Theater in der Josefstadt: Radetzkymarsch

Mai 17, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die papierene Welt wird in der Luft zerrissen

Freunde im Feld: Florian Teichtmeister als Carl Joseph von Trotta und Alexander Absenger als Rittmeister Tattenbach. Bild: Moritz Schell

Dass man am Dramatisierungsversuch des Joseph-Roth-Romans „Radetzkymarsch“ nur in mal mehr, mal weniger Schönheit scheitern kann, haben schon andere bewiesen. Nun darf sich auch Regisseur Elmar Goerden in diese Riege durchaus illustrer Namen reihen, sein Zugriff auf den Stoff vom Theater in der Josefstadt stolz Uraufführung genannt und gestern ebendort über die Bühne gegangen, seine Inszenierung ein knapp zweistündiges Experiment.

Das lediglich an der Oberfläche des monumentalen Wunderwerks kratzt, aber nie wirklich unter die Haut geht. Was der Aufführung fehlt, ist diese gewisse Tanz-auf-dem-Vulkan-Atmosphäre, mittels der sich Untergang der Habsburger Monarchie und Niedergang der Trotta-Dynastie mischen, wenig weist hier auf den Seelenzwiespalt von dekadenter Lebensführung, Standesdünkel und devoter Pflichterfüllung hin, die der besseren k.u.k.-Gesellschaft schließlich zum Schicksal wurde. Nichts verweist ins Heute, da ein neuer Nationalismus die Länder Europas wie dereinst im Vielvölkerstaat gerade wieder auseinandertreibt.

Goerdens Arbeit ist, wiewohl Carl Joseph von Trotta dem Trunke ja nicht abgeneigt ist, allzu nüchtern. Florian Teichtmeister, den Hausherr Herbert Föttinger bei der Premierenfeier Richtung Burgtheater verabschiedete, zeigt ihn nicht als sensiblen, weichen Charakter, sondern von Beginn weg resignativ, müde, ohne Hoffnung auf ein – in jeder Bedeutung des Wortes – Fortkommen.

Peter Scholz, hier als Kapturak, mit Florian Teichtmeister und Alexander Absenger. Bild: Moritz Schell

Joseph Lorenz als Bezirkshauptmann Franz von Trotta und Florian Teichtmeister. Bild: Moritz Schell

Das mag daran liegen, dass ihm eine schwarzgewandete Parze gleich zu Anfang sein Ende vorhersagt, den tödlichen Treffer beim Wagnis, für seine Kameraden Wasser aus einem Brunnen zu schöpfen. Der Gedanke tut sich auf, ob das Ganze so etwas wie Carl Josephs Albtraum ist, dem er erstaunt zusieht, während ihn die Geister seiner Vergangenheit heimsuchen. Andrea Jonasson gibt die hier androgyn schillernde Figur des Grafen Chojnicki als eine Art mephistophelischen Conférencier, ein Chacun à son Goût umlächelt ihre Lippen, doch wie das Gros der Darsteller wechselt sie zwischen Erzählstimme und ihrer Rolle, beides in ausschließlich Originaltext.

Und in einem Tempo, das so rasch von der Totalen ins tiefste Innere der Figuren zoomt und wieder zurückschnellt, dass einem schwindlig werden könnte. Das ist einer der gelungenen Einfälle Goerdens, wenn auch nicht nagelneu, um die Diskrepanz zwischen Gedachtem und Gesagten zu verdeutlichen. So kommt‘s beispielsweise in einer Abschiedsszene zwischen Bezirkshauptmann und Leutnant Trotta aus dem Off: „Obwohl er sagen wollte: Ich liebe dich, mein Sohn!, sagte er lediglich: Halt dich gut.“

Andrea Jonasson als Graf Chojnicki. Bild: Moritz Schell

In diversen Rollen: Pauline Knof, Alexander Absenger, Alexandra Krismer, Michael König und Oliver Rosskopf. Bild: Moritz Schell

Diesen Franz von Trotta stattet Joseph Lorenz als erstem Leidenden am Mythos des Helden von Solferino mit steifer Oberlippe aus, seine Kaisertreue ist das verkrustete Korsett, das ihm die Atemluft aus dem Körper presst, und Lorenz, ein Meister in der Gestaltung des Altösterreichischen, gelingt es, diese Haltung zu wahren, obwohl er in der schnellen Szenenabfolge de facto nicht viel zum Spielen kommt. Mit Jonasson, Teichtmeister und Lorenz hat es sich auch schon mit der Ausführung nur einer Figur, andere stemmen bis zu fünf Rollen.

