Akkordeon Festival 2015

Februar 16, 2015 in Klassik

VON RUDOLF MOTTINGER

Ein Schwerpunkt ist Akkordeonistinnen gewidmet

Maria Kalaniemi Bild: Elina Brotherus

Maria Kalaniemi
Bild: Elina Brotherus

Nicht nur im Rock´n´Roll ist die (sweet little) „16“ eine besondere Zahl, auch im Bezug auf das Akkordeon – das auf seine Art „rockt“ und „rollt“ (unter anderem) – und dessen Wiener Festival von Weltruf verspricht sie einiges.

Es sind zwei Programmschwerpunkte, die das Festival 2015 ab 21. Februar (mit)prägen werden: „Akkordeonistinnen 2015“, ein bewusst pragmatisch betiteltes Spotlight auf herausragende Künstlerinnen und deren essentielle Beiträge zur vielfältigen globalen Akkordeonkultur. Die „Achse Berlin“ zieht sich als zweite Konstante durch das Akkordeonfestival 2015, als Tribute an die von Akkordeonfestival-Gestalter Friedl Preisl so geschätzte (Musik-)Stadt.

Die Belgierin Sophie Cavez wird mit ihrem Partner Baltazar Montanaro am 21.2. die erste Eröffnungsgala bestreiten, gemeinsam mit dem Duo Otto Lechner & Stefan Heckel; die künstlerische Galionsfigur des Festivals, Otto Lechner, wird an diesem Abend auch mit Band in Erscheinung treten und als Vorstand von Das Ziehharmonische Orchester Wien am 22.3. im Metropol die zweite Abschlussgala zum Ereignis werden lassen. Mehr Akkordeonistinnen 2015: AnniKa von Trier mit ihrem Programm „Berlin, es ist Zeit“ (nicht nur hier werden die beiden Programmschwerpunkte zusammengeführt) am 23.2. im Vindobona, Sher On A Shier mit Franka Lampe am 26.2. in der Kirche Gaußplatz, Die Quetschenweiber am 2.3. im Kosmos Theater, Sanne Möricke mit Tulipane und das Balcony Players Girls Duo am 3.3. im Schutzhaus Zukunft und Christina Zurbrügg am 8.3. im Schwarzberg. Am 16.3. gibt sich im Stadtsaal die finnische Akkordeonistin Maria Kalaniemi mit dem Pianisten Timo Alakotila die Ehre – berühmt nicht nur als Musikerin des legendären Accordion Tribe. Den ersten Teil des Abends bestreiten  Atanas Dinovski & Paul Schuberth. Im Kosmos Theater widmen sich am 4.3. die Damen von Karat Apart dem „Frauengold“, während Cathrin Pfeifer mit dem Perkussionisten Topo Gioia weltmusikalische „Südwärme“ verbreiten wird. Pfeifer operiert von Berlin aus – unter anderem dürfen wir uns diesbezüglich noch auf die unpackbaren ?Shmaltz! freuen, am 12.3. im Reigen, eröffnet wird der Abend von Whiskey-Rabbi Geoff Berner. ?Shmaltz!´ phonetische Verwandte Cafe Schmalz werden da ihr Revival im Rahmen von „A Tribute To Hannes Thanheiser“ schon hinter sich haben. Am 22.2. steht das Porgy & Bess ganz im Zeichen des im Juni 2014 verstorbenen Musikers, