliches Picknick auf der Praterwiese vor. Der Familienvater war Restaurantbesitzer in Aleppo. „Music Box“, sagt er, „hieß unser Lokal“, und dass er nicht zuletzt wegen dieses drei Jahre überlegt habe, ob sie bleiben oder gehen sollen. Keiner, der seine Heimat verlässt, tut das leichten Herzens.

Hans Breuer hütet nicht nur seine Schafherde, sondern auch aus ihrer Heimat Geflüchtete und Vertriebene. Bild: WILDart Film

Ein Bad im Blechzuber gehört zum Leben inmitten von Mutter Natur: Hans Breuers Waschraum im Freien. Bild: WILDart Film

In Slowenien trifft Breuer den UNHCR-Übersetzer Yunes, der aus Palästina zum Studieren nach Slowenien kam, wegen des Sechstagekriegs blieb – und heute auch schon mehrfacher Opa ist. In Ungarn arbeitet Breuer mit Dan zusammen, dem er Hilfsgüter aus Österreich zum Weitertransport an die serbische Grenze bringt. Er habe damit begonnen, berichtet der gut trainierte Dan, als ihn Freunde angerufen hätten, weil am Bahnhof ein paar „Patrioten“ ein vierjähriges, syrisches Mädchen drangsaliert hätten.

„Man brüllt doch kein Kind an“, erbost er sich, und bekennt: Nein, um Erlaubnis habe er nie gefragt – „Ich tue einfach, was zu tun ist.“ In Serbien angekommen, erschüttern einen die schrecklichen Zustände in den provisorischen Unterkünften. „Sie leben hier wie Ratten“, schildert der einheimische Helfer David das Schicksal der Flüchtlinge. Ein Mann beschreibt, wie es ist, wenn die Polizei die Hunde loslässt, falls einer nicht gleich spurt. Später sitzt Breuer in einer Runde Pakistanis. Sie singen ihm ein Urdu-Lied, er eines auf Jiddisch, in dessen Refrain schließlich alle einstimmen können.

Es ist die Musik, die sprichwörtlich die Grenzen überwindet. Gemeinsam mit der bulgarisch-stämmigen Perkussionistin Maria Petrova, dem in Istanbul geborenen Geiger Efe Turumtay und Akkordeonist Nikola Zarić, Wiener mit serbischen Wurzeln, bildet Hans Breuer auch das WanDeRer-Quartett. „Refugee Lullaby“ ist ein bemerkenswerter Film über ein außergewöhnliches Lebenskonzept, eine bewegende Familiengeschichte und ein daraus resultierendes solidarisches Verhalten. Regisseurin Ronit Kertsner gelingt es, die Traumata der „völkischen“ Vergangenheit für die Gegenwart neu zu verhandeln. Ihre Doku ist ein herzerwärmendes Plädoyer für Mitmenschlichkeit – und der Beweis dafür, dass es neben der selbsternannt „ordentlichen Mitte-Rechts-Politik“ sehr wohl das andere Österreich, das andere Europa gibt.

Trailer: www.youtube.com/watch?time_continue=11&v=uDVkWB1_xok           vimeo.com/312745625           go2films.com/films/refugee-lullaby

Zur Person Hans Breuer: www.oyfnveyg.com           apastekhlatroymer.wordpress.com/?ref=spelling           www.youtube.com/channel/UC9kfNxnFY3OaeB2u2uvkdvQ           www.facebook.com/hans.breuer.739

Helfen: shalomalaikum.at            www.trainofhope.at

  1. 10. 2019

Theatermuseum: Five Truths. Shakespeares Wahrheit und die Kunst der Regie

April 19, 2016 in Ausstellung

VON RUDOLF MOTTINGER

Katie Mitchell zeigt Ophelias Wahnsinn hoch fünf

Five Truths Video Installation. Bild: © Gareth Fry

Five Truths Video Installation. Bild: © Gareth Fry

Wie unterscheiden sich die Regiestile von fünf der einflussreichsten europäischen Theaterpraktikern des 20. Jahrhunderts? Wie würden Konstantin Stanislawski, Antonin Artaud, Bertolt Brecht, Jerzy Grotowski oder Peter Brook die berühmte Wahnsinnsszene der Ophelia aus Shakespeares Hamlet inszenieren?

Für ihre Video-Installation hat die berühmte britische Regisseurin Katie Mitchell, die in Österreich zuletzt bei den Salzburger Festspielen ihre Arbeit „Forbidden Zone“ zeigte (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=10209), diese eine Szene mit ein und derselben Schauspielerin im Stil dieser fünf maßgeblichen Regisseure inszeniert und gefilmt. Das Theatermuseum zeigt die „touring installation“ des Victoria and Albert Museum ab 21. April zum 400. Todestag von William Shakespeare.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=7oxnyRl8e8A

www.theatermuseum.at

Wien, 19. 4. 2016