Michael König etwa alle Alten, vom verwichenen Stammvater Trotta, der sich per Blick durch seinen Gemälderahmen bemerkbar macht, bis zum sterbenden Diener Jacques, der ihm allerdings zur Nachthemd-Karikatur gerät. Gelungen dafür, apropos: Nachthemd, sein Sekundenauftritt als Kaiser Franz Joseph, den der König nicht als senilen Herrscher zeigt, sondern als einen, der in diskreter Audienz mit Trotta-Lorenz die Angelegenheiten für Trotta-Teichtmeister regelt. Nicht viel mehr als vorbeihuschen auch Pauline Knof als die Geliebten Katharina Slama und Eva Demant, mit beide Mal letalem Ausgang.

Und Alexandra Krismer, die Carl Josephs Nummer drei, Valerie von Taußig, wenigstens etwas groteske Exaltiertheit anzuhaften vermag. Mit Alexander Absenger und Oliver Rosskopf ist sie auch auf diverse Offiziere abonniert, wobei das Trio das militärische Personal in unterschiedlichen Schattierungen von schrill anlegt. Peter Scholz ist erst der jüdische Regimentsarzt Doktor Max Demant, dann Kasinobetreiber Kapturak, bleibt aber in Goerdens Versuchsanordnung in beiden Rollen blass.

Zum papierenen Gesamteindruck passt das Setting von Silvia Merlo und Ulf Stengl, ein mit dem empfindlichen Material ausgekleidetes Gerüst, Stelen einer steril-weißen Welt, die mit Ausbruch des Krieges vom Ensemble in der Luft zerrissen wird. Als wär’s das Synonym einer strahlenden Fassade, die längst am seidenen Faden hing. Immerhin: Ein stimmiges Schlussbild für einen Abend, der den Weitblick in den Abgrund zwar verweigert, aber vom Publikum mit freundlichem Applaus bedankt wurde.

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  1. 5. 2019

Theater in der Josefstadt: Marias Testament

Oktober 1, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Eine Schmerzensmutter erhebt ihre Stimme

Bild: Bo Lahola

Woran sie sich erinnert. Dass ihr die Füße weh taten, weil ihre Schuhe fürs lange Stehen nicht gemacht waren. Dass Männer Würfel spielten. Ein anderer einen Raubvogel im Käfig mit lebendigen Kaninchen fütterte. Dass Volksfeststimmung war. Und an den geschundenen Leib. Fünf Männer mussten ihn festhalten, um die Nägel durch seine Handgelenke schlagen zu können. „Das kann ich bezeugen. Alles andere nicht“, sagt die alte Frau auf der Bühne.

Das Theater in der Josefstadt zeigt als Gastspiel der Hamburger Kammerspiele „Marias Testament“. Regisseur Elmar Goerden hat die Spielfassung des Romans des irischen Autors Colm Tóibín erstellt, Nicole Heesters agiert in dem 90-minütigem Monolog als Maria. Durchaus als Schmerzensmutter erhebt sie ihre Stimme, doch weg geht ihre Schilderung vom späteren Bibelwort, dies niedergeschriebene Dogma, das der Nachwelt mehr zu gelten hat, als Marias mündlich erzählte Wahrheit. Dass man von ihr nur diese zu hören bekommen wird, ist ihr Versprechen schon im ersten Satz.

Das ist problematisch. Maria sitzt fest in Ephesos – ihr dortiges Haus, eine heilige Pilgerstätte gibt es tatsächlich – und wird gewissermaßen bewacht von den Evangelisten Johannes und Markus. Deren Schreibmaschine, neben Thermoskanne und Kofferradio ein dezentes Signal fürs Zeigen von Zeitlosigkeit, steht auf einem langen Küchentisch, bereit Marias abzulegendes Zeugnis auf ihr abzutippen. Doch die entzieht sich, sie hat anderes erlebt, hat es anders erlebt, als man von ihr hören will. Ihre gar nicht christliche Botschaft hat nichts mit der, wie sie sie nennt, „erbaulichen Geschichte“ gemein, die ihre Aufpasser zu verkünden vorhaben. Kartoffel schälend und Staub kehrend zieht sie über die „Nichtsnutze“ her, mit denen ihr Sohn übers Land zog. Seinen Namen kann sie nicht aussprechen, und es ist gerade diese Unmöglichkeit, die Tóibíns Figur übers Heilsbild hinaus zur Mutter aller Gequälten, Gefolterten, Hingerichteten macht. Zu jeder Mutter, die jemals ihr Kind verloren hat.

