Beale Street

März 7, 2019 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Liebesfilm als Statement gegen Rassismus

Tish (KiKi Layne) und Fonny (Stephan James) sind verliebt, doch der junge Bildhauer muss bald ins Gefängnis. Bild: © Tatum Mangus Annapurna Pictures

Nicht allüberall war Freude darüber, dass die so genannte Antirassismus-Komödie „Green Book“ den Oscar für den besten Film bekam, ungeteilt war hingegen jene für Regina King, die als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde – nachdem sie für ihre Rolle als Sharon Rivers bereits bei den Golden Globes und den Independent Spirit Awards zur Preisträgerin auserkoren worden war. „Beale Street“ heißt der Film, in dem sie spielt, ab 8. März im Kino.

Und, nachdem sich Regisseur Barry Jenkins 2016 mit „Moonlight“ von Null auf 100 als starke, schwarze Leinwandstimme etablierte, dessen aktuelle Adaption eines Romans der von der „Black Lives Matter“-Bewegung  der Vergessenheit entrissenen Schriftstellerikone James Baldwin. Baldwins Roman „If Beale Street Could Talk“ erschien im Jahr 1974. Darin schildert er die Geschichte des jungen Liebespaares Tish und Fonny aus Harlem, deren Glück grenzenlos scheint, bis Fonny der Vergewaltigung einer Frau aus Puerto Rico beschuldigt wird. Eine Tat, die der 22-jährige Bildhauer nicht begangen haben kann, weil er zu der Zeit gar nicht vor Ort war – doch Hauptsache, Polizei und Staatsanwaltschaft können einen Schuldigen präsentieren. Umso einfacher, wenn der schwarzer Hautfarbe ist. Als Fonny ins Gefängnis kommt, das vermeintliche Opfer ist längst nach Hause geflüchtet, stellt Tish fest, dass sie schwanger ist. So macht sich Tishs Mutter Sharon auf nach Puerto Rico, um die Fonny anklagende Frau zu suchen.

Tish gibt als Erzählerin den Ton vor, ihre Off-Kommentare passen sich gefühlvoll der subjektiven Prosa der literarischen Vorlage an. Die Atmosphäre ist der Blues, Original-Schwarzweiß-Bilder eines Gordon Parks oder Jack Garofalo aus dem Harlem der 1970er-Jahre kontrastieren mit den Filmaufnahmen, wobei die Kamera von James Laxton die bis zur Kindheit zurückreichenden Rückblenden in helleres Licht taucht, während er über die Gegenwart dunkle Schatten legt. Dies Hin und Her funktioniert perfekt, wenn Tish sich korrigiert oder etwas verdeutlichen möchte, etwas, das sie zuvor vergessen hatte, zu erwähnen.

Tishs Eltern tanzen in Vorfreude aufs Enkelkind: Sharon (Oscar-Preisträgerin Regina King) und Joseph (Colman Domingo). Bild: © Tatum Mangus Annapurna Pictures

Sharon (Regina King) fliegt nach Costa Rica, um das Vergewaltigungsopfer zu suchen und um eine neue Aussage zu bitten. Bild: © Tatum Mangus Annapurna Pictures

Barry Jenkins hat einen bedächtigen Film geschaffen, James Laxton die radikale Schönheit und die überbordende Musikalität Baldwins in hypnotische Bilder übertragen. Wie der Roman im Rhythmus an ein komplexes Jazzarrangement erinnert, so ist auch der Film subtil, eindringlich, konzentriert. Und ganz ohne gängige Empörungsmuster bedienen zu müssen, gibt Jenkins ein kraftvolles Bekenntnis gegen staatliche Willkür ab. Die Themen Rassenhass und Diskriminierung sind allgegenwärtig, auch in Nebenfiguren wie Daniel, der zwei Jahre wegen Autodiebstahls einsitzen muss, obwohl er nachweislich nicht fahren kann.

