Theater in der Josefstadt: Maria Stuart

Januar 7, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein Reclamheft hätte man mitbringen sollen

Elisabeth Rath und Sandra Cervik. Bild: Moritz Schell

Vorsicht, hier wird Theater gespielt! Auf diesen Punkt bringt es Regisseur Günter Krämer von Beginn seiner „Maria Stuart“-Inszenierung an der Josefstadt. Lautsprecherdurchsagen von der Abendregie, noch wird auf der Bühne Staub gesaugt, da tritt sie auf, die Diva, memoriert ihren Text, muss im Reclamheft nachlesen. Minuten später, mit weiß geschminktem Gesicht, wird sie Königin Elisabeth sein. Eine unerbittliche Herrscherin.

„Das ist neu“, flüstert jemand im Publikum. Und tatsächlich muss man sich in dieser Aufführung an vieles Neue gewöhnen. Manches erschließt sich, doch ebenso vieles nicht. Krämer hat sich von Schiller weitgehend gelöst, leider auch von dessen Sprache. Zwar versteht er „Maria Stuart“ sehr schön als Kammerspiel, macht daraus einen Kraftakt für eine Handvoll großartiger Schauspieler, zeigt eine durchgestylte, durchchoreografierte Arbeit, in der jede Geste sitzt – doch Motivationen? Nebbich! Wer was warum tut, geht in der würzigen Kürze unter. Vor allem die Handlungen der Herren erschließen sich nicht.

Hätte man ein Reclamheft mitbringen sollen? Krämer verzichtet auf den einleitenden ersten Akt, verzichtet auf alle guten Geister rund um Maria, die den Finsterlingen am Londoner Hof Widerpart zu geben bereit sind. Er beschränkt sich auf Leicester, Davison, Mortimer und den französischen Gesandten. Die Stuart tritt mit einer halben Stunde Verspätung auf, und zwar mit jenem Monolog aus Goethes „Iphigenie“, in dem sie das Land der Griechen mit der Seele sucht. Ein typischer Fall von „originell“ statt Original … Krämer verschiebt ganze Textpassagen, oktroyiert sie anderen Figuren auf, dichtet auch noch dazu.

Immerhin: Mit Sandra Cervik als Elisabeth und Tonio Arango als Leichester steht ihm ein erprobt großartiges Bühnenpaar zur Seite. Die Strippenzieherin und der Puppenspieler. Sie, Beherrscherin der in ihre Intrigen verstrickten Militärs, er, Politiker und Opportunist. Zu deren exaltiertem Tonfall, Cervik wird über Strecken zum Grimassenschneiden bis zur Knallchargigkeit verdammt, findet Elisabeth Rath als schottische Königin, als „die Fremde“, einen gänzlich anderen Klang. Angesiedelt zwischen fröhlicher Verzweiflung und einem Hauch Wahnsinn bietet sie ihre Sätze an, und immer hat man im Hinterkopf, dass dieser fabelhaften Schauspielerin bei mehr Anleitung mehr möglich gewesen wäre.

Sandra Cervik mit Tonio Arango. Bild: Moritz Schell

Am Höhepunkt der Aufführung treffen die beiden aufeinander, eine Wildsau blutet aus, Elisabeth kommt von der Jagd mit Armbrust und Schießbrille. Maria wird eine Gipsmaske zerbrechen, als sie von der endlich vorgesehenen Vollstreckung des Todesurteils erfährt. Was noch? Papierflieger. Sie verkünden Leichesters Flucht nach Frankreich. Roman Schmelzer als Davison ist ein sturschädeliger Uniformträger, Raphael von Bargen als Mortimer alles andere als ein hitzköpfiger Liebender und gänzlich charmebefreit, Florian Carove bleibt als Graf Aubespine blass. Der Applaus war enden wollend.

Video: www.youtube.com/watch?v=MF0F9LXWAlk

www.josefstadt.org

  1. 1. 2018

Theater in der Josefstadt: Sieben Sekunden Ewigkeit

Januar 13, 2017 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Sandra Cervik brilliert in Peter Turrinis Monolog

Sandra Cervik inmitten der Hedy-Lamarr-Schaufensterpuppen. Bild: Sepp Gallauer

Sandra Cervik inmitten der Hedy-Lamarr-Schaufensterpuppen. Bild: Sepp Gallauer

Die Bitte, auf der Bühne an einen Police Officer in Florida gerichtet, erfüllten ihr tatsächlich ihre Kinder Anthony und Deedee. Sie verstreuten zumindest einen Teil der Asche ihrer Mutter Am Himmel im Wienerwald, den anderen Teil setzten sie in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof bei. So verhält es sich mit Peter Turrinis Monolog „Sieben Sekunden Ewigkeit“, der am Donnerstag unter großem Jubel im Theater in der Josefstadt zur Uraufführung gebracht wurde:

Dichtung und Wahrheit. Turrini nähert sich in seiner jüngsten Arbeit dem Phänomen Hedy Lamarr. Lange schon ist der Dichter von dieser Frau fasziniert, die sich bei ihm selbst als die schönste und gleichzeitig klügste der Welt bezeichnen darf. Sein Stück bewegt sich eng entlang der Biografie der Hollywoodschauspielerin und Erfinderin, und ist gleichzeitig weitergreifend eine Folie, auf der er Zeitgeschichte und Themen zur Zeit spiegelt.

