aktionstheater ensemble: Wie geht es weiter – Die gelähmte Zivilgesellschaft

Juni 13, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Alles ein Riesenthema bei uns

Michaela Bilgeri als professionelle Pflegeheimstreichlerin; mit Andreas Jähnert, Fabian Schiffkorn, Benjamin Vanyek, Thomas Kolle und Maria Fliri. Bild: Gerhard Breitwieser

Genug ist genug. Das muss Michaela Bilgeri eingangs kurz festhalten. Und mit dem nächsten Atemzug zugeben, dass, wann immer sie sich das sagt, sie denkt – ein bissl was ginge noch … Mit derart viel Verve, Wahnsinn und Wollust, wie hier die Bilgeri, muss man sich erst einmal auf eine Spielfläche stellen und „davon“ erzählen, denn, nein, ihr geht es nicht etwa um Innenpolitik, sondern eher Innenschau, sprich: Selbstbefriedigung. „Bis ich 23 war, habe ich nie masturbiert,“ erklärt sie.

Und auch den nützlichen Ersatzeinsatz des Turnseils in der Schulsporthalle. Die schnelle Eingreiftruppe für so messerscharfe wie amüsante wie empathische Daseinsanalysen macht dieser Tage Station im Wiener Werk X. Zum sagenhaften 30-Jahr-Jubiläum hat Martin Gruber mit seinem aktionstheater ensemble die Inszenierung „Wie geht es weiter – Die gelähmte Zivilgesellschaft“ erarbeitet, zustande gekommen wie stets als die Essenz von Erlebtem und Erfühltem seiner Darsteller, diesmal Michaela Bilgeri, Maria Fliri, Andreas Jähnert, Thomas Kolle, Fabian Schiffkorn und Benjamin Vanyek. Die nun da stehen, die weiße Weste, äh Wäsche, nicht ganz sauber, darüber können auch die Spitzenshirts und die Sneakersöckchen nicht hinwegtäuschen, um zu berichten, dass es gegen ein übermächtiges, unübersichtliches Draußen wohl besser sei, man bleibe ganz drin bei sich.

So wohl lässt sich der aktionstheater’sche Ansatz interpretieren, die Generation nach BoBo zu zeigen, die Bohemian Bourgeois, die ihren Kindern wenig mitgegeben hat, außer Sinn für Stil und reflektierten Spaß am Konsum. Wenn auch die Fridays For Future Hoffnung schöpfen lassen, aber wie Bilgeri, die professionelle Pflegeheimstreichlerin, die gern zeigt, wie’s geht, aufzählt, was alles anliegt, „Umweltschutz ist ein Riesenthema bei uns. Soziale Gerechtigkeit ist ein Riesenthema bei uns. Afrika ist ein Riesenthema bei uns …“, ist nur menschlich, dass aus dem Schöpfen allzu schnell ein Erschöpfen werden kann. Zwischen diesen Polen mäandert die Produktion. Den Stimmungen nachzuspüren, die zum Status Quo geführt haben, und als solche eine Metapher mit hohem Wieder- und Selbsterkennungswert, mit Übertragungsmöglichkeit auf die EU, das Nord-Süd-Gefälle und den Culture Clash zu sein.

Wut im Wohnungsamt: Benjamin Vanyek; mit Andreas Jähnert, Fabian Schiffkorn, Thomas Kolle und Michaela Bilgeri. Bild: Gerhard Breitwieser

Über Selbstbefriedigung am Turnseil: Michaela Bilgeri mit Benjamin Vanyek und Thomas Kolle. Bild: Gerhard Breitwieser

Verhandelt werden: Der Groll aufs weltverbesserische Kaufverhalten, weil Noisetteschokolade allemal besser schmeckt als Fairtrade, wie Benjamin Vanyek erbittert kauend unter Beweis stellt. Die schöne österreichische Kultur, für die sich sogar die Söckchen in Ballettschuhe verzaubern. Die Vorteile des Ballen- gegenüber des Fersengangs, den Andreas Jähnert vorführt. Versus Maria Fliris kämpferischem Ruf nach „Jetzt erst recht! Neuer Stil! Hula Hoop!“ und Fabian Schiffkorns ängstlicher Frage nach dem Verbleib der Mitte.

Das träge Volk, wie’s neuerdings gern genannt wird, in Hinblick auf das Wahl- davor, hat sich scheint’s auf Nebenschauplätzen eingerichtet. Setzt auf Selbstbespiegelung statt Zivilcourage, und wunderbar ist es, wie Thomas Kolle staubt, klopft ihm einer auf den Rücken. Zack! Zack! Zack! hat er Lösungen parat. Ein spitzbübisches Rich Kid, das seine Eltern zu immensen Ausgaben veranlasst. Im gewollten Dunkel bleibt der fulminante Sänger Pete Simpson, eine Fleisch gewordene Paraphrase aufs Gesagte, einer durchkomponierten Textcollage, die Sprache zu Melodie und Rhythmus eint, Simpson, der mit seiner R’n’B-Stimme Schuberts „Nacht und Träume“ interpretiert.

