Volkstheater online: Schwere Knochen

Mai 1, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein prächtig brecht’scher Grand Guignol

Der Notwehr-Krutzler probt den legendären Halsstich: Thomas Frank, „Dostal“ Matthias Luckey und „Podgorsky“ Andreas Patton. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Anna Badoras Volkstheater-Team verabschiedet sich #Corona-bedingt mit einem virtuellen Spielplan, den Highlights aus den vergangenen fünf Jahren (die Produktionen: www.mottingers-meinung.at/?p=38809), und gestern war „Schwere Knochen“ von Alexander Charim nach dem Roman von David Schalko (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=29139) dran ­– heute noch bis 18 Uhr und wieder am 8. Mai kostenlos zu streamen auf www.volkstheater.at.

„Es gibt die Geschichte des Tages und die der Nacht. Die eine steht in den Büchern. Die andere erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand“, sagen die Stimmen auf dem Jenseits. Und über dem sich nun erhebenden Leichenhaufen beginnt Thomas Frank die seine zu schildern, heißt: die von Ferdinand Krutzler. Dem Notwehrspezialisten, dem Chef der „Erdberger Spedition“, einem Kleinganovenquartett, das sich darauf spezialisiert hat, in Windeseile Wohnungen und Häuser zu „evakuieren“, heißt: auszurauben – doch bis es soweit ist, wird er erst einmal aus „Krutzlermutter“ Birgit Stögers Bauch geboren.

Unter Jammern und Wehklagen und erschrockenem Aufjohlen – ein Riesenbaby, ein schaiches noch dazu, das aber seinerzeit zum Wiener Unterweltkönig werden wird. In Schlaglichtszenen beleuchtet Regisseur Alexander Charim dieses Avancement, wer grad nicht spielt, wird als Erzähler eingesetzt, das ganze Ensemble großartig als David-Schalko-Charaktere, allen voran Isabella Knöll als die Musch und Thomas Frank als Krutzler, denen ihre Rollen wie angegossen passen. Muss ein Stück Arbeit für Anita Augustin gewesen sein, diesen konsequent in indirekter Rede verfassten Text bühnentauglich zu machen.

Und siehe da, die Übung ist gelungen, lebhaft wiederaufersteht es auf dem Bildschirm (und zwar im zur MQ-Halle-E-Weite jetzt zuschauerfreundlichen Closeup), dieses brutale Milieu, das gemeine Menschen macht, Schalkos unfeinster Jargon und dessen zynische Distanz zur schmerz- und schuldbehafteten Vergangenheitsverdrängung auf gut Österreichisch bestens getroffen, das Goldene Wienerherz samt dazugehöriger Goschn. Vom Heldenplatz 1938 geht’s durch den Kalten Krieg und den Beginn der Ära Chruschtschow. Sechs Schauspieler und drei Schauspielerinnen gestalten insgesamt 57 Figuren, wobei Protagonist Frank sich als einziger auf eine konzentrieren kann.

Thomas Frank und „Greenham“ Sebastian Pass. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Peter Fasching als „Dr. Harlacher“, Frank und „Honzo“ Pass. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Krutzlers erster Auftragsmord: Thomas Frank und Matthias Luckey. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Er, als Typus allein körperlich ideal für Krutzlers „Schwere Knochen“, gibt mit Verve diesen pragmatischen Verbrecher, unmoralisch, unnahbar, unantastbar, oft gepudert, nie geküsst – und wer seinen Kamelhaarmantel åntatscht, braucht sich nicht wundern, wenn er hamdraht wird. Odraht ist hingegen die Viererbande, Krutzlers diebisches Transportunternehmen, Peter Fasching als stotternder Fritz „Der Bleiche“ Wessely, Lukas Watzl als Hurenkind Karl „Der Zauberer“ Sikora und Sebastian Pass als Fleischersohn „Der Praschak“, von dem sich die Knöll wie ein Schwein abstechen lässt.

Unter der Vielzahl der Rollen sind in jeder Hinsicht unmenschliche: Fasching gibt auch den ominösen Dr. Harlacher, Pass dessen Affenweibchen Honzo und den zum Schmuggelgenie „Greenham“ mutierenden Juden Grünbaum, Watzl einfach hinreißend die blondgelockte Krüppelhure Gisela. Matthias Luckey wird aufs Absonderliche abonniert, Musch-Sohn Herwig und SS-Obersturmbannführer Dostal, dessen Uniform Ausstatter Ivan Bazak ins Kostüm eines Horrorclowns verwandelt hat. Weiß geschminkt und mit roter Nase tollt die Herrenrasse durchs KZ, dort nämlich landet die Spedition, als sie sich vom Hundertertrick auf Leerräumen der Nazihuber’schen Liegenschaft verlegt.

