Gärtnerplatztheater Live-Stream: Viktoria und ihr Husar

Januar 18, 2021 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Mit Reinprecht, Prohaska, Lesiak und Ellers

Viktoria und ihr Husar: Ensemble und Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Bild: © Christian POGO Zach

Am 23. Jänner, 19 Uhr,  wird die Operette „Viktoria und ihr Husar“ in der Inszenierung von Staatsintendant Josef E. Köpplinger als Live-Stream aus dem Münchner Gärtnerplatztheater zu sehen sein. Das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz wird dirigiert von Tobias Engeli, in den Hauptrollen sind die Gastsolisten Daniel Prohaska und Alexandra Reinprecht zu erleben.

Der Live-Stream der Spielzeitpremiere ist kostenfrei auf der Website des Theaters www.gaertnerplatztheater.de abrufbar. Zum Inhalt: Der ungarische Husarenrittmeister Stefan Koltay befindet sich nach dem Ersten Weltkrieg in russischer Kriegsgefangenschaft und wartet auf seine Hinrichtung. Doch es gelingt ihm die Flucht, und über Japan will er zurück in seine Heimat und zu seiner Geliebten Viktoria gelangen. Viktoria, die Koltay tot glaubt, ist mittlerweile jedoch die Gattin des amerikanischen Gesandten Cunlight, mit dem sie in Tokio lebt. Dort trifft das einstige Liebespaar wieder aufeinander …

Als am 21. Februar 1930 die Uraufführung von „Viktoria und ihr Husar“ am Hauptstädtischen Operettentheater Budapest über die Bühne ging, war die große Operettenära bereits vergangen, Revue-Theater und Kinofilm hatten sich das Unterhaltungsmonopol gesichert. Mit einer gekonnten Synthese zwischen Exotismus, ungarischem Kolorit, teils filmischer Dramaturgie und amerikanischen Jazz-Klängen gelang es Paul Abraham und seinen Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda, die Gattung neu zu beleben.

Peter Lesiak und Susanne Seimel. Bild: © Christian POGO Zach

Josef Ellers und Katja Reichert. Bild: © Christian POGO Zach

Alexandra Reinprecht und Daniel Prohaska. Bild: © Christian POGO Zach

Mit Daniel Prohaska als Stefan Koltay und Alexandra Reinprecht als Viktoria sind als wienbekannte Solistinnen und Solisten zu sehen: Peter Lesiak als Graf Ferry, Josef Ellers als Janczy, Gunther Gillian als Leutnant Petroff und Erwin Windegger als Cunlight.

 www.gaertnerplatztheater.de

18. 1. 2021

Nesterval: „Goodbye Kreisky – Willkommen im Untergrund“ als interaktive Live-Zom-Version

November 26, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Wahlgrotesken ist …

Astôn Matters als Patrizia Rot, Tochter der Goodbye-Kreisky-Gründerin Gertrud Nesterval (l.) mit den BedROTen und dem Analyseteam. Bild: © Alexandra Thompson

Da dies die Besprechung einer Nesterval-Produktion ist, die frohe Botschaft zuerst: Für die Performances bis 12. Dezember gibt es noch Tickets. Und derer sollte man sich gleich mehrere sichern, hat man doch bei der gestrigen Uraufführung gerade mal acht von 80 Szenen gesehen – wie man danach in der Zoom-Plauderei erfährt. Denn der Spezialtrupp für immersive Theaterformen nützt, wie beim mit dem Nestroy-#Corona-Spezialpreis ausgezeichneten „Kreisky-Test“

(Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=39561), auch fürs zweite Lockdown-Abenteuer die Meeting-Plattform. Dessen Kenntnis ist keine Vorbedingung für „Goodbye Kreisky – Willkommen im Untergrund“. Mit dem Mail zum Teilnahmelink erhalten die Zuschauerinnen und Zuschauer jenen zu einem Filmessay von Jonas Nesterval, ein Was-bisher-Geschah über seine buchstäblich vom Erdboden verschluckte Mutter Gertrud, plötzlich auftauchende Briefe, Pläne, Paranoia wegen diffuser Bedrohungen, ein in jeder Hinsicht fantastisches Projekt …

Kurz, die mittels Gertrud Nestervals Kreisky-Test auserwählten Bewohnerinnen und Bewohner eines sicheren und sozialdemokratischen Utopia, das heißt: deren letzte Überlebende, wurden dieser Tage bei Bauarbeiten am Karlsplatz ausgegraben. Mehr als 50 Jahre waren sie in der dem U-Bahn-Bau untergeschmuggelten Anlage insoliert, in dieser 200 Meter tief gelegenen Stadt unter der Stadt, nun, da sich der Nesterval-Fonds für die Findlinge verantwortlich fühlt, wurden sie in eine geheime „Arena“ gebracht.

Wo wenige Auserwählte, das Publikum in sechs Gruppen à  zwölf Personen, sie live und in Farbe beobachten dürfen, ja, müssen, gilt es doch in enger Zusammenarbeit mit dem Analyseteam über das weitere Schicksal der „psychisch wie physisch fragilen“, nunmehr von 50 Kameras „beschützten“ BedROTen zu entscheiden – und anschließend die Rechtmäßigkeit der Geschehnisse zu bestätigen. Da sträuben sich erstmals die Nackenhaare, in Arenen ist – siehe argentinische Militärjunta – schon eine Menge Böses passiert.

Die Bergung der Pflegerin Ludowika Weiß: Rita Brandneulinger. Bild: © Lorenz Tröbinger für Nesterval

Special Guest Eva Billisich als Analyse008_Daniela. Bild: © Lorenz Tröbinger für Nesterval

Die VersorgerInnen: Romy Hrubeš mit Martin Walanka und Johannes Scheutz. Bild: © Lorenz Tröbinger für Nesterval

Gertrud Nesterval mit dem Nestroy Corona-Spezialpreis: Astôn Matters. Bild: © Alexandra Thompson

Und dem Familienfonds für karitative Zwecke, gegründet, man erinnere sich, von Martha Nesterval als eine Art Wiedergutmachung für das Treiben der Sippschaft im Dritten Reich, nämlich der Herstellung von Waffen unter Einsatz von Zwangsarbeitern, ist ohnedies nur bedingt zu trauen. Aber schwupps, schon hat einen Analytikerin Alexandra, Spielerin Julia Fuchs, zur Nummer 606 der entsprechenden Kommission gekürt, und nicht ohne Stolz möchte man erwähnen, dass man von deren anderen Mitgliedern alsbald zur Sprecherin gewählt ward.

Wahl – das ist das Thema. Denn die Vorsitzende Maria Grün, dargestellt von Performerin Alexandra Thompson, die diese Funktion seit Gertruds Ableben im Jahre 1997 innehat, wirkt zunehmend vergesslich, verwirrt, rücktrittsreif. Befindet der Rat der Frauen, Männer haben nämlich in Gertruds Unterwelt nichts zu melden, der Rat, in den jeder Clan eine Vertreterin entsendet. Als da wären: Rot, die VerwalterInnen, Patrizia und Ehemann Theo, sowie die gemeinsamen Kinder Franka, Roberta und Maggo – Astôn Matters, Alkis Vlassakakis, Laura Hermann, Michaela Schmidlechner und Willy Mutzenpachner.

Grau, die Ideologinnen, die Schwestern Viktoria und Raffaela – Miriam Hie und Claudia Six. Weiß, die PflegerInnen-Geschwister Ludowika, Anna und Erich – Rita Brandneulinger, Chiara Seide und David Demofike. Schwarz, die VersorgerInnen, Petra und ihre Was-auch-immer Jannik und Julian – Romy Hrubeš, Martin Walanka und Johannes Scheutz. Die Koproduktion mit brut Wien wie stets angeleitet von Herrn Finnland und Frau Löfberg, und im Analyseteam Christopher Wurmdobler als Jonas Nesterval und Special Guest Eva Billisich.

Verantwortliche für Kunst und Kultur gibt es keine, KünstlerInnen wurden von Gertrud als nicht systemrelevant erachtet, „Kunst kann man machen, wenn die Arbeit vorbei ist“, befindet Patrizia Rot, und wiewohl man gebeten wurde, nicht zu spoilern, darf man verraten, dass sie der großen Vorkämpferin leibhaftige Tochter ist. Dieser (no na) wie aus dem Gesicht gerissen, und weder psychisch noch physisch fragil, sondern voll des süffisanten Anspruchsdenkens. Aufzug wie Aufmarsch sind militärisch, die Frauen starken Willens, die Männer unemanzipiert und rechtlos. Ein wenig gemahnt das Setting an die Siebzigerjahre-Serie „Star Maidens“ mit Pierre Brice über ein Alien-Matriarchat, in dem die Männer in „Die Abhängigen“ und „Die Unfreien“ aufgeteilt waren.

Vorsitzende Maria Grün und Truppe: Alexandra Thompson, Miriam Hie, Astôn Matters als Patrizia Rot (Mi.) und Chiara Seide. Bild: © Lorenz Tröbinger für Nesterval

Das folgende Macht-Spiel um die neue Führungsfrau ist spannender als es „Der Kreisky-Test“ war, wenn auch mit weniger Interaktion, da mit den BedROTen kein Kontakt aufzunehmen ist. So gilt es für die Kommission – bestehend aus stimmberechtigten Frauen, nicht stimmberechtigten Männern, vier ins Bild drän- genden Katzen, einem Hund mit Streichelbedarf, sechs Flaschen Wein, zwei Bier et al./kohol– zu beschließen:

Wem folgen, welchen Weg einschlagen, welcher davon ist ein Irr- oder Ab-? Wie in jedem guten Thriller ist frei nach Hitchcocks Lehre kein Hinweis null und nichtig. Die innerfamiliären Konflikte, ältliche Despotinnen, junge Revolutionärinnen, Papakinder, Geschwisterzwistigkeiten, heimliche Liebespaare, Verschwörerzellen, Fluchtwillige, Fortschrittsverweigerer, Zukunftspessimisten, ihnen allen sollte die Kommission genau zuhören, um zu einem Schluss zu gelangen. Und so robbt man durch politische Grabenkämpfe diverser „demokratisch legitimierter“ Leitfigurinnen, angesichts deren Sesselsägerei jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen heimischen Wahlgrotesken eh-schon-wissen ist.

Im digitalen Kämmerlein hat die Kommission schließlich die Chance, sich zu besprechen und ein Votum abzugeben – und siehe, was der/dem einen Sekte, ist der/dem anderen ein sozialistisches Paradies, jedoch: was ist eigentlich diese „lukrative und vielversprechende“ Idee, die der Nesterval Fonds für die Überlebenden anpreist? „Goodbye Kreisky – Willkommen im Untergrund“ ist ein sozialistischer Spaß, und am Ende so zynisch, wie es nicht einmal Walt Disney erfinden hätte können. Nach einem im Wortsinn geistreichen Schlussgag, gibt’s als Belohnung via E-Mail einen weiteren Geheimlink vom Feinsten.

Und statt des Nesterval-üblichen Zusammensitzens ein virtuelles Get-Together mit den anderen Kommissionen, den Back-ups und dem Analyseteam. Bei dem von jenen Gruppen, die einen anderen Weg als die eigene eingeschlagen haben, allerlei Wissenswertes über beispielsweise eine rituelle Waschung der Männer oder das Zusammentreffen der Gertrud-Nachkommen Jonas und Patrizia zu erfahren ist. So wurd’s mit Performance und Plauderei beinah 23 Uhr, bis man den Zoom-Raum endlich verließ. Mitte März soll ein Zusammenschnitt der besten Goodbye-Kreisky-Momente auf der Nesterval-Webseite folgen. Da hofft man natürlich, mit einem speziellen „Auftritt“ dabei zu sein. Freundschaft? Freundschaft!

Trailer: www.youtube.com/watch?v=n9d0HrRlGeU           vimeo.com/456901428           brut-wien.at           www.nesterval.at

  1. 11. 2020

Akademietheater: Der Leichenverbrenner

Oktober 9, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die rassische Überlegenheit des germanischen Knödels

Der Tod kommt zwei Mal: Die beiden Hauptdarsteller „Willi Reinke“, Nikolaus Habjan mit der Puppe, und Michael Maertens als „Karel Kopfrkingl“. Bild: Matthias Horn

Der Kloß möcht‘ einem im Hals steckenbleiben, wenn Willi Reinke seine Rassenkunde aufs Kulinarische ausweitet. Der deutsche Knödel, gellt er mit sich überschlagender Stimme, der germanische Knödel sei ja waffenscheinpflichtig, der tschechische knedlíky hingegen weich und labberig: „Ein Herrenmenschenknödel hat nicht flauschig zu sein, damit gewinnt man Kriege“, schreit er. – „Dafür liegt er einem aber schwer im Magen“, wagt Karel Kopfrkingl da noch ein Widerwort.

Später wird er um diese verlegen sein, „Der Leichenverbrenner“, der von der nationalsozialistischen Propaganda zerpflückt wird, bis sich der Kleinbürger zum Blutrichter verwahnsinnt. Nikolaus Habjan und sein Puppen-SchauspielerInnen-Ensemble haben den Roman von Ladislav Fuks gestern am Akademietheater zur Uraufführung gebracht. Franzobel hat die Prosa dramatisiert, und sich als perfekte Wahl für dieses Werk erwiesen, mit seinem Sinn fürs Skurrile, seinem Händchen fürs Deftige, und punkto Sprachwitz mit Franzobels speziellem, gefeanzten Humor. Die Kombination all dessen macht die Aufführung zum Abend des Michael Maertens.

Maertens gibt den Karel Kopfrkingl, den Leichenverbrenner, der im Prager Krematorium mit dem Einäschern toter Körper beschäftigt ist. Welch ein Bild. Fuks schrieb „Spalovač mrtvol“ 1967 im Zwiespalt, einerseits die „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ mit dem jüdischen Schicksal zu verbinden, das Ausgeliefertsein des Opfers ans menschenvernichtende Regime, andererseits eine Anklageschrift zur tschechischen Kollaboration mit den Nazis zu verfassen.