Und der in den Höhen betörend sphärisch nach Jimmy Somerville klingt. Definitiv ist der gebürtige Brite ein Highlight des Ganzen. „Alle tun so, als würden sie etwas tun, aber sie tun es nicht“, ist der Fazitsatz der Uraufführung. Für die Gruber auch diesmal minimalistische Bewegungschoreographien erdacht hat, angedeutete Tanzschritte, unterstützt durch ein Spiel mit Autoreifen, das die insistierende Wiederholung von Phrasen und Behauptungen begleitet. „Wie geht es weiter“ ist nach den Worten Martin Grubers „der Versuch, eine Gesellschaft zwischen Saturiertheit und Prekariat zu skizzieren, deren Leidensdruck noch zu gering ist, um gegen gefährlich infantilen Rechtspopulismus und Nationalismus aufzubegehren“. Im Gespräch mit mottingers-meinung.at fordert er den „Mut, ein Drittes zu denken“: „Nicht Ideologien, sondern Haltung wird uns weiterbringen“ (das ganze Interview: www.mottingers-meinung.at/?p=30322).

Reifenchoreografie mit Noisettegeschmack: Thomas Kolle, Andreas Jähnert, Fabian Schiffkorn, Maria Fliri, Michaela Bilgeri und Benjamin Vanyek. Bild: Gerhard Breitwieser

In diese Atmosphäre versetzt Gruber mit der eindrücklichsten Szene des Abends, Stichwort: heißes Eisen Immobilienmarkt. Während also Maria Fliri als Hausbesitzerin über das Unbill eines solchen jammert, ihr Scheitern an unbeschädigt weißen Sockelleisten eine einzige linksliberale Wohlstandsverirrung, versucht Benjamin Vanyek seiner Delogierung dadurch zu entrinnen, dass er ihr den Mietvertrag für eine ihrer leerstehenden Wohnungen abschwatzt. Vergebens.

Da wandelt sich der Akteur in einer Erinnerungssequenz in seine Mutter und anverwandelt sich deren breites Wienerisch. Auch sie war in der Situation, und es folgt ein Wutausbruch auf dem Wohnungsamt: „Waun Sie mi mit meine vier Kinda aussehaun, daun …“ Übers eigene Prosperitätstrauma und das „Wie geht es weiter“ lässt sich hernach bei einem Glas Wein trefflich philosophieren. Im Sinne von: sich mit Gott und der Welt, aber nicht mit wirklich Wichtigem beschäftigen. Weil sich die Bilder gleichen.

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  1. 6. 2019

aktionstheater ensemble: „6 Frauen 6 Männer“ im Kosmos Theater Wien

Januar 18, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Satirische Suche nach Selbstbildern

Anti-Helden im Feinripp: Andreas Jähnert, Benjamin Vanyek, Sascha Jähnert, Fabian Schiffkorn, Thomas Kolle und Peter Pertusini. Bild: Gerhard Breitwieser

Nicht, dass es nicht klar gewesen wäre, aber einmal mehr zeigte sich gestern Abend, dass es so viel besser ist, eine Frau zu sein. Weil als solche trinkt man Sekt gleich flaschenweise, während die Männer sich mit Sprudelwasser begnügen müssen. Überhaupt ist’s, als träfen wilde Bacchantinnen auf ein Therapiegrüppchen, hie Ekstase, da Krampf, die Frauen grölen anstößige Lieder, die Männer geben einander Tipps zum Massieren von Rosen. Damit die sich öffnen.

Und ja, es wäre zu schön, um wahr zu sein, hätten sie das doppeldeutig gemeint. Also … Zum 30-Jahr-Jubiläum des aktionstheater ensembles hat dessen Mastermind Martin Gruber die aktuelle Produktion „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“ und die 2015 für den Nestroy-Preis nominiert gewesene „Pension Europa“ zum Abend „6 Frauen 6 Männer“ verknüpft, derzeit zu sehen im Kosmos Theater Wien. Wie stets beweist Gruber damit Gespür für die Themen der unmittelbaren Gegenwart – von Genderfragen und Rollenklischees bis zu Grenzziehungen und gesellschaftlichen Exklusionen. Entstanden aus Recherche und Selbstbefragung, für die aktuellen Termine textlich und inszenatorisch neu bearbeitet und musikalisch neu interpretiert, hebt Gruber doch zwischen Teil eins und zwei die Ähnlichkeiten in den Unterschieden hervor.

