Halloween-Tipps: Party machen in Gruselgebäuden

Oktober 26, 2020 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

The Murder House / The Mortuary / Das schaurige Haus

The Mortuary. Bild: Polyfilm Verleih

Nur wegen #Corona muss Halloween 2020 noch lange nicht ausfallen. Zwar ist vor Trick-or-Treat-Umzügen abzuraten, doch Party machen in Gruselbauten ist allemal möglich – wann sonst als an Samhain sollte man sich schon mit einer Maske schmücken? Zu den bekannten Kürbisköpfen wie Michael Myers, dem guten

alten Freddy, Leatherface oder Mörderpuppe Chucky gesellen sich dies Jahr ein paar neue Spukgestalten. Netflix bietet auf www.netflix.com/at/browse/genre/108663 Serien wie „Spuk in Bly Manor“, „Der Nebel“ und „Ratched“ (über die böse Oberschwester in „Einer flog über das Kuckucksnest“) teilweise kostenlos an. Dazu Horror-, Psycho- und Kinderfilme von „House at the End of the Street“ über „Haus der 1000 Leichen“ bis „Hotel Transilvanien“, und Haus, das ist auch das Stichwort für drei besondere Halloween-Tipps:

The Murder House

Das „American Horror Story“-Mörderhaus öffnet sich am Halloween-Wochenende für einen paranormalen Livestream, beginnend am 29. Oktober in der Abenddämmerung bis Sonnenuntergang am 1. November. Hausbesitzer Prof. Dr. Ernst von Schwarz und Gattin Angela Oakenfold veröffentlichen auf mottingers-meinung.at vorab eine Teilnehmerliste zur Veranstaltung im berüchtigten historischen Denkmal in Los Angeles:

Screenshot: The Murder House

Screenshot: The Murder House

Die allererste paranormale Untersuchung wird von Exorzisten-Bischof James Long durchgeführt, der in „Ghost Adventures“, „The Possessed“, „Gates Of Hell“, „Exorcism Live!“ und „Portals To Hell“ aufgetreten ist.  Die berühmte Hellseherin und weiße Hexe Patti Negri aus „Ghost Adventures“ wird die erste Séance des Hauses leiten. Michelle Belanger, Vampir-Spezialistin und gefeierte Autorin, die in „Paranormal State“, „Portals To Hell“ und „The Real Vampire Files“ zu sehen war, wird in die gespenstische Welt des Okkulten eintauchen. Zur Geisterjagd wie zur Séance sind die Zuschauer herzlich eingeladen.

Die renommierte Historikerin und Halloween-Expertin Lisa Morton nimmt einen mit auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte und Traditionen von All Hallows’ Eve. Die Tarot-kundige Sasha Graham wird die Rätsel des Kartensets lüften, und ein glücklicher Ticketbesitzer erhält eine virtuelle Lesung live on air. Energieheiler Satish Dholakia wird Ratschläge geben, wie man sich vor negativen Energien und unerwünschten bösen Entitäten schützen kann. Der Psychiater Dr. Waguih Ishak wird über die süchtig machende Natur des Grauens und die Pathologie der Angst sprechen. Hausbesitzer und Kardiologe Prof. Dr. Ernst von Schwarz vertieft sich in die Geschichte der mittelalterlichen Foltertechniken.

Der „Murder House“-Livestream wird mit 15 Kameras, die im gesamten 10.000 Quadratmeter großen Haus aufgestellt sind, das ganze Wochenende lang live übertragen. Über den Live-Stream hinaus sehen die Zuschauer das tägliche Programm. Während der Live-Stream mit Eintrittskarte für alle zugänglich ist, wird „The Murder House“ sein Innerstes für sechs glückliche – oder unglückliche – Fans öffnen. Je zwei von ihnen werden sich für je eine der drei Nächte im schrecklichen Keller wiederfinden, während sie live in die Welt gestreamt werden – und ein Arzt ihre Lebenszeichen und ihren psychologischen Zustand überwacht …

Ein Ticket zu 25$/knapp 22€ ermöglicht drei Tage lang 24 Stunden virtuellen Zugang zum Haus und allen Veranstaltungen. www.themurderhouse.com           Trailer: vimeo.com/469181741

The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte

Eine dunkle Erzählerstimme raunt Bedrohliches, die Kamera entschwebt durch einen Wald, vorbei an einem Schild mit der Aufschrift „Raven’s End“, ein Unwetter tobt, die Raben krächzen – und ein Bub hastet mit seinem Fahrrad durch Forst und Flur. Bis er zu einem abgelegenen Anwesen kommt, dem örtlichen Leichenschauhaus, das zugleich ein Krematorium ist.