Schwer auszuhalten ist mitunter, wie die Heesters da berichtet, ihre Stimme dabei tief und kraftvoll; sie ist eine virtuose Erzählerin, mal spöttisch, verächtlich schnaubend, mal wispernd, resignierend innehaltend, oszillierend zwischen Faszination und Abscheu, immer wieder ihre Trauer, ihr Unverständnis über das Geschehene laut hinausschreiend. Marias fassungslose Darlegung des Grauens einer Kreuzigung wird durch Heesters‘ präzise akzentuiertes Sprechen zu einem verbalen Fanal gegen Staatsterror, Gewalt und Machtmissbrauch. Nur dann und wann spricht sie liebevoll über ihren Sohn, dann wird das Licht um sie weicher. Einmal, kurz nur, folgt sie sogar der Ikonografie, wirft sich ihre zerschlissene Schlafdecke wie den blauen Madonnenmantel um. Im Traum, so sie, hätte sie den Toten in ihren Armen und auf dem Schoß gehalten, die daraus herbeigekünstelte Pietà wird ihr von den Aposteln regelrecht aufgezwungen. Über deren Kult um die unbefleckte Empfängnis – immer noch hält sie in ihrer Stube einen Stuhl für ihren geliebten Mann Josef frei – kann sie nicht einmal lachen.

Bild: Bo Lahola

Überhaupt, sie verachtet sie, die sogenannten Jünger. Die meiste Zeit ärgert sich diese Maria über die hysterische Meute. Und den in ihren Augen selbsternannten Erlöser. Ihr Sohn, seine „gestelzte“ Sprache, sind ihr fremd geworden, er weist sie von sich, als sie, von Verwandten über geheime Aktivitäten gegen ihn informiert, sein Leben retten will. Entgegen der Bildung des Mythos rund um ihn legt sie ihr weltlich-mütterliches Bekenntnis ab.

Dem Wunder der Hochzeit von Kana misstraut sie wie einem Trickbetrug, die Erweckung des Lazarus ist für sie ein billiger Effekt, vor allem aber eine Peinigung desselben, musste er danach doch ein zweites Mal das Sterben durchleiden. „Niemand sollte sich am Tod zu schaffen machen“, kommentiert sie diese Inszenierungen für (Leicht?-)Gläubige. „Wunder“ ist für sie kein gesellschaftliches Event. Über die historische Maria ist so gut wie nichts bekannt, im Neuen Testament wird ihr nur eine passive Rolle zuerkannt. „Marias Testament“ ist also als Resonanzraum für Hinterfragungen der christlichen Heilslehre bestens geeignet. Goerden setzt auf ein diese kennendes Publikum, das gekommen ist, seinem Bühnentext mit eigenen kritischen Standpunkten, mit Emotionen auch, zu begegnen. Eine Überlegung, die im „protestantischen“ Hamburg aufging, wie sie im „katholischen“ Wien aufgeht.

Am Ende, gesteht Maria, sei sie vor dem Ende geflohen, nachdem sie viele Stunden vor ihrem sterbenden Sohn gestanden habe, einen versteckten Pfad hinunter, hinein in ein bereitstehendes Boot. Dafür schämt sie sich, ja. Nun ist sie Flüchtling. Und Verfolgte. Und am meisten nerven sie die Menschen, die ihr die Kreuzigung als Erlösung für die Allgemeinheit anpreisen. Als deren Errettung. „Das war es nicht wert“, sagt Maria darauf bei Tóibín. Goerden und seine Grande Dame Heesters haben diesen Schluss gegen ein „Das ist sie nicht wert“ getauscht. Zwei Worte nur, die aber Milderung bringen, stellen die beiden doch damit nicht mehr Jesus‘ Handlung infrage, sondern eine Welt, die sein Opfer nicht verdient hat.

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  1. 10. 2018

Theater in der Josefstadt: Die Verdammten

November 11, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Familienbande beim Machtspiel

Die neuen Zeiten fordern die Alten als Opfer: Heribert Sasse (M.) als Joachim von Essenbeck mit Meo Wulf, Bettina Hauenschild, André Pohl, Peter Scholz, Peter Kremer und Raphael von Bargen. Bild: Erich Reismann

Die neuen Zeiten fordern die Alten als Opfer: Heribert Sasse (M.) als Joachim von Essenbeck mit Meo Wulf, Bettina Hauenschild, André Pohl, Peter Scholz, Peter Kremer und Raphael von Bargen. Bild: Erich Reismann

Regisseur Elmar Goerden zeigt an der Josefstadt seine Interpretation von Viscontis „Die Verdammten“, und, dass diese Inszenierung wie mit spitzen Nadeln unter die Haut fährt, zeigte sich beim begeisterten Schlussapplaus, bei dem Andrea Jonasson minutenlang darum rang aus ihrer Rolle zurück in die Realität zu kommen.

Da hatte ihre Sophie von Essenbeck die Vergewaltigung durch und die Eheschließung mit dem eigenen Sohn und schließlich ihr Leben gerade hinter sich gebracht, die Grande Dame des Theaters von dieser Szene schwer gebeutelt, tat sich doch da für sie eine völlig neue Dimension menschlicher Abgründe auf – und natürlich gelang der Jonasson die Darstellung dieser Fallstudie, dieses Sündenfalls mit Bravour.