Sie reichen von Sexproblemen bis Körperunzufriedenheit, von der Suche nach einem Selbst- bis zum unangenehmen Fremdbild, Wurzel allen Übels das gegenseitige Missverstehen der Geschlechter – solcherart präsentieren die Performerinnen und Performer ihre unerbittliche Bestandsaufnahme, die Streitpunkte und die Schnittmengen, machen mit beißendem Witz das Politische zum Privaten und das Private zum Politischen, immer hart an der Kante von Selbsterkenntnis und Rollenspiel, und wie immer als theatrale Verdichtung von Sprache, Musik und Choreografie zu einem großen Ganzen.

Den Anfang machen die Männer, Andreas und Sascha Jähnert, Thomas Kolle, Peter Pertusini, Fabian Schiffkorn und Benjamin Vanyek, begleitet von Musikerin und Sängerin Nadine Abado mit ihrem Projekt PH LION. In weißer Feinrippwäsche und mit einer beständigen „Wohin mit den Händen?“-Bewegung beginnt das Abklopfen von Männlichkeitsstereotypen, wobei nicht nur der ewig untote Machismo, sondern auch „der neue Mann“ satirisch aufs Korn genommen wird. Eine so grandiose wie gnadenlose Nabelschau ist das geworden, Alltagsbeobachtungen als Essenz kredenzt, ein Auflisten von Versagensängsten und erotischen Albträumen, von ödipalen Komplexen und unheilbarer Hypochondrie.

Kirstin Schwab, Alev Irmak und Michaela Bilgeri, die im Kosmos Theater mit Gipsbein spielt. Bild: Felix Dietlinger

Will die Frau in sich erspüren: Thomas Kolle mit Benjamin Vanyek. Bild: Gerhard Breitwieser

Die Darstellung der diversen Identitätskrisen ist Hochleistungssport, bald haben sich die sechs schweißnass gearbeitet, wenn sie übers Anforderungsprofil Held auf weißem Hengst, handwerkliches Universalgenie, perfekter Hausmann, Liebhaber sowieso sinnieren. Von Baumarktgesprächen geht’s zum Reproduktionsurinstinkt, mag nicht einfach sein, sich mit einem Körperteil mit Eigenleben, oder im schlimmsten Fall keinem mehr, zu arrangieren, zum Quotenlosertum. Nicht umsonst, konstatiert der Schnelle-Fick-Typ Fabian, sei Versager ein männliches Wort. Wozu es allerdings zu sagen gilt, dass sich im Synonymlexikon dieser Tage unter „Frau“ nach wie vor die Begriffe Dienstmagd, Bettgenossin, Flittchen, unter „Mann“ hingegen die Vergleiche Herr der Schöpfung, das starke Geschlecht, Mannsbild finden.

„Ich weiß ja nicht einmal, wie ich eine Frau in der Nacht auf dem Gehsteig überholen soll, so dass sie keine Angst vor mir hat …“, fragt sich der sensible Sascha, während Peter im Furor sein Mann-Sein zwischen die Beine klemmt, um „die Frau in mir“ zu erspüren. All diese Verstörungen werden zwar höchst empathisch dargeboten, aber weil Buben von klein auf Konkurrenz getrimmt werden, kommt’s zu Aggression, Schlägerei und Rudelringkampf. Benjamin, der einzige Widerpart, der einzige Schwule, und auch das ein Klischee, resümiert immer öfter: „Und warum erzählst du das jetzt?“, sein Tonfall genervt, seine Haltung ein klares Mit-denen-nichts-zu-tun-haben-Wollen. Doch die Videoprojektionen von Claudia Virginia aka Dornwittchen changieren schon zwischen bissigem Rottweiler und blutigem Schmetterling, so wie sich der Chauvinismus in einen Tanz mit Cheerleader-Pompons verwandelt.

Sechs Männer, sechs Sichtweisen, da ist logisch, dass kein Konsens gefunden wird. Es mag einem ein wenig die Stringenz des Gezeigten abgehen, aber wenn Nadine Abado die vorgeführte Selbstdekonstruktion in ihren fantastischen Livegesang übersetzt, so geht das tief unter die Haut. Nicht weniger irrwitzig, ebenso poetisch und um einiges schamloser zeigen sich Michaela Bilgeri, Susanne Brandt, Alev Irmak, Isabella Jeschke und Kirstin Schwab danach in „Pension Europa“, erste mit Gipsbein und von ihren Mitstreiterinnen im Rolli geschoben. Aisah Eisa singt zum Spiel ihre selbstverfassten Songs über die Suche nach dem Paradies. In nudefarbenen Dessous, die Brandt trägt darunter selbstironisch Shapewear, werden nun weibliche wahre Bekenntnisse und erdichtete Geständnisse offenbart.