Mit seinem Spielfilmdebüt „The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte“, seit Freitag in den Kinos zu sehen oder z.B. via Amazon zu streamen, hält Drehbuchautor und Regisseur Ryan Spindell an jener Gruselatmosphäre und seinem Sinn für morbiden Spaß fest, die man von seinen schwarzhumorigen Kurzfilmen kennt. Wie in diesen mixt er auch hier Horror-, Fantasy- und Comedy-Elemente. „The Mortuary“ ist als Anthologie konzipiert, die Episoden sind mit einer Rahmenhandlung verknüpft – und fürs Finale hat Spindell seinen 22-Minüter „The Babysitter Murders“ aus dem Jahr 2015 wieder aufgegriffen.

The Mortuary: Clancy Brown. Bild: Polyfilm Verleih

The Mortuary. Bild: Polyfilm Verleih

The Mortuary. Bild: Polyfilm Verleih

The Mortuary. Bild: Polyfilm Verleih

Vor allem aber beschert einem „The Mortuary“ ein Wiedersehen mit spooky Highlander Clancy Brown. Denn wer in Raven’s End stirbt, landet auf dem Tisch des von ihm grandios verkörperten Leichenbestatters from Hell Montgomery Dark. Bei ihm sind die Verstorbenen in besten Händen. Als sich eines Tages die furchtlose Sam, Leinwandentdeckung Caitlin Fisher, um die freie Assistentenstelle bewirbt, ist er beeindruckt von ihrer Faszination fürs Makabre – und auf ihren Wunsch hin beginnt er Geschichten über seltsame Todesfälle zu erzählen. Und so geht es von einem kurzen Kammerspiel, das in den 1950er-Jahren angesiedelt ist und einer Diebin im Badezimmer des gerade Bestohlenen eine höchst unangenehme, Cthulhu-artige Überraschung beschert, zu einem drastischen Stück Body-Horror, das in ein Sixties-College führt.

Wo einem arroganten Aufreißer-Studenten eine tödliche Lektion in Sachen Safer Sex erteilt wird – Stichwort: Wo kommen die Babys her? Ja, genau … Von Szene zu Szene steigert Spindell die Subtilität seines Horrors, auf nicht wenig Blut folgen ungeahnte Absurditäten, auf eine düstere Geschichte in den 1970er-Jahren über einen verzweifelten Ehemann, der in einem mörderisch moralischem Dilemma steckt, und wie perfide, man identifiziert sich tatsächlich mit ihm, nicht mit dem Opfer, folgt schließlich jene „Halloween“-Variation um eine junge Frau in einem nächtlichen Haus und eine grausame Mordserie in einem US-Vorort der 1980er. Ryan Spindell bedient sich des episodischen Horrorgenres wie „Der grauenvolle Mr. X“ und „Die Todeskarten des Dr. Schreck“, und Clancy Brown steht großen Vorbildern wie Vincent Price, Peter Cushing oder Christopher Lee in nichts nach.

Spindells volle Aufmerksamkeit gilt aber der Sam von Caitlin Fisher, der er nicht den weiblichen Stereotyp von Hysterie, Kreischen, hilf- und vor allem kopflosem Wegrennen, sondern die Rolle einer intelligenten, so gar nicht unschuldigen Frau auf den Leib geschrieben hat. Dieser gehört das trick- und twistreiche Ende: ein entschlossener Babysitter, Verfolgungsjagden durchs Haus, Gegner, die sich bis zum Letzten bekämpfen und alles als Waffe hernehmen, das zur Hand ist, ein gestresster Tunnelblick, verzerrte Stimmen – und die feministische Erkenntnis, das nichts zwingend so sein muss, wie es auf den ersten Blick scheint … www.trapdoorpictures.com/the-mortuary-collection-main          Trailer:www.youtube.com/watch?v=f9T3ld_juyo           www.youtube.com/watch?v=iZHg9xcK83s

Das schaurige Haus

Für weniger starke Nerven und als Gruselspaß für die ganze Familie empfiehlt sich das Spielfilmdebüt „Das schaurige Haus“ von Daniel Geronimo Prochaska, Sohn des mit „Das finstere Tal“ oder „In 3 Tagen bist du tot“ genre-affinen Filmemachers Andreas Prochaska. Der Mystery-Film, ab Freitag im Kino, der auf dem gleich- namigen Jugendroman der deutschen Autorin Martina Wildner basiert, erzählt vom 16-jährigen Hendrik aus Hannover, der mit Mutter und kleinem Bruder Eddi nach Bad Eisenkappel/Železna Kapla in Kärnten übersiedelt.

