Jonathan Lethem: Alan, der Glückspilz

Februar 7, 2020 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Tour de Farce durch die Außenseiter-USA

Da gibt es also diesen Ich-Erzähler, Grahame, einen erfolglosen Schauspieler, der den Theaterregisseur seiner Träume, diesen Maestro der Miniatur, siehe seine Inszenierung von Becketts „Krapps letztes Tonband“ in einem Bürohaus-Aufzug vor fünf zusammengepferchten Zuschauern, bei dem er in Anwesenheit von Dianne Wiest vergeblich für die Produktion „One Thousand Avant-Garde Plays“ von Kenneth Koch vorgesprochen hatte, Sigismund Blondy, dessen „Zelig-artige Infiltration der kulturellen Stadtlandschaft“ Grahame zutiefst bewundert, bis zu dessen geheimer Passion, Donnerstagsmatineen in einem Multiplex an der Upper East Side, quer durch New York City verfolgt.

Worauf ihn dieser, einmal entdeckt, nach Strich und Faden der Max-Frisch-Fragebogen auseinandernimmt: Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert? Wie heißt der Politiker, dessen Tod durch Krankheit, Verkehrsunfall usw. Sie mit Hoffnung erfüllen könnte? Hassen Sie leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person, und hassen Sie lieber allein oder in einem Kollektiv? – Too much information?

Nicht nach den Maßstäben eines Jonathan Lethem. Der US-Autor, der den Talking Heads sogar in einem ihre Musik analysierenden Buch beschied, die Intelligenzia des Rock’n’Roll zu sein, jenseitig skurril, ironisch distanziert, schauderhaft spaßig und süchtig machend, legt nun mit „Alan, der Glückspilz“ eine Sammlung von Short Stories vor, die all dem und mehr entsprechen. Bis dahin, dass er selbst mit überbordendem Vergnügen sein Universalwissen zwischen zwei Buchdeckel quetscht. Diesmal in Form von neun irrwitzigen, tragikomischen, herzzerreißenden Geschichten, mit denen sich ihr Schöpfer auf das dünne Eis bedrohter Existenzen begibt.

„Alan, der Glückspilz“ ist eine Tour de Farce durch eine USA der Außenseiter. Mit politisch scharfgestelltem Blick und per Speedlogik entfesselter Fantasie – Familienväter in der Sinnkrise müssen sich dem drohenden Kontrollverlust ebenso stellen wie vergessene Comicfiguren auf einer verlassenen Insel – jagt Lethem seine Randgestalten vom Herz Manhattans bis an die Küsten zweier Weltmeere. Das liest sich, als liefe Woody Guthrie, from California to the New York island, from the Redwood Forest to the gulf stream waters, auf überhöhter Drehzahl. Die Überschrift der zweiten Story, „Der König der Sätze“, passt derart auf den Schriftsteller, wie der damit die eigene Zunft veralbert.

Ein Paar von Buchläden-Lovern, zwei Romantischwühler, die sich dem Wort-Orgasmus hingeben – „Ein gutgebauter, stattlicher Satz konnte Clea derart erregen, dass sie sofort zum Höhepunkt kam“ -, planen einen Überfall auf ihren Lieblingsautor. Dessen Devotionalien sammeln sie seit Jahren, makellose Erstauflagen, zerfledderte Leseexemplare, frühe Taschenbuchausgaben mit prosaischem Klappentext und schlüpfriger Umschlaggestaltung. Längst ist dem Leser klar, dass es sich um einen abgehalfterten Verfasser von Groschenromanen handeln muss, als die beiden das Subjekt ihrer obskuren Begierde in Hastings-on-Hudson aufstöbern. Das Ende: desillusioniert, desaströs, ein bissl Georg Danzers „Jö schau“.

Für jede seiner Stories erfindet Lethem eine eigene hochmusikalische Sprache. „Reisender zu Hause“ hat was surreal-Hanns-Dieter-Hüsch’sches: „Reisender allein. Reisender schmachtet. Reisender erwacht, hat geträumt anscheinend. Fahrkarten verloren. Automatenkaffee. Zahnbürste unaufgefunden. Schnee weht. Schuh fehlt. Wecker außer sich. Terrier muss ohnehin dekantieren …“ Einmal erscheinen wie im Märchen sieben Wölfe und bringen ein Baby im Korb – an die falsche Adresse. „Verfahren unter freiem Himmel“ ist eine kafkaesk grausame Geschichte über ein Regime, das Delinquenten bis zum Sterben in schmalen Erdlöchern stehen lässt. Indem Protagonist Stevick bei strömendem Regen einen dieser Politgefangenen mit einem Schirm beschützt, macht er sich zum „fixen Mitarbeiter“ des Systems.