Und wie bei den Männern sind diese haarscharf an der Peinlichkeit und knapp vorbei an der Plattitüde, was vor wie nach der Pause beim Publikum für höchstes Amüsement sorgt. Wie’s seine Art ist, schafft es Gruber tiefsinnig durch Untiefen, liefert er Humor mit Hintersinn und ins Absurde verpackt eine messerscharfe Analyse. Auf ebenfalls fast leerer Bühne, rechts ein Kleiderständer mit Brautmode, an der Rückwand wächst und gedeiht Felix Dietlingers Video-Blume, gestalten die Schauspielerinnen ausdrucksstarke Körperbilder, eine Selbstverteidigungschoreografie, Aktionismus mit „Stacheldraht“ à la Pjotr Pawlenski, was Kirstin Schwab gründlich missrät, weil ihr, meint sie, zum einen die asketische Christus-Attitüde des russischen Konzeptkünstlers abgeht, und zum anderen in Österreich für eine gelungene Performance zu wenig gelitten wird.

Selbstverteidigungschoreografie: Susanne Brandt, Aisah Eisa, Michaela Bilgeri, hier noch ohne Rolli, Isabella Jeschke, Kirstin Schwab und Alev Irmak. Bild: Felix Dietlinger

Dem ist angesichts des Dargebrachten deutlich zu widersprechen. Wieder drehen sich Gespräche um die Unlust des Äußeren, was Männern die vergleichende Penis-Vermessung ist, sind den Frauen Cellulite und Wabelarme – und ein Muttermal an den Schamlippen. Susanne Brandt erzählt von einem ägyptischen Urlaubsflirt, der ihr nun nach Europa nachflüchten will, was ihr gar nicht passt, und, dass sie mit den osteuropäischen Bettlern in der U-Bahn nicht umgehen kann.

Alev Irmak, dass in der Wahl zwischen der Türkei und Österreich Heimat für sie dort sei, „wo ich am besten scheißen kann“, was derzeit hierzulande ist. Derart werden persönlichste Begebenheiten zu gleichsam europäischen, die Frauen wechseln von deftig zu hart zu zart, und sie haben’s definitiv lustiger. „6 Frauen 6 Männer“ besticht mit seiner hohen Authentizität; den Mitwirkenden ist für ihren Mut und ihr performatives Potenzial sehr zu danken. Was das aktionstheater ensemble hier auf eindrückliche Weise veranschaulicht, ist, dass Veränderungen im vermeintlich Kleinen wie im Großen nur stattfinden werden, wenn man endlich damit anfängt. Freiheit soll man sowohl sich selbst, als auch den anderen gewähren, scheint Martin Gruber zu sagen. Welch ein versöhnlicher Gedanke, der diese beiden großartigen Aufführungen abrundet.

Martin Gruber im Gespräch: www.mottingers-meinung.at/?p=30322

Trailer „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“: vimeo.com/279821837

Trailer „Pension Europa“: vimeo.com/97548144

kosmostheater.at          aktionstheater.at/

  1. 1. 2019

aktionstheater ensemble: Martin Gruber im Gespräch

November 5, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

„Nicht Ideologien, Haltung wird uns weiterbringen“

Martin Gruber. Bild: © Apollonia Bitzan

Momentaufnahmen aus dem Leben zu einem Bildband des Empfinden formen. So definiert das aktionstheater ensemble seine Art, Theater zu machen. Kommendes Jahr begeht die Kompagnie ihr 30-Jahr-Jubiläum. Gründer und Leiter Martin Gruber im Gespräch über aktuelle Aufführungen, Pläne für 2019 und das Theater als amoralische Anstalt:

MM: Sie zeigen ab 15. November im Wiener Werk X, ab 4. Dezember im Spielboden in Dornbirn Ihre vier Inszenierungen „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“, „Ich glaube“, „Immersion. Wir verschwinden“ und „Swing. Dance to the right“ in Doppelvorstellungen als „4 Stücke gegen die Einsamkeit“. Was darf man sich erwarten?

Martin Gruber: Der Punkt war für mich, die Querverbindungen zwischen den Abenden transparent zu machen, aufzuzeigen, wie die Stücke zusammenhängen. Und zwar, ohne das Ganze edukativ zu machen, weil ich es für Hybris halte, zu glauben, man könne das Publikum erziehen. Um das, was ich meine, an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wir zeigen zum Beispiel den Machismo oder „Post-Machismo“ in „Die wunderbaren Zerstörung des Mannes“, während es in „Ich glaube“ um Religion, und damit auch um patriarchale Strukturen geht.

MM: Haben sich die Abende verändert?