Schon kurz nach der Ankunft mehren sich die seltsamen Geschehnisse im eher Bruchbude als Bauernhaus zu nennendem neuem Heim. Eddi beginnt mit Schlafwandeln, Hendrik plagen Albträume, ein Foto der Vorgängerfamilie hängt, wie oft auch weggeräumt, am nächsten Morgen wieder an seinem Platz an der Wand, in die Eddi plötzlich slowenische Wörter ritzt, die geheimnisumwitterte Nachbarin steht betend am Fenster, und – eh klar – hinterm Hof liegt ein verwitterter Friedhof.

Das schaurige Haus. Bild: Filmladen Filmverleih

Das schaurige Haus: Inge Maux. Bild: Filmladen Filmverleih

Als Eddi auch noch Slowenisch zu sprechen anfängt, die Augen in diesen Szenen pechschwarz angelaufen, ach, es gibt nichts Schöneres als unheimliche Kinder, als sich Hendrik mit Nerd Fritz anfreundet und in die fesche Ida verliebt, beschließen die Jugendlichen dem Spuk ein Ende zu bereiten. Die Story dahinter kennt Fritz: Einst wohnte im Haus eine aus Slowenien stammende Mutter, die ihre beiden Söhne ermordet haben soll, bevor sie sich das Leben nahm – und deren Geister wollen nun via der Körper von Hendrik und Eddi Rache nehmen.

Die Leinwand-Adaption von „Das schaurige Haus“ trieft gleich „The Mortuary“ vor Genreklischees, nur weiß man hier nicht mit so nonchalantem Augenzwinkern damit umzugehen. An der Goonies’schen Coming-of-Age-Abenteuer-Horror-Story: „Outcast mit nervigem Sidekick meets Teenagerromanze“ erfreuen, neben den jugendlichen Darstellern León Orlandianyi und Benno Rosskopf als Gebrüder Hendrik und Eddi, Marii Weichsler als toughe Ina und dem wundersamen Lars Bitterlich als Fritz, Inge Maux als seltsame Nomen-est-omen-Nachbarin Frau Seelos, die sich mit Salzringen gegen jenseitige Mächte schützt, und last, but not least Michael Pink als Immobilienmakler Röckl.

Der Friesacher in perfektem Karntnerisch, der das Sinistre seiner Figur erst gar nicht verbirgt. Bei ihm laufen die Fäden denn auch zusammen, in einem Schluss, der sehr nach „Landkrimi“ schmeckt (der noch nicht ausgestrahlte Kärntnerische, betitelt „Waidmannsheil“, ist übrigens tatsächlich von Daniel Geronimo Prohaska). Die Zuschauer wird das am Filmvergnügen nicht hindern, doch sei’s gesagt: Der Teufel steckt im Detail. Und so verärgert, im Buch geht es um eine norddeutsche Familie, die ins Allgäu zieht, warum ein slowenisches Gespensterkind „Ralf“ heißen muss, wo doch ein Radin oder Rajko möglich gewesen wäre, oder wie ein Paar aus dem bäuerlichen Milieu sich eine „Haushälterin“ einstellen sollte, wo’s eine Wirtschafterin sein müsste.

Dass Daniel Geronimo Prohaska für seine Deix‘ischen Dorfbewohner den Humor fürs Culture Clashen gepachtet hat, ist der große Pluspunkt des Films. Im wirklichen Leben, mit einer amerikanischen Freundin, die drüben natürlich Deutsch-Deutsch lernte, folgender Szene selbst beigewohnt: Hendrik/US-Freundin geht in die Greißlerei und verlangt sechs Brötchen. In Floridsdorf, Greißlerin: Brötchen is bei mir wos mit an Ei und an Gurkerl. Im Film, Greißlerin: Ah, wos? Ah so, Semmeln!

Das schaurige Haus: www.dasschaurigehaus.at           Trailer: www.youtube.com/watch?v=IdrDBKfeTgw

26. 10. 2020

Teatrul Naţional Radu Stanca Sibiu zeigt Thomas Perle

Oktober 24, 2020 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

 „LIVE“: Digitales Theater zum Zustand Europas

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

„Identitätshinterfragung und mediale Manipulation“ nennt der in Wien lebende rumäniendeutsche Autor Thomas Perle (Rezension seines Stücks „mutterseele“: www.mottingers-meinung.at/?p=24193, „karpatenflecken“ wird im Dezember am Burgtheater zu sehen sein), „Identitäts- hinterfragung und mediale Manipulation“ also nennt Perle die Grundideen seines aktuellen Projektes „LIVE“.

Wie manifestiert sich Wahrheit im Internet? Wie funktioniert ebendort die Beeinflussung? Perle lässt in seinem Text die Grenzen zwischen der viel beschworenen neuen Realität und der Fiktion verschwimmen – und hat mit Bobi Pricop am Teatrul Naţional Radu Stanca im rumänischen Sibiu einen Regisseur gefunden, der es ihm gleichtut. „LIVE“ ist ein Medienhybrid, ein Theaterstück von cineastischer Ästhetik, konzipiert für den digitalen Raum. Fünf Episoden, in denen aktuelle europäische soziologische Themen beleuchtet werden, ein Abend, der auf der Bühne für eine begrenzte Anzahl von Zuschauern stattfindet und gleichzeitig per Online-System einem Publikum im Netz zugänglich gemacht wird.