Er ist nicht der einzige Autor seiner Generation, den diese Amphibolie beschäftigt, und als Künstler fraglos Existenzialist und ein Meister des psychologischen Horrors. Weshalb das Buch Jung-Habjan mit seinem Faible für Gruselgrotesken in die Hände fiel und ihn bis heute nicht mehr losließ. Mit süßlicher Falschheit tropfen die Worte von Maertens Lippen, und gewollt oder ungewollt komisch, sind des Hamburgers Verhaker in der böhmischen Mehlspeiskunst. Powdiltatschkerln sind halt etwas Pyramidonales, da sitzt er mit dem Strauss in der Konditorei, ist der Jude?, Kopfrkingl weiß das gar nicht, und bietet dem armen, arbeitslosen Witwer einen Job als Kremier-Propagandist an.

Strauss ist eine der von Habjan und Marianne Meinl gebauten „Monsterpuppen“ (© Franzobel) und diesmal, dies als Kompliment gemeint, sind sie ihm besonders scheußlich geraten. Als hätte sie das Räderwerk des Todes bereits überrollt, Kopfrkingls Assistent und Kettenraucher Dvorák eine wandelnde Leiche, die spooky Putzfrau mit dem Kopf nach hinten, es gibt Gliedmaßen ausrenkenden Sex mit Puppen-Prostituierten, Klappmaul-Saufgelage – und die großartigen Dorothee Hartinger, Sabine Haupt und Alexandra Henkel begleiten sie nebst dem totenköpfigen Habjan von Szene zu Szene.

Die Kunst des Kremierens: Michael Maertens und Sabine Haupt mit der Puppe „Dvorák“. Bild: Matthias Horn

Die gar nicht „dumme Frau“ und ihr Ehemann aka Alexandra Henkel und Sabine Haupt. Foto: Matthias Horn

Michael Maertens, „Willi Reinke“/Nikolaus Habjan und Sabine Haupt als Kopfrkingl-Sohn „Mili“. Bild: Matthias Horn

Zugleich sind die Darstellerinnen die Kopfrkingl’sche Familie, Sabine Haupt der „weibische, verweichlichte“ Sohn Mili, Alexandra Henkel die trotzig-aufmüpfige Tochter Zina, Dorothee Hartinger Ehefrau Marie, die er nach der Brahmanentochter aus der Delibes-Oper „Lakmé“ nennt. Sein „sehr schönes Buch über Tibet“ und der dortige Buddhismus samt Wiedergeburtsgedanke sind nämlich Herrn Kopfrkingls einzige Interessen außer den Feuerbestattungen und der Familie. „Die Liebe hat sich über uns gestülpt wie ein Kartoffelsack“, säuselt Maertens, und dass er „Familist“ sei. Dies befragt nach seinem Denken über Politik und Patriotismus.

„Roman“ will er genannt werden, für „Romantiker“, ach dieser Schöngeist, dieser Gemütsmensch, tüchtig, treu und treusorgend, Maertens singsangt sich durch die Kopfrkingl-Suada. Wie er mit den Ofen-Metaphern jongliert, über die rechte Temperatur für sein Tun philosophiert, Kopfrkingl, der bei schönen Damenleichen zur Nekrophilie neigt, und zum Ende die Gattin im Takt der „Glöckchenarie“-Koloraturen mit der Krawatte erdrosseln wird. Maertens entwickelt das mit der langsamen Gefährlichkeit eines Komodowarans.

Längst ist nicht mehr klar, was vom Geschehen sind in Kopfrkingls Kopf abspielt, ob die expressiv hässlichen Puppenmenschen tatsächlich sein Zerrbild der Wirklichkeit oder ein zur Kenntlichkeit entstelltes „Wir“ sind. Im sentimentalen Pathos des Leichenverbrenners mehren sich Signale einer latenten Krankhaftigkeit, unters monotone Raisonnement mischen sich irritierende Verhaltensweisen. Maertens balanciert sichtlich genüsslich auf dem schmalen Grat zwischen höflich-sanft Gesagtem und morbid Gedachtem, und das löst beim Publikum – siehe Kloß im Hals – unwillkürlich Gelächter und wohliges Unbehagen aus. Es ist stimmig, dass heute George Taboris „Mein Kampf“ als Burgtheater-Premiere ansteht. Fuks und Tabori sind Brüder im Geiste.

Nicht nur Kopfrkingl scheint Visionen zu haben. Auftreten, nein, hereingeführt werden, und zwar immer an den Wendepunkten der Handlung, wen Fuks „Hloupá zena/die dumme Frau“ und „Manzel hloupé zeny/den Ehemann der dummen Frau“ nannte, doch die Seherin mit der klassisch-jelinek’schen Haartolle hat Visionen, die weit ins Heute führen. Bomben und zerstörte Städte, Deportation in den Tod und hungernde Flüchtlinge, die sich um einen Teller dünne Suppe anstellen, ein Boxring wird ihr zum Folterkeller – „hier wird aus Leuten etwas rausgeprügelt“, sagt sie, und als sie das Novemberpogrom erblickt, meint Kopfrkingl am tschechischen Mittagstisch: Das geht uns nichts an, das ist weit weg, davon lassen wir uns den Appetit nicht verderben.