Erst Dachau, dann Mauthausen, wo der Krutzler nicht nur die Bekanntschaft von eben Grünbaum/Greenham, sondern auch die vom politischen Gefangenen Alfred Podgorsky macht, ein Erzkommunist, der im Nachkriegswien allerdings Polizeichef wird, weshalb man sich in alter Verbundenheit eine-Hand-wäscht-die-andere-treu bleibt. Andreas Patton spielt ihn – neben dem die Spedition in Zeitlupe umkreisenden Geldscheißerfranz und surreal als nationalsozialistischer Papagei Ahab, und wenn es an diesem Abend etwas zum Ausstallieren gibt, dann dass er im Vergleich zur prallvollen Buchvorlage zu wenig Podgorsky enthält – Podgorsky, Schalkos rote Eminenz, der seine Finger in jedem Intrigenspiel hat.

Der „Geist der Lagerstraße“, „genaugenommen ist das spätere Österreich damals im KZ entstanden“, formuliert Schalko, spukt bei Alexander Charim nur kurz vorbei, wiewohl er es versteht Schalkos sardonisch kolportierte Gangstasaga mit ihrem kuriosen Shoah-Sketch durch seine Zirkuszerrbilder zu verschärfen. Unterstützt von Thomas Frank, der im Moment, als der zum Leibwächter-Kapo ernannte Krutzler dem Dostal seinen legendären Halsstich verpasst, mehr Emotionen zeigt als im Bett mit der Musch – Franks Krutzler, der politisch korrekt lagerierte Racheengel. Im Lager freilich werden die rohen Gesellen zu Ganoven-Diamanten geschliffen, die ihr blutiges Handwerk bei den Meistern gelernt haben.

„Greenham“ Sebastian Pass und Birgit Stöger als KZ-Kapo „Der Zehner“. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Hausparty für Hilter: Knöll, Sommerfeld, Luckey, Patton. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Matthias Luckey als SS-Obersturmbannführer Dostal. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Der bedrohlich rasselnde Kettenglieder-Schnürlvorhang fällt, in den leerem Raum lässt Ivan Bazak nun diverse Interieurs rollen, die Schauplätze mal rotseidenes Puff, mal rosarote Aida, mit einer einzigartigen Mischung aus Pathos und Proletentum wird der Kalte Krieg zum Überkochen gebracht, die Anmutung insgesamt, als würde man Bert Brecht im Grand Guignol aufführen. Ein mit drei Stunden Spieldauer durchaus episch zu nennendes Wurschtltheater, in dem das Krokodil den Kasperl frisst – von wegen, den kaun kana daschlogn: Der Bodycount ist beträchtlich – sechzehn, davon drei Tiere, kommen auf unnatürliche Weise ums Leben. Notwehr, halt.

„Schwere Knochen“ auf Charim’isch ist beides – eine gfeanzte Sozialfarce voll skurrilen Spaß‘, in der zur Heiligen-Panier-Anbetung ein derber Oaschloch-, Fut-und-Geh‘-Scheißn-Spruch geführt wird, durchbrochen durch stimmig-groteske Grausamkeiten wie in der circensischen Mauthausen-Episode oder die Entmenschlichungs-Metaphern durch Schwein, Affe und Lisa-Maria Sommerfeld als sowjetischem Kampfhund. Im Wortsinn unheimlich wandlungsfähig sind die Darsteller.

Birgit Stöger von der politisch beweglichen Krutzlermutter über den KZ-Kapo-Clown „Der Zehner“ bis zur anlassigen Unternehmergattin die Lassnig, mit der der Wessely ein selbstmörderisches Pantscherl pflegt, Lisa-Maria Sommerfeld als „leichtes Mädchen“ Sikoramutter, Praschak-Gattin und Bissgurn Gusti oder Spionin Milady – und über allem Puffmutter Musch, Isabella Knöll, ganz das „Wüdviech“ als das der Krutzler sie benamst, ehrfurchtgebietend ordinär, ihre Krutzlerliebe eine Nahkampfdisziplin, Knölls Zusammenprallen mit Frank intensiv, elektrisch aufgeladen, immer am Rande des Raufhandels.

Im Würgen macht er ihr einen Heiratsantrag: „I bring di um!“, dann „Heirate mich!“, und am Ende seufzt sie ihm ins Grab nach: „Warst kein Guter. Trotzdem hab ich dich geliebt, irgendwie.“ Dass an anderer Stelle bemängelt wurde, die Inszenierung befeuere Schalkos Stereotypen-Schreibe, von den Geschlechterklischees bis zum geldgierigen Gschamster-Diener-Jud‘, naja – honi soit …, genauso gut könnte man sagen, Sebastian Pass spielt den Grünbaum als Nestroy’schen Subaltern-Ungustl. Und wer sich übers „Redfacing“ bei Nazihubers Karl-May-Festspielen aufregt, hat keine Siebzigerjahre-Kindheit beim Rote-Falken-Fasching erlebt.