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

Womit man auch von Österreich aus dabei sein kann. Gespielt wird in deutscher und rumänischer Sprache, mit den jeweils gegenteiligen und englischsprachigen Untertiteln. Die Schauspielerinnen und Schauspieler Johanna Adam, Yannick Becker, Emőke Boldizsár, Daniel Bucher, Anca Cipariu, Fabiola Petri, Daniel Plier, Valentin Späth und Ali Deac erzählen in den fünf Szenen Geschichten, die in enger Verbindung mit ihren persönlichen stehen. „Die in der Show beschriebenen Charaktere und Situationen spiegeln die Gedanken und Anliegen des gesamten Teams wider“, so Bobi Pricop über sein Work-in-Progress.

Und so ist man dabei, wenn eine aufgelöste Spielplatzmutti durch die nächtlichen Straßen irrt. Ihre Tochter wäre von einem Jungen belästigt worden, aber das sei doch kein Grund, dass dessen Mutter ihn bei Beschwerde so verprügle. Die zugeschalteten Kommentare reichen vom empörten „Leute, was passiert da mit uns?“ bis zum „Verkaufe Kinderbettwäsche“ … und Bildstörung … Beim einem Online-Spiel wird sich über Grenzen hinweggesetzt, nicht nur Landes-, sondern auch die von „Kill ihn! Schick‘ mir Kristalle! Benutze den Schild!“ Bis die Kombattanten im virtuellen Raum ihr wahres Ich erkennen, und eine zarte Love Story beginnt.

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

#Corona-Theater im besten Sinne ist es, was hier geboten wird, in rotes Licht getauchte Kamerafahrten zeigen eine auf vier Kojen unterteilte Bühne, in denen je ein Darsteller, eine Darstellerin samt Technik-Team sitzt. Bei perfektem physical distancing wird per Laptop und Handy interagiert. „Ausgehend von unserer Frage nach Identität in der Krise kam die wirkliche Krise in Form der noch andauernden Pandemie“, kommentiert Perle das Gezeigte.

Eindrücklich ist derart ein Online-Bewerbungsgespräch, Fabiola Petri  und Daniel Plier, in dem sich eine multilinguale, rumänische IT-Spezialistin bei einem offenbar deutschen Jobvermittler vorstellt. Der der hochqualifizierten Frau mit überheblichen Sätzen wie „Es ist nichts Schlimmes daran, das Berufsfeld zu wechseln“ oder „Das sind nun einmal die Stellen für Menschen aus Ihrem Land“ Arbeit als Erntehelferin oder in der Pflege anbietet. Eine Diskussion, die sie „erschöpft, leer und sich wertlos fühlend“ beendet.

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

Oder jenes Handy-Telefonat eines deutschen Chirurgen, Ali Deac, mit einer in Rumänien lebenden Mutter, ihr Sohn sei am Arbeitsplatz verunfallt und schwerstverletzt und sie müsse 900 € für die Kosten seiner medizinischen Behandlung überweisen. Lange lässt die Frau mit den schreckgeweiteten Augen auf sich einreden, bis sie fragt: „Und das ist kein Betrug …?“ Deutlicher und un/menschlicher als an diesen beiden Beispielen lässt sich das West-Ost-Gefälle innerhalb der EU, dieses seit 2007 unveränderte Zentrum-Peripherie-Modell kaum erklären.

Dies sei, sagt Pricop, eine Zeit „in der alles möglich und glaubwürdig ist, solange es gelingt, eine emotionale Verbindung zu unseren Schwachstellen, Veranlagungen oder Erwartungen herzustellen“. Und lässt das Ganze mit einer sarkastisch-heiteren Episode enden: Schauspieler Daniel Bucher als Journalist von „Guerilla Investigation“ auf der Suche nach jenem schwulen Priester, dem man in einem geheimen Kloster einem Folter-Exorzismus unterzogen haben soll.

LIVE: Screenshot / Teatrul Naţional Radu Stanca

Eine Schnitzeljagd mit jeder Menge Anrainer-Befragung, Bildern eines Mercedes fahrenden Klerus‘, neue Kirchen, kaputte Straßen, Schafe inmitten von Solarpaneelen und des Reporters Erkenntnis: „Um ehrlich zu sein, habe ich mir Rumänien ganz anders vorgestellt …“ Herrlich!

www.tnrs.ro/home

24. 10. 2020

Crescendo – #makemusicnotwar: Peter Simonischek auf Barenboim’schen Spuren

Oktober 8, 2020 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Kraft der Musik kann Frieden schaffen

Will die israelischen und palästinenschen Musikerinnen und Musiker zum Orchester formen: Peter Simonischek als Dirigent Eduard Sporck. © Stadtkino Filmverleih / CCC / Bild: Oliver Oppitz

Man kann einander nicht hassen, wenn man gemeinsam Musik macht. Von dieser Idee ist Daniel Barenboim zutiefst überzeugt, als er 1999 mit Edward Said und Bernd Kauffmann das West-Eastern Divan Orchestra gründet. Das zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern zusammengesetzte, weltweit gastierende Symphonieorchester ist die Vision eines friedlichen Zusammenlebens der Völker im Nahen Osten.

Und ganz klar Inspirationsquelle für Dror Zahavis aktuellen Film „Crescendo – #makemusicnotwar“, der, nachdem er #Corona-bedingt im Mai nicht starten konnte, gestern Abend das Jüdische Filmfestival Wien 2020 eröffnete, und ab Freitag österreichweit in den Kinos zu sehen ist. Die noch von Artur Brauner angedachte Produktion hat nun seine Tochter Alice Brauner realisiert. Das Drehbuch verfasste Zahavi zusammen mit Johannes Rotter.

Ein Orchester als Friedensprojekt. Das beginnt natürlich mit Zank und Zoff. Wackelige Handy-Videos zeigen die Vorbereitung zweier Kids aufs Vorspielen. Er in schicker Stadtwohnung der Musik hingegeben, sie voll verzweifelter Wut, Tränengas, Steinhagel, Panzer, Tel Aviv vs Westbank, Schikanen am Checkpoint, die palästinensischen Musikerinnen und Musiker kommen zu spät ins Konzerthaus, wo der arrogante israelische Jungstar schon heftig aufgeigt …

Im Rahmen einer Friedenskonferenz in Südtirol soll ein israelisch-palästinensisches Jugendorchester als Brückenbauer dienen, so denkt sich das Klara de Fries, Bibiana Beglau, von der „Stiftung für effektiven Altruismus“ und zuständig für das Abendprogramm, als sie den weltberühmten Dirigenten Eduard Sporck für ihr Anliegen begeistern will. Ein Zeichen gegen animose Ideologien und gegen Intoleranz, an das Peter Simonischek in einer Paraderolle als bärbeißiger Maestro mit einem hingeworfenen „Ich spende schon fürs Rote Kreuz!“ nicht so recht glauben will.

Omar wird am Checkpoint aufgehalten: Mehdi Meskar. © Stadtkino Filmverleih / CCC / Bild: Oliver Oppitz

Während Layla schon beim Vorspielen ist: Sabrina Amali (li.) © Stadtkino Filmverleih / CCC / Bild: Oliver Oppitz

Romeo und Julia: Mehdi Meskar als Omar und Eyan Pinkovich als Shira. © Stadtkino Filmverleih / CCC / Bild: Oliver Oppitz

Gemeinsam feiern macht Freunde: Daniel Donskoy als Ron und Sabrina Amali. © Stadtkino Filmverleih / CCC / Bild: Oliver Oppitz

Doch Sporck hat eine eigene schwierige Geschichte, die Eltern waren Birkenau-„Ärzte“, diese innerfamiliäre NS-Vergangenheit nagt an ihm, und so sagt er schließlich zu. Zahavi wechselt Schnitt für Schnitt die Schauplätze und die Protagonisten. Violinistin Layla, Sabrina Amali, von ihrer Mutter als Verräterin an der palästinensischen Sache beschimpft, erklärt ihre Geige zur „Waffe“ im Kampf um Respekt und Gerechtigkeit. Später sieht man Layla, gestoppt von einer israelischen Soldatin. Der Geigenkasten ist verdächtig, Layla, die ihre Einladung zum Vorspielen herzeigen will, sofort als aufsässig eingestuft. Angst führt zu Aggression. Auf beiden Seiten.

Dem Klarinettisten Omar, Mehdi Meskar, der bisher mit der Familienband auf Hochzeiten spielte, sagt der Vater: „Sporck, das ist Porsche. Wenn du etwas lernen willst, geh zu ihm. Ist doch egal, ob da auch Juden spielen.“ Der israelische Violinist Ron, Daniel Donskoy, trumpft mit seinem Selbstbewusstsein auf, und wird doch bei Sporck nur die zweite Geige spielen. Auf ein „Alhamdullilah“ folgt ein „Scheißjuden“/„Selbstmordattentäter“ folgt „Kein Frieden mit den Arabern!“/„Palästina den Arabern!“ folgt ein „Don’t talk politics“. Ein Landstrich und keine Verständigung. Man versteht sich nicht. Auch sprachlich nicht.

Und Hornistin Shira, Eyan Pinkovich, trifft zum ersten Mal Omar. Eine Begegnung aus der ein israelisch-palästinensisches „Romeo und Julia“ wird. Inmitten all der jungen Schauspieler und Laiendarsteller, diese dafür die echten Musiker, blüht Lehrmeister Simonischek-Sporck regelrecht auf. Seine Unterrichtsmethode: liebevolle Strenge, tadelnde Milde und mitunter im Abgang ein „Arschloch“ – sagt Poser Ron, der Sporcks Autorität permanent auf die Probe stellt. Bald rebellieren die Fanatiker da wie dort, die israelischen Musikuni-Studenten gegen die palästinensischen Autodidakten, nur Shira und Omar können vorurteilsfrei aufeinander zugehen.

Friedensgespräche im Südtiroler Sitzkreis: Maestro Sporck dirigiert seine Schützlinge. © Stadtkino Filmverleih / CCC / Bild: Oliver Oppitz

Also legt Sporck seinen Vivaldi erst einmal beiseite und veranstaltet Respekt-Workshops. Die Probenzeit vorm Südtiroler Postkartenidyll wird zum Kraftakt, denn auch fernab vom Konfliktherd brodeln die Ressentiments der Jugendlichen hoch, und „Crescendo – #makemusicnotwar“ zum Versöhnungsmovie, das mit höchst authentisch anmutenden Szenen den Nahostkonflikt im Kleinen nacherzählt. Dror Zahavi findet einige beklemmende Metaphern für diesen Zustand zwischen Erstarrung und Eskalation. In seinen Bildern wie in den von ihnen festgehaltenen Menschenschicksalen vermittelt der Film die Gefühlslagen beider Seiten eindrücklich und voller Verständnis.

Stark ist die Szene, in der Sporck die Jugendlichen veranlasst ihre Feindseligkeiten, in der x-ten Generation instrumentalisiert und konserviert, rauszubrüllen. Sich bis zur Erschöpfung anzuschreien. Aus Frust und Furcht wird eine Friedensübung. „Frieden“, sagt Ron, „ist Science Fiction“, aber einer muss den ersten Schritt machen. Der „Ausländer“, der „Migrant“, der „Flüchtling“- „die“ sind gefährlich, nur der woher auch immer stammende Nachbar ist ein Freund. Und so sollen alle Nachbarn sein. Dies die Botschaft dieses durch und durch humanistischen Dramas.

In den vielen Einzelepisoden stechen Mehdi Meskar und Eyan Pinkovich mit ihrem einfühlsamen Spiel hervor, der schüchterne Omar, die freche Shira und ihre Love Story, Sabrina Amali mit ihrer enorm kraftvollen Darstellung der Layla und Daniel Donskoy als von seinem Talent so überzeugter wie gebeutelter Ron – der am Ende die Grenzen, die Ausgrenzung tatsächlich überwindet. Ob dies Ende happy wird, wird sich zeigen. Im Film jedenfalls …

www.crescendofilm.de

8. 10. 2020

Theater in der Josefstadt: Geheimnis einer Unbekannten

Oktober 2, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Welt von vorgestern

Martina Ebm und Michael Dangl. Bild: Moritz Schell

Der erste Eindruck, charmant, wenn auch aus der Zeit gefallen, ein Kammerspiel im bewährten Josefstädter Salonton, vertieft sich zur in den Eingeweiden grummelnden Verärgerung – dies als Gegengefühl zur Protagonistin, der beständig ein Schwarm Schmetterlinge im Bauch flattern …

Der hochdekorierte Christopher Hampton ist wieder einmal in Wien angelandet, im Gepäck seine Dramatisierung von Stefan Zweigs Novelle „Brief einer Unbekannten“, als Bühnenfassung nun „Geheimnis einer Unbekannten“ genannt, von Daniel Kehlmann übersetzt, von Hampton höchstselbst inszeniert – und, nein, nicht böse sein, so geht’s wirklich nicht. Woran nicht allein Zweig und seinem Frauenbild von vorgestern die Schuld aufzuladen ist …

Da gibt es also dieses anonyme Schreiben, das ein Schriftsteller in seiner Post findet, die Nachricht einer Frau, ihn ein Leben lang und unerwidert geliebt zu haben, mehrere Begegnungen, bei denen er sie niemals wiedererkennt, ein gemeinsames und eben erst verstorbenes Kind, diese Zeilen, lässt sie ihn wissen, werde er erst nach ihrem Tod erhalten.

Der Autor versucht zu rekonstruieren, will sich erinnern, aber ach. So weit, so 1922, und diese Attitüde als weibliches Opfer kennt man bei Zweig, er hat es privat von Friederike Winternitz und Charlotte Altmann eingefordert. Jetzt aber: Theater!, Uraufführung mit Martina Ebm und Michael Dangl, eine Begegnung, eine Konfrontation, zwischen den als „Marianne“ und (bedeutsam!) „Stefan“ festgemachten Figuren muss das Inkognito fallen, ein Sich-Stellen – und … Fehlanzeige. Im makellosen Bühnenbild von Anna Fleischle findet derlei nicht statt. Hampton beginnt an der Stelle, an der sie längst „Kurtisane“ ist, vom distinguierten Upper-Classler in seine Wohnung gebeten, doch in der Mitte des Briefes entsteht kein Stück.

Folglich fast forward, das Ganze dauert eineinviertel Stunden, zum Schluss. Die Ebm in Edith-Piaf-„Je ne regrette rien“-Schwarz und im Schlepptau alle unverdauten Schicksalsschläge. Und nicht, dass man an dieser Marianne den Furor einer Rachegöttin erwartet hatte, aber dies jenseitig elegische Gesäusel: ER könne nichts dafür, ER könne für gar nichts irgendwas, ER sei eben wie er ist, ein leichtlebiger Gesellschaftsmensch und DER geborene Verführer, und sie, nur sie, heut‘ würd‘ man sagen: die von ihm besessene Stalkerin, trage Verantwortung für alles Gewesene … und dazu wimmern die Geigen mit Martina Ebm im Duett.

Man fragt sich, wozu diese Frau diesen Mann überhaupt aufsucht, man fragt sich, ob Ebm jemals Einspruch gegen diese Charakterauslegung erhoben hat. Dabei wär’s ein Einfaches gewesen, ein feiner Beiklang zu den Sätzen, ein Hauch von Anklageführen im Unterton, ein wenig Widerstand, ein wenig Wahnwitz, etwas in der Art von „… und Brutus ist ein ehrenwerter Mann“.

Bild: Moritz Schell

Bild: Moritz Schell

Bild: Moritz Schell

„Es wird immer schmerzhafter“, sagt Michael Dangl an einer Stelle, und es ist nicht die erste, an der das Publikum unwillkürlich lachen muss. Dangl, der kann’s, der geht subkutan. Weder hat er den Schalk im Nacken noch den Schelm im Auge, doch irgendetwas ist an seinem lapidaren Spiel, das erahnen lässt, dass er die Chose nicht sonderlich ernst nimmt. Und wie er am Ende auf die Knie niederbricht und Michael Schönborn als Diener Johann „den gnädigen Herrn“ fragt, ob eh alles in Ordnung sei …

Für Dangl soll’s weiße Rosen regnen, die Ebm und er wagen sich engagiert und sympathisch an diesen Macho-Murks heran, was wäre das Theater in der Josefstadt ohne seine Schauspielerinnen und Schauspieler?, und ja, zwischen Ebm und Dangl weiß die Erotik zu knistern … Hamptons Marianne wählt derweil den Freitod. Nun müsste er sie nur noch auf dem Seziertisch des unehelichen Betts aufbahren.

Die Theaterwelt, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2020. Dies sind die Abenteuer des Theaters in der Josefstadt, das mit seiner Frau-und-Mann starken Besatzung unterwegs ist, um unbekannte und neu zu entdeckende Texte zu erforschen … Thalia, bitte schenke uns ein gelungenes „Konzert“!

www.josefstadt.org           Video: www.youtube.com/watch?v=RZYJJoEYtM4

  1. 10. 2020

Kammerspiele: Die Liebe Geld

September 25, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Steht ein Mann beim Bankomat …

Hoffen und Bangen am Bankomat: Roman Schmelzer als Alfred Henrich. Bild: Philine Hofmann

Nur weil wir grad bei dieser Art von „Steht ein Mann beim Bankomat“-Witzen sind: Mein Mann hat’s beim Billa tatsächlich einmal geschafft, so oft einen falschen Code einzutippen, bis die Karte gesperrt war. Na, zum Glück kennen die uns dort, heißt: Lebensmittel beiseite gelegt, und ich wie die Feuerwehr mit Bargeld angerauscht … ach, ich sag’s euch … im Nachhinein kann man über sowas ja lachen … aber mitten in der Situation .. ahja, haha …

Nein, das ist nicht von Daniel Glattauer, c’est à moi, die jüngste Glattauer-Komödie wurde gestern an seinem Stammhaus, den Kammerspielen der Josefstadt, uraufgeführt: „Die Liebe Geld“. Erdacht bevor die Commerzialbank Mattersburg ihren Kunden kein Geld mehr auszahlte, und – Ironie im Abspann – samt Hypo und Wirecard als „Sponsoren“ der umjubelten Premiere angeführt. Steht also ein Mann beim Bankomat, Roman Schmelzer als im Weiteren kräftig gebeutelter Alfred Henrich, und versucht via Geldausgabekastl der DLB –  Die Liebe Bank – an ein paar grüne Scheinchen zu kommen.

