aktionstheater ensemble streamt: Ich glaube

März 4, 2021 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Der Papst in vs. der Spatz von Avignon

Beinah ein Heiliger Sebastian: Benjamin Vanyek. Bild: Gerhard Breitwieser

Das aktionstheater ensemble ist mittlerweile bei der vierten Staffel seiner digitalen Aufführungsreihe „Streamen gegen die Einsamkeit“ angekommen, das Motto lautet diesmal „Fernbeziehung“ – und bei der noch bis Sonntag zu sehenden Aufführung „Ich glaube“ aus dem Jahr 2017 ist eindeutig die zu Gott gemeint. Oder die zu den Göttern? Wer weiß das schon? Heilige Maria Mutter Gottes! Fürchtet euch nicht! Das ist kein blasphemischer Ausruf.

Sondern einfach die Rolle, die Alev und Benjamin im Krippenspiel schon gegeben haben. Benjamin, später im überlangen, madonnenblauen Badecape voll der Grazie, weil er so etwas prinzipiell sehr gerne macht, Alev, um nicht vom Jungscharlager ausgeschlossen zu sein, mit dem ein beflissenes Ehepaar die Türken in der Nachbarschaft missionieren wollte. Ihre Antwort als Erwachsene ist eine Publikumsbeschimpfung auf Türkisch, die der vom polnischen Katholizismus geschädigten Claudia einen Lachanfall beschert. Da kann die protestantische Susanne nur den Kopf schütteln, alldieweil Martin lautstark, weil überzeugen wollend, über diverse Theologien doziert, unschlüssig, ob er noch Agnostiker oder schon Atheist ist.

Derart sind die Positionen besetzt. Mit Susanne Brandt, Alev Irmak, Martin Hemmer, Claudia Kottal und Benjamin Vanyek. Die Regisseur Martin Grubers und Dramaturg Martin Ojsters Glaubenssätze zwar sprechen, doch ihre eigenen Auslegungen derselben performen. Denn wie stets beim aktionstheater ensemble wird aus Erlebtem und Erdachtem das Gesamtkunstwerk, und nicht nur in dieser Religionsabrechnung stellt das Team aus, was ihm auf der Seele brennt. „Ich glaube“ ist ein durch die Frage, die Glaubensfrage, energetisch aufgeladenes Kalvarienbergrennen, wobei sich der Kreuzweg mit dem typischen aktionstheater ensemble Humor kreuzt – skurril, schnell, schrill.

Hemmer, Vanyek und Brandt. Bild: Gerhard Breitwieser

Alev Irmak aufAmoklauf. Bild: Stefan Hauer

Das Christentum schirmt sich ab. Bild: Stefan Hauer

Vanyek, Brandt und Hemmer im Blutregen. Bild: Stefan Hauer

Nicht immer wird er sportlich ausgetragen, dieser Kampf der Konfessionen um den Siegerkelch jener „Wahrheit“, welcher Katechismus zur Katharsis führt. Im Workers Outfit geht’s um Spirituelles (Yoga!), Scientologie und die Church of Satan. Oder, warum Katholiken sich beim Läuten der Heiligen Drei Könige – Schnell, Licht aus! – verstecken, während die Ungläubigen aufmachen. Susanne ist auf dem Seelenstrip-Trip, ganz klar sind die Reformierten die besseren Christen, doch hatte der große Reformator ein paar frühbraune Flecken auf der Kutte, und ist damit wie stets zugleich anrührend und umwerfend komisch.

Benjamin ist wieder mal herzallerliebst neben der Spur, die die anderen ziehen, halbnackt und mit Engelsflügeln ein noch heiler Heiliger Sebastian, ein bildstockschöner Schmerzensmann. Sagt Martin „der Papst in …“, kontert er mit „der Spatz von …“ Avignon. „Man will mich immer so in die Realität zwingen“, sagt der Träumer – und als die anderen sich in Gleichschritt-Choreografie, Kopf greifen, Hals würgen, ganz ökumenische Bewegung, ihrem Gott nähern, bricht er, als einziger scheint’s frei, in einen wilden Tanz aus. Es geht um Vaterkomplex, Mutterliebe und Schwulensaunen im Wallfahrtsort, um Analbleaching, Zahnfleisch-OPs – und eine messerscharfe Analyse, wie viele Rosenkränze ein Priester pro Zentimeter Reinstecken beten muss.

Schutzpatronin der Produktion ist Vicky Leandros, deren „Ich hab‘ die Liebe geseh’n“ und „Ich liebe das Leben“ als Bregenzer Viergesang dargeboten werden. Benjamin jongliert mit Schirmen, „Mantel, Schirm und Schild“, um Gotteslob Nr. 534 zu zitieren, – und zwischen all den Bibelfesten versucht sich Alev Gehör zu verschaffen: „Ich habe da noch eine Geschichte über den Islam …“ Doch auf der Spielfläche regiert längst die Dreifaltigkeit von Intoleranz, Desinteresse und Ich-Bezogenheit.

Im Gleichschritt zum Würgegriff Gottes: Martin Hemmer, Claudia Kottal, Susanne Brandt und Benjamin Vanyek. Bild: Stefan Hauer

Da wird aus dem Salve Regina eine Gewehrsalve, Alev läuft Amok als Water Warrior, blutrot spritzt es aus ihrer im Wortsinn Pump-Gun, das ist nach November ein noch gewagteres, stärkeres Bild als 2017. Und zum ballernden Sound von Kristian Musser fetzen Kirill Goncharov und Jean Philipp Viol in wilden Arpeggien und höchsten Tonlagen über die Saiten und Griffbretter von Violine und Viola. Und immerhin, Alev steht nun im Mittelpunkt der – Ressentiments. Klar sei sie ausgerastet, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist schließlich kein islamisches Konzept, sagt die Claudia mit der katholischen Wut im Bauch.

Und grimmig über die Bigotterie und das Pharisäertum ihrer polnischen Oma: „Ich spreng‘ uns alle in die Luft! Das machst dann du, Alev, ihr könnt‘ das!“ Einzig Susanne hält zu ihrer „muslimischen Perle“, um deren Gesundheit im Fastenmonat Ramadan sie sich sorgt. Welch ein Statement des aktionstheater ensembles zur Reverse Discrimination, welch ein Aufzeigen, dass in dieser Gesellschaft auch positiver längst Alltagsrassismus ist.

Was bleibt ist: die Liebe, die die allesamt lustfeindlichen abrahamitischen Religionen einem vorbeten. Der Passionstext, den man gesucht und nicht gefunden hat, stammt nun von Alev. Er handelt vom Ende ihrer großen Liebe – und wie sie ihren Schmerz rausschreit und Allah anruft, da hat man – ehrlich – kurz Tränen in den Augen. So begibt man sich auch per Bildschirm auf eine emotionale Gratwanderung zwischen tragi- und -komisch, das aktionstheater ensemble hat einmal mehr den Finger nicht nur am Puls der Zeit, sondern auch in der gesellschaftlichen Wunde. Und möchte man Martin Gruber und seinem diversen Ensemble mit dieser Aufführung eine Message unterstellen, dann wohl die, dass die Menschen der unheilvollen Benutzbarkeit von Religionen, Ideologien und ihren Ismen nur als einiges Ganzes begegnen können.

Trailer „Ich glaube“: vimeo.com/228555921

Die kommenden Streams:

Bürgerliches Trauerspiel. Ab 8. März, 10 Uhr. Publikumsgespräch live via Zoom am 11. März, 20 Uhr bis 21.30 Uhr. Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=41710

Immersion. Wir verschwinden. Ab 15. März, 10 Uhr. Publikumsgespräch live via Zoom am 18. März, 20 Uhr bis 21.30 Uhr. Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=39693

Anmeldung für die kostenlosen Publikumsgespräche: karten@aktionstheater.at

Alle ebenfalls kostenlosen Streams via: www.aktionstheater.at

  1. 3. 2021

Die Maßnahme – eine Webserie

Juni 6, 2020 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Irre Ladies-Comedy über eine Online-Zwangsgruppe

Laura Hermann, Claudia Kottal, Constanze Passin, Alev Irmak, Anna Kramer und Suse Lichtenberger. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

Da sitzen sie also vor ihren jeweiligen „Endgeräten“, die sechs Teilnehmerinnen, nehmen an den regelmäßigen Zoom-Meetings teil, laden Wochenaufgaben hoch und fragen sich leicht verwundert, wie sie eigentlich dazu gekommen sind: Wer ist diese ominöse Frau Dr. Novak? Nimmt sie je an den Sitzungen teil oder hat sie eine geheime

Überwachungsfunktion? Wer erstellt die wöchentlichen Tests? Wie locker sind die Lockerungen? Und: Halten sie alle das durch? „Die Maßnahme“ heißt die erste österreichische Comedy-Webserie in #Corona-Zeiten, die derzeit quasi in Echtzeit entsteht. Vor etwa einem Monat haben die Schauspielerinnen Laura Hermann, Alev Irmak, Claudia Kottal, Anna Kramer, Suse Lichtenberger und Constanze Passin beschlossen, ihre kreativen Impulse nicht von Dreh- und Theaterstopps ausbremsen zu lassen – et voilà!

mottingers-meinung.at hat die Pilot-Doppelfolge, die am 8. Juni um 12 Uhr online geht, vorab gesehen, Titel: „Bin ich hier richtig?“, nach wie vor herrscht Pandemie-Panik, und ein nicht näher benamstes „Amt“ hat den Damen-Sechser veranlasst, ein ebenfalls nicht genauer definiertes Programm zu absolvieren.

Anna Kramer ist die sensibel-souveräne Philosophin Sabine. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

Claudia Kottal ist die mittelschwer konfuse, liebeskranke Ricky. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

Auf höchst humorvolle, irrwitzig-rasante und hochaktuelle Art schlüpfen die Darstellerinnen in die Rollen einer ziemlich divergenten Zweckgemeinschaft, die Virus- und andere Krisen, Liebesgeschichten und Familienalltag, und jetzt auch noch zusätzlich die Aufgaben der „Maßnahme“ unter einen Hut bringen muss. „Sie unterliegen den strikten Richtlinien des Programms. Jeden Freitag muss der Upload der jeweiligen Wochenaufgabe jedes Teilnehmers bei uns eingehen, um die Teilnahme an der Maßnahme zu sichern“, sagt die strenge Stimme aus dem Off –  und schon machen die sechs sich daran, dies zu tun, wiewohl die erste Aufgabe mit einer tropischen Frucht zu tun hat, die im situativen Kontext einzuordnen den Frauen schwerfällt …

Und so stellt man sich einander vor: Laura Hermann als Margarete, eine kesse Rothaarige, die gleich ungeniert Werbung für die väterliche Fleischerei macht; was Wunder, dass sie in ihrer Küche sitzt und ihre diesbezüglichen Künste preist, will sie doch den selbstgemachten Wurstaufschnitt endlich mit einem – vorzugsweise katholischen – Mann teilen; also hält sie zur Eigen-PR mit dem Marienmedaillon auch ihren Ausschnitt in die Kamera. Claudia Kottal als mittelschwer konfuse Ricky, die sich an ihr neues WG-Leben mit einem Mann gewöhnen muss, obwohl sie doch viel lieber bei ihrer sie abserviert habenden Ex-Freundin wäre. Constanze Passin als trendige Großstädterin Mia, die nun unnatürlich-fröhlich-überdreht auf einer Treppe zwischen Gummibaum und Gebirgsgemälden sitzt, weil sie sich „am Land“ um die als doch so rüstig gerühmte Omi kümmern muss.

Constanze Passin ist die trendige Großstädterin „am Land“ Mia. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

Suse Lichtenberger ist die Burnout- und Homeschooling-Kids gebeutelte Elke. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

Alev Irmak als die toughe, im hippen Gangsta-Style gekleidete Jenny, die vor Kurzem von Wien nach Berlin gezogen ist, und nun zwischen hiesigem Mundwerk und dortiger Schnauze hin und herwechselt, eine, die gern zeigt, wer sie ist und weiß, wann’s genug ist. Anna Kramer als sensibel-souveräne Philosophin Sabine, der der Lockdown offenbar grade recht kommt, denn ihre Pflanzen brauchen auch Zeit. Und – ganz groß – Suse Lichtenberger, die als Elke im Regen vor ihrem Ferienhaus steht, wobei was von Burnout zu vernehmen ist, Ehemann und zwei homeschooling Kindern, für die sie Schulunterlagen ausdruckt und ausdruckt und ausdruckt, und die eigentlich gar keine Zeit für #Corona hat …

Das Kollektiv Hermann, Irmak, Kottal, Kramer, Lichtenberger und Passin arbeitet seit Jahren in verschiedenen Konstellationen zusammen und befand, dass besondere Umstände außergewöhnliche Produktionsweisen erfordern, und so hat man gemeinsam Idee und Drehbuch entwickelt, und alle sechs Schauspielerinnen stehen beziehungsweise sitzen nicht nur vor den Kameras, sondern sie sind ihre eigenen Kamerafrauen, drehen zu Hause oder vor dem Zuhause, und sind somit gleichzeitig auch ihre eigenen Produzentinnen. Das liest sich bezüglich Cast & Crew – und das frauenbewegte Herz hüpft vor Freude – so: Regie: wir, Produktion: wir, Drehbuch: wir, Idee: auch wir, Kamera: wieder wir. Suse Lichtenberger hat mit „Senfdazugebung“ einen Special Credit. Die Musik macht die Theater- und Film-erprobte Clara Luzia.