Hedy Lamarr wurde 1914 als Hedwig Kiesler in Wien in bessere Kreise geboren. Sie heiratete den wesentlich älteren Waffenfabrikanten Mandl, der Geschäfte mit den Nazis machte, ging ihm durch und in die USA, wurde von Louis B. Mayer unter Vertrag genommen und ein Filmstar. 1942 entwickelte Lamarr eine Funkfernsteuerung für Torpedos. Dieses Frequenzsprungverfahren sollte es den Feinden der Alliierten unmöglich machen, deren Geschosse aufzuspüren. Es wird heute immer noch in der Mobilfunktechnik verwendet.

Doch nicht an diesem großen Wurf wurde die Lamarr stets gemessen, sondern an eben „Sieben Sekunden Ewigkeit“. So lange dauert ihre Nacktszene im Film „Ekstase“ von 1933. Da huscht sie völlig unbekleidet durch einen Wald – als erste Frau, die sich jemals hüllenlos vor der Kamera zeigte. In Stephanie Mohrs Inszenierung läuft diese Sequenz als Hintergrundkulisse. Immer und immer wieder. Vorne eine fulminante Sandra Cervik. Turrini hat ihr den Text auf den Leib geschneidert und sie spielt ihn mit vollem Körpereinsatz; mit Perückenunterziehhaube und im Fatsuit macht sie aus dem Monolog den wütenden Verzweiflungsschrei einer derangierten, einer ausrangierten Diva.

Mit viel Ironie gestaltet Cervik ihre Rolle ... Bild: Sepp Gallauer

Mit viel Ironie gestaltet Cervik ihre Rolle … Bild: Sepp Gallauer

... einer Frau, die ebenso schön wie klug war. Bild: Sepp Gallauer

… einer Frau, die ebenso schön wie klug war. Bild: Sepp Gallauer

Im Jahr 2000 ist Lamarr verstorben; bei Turrini blickt sie vier Jahre vorher auf ihr Leben zurück, erzählt es einem imaginären Gesetzeshüter, der sie alkoholisiert im Straßengraben aufgelesen hat, nicht ahnend welchen Schatz er da birgt. Im Bühnenbild von Miriam Busch kriecht Cervik über die Planskizzen von Lamarrs Erfindung. Sie ist umringt von einem guten Dutzend Schaufensterpuppen, sie zieht sie aus, um sich ihre Verkleidungen anzuziehen, diese vielen Rollen, in die „die Frau“ zu schlüpfen und dabei immer schön zu sein hat. Cervik stattet die Figur mit einer gehörigen Portion Ironie aus. Sie macht sich lustig über den Schönheits- und Jugendwahn, der längst nicht nur die Traumfabrik befallen hat.

Und während sie im einen Moment über Versuche zur Selbstoptimierung zynisch lacht, wird sie im nächsten ernst, wenn sie über Pogrome in Russland und den Faschismus in Deutschland und Österreich spricht. Turrinis Text springt zwischen den Jahreszahlen und zwischen den Emotionen. Wie ein Kaleidoskop dreht sich sein Stück um die Beschreibungen und Zuschreibungen, mit denen er sein literarisches Geschöpf zu fassen sucht.

Dass die Lamarr in der Regie von Max Reinhardt einmal auch am Josefstädter Theater auftrat, ist eine Anekdote, die sich der Dramatiker nicht entgehen lassen konnte und die das Publikum mit einem Lachen bedankt. Das erprobte Team Mohr-Cervik zeigt sich mit dieser Aufführung erneut von seiner besten Seite. Stephanie Mohr hat Sandra Cervik sehr präzise und prägnant in Szene gesetzt; es ist stets die Stärke der Regisseurin ihre Schauspieler schillern zu lassen – und so tut’s die Cervik auch diesmal. Am Ende gab’s viel Applaus für alle Beteiligten und einen glücklich gerührten Peter Turrini. Die Josefstadt setzt ihren Erfolgskurs der Ur- und Erstaufführungen fort; weiter geht es am 2. Februar mit Daniel Kehlmann und seinem „Heilig Abend“.