Allein, das Unterfangen scheitert, Henrich wendet sich an seine Kundenbetreuerin und muss alle Kalvarienbergstationen eines Kontobesitzers erklimmen, zuletzt die Heilige Treppe ins Bankenchefbüro schon auf den Knien, bis als Dea ex machina die Gattin erscheint. Mit einer Schlusspointe, Pech für Freddy, in Form einer unfrohen Botschaft. Das alles hat die dramatische Dichte eines Simpl-Sketches und derart überdreht wird auch agiert, als stünde der Abend im Zeichen der roten Bulldogge.

Silvia Meisterle, Roman Schmelzer und Michael Dangl. Bild: Philine Hofmann

Meisterle, Schmelzer, Dangl und Stilp. Bild: Philine Hofmann

Roman Schmelzer und Martina Stilp. Bild: Philine Hofmann

Folke Braband hat inszeniert, er und Ausstatter Stephan Dietrich, dazu die Big-Brother-Videos von Philine Hofmann, rücken den Text in die Nähe einer dystopischen Farce, die wie alle guten des Genres ein Spiegelbild des Heute zu sein hat. Ein Glück für das Stück. Menschen wie Maschinen sind so durchgestylt und sleek wie ihre Umgebung klinisch, zwischen Überwachungskamera-Videos und Telefonwarteschleifen-Wahnsinn erwartet man sich noch einiges, doch es kommt: Klischee as Klischee can.

Schmelzer, als Meister der 101 Masken der komischen Verzweiflung, dringt endlich zur scheußlich blondperückten Martina Stilp aka Frau Mag. Drobesch vor, diese so spooky wie eine künstliche Intelligenz, die ihm erklärt, sein Geld sei auf Geschäftsreise, es arbeitet, sei ergo jetzt nicht da und verfügbar. Dieser Schwank eines Gelinkten hält die kommenden eineinhalb Stunden vor: „Ich will mein Geld! – „Das geht aber nicht!“, dekoriert mit ein paar surrealen Limoncello-Momenten und des Geldinstituts misstrauischen Glattauers Panikfloskeln wie „Glaub an dich“, „Dir gehört die Zukunft“, „Wir sind für dich da“.

Soweit das Interview in der aktuellen Bühne, in dem allerdings mehr als über „Die Liebe Geld“, und immer noch hat sich nicht erschlossen, warum es nicht „das“ sein darf, darüber zu erfahren ist, wo und wo nicht Herr Glattauer seine Brille trägt. Zur knitterfreien Teflon-Frau mit Experten-Sprech gesellt sich der Oberboss, Michael Dangl als Dr. Cerny, und er adelt den knappen Text mit seiner Performance als ölig-jovialer Banker-Populist, als Sektenchef der Hochfinanz, der Scientologie-gleich die Allmacht über die ihm in Gelddingen Ausgelieferten hat.

Stilp, Schmelzer und Dangl. Bild: Philine Hofmann

Michael Dangl und Roman Schmelzer. Bild: Philine Hofmann

Dangl, Stilp und Meisterle. Bild: Philine Hofmann

Meisterle, Schmelzer, Stilp und Dangl. Bild: Philine Hofmann

Keine Frage, man sehnt sich nach den Zeiten, als der Bank- noch ein -beamter war, und dessen vornehmste Pflicht die mühsam zusammengerafften Notgroschen in der Sparkasse zu verwalten, doch die Generation Sparefroh ist längst vom Glauben abgefallen und begibt sich in die Fänge teuflischen Gewinn versprechender Fonds- und Aktiengeschäfte, von denen gilt: nichts genaues weiß man nicht, und Dangl ist entfesselt als nestroyianischer Dämon der Geldmafia.

Und dann … auftritt Silvia Meisterle als Öko-Ulli mit hoher Dioptrienzahl und Humana-Outfit, Henrichs naives Weibchen, die auf dem elterlichen, keine Sorge: beide ✞, Dachboden mehr als 100.000 Euro gefunden hat. Nur: Wie sollte des Durchschnittsdeppen Angetraute den Verlockungen des mächtigen Gottseibeiuns widerstehen können? Es wäre unrichtig zu sagen, man hätte nicht kortnerisch gelacht, es wäre unfair nicht zu sagen: Schau’n sie sich das an. Also los geht‘s! Steht ein Mann beim Bankomat …

www.josefstadt.org          Trailer: www.youtube.com/watch?v=i26NubUCzlw

  1. 9. 2020