Alev Irmak ist Jenny, die grad Wiener Mundwerk gegen Berliner Schnauze tauscht. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

Laura Hermann ist Fleischertochter Margarete, die einen Mann fürs Leben sucht. Bild: Screenshot – Trailer „Die Massnahme“

„Wie das mit der Gruppe laufen wird“, eine Sorge die Laura Hermanns Margarete formuliert, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Noch ist man dabei, eine Verbindung zu suchen, Zoom-technisch und zwischenmenschlich. So soll Claudia Kottals Ricky den Schlusssatz haben: „I hab‘ eh nix Blödes g’sagt, oder hab‘ I irgendwas Blödes g’sagt?“

Start der Comedy-Serie „Die Maßnahme“ ist Montag, der 8. Juni. Die Pilot-Doppelfolge wird ab 12 Uhr auf youtube zu sehen sein. Die weiteren Folgen sind jeweils montags ab 12 Uhr online.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=n8hZneRTYc0           www.diemassnahme.com           www.youtube.com/channel/UCf5EsGUspqo_mA1gewQ4slA

6. 6. 2020

Kosmos Theater: SHE HE ME

März 2, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein verpixeltes Gesicht bedeutet Gefahr

Platons Kugelmenschen, bevor Gott Zeus sie in zwei Hälften schnitt: Josef Mohamed, Alev Irmak und Sandra Selimovic. Bild: a.c.schiffleitner

Amahl Khouri beginnt bei den Kugelmenschen. Der Philosoph Platon legte den Mythos in seinem Dialog „Symposion“ einst dem Komödiendichter Aristophanes in den Mund, die Geschichte von den glücklichen drei Geschlechtern, männlich, weiblich, androgyn – deren Stärke Zeus zu fürchten begann, weshalb er sie in zwei Hälften zerschnitt. Seither, sagt die antike Legende, irren die Erdenkinder auf ebendieser herum, auf der Suche nach ihrer verlorenen Ganzheit …

„SHE HE ME“ heißt dieser Text, den Amahl Khouri, ein*e jordanische*r Autor*in und Theatermacher*in, schon als szenische Lesung an den Münchner Kammerspielen präsentierte; nun hat Regisseur Paul Spittler im Kosmos Theater kongenial die Uraufführung inszeniert. Über Jahre hinweg hat Khouri Gespräche mit Trans-, Inter- und Homosexuellen im arabischen Raum geführt, das Destillat daraus sind drei Figuren, Trans*mann, Trans*frau und eine non-binäre Person, Randa, Rok und Omar, dargestellt von Alev Irmak, Sandra Selimovic und Josef Mohamed. Und siehe, was in dieser erklärenden Einleitung nach bierernstem Proseminar in Sachen Genderproblematik klingt, entpuppt sich auf der Spielfläche als das genaue Gegenteil.

Rok erzählt der Mutter, dass sie als Mann leben möchte: Sandra Selimovic und Alev Irmak. Bild: a.c.schiffleitner

Omar wurde wieder einmal gedemütigt und geschlagen: Josef Mohamed. Bild: a.c.schiffleitner

Amahl Khouri hat mit diesem semidokumentarischen Stück eines geschrieben, das erschüttern und erheitern kann, die Sogwirkung des sprachmächtigen Skripts noch verstärkt durch das grandios intensive Schauspiel, das Komik und Tragik wunderbar in der Waage zu halten weiß. Khouris Kunst zwischen Witz und Wahnwitz der Situationen zu wechseln, verstehen der auch fürs Bühnenbild verantwortliche Paul Spittler und Modemacher Mael Blau optisch gekonnt umzusetzen. Mit Plüschtierberg und archaisch anmutenden Kostümen, diese allerdings in metallischen Pastellfarben. Derart changiert die Aufführung zwischen Körperperformance, Choreografie: Jasmin Avissar, Schattenspiel und den Videosequenzen von Oliver Stotz, zwischen Mutters theatralischen Brustschlägen, kuschelig-rosa Barbapapa und von Josef Mohamed frech verwendeten „Gay-Gesten“.

Zwischen Codes und Konnotationen und unverschämten Fragen zum Geschlecht – häufigst gestellte die, was man denn jetzt „da unten“ tatsächlich hätte. Denn während eine*r die Geschichte eines Charakters erzählt, schlüpfen die anderen beiden in die Rollen von Eltern, Brüdern, Polizisten, Imamen. Alev Irmak ist die algerisch-stämmige Randa, die vom Mann zur Frau werden will. Randa muss Hals über Kopf fliehen, Frau und Sohn zurücklassen, landet in einem libanesischen Männergefängnis, wird daraus befreit, kommt nach Wien, wo sie erstmals ganz als Frau in die Öffentlichkeit geht, und lebt nun in Schweden als politische Aktivistin – die erste Transsexuelle in einem dortigen Stadtrat. Was ihren Sohn betrifft, hofft sie, ihn vielleicht als „Witwe des verstorbenen Vaters“ eines Tages wiederzusehen.