Gruber: Die Stücke haben sich insofern gewandelt, heißt: weiterentwickelt, als wir auch zeigen, was sich in der letzten Zeit getan hat. Wir wollen klar machen, wie sich der Egotrip des einzelnen, die Entsolidarisierung, die ich in der Gesellschaft meine zu spüren, wiederum auf das Individuum auswirkt. Man kann nicht sagen, bis zu dieser Grenze Österreichs oder Europas bin ich solidarisch, und vier Meter drüber geht es mich nichts mehr an. Das ist eine absurde Haltung. Wir sind nicht allein, und gerade, was jetzt in Österreich passiert, siehe UNO, wenn es der Politik nur noch darum geht, die eigene Klientel zu bedienen, das ist ein Paradigmenwechsel, den ich aktuell einbinden will. Nicht à la Kabarett mit Eh-schon-wissen-Sätzen, sondern sich auf die Suche zu begeben nach dem, was mit uns passieren kann.

MM: Was passiert mit dem Einzelnen?

Gruber: Darüber will ich keine abstrakte Analyse auf der Bühne. Ich gehe der Frage nach, was tun gegenwärtige politische Entscheidungen mit mir. Da soll es keine Thesenhaftigkeit geben, sondern ganz pur: Was machen diese Vorgänge mit mir.

MM: Das klingt, als wären Ihre Inszenierungen immer Work in Progress. Was ist eine Initialzündung, und wann empfinden Sie Texte als abgespielt? Man nannte Ihr Team ja auch schon eine „schnelle Eingreiftruppe“ …

Gruber: „Pension Europa“ spielen wir seit fünf Jahren. Wir machen aber nicht von heute auf morgen ganze Stücke anders, wir verschärfen dort, wo es sich aktuell ergibt, wo wir neue Stimmungen und Bestimmungen orten. Dabei will ich aber nichts aufblasen. Aufblasen dürfen und sollen sich die Dinge in den Köpfen des Publikums. Ich sitze in jeder Aufführung meines Ensembles, und jeden Abend, eine halbe, dreiviertel Stunde vor Beginn coache ich ein, um von der Energie her auf dem Level zu bleiben, den wir bei der Premiere hatten. Bevor eine Schauspielerin, ein Schauspieler die Bühne betritt, soll sie/er wissen, was sie/er mitteilen will. Der Fokus liegt auf der Dringlichkeit des Gesagten.

Die wunderbare Zerstörung des Mannes. Bild: Stefan Hauer

Ich glaube. Bild: Stefan Hauer

MM: Sie arbeiten mit einem fixen Stamm von Schauspielern. Wer bei Ihnen mitmachen will, muss bereit sein, etwas von sich preiszugeben, sich zu entblößen – tatsächlich wie im übertragenen Sinne. Was muss man können, um zum aktionstheater ensemble zu gehören?

Gruber: Abgesehen vom Können ist es ein sozialer Aspekt. Bei der Arbeit ist eine der wichtigsten Grundlagen die Empathie, das Miteinander-Können. Also frage ich mich, wie passt ein Schauspieler, eine Schauspielerin in die Truppe. Es muss eine Diversität vieler verschiedener Charaktere gegeben sein, damit Energie entsteht und ein angstfreies Arbeiten möglich ist, und jemand muss mir sympathisch sein, ganz ehrlich. Ich arbeite mit niemandem, bei dem das nicht der Fall ist, so großartig kann der künstlerisch gar nicht sein. Schauspieler sollen bei mir das Gefühl haben, aufgefangen und nicht zu etwas vergewaltigt zu sein, so entsteht die Wahrhaftigkeit, die mit den Darstellern persönlich zu tun hat. Wir starten in einer ganz bestimmten Form der Authentizität, suchen etwa xenophobe Ansätze in uns, damit wir nie arrogant auf der Bühne stehen, und „den Deppen da unten“ die Welt erklären.

MM: Ihre Inszenierungen haben in der Regel Humor. Ist Humor ein Mittel, um Themen zu transportieren? Sie haben einmal gesagt, Sie wollen „der Realität unter den Rock schauen“.

Gruber: Ja, Humor und Selbstironie und Spaß haben sind extrem wichtig. Nichts liebt das Publikum doch mehr, als wenn ich mich selbst verarsche. Bei den sogenannten „politisch ernsthaften“ Stücken wird Humor immer unterschätzt. Dabei liegt er ganz nah bei der Tragödie und beim Schmerz. Humor ist ein Transmitter, mit dem ich die Menschen öffne, und dann hau‘ ich rein. Das nennt man dann Verführung. (Er lacht.) Ein anderer Aspekt ist die Ästhetik: Reiner Ästhetizismus geht gar nicht. Wirkliche Schönheit hat nichts mit Deko zu tun. Wichtig ist mir, dass das, was wir zeigen, in den Zuschauern arbeitet. Ich nenne das Evokation. Wichtig ist nicht, was gesagt wird, sondern was es auslöst.

MM: Darf man sagen, Ihre Regiearbeiten sind choreografiert?

Gruber: Choreografiert ist gut. Ich stehe nicht auf Deklamation auf Stelzen. Mein Theater ist immer sehr körperlich. Am sichtbarsten ist das bei „Swing. Dance to the right“, im Stück geht’s ums „To make a show of“ vom Herrn Punkt-Punkt-Punkt, wo die Darsteller ständig in Bewegung sind, und zwar nicht im gleichen Rhythmus mit dem Sprechen. Das einzustudieren, bis es leicht wirkt, war Knochenarbeit. Mir geht es immer darum, möglichst viele Sinne anzusprechen, und nicht nur die kognitive Information, sondern auch die Körperlichkeit als Subtext zu transportieren.

MM: Das aktionstheater ensemble feiert kommendes Jahr sein 30-jähriges Bestehen; Sie haben es 1989, im Alter von 22 Jahren, gegründet. Wie kam’s dazu?

Gruber: Ich stand quasi schon mit einem Bein im arrivierten Theaterapparat, und versuchte in letzter Sekunde da wieder rauszukommen. Dieser eigenartige Tempel hat mich ziemlich abgeschreckt und mir ziemlich Angst gemacht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich da entfalten kann. Für mich persönlich war diese Struktur, nicht zuletzt hierarchische Struktur, ich habe ja Schauspiel gelernt, nicht das Richtige. Ich hatte das Gefühl Bankbeamter zu sein, und hat für mich nicht gestimmt. So weit zu gehen, wie ich will, das war mir schnell klar, konnte ich nur mit meiner eigenen Kompagnie.

MM: Und haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

 Gruber: Sehr viele davon. Ich wollte, wie gesagt, in einem angstfreien Raum Kunst machen, und das kann ich jetzt. Es waren heftige Zeiten, wenn ich etwa an den Kampf um Subventionen denke; es ging und geht dadurch, dass ich es mit Menschen zusammen mache, die aneinander glauben. Alleine möchte ich das nicht durchziehen. Das war ganz von Anfang an natürlich Martin Ojster, dann auch Schauspielerin Susanne Brandt. Es wird immer mehr zum Hochgenuss mit ihr zu arbeiten, weil wir einander in- und auswendig kennen, und sie mich trotzdem immer noch überrascht. Ich kann mit ihr in die Tiefe gehen, mitunter bis auf einen schamlosen Level. Die Tatsache, dass das aktionstheater ensemble so gut funktioniert, freut mich, weil viele gesagt haben, eine freie Kompagnie ist in Österreich nicht möglich, das machst ein Zeitl und dann gibst du auf.

Immersion. Wir verschwinden. Bild: Gerhard Breitwieser

Swing. Dance to the right. Bild: Gerhard Breitwieser

MM: Sie haben, das muss man sagen, eine treue Fangemeinde. Und in der Regel gute Kritiken.

 Gruber: Ja, es läuft. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber man darf zufrieden sein.

MM: Das heißt?

Gruber. Wir können zwar finanziell keine großen Sprünge machen. Martin Ojster und ich versuchen, die Leute fair zu bezahlen und kein Geld für Bühnenbilder etc. zu verschwenden. Das ist eine Grundhaltung, und so entstand auch unsere Ästhetik des leeren Raums, eine Reduktion, in der alles vom Schauspieler, der Schauspielerin ausgeht. Die österreichischen Subventionsgeber sind halt sehr in die Institutionen verliebt, als würde, wenn man dort einen Furz lässt, die Luft besser. Ich hingegen bin der festen Überzeugung, dass die freien Kompagnien die Zukunft des Theaters sind. Frankreich, Belgien, auch die Niederlande, haben da eine viel progressivere Tradition, und diesbezüglich wäre Österreich gut beraten, sich etwas zu überlegen.

MM: Sie werden fürs Jubiläumsjahr eine neue Produktion entwickeln, wie ich annehme. In der gegenwärtigen Situation in Österreich und der Welt, juckt Ihnen nicht täglich ein neues Thema in den Fingern?

Gruber: Genau das ist das Thema vom nächsten Jahr: Wie derzeit die Post abgeht. Das Stück heißt „Wie geht es weiter?“, mit dem Untertitel „Die gelähmte Zivilgesellschaft“. Mich interessieren nicht die Leute, die das, was gerade passiert, ganz toll finden, sondern, dass ich bei denen, die das gar nicht toll finden, eine eigenartige Lähmung und Trägheit verspüre. Warum schläft der ohnedies immer sehr kleine Prozentsatz, der das Potential hätte, die Dinge zum Besseren zu wenden? Ich frage mich, wo ist die Avantgarde? Warum ist, wenn von Fortschritt die Rede ist, immer nur das Geld gemeint? Warum macht uns unsere Saturiertheit so depressiv? Warum wird nicht mehr aufbegehrt, sondern ausgesessen? Sehr viele, fürchte ich, sind damit zufrieden, dass gewisse Populisten jetzt die unangenehmen Entscheidungen erledigen, und sie selber deshalb nicht aus ihrer Komfortzone müssen. Die Menschen wissen zwar, dass das mieft, aber …

MM: Um in dem Zusammenhang darauf zurückzukommen, dass Sie vorhin sagten, Sie wollen nicht edukativ sein: Sie glauben nicht an das Theater als moralische Anstalt?