Bild: pixabay.com

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In exzentrischer Hochform ist Lethem beim Flugzeugabsturz im karibischen Nirgendwo in „Die Schattenseiten“, nach dem die Passagiere Theaterkritiker C. Phelps Northrup, Clown Large Silly, Peter Rabbit, King Phnudge, Monster C’Krrrarn und der Dingbat-Clan das Inselinnere „annektifizieren“. Es dauert etliche auf Tagebucheintragungen und Register verwendete Zeilen, bis man die illustre, der strikten Ordnung von Panels verpflichtete, zufrieden Sprechblasen mampfende, gleich einem Alfred-Kubin-Albtraum schwarzweiße Gesellschaft – nicht zuletzt durch den „Hinweis a. d. Zeichner“ – als ausrangierte Comicfiguren entlarvt hat. Jeder der „Mitwirkipizierenden“ einstmals limitiert, leinengebunden, von Fans für die vermeintliche Ewigkeit in Plastikfolie geschweißt. Und nun das? Wie (un-)menschlich!

Wie in seinen gefeierten Bestsellern lauert bei Lethem das Unheimliche im Banalen, der schleichende Verlust des Selbst tröpfelt durch die nicht immer hehren Zielsetzungen seiner Antihelden, bis man sie bis auf die Knochen auswringen kann. Ob geheimnisvolle/r BloggerIn, ob Familienvater, der sich den Mitschunkelmodus der Sea-World-Shows mittels Antidepressiva erträglich dröhnt, persönlicher Favorit unter all diesen ist „Der Porno-Kritiker“ Kromer, der privat zwischen der tränensäckigen Greta, der schönen Renée und der unsichtbaren Luna wechselt, als selbsternannter Heiliger der Verkommenheit und „Konzeptueller Lesbier“ gern auch in Dreierkombi – wobei er „Abspritzer und Auspeitschungen“ tabellarisiert. Bis er der „geborenen Verderberin und Verführerin, all dessen schuldig, was man Kromer je angedichtet hatte“, verfällt, und zu seinem Portfolio „Prostitution“ beifügen muss.

Man kann’s nicht anders formulieren: Jonathan Lethem unterhält auf hohem wie untiefem Niveau. Der einzige Vorwurf, der seinen literarischen Verwirrspielen zu machen ist: dass jede dieser virtuosen Fingerübungen einen ganzen Roman wert gewesen wäre, doch das schließlich das Kennzeichen guter Kurzgeschichten. Ach ja, „Alan, der Glückliche“. Ist ein Nachbar, den Sigismund Blondy gelegentlich am koreanischen Spätkiosk trifft, wie er Grahame erzählt. Klein, muskulös, mit vor Argwohn funkelnden Augen, die Sakkos stets mit Schuppen feenbestäubt, Raucher-Manierismen Marke Bogart, wie er Grahame schildert. Doch plötzlich ist Alan gestorben. An einem inoperablen Gehirntumor, erst kürzlich entdeckt, wie Blondy Grahame weismacht – der Theatermacher ein Lethem-Alter-Ego, der „Menschen-Material“ für seine Projekte sammelt?

„Wieder verspürte ich die paranoide Gewissheit, dass Sigismund Blondy mich, indem er mir seine Geschichte erzählte, für eine theatrale Fantasie in Dienst genommen hatte – für eine Rolle auserkoren -, zur Freude eines unbekannten Publikums, das vielleicht nur aus ihm selbst bestand. Die ganze Episode war reine Konfabulation.“

Über den Autor: Jonathan Lethem, geboren 1964 in New York, ist Autor zahlreicher Romane, darunter „Motherless Brooklyn“, „Die Festung der Einsamkeit“, „Der Garten der Dissidenten“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=11281) oder zuletzt „Der wilde Detektiv“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=32089). Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem den National Book Critics Award, den Gold Dagger und das MacArthur Fellowship. Lethem hat am Pomona College in Südkalifornien die Professur für Creative Writing inne. Zurzeit lebt er mit seiner Familie in Kalifornien.

