Landestheater NÖ: Die Flucht ohne Ende

Januar 21, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Auf der Suche nach der europäischen Identität

Gespielt wird tatsächlich auf engstem Raum: Michael Scherff, Josephine Bloéb und Tobias Artner. Bild: Alexi Pelekanos

Dass er auch ein Meister der kleinen Form ist, heißt: im intimen Spielraum mit bewusst sparsamen Mitteln, beweist Regisseur Felix Hafner am Landestheater Niederösterreich. In der Theaterwerkstatt zeigt er seine fabelhafte Fassung von Joseph Roths Roman „Die Flucht ohne Ende“. 1927 ist dieses Werk entstanden, in dem Roth seinen Protagonisten Franz Tunda auf eine Reise durch halb Europa schickt.

Die abenteuerliche Odyssee des k.u.k.-österreichischen Oberleutnants beginnt mit seiner Flucht aus russischer Kriegsgefangenschaft und führt ihn über Irkutsk und Moskau, über Baku und ein Städtchen am Rhein bis schließlich nach Wien und Paris. Auf seinem Weg wird er sich nicht nur bei einem polnisch-stämmigen Bauern verdingen und Kinobetreiber werden, sondern sich auch der russischen Revolution angeschlossen und mit sogenannten Verstandesmenschen abgerechnet haben.

Frauen kreuzen seinen Weg, Natascha, Alja, Madame G. Irene indes, die Verlobte, wartet daheim nicht auf ihn. Und immer und überall wird Tunda ein Entwurzelter bleiben, ein Fremder, Orientierungsloser, der sich selber die Aussicht aufs Morgen verstellt. Und immer wird ihn seine Suche nach der eigenen Identität auch auf die Europas, auf die Suche nach der „europäischen Kultur“ treiben. Sehr prägnant und sehr zeitgemäß stellt Hafner an seinem Roth gerade diesen Punkt aus.

Madame G. umgarnt Tunda: Josephine Bloéb und Tobias Artner. Bild: Alexi Pelekanos

Und immer wieder Koffer packen: Tobias Artner und Stanislaus Dick. Bild: Alexi Pelekanos

Ein Quartett, Tobias Artner als Tunda, Josephine Bloéb, Stanislaus Dick und Michael Scherff in je einem halben Dutzend weiterer Rollen, fungiert als Erzähler wie Schauspieler. Sie schildern Tundas Schicksal, bis sie es darstellen; die drei treten mit Artner in den Dialog, steigen in die Handlung ein und wieder aus. Der Kniff ist nicht neu, doch Hafner macht damit möglich, dass Roths wunderbare Sprache erhalten bleibt. Als Regisseur hält er die Balance zwischen dessen nüchtern-analytischem Blick auf die Figuren und deren dramatischem Potenzial. Wenige Versatzstücke, eine Kopfbedeckung, eine Jacke, ein falscher Bart, machen klar, wer gerade wen verkörpert.

Das Bühnenbild von Camilla Hägebarth ist eine Landschaft aus Requisitenkoffern und Kisten, auch ein Munitionskoffer ist als Gepäckstück darunter. Wie ein Zauberkünstler seine Trickboxen schieben die Schauspieler sie über die Spielfläche, formen mit ihnen Dörfer und Städte, ein Lichtspielhaus oder eine Moskauer Wohnung. Gespielt wird im Wortsinn aus jeder Luke, und sollen Gewehrschüsse knallen, so tun’s dafür die Kistendeckel. An Fantasie lässt diese Aufführung tatsächlich kaum etwas aus.

Da darf Madame G. in rotes Licht getaucht ein französisches Liedchen trällern, während sie Tunda umgarnt, da gibt es eine famos gemeine Parodie auf die Wiener (Un-)gemütlichkeit, samt bitterböser Alkoholseligkeit und Hommage an das Duo Heller/Qualtinger. Tobias Artner ist als verhalten verzweifelter Tunda gleichsam ein Mann ohne Eigenschaften, ein junger Intellektueller ohne ihn sinnvoll ausfüllendes Dasein. Michael Scherff überzeugt als Charakterdarsteller, ob er nun Proletarier, deutsche Gutbürgerliche oder einen französischen Professor gibt.

Parodie auf die Wiener (Un-)gemütlichkeit: Stanislaus Dick, Tobias Artner, Michael Scherff und Josephine Bloéb. Bild: Alexi Pelekanos

Dass auch feiner Humor Hafners Sache ist, zeigt die Szene mit Tundas Bruder Georg und dessen Frau Klara. Zu ihnen gelangt Tunda schließlich – und Josephine Bloéb und Stanislaus Dick gestalten in partner- schaftlichem Weinrot zwei Prototypen kleinbürgerlicher, kulturbeflissener Existenz. Dass Tunda da mit seinen „bolschewikischen“ Ideen anecken muss, ist klar. Das geht bis ihm die Hutschnur reißt. Ein großartiger Eklat, so großartig wie der ganze Abend.