Dass diese Übung romantische Love Story vs gewaltbestimmte Realität gelingt, ist nicht nur dem Respekt des Regisseurs vor James Baldwin, sondern in hohem Maße den Darstellern zu danken. Vor allem KiKi Layne als Tish und Regina King als Sharon verleihen ihren Figuren jenseits jedes Abgleitens in den Pathos eine Integrität, einen stillen Stolz, eine Würde, die einen anrührt. Wenn die Mutter erahnt, was ihr die Tochter sagen will, nämlich, dass sie Fonnys Kind erwartet, genügen den beiden Blicken, um den Betrachter wissen zu lassen, dass sich hier keine Familienkatastrophe, sondern die Freude über ein großes Glück anbahnt.

Wenn Tish von ihrem Job als Parfüm-Mädchen in einem Nobelkaufhaus berichtet, sie sprüht sich den gewünschten Duft auf die Hand, weiße Männer schnüffeln daran, dann ist ihr wohl klar, dass man sie hier als Quotenschwarze angestellt hat. Doch Baldwin, und mit ihm Barry Jenkins, zeigen auch immer wieder Weiße mit Zivilcourage. Dave Franco als jüdischer Hausbesitzer Levy, der als einziger weit und breit bereit ist, an Schwarze zu vermieten. Finn Wittrock als Fonnys Rechtsanwalt Hayward, der den Fall erst gelangweilt übernimmt, bis er, entsetzt über das Fehlen jeglicher Gerechtigkeit, sich geradezu hinein verbeißt. Doris McCarthy als Besitzerin eines kleinen, italienischen Lebensmittelgeschäfts, die Fonny vor einer gefährlichen Rauferei bewahrt.

Fulminante schauspielerische Leistungen zeigen auch Colman Domingo als Tishs Vater, Michael Beach als Fonnys Vater – und selbstverständlich Stephan James als Fonny. Wie er leise verzweifelt die Zerstörung eines Mannes hinter Gittern zeigt, ist beklemmend gut gemacht, im Gesicht die Spuren von Schlägen, Jenkins auch in diesen Sequenzen so fein- wie scharfsinnig, denn darüber zu sprechen, erlauben sich die Protagonisten nicht.

Am Set – Levy will Tish und Fonny ein Loft vermieten: Dave Franco, Stephen James, Regisseur Barry Jenkins und KiKi Layne. Bild: © Tatum Mangus/Annapurna Pictures

James Baldwin liebte das Kino. Und John Wayne. „Auch, wenn mir klar ist, dass die Indianer, die er in seinen Filmen hinmetzelt, in Wahrheit ich sind.“ Dieses Zitat stammt aus Raoul Pecks Dokumentarfilm „I Am Not Your Negro“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=25378), der als Ergänzung zu „Beale Street“ sehr zu empfehlen ist. Zeigt Peck doch den kämpferischen Autor, dessen klarsichtige Gesellschaftsanalysen seine Gegner regelmäßig verstummen ließen.

Zeigt den Vorkämpfer der 1970er-Bürgerrechtsbewegung, der seine Homosexualität erstaunlich offen lebte, und wegen beider „Vergehen“ ins Visier des FBI geriet. Bei dtv macht man sich um Baldwin-Neuübersetzungen samt aktueller Begleittexte verdient, die Romane „Von dieser Welt“ und „Beale Street Blues“ sind bereits erschienen, ebenso der Essayband „Nach der Flut das Feuer“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=32270), für 2020 ist „Giovanni’s Room“ in Planung, ein Buch, in dem Baldwin in unverschlüsselter Deutlichkeit einen schwulen Hauptcharakter etabliert.