Tropen, Jonathan Lethem: „Alan, der Glückspilz“, Stories, 172 Seiten. Übersetzt aus dem Englischen von Johann Christoph Maass.

www.tropen.de               jonathanlethem.com

  1. 2. 2020

Volksoper: Brigadoon

Dezember 2, 2019 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Schottisches Märchen von schönster Herzenswärme

Eine Sternstunde für das Wiener Staatsballett, das Orchester und Chor und Jugendchor der Volksoper Wien. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Keine Sorge, wenn die Sache, und davon ist auszugehen, so hervorragend läuft, wie vergangene Saison die konzertante Aufführung von „Porgy and Bess“, wird das Haus sicher bis Februar weitere Vorstellungen ansetzen. Der Vorschlag wäre rund um den Valentinstag, weil: da reingehen mit der Liebsten, und die ist hin und weg und auf ewig dein … Gestern hatte an der Volksoper der erste große Musicalerfolg

des genialen Duos Frederick Loewe und Alan Jay Lerner Premiere, „Brigadoon“, auf den bald die noch gigantischeren von „My Fair Lady“ oder „Gigi“ folgen sollten, halbszenisch und dies ist kaum zu glauben – als österreichische Erstaufführung. Ein Glück also, dass Direktor Robert Meyer die in den schottischen Highlands angesiedelte Liebesgeschichte nun für sich und damit auch fürs Publikum entdeckt hat, strotzt doch das wundersame Märchen nicht nur vor wunderbaren Melodien, sondern platzt auch vor Romantik aus allen Nähten.

Mit der gemäßer Herzenswärme gehen die Mitwirkenden an die Story heran, Dirigent Lorenz C. Aichner, der die Seinen mit Schwung und Sinn für Swing durch Loewes Evergreens leitet, Regisseur Rudolf Klaban, Choreograf Florian Hurler und das Wiener Staatsballett, die mit Verve die Bezeichnung des Abends als halbszenisch ad absurdum führen. Klaban holt mit Hintergrundbildern reetgedecktes Dorfidyll, purpurfarbenes Heidekraut, Castle-Ruinen und bemooste Wälder auf die Bühne, davor das Orchester und der wie stets von Thomas Böttcher fabelhaft vorbereitete Chor, davor die Solisten und vier Tanzpaare, Lassies und Lads in Scots-Tracht samt Tartan.

Jeffrey Treganza als Jeff Douglas und Jessica Aszodi als Meg Brockie. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Oliver Liebl als sinistrer Harry Beaton beim Sword Dance. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Ben Connor als Tommy Albright und Rebecca Nelsen als Fiona MacLaren. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Wobei bei den schnellen, kraftvoll gesprungenen Reels und Stately Steps kein Zweifel darüber bleibt, was die Herren unterm Kilt tragen. Auf 581 Vorstellungen am Broadway, auf 685 in London West End hat es „Brigadoon“ sofort in Serie gebracht, bekannt ist die Vincente-Minnelli-Verfilmung mit Gene Kelly, der 1954 den New Yorker Touristen Tommy Albright verkörperte, der sich mit seinem Freund Jeff Douglas im schottischen Middle of Nowhere verirrt – und auf den im Wortsinn zauberhaften Ort stößt, der, weil nur alle hundert Jahre für einen Tag zum Leben erweckt, auf keiner Landkarte verzeichnet ist.

Der österreich-stämmige Loewe hatte sich an die alte Sage „Germelshausen“ von Friedrich Gerstäcker erinnert, Lerner die verwunschene Siedlung Zweiter-Weltkriegs-bedingt in den Norden der britischen Inseln verlegt und sie nach den Burns-Balladen über die Brig o‘ Doon benannt. An der Volksoper singt und spielt der australische Bariton Ben Connor den Tommy, überhaupt weist der in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln und Texten von Erzähler und Barkeeper Christoph Wagner-Trenkwitz gestaltete Abend eine hohe Zahl an Native Speakers auf, so etwa die texanische Sopranistin Rebecca Nelson als jene Fiona MacLaren, in die sich Tommy selbstverständlich unsterblich verliebt, und den wie sie aus den USA stammenden Tenor Jeffrey Treganza als Jeff.

Die australische Mezzosopranistin Jessica Aszodi, die als temperamentvoll-verrückte Meg Brockie am armen Jeff ihren Hang zum Männerfang austobt, gibt mit der Rolle ebenso ihr Hausdebüt, wie der britische Tenor Peter Kirk als Charlie Dalrymple, Fionas jüngerer Schwester Jean MacLarens Verlobter. Das neue Ensemblemitglied Lauren Urquhart ist als Tommys zickige Upper-Class-Verlobte Jane Ashton zu erleben; ihr schottischer Großvater Doug Urquhart hat mit der Truppe die rrrichtige Aussprache trainiert. Und apropos, rrrichtig: Schon im Foyer erwarten die Dudelsack-Spielerinnen Irmgard Foglar und Saskia Konz und Trommlerin Julia Nusko die Zuschauer, um sie mit ihren Great Highland Bagpipes und der Scottish Snare Drum in die passende Stimmung zu bringen; später werden die drei Musikerinnen den Funeral Dance von „Maggie“ Mila Schmidt begleiten.

Lauren Urquhart als Jane Ashton, Erzähler Christoph Wagner-Trenkwitz und Ben Connor als Tommy Albright. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Rebecca Nelsen als Fiona MacLaren, Jessica Aszodi als Meg Brockie und der Jugendchor des Hauses. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Peter Kirk hat als Bräutigam Charlie Dalrymple den schönsten Love Song des ganzen Musicals zu singen. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Maximilian Klakow, Jessica Aszod, Vernon Jerry Rosen, Jakob Semotan, Rebecca Nelsen und Juliette Khalil. Bild: © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Und apropos, Dance: Auch Juliette Khalil als Jean, Jakob Semotan als Stuart Cameron oder Maximilian Klakow als Sandy Dean wirbeln mit den Profis Round-the-Room, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätten, allen voran Oliver Liebl, der als sinistrer Harry Beaton durch den Sword Dance turnt, als wäre er für derart Folklore zur Welt gekommen. Punkto Performance bleibt kein Wunsch offen und kein Auge trocken, Ben Connor und Rebecca Nelsen singen gemeinsam hinreißend den Riesenhit „Almost Like Being in Love“ und „The Heather on the Hill“, Peter Kirk ganz großartig den Ohrwurm „I’ll Go Home with Bonnie Jean” und den schönsten Love Song des Musicals „Come to Me, Bend to Me”.

Jessica Aszodi macht aus „The Love of My Life“ und „My Mother’s Wedding Day“ zwei gesangliche Kabinett- stücke, ein tödlicher Unfall passiert, Tommy und Jeff kehren zurück an die Ostküste, Tommy natürlich tod- unglücklich – und die Frage ist, ob die Liebe Raum und Zeit überwinden kann, die zu beantworten das Ensemble dieser rundum gelungenen Produktion am Mittwoch wieder zusammenkommt. „Brigadoon“ an der Volksoper, das ist sehr viel Sentiment, ein wenig Schottland-Satire und lyrische Stimmungsbilder, noch mehr fantastische Songs und die überbordende Spielfreude aller Beteiligten. In einem Satz: Ein Highland-Ausflug, der sich lohnt.

Einführung: www.youtube.com/watch?v=84WDhdOgjSU           www.youtube.com/watch?v=DjxKsMi4D5E           Probeneinblicke: www.youtube.com/watch?v=yum73XNvZ9E           www.volksoper.at

  1. 12. 2019

Theater zum Fürchten: Ab jetzt!

Februar 17, 2019 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Schreckschraube mutiert zur Männerfantasie

Gruselige Roboterfrau: Christina Saginth als „GOU 300 F“ und Anselm Lipgens als Synthesizer-Nerd Jerome. Bild: Bettina Frenzel

Der große Gag kommt nach der Pause. Da lässt Regisseur Marcus Ganser nämlich eine neue „GOU 300 F“ auftreten, Martina Dähne statt Christina Saginth, und wie böse ist das denn? Die Auswechselbarkeit der Frau so auszustellen, ihren Austausch von der Schreckschraube zur Männerfantasie – selbst wenn sie eine Maschine ist! Das Theater zum Fürchten zeigt an seiner Wiener Spielstätte, der Scala, Alan Ayckbourns Science-Fiction-Groteske „Ab jetzt!“. Und es ist absolut der Abend von Saginth und Dähne.

Wiewohl über diesen ganz anderen Ayckbourn mitunter gesagt wird, er sei nicht sein bester, sollte man dies Urteil nach einer Inszenierung mit diesen beiden Schauspielerinnen zumindest überdenken. Erzählt wird aus der Zukunft. Fünfzehn Minuten fast forward gibt Ayckborn als Zeit an, die im Entstehungsjahr des Stücks, 1987, noch eine dystopische war, mit Internet-Nerds, die in No-Go-Areas auf Human-Voice-Synthesizern herumspielen, während draußen der Großstadtkrieg tobt. Einer, der sich so in seiner Computerhöhle verbarrikadiert hat, ist der Komponist Jerome. Der hat mit seiner soziophoben Art seine Frau vertrieben, samt Kind, und diese Tochter will er wiedersehen. Also bastelt er für deren Besuch samt Sozialamtsmitarbeiter an einer heilen, neuen Familie. Mittels Leihschauspielerin Zoe, die er für die Rolle der Verlobten anmietet. Als Haushaltshilfe fungiert allerdings der Roboter „GOU 300 F“, und der hat nicht wenige, sondern gewaltige Macken.

Es folgt ein erstes Aufeinandertreffen der Königinnen dieser Komödie. Total derangiert taucht Martina Dähne als Zoe auf, die Straßengang „Töchter der Finsternis“ hat sie gerade angegriffen und ausgeraubt, aber so arm dran kann diese Zoe gar nicht sein, dass ihre Kunst nicht noch erbärmlicher wäre. „Soll ich Ihnen die Ophelia vorspielen?“, fragt sie in plötzlichem Aufbegehren. Ganz großartig gelingt Dähne diese Übung, aus einer gescheiterten Existenz ein berührendes Exemplar der Gattung Mensch zu machen. Auftritt nun Christina Saginth als GOU, und das Publikum biegt sich schon bei ihrem Anblick vor Lachen, erscheint sie doch als gruselige Gouvernante mit knallroter Struwwelperücke, die ihrem Schöpfer, wenn schon nicht den Kopf wäscht, so immerhin permanent das Gesicht abwischt. So er die Schreckschraube nicht in den Standby-Modus schickt.

Jerome mietet sich eine Schauspielerin für die Rolle seiner Verlobten: Martina Dähne als Zoe und Anselm Lipgens, digital dabei: Andreas Steppan als Lupus. Bild: Bettina Frenzel

Tochter Geain ist neuerdings lieber ein Sohn, ein „Hurensohn“: Carina Thesak und Anselm Lipgens. Bild: Bettina Frenzel

Nach der Pause mit neuer Maschine: Christina Saginth nun als Corinna, Wolfgang Lesky als Mervyn, Martina Dähne als „GOU“ und Anselm Lipgens. Bild: Bettina Frenzel

Ist das Wesen aus Fleisch und Blut hippelig und hypernervös und enervierend tollpatschig, so ist das Wesen aus Draht und Silikon berechnend gefährlich und ganz offensichtlich eifersüchtig. Man prallt also aufeinander, und bald weiß man nicht mehr, bei wem die Schaltkreise zuerst durchgebrannt sind. Ganser lässt sich ausnehmend viel Zeit, um das zu erzählen, und so dauert’s eine ziemliche Weile, bis die Gags zünden und die Sache in Schwung kommt. Was definitiv passiert, sobald Dähne zur GOU wird, von der Kunst-Frau zur künstlichen Frau mutiert.

Welch eine Ironie: Zoe, die einzig empathiebegabte im falschen Spiel, so beflissen wie bizarr, wird abgelöst durch Emotionslosigkeit. So scheint es zumindest zuerst. Den abgetakelten Kreativen im Hightechbunker gibt Anselm Lipgens mit der richtigen Dosis Ekeligkeit, so zynisch und vor allem Frauen gegenüber süffisant, dass man den Beziehungsgestörten gerade noch sympathisch finden kann. Wahrlich kein Daniel Düsentrieb, greift er dem von ihm geschaffenen Wesen gern einmal unter den Rock oder in die Bluse oder ins künstliche Gehirn, um die Verkabelungen zu überprüfen, und als es ihm nicht gelingt, Zoe nach seinem Willen zu gestalten, taucht die als Maschine wieder auf.

Was die gespenstische Frage aufwirft, zumal sich die Maschinenfrau bald als besserer Mensch entpuppt, ob hier eine GOU oder doch Zoe „überarbeitet“ wurde … Christina Saginth schlüpft derweil in die Rolle von Jeromes Ex-Frau Corinna, eine herzgebrochene frisch Geschiedene, die sich angesichts der Nanny-Fähigkeiten von dessen „Verlobter“ für eine Versagerin hält. Carina Thesak ist als Tochter Geain ein genderverwirrter Rotzlöffel. Sie ist nun ein Er, mit Punkfrisur und martialischem Outfit nunmehr Mitglied der Männerherrschafts- bewegung „Hurensöhne“, wird aber in Zoe/GOUs zarten Händen flugs wieder zur Sie.

Herrlich skurril auch Wolfgang Lesky als Mervyn vom Sozialamt, ein T.C.-Boyle-Lookalike, dem beim Anblick der sexy Männerfantasie Zoe/GOU die Schlabberzunge aus dem Mund fällt – die Person gewordene Bankrotterklärung modernen Mannseins. Andreas Steppan, eingespielt per Video, ist Jeromes bester Freund, ein auf den Anrufbeantworter umgeleiteter Dauertelefonierer. Frau weg, Selbstmord in den Gedanken, sitzt der Kauz erst im Schlagzeugkeller, später in einer Bar, in der er tatsächlich um sein Leben fürchten muss. Ein Umstand, dem übrigens niemand Beachtung schenkt.

GOU hat an Geain eine wunderbare Wandlung vollzogen: Carina Thesak und Martina Dähne. Bild: Bettina Frenzel

Jerome schraubt an den Schaltkreisen von GOU herum: Anselm Lipgens und Christina Saginth. Bild: Bettina Frenzel

Was Ganser und sein Ensemble ab der Familienzusammenkunft vorführen, ist großes Tennis. Tempo und Timing stimmen nun auf den Punkt, die Schauspieler sind perfekt geführt und danken mit einer einwandfreien Performance, in der sie Geschlechterstereotype auf den Kopf stellen, mit Identitäten jonglieren und Mann-Frau-Klischees wie im Kaleidoskop drehen. Am Ende läuft GOU durch den irrtümlichen Gebrauch der bei ihr eingespeicherten Keywörter völlig aus dem Ruder, das Wahnsinnskarussell rotiert von Minute zu Minute schneller, und Carina Thesaks Geain, wunderbar ist diese Kostprobe ihres Könnens, nutzt diesen Umstand reichlich aus. Die neue Generation kann ja mit der Technik. Der egozentrische Künstler aber bleibt allein, er hat „Ab jetzt!“ genug Material zum Komponieren. Mit viel Witz und Gespür für schwarzen Humor hat Marcus Ganser dem Theater zum Fürchten einen anfangs etwas stockenden, später aber höchst vergnüglichen Abend beschert.

www.theaterzumfuerchten.at

  1. 2. 2019

Burgtheater: Schöne Bescherungen

Dezember 26, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Früher war mehr Lametta

Die Familie beäugt den unbekannten Gast: Falk Rockstroh, Maria Happel, Marie-Luise Stockinger, Michael Maertens, Tino Hillebrand, Nicholas Ofczarek, Fabian Krüger und Katharina Lorenz. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Kaum ist das eigene Weihnachtsdesaster überstanden, kann man sich getrost anderer Leute Katastrophen zuwenden. Am Christtag gab’s am Burgtheater wieder „Schöne Bescherungen“, und das eben noch von Baum, Punsch und Päckchen bedrängte Publikum amüsierte sich prächtig. Alan Ayckbourns Komödie ist ja für die Heilige Nacht das, was „Dinner For One“ für Silvester ist, jeder hat es schon einmal gesehen, dieses Stück, in dem eine Familienfeier vollständig außer Kontrolle gerät.

In dem von Saufen, Streiten, Schreien, von schäbig gewordenen Ehen über den schießwütigen Onkel bis zum Sex unter der Nordmanntanne nichts fehlt, was das Fest der Liebe in eines der Hiebe verwandeln kann. Und weil Schadenfreude die schönste ist, und jeder, wenn auch wohl weniger drastisch, Situationen, wie die vorgeführten kennt, ist „Schöne Bescherungen“ bereits seit fast vierzig Jahren der Hit der Dezemberspielpläne – an der Burg nun von Barbara Frey und einer Top-Besetzung umgesetzt. Die hauptberufliche Intendantin des Schauspielhauses Zürich, das weiß man von ihren Oscar-Wilde- oder Eugène-Labiche-Arbeiten am Haus, bringt ihre Komödieninszenierungen auf eine ihr typische Betriebstemperatur.

Diesmal liegt diese, so es einen Vergleich zu wählen gilt, im Bereich der Hoppenstedts, heißt: Frey setzt auf den absurden Humor von Alltagsmomenten, und bis auf ein, zwei Szenen mehr auf Sprachwitz, denn auf Slapstick. Was nicht bedeutet, dass auf aufgeladene Atmosphäre, Outrage und Eskalation verzichtet wird. Aber Frey fühlt mit den Figuren und deren Festtagsstress, und das Ensemble versteht es, aus den Rollen tragikomische, dennoch wahrhaftige Gestalten zu formen. Nicht die Art von gehässigen Karikaturen, die man in bissigeren Aufführungen schon gesehen hat. Beispiel: Selbst als Onkel Harvey auf den vermeintlichen Geschenkedieb Clive geschossen hat, drückt ihm die angeheiratete Nichte Belinda noch liebevoll tröstend ein Küsschen auf die Stirn.

Bereit zum Puppenspiel: Katharina Lorenz als Belinda, Nicholas Ofczarek als Neville und Michael Maertens als Bernard. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Als Köchin am Ende ihrer Kraft: Maria Happel spielt Phyllis. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Der Weihnachtsmann spricht über seine Gefühle zu Rachel: Marie-Luise Stockinger als Pattie, Dörte Lyssewski als Rachel und Fabian Krüger als Clive. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Alles atmet hier Mittelstand, und dafür hat Bettina Meyer ein Bühnenbild entworfen, ein Kleinbürgerhaus, mit unten Wohn-, Esszimmer, Küche, oben eine angedeutete Galerie, die zu den Schlafzimmern führt, in dem vom leergefutterten Adventskalender bis zum Leuchtstern im Fenster auf kein Detail vergessen wurde, der Christbaum natürlich zu hoch und ergo schief und mit abgeknickter Spitze. Ins Bild passen die Kostüme von Esther Geremus, von großgemusterter Herrenstrickweste bis spießigem Faltenrock, von Pullover mit Weihnachtsmotiv bis zum herzallerliebsten Erwachsenenstrampler, in dem Hausherr Neville zu Bett zu gehen pflegt.