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  1. 1. 2018

Volkstheater: Höllenangst

September 24, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Das Volk kommt nicht die Halfpipe hoch

Familie Pfrim fürchtet sich vorm Leibhaftigen: Günter Franzmeier, Claudia Sabitzer und Thomas Frank. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Für die einen ist es ein Schutzwall, für die anderen eine sturmreife Barrikade, oben sind der Freiherr und der Staatssekretär, unten die Schusterfamilie, die Kammerjungfer, die Bedienten. Immer wieder nehmen sie Anlauf, laufen gegen die Mauer der „Mehrleister“ an, rutschen ab – und landen erneut am unteren Ende der gesellschaftlichen Hierarchien. Mit diesem starken Bild beginnt Regisseur Felix Hafner seine Inszenierung von Johann Nestroys „Höllenangst“ am Volkstheater.

Er wiederholt es im Laufe des Abends mehrmals, dieses Anrennen gegen die metallisch-graue Halfpipe zur Einhaltung der Hackordnung, die Camilla Hägebarth als Bühnenbild erdacht hat. „Höllenangst“ ist Nestroys politischstes Stück. Verfasst rund um das Revolutionsjahr 1848, 1849 schließlich auf die Bühne gebracht, stellt es den Machtapparat der Reichen und Privilegierten bloß. Die Dinge werden deutlicher als in anderen Possen beim Namen genannt: ein Minister liegt im Sterben, Adel und Politik bemächtigen sich des Vermögens einer Waise, deren unliebsamer Onkel wird ins Gefängnis verfrachtet – und wenn am Ende, nachdem alles aufgeklärt, die ganze Stadt ob der Wahl eines neuen Ministers „illuminiert“ ist, lässt Nestroy offen, ob vor Freude oder weil’s schon wieder brennt.

Hafner macht im Wahljahr 2017 deutlich, wie bestürzend aktuell, eigentlich: wie zeitlos, dieses bissige Spiel ums Auf und Ab, ums Oben und Unten ist. Zwar sind aus feudalen Abhängigkeiten neoliberalistische geworden, doch ob Ausbeutung oder Selbstausbeutung bleibt sich letztlich gleich. Der Kapitalismus steht in Hochblüte; wer zahlen kann, schafft an. Mit Hafners Interpretation der „Höllenangst“ setzt das Volkstheater den von Direktorin Anna Badora beschrittenen Weg fort, in Theaterklassikern Konflikte der Gegenwart zu spiegeln.

Tauschhandel mit dem „Teufel“: Thomas Frank als Wendelin und Christoph Rothenbuchner als Oberrichter Thurming. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Der Sturm auf die Barrikaden wird bei Felix Hafner zur Rutschpartie: Kaspar Locher und Stefan Suske (oben), Luka Vlatković, Isabella Knöll, Valentin Postlmayr, Günther Franzmeier und Claudia Sabitzer (unten). Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Die Pfrims haben für Reichthal wichtige Papiere aufbewahrt: Günter Franzmeier, Gábor Biedermann und Thomas Frank. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Das Tempo der Aufführung ist hoch. Unerwartet freigelegte Schlupflöcher in der Halfpipe erlauben rasante Auftritte und Abgänge. Es wird geschlittert, gestolpert, geflutscht, drei Meter rauf-runter-rauf, der Körpereinsatz der Schauspieler grenzt ans Akrobatische,und mehr als einmal fragt man sich, ob’s gerade Absicht war oder gerade noch Glück gehabt? Die Plätze in bester Höhenlage, dort, wo sich die Wohlhabenden vorm Volk absetzen, sind besetzt. Stefan Suske steht als Bösewicht Freiherr von Stromberg über seinem Besitz wie ein Kapitän an der Schiffsreling.

Später wird sich sein Spezi, Kaspar Locher als der in Unschuldsweiß gewandete Staatssekretär Arnstedt dazugesellen. Die beiden haben die Erbschaft von Strombergs Mündel, der Baronesse Adele (Laura Laufenberg), eingezogen – und sonnen sich nun im Glanz des erbeuteten Geldes.

Auftreten nun Christoph Rothenbuchner als ehrlicher, ob der Verhältnisse leicht amüsierter Oberrichter Thurming, seit drei Wochen Adeles geheimer Ehemann, und Gábor Biedermann als Adeles ehrenwerter Onkel, der inhaftiert gewesene Freiherr von Reichthal. Dass die beiden in die Bredouille kommen, ist klar. Auch, dass es beide mit der Schusterfamilie Pfrim zu tun bekommen werden. Die Pfrims, Günther Franzmeier als Familienoberhaupt, Claudia Sabitzer als Ehefrau Eva und Thomas Frank als Sohn Wendelin, sind das Herzstück der Aufführung. Vor allem Franzmeier und Frank agieren wie entfesselt.