Video: www.youtube.com/watch?v=xXzBjcKggOk

www.josefstadt.org

Wien, 13. 1. 2017

Theater in der Josefstadt: Die kleinen Füchse

April 15, 2016 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Cervik als das gerissenste unter den Raubtieren

Keine liebe Familie: Martina Stilp, Tonio Arango, André Pohl, Sandra Cervik, Salka Weber und Roman Schmelzer. Bild: Moritz Schell

Keine liebe Familie: Martina Stilp, Tonio Arango, André Pohl, Sandra Cervik, Salka Weber und Roman Schmelzer. Bild: Moritz Schell

André Pohl kann schön böse sein. Nicht, dass man es dem feinen Schauspieler nicht zugetraut hätte, aber er ist öfters in der Rolle der Feinnervigen, Gutmütigen, ein wenig Lebenstollpatschigen zu sehen. Nun, als beutegieriger Ben Hubbard, gibt er in gruseliger Seelenruhe die schlimmsten Dinge von sich. In diesem Sinne ist er nicht nur die Verblüffung des Abends, sondern mit den seiner Figur zugeschriebenen Sätzen über die Welttyrannei des Geldes gleichsam der dystopische Ausblick der Autorin.

Torsten Fischer hat am Theater in der Josefstadt Lillian Hellmans „Die kleinen Füchse“ inszeniert und das Stück aus dem Jahr 1939 mit dieser klugen Arbeit in die Zeitlosigkeit gehoben. Was so viel heißt, wie: er zeigt die menschliche Unbelehrbarkeit auf. Unaufgeregt, bei der Lakonie, die er dem Ensemble verschrieben hat, möchte man beinah sagen behutsam, weist er darauf hin, dass alles, was die Welt derzeit aus den Angeln hebt, schon einmal da war, mutmaßlich immer da war, und dass man gerade deshalb dringend die Richtung ändern sollte. Weg von Raubtierkapitalismus und Profitgier und der damit verbundenen Ausbeutung von Arbeitskraft und Umwelt; Wirtschaftswachstum allein ist ein fragwürdiger Erfolgsmaßstab für eine Gesellschaft. Hellman, die politisch linke Aktivistin, darf ihre Anliegen bei Fischer in den besten Händen wissen.

Hellman erzählt von den Finanzmachenschaften eines Südstaatenclans. Die Brüder Ben und Oscar Hubbard bekommen von einem New Yorker Unternehmer ein lukratives Angebot zur Zusammenarbeit unterbreitet, eine Baumwollfabrik soll gebaut werden, ihre Schwester Regina will ein Drittel des Kuchens. Doch dafür muss ihr Ehemann, der Banker, seinen Anteil leisten – und der schwer herzkranke Horace denkt gar nicht daran, seine Unterschrift unter einen Vertrag zu setzen. Es beginnt ein Hauen und Stechen, ein Kampf jeder gegen jeden. Kinder werden zu Missetaten angeleitet und nach deren Aufdeckung fallen gelassen, unanständige Hochzeiten werden angedacht, lebensnotwendige Medikamente verweigert, ein Bündel Wertpapiere ist mehr wert als ein familiäres Band – und am Ende steht Regina als Siegerin im Ring. Sie hat sich unter den Raubtieren als das gerissenste erwiesen.

Sandra Cervik beweist in der Rolle dieser Frau auf dem Weg in die Emanzipation Brillanz. Ihre Regina ist weder Schlange nach biblischem Vorbild, noch Megäre nach mythologischen, sondern ein Weib, das weiß, was es will und dies mit allen Mitteln umzusetzen versucht. Je nach den im Moment erforderlichen Mitteln kann Cerviks Regina die flirtoffensive Elegance sein – beim Nordstaaten-Investor, schmeichlerische Manipulatorin – bei der Tochter, oder bei den Brüdern handfest austeilen. Sogar Ohrfeigen. Doch in keiner Situation ist der Zuschauer in der Lage, ihr die Sympathie zu entziehen, nicht, weil die Regina irgend sympathisch wäre, sondern weil die Cervik zeigt, wie hier ein Mensch von Vater, Brüdern, Ehemann für deren Zwecke missbraucht wurde. Der Missbrauch soll nun ein Ende haben, aber Regina will kein Opfer, sondern voller Tatendrang sein. Eine starke darstellerische Leistung. Mit Tochter Alexandras „Hast du Angst, Mutter?“ hat Fischer die Handlung eingerahmt, und auch das spiegelt Cerviks Gesicht wider, hinter der sarkastisch glatten Fassade, die Ungewissheit … ob ihr Plan …

Der übliche Streit ums Geld: Tonio Arango, Matthias Franz Stein, Oama Richson, Sandra Cervik, André Pohl, Salka Weber, belauscht von Herbert Föttinger als Horace (re.). Bild: Moritz Schell

Der übliche Streit ums Geld: Tonio Arango, Matthias Franz Stein, Oama Richson, Sandra Cervik, André Pohl, Salka Weber, belauscht von Herbert Föttinger als Horace (re.). Bild: Moritz Schell