Lukas Watzl als blondgelockte Krüppelhure Gisela. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Zuhälterin Musch mit Sohn Herwig: Isabella Knöll und Matthias Luckey. Bild: © www.lupispuma.com / Volkstheater

Lisa-Maria Sommerfeld als „professionelle“ Sikoramutter. Bild; © www.lupispuma.com / Volkstheater

Die Politik ist bei Schalko/Charim was Beiläufiges, wie’s im Leben der meisten so ist, räsonieren, xenophobieren, rechts wählen, so einfach funktioniert das hierzulande, verkümmerte Seelen, versteinerte Herzen, und Charim präsentiert im Jeder-gegen-Jeden lediglich die üblichen Überlebens- und anderen Treibe, die Sehn- und die weiteren Süchte. Was zweiteres betrifft, Filmisches inklusive, Milady und der Sikora vergnügen sich in der Kaisersuite des Hotel Orient, bei der Winnetou-Orgie vom Nazihuber besudelt der Krutzler ein imperiales Ambiente mit dessen Halsschlagadernblut.

Erst als die Spedition die Erdberger Demarkationslinien aufhebt, Nebel, Schießerei, die Atmosphäre Dritter-Mann-grau, und der Krutzler schreit: „Wien gehört mir!“, ist Schluss mit lustig. Die Tragi- an der -komödie: Gerade jetzt, da in Auflösung begriffen, präsentierte sich das Volkstheater stärker denn je. „Schwere Knochen“ ist das beste Beispiel dafür, geschmeidig inszeniert, jede Szene wie am Ende der Aida-Showdown eine mit Hintersinn, so dass es einem beim Lachen doch kalt über den Rücken läuft.

Alexander Charim karikiert, was bereits Verspottung war – die Mechanismen von Ermächtigung, ein Räderwerk der Gewalt, Existenz auf Kosten anderer, und dass das alles im ideologiedurchtränken wie ideologiefreien Raum gleichermaßen in Gang gesetzt werden kann. „Vermutlich ist etwas ein Mensch, wenn man es behandelt wie einen Menschen“, sagt Schalkos Krutzler. Dreht sich um und tut genau das nicht.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=9HF1PLbIvT4           www.volkstheater.at

  1. 4. 2020

Der Online-Spielplan bis Mitte Mai:

30. April: Der gute Mensch von Sezuan, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=35243, 1. Mai: Alles Walzer, alles brennt, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23477, 2. und Mai: Die rote Zora und ihre Bande, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=39484, 4. Mai: Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=28509, 6. Mai: Nathan der Weise, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24591, 9. Mai: Wer hat meinen Vater umgebracht, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=36159, 10. Mai: Wien ohne Wiener, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=26649, 12. Mai: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=36527, 14. Mai: Medea, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=23620 und 15. Mai: Stella, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24810.

Landestheater NÖ: Lichter der Vorstadt

April 23, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Eine feine Collage aus Kaurismäki-Filmen

Bild: Alexi Pelekanos

Im antikapitalistischen Protestcamp fordert ein Hard-Chor lautstark „Ein bisschen Frieden“. Bild: Alexi Pelekanos

Bild: Alexi Pelekanos

Arbeitsplatzpoker: Wer die falsche Spielkarte gezogen hat, fliegt in der Sekunde aus dem Job. Bild: Alexi Pelekanos

Zu Beginn wird ein Arbeiterchor zur Maschine. Er macht vor, wie der Film beginnt. Das Schälen der Baumstämme, die danach in Bänder geschnitten werden und dann in Streifen. Viele Anlagen und ein langes Band sind nötig, bis die Streichhölzer in der Schachtel landen, alles geht automatisch; der Mensch hat sich dem System unterworfen, selbst, wenn er isst, klingt es wie Industrielärm. Später werden aus diesem Chor Büroangestellte, allesamt Anzugträger, die um ihren Arbeitsplatz zittern. Wer die falsche Spielkarte zieht, das falsche Los, der fliegt. Am Schluss rockt dann im antikapitalistischen Protestcamp ein Hard-Chor „Ein bisschen Frieden“.

