Akademietheater: Der Henker

Dezember 5, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Nichts anderes als die Pflicht getan

Itay Tiran changiert als Mörder zwischen Psychopath und posttraumatischer Belastungsstörung. Bild: Matthias Horn / Burgtheater

Fast scheint es, als hätte Maria Lazar, als sie 1921 ihren Einakter „Der Henker“ veröffentlichte, eine dysto- pische Vorahnung gehabt auf all jene, die diese Welt noch heimsuchen werden, all jene, die ihre Taten mit dem Erschlagwort vom „Nichts anderes als die Pflicht getan zu haben“ zu kaschieren trachten. Denn darum dreht sich’s im ersten Theatertext der Wiener Autorin, hinter einer „Arbeitsmoral“, die das Ums-Leben-Bringen eines Menschen ermöglicht, die ethische Haltung des

Durchführenden zu entdecken. Lazars Fazit liest sich wie eine visionäre Antizipation der „Banalität des Bösen“, die Hannah Arendt anhand des Eichmann-Prozesses, auch der Spediteur in den Tod laut Eigendefinition lediglich ein Pflichterfüller, einer Maschinerie braver Befehlsempfänger und Bürokraten zuschrieb, die ohne groß nachzudenken Anordnungen bis zum Äußersten ausführen. Leicht macht es einem Lazar nicht, ist doch der Mann, der in ihrem Stück auf seine Hinrichtung wartet, ein verurteilter Mörder. Ein Verbrecher, der darauf besteht, den Scharfrichter sprechen zu dürfen, sein letzter Wunsch, zu überprüfen, ob da tatsächlich einer ohne Emotion, Inbrunst, Hass, Genugtuung, seinem Handwerk nachgehen kann.

Die Nestroypreisträger Regisseurin Mateja Koležnik und Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt, die Hausdebütantin und ihr Lieblingsausstatter, gehen am Akademietheater der Frage nach den Abscheulichkeiten im Allzumensch- lichen nach. Lazar, Jüdin, Jüngerin der Wiener Moderne, der Kunstszene rund um Loos, Canetti, Kokoschka, verheiratet mit Strindberg-Sohn Friedrich, im Exil mit Brecht und Helene Weigel, schließlich schwedische Staatsbürgerin und schlussendlich in den Suizid gegangen, setzt sich in ihrem Werk mit der politischen Beweglichkeit eines Bürgertums auseinander, das aus Angst vor links rechtsautoritäre Strukturen in Kauf nimmt.

Koležniks Inzenierung verleiht dem scharf formulierten, radikal expressiven Dramolett eine surreale Sinnlichkeit. Im Bunde mit Voigt nähert sie sich dem Kammerspiel mit einem hyperrealistischen Minimalismus, macht aus Lazars Gesellschaftsstudie gleichsam einen Psychothriller, der die Trivialität dämonischer Abgründe entlarvt. Nicht zu viel soll verraten sein. „Der Henker“ ist ein Reigen fataler Begegnungen des Mörders mit Staatsanwalt und Priester, einer Prostituierten, aus dem Gefängnis wird eine Bluttat befohlen, die freilich misslingt, aber eine andere nach sich zieht. Koležnik beginnt die Aufführung mit einem albtraumhaften Vater unser des Henkers, Martin Reinke im Halbdunkel, bevor Itay Tiran in Voigts klinischem Grau-in-Grau mit dem Staatsanwalt rechtet.

Gunther Eeckes als Priester und Itay Tiran. Bild: Matthias Horn / Burgtheater

Itay Tiran und Sarah Viktoria Frick als Dirne. Bild: Matthias Horn / Burgtheater

Itay Tiran und Martin Reinke als Henker. Bild: Matthias Horn / Burgtheater

Das hat durchaus Galgenhumor, wie Hans Dieter Knebel als ebendieser versucht, telefonisch eine höhere Instanz im Ministerium zu erreichen, um nur ja jede Verantwortung an den im Wortsinn „Apparat“ abzugeben, doch als Antwort nur das Freizeichen ertönt. Itay Tiran, der sein Burgtheater-Engagement als Regisseur der „Vögel“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=34508) antrat, changiert als Mörder zwischen Psychopath und posttraumatischer Belastungsstörung. Er macht aus Lazars Antihelden, der ihren Namen sogar auf die Finger „tätowiert“ hat, einen maliziösen Charismatiker, einen manipulativen Charakter, von dem bewusst im Ungenauen bleibt, ob er selbst Opfer eines solchen Systems ist.