Eindeutig auseinandergelebt: Herbert Föttinger und Sandra Cervik als Ehepaar Giddens. Bild: Moritz Schell

Föttinger und Cervik als Ehepaar Giddens. Bild: Moritz Schell

Fassade ist in dieser Clique überhaupt alles. Und Fischer wirft seinen scharfen und analytischen Blick dahinter. Er enttarnt alten Geldadel wie Neureiche als niederträchtige Kleingeister, die Besitzer der Protzvilla als sittlich verkrüppelte Kleinhäusler voll Rassenhass und Standesdünkel. Dafür haben Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos ein Bühnenbild geschaffen, so kalt wie die Charaktere, die sich darin bewegen. Diffuses Licht fällt durch die Stahlkonstruktion, alles durchschauen, nichts von sich herzeigen, alles atmet „Industrie und Fortschritt“, oder zumindest den optisch umgesetzten Glauben daran.

Die Masse wird’s herstellen, man selber davon profitieren. Wir sind die Spieler und ihr unser Einsatz. Die Hellman sagt das alles zwischen den Zeilen, in Andeutungen entwirft sie ihre Figuren, deren sexuelle und andere Vorlieben, und Fischer folgt ihr auf diesem Weg mit Fingerzeigen und anderen minimalen Gesten. Eine Umarmung erstickt vor der vollständigen Ausführung im Ekel, eine andere wird mit der Verzweiflung eines Vaters vollzogen. Das sagt mehr über ein Verhältnis Ehemann-Ehefrau-Hausdame, als es Worte könnten.

Herbert Föttinger spielt Reginas Ehemann Horace Giddens schonungslos, und er wird ihn auch ohne sich als Schauspieler zu schonen sterben lassen. Sein Horace ist immer noch Macher und Machtmensch und überspielt jede Schwäche, er ist ein Zyniker, so verletzend wie selbst verletzt durch die unerwiderte Liebe zu seiner Frau. Die Infights zwischen Föttinger und Cervik, von hoher Intensität, Intimität, fast schmerzhaft anzuschauen, sind inhaltlich die Dreh- und Angelpunkte, gestalterisch die Höhepunkte des Abends. Man merkt es an den Reaktionen. Die gesagten Gemeinheiten brauchen Zeit zum Sacken, bevor das Publikum sich mit der nächsten Unsäglichkeit befassen kann. Immerhin passiert in zwei Stunden Hellman mehr als in einer ganzen Staffel „Dallas“ bis „Dynasty“.

Neben dem großartigen André Pohl ist Tonio Arango als Reginas jüngerer Bruder Oscar Hubbard zu sehen. Ist der eine versteckt hinterlistig, ist der andere offen brutal, Ben und Oscar, der Pragmatiker und der Choleriker. Martina Stilp gestaltet Oscars Frau Birdie als durch ihre Ehehölle devastierten Menschen, als verschlampte Alkoholikerin; sie ist das Opfer, das Regina sich weigert zu sein – eine bestechende Leistung. Matthias Franz Stein wird als Oscars Sohn Leo in seinem hilflosen Ringen um die Anerkennung von Vater und Onkel zum Dieb, Stein spielt das sehr treffend, dieses halbdämliche, kleinkriminelle Um-jeden-Preis-Gefallenwollen.

Alma Hasun ist als Reginas Tochter Alexandra das Sprachrohr der Autorin und wird als solches in eine wichtige Position gesetzt werden. Roman Schmelzer gibt mit professionell charmanter Höflichkeit den New Yorker Investor. Sein Marshall, der unter Geschäftspartnern solche sucht, die die christliche Lehre befolgen, ist einer von denen, die bürgerliche Werte auf dem Rücken anderer, schutzloserer beschwören … Und dann gibt’s da mit den Bediensteten Addie und Cal, Salka Weber und Oama Richson, eine echte Allianz, die beiden sind Zuhörer und Beobachter, es wird sich klären für wen und zu welchem Zweck. Mehr über diesen Familienthriller zu verraten, wäre ein Spoiler, das Ende bleibt ohnedies offen bis auf dies:

Die Josefstadt zeigt auch mit dieser letzten Saisonpremiere eine gelungene Ensembleleistung. Regisseur Torsten Fischer hat sich intensiv mit Lillian Hellmann auseinandergesetzt und mit einem zeitlosen Stoff eine Arbeit zur Zeit abgeliefert. Es ist schön zu sehen, wie an diesem Haus immer wieder alles wie aus einem Guss ist, und wie Herbert Föttinger es versteht, einen Spielplan zu gestalten, der seinem Team diesbezüglich entgegenkommt. Mehr davon bitte ab Herbst.