Wendelin, der sich als Gefängniswärter anheuern ließ, um Reichthal zur Flucht zu verhelfen, hält den durchs Fenster eingestiegenen Oberrichter für den eben erst von ihm um Hilfe angerufenen Teufel – und hält sich daher im weiteren Verlauf als Schützling des Leibhaftigen für unantastbar. Ein Irrtum, wie sich herausstellen wird. Mutter Eva wiederum, Adeles ehemalige Amme, hat von deren Mutter wichtige Papiere, die Reichthal erhalten muss.

Und schon ist der Intrigen-Spiel perfekt. Franzmeier und Frank, bereits in „Zu ebener Erde und erster Stock“ ein Dreamteam, setzen ihr Zusammenspiel aufs Feinste fort, die beiden können Nestroy, und vor allem, da Hafner dessen ausgeklügelte Sprache in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt, die Charaktere, ihre Eigenschaften und Handlungen über die Nestroy’schen Wortverdrehungen und Satzspielereien erklärt, sind zwei so präzise Sprecher wie die beiden unerlässlich. Franzmeier brilliert als Vater Pfrim, dessen Fatalismus ihn nicht davon abhält, sich die Welt schön zu trinken. Wunderbar die Szene, in der er im Haus des Oberrichters um seinen irrtümlich inhaftierten Sohn kämpft, und die allgemeine Verwirrung bis zum äußersten treibt.

Diesen gibt Frank als Revolutionär und Aufbegehrer, nicht gegen die weltliche, sondern gegen die höhere Ordnung, die ihm so einen schlechten Platz auf Erden zugedacht hat. Franks Wendelin ist mit wehleidigem Pathos voll bis zum Überlaufen, ein Verkannter auf Lebzeiten. Wie er aber um die Aufmerksamkeit eines ehemaligen Gefängniswärterkollegen (Mario Schober) buhlt, indem er in bester Monty-Python’s„Ministry of Silly Walks“- Manier vor diesem auf und ab patrouilliert, das ist große Klasse. Das Metaphern-Monster der Bühnenkonstruktion kommt auch in den Pfrim’schen Momenten zum Einsatz: Als der Schuster endlich seinen Trumpf ausspielt, nämlich, dass die Gattin Beweismittel gegen Stromberg und den Staatssekretär in der Hand hat, erklimmt Franzmeier den höchsten Punkt der Halfpipe und jagt die Betrüger nach unten.

Isabella Knöll, seit dieser Saison neues Ensemblemitglied am Volkstheater, beweist als Rosalie, Wendelins Geliebte und Adeles Kammerjungfer, Talent fürs Komödiantische bis hin zum Slapstick. Wie sie immer wieder gegen Thomas Frank anrennt, erst unfreiwillig, dann mit zunehmendem Zorn, das ist im Wortsinn umwerfend. Auch, wie sie temperamentvoll beteuert: „Ich bin eine stille, sanfte Person, aber aufbringen muss man mich nicht“, bringt das Publikum zum Lachen. Knöll hat Feuer, ihre Streitszene mit Wendelin (Er: „Dich erwartet die Hölle an meiner Seite.“ Sie: Gibt ihm eine Watschn.) gehört mit zum Unterhaltsamsten des Abends. Valentin Postlmayr und Luka Vlatković, ersterer Bedienter bei Stromberg und mit dem Mantra: „Er zahlt halt gut“ ausgestattet, zweiterer Bedienter und Pizzabote bei Thurming, komplettieren das Ensemble.

Die Couplets sind hochpolitisch: Luka Vlatković, Thomas Frank und Günter Franzmeier als Nestroy-Boyband. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Die Couplets hat Peter Klien neu getextet und Clemens Wenger neu vertont. Das Musikalische reicht von Tango-Anklängen bis zum sperrigen, schwer zu bewältigenden Rap, der Inhalt ist tagespolitisch brisant, vom Brexit bis zu mangelnden Frauenrechten, von falschen Wahlversprechen bis zur obligatorischen Social-Media-Schelte. Wendelins Aberglauben-Song darf natürlich nicht fehlen, gesungen von Thomas Frank, Claudia Sabitzer und Günther Franzmeier.