Alexander Charim zeigt am Landestheater Niederösterreich seine Collage aus Aki-Kaurismäki-Filmen. „Lichter der Vorstadt“ heißt der Abend, wiewohl dies so ziemlich das einzige Werk des finnischen Filmemachers ist, das nicht vorkommt. Trotzdem, die Reverenz an Großmeister Charlie Chaplin zieht sich natürlich durch Charims Inszenierung, sind doch auch hier alle Protagonisten gleichsam der Tramp. Gutherzige in einer gefühlskalten Umgebung, Empathiebegabte und Überlebensakrobaten, denen die Welt an sich und die Mitmenschen im Besonderen den Boden unter den Füßen wegziehen. Emotionell wie materiell. Dabei sind die Figuren bei weitem keine Sympathieträger, sondern karstig und wortkarg. Diese Schicksale im Sinkflug, sie werden ohne Sentiment vorgetragen, als Satire, Kaurismäki verbietet sich und anderen jede „Gefühlsduselei“.

In St. Pölten hat man die Kraft des gesamten Ensembles aufgeboten, um das darzustellen, und, jeder Darsteller in mehreren Rollen, welch eine Kraft. Es scheint, als wäre das Haus diese Saison von Produktion zu Produktion exzellenter geworden, und nun fast an deren Ende auf dem schauspielerischen Höhepunkt.

Charim montierte für seine Arbeit: „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“, die Geschichte von Iris, die keiner mag, bis sie sich ein rotes Kleid kauft, doch das Kleid wird ihr Verhängnis und sie greift zu Gift. „I Hired a Contract Killer“ über den lebensmüden, weil eben entlassenen Henri Boulanger, der einen Auftragsmörder engagiert, sich just im selben Moment verliebt und nicht mehr sterben will. „Wolken ziehen vorüber“, in dem das Ehepaar Ilona und Lauri zeitgleich die Jobs verliert, aber nicht den Mut, und mit dem Restaurant „Arbeit“ neu durchstartet. Und nach der Pause „Der Mann ohne Vergangenheit“, eine Erzählung über einen Reisenden, der überfallen und auf den Kopf geschlagen wird und sein Gedächtnis verliert; als anonymer M versucht er sein Leben zu rekonstruieren und findet statt sich selbst eine Frau …

Charims Arbeit ist im ersten Teil zwingend und dicht, von hohem Tempo und hoher Intensität; sie changiert zwischen tragikomisch und brutal grotesk und ist unter ihrer spleenigen Oberfläche lauernd gefährlich. Der Regisseur schiebt die Szenen ineinander, bringt die Working Class Zeros aus mehreren Storys gleichzeitig auf die Bühne, hinten Ilona und Lauri im neuen Lokal, vorne Henri und Margaret beim Rendezvous, das ist so fein verwoben, so fantastisch austariert, dieses Requiem für Aki Kaurismäkis Alltagsantihelden, dass im zweiten Teil der Leistungsabfall fast folgen musste.

„Der Mann ohne Vergangenheit“ erschließt sich einem nicht, auch wenn klar ist, was Charim meint: Alle sind hier M, die werktätige, gesichtslose Masse, austauschbare Nummern statt Namen, weil es mehr als einen Zahlencode fürs Bezahlen von Steuern und Sozialversicherung nicht braucht. Dann allzu abrupt aus, und verrätselt schön und gut, aber irgendwie fügte sich dieses Stück nicht in die anderen; die Frage ist, ob der Wachmann im Vorstadt-Einkaufscenter nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Aber Charim suchte wohl einen versöhnlicheren Ausgang als es für diesen gibt. Aufgeben, sagt er zum abwesenden Koistinen, ist keine Option. Geh‘ den Weg gefälligst weiter als bis zur nächsten Biegung.

Tobias Voigt, Michael Scherff, Lisa Weidenmüller, Magdalena Helmig und Swintha Gersthofer. Bild: Alexi Pelekanos

Vorne „I Hired a Contract Killer“: Tobias Voigt, Michael Scherff und Lisa Weidenmüller; hinten „Wolken ziehen vorüber“: Magdalena Helmig und Swintha Gersthofer. Bild: Alexi Pelekanos

Marion Reiser, Swintha Gersthofer und Helmut Wiesinger. Bild: Alexi Pelekanos

„Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ in der unguten Stube: Marion Reiser, Swintha Gersthofer und Helmut Wiesinger. Bild: Alexi Pelekanos

Für all das hat Ivan Bazak einen drehbaren Kubus erdacht, der parallel die abgehauste Wohnstube von Iris‘ Eltern und eine grindige Kantine sein kann, als Bühnenprospekt eine hyperrealistisch glückliche Familie, die wie zum Hohn den Existenzen davor beim Scheitern zusieht. Matthias Jakisic und „Sofa Surfer“ Wolfgang Schlögl interpretieren mit Geige, Slide-Gitarre und Akkordeon einwandfrei den finnischen Tango. Charim erzählt sehr „filmisch“, in knappen Sequenzen, lässt neben den Dialogen einen Zwischentext wie Regieanweisungen vortragen und die Charaktere streckenweise gänzlich sprachlos sein … auch dies eine Verbeugung an das schwarze Schaf im Zahnradgetriebe. Die modernen Zeiten haben alle schwer erwischt.