Torsten Fischer im Gespräch: www.mottingers-meinung.at/?p=18740

Trailer: www.youtube.com/watch?v=Vh1AJ6QstWk

www.josefstadt.org

Wien, 15. 4. 2016

Theater in der Josefstadt: Anatol

Dezember 18, 2015 in Bühne

Michael König ist "Anatol" Bild: Sepp Gallauer

Michael König als „Anatol“
Bild: Sepp Gallauer

VON MICHAELA MOTTINGER

Alter Orpheus in kalter Unterwelt

Die Stimmung, in der einen dieser Abend in die Nacht entlässt, ist eine seltsam kalte – vorausgesetzt, dass die Hölle aus Eis ist; ihr Schnee wird später noch fallen. Da hat sich ein alternder Orpheus eine kalte Unterwelt geschaffen. Singen möchte er, wenn schon nicht von Liebe, so doch von Leidenschaft, aber die Stimme ist in zu viel Rauch und zu viel Champagner flöten gegangen. Die Weiber, die durch ihn wild geworden sind, sind allesamt da. Sie zerreißen ihn – innerlich. Helmuth Lohner sollte diesen Zerrissenen spielen. Michael König hat den Part übernommen. Seine Höhle ist ein heruntergekommener, schäbiger Tanzpalast. Jeder hat hier schon bessere Zeiten gesehen. Jeder hat die Hölle, die er verdient. Herbert Föttinger hat an der Josefstadt Schnitzlers „Anatol“ inszeniert.

Der Hausherr und sein Dichterfürst Peter Turrini haben sich ans Werk gemacht, ans Werk gewagt, und dem Abglanz der entmachteten Manneskraft einen Rahmen verpasst. Von der einst güldenen Opulenz bröckelt die Patina. „Ich will nicht mehr geliebt werden“, sagt dieser Anatol und überreicht seinem Freund Max ein Devotionalienkästchen der Erinnerungen. Sie duften noch süß, die Locken und Liebesbillets der süßen Mädln. Wie könnte man also verbrennen, was einen verbrennt? Nein, lieber unterm fremden Bett deponieren und von Zeit zu Zeit hervorholen, und gerade, als diese Episode verhandelt wird, tauchen sie auf, die Geliebten vergangener Tage. Kopfgeburten, Sukkuben, die sich um Anatol wie zu einem Untotentanz formieren. Schnitzlers psychologische Tiefengrabung als erotischer Albtraum eines angezählten Egomanen. Und apropos, „unten liegen“ – unterliegen: Die begnadeten Feministen Turrini und Föttinger haben Schnitzlers Harem die Emanzipation beigebracht. Die Damen haben das Sagen; wiewohl Anatol schon anno 1893 von Cora zu Ilona zunehmend Kontrollverlust erleidet, muss dieser da in schwarzbestrumpfter Beinschere gar um seine Atemluft fürchten. Headscissors sind ja manchem Herrn ein beliebtes Lustspiel.

Dies und das verhindert, dass dieses œuvre de vieillesse von Schwermut besoffen in Sentiment ersäuft. Es kann sich ja keiner von den eigenen Katastrophen abschneiden, und vielleicht liegt es auch daran, dass einem das Herz nicht wirklich aufgeht. Föttinger hat dem Leben aufs Maul geschaut und gesehen, wie die Tragi- neben der -komik steht, und dass doch alles nur Farce ist. Wie man durch die Welt läuft und sich fragt, wie man da wohl wieder reingeraten ist, so hetzt Anatol von Szene zu Szene. Ohne Faden, den hat er längst verloren, geht’s von illusionslos-nüchterner „neuer“ Sachlichkeit hinein in die Klamaukkomödie und retour. Alles ist Betrug, selbst die Frage an das Schicksal, wenn Alma Hasun, statt Hypnoselämmchen zu sein, beiseite flüstert: von wegen Untreue, da hätte sie ihm einiges zu erzählen gehabt … Wenn Michael König zu Max sagt, dass ihn dessen kühle, gesunde Heiterkeit enerviere, dann ist sie genau das, was Föttingers Inszenierung ausmacht.

König ist kein hinreißender Herzensbrecher. Wenn so einer eine Frau als „mein liebes Kind“ abschasselt, schwingen die Töne schon schön arrogant; die Diminutivierung des weiblichen Geschlechts gehört bekanntlich zum Wortschätzchen des männlichen Machterhalts. Königs Anatol changiert wie die Seidendessous, zwischen denen er sich bewegt. Er ist ungeduldig und beleidigt beim Abschiedssouper, wehleidig und beleidigt am Hochzeitsmorgen, süffisant und beleidigt bei den Weihnachtseinkäufen. Dieser Anatol nimmt im amourösen Rollenspiel mit Begeisterung die des Opfers ein. Da will einer Gefühlsmensch sein und hat dabei nur auf sich selber Emotionen. Was hat ihm das Weib nicht alles angetan! Ja, ja, da ist es gut, dass Peter Matić seinen Max mit einem charmanten Sarkasmus ausstattet, der das viele Seelengeklingel konterkariert. Matićs Max, der selbsternannte Stichwortgeber, ist in Wahrheit der Spielmacher; in den besten Szenen der Aufführung gestaltet er mit König Doppelconférencen. Nur nicht romantisch werden, rät er dem „leichtsinnigen Melancholiker“. Wozu bei der resoluten Riege allerdings sowieso wenig Anlass besteht.

Aus dem Reigen von Föttingers Frauen-Fantasien stechen drei hervor: Katharina Straßer gibt die Annie als grandiose „Fehlbesetzung“ in Adidas-Buxe und mit Pudelhaube, ohne hart antrainierter Ballerina-Attitüde, sondern als lustig-aggressive Prolet-Berserkerin. Sie spielt ein Vorstadtkabarettstückchen. Sandra Cervik ist als Ilona die elegante Domina-nte, die dem Herrn einen Herrn zeigt. Und mutmaßlich auch ihre strenge Kammer. Bevor die einem hinterher läuft, läuft sie lieber Amok. Als Höhepunkt gestaltet Andrea Jonasson mit Gabriele den Schlusspunkt, eine harte, nur von der Contenance im Zaum gehaltene Auseinandersetzung, die in ihrer Höflichkeit schlecht verheilte Verletzungen verdeckt. An Jonassons Seite, der einzigen Begegnung auf Augenhöhe an diesem Abend, kommt König schließlich in schauspielerische Hochform. Am Ende bleibt sein Anatol allein im dunklen Tanzpalast zurück. Seine Erinnerungsstücke hat er behalten, ein neues kommt dazu. Es ist zu erwarten, dass dieser Don Juan wieder in den Geschlechterkrieg zieht.

Michael König im Gespräch: www.mottingers-meinung.at/?p=16616

Trailer: www.youtube.com/watch?v=iDMvEN7qmZk

www.josefstadt.org

Wien, 18. 12. 2015

Michael König im Gespräch

Dezember 11, 2015 in Bühne

Michael König als Anatol Bild: Jan Frankl

Michael König als Anatol
Bild: Jan Frankl

VON MICHAELA MOTTINGER

Spielt „Anatol“ im Theater in der Josefstadt

Arthur Schnitzlers Einakterzyklus neu gedacht: Herbert Föttinger und Peter Turrini machen aus „Anatol“ die Lebensbilanz eines Frauenverzehrers. Lange schon trägt sich der Josefstadt-Direktor mit der Idee aus den erotischen Episoden eines wohlhabenden Bonvivants die Geschichte eines an der Liebe Gescheiterten zu filtern. Helmuth Lohner sollte die Rolle des, dies allerdings keineswegs ehrwürdig, ergrauten Weiberhelden spielen; Michael König hat für ihn übernommen. Ihm als Anatol steht Peter Matić als Max zur Seite. Die Damenriege ist mit Andrea Jonasson als Gabriele, Sandra Cervik, Katharina Straßer, Martina Ebm und Martina Stilp hochkarätig besetzt. Premiere ist am 17. Dezember. Michael König im Gespräch:

MM: Als Herbert Föttinger Sie wegen des „Anatol“ angesprochen hat, was dachten Sie da?

Michael König: Ich habe zwar Schnitzler schon gespielt, „Einsamer Weg“ oder „Weites Land“, aber das ist doch aufregend schwer für mich. Dieses scheinbare Parlando, diese Oberfläche, die in der Schwebe bleibt, so zu spielen, dass es nicht nur ein langweiliges Geschwätz ist, das muss man schaffen. Und da fand ich den Ansatz von Herbert Föttinger interessant, dass Anatol und Max alte Schauspieler sind, die mit Imagination zurückblicken, auf das, was war, was man vielleicht verpasst hat, dass man in ein ganzes Leben schaut.

MM: Peter Turrini und Herbert Föttinger haben dem Ganzen eine Rahmenhandlung in einem Tanzpalast gegeben. Eine Selbstbespiegelung? Das Bildnis des Dorian Anatol?

König: Es hat damit zu tun. Inklusive der wahnsinnigen Egomanie des Herrn Anatol. Die Parallele zu Oscar Wilde ist da. Man sieht das auch bei den Frauen: Er sieht nie das Du in einer von ihnen. Dass eine Frau eine Person sein kann, nicht nur ein faszinierendes erotisches Fluidum, das kommt bei Anatol einfach nicht vor.

MM: Der Text bewegt sich zwischen Sentiment und Sarkasmus?

König: Das Sentiment versuchen wir gerade rauszukicken. Sarkasmus kommt ganz stark vor, in manchen Szenen wird ja Krieg geführt. Es ist so, dass ganz stark geschmeckt wird, in diesen Blüten, den Haarlocken seines Erinnerungskistchens. Vielleicht war die „Richtige“ doch da und ich habe es nicht wahrgenommen? Es geht um einen Jäger, der immer etwas besseres sucht. So heißt es im Stück: Die letzte ist immer die beste. Man fragt, wo ist das Ziel? Und dieses Ziel gibt es für diesen Narziss nicht.