Als Randa beschreibt Alev Irmak die beklemmende Begebenheit, wie sie es in der Inhaftierung, ständig sexuell bedrängt von den Mitinsassen, ohne Kopfbedeckung nicht wagt zu beten – bis ihr ausgerechnet Schwestern vom Orden der Mutter Teresa ein Tuch bringen. Als Roks Mutter wiederum liefert sie Stoff für die humorvollsten Szenen des Abends. Sandra Selimovic spielt den aus dem Libanon kommenden Rok, der seiner Familie zu versichern versucht, dass er sich als Mann fühlt. Ein Schritt, der erst gelingt, nachdem Rok zum Vater nach New Jersey auswandert. Als er die Mutter nachholt, gibt sie sein Geschlecht auf und sich Netflix hin.

Während Rok es ablehnt, sich zu verhüllen …: Sandra Selimovic und Josef Mohamed. Bild: a.c.schiffleitner

… ist Randa erleichtert, als sie im Gefängnis endlich ein Kopftuch erhält: Alev Irmak mit Josef Mohamed und Sandra Selimovic. Bild: a.c.schiffleitner

Neben Diskriminierungen und Drohungen, Schmach und Schande, befasst sich „SHE HE ME“ unter anderem auch mit dem schwulen Sexismus, mit der permanenten Selbstdisziplin Betroffener, mit dem Normierungsdruck. Das Bühnen-Trio wirft sich gleich übermütigen Kindern ins Teddybär-Gewimmel und rennt verzweifelt gegen die Wände an. Doch mehr Frei-Raum gibt es für sie nicht. Josef Mohamed sagt als schwuler Omar, sein Bruder würde ihn an der mentalen Hundeleine Gassi führen. Als jordanischer Ministersohn ist Mohamed entzückend.

So schön, wie der ägyptische Gesangsstar Oum Kulthoum will er sein, vor Klassenkameraden führt er exaltierte Fashionshows auf – und wird deshalb verprügelt. Nicht nur unter den Angehörigen stößt er auf Ablehnung bis hin zur Morddrohung, auch die Flucht in die homosexuelle Szene ermöglicht ihm kein Ausleben seines Selbstbildes, weil dort ebenfalls Erwartungen punkto Geschlechterrollen an ihn herangetragen werden. Was „SHE HE ME“ in diesen Momenten deutlich macht, ist, dass das Wesen eines Menschen ohnedies nur außerhalb seiner Biologie erfahrbar ist.

Am Ende folgt eine utopische Geburt, die Frage an die/den Doktor*in: „Was ist es denn?“ und die Antwort: „Da müssen wir warten, bis es sprechen und es uns mitteilen kann.“ Am Ende sieht man auf den Leinwänden die wirklichen Randa, Rok und Omar – eine Frau mit rotgetöntem Bob im Auto, einen Mann mit feschem Drei-Tage-Bart und fester Freundin, ein Gesicht verpixelt. Das macht unsagbar betroffen, weil man nachvollziehen kann, was das für Omars Leben bedeutet. Nämlich: Gefahr.

www.kosmostheater.at

  1. 3. 2019

aktionstheater ensemble: „6 Frauen 6 Männer“ im Kosmos Theater Wien

Januar 18, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Satirische Suche nach Selbstbildern

Anti-Helden im Feinripp: Andreas Jähnert, Benjamin Vanyek, Sascha Jähnert, Fabian Schiffkorn, Thomas Kolle und Peter Pertusini. Bild: Gerhard Breitwieser

Nicht, dass es nicht klar gewesen wäre, aber einmal mehr zeigte sich gestern Abend, dass es so viel besser ist, eine Frau zu sein. Weil als solche trinkt man Sekt gleich flaschenweise, während die Männer sich mit Sprudelwasser begnügen müssen. Überhaupt ist’s, als träfen wilde Bacchantinnen auf ein Therapiegrüppchen, hie Ekstase, da Krampf, die Frauen grölen anstößige Lieder, die Männer geben einander Tipps zum Massieren von Rosen. Damit die sich öffnen.

Und ja, es wäre zu schön, um wahr zu sein, hätten sie das doppeldeutig gemeint. Also … Zum 30-Jahr-Jubiläum des aktionstheater ensembles hat dessen Mastermind Martin Gruber die aktuelle Produktion „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“ und die 2015 für den Nestroy-Preis nominiert gewesene „Pension Europa“ zum Abend „6 Frauen 6 Männer“ verknüpft, derzeit zu sehen im Kosmos Theater Wien. Wie stets beweist Gruber damit Gespür für die Themen der unmittelbaren Gegenwart – von Genderfragen und Rollenklischees bis zu Grenzziehungen und gesellschaftlichen Exklusionen. Entstanden aus Recherche und Selbstbefragung, für die aktuellen Termine textlich und inszenatorisch neu bearbeitet und musikalisch neu interpretiert, hebt Gruber doch zwischen Teil eins und zwei die Ähnlichkeiten in den Unterschieden hervor.

Sie reichen von Sexproblemen bis Körperunzufriedenheit, von der Suche nach einem Selbst- bis zum unangenehmen Fremdbild, Wurzel allen Übels das gegenseitige Missverstehen der Geschlechter – solcherart präsentieren die Performerinnen und Performer ihre unerbittliche Bestandsaufnahme, die Streitpunkte und die Schnittmengen, machen mit beißendem Witz das Politische zum Privaten und das Private zum Politischen, immer hart an der Kante von Selbsterkenntnis und Rollenspiel, und wie immer als theatrale Verdichtung von Sprache, Musik und Choreografie zu einem großen Ganzen.

Den Anfang machen die Männer, Andreas und Sascha Jähnert, Thomas Kolle, Peter Pertusini, Fabian Schiffkorn und Benjamin Vanyek, begleitet von Musikerin und Sängerin Nadine Abado mit ihrem Projekt PH LION. In weißer Feinrippwäsche und mit einer beständigen „Wohin mit den Händen?“-Bewegung beginnt das Abklopfen von Männlichkeitsstereotypen, wobei nicht nur der ewig untote Machismo, sondern auch „der neue Mann“ satirisch aufs Korn genommen wird. Eine so grandiose wie gnadenlose Nabelschau ist das geworden, Alltagsbeobachtungen als Essenz kredenzt, ein Auflisten von Versagensängsten und erotischen Albträumen, von ödipalen Komplexen und unheilbarer Hypochondrie.

Kirstin Schwab, Alev Irmak und Michaela Bilgeri, die im Kosmos Theater mit Gipsbein spielt. Bild: Felix Dietlinger

Will die Frau in sich erspüren: Thomas Kolle mit Benjamin Vanyek. Bild: Gerhard Breitwieser

Die Darstellung der diversen Identitätskrisen ist Hochleistungssport, bald haben sich die sechs schweißnass gearbeitet, wenn sie übers Anforderungsprofil Held auf weißem Hengst, handwerkliches Universalgenie, perfekter Hausmann, Liebhaber sowieso sinnieren. Von Baumarktgesprächen geht’s zum Reproduktionsurinstinkt, mag nicht einfach sein, sich mit einem Körperteil mit Eigenleben, oder im schlimmsten Fall keinem mehr, zu arrangieren, zum Quotenlosertum. Nicht umsonst, konstatiert der Schnelle-Fick-Typ Fabian, sei Versager ein männliches Wort. Wozu es allerdings zu sagen gilt, dass sich im Synonymlexikon dieser Tage unter „Frau“ nach wie vor die Begriffe Dienstmagd, Bettgenossin, Flittchen, unter „Mann“ hingegen die Vergleiche Herr der Schöpfung, das starke Geschlecht, Mannsbild finden.

„Ich weiß ja nicht einmal, wie ich eine Frau in der Nacht auf dem Gehsteig überholen soll, so dass sie keine Angst vor mir hat …“, fragt sich der sensible Sascha, während Peter im Furor sein Mann-Sein zwischen die Beine klemmt, um „die Frau in mir“ zu erspüren. All diese Verstörungen werden zwar höchst empathisch dargeboten, aber weil Buben von klein auf Konkurrenz getrimmt werden, kommt’s zu Aggression, Schlägerei und Rudelringkampf. Benjamin, der einzige Widerpart, der einzige Schwule, und auch das ein Klischee, resümiert immer öfter: „Und warum erzählst du das jetzt?“, sein Tonfall genervt, seine Haltung ein klares Mit-denen-nichts-zu-tun-haben-Wollen. Doch die Videoprojektionen von Claudia Virginia aka Dornwittchen changieren schon zwischen bissigem Rottweiler und blutigem Schmetterling, so wie sich der Chauvinismus in einen Tanz mit Cheerleader-Pompons verwandelt.

Sechs Männer, sechs Sichtweisen, da ist logisch, dass kein Konsens gefunden wird. Es mag einem ein wenig die Stringenz des Gezeigten abgehen, aber wenn Nadine Abado die vorgeführte Selbstdekonstruktion in ihren fantastischen Livegesang übersetzt, so geht das tief unter die Haut. Nicht weniger irrwitzig, ebenso poetisch und um einiges schamloser zeigen sich Michaela Bilgeri, Susanne Brandt, Alev Irmak, Isabella Jeschke und Kirstin Schwab danach in „Pension Europa“, erste mit Gipsbein und von ihren Mitstreiterinnen im Rolli geschoben. Aisah Eisa singt zum Spiel ihre selbstverfassten Songs über die Suche nach dem Paradies. In nudefarbenen Dessous, die Brandt trägt darunter selbstironisch Shapewear, werden nun weibliche wahre Bekenntnisse und erdichtete Geständnisse offenbart.

Und wie bei den Männern sind diese haarscharf an der Peinlichkeit und knapp vorbei an der Plattitüde, was vor wie nach der Pause beim Publikum für höchstes Amüsement sorgt. Wie’s seine Art ist, schafft es Gruber tiefsinnig durch Untiefen, liefert er Humor mit Hintersinn und ins Absurde verpackt eine messerscharfe Analyse. Auf ebenfalls fast leerer Bühne, rechts ein Kleiderständer mit Brautmode, an der Rückwand wächst und gedeiht Felix Dietlingers Video-Blume, gestalten die Schauspielerinnen ausdrucksstarke Körperbilder, eine Selbstverteidigungschoreografie, Aktionismus mit „Stacheldraht“ à la Pjotr Pawlenski, was Kirstin Schwab gründlich missrät, weil ihr, meint sie, zum einen die asketische Christus-Attitüde des russischen Konzeptkünstlers abgeht, und zum anderen in Österreich für eine gelungene Performance zu wenig gelitten wird.

Selbstverteidigungschoreografie: Susanne Brandt, Aisah Eisa, Michaela Bilgeri, hier noch ohne Rolli, Isabella Jeschke, Kirstin Schwab und Alev Irmak. Bild: Felix Dietlinger

Dem ist angesichts des Dargebrachten deutlich zu widersprechen. Wieder drehen sich Gespräche um die Unlust des Äußeren, was Männern die vergleichende Penis-Vermessung ist, sind den Frauen Cellulite und Wabelarme – und ein Muttermal an den Schamlippen. Susanne Brandt erzählt von einem ägyptischen Urlaubsflirt, der ihr nun nach Europa nachflüchten will, was ihr gar nicht passt, und, dass sie mit den osteuropäischen Bettlern in der U-Bahn nicht umgehen kann.

Alev Irmak, dass in der Wahl zwischen der Türkei und Österreich Heimat für sie dort sei, „wo ich am besten scheißen kann“, was derzeit hierzulande ist. Derart werden persönlichste Begebenheiten zu gleichsam europäischen, die Frauen wechseln von deftig zu hart zu zart, und sie haben’s definitiv lustiger. „6 Frauen 6 Männer“ besticht mit seiner hohen Authentizität; den Mitwirkenden ist für ihren Mut und ihr performatives Potenzial sehr zu danken. Was das aktionstheater ensemble hier auf eindrückliche Weise veranschaulicht, ist, dass Veränderungen im vermeintlich Kleinen wie im Großen nur stattfinden werden, wenn man endlich damit anfängt. Freiheit soll man sowohl sich selbst, als auch den anderen gewähren, scheint Martin Gruber zu sagen. Welch ein versöhnlicher Gedanke, der diese beiden großartigen Aufführungen abrundet.

Martin Gruber im Gespräch: www.mottingers-meinung.at/?p=30322

Trailer „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“: vimeo.com/279821837

Trailer „Pension Europa“: vimeo.com/97548144

kosmostheater.at          aktionstheater.at/

  1. 1. 2019

Womit haben wir das verdient?

Dezember 2, 2018 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Statt Kiffen lieber Kopftuch tragen

Mutter Wanda hilft mäßig begeistert beim Burkini-Kaufen: Caroline Peters, Chantal Zitzenbacher und Duygu Arslan. Bild: © Mona Film

„Geht die Nina als Gespenst?“, fragt unschuldig der kleine Bruder, als er seine Schwester zum ersten Mal mit Hijab sieht. Die 16-Jährige ist nämlich zum Islam konvertiert, nennt sich nun Fatima – und hat das Kiffen zugunsten ihres Kopftuchs aufgegeben. Eltern im Schockzustand. Und während der Vater wenigstens versucht, ein wenig Verständnis aufzubringen, ist die Mutter ausschließlich schäumend vor Wut.

Wofür und wogegen – Frauenrechte/Adventkranz – hatte man in StudentInnentagen nicht alles protestiert, und nun das. „Kannst du nicht einfach katholisch werden?“, herrscht die Mutter die Tochter an: „Das wäre für mich schon schlimm genug!“ Solcherart ist der Humor in Eva Spreitzhofers Komödie „Womit haben wir das verdient?“, die am Freitag in die Kinos kommt – frech und sophisticated und so, dass alle Seiten ihr Fett abkriegen. Im Gespräch mit mottingers-meinung.at nannte die Regisseurin und Drehbuchautorin „Monsieur Claude und seine Töchter“ als Genre-Vorbild, und tatsächlich ist ihr diese Art, gesellschaftspolitisch brisante Themen mit einer verspielten Leichtigkeit zu nehmen, perfekt gelungen. Spreitzhofer stellt Weltanschauungen auf den Prüfstand, eine vermeintliche Weltoffenheit, die beim ersten Windhauch in sich zusammenbricht, ebenso, wie eine vermutete Radikalisierung, ohne jemals einen publikumserzieherischen Zeigefinger zu erheben.