Eine beeindruckende, eine bestechend starke Darstellung, umso mehr an ihrem „schwächsten“ Moment in der endgültigen Konfrontation mit dem Henker, die de facto keine ist, weil sich die Reinke-Figur als ohne alle Freude am Beruf erweist, und statt in die Rechtfertigung für ihr Tun zu verfallen, ins Plaudern gerät – über den Vorgarten, die Ehefrau und irgendwas mit Vogerlsalat. Im Interview mit der Bühne spricht die in Slowenien geborene Koležnik über Balkankrieg und Paramilitär und Grenzbarrieren, sie nennt Lazars Szenario „retrofuture“, heißt: eine zeitgeschichtliche Version der nahen Zukunft, und wirklich wirkt es, als wolle Koležnik via Lazar ausweisen, dass die Unheilanrichter und Urteilsvollstrecker stets die austauschbaren, unscheinbaren Jedermänner sind.

Nicht nur agieren Knebel und Reinke annährend sprachident, Voigt lässt die kalt-neonbeleuchtete Todeszelle samt sargähnlicher Schlafnische und aseptischer Edelstahltoilette in einer Art waagerechtem Paternoster-Prinzip am Publikum vorbeiziehen, dazu eine gespenstische Hinter-Gitter-Geräuschkulisse, der immer gleiche Raum, die immer selben Szenen, die sich von lapidar zu leidenschaftlich dehnen, die Spielweise der Schauspieler dabei von Durchfahrt zu Durchfahrt anders differenziert – fantastisch, wie Koležnik den Text derart zur Parabel über Zucht und Ordnung, Gesetz und Sitte erweitert, und auch, die fabelhaften Akteure bei der Detailarbeit zu sehen.

Die grauen Herren: Itay Tiran als Mörder, Tilman Tuppy als Kerkermeister, Hans Dieter Knebel als Staatsanwalt und Gunther Eckes als Priester. Bild: Matthias Horn / Burgtheater

Am feinsten ist die von Sarah Viktoria Frick, die die Dirne mal als Schnitzler-süßes Mädel, mal als verhuschte Zwangsprostituierte, mal Kaugummi-kauend als abgebrühte Hure, die gunstgewerblerisch nach Hosentürln grapscht, gibt. Gunther Eckes lugt als bigotter Priester ab und an durch die sich beständig verschiebenden Kerkeröffnungen. Mit Tilman Tuppy als Kerkermeister liefert sich Itay Tiran einen Infight der Augen, ein Hide-and-Seek von Bespitzeln, Belauern und Beobachtetwerden.

Etwa, wenn der Mörder Fuß für Fuß den ihm verbliebenen Freiraum abmisst, im Wissen die zwischen- menschliche Beziehung zu seinem Bewacher ist allein dem unmenschlichen Strafrecht geschuldet. „Der Henker“, wie ihn Mateja Koležnik zeigt, ist das bis dato herausragendste Ereignis der ersten Spielzeit Kušej, die gesellschaftspolitische Botschaft nicht mit dickem Pinsel aufgetragen, sondern subtil und tiefsinnig ausgelotet, gespielt von einem Ensemble, das es versteht, die Intentionen der Regie Schicht für Schicht – und so die Spannung steigernd – offenzulegen. Bravo.

www.burgtheater.at

  1. 12. 2019

Wiener Festwochen: „In Agonie“

Mai 25, 2013 in Bühne

Martin Kušejs inszenatorisches Meisterwerk

Johannes Zirner, Manfred Zapatka Bild: Thomas Aurin

Johannes Zirner, Manfred Zapatka
Bild: Thomas Aurin

Das Münchner Residenztheater ist im Rahmen der Wiener Festwochen mit der Koproduktion, der Schauspieltrilogie „In Agonie“  – in einer Übersetzung von Milo Dor – am Volkstheater zu Gast. Intendant und Regisseur des Abends, Martin Kušej, hat Miroslav Krležas (1893–1981) dramatische Meisterleistung so genannt, wie es überhaupt eine ist, diesen wichtigen kroatischen Autor, Romancier und Essayisten, der nicht nur vom Untergang der k.u.k.-Welt erzählt (an deren Spätfolgen Europa und nicht zuletzt seine Heimat bis heute zu genesen sucht), sondern auch die Stellung der Kunst in Zeiten des Umbruchs beleuchtet, für die Bühne, für das Publikum zurück zu gewinnen. Ein Schatz ist da gehoben und erstmals in dieser Anordnung gezeigt worden, die sich sechs Stunden lang vom Gesellschaftsporträt zum Schlachtengemälde zum Kammerspiel entwickelt. An je einem Tag in den Jahren 1914, 1916, 1922 wird exemplarisch die Vorkriegs-, Erster Weltkriegs- und Nachkriegszeit thematisiert. Ein Totentanz der Dekandenz, ein Triptychon der Trauer, der große Zusammenbruch. Der gebürtige Kärntner Theatermacher Kušej bietet dazu beinah alle Spitzenkräfte auf, die sein Ensemble zu bieten hat. Und er erfindet (gemeinsam mit Bühnenbildnerin Annette Murschetz und dem Leading Team) für jeden der drei Teile eine eigene Atmosphäre, Ton, Licht, Stimmung. Von Blutrot zu Untergangsschwarz zu Totenhemdweiß. Eine großartige, fabelhafte, wunderbare, alle Sinne (und das Sitzfleisch 🙂 überwältigende Arbeit.

Teil eins, Die Glembays: Vorabend der Katastrophe in Zagreb. Ein junger Maler kehrt zur großen Abrechnung noch einmal in sein Elternhaus zurück. Die Glembays – es gibt wohl keine Machenschaft, in die sie nicht verstrickt sind: dubiose Bankgeschäfte, Herstellung von Schrapnellen, Bestattungsunternehmen, Affären, Morde. Eine arrogant-überspannte Gesellschaft, die sich in Smalltalk und Suiziden ergeht, ihre Rechte als selbstverständlich annimmt – etwa, vor Gericht freigesprochen zu werden, wenn man eine Bettlerin vom Pferd niedertrampeln lässt -, von der sozialistischen Presse aufgegriffene Skandale vom Hausanwalt vernichten lässt, und in Wahrheit längst alle Pleitiers. Die Glembays – sie haben Krleža ein Leben lang nicht losgelassen. Prosa hat er über sie verfasst, Stammbäume gezeichnet, einen Irrenhäusler – den Maler –  gesunden und eine aus ihrem Orden wieder ausgetretene Nonne – die Schwester seines von eigener Hand verstorbenen Bruders – heiraten lassen. In den mit Stühlen und Sofas zugerammschten Salon am Volkstheater kommt Maler Leo allerdings als Störenfried, als Staubaufwirbler in diese sich sudelig suhlende Society, wo jeder gegen jeden Intrigen in der Hinterhand hält, die Damen es mit den Nerven haben und die Herren mit der Wut. Man ergeht sich gerade in Fadesse und Tristesse, als Zyniker Leo ins Allgemeine hineinsagt, die Frau Stiefmama sei eine Dirne, niemals echte Baronin gewesen, und empfange so ziemlich jeden Herren, derzeit ihren jesuitischen Beichtjüngling, zur mitternächtlichen Stunde. Auch ihn als 17-Jährigen habe sie einst „zwischen den Schenkeln“ gehabt, der Anlass für seine damalige überstürzte Abreise. Peng. Explosion. Es beginnt ein gnadenloser, blutendende Lippen fordernder Infight zwischen „Leo“ Johannes Zirner und seinem Vater, Manfred Zapatka, später auch mit „Mutti“, Sophie von Kessel (die als einzige Darstellerin in allen drei Episoden mitwirkt). Diese drei Schauspieler tragen den tonnenschweren ersten Teil der Trilogie wie „federleicht“ auf ihren Schultern. Drei Ausnahmeerscheinungen auf deutschsprachigen Bühnen. Bravo! Den alten Glembay (Zapatka) trifft der Schlag, der Krieg bricht aus, alle hoffen, dass das Geld nun wieder rollt. Der Künstler packt seinen Koffer und geht …