Gruber: Das ist eine Fangfrage. Das Theater ist keine unmoralische Anstalt, das Theater ist eine amoralische Anstalt. Zuerst einmal muss ohne Wertung alles möglich sein. Ich ersetze den Begriff Moral durch Haltung. Wenn ich mich den Dingen mit Haltung nähere, passiert etwas anderes, als wenn ich a priori weiß, was richtig und falsch ist. In dieser Banalität würde es weder uns noch unser Publikum interessieren. Ich will nicht sagen, etwas ist so und so, sondern ein Paradoxon aufwerfen, über das dann gedacht und gefühlt wird. So in etwa würde ich unsere Herangehensweise beschreiben, aber natürlich ist man als Theatermacher immer auch Moralist, alles andere zu behaupten, wäre eine Lüge.

MM: Was würde derzeit, sagen wir zwischen Nationalismus und Neoliberalismus, gebraucht?

Gruber: Der Mut, ein Drittes zu denken. Nicht Ideologien, sondern Haltung wird uns weiterbringen. Ideologien verbreiten Dogmen, Haltung hingegen ist momentan, kein fertiges Konzept, das ich aus einer Schublade zerre, sondern die Verpflichtung, jetzt zu reagieren. Heißt, nicht langwierig in einem Maßnahmenkatalog zu blättern, sondern die Menschen jetzt aus dem Wasser zu ziehen. Der Mensch hat überlebt, weil er solidarisch war, weil er ein Herdentier war. Allein gegen den Löwen hast du ein Problem, aber zu zehnt mit Lanzen …

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5. 11. 2018

aktionstheater ensemble: Swing. Dance To The Right

Januar 12, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Am Beispiel der Pinguine

„Die sind ja so was von brutal, die Pinguine“: Susanne Brandt und das aktionstheater ensemble. Bild: Gerhard Breitwieser

Es war ja so angekündigt, im Falle eines Rechtsrucks in Österreich etwas Unterhaltsames zu machen. Nun trat das aktionstheater ensemble im Werk X zusammen, um mit seiner jüngsten Produktion „Swing. Dance To The Right“ dieses Versprechen wahr zu machen. Natürlich nicht ohne vorherige geheime Wahl, ein Nachfragen im verehrten Publikum, ob dieses eh „Ein bisschen was Freches“ und „Nichts Kompliziertes“ wünsche. Klar, dass zur Abstimmung nur die erste Reihe gebeten war.

Das aktionstheater ensemble spiegelt von jeher die Gesellschaft. Und so wurden auch nur die Vornesitzer später mit Punschkrapferl verwöhnt. Die Österreich-Synonym-Süßspeise: außen zuckerlrosa, innen braun und mit ganz viel Inländerrum … Martin Gruber und sein Ensemble sind also angetreten, um – Zitat –„jene Stimmungen einzufangen, welche der beängstigende österreichische ,Tanz nach rechts‘ in der Gesellschaft und im Einzelnen evoziert: Narzissmus, Machismo, Frauenfeindlichkeit, Empathielosigkeit“. Sie tun dies in einem infernalischen Mix aus Sprache, Musik und Tanz. Und am Beispiel der Pinguine.

Im Gleichschritt tanzt! Michaela Bilgeri, Susanne Brandt, Martin Hemmer, Isabella Jescke und Nicolaas van Diepen. Bild: Stefan Hauer

Die nämlich sind so brutal, wie’s der Mensch nur sein kann. Gleichsam gleichgeschaltet in ihrem Sich-um-die-Gruppe-Drehen. Ein trauriges „Plitsch, Platsch, Pinguin“-Lied macht leitmotivisch klar, wie’s dem ergeht, der sich absondert: Erfrieren oder – naja, nebbich, Süd- oder Nordpol – Eisbär. Susanne Brandt weiß derlei zu berichten, und auch vom neuen BH vom neuen Freud, der ihr aber offenbar ein blaues Auge eintrug. Nicolaas van Diepen macht derweil den Vortänzer.