Der Kriegskamerad beeinflusst Kopfrkingl: Michael Maertens und „Willi Reinke“/Nikolaus Habjan. Bild: Matthias Horn

Dorothee Hartinger als „Lakmé Kopfrkingl“, Michael Maertens und „Willi Reinke“/Nikolaus Habjan. Bild: Matthias Horn

Der weibische, verweichlichte Sohn muss weg: Sabine Haupt und Michael Maertens. Bild: Matthias Horn

Wer andere in den Tod befördert wird schließlich selbst befördert: „Kopfrkingl“ Michael Maertens. Bild: Matthias Horn

Ein besorgniserregender Zustand der Realitätsverweigerung, der manche auch dieser Tage befällt. Ins surreale Szenario schleicht sich ein Kamerad aus dem Ersten Weltkrieg, der von Nikolaus Habjan bewegte Willi Reinke, ein strammer NS-Recke mit offenbar lahmem rechten (!) Arm, der die fragil-versponnene Ideenwelt des Leichenverbrenners annektiert und ihn zum Faschismus verführt. Und was er so von sich gibt – Habjan mit fitzelhoher Stimme – über die gerechte Neuordnung Europas und dessen „Reinhaltung“, „Parasiten“ und das Recht, „das auf unserer Seite ist, das Recht, das wir uns nehmen“, da kommt man vor Grauen ins Grübeln.

Steter Propaganda-Tropfen höhlt den Kopfrkingl. Nicht lange braucht’s, und er wird Mitläufer, Mittäter, Mörder. Die Juden, die er kennt, der Strauss ist ja doch einer!, sind schnell denunziert, die Sargträger in seinem „Todestempel“ als Widerstandskämpfer enttarnt, der Direktor des Krematoriums wegen Hitler-feindlicher Rede entfernt, die plötzlich halbjüdische Lakmé entsorgt, die missratene, weil nicht durch und durch arische Brut desgleichen. Der satt-zufriedene, selbstbewusste Kopfrkingl manövriert sich ins Monströse, Maertens vollzieht diesen Wandel fulminant, der Mann, der eben noch den Karpfen für den Weihnachtsschmaus nicht erschlagen wollte und nun bei seinen Kindern zur Brechstange greift.

Habjan beleuchtet den Horror in Schwefelgelb, seine Arbeit mit der von Franzobel ex aequo plakativ, die Figuren neben den beiden Hauptdarstellern Kopfrkingl und Reinke holzschnittartig. Doch das Trio Hartinger, Haupt und Henkel hat mit dem Puppen-Panoptikum genug zu spielen – und auch in Maske, etwa als Sargträger. Ein beredter Moment auf der Bühne, als Habjan diese mit einer raschen Gesten von den Köpfen reißt, zu Boden wirft – und aus, zwei Leben vorbei. Im Bühnenbild von Jakob Brossmann liegt das Wohnzimmer wie ein kleiner Guckkasten gleich hinterm Krematorium, und was ein schrecklicher Satz, wenn Kopfrkingel zu Dvorák sagt, manche Menschen stoßen sich am süßlichen – siehe oben: seine Falschheit – Geruch verbrannten Fleisches. Welch eine Preziose, dieser Schreckenstext, dazu die hypnotisch-roten Glitzeraugen der Puppen – und wie die Schauspieler mit diesen Geschöpfen interagieren …

Wer in den Tod befördert, wird befördert. Bald ist Karel Kopfrkingl der neue Krematoriumsboss und oberster Chef des Sicherheitsdienstes der neuen Machthaber. „Ich soll Gasverbrennungsöfen testen“, sagt er stolz. Und apropos, annektieren: Als die Nationalsozialisten die Tschechoslowakei als „Protektorat Böhmen und Mähren“ an sich reißen, fragt Frau Kopfrkingl, was das denn bedeute. „Annektieren, das kommt von ‚anus‘, wir sind im Arsch“, erklärt Alexandra Henkel als Tochter Zina. Es wird ihr letzter Sarkasmus sein.

www.burgtheater.at           Video: www.youtube.com/watch?v=K5-st_8Y8xw

  1. 10. 2020

Arash T. Riahi: Ein bisschen bleiben wir noch

Oktober 1, 2020 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Aus Kindersicht aufs Abschieben geschaut

Oskar und Lilli haben sich eine heile Fototapetenwelt gebastelt: Leopold Pallua und Rosa Zant. Bild: © Filmladen Filmverleih