Den spielt Nicholas Ofczarek mit Schnauzbart und Mut zum Bauch als bedächtigen Tüftler an diversem kaputten Kinderspielzeug, dem der stets umgeschnallte Werkzeuggürtel näher ist, als die Ehefrau. Ofcareks Neville ist immer um Beruhigung der Lage bemüht, doch als er dann schließlich in die Luft geht … ist das eine schöne Charakterstudie des ganz normalen Familienvaterwahnsinns. Eine solche gelingt auch Katharina Lorenz als seiner besseren Hälfte Belinda, die changierend zwischen Ärger, Ungeduld und Leidensmiene die Verwandtschaft erträgt.

Feinkost bieten ebenso die anderen Darsteller: Maria Happel gestaltet mit Nevilles Schwester Phyllis die Alkoholikerin, deren beständige Küchenunfälle zwar für Lacher sorgen, von der aber auch klar wird, wie sehr der seidene Faden, der ihre Lebensunfähigkeit hält, an ihrem Mann Bernard hängt. Den spielt Michael Maertens mit so sympathischer Subordination, dass ihm die volle Anteilnahme der Zuschauer gilt. Maertens gibt den Kauz, wie man’s von ihm kennt und liebt, immer beflissen, dennoch indigniert, weil keiner seine Bemühungen zu schätzen weiß, und aufbrausend, wenn es nicht nach seinem Kopf geht.

Und selbstverständlich gehört ihm mit seinem nervtötenden Marionettenspiel samt fiepsenden Klorollenschweinchen der Höhepunkt des Abends. Tino Hillebrand und Marie-Luise Stockinger sind als Eddie und hochschwangere Ehefrau Pattie zu sehen, er ein Loser und Durchlavierer, sie deswegen im permanenten Ausrastmodus. Falk Rockstroh spielt den reizbaren Onkel Harvey, Dörte Lyssewski Belindas Schwester Rachel als überreifen Hippie mit Hang zur Theatralik. Sie ist es, die den Schriftsteller Clive, Fabian Krüger, eingeladen hat, der von den Ereignissen im Weiteren überrollt wird.

Onkel Harvey begutachtet die Geschenke, Neville tüfelt am Teddybären: Falk Rockstroh, Nicholas Ofczarek, Katharina Lorenz als Belinda und Tino Hillebrand als Eddie. Bild: Reinhard Werner/Burgtheater

Frey hat fein gearbeitet. Wunderbar etwa, wenn Lorenz‘ Belinda Krügers Clive zwar ein leidenschaftliches „Ich will dich“ zuwirft, sich dann zum Sex aber hausmütterchenmäßig stocksteif auf den Boden legt. Oder die Szene, in der der für die Kinder als Weihnachtsmann verkleidete Clive versucht, Rachel seine Gefühle zu offenbaren, wobei ihm nicht nur der weiße Bart, sondern auch beider Verklemmtheit im Weg ist. Oder, wenn Eddie seine Pattie nach einem neuerlichen Wortgefecht als „Zuckermäuschen“ in die Arme schließt. Das ist Leben, wie es so spielt. Manchmal zum Schenkelklopfen, viel öfter aber zum leis‘-verzweifelt Schmunzeln.

www.burgtheater.at

  1. 12. 2018

Theater in der Josefstadt: Der einsame Weg

November 16, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Klipp-Klapp-Tragödie mit drehbaren Türen

Ein Kommen und Gehen auf schmalem Gang: Therese Lohner, Marcus Bluhm, Alexander Absenger, Alma Hasun und Bernhard Schir. Bild: Astrid Knie

Vier hohe Türen, dahinter Fensterfronten, davor wie dazwischen ein enger Gang, den entlang die Darsteller im Wortsinn im Kreis gehen. Weil sich die Szenerie nach jeder Szene verschiebt. Was immer neue Perspektiven freigibt, immer neu gespiegelte Bilder einer in ihren selbstauferlegten Zwängen gefangenen Gesellschaft. Dieser Totentanz der drehbaren Türen ist die alles bestimmende Grundkonzeption von Mateja Koležniks Schnitzler-Interpretation am Theater in der Josefstadt:

„Der einsame Weg“. Von Anfang an ist klar, dass dieser hier auf kühl distanzierte Art abgeschritten werden wird. Keine Spur mehr von Schnitzlers Sehnsüchtlern, die durch dessen geschliffene Dialoge ihre psychischen Defekte schimmern lassen, das melancholische „Egoistenstück“ zum 90-minütigen Trauermarsch gekürzt. Dass Koležnik dem seelischen Stillstand ihrer Protagonisten die Bewegung der Bühne entgegensetzt, ist als Idee reizvoll, realiter mit der Zeit aber so spannend, wie die Beobachtung des Huhns auf dem Möbiusband.