Magdalena Helmig und Lukas Spisser, der Südtiroler ist seit Herbst am Haus und ein echter Gewinn, überzeugen anrührend als Ilona und Lauri, die von Staat und Banken im Stich gelassen beweisen, dass der Starke am mächtigsten zu zweit ist. Schön wie sie zeigen, wie man im größten Schlamassel, als Spielball einer „Unternehmenspolitik“, seine Würde wahren kann, und ist diese Episode der Suomi-trilogia auf Verbundenheit aufgebaut, folgt für Spisser mit Swintha Gersthofer als Iris pures Verlangen, eine beinah kunstturnerische Sexszene. Gersthofer gibt die junge Naive peinlich bis zum Fremdschämen, doch Vorsicht!, irgendwann wollen die working poor, will der Mensch nicht mehr Material sein, dann wird das Lämmchen zum Reiß-Wolf.

Tobias Voigt ist fabelhaft als tollpatschiger Todeskandidat Henri, der Beruf über privat stellt, bis ihn der Beruf vor die Tür setzt. In der zum Glück Lisa Weidenmüller als trotzig-rotzige Margaret steht, eine Aufrüttlerin, wie gemacht für den Durchhänger. Michael Scherff gibt mit großer Spielfreude den mutmaßlich traurigsten Killer der Theatergeschichte. Voigt erlaubt sich noch ein Kabinettstückchen als Hund Hannibal. In den brillanten Darstellerreigen fügen sich Marion Reiser und Helmut Wiesinger unter anderem als Iris‘ Eltern, Christine Jirku, Pascal Groß und Othmar Schratt als Ilonas Kollegen, und Jan Walter als Containerdorfbewohner oder Snack-Bar-Gast. Alle zusammen spielen sie noch, scharfkantig und trocken, Abteilungsleiter und Arbeitsvermittler, Steuerprüfer und Obdachlose und – M.

„Die Arbeiterklasse kennt kein Vaterland“, sagt eine der Figuren an einer Stelle. Das ist freilich eine Zuspitzung, aber: Finnland ist faktisch überall. Kaurismäkis Themen Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Einsamkeit sind so individuell wie universell. Doch das kleine Glück und die letzte Hoffnung müssen doch zu verteidigen sein, daran glaubt der Filmphilosoph fest. Alexander Charim hat aus seinen kurzen Geschichten, aus als solche empfundenen und tatsächlichen Katastrophen, ein im Vergleich zu den Originalen opulentes, auch erkennbar politischeres Gesellschaftspanorama entworfen, das Phänomene beleuchtet, die das Hierzulande betreffen. Nicht nur in diesem Sinne ist sein Abend allemal sehenswert. Schließlich: was will man schon groß?, mehr oder weniger alle dasselbe. Sing mit mir ein kleines Lied …

www.landestheater.net

BUCHTIPP: Willy Vlautin: Die Freien, Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=18508

Wien, 23. 4. 2016

Schauspielhaus Wien: Johnny Breitwieser

November 29, 2014 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Eine Verbrecher-Ballade aus Wien

Martin Vischer, Thiemo Strutzenberger Bild: © Robert Polster / Schauspielhaus

Martin Vischer, Thiemo Strutzenberger
Bild: © Robert Polster / Schauspielhaus

Es ist der Text des Jahres. Dramatiker Thomas Arzt hat mit „Johnny Breitwieser. Eine Verbrecher-Ballade aus Wien“ schon einen spannenden Lesestoff erdacht. Wiewohl das Ganze auf einer wahren Geschichte beruht. Ein Glück für das Publikum im Schauspielhaus Wien, das das Stück zur Uraufführung brachte, dass noch niemand an eine Verfilmung dieser Unglaublichkeit dachte. Nun wäre die Zeit dafür. Nachdem Komponist Jherek Bischoff und Regisseur Alexander Charim Arzts Vorlage noch spannender gemacht haben.