Und auch Luka Vlatković greift zum Mikrophon. Am Ende bleiben zwei arme Teufel, Vater und Sohn Pfrim, denen die Freiheit ausgegangen ist, und die ausgegangen sind, um sie wiederzuerlangen. Als Pilger nach Rom wollen sie den Beelzebub abschütteln, werden freilich eingeholt und über ihre Irrtümer aufgeklärt. Das Premierenpublikum im Volkstheater zeigte sich ob Felix Hafners Inszenierung begeistert und dankte mit Jubel und Applaus. Der junge Theatermacher, der am Haus schon mit Thomas Köcks „Isabelle H.“ und Molières „Der Menschenfeind“ überzeugte, setzt mit diesem Abend seinen Erfolgskurs fort.

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  1. 9. 2017

Volkstheater: Der Menschenfeind

März 16, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Leichtfüßig übers Lebenstreppchen

Der Menschenfeind Alceste verachtet die bessere Gesellschaft: Evi Kehrstephan, Birgit Stöger, Kaspar Locher, Nils Rovira-Muñoz, Nadine Quittner, Sebastian Klein und Lukas Holzhausen. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Auch fünfeinhalb Monate nach der Premiere hat Molières „Menschenfeind“ am Volkstheater nichts von seiner Brillanz eingebüßt. Der junge Regisseur Felix Hafner, gerade noch Student am Max-Reinhardt-Seminar, hat sich mit seiner Arbeit „Isabelle H. (geopfert wird immer)“ am Volx fürs große Haus empfohlen – und dort durfte er mit dieser Inszenierung nun erstmals wirken. Der Abend, der ihm gelungen ist, ist einer der besten der bisherigen Intendanz Badora.

Hafner schafft den unmöglichen Spagat, er setzt auf Reduziertheit – eine Showtreppe und die Farben Schwarz, Weiß, Violett (Bühnenbild: Paul Lerchbaumer, Kostüme: Werner Fritz) genügen ihm zur Ausstattung einer ganzen Aufführung – und schafft gerade mit dieser Opulenz, er verordnet seinen Schauspielern Zurückhaltung und lässt sie in dieser umso mehr strahlen. Das „Menschenfeind“-Ensemble agiert in großer Höhe. Man ist mit viel Freude bei der Sache, mit Verve und Energie, man genießt ganz offensichtlich Figuren und Text und Zusammenspiel. Hafner versteht sich exzellent auf Schauspielerführung, er hat mit seinem Darstellerteam mit viel Liebe zum Detail fein ziselierte Charaktere geschaffen. Dazu kommt – der 24-jährige Steirer hat für eine Rolle, für den einen Moment mit ihr mehr Einfälle, als andere in einem ganzen Regisseursleben.

Regisseur Hafner ist ein Mann mit Humor. Das hörte man schon in Schauspielergesprächen. Ergo wählte er die Textfassung, die Frechheit in Versen verpackt von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens, und so geschmeidig der Text, so leichtfüßig turnen die Darsteller durch ihn. Die Inszenierung hat Rhythmus im Blut. In Tanzformation geht’s die Szenerie hinauf und hinab, Rück-Platz-Wechselschritt, also letztlich auf der Stelle tretend, und überall entlang der Showtreppe Champagnerfallen. In diesem Umfeld gilt es nun das Für und Wider von Ehrlichkeit im Zwischenmenschlichen zu ergründen.

Dabei wird gestritten und gefochten, mit spitzen Zungen und hinterhältiger Heuchelei. Ausgerichtet wird immer grad der, der nicht im Raum ist. Die Tratsch- und Klatschgesellschaft versteht sich als Stil(hin)richter, und das hat das Opfer sportlich zu nehmen. Oder als Spaß. Weshalb auch alle ein Dauergrinsen in der Visage tragen. Ist die Oberfläche blank poliert, verleugnet man ganz ungeniert. Hafner brauchte das Stück nicht aus seiner 350 Jahre alten Verankerung lösen, um das klar zu machen, doch hat er mit Bravour das Geistlose in den Zeitgeist übersetzt.

Alceste beleidigt den Dichter Oronte: Lukas Holzhausen und Rainer Galke. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Klatschbase Arsinoé nervt Célimène: Birgit Stöger und Evi Kehrstephan. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Wer mit dieser Menschenmanier naturgemäß nicht umgehen kann, ist der Misanthrop Alceste. Lukas Holzhausen gibt den Bärbeißigen unter Überkandidelten, und beweist sich in seiner Unlust und Abscheu als hochkomödiantisch. Doch auch Alceste hat eine schwache Seite, Célimène heißt sie, von Evi Kehrstephan verkörpert als emanzipierter Wirbelwind, als eine, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Der verbale Schlagabtausch zwischen Holzhausen und Kehrstephan ist naturgemäß das Epizentrum der Inszenierung. Sie sind einer des anderen Antipoden, doch nur Célimène weiß, wie man Alceste schmähstad macht.