Teil zwei, Galizien: Gehört nicht zur Krleža’schen Glembay-Trilogie. Er hatte hier „In Agonie“ (siehe unten)  und als Coda die Karnevalskomödie „Leda“ vorgesehen. Diese allerdings war Kušej und seinem Dramaturgen Sebastian Huber zu beliebig, zu wenig zu ihrer Intention passend, so fügte man – ein Glück! – „Galizien“ ein, ein Stück, das 1920 eine Stunde vor der Uraufführung von der Zensur abgesetzt wurde. Auch Galizien ließ den Autor nie los. Er tat seinen Militärdienst dort, zur Zeit der russischen Brussilow-Offensive (General Alexei Brussilow entwickelte an der Ostfront eine moderne Art der Kriegsführung, die Angriffe kleinerer Einheiten vorsah, denen der schwerfällige Habsburger Apparat nichts entgegen zu setzen hatte. Fazit: eine Million Tote und Gefangene auf beiden Seiten). Krleža verarbeitete die Erlebnisse in der Novellen-Sammlung „Der kroatische Gott Mars“ und sagte später: „Ich glaube, dass ich nie so viel über die menschliche Dummheit gelacht habe, wie gerade in Galizien während der Brussilow-Offensive.“ Kušej zeigt im düsteren Dauerregen die Schrecken der Front. Und ein Offizierskasino, in dem Amüsement, der Tanz auf dem Vulkan angesagt sind. Der junge Pianist (erneut ein Künstler!) und Kadett Horvat (Shenja Lacher) legt sich mit den Oberen an. Er muss daher – seine Strafe für Schöngeistigkeit –  eine alte Frau durch den Strang richten. Ihr Verbrechen: Sich beschwert zu haben, dass ihr die Soldaten ihr letztes Kalb zum eigenen Proviant nahmen. Danach wird Horvat gebeten, die illustre Kasino-Partie-Party am Klavier zu begleiten. Krleža verpackt in dieses Drama zwischen den Zeilen und doch offensichtlich sein politisches Credo. Seine Radikalisierung 1918, die ihn zum glühenden Lenin-Fan machte. Seine Freundschaft mit Tito, seinen Hass auf die „Charkower Linie“ (eine Vorgabe, wie der kommunistische Literat sich zu publizieren habe) und Stalin. 1952 in Ljubljana als Redner zu einem Schriftstellerkongress eingeladen, rechnete er mit diesem weiteren in der langen Linie von Massenmörder-„Führern“ ab. Kušej zeigt, wie der Krieg entmenschlicht, wahnsinnig, brutal macht. Ihn erniedrigt, auch sexuell. Er zeigt auch, dass „der Mensch ein unheimlich zähes Tier“ ist. Norman Hacker dominiert (neben Lacher und „Fähnrich“ Franz Pätzold) diese Episode als durchgeknallter Oberleutnant, dem die feschen Burschen unter seinem Kommando „zu Diensten“ sein müssen. Ein Säufer, ein Sadist – und trotzdem für Kreaturen, wie den Fährich, ein die Karriere fördernder „Arschkriecher“. Was er bei höheren Rängen tatsächlich nicht nur in der Doppeldeutigkeit ist. Hacker spielt diesen Unsympath, als ginge es um sein Leben. Für die von ihm verkörperte Figur tut’s das auch: Die fröhliche Veranstaltung im Kasino endet, weil erstens alkoholschwanger, zweitens von Horvats immer atonaler werdendem, verzweifeltem Geklimpere, irritiert in einem Shootout à la Peckinpah. Wurscht, dass die Front da längst verloren ist. Klappe zu, Affe tot.

Teil drei, In Agonie: Das titelgebende Ende des Ganzen unterscheidet sich inhaltlich wie ästhetisch vom Rest. Es ist ein fein ziseliertes Kammerspiel. Die Figuren fürs Erste so leb-, so temperamentlos, wie die Kulisse farblos-weiß. In bisschen Schnitzler blitzt hier durch, ein wenig Doderer keimt dort auf. Baron Lenbach (Götz Schulte), Berufssoldat, Ex-Offizier, findet sich im Zivilleben nicht zurecht. Er findet keinen Platz für sich. Er verprasst das letzte Geld bei Karten- und Trinkwetten. Hinter einem Schreibtisch zu sitzen, wäre der Tod. Den er sich schließlich auch gibt. Was Frau Baronin (Britta Hammelstein) nicht unglücklich macht. Das besorgt ihr langjähriger Liebhaber, der einzige Mensch, auf den sie sich je verlassen hat – und der nun ein zweites Pantscherl, ja ein Eheversprechen mit einer russischen Comtesse gestehen muss. Markus Hering spielt diesen Rechtsanwalt Dr. Ivan Edler von Križovec pragmatisch unsentimental. Welch ein Schwein! Keinen Deut besser als der hingegangene Gatte. Ein Karrierist, der auf dem Weg zum Justizministerposten den ermittelnden Beamten gleich einlädt, sein Büroleiter zu werden. Bestechung? Nein! Man müsse ja nur nicht jedes Detail dieser Angelegenheit … Hering „besticht“ in dieser Rolle. Ist facettenreich, wechselt Gemütszustände und Meinungen wie ein Chamäleon die Farbe. Und: Sophie von Kessel taucht zum dritten und letzten Mal auf. Als überkandidelte, pseudo-französisch parlierende, blaublütige Nervensäge. Der Polizist muss Ivan enttäuschen. Die „Verlobte“ ist eine amtsbekannte Professionelle aus St. Pölten. Man geht auseinander. Die Baronin bleibt allein. Ein Schuss. Schluss.

Außer beim Publikum. Das dankte für diese hervorragende Leistung mit langem, tosendem Applaus. Mittlerweile war’s weit nach Mitternacht. Aber wenn einen Theater so sehr fesselt, gibt’s vor ihm kein Entkommen. Kušej kann’s! Man weiß es ohnedies.

Am Volkstheater bis 26. Mai, am Münchner „Resi“ ab 1. Juni zu sehen.

www.festwochen.at

www.mottingers-meinung.at/wiener-festwochen-the-wild-duck/

www.mottingers-meinung.at/wiener-festwochen-le-retour/

www.mottingers-meinung.at/wiener-festwochen-die-kinder-von-wien-2/

www.mottingers-meinung.at/wiener-festwochen-julia/

www.volkstheater.at

www.residenztheater.de

Von Michaela Mottinger

Wien, 24. 5. 2013