So wie sie freilich der Fluchtpunkt des Abends ist, hat Goerden mit dem ganzen Ensemble präzise und mit Hingabe ans Detail an den Figuren gearbeitet, hat mit ihm prägnante Charaktere entworfen; allen voran der eben erst für den Nachwuchs-Nestroy nominiert gewesene Meo Wulf, seit dieser Saison Ensemblemitglied am Haus, ist ganz fabelhaft. An seinem Günther von Essenbeck erklären sich Goerdens Intentionen glasklar, er wird dort deutlich, wo Visconti 1969 nur andeutete, ist deshalb nicht weniger subtil, wenn’s um politische bis sexuelle Vorlieben geht, aber aggressiver, wenn er die Familienbande beim Machtspiel abbildet.

Ein paar Anachronismen legen darüber hinaus dar, worum’s hier geht, Haltung bewahren, Stellung beziehen in Tagen wie diesen; Goerden porträtiert eine innerlich verwahrloste Industrie-Aristokratie, die Aushöhlung eines altgedienten, ausgedienten Anstands, dem die Stunde mit der der Parteiaufsteiger und ihrer Wirtschaftsmetzen schlägt. So wird ihm dieser Teil von Viscontis Deutscher Trilogie zur irrwitzig eleganten Totenfeier, ein Requiem auf Ehrlichkeit und Ehrenhaftigkeit, nun wo die Mörder der Ehre die Treue schworen. Auch das ästhetisch reduzierte Bühnenbild von Silvia Merlo und Ulf Stengl, letzterer besorgte die Textfassung, atmet Eiseskälte, das einzige, das in dieser Atmosphäre brennt ist der Hass, der alle um- und antreibt. Und der Reichstag. Im Februar 1933 entscheiden sich die Schicksale, im kleineren Rahmen der Bühne geschieht all das, was sich im Großen tatsächlich ereignete, bis hin zum Kampf der SS gegen die SA, bis hin zur „Nacht der langen Messer“. Der Krupp-Clan diente Visconti als Beispiel für seine von Essenbecks.

Der Clan ist groß. Der regierende Familienpatriarch ist der neuen Generation und ihren Plänen, sich der Führung des „Führers“ zu überantworten, im Weg. Er wird beseitigt. Es beginnt ein Hauen und Stechen, die Witwe des ältesten Sohnes will ihren Geliebten in Amt und Würden wissen, der zweitälteste Sohn dagegen seinen Sprössling, der Ehemann der Tochter ist strikter Nazigegner und wird mit seiner Familie flüchten müssen. Und mitten drin der Cousin, ein SS-Mann, der die Fäden zieht, die den vermeintlichen Machern längst aus den Händen geglitten sind. Wie in den Shakespeare’schen Königsdramen, in denen immer der, der die oberste Stufe zur Regentschaft erklommen hat, fallen muss, so ist es auch hier. Jeder neue Anwärter auf den Vorstandsdirektorenthron verheddert sich noch mehr im Fangnetz des Nationalsozialismus, die Gefälligkeiten, die Berlin gewährt sind allzu verlockend, bis dem letzten zwar als Alleinherrscher das Firmenimperium überschrieben wird, er sich aber im schwarzen Dienstrock dem Dritten Reich verschrieben hat.

Der Handlanger wird Herrenmensch: André Pohl als Friedrich Bruckmann und Andrea Jonasson als Sophie von Essenbeck. Bild: Erich Reismann

Der Handlanger will Herrenmensch werden: André Pohl als Friedrich Bruckmann und Andrea Jonasson als Sophie von Essenbeck. Bild: Erich Reismann

Die neckischen Spielchen kosten mehr als ein Leben: Meo Wulf als Günther und Alexander Absenger als Martin von Essenbeck. Bild: Erich Reismann

Die neckischen Jungsspielchen kosten Günther das Leben: Meo Wulf und Alexander Absenger als Martin von Essenbeck. Bild: Erich Reismann

Das gesamte Ensemble agiert exzellent. Andrea Jonasson überzeugt als die ihren Sohn Martin inzestuös begluckenden Witwe Sophie von Essenbeck, zu deren Zuckerbrot-und-Peitsche-Prinzip der Griff in den Schritt ebenso gehört, wie die täglichen Demütigungen. Beide Erziehungsmethoden wendet sie auch bei ihrem Geliebten an, André Pohl im verbiesterten Buchhaltermodus als Friedrich Bruckmann, der versucht, sich aus der Handlangerhaltung zum Herrenmenschen aufzubäumen. Pohl gestaltet Bruckmann als die Art Bürokrat, wie sie dem NS-Regime die Mittel und Wege für ihren Massenmord lieferten, er bleibt ein spröder Unsympath bis zum Ende. Sophies Mittel zum Zweck.

Im Gegensatz dazu ist Alexander Absenger als Sophies Sohn Martin von Essenbeck die Süffisanz im Smoking. So er denn einen trägt. Absenger hat es in seiner ersten großen Rolle an der Josefstadt gleich mit der ersten großen Rolle von Viscontis Muse Helmut Berger zu tun, eine Aufgabe, die ihm großartig gelingt. Er hat sich ein eigenes androgynes Flair angeeignet, ist weniger elegisch diabolisch, als vielmehr lauthals entgleisend, die feine Gesellschaft mit seinen Eskapaden brüskierend, doch in den Augen glimmt neben der Lust auf die Lust von Beginn an die auf die Macht. Seine starke Performance krönt Absenger mit der wohl berühmtesten Szene, der Parodie auf Marlene Dietrichs „Blauen Engel“ Lola, die er in Straps und Zylinder wie ein Boxer im Ring um sich schlagend und zu einem Schlagzeugsolo bestreitet.

Ein Opfer dieser Zeitvertreibe, das Mädchen Lisa kommt bei Goerden nicht vor, wird sein Cousin Günther, der zwischen der Ausstellung seiner homosexuellen Neigungen durch Martin und den Terrormethoden, mit denen ihn sein Vater Konstantin ins Unternehmen treiben will, aufgerieben wird.

Meo Wulf macht sich mit seiner Darstellung des Günther zu einem der Hauptdarsteller, jedenfalls zum Sympathieträger für die Emotionen der Zuschauer, er macht aus Günther einen sensiblen, musisch hochbegabten jungen Mann, ein Schaf im Wolfrudel, einen Schöngeist, der sich dem Sarkasmus ergibt, bevor er sich schließlich – anders als im Film, wo seinem „jungen, puren, absoluten Hass“ die große Zukunft prophezeit wird – aufgibt. Heribert Sasse brilliert als gemütliches, gutgelauntes Clanoberhaupt Joachim von Essenbeck, der beides gerade so lange ist, wie es nach seinen Wünschen geht. Er ist ein letzter Vertreter und Verfechter der alten Ordnung, und Sasse gestaltet ihn ergo als einen, der im Gestern lebt, einen, der nie über den „Heldentod“ seines ältesten Sohnes hinweggekommen ist, leicht senil, aber kaisertreu. Peter Kremer ist als Günthers wütender, enttäuschter, später von der Verwandtschaft abservierter Vater Konstantin zu sehen.

Und so wie dieser SA-Mitglied, ist Wolf von Aschenbach SS-Hauptsturmführer. Raphael von Bargen gibt diesem kaltschnäuzigen Intriganten, der den aufkommenden Weltenbrand lapidar kommentiert, Profil. Wie von Bargen den charmant herumtollenden „Onkel“ für die Thallmann-Mädchen gibt, während er für deren Eltern – Peter Scholz und Bettina Hauenschild, die, mit einem weißen Lavoir in der Villa unterwegs, die Familie im Wortsinn reinwaschen will – schon den Transport ins KZ Dachau organisiert, das ist Schauspielerei vom Feinsten. Mit den Mädchen wird er auch, als Ersatz für die Massakerszene am Weissee, Hans Baumanns Ode an den Wahnsinn singen. „Es zittern die morschen Knochen“ als Kinderlied. Als Einladung an den nächsten Jahrgang. Es ist gruselig. Schon wieder. Denn heute, da hört uns … und morgen …?

Trailer: www.youtube.com/watch?v=AhF_HhMgE_c

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Wien, 11. 11. 2016

Theater in der Josefstadt: „Vor dem Ruhestand“

September 6, 2013 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Seelenstriptease, der unter die Haut geht

Sona MacDonald (Clara), Michael Mendl (Rudolf Höller), Nicole Heesters (Vera) Bild: © Erich Reismann

Sona MacDonald (Clara), Michael Mendl (Rudolf Höller), Nicole Heesters (Vera)
Bild: © Erich Reismann

Welch ein Trio Infernal, diese höchst lebendigen Gespenster der Vergangenheit. Welch furchterregend grausames Spiel gegenseitiger Demütigungen. Ein entstellter Witz um geschwisterliche Eifersucht, ein Inzest im Rausch, ein Seelenstriptease dreier großartiger Darsteller, der unter die Haut fährt. Und über allem Thomas Bernhard, Österreichs penibelster Leichen-im-Keller-Beschauer, ein seziermesserscharfer Menschenkenner, dessen Klinge immer noch am Geschwür der Nation operiert.