Johann Breitwieser wurde in die stad schauende Welt vor dem Ersten Weltkrieg geboren. 1891, als sechstes von 16 Kindern. Der vorstädtischen Elendsbevölkerung diente der „Eisenschlitzer“, heißt: Tresorknacker, bald für Mythen und Legenden. Einer der ihren war zum König von Wien aufgestiegen, nahm’s den Reichen (deren Frauen er’s auch besorgte) und gab’s den Armen. Filzschuhe hat er gestohlen und Brot. Aber nicht nur. Er, der sich um den Frontdienst drückte, lieber als einer mit nervösem Tick nach Steinhof ging – und natürlich ausbrach (16 Mal soll ihm das insgesamt gelungen sein), nahm sich auch der Nobelvillen und Ringstraßenwohnungen an. Nach einem Coup in der Hirtenberger Waffen- und Munitionsfabrik, bei dem er eine halbe Million Goldkronen erbeutete, zog er sich samt Familie ins Landleben zurück. Gemüsebeete in St. Andrä-Wördern. Er wurde verraten und 1919 erschossen. Je nach Quelle sollen 8000 bis 40.000 Menschen seinem Leichenzug durch Wien gefolgt sein.

Arzt und Charim verbieten sich nun jede Sozialromantik. Der eine hat einen Kunstdialekt aufgeschrieben, auch ohne Meidlinger Llll eine desaströse Sprache. Hat zwei allegorische Figuren eingeführt, die verkrüppelte Luise (Nicola Kirsch) als Johnnys „Volk“, Greta (Katja Jung) als wohlhabende In-regelmäßigen-Abständen-Witwe, als deren Tröster sich Breitwieser immer wieder gerne einfindet. Selbst bei ihrer späteren Erwürgung kann sie noch ganz Zicke sein. Als könne dem Kapital keiner die Luft abschnüren. Charim ließ von Ivan Bazak dazu kein Bühnenbild bauen, sondern eine bewegliche Schnürlvorhangwand, ein „Shimmering Beast“ wie von Nicolas Field, die Töne spuckt. Für die aber tatsächlich das Streichquarett Ensemble Lux und Schlagzeuger Mathias Koch unter der Leitung von Belush Korenyi zuständig sind. Moderne Moritaten und Protestgesänge, Weill es so schön zum Thema passt, lässt Bischoff die Schauspieler anstimmen. Aber auch lateinamerikanische Rhythmen und ein von Gideon Maoz vorgetragenes sehr wienerisches Lied vom Leichenzug. Und einen Ersten-Welt-Krieg-Song à la ancestors of The Andrews Sisters. Und bei wem sich bei Franziska Hackls (als Johnnys große Liebe Hure Anne) flehendlichem „Gib‘ mir dein Herz“  innerlich kein Taschentuchalarm auslöst, der hat eins aus Erz. Das Schauspielhausensemble spielt und singt – Martin Vischer als Johnny hat diesbezüglich die schönste Stimme – mit einer Intensität, dass es weh tut.

Doch Johnny entsagt sich jeder Sentimentalität. Wie soll man Einbrecher sein, in einer Welt, die einbricht? Wie ein Räuber, wenn die viel größeren Verbrecher an viel höherer Stelle sitzen? Mancher aufgeschweißte Tresor ist leer, das immerwährende Geld anderswo in Sicherheit. Charim arbeitet aus dem Arzt’schen Konvolut einige Konflikte großartig heraus. Da ist der der Brüder im Moor-ast. „Carl“ Thiemo Stutzenberger, Engelmacher, um den Frauen Selbstentscheidung über ihre Körper zu geben, und Marxist verübt die Taten unter dem Überbau einer politischen Theorie. Johnny-Vischer will „im Moment“ leben. Denn mehr gibt es in dieser unsicheren Zeit nicht. Stark ist das, der eine Bruder Gauner mit Herz, der andere Bruder nur Herz. Blutendes Herz. Carl wird im Krieg ein Bein verlieren. Johnny stilisiert sich zum Rächer, der das Leid ins Gute wendet. Er arbeitet hart an seinem Dandy-Image (im Original gibt es ein Polizeifoto, auf dem er sich im edlen Mantel mit aufgestelltem Pelzkragen ablichten lässt). Er will Bobo, Bourgeoisbohemian, sein, lange bevor der Begriff erfunden wurde. Anne flüchtet sich ob aller höchsten Versprechungen längst in Sarkasmus. Höhepunkt ist ein Ball bei Greta, der von Exstase zum Überfall führt. Ein wunderbarer Moment als Polizeioberkommissar Schödl den als Dame der Gesellschaft verkleideten Carl nicht als Mann erkennt und angetrunkene Avancen macht.