„Wenn man den Mund lange genug offenlässt, können die Sorgen vielleicht aus einem rausfliegen“, hofft Oskar flüsternd und probiert es gleich einmal aus. Doch so einfach ist es nicht. Der Achtjährige und seine fünf Jahre ältere Schwester sitzen vor der Heile-Welt-Fototapete, die sie sich gebastelt haben. Elefanten, ein Rehkitz, Eichhörnchen

bevölkern das Fantasieland von Ortsa und Leila – die un/längst zu Oskar und Lilli geworden sind. Um weniger aufzufallen, nicht aus der Masse rauszufallen. Die Polizei wummert an die Tür, dringt in die mehr als bescheidene Bleibe ein, durchwühlt die wenigen Habseligkeiten. Sie wisse doch um den Ausweisungsbescheid, wird die Mutter zurechtgewiesen, und festgestellt, dass die Behörde Sohn und Tochter nun mitnehme. Zu „Schnitzeln“ und „an sauberem G’wand“ – und die verzweifelte Frau, Schauspielerin Ines Miro, läuft ins Bad, schließt sich ein, die Pulsadern, Blut fließt …

Regisseur Arash T. Riahi hat den Roman „Oskar und Lilli“ von Monika Helfer verfilmt. „Ein bisschen bleiben wir noch“ ist ab morgen in den Kinos zu sehen, und Riahis Zugang zum Thema, er selbst als achtjähriger Flüchtling in den 1980er-Jahren aus dem Iran in Europa angekommen, kein sozialrealistischer, sondern ein poetischer. Ihm gehe es um die Unschuld, die Unschuld der Kinder und die des menschlichen Glaubens an Gerechtigkeit, sagt Riahi, und „dass wir viele der Probleme unserer Zeit nicht durch bürokratische Ansätze sondern durch humanistische lösen werden können“. Lilli und Oskar, sie kennen keine andere „Heimat“ als Österreich.

Dass ihm die Kindersicht aufs Abschieben so glänzend gelingt, ist seinen Darstellern Rosa Zant als Lilli und Leopold Pallua als Oskar zu danken, die schlicht hinreißend spielen. Die kühle, abweisende Teenagerin und den fantasiebegabten, warmherzigen kleinen Bruder, die sich im Folgenden ihre je eigene Überlebensstrategie zurechtlegen. Wobei Riahi in kontrastreichen Aufnahmen zwischen Leinwandmagie, Albtraumsequenzen aus einem zerstörten Land und unverblümter österreichischer Härte zu wechseln weiß.

Die überforderten Öko-Pflegeeltern: Alexandra Maria Nutz und Markus Zett. Bild: © Filmladen Filmverleih

Manchmal verliert sogar Oskar die gute Laune: Leopold Pallua. Bild: © Filmladen Filmverleih

Frei fliegend im „Scherm“ – Lilli blüht im Prater auf: Rosa Zant. Bild: © Filmladen Filmverleih

Geborgen bei Oma Erika: Christine Ostermayer und Leopold Pallua. Bild: © Filmladen Filmverleih

Die aus Tschetschenien geflohene Familie, der Vater vor Jahren in irgendeinem Grenzland verloren gegangen, wird einmal mehr auseinandergerissen. Die Mutter wird nach ihrem Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingewiesen, Oskar und Lilli verschiedenen Pflegeeltern zugeteilt, damit sie sich, so die Logik von Jugendamtsmitarbeiterin Veronika Glatzner, nicht zusammen in ihrem Trauma einigeln können. „Ich werde dich finden, egal wo sie dich hinbringen“, ist Lillis letztes Versprechen. Dann entführt Riahi seine minderjährigen abgewiesenen Asylwerber in eine Gutmenschen-Farce.

Lilli landet bei Single Ruth, als die Simone Fuith herrlich aufgeklärt-aufgedreht agiert, sie wisse ja, die Tschetschenen essen viel Fleisch, plappert sie beim ersten Abendmahl und dass sie sich nicht als Ersatzmutter, sondern Lillis neue beste Freundin verstehe. Oskar wird zu einem von Alexandra Maria Nutz und Markus Zett lustvoll überzeichneten Lehrerehepaar verfrachtet, zwei Ökofundis und Vegetarier, die auf Oskars Kommentar zum fleischlosen Eintopf – „Ihr seid alle nicht normal!“ – mit Entsetzen reagieren und sofortige Integration einfordern. Doch mehr als alles Missverstehen schwebt über beiden Haushalten „das gute Gefühl, dass wir das machen“.

Da lacht sich Oma Erika – Christine Ostermayer, die ihre Rolle mit nahezu erschreckend realitätsnaher Hingabe verkörpert – fast kaputt. Mit deren Parkinsonerkrankung die Lehrer ebenso überfordert und ergo hysterisch sind wie mit ihren Moralvorstellungen, und Söhnchen Simon (Filmemachers Neffe Simon Fraberger-Riahi), und es wird Oskar sein, der sich, zunächst als eine Art „Heimhilfe/Babysitter“ zweckentfremdet, um das Schicksal auch dieser Familie annehmen wird. In seinem maßlosen Optimismus, die Existenz und das Verhalten der Menschen um sich zu verändern, zu verbessern, und so sein eigenes, um einiges dramatischeres Leben zu meistern.