Das Theater in der Josefstadt eröffnete die neue Saison mit Bernhards „Vor dem Ruhestand“. Elmar Goerden inszenierte die „Komödie“ um den Gerichtspräsidenten und Ex-SS-Offizier Rudolf Höller, der mit seinen beiden Schwestern alljährlich am 7. Oktober Heinrich Himmlers Geburtstag feiert. Geheim, aber in Uniform. Himmler, ein Götze in Schwarz, Wahlspruch: „Mehr sein als scheinen“. Ja. In Verkleidung unterwegs in einem Flüchtlingsstrom, fiel er wegen schlecht gefälschter Papiere der britischen Militärpolizei auf und beging schließlich Selbstmord mit einer Zyankalikapsel, die er in einer Zahnlücke versteckt hatte. Vom Vollstrecker zum Verstecker. Doch das ist nicht Höllers Himmler. Naturgemäß … Goerden hat sich für seine bemerkenswerte Arbeit mit exzellenten Schauspielern umgeben: Michael Mendl, Nicole Heesters und Sona MacDonald. Nicht Kollegen, sondern langjährige Freunde – was dem Abend eine besondere Intimität, eine neue Note verleiht. Eine, die auf  Teile des Publikums verstörend wirkte. Denn Goerden, wie stets mit feiner Hand bei der Sache, zeigt keine „Monster“ in Übergröße, Figuren, wie sie von Prater-Geisterbahnen herunterbaumeln. Er hat kein „Achtung, Nazis!“- Taferl aufgestellt. Er zeigt einfach Menschen, Bernhardisch beinhard und berührend, die Banalität des Bösen (um Hannah Arendt zu bemühen), die den Verwaltungsmassenmord für ihr gutes deutsches Recht halten. Thomas Bernhard orientierte sich1979 am realen Fall des Marinerichters und späteren Ministerpräsidenten Hans Karl Filbinger …

In Goerdens Regie ist dieses oft gesehene Stück kein Ein-Personen-Text mit zwei Stichwortgeberinnen mehr. Im Gegenteil: Die Frauen haben das Sagen beziehungsweise das Nicht-Sagen. Nicole Heesters als Vera changiert subtil zwischen zynisch, eiskalt, bösartig und enthusiastischer, unterwürfiger Verehrerin (mit falscher Kranzlfrisur) ihres Geliebten/Bruders. Sona MacDonald, die rollstuhlfahrende Clara, ist die zersetzende, „familienmordende“ Andersdenkerin. Sie, die so gut wie keine Sätze sagt, ist beredt mit Mimik und Gestik. Wenn sie die Hände emporhebt, will sie ihre Geschwister umarmen oder erwürgen? Mit hämischem Lachen verfolgt sie die Vorbereitungen fürs Fest – und doch spiegelt sich in ihrem Gesicht die Angst vor der KZ-Jacke, die im irren Rollenspiel ihr „Kostüm“ ist. Nicht umsonst sagt „Vera“ Heesters „Clara“ MacDonald “ ist „die Stärkste von uns allen“. Bravo! Und dann Michael Mendl: Der Filmstar und Bernhard-Debütant ist die nuancierte Niedertracht per se. Kasperl und Krokodil in einer Person. Kommt nach Hause als alter, griesgrämiger Mann, mit einem Bein schon in der Pension, dem Vera den Hämorrhoidensitzring hinterherträgt, verwandelt sich je mehr die Sektflaschen sich leeren und die Stimmung sich hebt in ein gefährliches, weil bewaffnetes Raubtier. Ein Leidtragender der Umstände, weil DIE große Idee nicht verstanden wurde. Kurt Sowinetz‘ Liedzeile: „Heimat bist du großer Väter/Lauter Opfer, kane Täter“ kommt einem in den Sinn.

Elmar Goerden gelang eine sehenswerte Interpretation von Bernhards vielschichtigem Werk. So bemerkenswert, weil sie wie beiläufig passiert. „Irgendetwas zieht sich zusammen, ganz in unserem Sinne“, sagt Höller, bevor ihn sein Herz holt. Darauf muss man ein Auge haben.

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Trailer: www.youtube.com/watch?v=xsmC4q6fJ00&feature=player_embedded#t=33

www.mottingers-meinung.at/michael-mendl-im-gesprach/

Wien, 6. 9. 2013

Michael Mendl im Gespräch

September 3, 2013 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

„Vor dem Ruhestand“ an der Josefstadt

Sona MacDonald (Clara), Michael Mendl (Rudolf Höller), Nicole Heesters (Vera) Bild: © Erich Reismann

Sona MacDonald (Clara), Michael Mendl (Rudolf Höller), Nicole Heesters (Vera)
Bild: © Erich Reismann

Der charismatische deutsche Filmstar Michael Mendl unterbricht seine Kamerakarriere und gibt nach 20 Jahren ein Comeback auf der Bühne im Theater in der Josefstadt in einer großen, fordernden Thomas-Bernhard-Rolle. In „Vor dem Ruhestand“ spielt Mendl den ehemaligen und bis heute überzeugten SS-Offizier Rudolf Höller, der es im Nachkriegsdeutschland zum Gerichtspräsidenten gebracht hat und jedes Jahr am 7. Oktober hinter versperrten Türen seine SS-Uniform anzieht und mit seinen beiden Schwestern Heinrich Himmlers Geburtstag feiert.Seine Partnerinnen: Nicole Heesters und Sona MacDonald. Regie führt – wie schon beim großartigen „John Gabriel Borkman“ – Elmar Goerden

Premiere ist am  5. September.