Nun ist es nicht so, dass Koležnik für ihre radikalen Zugriffe nicht bekannt wäre. Auch weiß man, dass diese in der Regel in einer extremen Raumsituation stattfinden. Die slowenische Regisseurin räumt ihren Schauspielern so wenig Spielplatz wie möglich ein, ihr Kunstkniff, der dazu führt, dass die Figuren aufeinanderprallen müssen. Das hat im Vorjahr bei Ibsens „Wildente“ (Rezension: www.mottingers-meinung.at/?p=24871) im steilen Stiegenhaus ganz wunderbar funktioniert. Nun setzen die Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt und Kathrin Kemp erneut auf die bewährte taubengraublaue Optik, und aus der gleichen Farbpalette stammen auch die Kostüme von Alan Hranitelj – an denen sich unter anderem nicht erschließt, warum Felix‘ (Zwangs?-)Jacke hinten zu schließen ist -, man hat das alles also so oder so ähnlich bereits gesehen.

Maria Köstlinger und Ulrich Reinthaller. Bild: Astrid Knie

Bernhard Schir und Alma Hasun. Bild: Astrid Knie

Nur geht die angestrengt strenge Versuchsanordnung des Leading Teams diesmal nicht auf. Wenig bis gar nichts erfährt man über den fehlenden inneren Frieden der Figuren, von deren Selbstverliebt- und Verrücktheiten, über vergebene Lebenschancen und vergebliche Hoffnungen, Schuld und versuchte Sühne, und dass hier das Sterben als Thema über den Dingen schwebt, darf man sich bestenfalls dazu denken. Koležnik bedient sich einer Künstlichkeit, die einen nur schwer ins Stück lässt. Wo kompakt auch komplex bedeuten hätte können, wo etwa ein Belauschen und Belauern hinter den – so sie schon vorhanden sind – Türen möglich gewesen wäre, gibt sich Koležnik als Erfinderin der Klipp-Klapp-Tragödie. Die Verwendung von Mikroports und die gelegentlich knisternden Soundeffekte von Nikolaj Efendi sorgen für zusätzliche Verfälschung, Stimmen kommen aus dem Off oder als beiläufiges Beiseitereden zu bereits abwesenden Bühnenpartnern.

Diese Spielart kommt den Josefstädtern nicht zupass. Sie gestalten die Schnitzler’schen Charaktere seltsam blutleer, sind, statt diese aus Gründen der Konvention unterdrückend, einfach nur emotionslos, spröde, wo die Sprache schneidend, tief- und hintergründig sein sollte. Koležniks mangelnde Differenzierung ihrer Wachs-Figuren hinterlässt am Ende den Eindruck, diese würden ineinander verlaufen. Nicht nur was die Farbauswahl betrifft, verläuft der Abend ergo eintönig. Marcus Bluhm ist ein erstarrter Wegrat, Ulrich Reinthaller kämpft sich als Fichtner durch dessen mangelnde Sympathiewerte, Bernhard Schir nimmt man den todkranken Sala schlicht nicht ab, Peter Scholz als Doktor Reumann und Alexander Absenger als Felix finden genaugenommen gar nicht erst statt. Egal, was diese Einsamen auf ihrem Weg zittern, zögern, zagen und zetern, es hinterlässt einen ungerührt.

Alexander Absenger, Bernhard Schir, Maria Köstlinger und Ulrich Reinthaller. Bild: Astrid Knie

Am Schlimmsten treffen die Striche die Frauenfiguren: Therese Lohner als schnell hinscheidende Gabriele, Alma Hasun als Johanna und Maria Köstlinger als Irene Herms – sie alle bleiben blass. Hasun, die die ganze Aufführung über mit rätselhaften Tür auf-Tür zu-Ritualen beschäftigt ist, beschließt schließlich als Wasserleiche mit einem anklagenden, in dieser Inszenierung unverständlich pathetischen Über-die-Schulter-Blick ins Publikum das gar nicht tolle Treiben.

Dieser „Einsame Weg“ ist nicht das Beste, das man von Mateja Koležnik bisher sehen durfte, dennoch gab es freundlichen Premierenapplaus. Man wird einander bald wieder begegnen, im Sommer in Salzburg bei Gorkis „Sommergäste“ und mutmaßlich kommende Saison am Burgtheater.

Video: www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=Dtmxz3Mtreo

www.josefstadt.org

  1. 11. 2018