Theater zum Fürchten: Nacht.Stücke.

August 8, 2016 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

E.T.A. Hoffmann als extravagantes Stationentheater

Bild: Bettina Frenzel

Bild: Bettina Frenzel

Bild: Bettina Frenzel

Bild: Bettina Frenzel

Das Theater zum Fürchten begibt sich auch diesen Sommer unter die Erde. Ab 14. August zeigt die Truppe rund um Prinzipal Bruno Max „Nacht.Stücke. – Die seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann“ im Mödlinger Bunker. Gemeinsam mit den Darstellern durchwandert das Publikum den begabten Kopf, das verstörende Leben und das außergewöhnliche Werk dieses Fantasten, dem der Schablonen-Titel „schwarzer Romantiker“ nicht annähernd gerecht wird. Hinter jeder Biegung und in jedem Raum des kilometerlangen Tunnelsystems warten neue Schauspieler, neue Schauplätze, neue Hinweise zur Lösung des unlösbaren Rätsels Hoffmann.

Die verzweigte Stollenanlage des ehemaligen Mödlinger Luftschutzbunkers wird auch diesmal umgestaltet zu einem Kosmos aus Träumen, Ängsten, Exzentrik und skurrilen Bildern, die von den mehr als fünfzig Darstellern zum Leben erweckt werden. Autor und Regisseur Bruno Max sorgt für die Konzeption, Alexandra Fitzinger für die aufwändigen und gothic-schicken Kostüme und Ausstatter Marcus Ganser für die in die Tunnel eingebetteten überraschenden Räume.

Ein hautnahes Theatererlebnis der besonderen Art: Die Zuschauer können sich nämlich nicht in der Sicherheit eines Plüschsessels verstecken, sie sind den Schauspielern und der labyrinthischen Handlung in den Tiefen des Berges mit allen Sinnen wortwörtlich ausgeliefert … Zu sehen bis 4. September, jeweils Donnerstag bis Sonntag. Da das Publikum in kleinen Gruppen durch die Inszenierung geführt wird, gibt es gestaffelte Beginnzeiten: ab 18.30 bis 21.15 Uhr.

www.theaterzumfuerchten.at

Wien, 8. 8. 2016

Theater im Bunker: Inferno. Nachrichten aus der Hölle

August 6, 2014 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein extravagantes Stationentheater

„Die Hölle, das sind die anderen.“
Jean- Paul Sartre

dantes infernoAm 10. August hat um 18.30 Uhr im Luftschutzstollen Mödling „Inferno. Nachrichten aus der Hölle“ Premiere.

Gibt es eine Hölle, außer der, die die Menschen einander selbst bereiten? Und wenn ja, wie ist es dort? Welche Benimm- und Bekleidungsregeln gelten für den ahnungslosen Höllenfahrenden? Folgen Sie Dantes Rat, lassen Sie alle Hoffnung fahren und steigen Sie unter ortskundiger Führung hinab an den Ort, der die Phantasie so unterschiedlicher Völker wie Griechen, Römer, Chinesen und Azteken auch ganz unterschiedlich beflügelt hat, den Ort, mit dem Christen, Moslems, Hindus und fast alle andern Religionen ihren Schäfchen seit Jahrtausenden auf ganz unterschiedliche Weise drohen.

Bereits zum sechzehnten Mal werden die etwa einen Kilometer langen Tunnel des ehemaligen Luftschutzstollens einer ebenso extravaganten wie friedlichen Nutzung zugeführt: Als das ungewöhnlichste und größte Stationentheater Österreichs. Das Publikum durchwandert in kleinen Gruppen die mehr als zwanzig Szenen und Schauplätze und erlebt, wie Theatermacher Bruno Max mit seinem mehr als fünfzigköpfigen Ensemble in eindrucksvollen Bildern und skurrilen Situationen das Inferno zum Leben erweckt. Nach „Seven Sins“ und „Angels All Over“ der Abschluss der Bunkertrilogie um Glauben & Unglauben, Erlösung und Verdammnis.

Konzept und Regie: Bruno Max

Es spielen: Stephan Bartunek, Hans-Jürgen Bertram, Sebastian Blechinger, RRemi Brandner, Sebastian Brummer, Manfred Fau, Bernie Feit, Melanie Flicker, Elke Hagen, Edwin Hirschmann, Richard Jamelka, Barbara Lehner, Thomas Marchart, Bruno Max, Max Mayerhofer, Anna Mitterberger, Alexander TT Mueller, Isabell Pannagl, Christoph Prückner, Sarah Reiter, Marion Rottenhofer, Anna Sagaischek, Ralph Saml, Mario Schober, Hans Steunzer, Stefanie Stiller, Robert Stuc, Maksymilian Suwiczak, Irene Marie Weimann u.v.a.

Weitere Termine: jeweils Do – Sa: 14.-16., 21.-23., 28.-30. August und 4.-6. September, Einlass im Viertelstundentakt ab 18.30 bis 21.15 Uhr.

Wien, 6. 8. 2014

www.theaterzumfuerchten.at

Bruno Max macht Theater im Bunker

Juli 4, 2013 in Tipps

„Peer, du lügst!“

Bruno Max Bild: Theater zum Fürchten

Bruno Max
Bild: Theater zum Fürchten

Am 11. August hat Luftschutzstollen Mödling „Peer, du lügst!“ Premiere. Die ausgedachten Leben des Peer Gynt.Ein extravagantes Stationentheater nach Ibsen. Bereits zum fünfzehnten Mal werden die rund einen Kilometer langen Tunnel des 1941- 43 entstandenen und damals für rund 8000 Menschen vorgesehenen Luftschutzstollens einer ebenso extravaganten wie friedlichen Nutzung zugeführt: Als das ungewöhnlichste Theater Österreichs. Auch die Arbeitsweise unterscheidet sich von konventionellen Theaterproduktionen ganz wesentlich: Alle mehr als fünfzig Mitwirkenden sind nur für einen kleinen Abschnitt und ihre eigene Szene verantwortlich, die jede Viertelstunde neu aufgeführt wird, der Gesamteindruck entsteht im Kopf der Zuschauer, die in kleinen Gruppen die Gewölbe durchwandern. Buch und Regie ist von „Theater zum Fürchten“-Gründer Bruno Max. Bühne: Marcus Ganser. Kostüm: Alexandra Fitzinger. Maske: Vera Priburk.

Seit 1999 betreiben Theater zum Fürchten und Bruno Max in dem kilometerlangen Stollensystem des ehemaligen Mödlinger Luftschutzstollens einmaliges und extravagantes Stationentheater. Wie man sich das vorstellen kann? Simpel gesprochen: Eine theatralisch-literarische Geisterbahn, das Publikum sind die „Wägelchen“ , die Künstler die „Erscheinungen“. Alle zehn bis fünfzehn Minuten startet eine Gruppe Zuschauer und begegnet auf der Wanderung durch die Stollen Schauspielern, Bildern , Installationen und Szenen , aus denen sich im Kopf des Betrachters ein Stück zusammenpuzzelt. Ein Theaterereignis der sehr besonderen Art!

www.theaterzumfuerchten.at/theaterimbunker/produktionen/2013-stueck.htm

Von Michaela Mottinger

Wien, 4. 7. 2013