Immer schön die Mitte behalten. Das ist ganz wichtig für die kollektive Stimmung. Schließlich geht’s um die Bewegung. Dass er anschließend mit einer imaginären Pumpgun die Genussregion Österreich zerschießt, ist nur ein weiterer Loop auf dieser Hochschaubahn der Entsolidarisierung. Die sich hier spöttisch auf  Irrationalität reimt. Martin Gruber ironisiert das einheimische Spießerleben mit Kirscheneinkochen und Kindermachen bis zum Anschlag. Da kann’s Isabella Jeschke passieren, dass sie nach einem „total faschistischen“ Dirndlkirtag die verletzte Seele in einem Nazi entdeckt, während rund um den „halbdeutschen“ Martin Hemmer der Streit entbrennt, ob man hierzulande Sahne statt Schlagobers – beides natürlich gedacht für die Punschkrapferl – sagen dürfe. Kein Wunder, dass der arme Mann den ganzen Abend über so verschreckt dreinschaut.

Mit einer imaginären Pumpgun wird die Genussregion Österreich genüsslich zerschossen: Nicolaas van Diepen. Bild: Stefan Hauer

„Afghanen, Syrer, Tschuschen, lecker, lecker, lecker …“, singt die Brandt, während Michaela Bilgeri versucht den alten Cinesenwitz vom „Lang Fing Fang“ zu erzählen. Ach, es geht doch nichts über sprachspielerischen Chauvinismus. Und überhaupt die Chinesen mit ihrem Organhandel und dem nachgebauten Hallstatt! Das übrigens irgendwie mit dem blauen Auge zu tun haben dürfte. Andreas Dauböck intoniert den Chinesen-Kontrabass-Song.

Der Tanz wird immer mehr zu einem „Rechts um!“-Kommando, die Tänzer loten im Gleichschritt das ganze Spektrum des Grotesken aus. Das bunte Treiben konterkariert Bella Angoras schwarzweißes Schattenspielvideo. Kommandogeber van Diepen erklärt statt eines festen Standpunktes den aktuellen Schwingpunkt: Den Schwung der vorigen Bewegung für die nächste Bewegung verwenden, und so tun, als ob es eine neue Bewegung wäre, obwohl es noch die alte ist. So geht’s zu, wenn man die erste Reihe gewähren lässt, während sich die übrigen ins „Rien ne va plus“-Bewusstsein zurücklehnen. „Swing. Dance To The Right“ ist die durchchoreografierte Analyse dieses entsetzlichen Ist-Zustandes, chaotisch, poetisch, komisch – und unerbittlich. Pinguin, merke dir: Wer aus dem Takt fällt, den holt die soziale Kälte. Und einer wird des anderen Fressfeind.

www.aktionstheater.at

  1. 1. 2018

aktionstheater ensemble: Immersion. Wir verschwinden

November 23, 2016 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Nach dem Nestroy-Preis gleich die nächste Uraufführung

Bild: Gerhard Breitwieser

Bild: Gerhard Breitwieser

Sie schimpfen auf „die da oben“ und empfinden sich als „die da unten“. Martin Gruber, das eben mit einem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnete aktionstheater ensemble und „Tanz Baby!“-Mastermind Kristian Musser widmen sich in ihrer neuesten Uraufführung „Immersion. Wir verschwinden“ den am gesellschaftlichen Kuchen Zukurzgekommenen, für die Aufmerksamkeit alles bedeutet und doch in ihrer Einsamkeit verloren gehen.

Selbstverständlich darf auch hier wieder der ironische Blick auf die eigene Theaterarbeit nicht fehlen. Premiere ist am 24. November im Werk X – Eldorado. Inhalt: Michaela entrüstet sich über das mangelnde Können einer Darstellerin aus einem Werbeclip für eine Provinzstadt. Das hätte sie wirklich besser gemacht. Andreas darf während einer Gala vor internationalen Finanzmogulen seine Gedichte vortragen. Eine Karriere als gefeierter Poet scheint sich aber doch nicht abzuzeichnen. Martin träumt vom großen Durchbruch als Schauspieler in einer französischen Filmproduktion. Bei den Dreharbeiten am Mount Everest wird er aber zum Statisten degradiert. Sein einziger Satz wird gestrichen. Von nun an geht’s bergab. Zurück in der Realität bleibt für alle ein Engagement beim Aktionstheater. Anlässlich eines drohenden Rechtsruckes, entschließt man sich nur noch Komödien zu machen. Das hat in früheren Zeiten auch schon einmal funktioniert …

Bild: Gerhard Breitwieser

Bild: Gerhard Breitwieser

Bild: Gerhard Breitwieser

Bild: Gerhard Breitwieser

Um die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit vergessen zu machen, konterkarieren die Sängerin Sonja Romei und Kristian Musser das Geschehen mit minimalistischen Interpretationen vergangener Hits und sphärische Neukreationen. Eine poetische Intervention mit den Darstellern Susanne Brandt, Michaela Bilgeri, Martin Hemmer und Andreas Jähner.

Trailer: vimeo.com/189901179

www.aktionstheater.at

Wien, 23. 11. 2016