Ein Gespräch mit Michael Mendl:

MM: Herr Mendl, in Österreich sind Sie vor allem durch Film und Fernsehen bekannt. Ihre Karriere begann aber am Theater; Sie wurden erst mit 45 Jahren als „Kameragesicht“ entdeckt. Nun ein Bühnencomeback an der Josefstadt – warum?

Michael Mendl: Da kamen verschiedene Dinge zusammen. Es stimmt, ich habe 20 Jahre nicht mehr Theater gespielt – und von denen hat Elmar Goerden zehn an mir rumgebaggert. Aber es passte irgendwie nie. Entweder das Stück, oder ich hatte Dreharbeiten. Und dann kam Elmar mit diesem Wahnsinnsstück von Bernhard: „Vor dem Ruhestand“. Ich war nach dem ersten Lesen entsetzt, fragte mich, will ich das Monster Rudolf Höller in meine Seele lassen. Ein Grund zuzusagen war, dass ich beide Kolleginnen, mit denen ich auf der Bühne stehe, Nicole Heesters und Sona MacDonald schon lange kenne. Ich habe Nicole 1965  an der Josefstadt kennen gelernt. Wir hatten dann eine Leseprobe, die sehr gut lief, und darauf habe ich Ja gesagt.

MM: Sie haben also lange überlegt, bis Sie die Rolle angenommen haben. Das Stück wurde 1979 von Peymann in Stuttgart uraufgeführt, wo Sie auch Eichmann und Oppenheimer gespielt haben. Jetzt den Höller – ein Scheusal, das man nach der Probe nicht einfach „abwaschen“ kann?

Mendl: Ja, das geht schwer. Die Figur Eichmann beispielsweise erschien mir immer wieder in Albträumen. Das ist mir mit dem Höller noch nicht  passiert – Gott sei Dank.

MM: Höller wird von Schauspielern oft als Polterer, „Folterer“ seiner Schwester Clara dargestellt. Sie sind mir als einer bekannt, der feinnervig den Nerv trifft. Wie werden Sie Ihren Höller anlegen? Hintergründig?

Mendl: Vordergründig! Mit seiner und meiner Fantasie mannigfaltig ausgestaltet. Als kleines Würstchen, als Macho, Angeber, Aufschneider, Zyniker, Peiniger, als alten versteinerten Mann. Ich möchte die Farbpalette großzügig benutzen, facettenreich sein. Das ist eine finstere Komödie, die Bernhard da geschrieben hat. Ich habe noch nie so viel gelacht bei Proben. Weil die Figuren so unverschämt, solche Monster sind.

MM: Sie haben schon angedeutet, dass Sie mit Ihren Bühnenschwestern eine lange Kollegenschaft verbindet …

Mendl: Mit Nicole Heesters über zahlreiche Filmprojekte. Mit Sona MacDonald ist am Residenztheater München eine Theaterfreundschaft entstanden. Man könnte so ein Stück auch nicht spielen, wenn man sich nicht nahe steht; es ist ja auch sehr intim als Familien-, als Inzestgeschichte. Da muss man sich auf die anderen 200-prozentig verlassen können. Wir kamen unlängst von einer Probe, da sagte Sona: „Wir drei sind wirklich Geschwister.“ Deshalb habe ich so eine Freude an dieser Arbeit.

MM: Ich habe mich durch Ihre Vita gearbeitet, doch keinen Thomas Bernhard darin gefunden.

Mendl: Ich bin Bernhard-Debütant. Und mittlerweile begeistert. Beim Spielen dieser Situationen, da wird gelogen, verschoben, das ist so mannigfaltig, so zum Fürchten, dass man sich das antut – ich bin immer noch nicht fertig mit dem Ausloten der Möglichkeiten dieses Trio Infernal. Das ist mir bei anderen Autoren noch nie so vorgekommen.

MM: Ihr Adoptivvater Ernst war Österreicher, Sie haben auch die österreichische Staatsbürgerschaft, haben kurz in Wien studiert. Was sagen Sie zur hiesigen Mentalität, zu denen, die sich so gerne hinter dem „Anschluss“ verstecken?