Während Raoul Peck seiner Doku aktuelle Fakten beifügt, Rodney King 1991, Tamir Rice 2014, Alton Sterling und Philando Castile 2016, Ferguson, Baltimore, Charleston …, bleibt dieses Mittel der Fiktion natürlich verwehrt. Und dennoch versteht es auch Barry Jenkins, klarzustellen, woher der Wind immer noch weht. Wenn er als weißer Sturm die Schicksale derer in Trümmer legt, deren einziges Verbrechen es ist, schwarzer Hautfarbe zu sein.

bealestreet.movie

7. 3. 2019

Ein Hologramm für den König

April 25, 2016 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Tom Hanks findet den Brunnen in der Wüste

Tom Hanks als Alan Clay Bild: © X Verleih

Der Clash of Cultures hat anfangs etwas Faszinierendes: Tom Hanks freut sich als Alan Clay über den neuen Job in Saudi-Arabien. Bild: © X Verleih

Es ist schon eine Freude. Tom Tykwer hat in Dave Eggers Roman „Ein Hologramm für den König“ den Humor entdeckt. Einen feinen, leisen, der dem Freund und Autor selber gar nicht recht aufgefallen zu sein scheint. So gelingt es dem Filmemacher, und ab 29. April ist das in den heimischen Kinos zu sehen, aus der literarischen Skepsis über die Welt an sich und die Menschen im besonderen eine warmherzige Tragikomödie zu machen, eine gutgelaunte Satire über die Groteske des Lebens.

Tykwer erweitert Eggers „Andere Länder, andere Sitten, anderes Zeitgefühl“-Thema. Bei näherer Betrachtung, sagt er, sind die anderen nämlich gar nicht so anders. Man muss nur hinschauen, hinhören, verstehen wollen, auf die Leute zugehen – und schon … gibt es ein vollkommen unrealistisches Happy End, eine schöne Utopie über etwas, das in der Realität mit schlimmsten Strafen zu büßen wäre. Aber egal. Alle werden nicht, nein: sie sind längst schon Brüder. Mit seligem Lächeln gleitet man aus dem von Frank Griebe unaufgeregt, fast stoisch fotografierten Film, zurück in die eigene Wirklichkeit, aufgerufen und angespornt, es selber ein bisschen mehr zu versuchen, ein bisschen besser zu machen. Was sonst darf man sich von Kino wünschen? Dass diese Übung gelingt, ist im hohen Maße einmal mehr das Verdienst des wunderbaren Tom Hanks in der Hauptrolle.

Tom Hanks spielt Alan Clay, das ist nach „Cloud Atlas“ seine zweite Zusammenarbeit mit Tykwer. In Rückblenden, bestimmte Ereignisse rufen Erinnerungen wach, wird erzählt, was er alles verloren hat. Den Job in der Vorstandsetage, das Haus, die Ehefrau, die Studiengebühren der Tochter sind derzeit nicht zu bezahlen. In einer Albtraum-Achterbahnfahrt singt Hanks davon. Inspiriert vom Talking-Heads-Songs, … and you may ask yourself, how did I get here? Clay, der mittelmäßige Mittfünfziger, ausgestattet mit einem altmodischen Ehrenkodex übers Geschäftemachen, Verlierer der Bankenkrise, vom Arbeitsplatz Ausgestoßener ob der chinesischen Weltwirtschaftsübernahme, hat in einer neuen Firma eine neue Aufgabe zugeteilt bekommen. Die Bewährungsprobe. Die Überlebenschance eines Handlungsreisenden. Er soll in Saudi-Arabien eine IT-Anlage verkaufen, innovativste Hologramm-Kommunikationstechnologie für das Prestigeprojekt von König Abdullah, der mitten im Nirgendwo der arabischen Wüste eine strahlende Metropole errichten lässt. Das heißt, noch ist alles Baustelle, eine von Uli Hanisch tatsächlich in der Westsahara aus dem Boden gestampfte, und Clays Mitarbeiter darben und dursten in einem nichtklimatisierten Zelt. Aber die Präsentation wird vorbereitet, money is money, und die Amerikaner haben nicht vor in Saudi-Arabien auf Sand zu bauen. Nur der König kommt nicht und nicht.