Bevölkert wird Célimènes Haushalt von einem skurrilen Völkchen. Kaspar Locher und Nils Rovira-Muñoz spielen die Marquis Acaste und Clitandre, zwei Verehrer Célimènes, sehr zum Missfallen von Alceste. Sebastian Klein ist der um den Hausfrieden bedachte Philinte, Nadine Quittner eine schmollmündige Éliante, Günther Wiederschwinger ein diensteifriger Dubois. Zwei Kabinettstücke gestalten Birgit Stöger und Rainer Galke. Erstere als bigotte Klatschtante Arsinoé die frömmelnde Scheinheiligkeit in Person, deren Wortwechsel mit Célimène in einer Kuchenschlacht endet. Zweiterer als Oronte ein talentloser Lyriker, mit einem von Alceste in der Luft zerrissenen Vortrags seines Werks. Wie er sich sein Dichterdrama mittels Sonett von der Seele greint, da läuft Galke einmal mehr zur Hochform auf.

Am Ende kriegt sich, was zusammengehört. Das Happy End wirkt auch im Publikum, das mit Jubel und großem Applaus für die gelungene Darbietung dankte. Man darf auf die nächsten Arbeiten von Felix Hafner gespannt sein.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=JqNLfdBTsWM

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Wien, 16. 3. 2017

Neu am Volkstheater: Katharina Klar und Christoph Rothenbuchner

März 10, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Spielen in „Isabelle H. (geopfert wird immer)“

Katharina Klar und Christoph Rothenbuchner Bild: © Robert Polster / Volkstheater

Katharina Klar und Christoph Rothenbuchner
Bild: © Robert Polster / Volkstheater

Am 10. März startet das Volkstheater gemeinsam mit dem Max Reinhardt Seminar und den Wiener Wortstaetten das Festival Neues Wiener Volkstheater. In dessen Rahmen wird Thomas Köcks mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnetes Stück „Isabelle H. (geopfert wird immer)“ aufgeführt.

Katharina Klar (mehr: www.volkstheater.at/person/katharina-klar/) und Christoph Rothenbuchner (mehr: www.volkstheater.at/person/christoph-rothenbuchner/) spielen den aus dem Afganistan-Einsatz heimgekehrten Soldaten Daniel C. und eine illegale Immigrantin, die sich nach der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert nennt. Das Verhältnis der beiden, gefangen in einer Schicksalsgemeinschaft, scheint von klaren gesellschaftlichen Vorzeichen geprägt. Doch der traumatisierte Soldat und die eigenwillige Flüchtlingsfrau offenbaren Seiten an sich, die gängige Klischees unterlaufen. Die Machtfrage wird in jeder Situation neu verhandelt. Regie führt Felix Hafner, Student der Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar, Premiere ist am 12. März. Ein Gespräch mit den Darstellern:

MM: „Isabelle H. (geopfert wird immer)“ ist Teil des neuen Festivals Neues Wiener Volkstheater. Was verstehen Sie darunter?

Die beiden lachen. Christoph Rothenbuchner: Entschuldigung, aber diese Frage haben wir uns bei den Proben auch schon gestellt. Ich weiß nicht, ob das Stück genau ins Wiener Volkstheater reinpasst, aber es betrifft das Volk und Wien und es ist neu. Also insofern sind alle drei Aspekte erfüllt.

Katharina Klar: Wir hatten eine Diskussion darüber, dass man den Begriff weit fassen muss. Wir haben uns dann geeinigt, dass es Stücke mit aktuellem Zeitbezug sind, die vielleicht auch etwas mit Wien zu tun haben. Ich habe zum Begriff Volkstheater bisher keine Beziehung, außer, dass unser Theater eben so heißt. Hoffentlich bin ich nach dem Festival klüger. Ich finde die Fragestellung fast ein bisschen künstlich, warum man hier Volkstheater machen sollte. Die Frage nach Relevanz für die Zeit und auch den Ort muss sich Theater sowieso immer stellen.

Rothenbuchner: Und gerade unter einer neuen Intendanz, die mit neuem Konzept und neuer Besetzung kommt. Die Frage ist, wie wir hier Theater machen, nicht ob das Volkstheater ist. Für mich ist eine schöne Nische, die Rote Bar zu bespielen, da kann man sich anders ausdrücken als am großen Haus. Da habe ich letztens etwas gemacht, einen Syrien-Abend, der meiner Meinung nach ins Volkstheater passt. Weil es ein halb aufklärerischer Abend war, ein sinnlicher Aufklärungsabend, simpel und einfach gehalten, das passt für mich in ein Volkstheater.

MM: Ist das eine Qualität dieses Hauses? Die vielen Spielorte, an denen man sich in mehreren Schienen erproben kann? Frau Klar, Sie haben sich in der Roten Bar schon als Autorin und in einem musikalischen Abend gezeigt. Herr Rothenbuchner, wann wird man Sie in Wien als Tänzer sehen?