Das macht Leopold Pallua in doppeltem Sinne zum Herz des Films, sein Oskar, der Künstler und Erfinder, dessen Neugier und Neunmalklugheit, dessen trockener Humor und Leichtigkeit Situationen zu meistern, den Grundtenor der Traurigkeit erst erträglich machen. Ihm schenkt Riahi all die lyrischen Momente, allein wie er Großmutters Wunderkammer-Schlafzimmer entdeckt, alldieweil Lilli sich an der Wirklichkeit reiben muss. Ruths zwielichtigem Lover Georg, Rainer Wöss, zum Beispiel. Von dem man lange glaubt, dass er Lilli an die Wäsche, während er sie nur so rasch wie möglich wieder loswerden will.

Tschetschenische Albträume: Rosa Zant, Leopold Pallua und Ines Miro als Mutter. Bild: © Filmladen Filmverleih

Die einzige Schulfreundin bleibt Betti, Anna Fenderl, Tochter von Studio 2-Moderatorin Birgit Fenderl, mit einer weiteren Probe ihres Talents, Problemfamilienmitglied Betti also, Raucherin und Wodkatrinkerin, die Lilli das Taschengeld abluchst, damit sich ihre Mutter die Drogensucht nicht auf dem Straßenstrich finanziert. Wenig wirft hier ein gutes Licht auf den sogenannten Westen und seine Werte. Und irgendwie mystisch und zauberhaft spiegelt

die schon hinüber entschwindende Großmutter, deren Geschichte ein großes Rätsel bleibt, das Gestern ins Jetzt. Mit welch Szenen Arash T. Riahi sein Anliegen illustriert: Lilli, die sich noch einmal in die alte Wohnung schleicht, um das Blut der Mutter wegzuwaschen. Lilli an ihrem Zufluchtsort des Glücks, frei fliegend im Prater-„Scherm“. Oskar, der die gefrustete Bio-Lehrerin im Supermarkt beim Wurstfressen ertappt. Oskar, der sich darin übt, ein „gefährliches Kind“ zu sein, um eine Adoption zu verhindern.

Die Mutter im Krankenhausgarten, die vorgibt ihre Kinder nicht zu erkennen, und wie der Zuschauer merkt, es ist ihr Schwindel für deren bessere Zukunft. Die persönlich liebste, als Oskar der Lehrerin eine Leberkässemmel unter die Matratze schiebt, damit der Lehrer glaubt, sie furzt – und Klein-Simon die Semmel hervorholt und isst. Mehr Rebellion, mehr Widerstand geht nicht. Und schließlich ein Seifenblasentanz mit Mutter, Lilli und Großmutter Erika – Momente wie dieser in Filmen stets ein Zeichen für den Tod.

„Ein bisschen bleiben wir noch“ ist an keiner Stelle ein kitschiges Betroffenheitsdrama, der Film ist ein zutiefst menschliches Werk, das seine jugendlichen Hauptfiguren nie zu wandelnden Klischees verkommen lässt. Leopold Pallua, Rosa Zant und Anna Fenderl spielen sich mit einer rauen Emotion durch den kaum entrinnbaren, aber dennoch mit Hoffnungsschimmern erfüllten Mikrokosmos ihrer Figuren, dass es eine Freude ist. Aufwühlend und beglückend, die unter der Oberfläche schwelende Tragik niemals beschönigend, endet der Film mit einem Schlussbild, das in seiner Ambiguität jedem selbst zu deuten überlassen ist. Real, surreal, sch*egal, um den alten Sponti-Spruch abzuändern. Bei Oskar wird: Das be*scheidenste Leben ein schöner Traum.

www.einbisschenbleibenwirnoch.at           Trailer: vimeo.com/396736862           www.youtube.com/watch?v=_1o5thmI3ik           Behind the Scenes-Clip mit Arash T. Riahi über die Besetzung seines Baby-Neffen Simon – Sehenswert!: www.facebook.com/OskarAndLilli/videos/1296956990643097/

  1. 10. 2020

Die Neue Oper Wien streamt Videos ihrer Produktionen

April 3, 2020 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Den Anfang macht Bernhard Langs „Der Reigen“

Das Graphic-Novel-Bühnenbild beschwört das Zwischenkriegswien: Walter Kobéra, amadeus ensemble, Anita Giovanna Rosati und Thomas Lichtenecker Bild: © Anja Köhler | andereart.de

Auch die Neue Oper Wien hat nun einen Stream eingerichtet. Videos vergangener Produktionen finden sich ab sofort hier: neueoperwien.at/node/179/aktuell/video. Die Videos werden laufend ergänzt und bleiben voraussichtlich bis 30. Juni online. Den Anfang machen „Der Reigen“ von Bernhard Lang, Libretto von Michael Sturminger nach Arthur Schnitzler, Inszenierung von Alexandra Liedtke.