Womit man beim Psychoduell der Angelegenheit wäre. Breitwieser hat Schödl (von Arzt genannt „sein Mörder“) einst die Hand zerschossen. Florian von Manteuffel gibt ergo einen Fanatiker auf der Suche nach dem Täter – und den Polizeihund gleich mit. Eine fabelhafte Leistung eines Zerrissenen, der brutal sein will, aber es in der Seele nicht kann. Der im Gefängnis die Nähe, fast die Absolution seines Häftlings sucht. Eine schauspielerische Glanzvorstellung. Wie stets bei Manteuffel mit viel Ironie für die eigene Figur. Er, der nicht zu den „Gründervätern“ des Schauspielhauses gehört, ist so ein Gewinn für die Truppe. Und wird, nachdem ihm Wenzl-Maoz das Versteck verraten hat, Johnnys Kleinbürgerglück – laut Greta reaktionäre Idiotie – mit einer Kugel zerschießen. Der Knall bleibt ungehört. Breitwieser stirbt als Video-Leich‘. Auch das ein kluger Einfall, die Systemgegner nicht auf offener Bühne abknallen zu lassen. Bravo!

Und eine unbedingte Empfehlung. Viel zu wenig hat die Wiener Kultur in all ihren Sparten aus der Perspektive der Armut erzählt. Im Vergleich zu Émile  Zola oder Toulouse-Lautrec oder Jack London oder Horatio Alger. Schnell, es ist Zeit, dass die Funken wieder fliegen. Bevor das Proletariat endgültig tot ist – und nur noch die Proleten übrig sind!

www.mottingers-meinung.at/thomas-arzt-im-gespraech

www.schauspielhaus.at

Wien, 29. 11. 2014

Landestheater NÖ: Spielzeit 2013/14

Mai 15, 2013 in Bühne

Mit Gerti Drassl, Markus Hering, Michou Friesz,

Dörte Lyssewski und Martin Wuttke

GertiDrassl Bild: (c) Yasmina Haddad

GertiDrassl
Bild: (c) Yasmina Haddad

Am 15. Mai präsentierte Intendantin Bettina Hering das Programm ihrer zweiten Spielzeit am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten. Zu erwarten: spannendes, bewegendes, kritisches, unterhaltsames und anregendes Sprechtheater. Die Eröffnungspremiere „Hexenjagd“ von Arthur Miller gibt programmatisch die Richtung vor: Wie unterschiedlich sind jeweils in ihrer Zeit die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und welche politischen und soziologischen Erscheinungen generieren sie, also kurz gesagt: Welche Gesellschaft gebiert welche Ungeheuer?

In Regiearbeiten von Róbert Alföldi, Babett Arens, Alexander Charim, Cilli Drexel, Bettina Hering, Daniela Kranz, Irmgard Lübke, Barbara Nowotny, Katrin Plötner, Markus Schleinzer und Caroline Welzl werden neben dem Ensemble Babett Arens, Gerti Drassl, Michou Friesz, Florentin Groll, Alexandra Henkel, Markus Hering, Benno Ifland, Johanna Elisabeth Rehm, Johannes Schmidt, Susi Stach und Dominik Warta als Gäste in Eigenproduktionen zu sehen sein. Sven Philipp, Moritz Vierboom und Johanna Wolff begleiten das Haus einen Teil der Spielzeit. In Gastspielen von der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Schauspielhaus Zürich und dem Hamburger St. Pauli Theater sind in Arbeiten von Martin Wuttke, Karin Henkel und Wilfried Minks unter anderem Margarita Broich, Carolin Conrad, Burghart Klaußner, Lena Schwarz und Martin Wuttke zu sehen. Dörte Lyssewski und Markus Meyer, Katja Bürkle und Martin Wuttke sind mit eigens für das Landestheater Niederösterreich zusammengestellten Leseabenden zu Gast.

Das Programm im Detail:

„Hexenjagd“ von Arthur Miller ist die Eröffnungspremiere am 4. Oktober. Basierend auf den Hexenprozessen von Salem im 17. Jahrhundert, lässt es sich problemlos auf heutige Gesellschaftssysteme übertragen, die Denunziation fördern und Systemabhängigkeiten vorantreiben. In der Regie von Cilli Drexel werden neben unserem Ensemble u.a. die Burgschauspielerin Alexandra Henkel und Markus Hering, zurzeit am Residenztheater in München, zu sehen sein. Johann Nestroys „Einen Jux will er sich machen“, die Koproduktion mit der Bühne Baden mit Dominik Warta als Weinberl, in der Regie von Bettina Hering und mit viel Musik, landet am 11. Oktober in St. Pölten.

Thematisch  verknüpft mit Arthur Millers Hexenjagd ist „Die Wildente“  von Henrik Ibsen. Als Kämpfer gegen die vorherrschende Scheinmoral hat Ibsen mit diesem hochpsychologischen Stück die Frage aufgeworfen, was denn die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts für Ungeheuer hervorgebracht hat. Gerti Drassl, Benno Ifland und Johannes Schmidt werden das Ensemble verstärken, Daniela Kranz wird inszenieren. (Ab 7. Dezember). In der Uraufführung „Tagfinsternis“ TAGFINSTERNIS von Julya Rabinowich untersucht der Regisseur Markus Schleinzer, dessen Debütfilm „Michael“ viel Aufsehen erregt hat, den Umgang der heutigen österreichischen Gesellschaft mit ihren AsylwerberInnen. Die aufwühlende Geschichte um eine Familie zwischen Tradition und Assimilierung, die auf ihren Bescheid wartet, wird uns alle noch lange beschäftigen. (Ab 17. Jänner, Theaterwerkstatt)

Der Klassiker „Weh dem, der lügt!“ von Franz Grillparzer wird ab 25. Jänner in der Regie von Alexander Charim und mit Florentin Groll als Bischof beim Aufeinandertreffen zweier verschiedener Völker und ihrer Verhaltensweisen den Humor nicht zu kurz kommen lassen. „Geschwister“  von Klaus Mann, ein spannendes Zeitzeugnis der 20er Jahre, inszeniert von Irmgard Lübke (ab 8. März, Theaterwerkstatt), ist genauso wie das in der Antike angesiedelte Drama HORACE von Pierre Corneille, in der Regie von Katrin Plötner, (ab 24. April, Theaterwerkstatt) eine Wiederentdeckung. Die Dramatisierung des ungarischen Romans „Die Ruhe“ von Attila Bartis unter dem Titel „Meine Mutter, Kleopatra“als deutschsprachige Erstaufführung runden das Programm ab.Der bekannte Regisseur Róbert Alföldi war bis zum Spielzeitende 2012/13 erfolgreicher Intendant des Ungarischen Nationaltheaters, bis auch er ein Opfer der momentan herrschenden politischen Verhältnisse wurde. Wir sind sehr froh, dass er im Landestheater diesen brillanten Stoff umsetzen kann, der Ungarn zur Zeit der Wende, fokussiert auf eine klaustrophobische Familienkonstellation, zeigt. Als Gäste spielen ab 29. März  Michou Friesz, Susi Stach und Moritz Vierboom in dieser Produktion.

Zwei vom Landestheater Niederösterreich initiierte Lesungen gibt es in prominenter Besetzung: Die Burgschauspieler Dörte Lyssewski und Markus Meyer lesen aus Ovids „Heroides“, den fiktiven Beschwerdebriefen der Heldinnen der Antike (am 2. November) und Katja Bürkle von den Münchner Kammerspielen und Martin Wuttke werden aus dem Briefwechsel von Bertolt Brecht und seiner Frau Helene Weigel lesen. (Am 16. Jänner). „Der eingebildete Kranke nach Molière von der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin kommt als Gastspiel in der Regie von und mit Martin Wuttke am 29. und 30. November ins Landestheater. Das Schauspielhaus Zürich gastiert am 14. und 15. Februar mit „Amphitryon und sein Doppelgänger“  nach Heinrich von Kleist in einer Inszenierung der gefeierten Karin Henkel, deren Arbeiten seit vielen Jahren nicht mehr in Österreich zu sehen waren. Das Hamburger St. Pauli Theater kommt am 9. und 10. Mai mit  Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“  in der Regie von Wilfried Minks mit Burghart Klaußner, der für diese außerordentliche Darstellung den Theaterpreis Der Faust gewonnen hat und Margarita Broich, die ganz neu in die „Tatort“-Riege einsteigt.

Open House am  20. und  21. SEPTEMBER

Das Landestheater Niederösterreich öffnet vier Wochen bevor die Spielzeit startet an zwei Tagen seine Türen zum Open House und lädt am Freitag, 20. September  zu einem Programm für Jugendliche und Erwachsene ein. Abenteuerlustige Jugendliche haben so zum Beispiel die Möglichkeit im Theater zu übernachten. Am Samstag, 21. September geht es am Vormittag und frühen Nachmittag mit unserem beliebten Kostüm- und Requisitenflohmarkt sowie mit Attraktionen für unsere jüngsten BesucherInnen weiter. Es gibt Familienführungen, Kinderschminken, Basteln, Bilderbuchkino, Lesungen und vieles mehr.

 Abos: Neu sind, neben dem JUGEND-ABO 14+, die Kooperationen mit Grafenegg und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. Hier gibt es unter dem Titel ABO LANDESTHEATER & GRAFENEGG und ABO LANDESTHEATER & TONKÜNSTLER je ein attraktives Abo-Angebot mit Musik und Schauspiel. Ebenfalls neu:  Am 19. August 2013 eröffnen das Landestheater Niederösterreich, das Festspielhaus St. Pölten und die Bühne im Hof ein neues gemeinsames Kartenverkaufslokal am Rathausplatz 19, St. Pölten.

www.landestheater.net

Von Michaela Mottinger

Wien, 15. 5. 2013