MM: Ist es nicht das Wesen des Jägers, dass die Beute, sobald erlegt, uninteressant ist? Derart Männer kennt man doch.

König: Und Schnitzler ist das beste Beispiel. Er war besessen von der Erotik, vom Verzehr der Frauen. Schnitzler ist unglaublich, wenn man sich einmal in sein Tagebuch vertieft, das ist voll von den einzelnen Windungen und Wendungen seiner Beziehungen – grausam zum Teil. Max und Anatol sind zwei Seiten seiner Seele, sind Schnitzler A und Schnitzler B. Er seziert, er hat den Blick von außen, nur hat er im Gegensatz zu beispielsweise Tschechow keine Empathie.

MM: Schaut Schnitzler nicht von innen heraus? Wie man durch die Augen eines Totenschädels ins Draußen schauen könnte?

König: Es ist beides. Und das ist aufregend. Tatsächlich weiß er über das Innere der Menschen viel und das ist faszinierend. Aber gleichzeitig sieht er sie von außen, ganz kalt, er zerlegt, wie die Seele funktioniert.

MM: Sie verzeihen, aber Sie sind nicht mein erster Anatol. Und was haben mir die Darsteller nicht alles erzählt. Von Schwerenöter, von Sehnsüchtler mit der Betonung auf Sucht. Ich halte Anatol für einen Unsympath. Verteidigen Sie Ihre Figur!

König: Ich teile Ihre Meinung teilweise. Ich bin ein glücklich verheirateter Mann mit fünf Kindern, unsere Ehe wird jeden Tag schöner, ich bin gesegnet. Ich habe mit der Art von Anatol gar nichts zu tun. Persönlich schaue ich da ziemlich fremd drauf; gleichzeitig kenne ich natürlich diesen Typus Mann, ich habe ja viele Freunde. Ich kann da also schon etwas verteidigen, als Nicht-Wiener, und zwar diesen Charme bei den Ausreden. Es ist ja doch Natur. Die Frauen betrügen uns, sagt er, und ich liebe sie doch über alles und sie lieben mich doch über alles.

MM: Aber damit stellt er doch die Behauptung zur Selbstbehauptung auf.

König: Völlig d’accord mit Ihnen! Da müssen wir gar nicht drüber reden. Ich bin kein Macho, in diesem Sinne nicht. Doch das ist nicht das Thema. Ich ergreife nicht Partei. Diese Figur, die auch eine alte Figur ist, gibt es in dieser Form nicht mehr. Das merkt man an der Turrini-Föttinger-Fassung sehr. Dieses ganze Schwelende, das Aufregende zwischen den Geschlechtern, das gibt es so nicht mehr. Insofern ist Anatol ein Pfau aus einem anderen Jahrhundert. Durch diese Ferne kann ich die Figur anders wahrnehmen, ich bin aus einem bestimmten Denken, das am Theater heute oft so unangenehm kurzatmig ist, entlassen. Ich muss mir nicht überlegen, ob er ein grauenhafter Mensch ist, weil er ist.

MM: Und so Wienerisch? Kann man’s in Hamburg nicht spielen?

König: Doch. Und ich mach’s auch nicht auf Wienerisch, das wäre mir peinlich. Ich meine nicht die Sprache, sondern die Mentalität. Damit habe ich Schwierigkeiten. Ich meine den Umgang mit Definitionen. Ganz platt gesagt: Der Piefke, und ich bin kein Piefke, sondern ein Bayer, das ist etwas ganz anderes, der Piefke sagt: So ist das, oder so ist das nicht. Der Wiener sagt: Naja, es ist so, aber auch so, und anders muss man’s auch noch sehen. Das hat etwas Faszinierendes für mich. Das ganze Stück ist ein Herumreden, Herausreden, die Suche nach einem Weg. Sehr elegant, sehr eigen. Ich versuche das darzustellen, aber das fällt mir nicht leicht. „Anatol“ ist erstaunlich leichtfertig und gleichzeitig hat er eine erstaunliche Tiefe. Und über allem darf man nicht vergessen, dass es eine Komödie ist. In manchen Szenen beinahe vaudevillehaft.

MM: Wird damit gespielt, dass Sie nicht mehr 30 sind?

König: Nein, denn das Ganze ist ja wie ein Traum von ihm. Er zaubert die Frauen wieder hervor. Ich spiele nicht den alten Mann, sondern Anatol im Kopf von Anatol. Ich glaube, dass das funktionieren kann. Das Problem Alter gibt es nicht, weil alles aus den Gedanken von Anatol stammt.