Rothenbuchner: Nächste Spielzeit, vielleicht.

Klar: Ich hoffe, dass es uns gelingt, die Rote Bar und das Volx/Margareten in der Außenwahrnehmung wieder stärker zu einem Teil des Volkstheaters werden zu lassen. Das ist ein großer Wunsch des Ensembles. Wir hatten in Graz zwei gut funktionierende Nebenspielstätten, die Probebühne und die Ebene 3, und das soll es in Wien auch geben. Wir wollen die beiden Spielorte zum Leben erwecken und nicht immer nur diesen riesigen Kasten bespielen.

Rothenbuchner: Man kann in kleineren Räumen intimer arbeiten, sich anders präsentieren und auch ganz andere Inszenierungen zeigen.

Klar: Bei kleineren Inszenierungen werden ganz andere Risiken eingegangen und das ist etwas, das ich mir sehr wünsche.

Rothenbuchner: Insofern ist, zumindest für mich, die Hoffnung da, dass es nächstes Jahr vielseitiger wird. Und dass es, um Ihre Frage zu beantworten, vielleicht zum Tanzen kommt.

MM: In „Isabelle H.“ geht es um …

Klar: … einen Soldaten und eine Flüchtlingsfrau. Sie verschanzen sich in einer Lagerhalle vor der Polizei, nachdem sie sich zufällig an einer Raststätte kennengelernt haben. Daniel C. hat einen Polizisten erschossen und jetzt überlegen die beiden, wie sie aus der Sache wieder rauskommen. Wie sie weiter vorgehen werden. Wir erfahren sehr viel über Daniel C.s Geschichte, aber weniger über Isabelle H., weil sie das verweigert. Die Figur steigt immer wieder aus der Handlung aus und stellt sie und die ganze Geschichte permanent infrage. Und ihre Rolle als Opfer, weil sie so nicht besetzt sein will.

MM: Wie stellt Thomas Köck das dar?

Rothenbuchner: Nicht als Betroffenheitsstück. Er spielt mit den Ebenen des Theaters und damit, wie Geschichten erzählt werden. Es geht ihm um Rollenzuschreibungen in unserer Gesellschaft und da hat er als Beispiel den Flüchtling gewählt, den man glaubt zu kennen und dem man alles Mögliche zuschreibt. Dazu kommt der psychisch Kranke. Ich finde die Bilder, die Köck findet, teilweise sehr brutal, sehr stark. Aber es ist sicher nicht Betroffenheitstheater.

Klar: Es ist sogar eine Abrechnung damit. Thomas Köck stellt das total infrage, das Einzelschicksal, von dem man sich kurz rühren lässt, bevor man wieder nach Hause geht …

Rothenbuchner (unterbricht): Dagegen verwehre ich mich. Ich möchte den Daniel C. schon als berührendes Schicksal zeigen.

Klar: … Thomas Köck war mal bei einer Probe und hat da erklärt, dass die beiden Charaktere für ihn damals, als er das Stück geschrieben hat, beide für das standen, was eine Gesellschaft ausblendet. Wie für Abgrenzung gesorgt wird und was ausgegrenzt wird. Durch die aktuellen Ereignisse hat aber die Flüchtlingsseite so einen Fokus bekommen, dass sie auch die Gewichtung im Stück verschiebt. Wie werden sehen, ob das interessant ist, oder seltsam.

MM: Sie wollten was sagen?

Rothenbuchner: Nämlich, dass sich auch Daniel C. nicht als Opfer sehen will. Er erzählt seine Geschichte, die von außen betrachtet vielleicht simpel und typisch ist. Deshalb empfinde ich diese Form von Theater auch als Volkstheater, und dieser Geschichtenaufbau funktioniert absolut, da muss man Kitsch und Tragik hernehmen, um zu erzählen und um diese Erzählung wieder brechen zu können. Mich interessiert, dass man sich immer gemütlicher damit abfindet, Opfer zu sein. Mit diesem “Man kann ja nichts machen, Geld haben wir nicht, Zeit auch nicht, was sollen wir also schon groß ausrichten”. Ich merke auch bei mir, dass ich mich mit solchen Argumenten rechtfertige, warum ich das und das nicht tue. Das ist im Grunde eine Opferhaltung. Die Rolle macht mir das Leben einfacher. Alles, was ich mache, ist dadurch legitimiert, dass ich Leid erfahren habe. Und das ist die Rolle, die Isabelle H. ganz klar zugeschrieben wird, und die der Soldat sich über die Theatererzählung einverleibt.

Klar: Das macht Opfersein zu einer begehrten Rolle, weil man in diesem Opferstatus unangreifbar ist. Andererseits wird die Opferrolle ja oft extrem zurückgewiesen. Niemand will Mitleid, wenn’s wirklich schlimm ist, oder?