Sowie Šimon Vosečeks „Biedermann und die Brandstifter“ nach Max Frisch in der Regie von Béatrice Lachaussée. Für 22. Juni ist die österreichische Erstaufführung von „Prosperina“ in der Wiener Kammeroper geplant. Wolfgang Rihm hat sich des Goethe-Stoffes angenommen und ein Kleinod geschaffen, das 2009 bei den Schwetzinger Festspielen uraufgeführt wurde. Rihms Partitur ist herausragend, vom ersten Takt an strömen raumgreifend die für den Komponisten typischen Klänge und tragen so den Kampf der Dauergefangenen in der Unterwelt um eine menschenwürdige Existenz aus: Ein vokaler Befreiungsschlag einer tragischen Persönlichkeit. Die Prosperina singt und spielt Rebecca Nelsen, die Inszenierung ist von Rebecca Greenstein, am Pult wie stets: NOW-Intendant Walter Kobéra.

Barbara Pöltl und Marco Di Sapia. Bild: © Anja Köhler | andereart.de

Alexander Kaimbacher. Bild: © Anja Köhler | andereart.de

Thomas Lichtenecker und Alexander Kaimbacher. Bild: © Armin Bardel

Kritik: Der Reigen

Schneller Sex im Wartesaal der Liebe

L-I-E-B-E schreibt eine Gestalt zu Anfang auf die fünf schwarzen Wartesaalsessel. Am Ende wird das Ensemble auf ihnen Platz nehmen, angeschlagen, ausgelaugt, aber ausharrend, ob dies Glück in Großbuchstaben nicht doch noch um die Ecke lugt. Die Verheißung aber trügt, im Wartesaal der Liebe gibt es für sie nichts als schnellen Sex. So ist das eben bei Arthur Schnitzler – und nun in Bernhard Langs musiktheatralischem Werk „Der Reigen“, das die Neue Oper Wien zur österreichischen Erstaufführung brachte.

Nach der Premiere bei den Bregenzer Festspielen ist die Produktion seit gestern im Rahmen von Wien Modern im MuseumsQuartier zu sehen. Und siehe: Die in allen Klangfarben schillernde Komposition samt dem wohltuend originaltexttreuen Libretto von Michael Sturminger, die fantasievolle, schlüssig heutige Inszenierung von Alexandra Liedtke im formidablen Graphic-Novel-Bühnenbild von Falko Herold und Florian Schaaf, das von Walter Kobéra exzellent geführte amadeus ensemble-wien – mit der sich als Teil des Orchesters ausweisenden Klangdesignerin Christina Bauer – und die makellose Leistung der Solistinnen und Solisten, machen aus dem Abend ein weiteres Glanzstück auf der diesbezüglich langen Liste der NOW.

Eines, das sich wie selbstverständlich getraut, ohne die Gedankenstriche der Schnitzler’schen Szenenfolge zu verfahren. Heißt, dass es in der Halle E ganz schön zur Sache geht. Eine Fellatio im Stiegenhaus, ein „Vorhängeschloss“ in der Waschküche, Telefonanie, hier wird sich nicht geschont, stattdessen von Höhepunkt zu Höhepunkt gesungen, und von Hotelsex bis Treppenaffäre greift Lang des Autors Idee des Immergleichen in den für ihn typischen Loops auf. „Die Zeit meiner Jugend, die Zeit meiner Jugend“, beschwört der Ehemann beim Sich-Vergnügen mit dem Schulmädchen eine mutmaßlich inexistente Erinnerung herauf, dieses wie die anderen expressiven Bilder mit musikalischen Zitaten aus der „Reigen“-Skandal-Zeit untermalt.

Eine Art Motto pro einzelner Begegnung und derart mal ein impressionistisches Flimmern à la Débussy, mal eine kräftige Prise Alban Berg, dazu Jazz, Swing, ein wenig Gershwin, etwas Bernstein, sogar Rap, und die Protagonisten auch imstande diese Poystilistik zu bedienen. Wobei sich zur gesanglichen die darstellerische Herausforderung gesellt, je zwei komplett konträre Charaktere zu verkörpern … weiter auf: www.mottingers-meinung.at/?p=36070

neueoperwien.at           neueoperwien.at/node/179/aktuell/video

Der Reigen: www.youtube.com/watch?time_continue=16&v=AC3IkVfRXj4&feature=emb_logo

Biedermann und die Brandstifter: www.youtube.com/watch?time_continue=1297&v=0ZNm59fr7zY&feature=emb_logo

3. 4. 2020