MM: Es gibt eine Tanzszene, in der alle Geliebten wieder erscheinen. Da tanzen Sie die Damen durch …

König: Sie tanzen mich durch. Er beschwört sie, wie das wäre, wenn sie alle da wären, und dann kommen sie, rachedurstig, sie wollen ihn fressen. Zum Glück gibt es ein Blackout.

MM: Ist das der dargestellte Kontrollverlust über die Frauen? Von Cora zu Ilona entgleiten ihm die Dinge ja immer mehr.

König: Ja, er hat zwar die Fähigkeit, sich die Dinge immer schönzureden, eine übersteigerte Form mit den Frauen umzugehen, aber sie gehen mit ihm um. Sie haben ihn und lassen ihn nicht mehr los. Sie wollen mit diesem charmanten Arsch abrechnen, sie wollen, dass er in seinen Sauereien erstickt. Das finde ich gar nicht schlecht.

MM: Am Ende steht Gabriele in „Weihnachtsgeschenke“. Mit dieser Szene aufzuhören, ist nicht nur der Jahreszeit geschuldet. Ich habe es noch nie so stark wie dieses Mal gelesen, dass sie sein Pendant ist, die ihm Ebenbürtige, wenn sie sinngemäß sagt: Sag’ deinem neuen süßen Mädl, ich hätte dich lieben können, wenn ich mich getraut hätte. Ein Mut, der auch Anatol fehlt.

König: Das gefällt mir, was Sie sagen. Es stimmt etwas daran. Er hat es nicht gewagt. Vielleicht hätte es eine gegeben, aber er hat es nicht gewagt. Gabriele ist aus der großen Welt, im Grunde eine Frau, die zu ihm passen würde, aber er geht lieber in die Vorstadt. Die beiden haben ein heftiges Begehren, aber es ist vorbei, da ist tiefste Enttäuschung, Krieg, trotz der Erotik, die noch da ist. Sie killt ihn über sein süßes Mädl.

MM: Sie sind ein Mann und er tut Ihnen leid.

König: Nein, denn das wäre auch falsch. Die beiden machen sich gegenseitig fertig.

MM: Was sagt uns die Rahmenhandlung? Dass Anatol nicht in Würde altern kann?

König: Er möchte ja Schluss machen, es reicht ihm, aber er kann nicht. Wer denkt sich nicht: Es kann doch nicht einfach aus sein. Und schon ist er wieder drin, schon wieder geht es los. Anatol kann sich nicht erlösen. Er könnte sich nur selbst erlösen, und das geht nicht. Er ist gefangen.

MM: Ganz böse könnte ich jetzt sagen, die Impotenz wird ihn erlösen.

König: Das haben wir als Thema potenziell drin. Er sagt an einer Stelle: Ich will nicht mehr geliebt werden. Und Max sagt: Naja, wenn du könntest, würdest du doch sicher … Das ist als potenzielle – interessantes Wort an dieser Stelle – Möglichkeit drin, sozusagen Schnitzlers Novelle „Casanovas Heimkehr“. Ich bin ganz verliebt in diese Prosa.

MM: Was würden Sie Anatol sagen, wenn Sie könnten – von Mann zu Mann?

König: Ich würde ihm sagen, komm’ zu mir, ich stelle dir meine Frau vor, dann reden wir anders. Aber das ist nichts für die Öffentlichkeit, das ist etwas unter vier Augen.

MM: Als Frau muss man auch in den allerbesten Jahren jung und sexy bleiben. So die Anforderung der Gesellschaft. Wie bleibt ein Mannsbild ein Mannsbild?

König: Ob ich jung und sexy bleibe, ist mir wurscht. Ich lebe die Sachen, die ich wichtig und schön finde, und zwar mit Entschiedenheit. Wenn das jemand sexy findet, ist das schön.

MM: Darf ich das zum Abschluss sagen: Sie spielen den Anatol nicht statt, sondern für Helmuth Lohner.

König: Das freut mich sehr, dass Sie das so sagen. Das war für mich ein Punkt. Ich sehe Helmuth Lohner in dieser Rolle in einer Weise, in der ich mich nie sehe. Ich habe ihn schon als junger Schauspielschüler in München verehrt. Da hat Otto Schenk „Geschichten aus dem Wiener Wald“ inszeniert, Lohner war der Alfred, ich ein Komparse. Ich war fasziniert von Lohner, er hatte all das, was Anatol hat, mit einer Selbstverständlichkeit und Würde. Die Rolle nun zu spielen, ist für mich keine Last, weil sowieso klar ist, dass er der richtige dafür wäre. Daraus ein Thema zu machen, ist peinlich. Insofern entlaste ich mich auch selbst. Ich werde vor der Premiere einen kurzen Kontakt zu ihm aufnehmen und sagen: Verzeih’, dass ich es mache, aber ich mache es, wie Sie so schön gesagt haben, für dich. Und ich versuche, dass es Qualität hat.

www.josefstadt.org

Wien, 11. 12. 2015