MM: Das klingt alles so wahnsinnig ernst. So schreibt Thomas Köck doch gar nicht.

Rothenbuchner: Das Publikum wird schon lachen können.

Klar: Das Stück unterläuft sich ja ständig selber. Es gibt sehr viele sehr gut geschriebene Pointen drin. Es wird immer wieder etwas aufgebaut und dann kaputt gemacht, was ja doch meistens witzig ist.

MM: Wie ist das Arbeiten mit Felix Hafner, der im letzten Jahr seines Schauspielregie-Studiums am Max Reinhardt Seminar ist? Während Sie schon fertig und geprüft sind?

Klar: Er ist der erste Regisseur, der jünger ist als ich.

Rothenbuchner: Es ist sehr entspannt. Es gibt einen guten Umgang miteinander. Wir können auch nicht den Mund halten, manchmal, also meistens, und so haben wir oft Spaß.

Klar: Er ist überhaupt sehr humorbegabt, deshalb sind die Proben sehr witzig.

Rothenbuchner: Er ist aber andererseits in aller Ernsthaftigkeit keiner, der einen Vorschlag nicht annimmt, nur weil die Idee nicht von ihm ist.

MM: Wie sind Sie beide Schauspieler geworden?

Klar: Ich bin übers Wiener Kindertheater zum Theater gekommen, eher zufällig damals. Und irgendwie irgendwann wollte ich dann unbedingt Schauspielerin werden.

Rothenbuchner: Ich hatte ein Erlebnis …

Klar: Wirklich, hattest du das? Ich möchte auch so gern erzählen können, das hat mich zur Bühne gebracht, aber so war das bei mir irgendwie nicht.

Rothenbuchner: Doch, das war eine Inszenierung am Wiener Schauspielhaus. Da sind die Zuschauer in Zwanzigergruppen mit je einem Darsteller zum Westbahnhof gezogen und wir waren wie in einer Prozession hinter einer spanischen Schauspielerin her und ich dachte, das ist es. Ich habe dann studiert, ein Jahr, und noch ein Jahr, und dann bin ich ans Theater und dachte, mal schauen, ob mir der Beruf überhaupt gefällt, und jetzt komme ich langsam dorthin, nicht mehr zu sagen, ich will Schauspieler sein, sondern ich bin Schauspieler.

MM: Sie beide sind nun vom Schauspielhaus Graz nach Wien gekommen. Sie sind aber ursprünglich Wiener. Aus Döbling und Floridsdorf. Wie war das Heimkommen in die Stadt?

Klar: Für mich sehr schön. Ich war lange in Graz, weil ich dort auch die Ausbildung gemacht habe, und ich genieße es, jetzt wieder in einer großen Stadt zu sein. Ich hatte erst Befürchtungen, dass das Nachhause kommen eng wird. Aber Wien ist wie eine neue Stadt, in der aber auch Menschen leben, die man schon lange kennt.

MM: Eng wird, im Sinne von: Die Mutti weiß wieder, was man macht?

Klar: Nein, davor habe ich keine Angst, ich bin sehr antiautoritär erzogen. Eng, weil man es aufgibt, ein Doppelleben zu führen. Ich hatte immer in Graz Arbeit, in Wien Urlaub, ein Leben da, ein Leben dort, getrennt, mit verschiedenen Personenkreisen. Ich mochte das auch gern, zwischen zwei Welten zu wechseln, jetzt mischt sich das mehr, aber: läuft.

Rothenbuchner: Ich war davor in Bern, dann Graz. Das war von 126.000 auf 260.000, jetzt sind’s 1,7 Millionen Menschen. Das hat mich anfangs schon geflasht. Ich bin sehr naturverbunden, ich mochte in Graz Mountainbiken, laufen, spazieren gehen, das geht mir in Wien ein bisschen ab. Ich bin halt ein Landei geworden. Aber Großstadt ist schon super. Ich bin extra nicht mehr in den 17., 18. Bezirk gezogen, sondern nach Favoriten, um nicht in alte Denkmuster und Gewohnheiten zu fallen. Ich muss sagen, es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Ich wohn‘ beim Reumannplatz, das ist okay, aber die Distanzen sind enorm … Ich muss mir einfach ein gutes Rad besorgen.

Klar: So groß ist Wien auch wieder nicht. Man kann doch eh nicht durch die Burggasse gehen, ohne zwei Schauspieler zu treffen. Da weiß ich auch nicht, wie lange das gemütlich ist …

MM: Was wollen Sie vom Beruf? Was erwarten Sie sich?

Rothenbuchner: Dass ich ihn mit spannenden Projekten, mit Herausforderungen mein Leben lang ausüben kann. Ohne Angst. Dass ich nichts zum Essen habe. Dass ich ihn verliere. Sag‘ ich jetzt einmal so grad heraus.

Klar: Das Schöne an dem Beruf ist, als Gruppe in einen gemeinsamen Prozess zu gehen und etwas entstehen zu lassen, von dem man nicht weiß, wo es hinführt. Ich hätte gerne, dass das möglichst oft der Fall ist. Dass man ergebnisoffen arbeitet und, dass man wirklich zusammenkommt. Und vielleicht etwas erzählen kann, das für den Zuschauer die Perspektive verschiebt.

MM: Sie sind hier am Haus in zwei Produktionen, „Zu ebener Erde und erster Stock“ und „Romeo und Julia“, denen von der Kritik nicht einstimmig zugejubelt wurde. Wie gehen Sie damit um?

Klar: Es weht hier ein schärferer Wind als in Graz. Was ja auch bis zu einem gewissen Punkt interessant ist. Wir arbeiten daran, Produktionen auch intern gemeinsam auszuwerten. Wir besprechen, was wir von Inszenierungen halten, unabhängig davon wie sie draußen ankommen. Das ist mir sehr wichtig. Mir hilft es, wenn ich weiß, was ich in einer Sache sehe, wenn ich dahinter stehe, dann ist mir ein bisschen egaler, ob sie bei der Presse ankommt oder nicht. Was mich zuletzt geärgert hat, war, dass wir Schauspieler als Opfer eines Regiekonzepts dargestellt wurden. Keiner will das Opfer sein, siehe oben. Und es stimmt auch so nicht. Ich weiß schon, was ich tu.

Rothenbuchner: Ich fühle mich nicht persönlich angegriffen, wenn ein Abend generell verrissen wird. Gut, es steigert jetzt nicht die Motivation oder die Lust so einen Abend zu spielen. Es ist schon ein Dämpfer, es hat eine andere Energie in einer gefeierten Produktion rauszugehen.

Klar: Es macht auch etwas mit der Produktion. Schlechte Kritiken brauchen ein paar Vorstellungen, bis sie aus den Köpfen raus sind. Man kann sich aber nicht nur danach richten. Wichtig ist, in welche Richtung sich das Haus entwickeln soll.

MM: Womit wir wieder bei Neues Wiener Volkstheater wären. Wie bekommt man dazu neues Wiener Publikum? Was hat „Isabelle H.“ einer jungen Zuschauergeneration zu bieten?

Rothenbuchner: Das ist die alte Frage, warum junge Leute wenig ins Theater gehen. Außer in Schülervorstellungen und da sind sie ja quasi gezwungen. So wie meine Freunde, die ich nötige. Wenn ich da ein Patentrezept wüsste … „Isabelle H.“ eröffnet einen Diskurs über die aktuelle Flüchtlingssituation. Das dürfte ja schon mal interessieren.

Klar: Das Stück hat Irritationen zu bieten. Wenn man sich das ansieht, werden viele Fragen offen bleiben. Ich glaube, das ist etwas Gutes. Und ich hoffe auch, man ist gut unterhalten.

Rothenbuchner: Ich würde es mir auf jeden Fall anschauen. Das Schicksal des Daniel C.s allein ist es wert, sich das anzuschauen.

Klar: Ja, ja.

MM: Herr Rothenbuchner, Sie haben am Haus auch ein Projekt Junges Volkstheater im Rahmen der „Spieltriebe“ (mehr: www.volkstheater.at/junges/spieltriebe-die-spielclubs-des-jungen-volkstheaters/).

Rothenbuchner: Genau, „Generationen“, gemeinsam mit Bérénice Hebenstreit. Da machen Menschen um die 17 bis 21 mit Menschen ab 65 gemeinsam Theater. Da ist sehr spannend, wir arbeiten viel über Improvisation und Tanz. Sehr viel geht um die Begegnung, um die Auseinandersetzung miteinander. Es ist schön so viele unterschiedliche Menschen auf der Bühne zu sehen, und deren Freude und Interesse ist so groß, dass ich gar keine Inszenierung bräuchte.Aber wir werden konkret werden und ein Stück unserer Arbeit zeigen, bei einem Festival im Mai. Wir sind sehr entspannt, weil wir so viel Material, so viele Geschichten haben, die wir erzählen können. Der Kurs ist immer am Dienstag. Ein Lichtblick in der Woche.

Klar: Das ist doch ein wunderschöner Abschluss eigentlich.

Rothenbuchner: Ich weiß nicht, ich bin noch nicht zu Ende … Die beiden lachen.

Mehr zum Festival Neues Wiener Volkstheater: www.mottingers-meinung.at/?p=17988

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Wien, 10. 3. 2016