Es ist ein gelungener Kunstgriff von Tykwer Eggers Metapher für die Komplettvernetzung der Welt als analogen Film angelegt zu haben. Tom Hanks, erklärt er im Interview, sei halt auch ein analoger Antiheld. Und so sieht man diesem wandelnden Anachronismus beim Scheitern zu, wie sich die Kummerfalten immer tiefer ins Gesicht graben, wie sein Lächeln ständig bemühter wird. Hanks wohldosiert das US-Hoppla-jetzt-komm‘-ich-Gehabe, sein Clay ist längst kein Macher mehr, sein angezählter Körper unter der Dusche symbolisiert deutlich, Amerika ist nicht mehr der Kraftmeier im Gefüge der Mächtigen. Die Saudis lachen sich sowieso einen weg, wenn er empört durch die Ödnis stampft, wenn er sich müht, im Stillstand Vollgas zu geben und dabei nicht an den Fleck kommt, wo er endlich sein vom Geld-Gott gegebenes Recht durchsetzen könnte. Die Saudis haben die gleiche Religion in anderer Aufmachung, und man kann immer den am wenigsten leiden, der einem tatsächlich am ähnlichsten ist.

Tykwer bringt vieles als Fußnote an. Die Nichtbeachtung der Menschenrechte, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit, der Frauen, die Haftstrafen ohne Anklage und Gerichtsverfahren für politisch Oppositionelle, all das webt er in den Stoff ein, ohne dafür mahnend einen Zeigefinger heben zu müssen. In einer für das saudische System bezeichnenden, sehr stillen Szene verirrt sich Hanks‘ Clay in einem Hochhausskelett, landet in einem Streit junger philippinischer Gastarbeiter und alter Araber, ärmliche, erbärmliche Randexistenzen im Land der reichen Scheichs, um schließlich in einer luxuriös ausgestatteten Musterwohnung empfangen zu werden. Ein kühles Bier? Kein Problem. Das strikte Alkoholverbot? Kein Problem.

Alexander Black als Yousef mit Tom Hanks Bild: © X Verleih

„Yousef“ alias Alexander Black erklärt Clay einiges über Land und Leute. Bild: © X Verleih

Sarita Choudhury als Zahra mit Tom Hanks Bild: © X Verleih

Zahra, die Ärztin, lädt ihren Patienten in ihr Haus ein: Sarita Choudhury und Tom Hanks. Bild: © X Verleih

Tom Hanks als Alan Clay Bild: © X Verleih

Und Alan Clay findet den Brunnen in der Wüste. Bild: © X Verleih

„Es macht die Wüste schön“, sagt Antoine de Saint-Exupérys kleiner Prinz, „dass sie irgendwo einen Brunnen birgt.“ Und natürlich findet Alan Clay den seinen. Dave Eggers hat für sein Buch vor Ort recherchiert und die Menschen porträtiert, wie er sie getroffen hat. Clay lernt so Yousef kennen, seinen Fahrer. Und, weil ihm eine „Beule“ vom Rücken entfernt werden muss, die Ärztin Zahra. Beide brillant gespielt, vom gebürtigen Ägypter und Comedian Alexander Black und der bengalisch-indischen Schauspielerin Sarita Choudhury, beide angedacht als Sinnbild des Aufbruchs in einer Gesellschaft, in der Tradition über allem steht.

Zwischen diesen Polen lässt Black seine Figur pendeln. Diesen Studenten mit dem All-American-Musikgeschmack, von Elvis über „Chicago“ bis ELO, diesen Schelm, der sich nichts böses denkt, einen Ungläubigen Richtung Mekka und in die eigene Familie zu schmuggeln, der ändern und bewegen und politisch die Initiative ergreifen will. Würdet ihr uns unterstützen, wenn wir für Demokratie eintreten?, stellt er dem einen Amerikaner stellvertretend die Gretchenfrage. Das geht nicht runter wie Öl. Doch als er ihn, nun ein Freund, allein mit einer fremden Frau sieht, der Zornausbruch – es ist nicht leicht, ererbte Regeln neu zu denken. Kinodebütant Black ist eine Entdeckung für die Leinwand.

Die fremde Frau, die Ärztin, hat sich bereits auf den Weg in die Emanzipation gemacht. Sie lässt sich scheiden, sie hofft ihren Sohn zu einem besseren Mann zu machen, als es ihr Ehemann ist. Man kann Sitten auch unterworfen sein, lernt Clay, und Zahra zeigt ihm, wie man sie subtil unterlaufen kann.

Unter Wasser kommt es zum Kuss. Sarita Choudhury, bekannt aus der TV-Serie „Homeland“, spielt das mit großer Würde und Eleganz, gestaltet prägnant das Bild einer modernen Muslima, die ihre Chancen zu nutzen und Grenzen auszuloten und auszudehnen weiß. Hinter dem Schleier steckt viel mehr, als westliche Vorurteile sich vorzustellen zulassen. Dieses Verwirrspiel, es wird sich für Alan Clay am Ende lösen, er wird erkennen, dass die tausendundeine Nacht keine verklärt gefährliche Geschichte bleiben muss, wenn man sich auf sie einlässt. In einer Schlüsselszene geht er mit Yousef und dessen Cousins auf die Jagd, ein die Schafe reißender Wolf muss erlegt werden. Doch die Familie beginnt das Abendgebet, Clay sieht das Raubtier, legt an und – drückt nicht ab. Der Amerikaner hat verstanden, dass ihm dieser Schuß nicht zusteht. Als wisse zumindest er, dass man mit Waffen der Welt nicht Gesetz und Ordnung bringen kann. Hier noch ein Songtipp für Yousefs und Alans nächsten Roadtrip: Triumph – „Fight the Good Fight“.

einhologrammfuerdenkoenig.x-verleih.de

Wien, 25. 4. 2016

Festspielhaus St. Pölten: Fritz Langs „Metropolis“ einmal anders

November 25, 2015 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Choreograf Dave St-Pierre inszeniert „Cirkopolis“

Cirque Éloize: Cirkopolis Bild: Valerie Remise

Cirque Éloize: Cirkopolis
Bild: Valerie Remise

Am 28. und 29. November gastiert die multimediale Produktion „Cirkopolis“ des kanadischen Cirque Éloize im Festspielhaus St. Pölten. Videoprojektionen und Bühnenbild lassen eine futuristisch anmutende Stadtatmosphäre entstehen, die – inspiriert von Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ – eine außergewöhnliche Kulisse für die akrobatischen Höchstleistungen der Akteure bietet. Akustisch wird die Kreation von eigens für das Stück geschaffenen Kompositionen aus Stadtlärm, verträumten Chansons und typischen Zirkusklängen untermalt.

Der 1993 gegründete Cirque Éloize ist weltweit eine der erfolgreichsten Compagnien des cirque nouveau. Für die akrobatischen Performances vereint der künstlerische Leiter Jeannot Painchaud die fabelhafte Welt des Zirkus stets geschickt mit anderen Kunstformen wie Film, Theater und Poesie und schafft dadurch Raum für innovative Abende, die sich atmosphärisch zwischen Imagination und Realität, zwischen Grenzen und Möglichkeiten ansiedeln.

Für die träumerische Inszenierung „Cirkopolis“, die im Festspielhaus erstmals in Österreich zu sehen sein wird, engagierte Painchaud das enfant terrible des zeitgenössischen kanadischen Tanzes, den Choreografen Dave St-Pierre. Bereits für die Éloize-Show „iD“ erarbeitete er die Choreografie und zeichnet nun erstmals auch bei einer Zirkusproduktion für die Inszenierung verantwortlich. Mit „Cirkopolis“ stellt der Cirque Éloize einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, dass sich Zirkus zu einer wahrhaftigen Kunstform entwickelt hat. „’Cirkopolis‘ zu betreten, bedeutet loszulassen und voll und ganz darauf zu vertrauen, von der Hoffnung getragen zu werden“, so Jeannot Painchaud über die Erfolgsproduktion, die als „Unique Theatrical Experience“ 2014 mit dem New Yorker Drama Desk Award ausgezeichnet wurde.

TIPP:

Im Rahmen der Masterclass geben Ensemblemitglieder des Cirque Éloize am Samstag von 13.30 bis 15.30 Uhr jungen Tanzschaffenden Einblicke in das Zirkuswesen.

www.festspielhaus.at

Wien, 25. 11. 2015