Nicholas Ofczarek spielt den „Liliom“

April 5, 2013 in Tipps

Der neue Hutschenschleuderer an der Burg

Hans Albers hat ihn schon gespielt, mehr als 1800 Mal, außerdem Harald Juhnke, Charles Boyer, Max Pallenberg, Karl Paryla, Paul Hörbiger, Curd Jürgens, Hans Putz, Heinz Conrads, Josef Meinrad, Karlheinz Hackl, Helmuth Lohner, Herbert Föttinger … Ab 6. April ist am Burgtheater Nicholas Ofczarek dran. Matthias Hartmanns Tausendsassa, der zwischen „Onkel Wanja“ oder „Endstation Sehnsucht“ oder „Was ihr wollt“ oder … noch schnell die ORF-Erfolgsserie „Braunschlag“ oder die Moderation des Life Balls einschiebt, ist der neue Hutschenschleuderer an der Burg.

Nicholas Ofczarek Bild: Georg Soulek/Burgtheater

Nicholas Ofczarek
Bild: Georg Soulek/Burgtheater

Ofczarek als „Liliom“. Darauf darf man gespannt sein (Rezension folgt).

1909 erfand der ungarische Dramatiker Ferenc – Franz – Molnar die Geschichte rund um den Rekommandeur eines Karussells im Budapester Stadtwäldchen. Alfred Polgar machte in der Übersetzung dann den Wiener Prater zum Schauplatz der tragischen Liebesgeschichte zwischen dem stolzen Proletarier und dem Dienstmädchen Julie. Ende: Letal, eh klar, weil Schwangerschaft und Geldnot und ergo Kleinkriminalität. Liliom wählt den Freitod. Worauf ihm im Jenseits eine in Inszenierungen immer wieder peinlich-peinsame zweite Chance auf Erden gewährt wird. Die er natürlich wieder versemmelt … An der Burg haben Semmeln keine Chance. Schließlich inszeniert die wunderbare Barbara Frey.

Mit Ofczarek spielen u. a. Katharina Lorenz, Mavie Hörbiger, Barbara Petritsch, Jasna Fritzi Bauer, Brigitta Furgler und Daniel Sträßer.

www.burgtheater.at

Von Michaela Mottinger

Wien, 5. 4. 2013

Das Burgtheater haut sich „Über d’Häusa“

März 25, 2013 in Tipps

Lieder von Georg Danzer bis Roland Neuwirth

Presse: Fotos bei Nennung des Fotografen für die aktuelle Berichterstattung freigegeben

Otmar Klein, Stefanie Dvorak, Dietmar König
Bild: Reinhard Werner/ Burgtheater

Am 27. 3. und am 7. 4. ist im Vestibül des Burgtheaters der von Elisabeth Augustin gestaltete Musikabend „Über d’Häusa“ zu sehen. Zwischen Kaffeehaus, Stiegenhaus, außer Haus und z’Haus wachsen sechs Urwiener beziehungsweise Eingewienerte zu einer musikalischen Partie der 1980er Jahre zusammen. Beim Reden kommen die Leut’ z’samm, aber über manches spricht man nicht. Darüber singt man: über’s Wollen und Nicht- Können, Können aber Nicht-Dürfen, Nicht-Wollen aber Müssen, übers Nichtmehr-Können und Immer-noch-Wollen … Und wer über Müssen-Dürfen und Können-Wollen räsoniert, der landet zwischen zwei Vierterln bald bei der ernüchternden Frage: „War’s das? – Des kann do net alles g’wesen sein! …“ Da träumt man sich dann lieber schnell über die Häuser davon.
Ein zeitgenössischer Wiener Liederabend für sechs Schauspieler mit Texten von Gustav Ernst und Liedern von Roland Neuwirth, Kollegium Kalksburg, Stefanie Werger, Georg Danzer, Otmar Klein und Eartha Kitt.

www.burgtheater.at

Von Michaela Mottinger

Wien, 25. 3. 2013