Mendl: Bernhard hat das Stück ja über Deutschland geschrieben, er hatte den Marinerichter und späteren Ministerpräsidenten Hans Karl Filbinger im Visier. Das ist die Schmierseife für den Stoff. Also eigentlich war Stuttgart gemeint, nicht Wien. Aber: Wie sich die Bilder gleichen. Auch hier gab es genug Ewiggestrige, die noch lange in ihren Ämtern saßen. Für mich ist „Vor dem Ruhestand“ aber kein Stück über das Nazitum, über die NSDAP, sondern über das Ungeheuer, das Ungeheure, das in uns allen schlummert und das man nur aufzurufen braucht. Eine Geschichte sozusagen, die bei Kain und Abel beginnt. Und bei Höller (auch noch nicht) endet, der sich darüber lustig macht, dass er nach Jahren des Versteckens in einem Kellerloch wieder eine Enklave des Schreckens errichten konnte – und sich noch einbildet, er hat das Recht, das zu tun, so sein zu dürfen.

MM: Es gibt aber nicht nur Ewiggestrige, sondern auch „neue Gestrige“. Faschistisches Gedankengut ist von Norwegen über Deutschland bis Ungarn wieder da. Die Neonazis marschieren. Worin liegt die Anziehung?

Mendl: Wenn ich darauf eine Antwort hätte, könnte ich dagegen antreten. Ich weiß nur, dass wir verdammtes Glück haben, in Europa keinen Krieg zu haben. Krieg ist nie eine Lösung, nie eine „Endlösung“. So „unbefangen“ wie Bernhard seine Figuren darüber reden und streiten lässt, so wollen wir auch, dass das Publikum selber darüber nachdenkt. Wenn wir das hinkriegen, ist es toll. Mein Vater Ernst sagte immer: Wenn die Geschichte nicht koscher ist, sollte man sie lachhaft machen. Dass andererseits die deutsche Justiz sich aufgrund des Grundrechts nicht traut, eine gewisse Partei zu verbieten, ist empörend. Haben die keine Courage vor etwas Revolutionärem? Die Anziehungskraft von Hassideologien und den Ruf nach einem „starken Mann“ – den’s aber nicht gibt -, hat man doch allerorts. Aktuelles Beispiel: Syrien. Ein Einzelner wird unweigerlich zum Diktator. Nur gesellschaftliche Moral, Zusammenhalt und das ständige, tägliche Bemühen um Demokratie können da gegensteuern.

MM: Sie sind einer der weniger Charakterköpfe unter den Schauspielern, der Gute wie Böse, Tragödie wie Komödie oder Groteske spielt. Ein bevorzugtes Genre?

Mendl: Ja, einen Menschen darzustellen. Ansonsten will ich so vielseitig wie möglich sein. Mein Lebensmotto ist von Bert Brecht „Von der Kindsmörderin Marie Farrar“: „Doch ihr, ich bitte euch, wollt nich in Zorn verfallen/Denn alle Kreatur braucht Hilf von allen.“ Ein Satz gegen Intoleranz, nach dem ich versuche auch mein privates Leben zu gestalten.

MM: Nachdem Elmar Goerden Sie so lange umworben hat, wie geht’s Ihnen nun mit der Arbeit mit ihm?

Mendl: Wunderbar. In Elmar habe ich DEN Partner gefunden, wir schmieden auch schon Pläne für die nächste Saison am Haus. Die gemeinsame Arbeit wird sich fortsetzen. Ich habe noch nie einen so toleranten Menschen gefunden, der selber erwachsen ist und seine Schauspieler als Erwachsene akzeptiert. Da treffen sich im künstlerischen Prozess vier Gleichberechtigte. Vier auf Augenhöhe. Als Schauspieler vermiete ich ja mein Leben, da will ich nicht geknechtet werden, da will ich, dass man demokratisch miteinander umgeht. Und das ist hier der Fall.

MM: Sie werden jetzt längere Zeit in Wien sein. Wie werden Sie Ihren Aufenthalt genießen?

Mendl: Ich werde tagsüber durch die Stadt streifen, die ich zuletzt vor fast 50 Jahren sah, und sie neu erleben. So viel inhalieren, wie’s nur geht. Wie positiv sich hier alles verändert hat. Ich werde zwischendurch aber auch nach Berlin fliegen – zum Strümpfe stopfen. Und Ende September drehe ich in Borneo einen Dokumentarfilm über das Abholzen der Regenwälder und was das für die Orang Utans bedeutet. Ich engagiere mich sehr für dieses Thema, mache in Deutschland auch regelmäßig „Regenwald-Nächte“, um Geld zu sammeln. Wir sind derzeit in Verhandlungen mit Holzfällergesellschaften, um 1000 Hektar Regenwald auf 50 Jahre zu pachten. Ich hoffe, das gelingt.

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www.startnext.de/regenwald

Wien, 3. 9. 2013