Im Mittelpunkt der Irrungen und Verwirrungen steht Burgtheaterschauspielerin Caroline Peters als Ninas Mutter Wanda, erfolgreiche Chirurgin, Feministin, Atheistin und Matriarchin einer Patchworkfamilie. Chantal Zitzenbacher spielt die Nina, Simon Schwarz Vater Harald. Auch sonst ist der Film mit Hilde Dalik, Alev Irmak, Pia Hierzegger, David Oberkogler, Mehmet Ali Salman oder Johannes Zeiler hochkarätig besetzt. Die Peters überzeugt und unterhält in ihrer Rolle auf ganzer Linie. Wie sie sich auf Erkenntnissuche begibt, ist einfach zu komisch.

Nina/Fatima wird von ihrem Stiefbruder mit einem Würstchen erwischt …: Chantal Zitzenbacher und Angelo Konzett. Bild: © Mona Film

… und wieder rettet Wanda die Situation: Caroline Peters und Chantal Zitzenbacher. Bild: © Mona Film

Ebenso, wie die Meinungen, die sie zu ihrem Problem einzuholen vermag. Vom Schuldirektor, der von Ninas Hijab begeistert ist, Motto: soll doch jeder auf dem Kopf tragen, was er will, Baseballkappen im Klassenzimmer aber verbietet. Über Wandas muslimischen Chirurgenkollegen, der ihr bescheidet: „Der Islam ist voll hipster geworden“. Über ihren Freund, der meint: „Wir schauen uns eine IS-Doku an und dann hat sich das“. Bis zum Imam, der weiß: „Dass Menschen deppert sind, hat mit Allah nichts zu tun“.

Bis zum Burkini lässt Spreitzhofer nichts aus, das irgend für öffentliche Debatten sorgt, doch nichts gerät ihr dabei schwarzweiß, immer stellt sie die auf allen beteiligten Seiten zu findende Bigotterie und Hypokrisie aus. Und während sich Nina/Fatima auf Youtube anschaut, was alles haram ist – Gummibärchen und Fahrradfahren, findet Wanda, um nichts weniger spießig und starrsinnig als ihre „Opponenten“, ausgerechnet in der Mutter von Ninas bester Freundin, Hanife, eine Verbündete.

Auch die ist alles andere als begeistert von der plötzlichen Religiosität der Mädchen. Eva Spreitzhofer ist mit „Womit haben wir das verdient?“ eine feine Satire gelungen, die auf feinfühlige Weise die Bruchstellen, Widersprüche und Grenzen von „Multi-Kulti“ ausleuchtet, und dabei durchaus spaßig ins Schwarze trifft. Großartig, wie eine Figur, die eben noch auf der einen Seite stand, sich gleich darauf argumentativ auf der genau anderen befindet. Dass Spreitzhofer ein, zwei Mal übers Ziel hinausschießt – Wandas Adoptivtochter stammt aus dem Vietnam, und ist somit eine, die sich ihr Andersaussehen nicht ausgesucht hat, der Sohn des Imams muss schwul sein -, dafür entschädigen Einfälle wie dieser:

Die Eltern verkleiden sich für Ninas vermutete Zwangverheiratung: David Oberkogler, Simon Schwarz und Caroline Peters. Bild: © Mona Film

Als Wanda und Harald überzeugt sind, ihre Tochter solle in der Moschee in eine Zwangsehe gedrängt werden, wollen sie das undercover, heißt: mit Tschador verkleidet, verhindern – und geraten prompt in eine Polizeikontrolle. Und weil sie umständlich die Umstände erklären, und der Beamte keine Ahnung hat, wie er mit dem vollverschleierten Ehepaar umgehen soll, ist sein Angebot schließlich: „Wann’s anfoch auf a Gschnas gangerten, tat‘ ma uns alle leichter.“

Am Ende verschiebt Eva Spreitzhofer bei ihrem Feel-Good-Movie noch einmal Grenzen. Zu viel sei nicht verraten, nur, dass die Filmemacherin die Frauensolidarität über alle Konflikte stellt, ebenso wie gegenseitiges Verständnis und ständige Verständigung. Und auch für Mutter Wanda bietet sich eine Lösung – nämlich einfach dies zu sein: Mutter. Die schönste Szene ist, Wanda findet Nina, wie sie auf dem Boden kauernd verzweifelt Bußgebete spricht. Sie konnte dem Würstl im Eiskasten nicht widerstehen. Da nimmt Caroline Peters Chantal Zitzenbacher einfach in den Arm, und ihr das Stückchen Schweinefleisch ab – und steckt es sich selber in den Mund.

Regisseurin Eva Spreitzhofer im Gespräch: www.mottingers-meinung.at/?p=30758

www.womithabenwirdasverdient.at

  1. 11. 2018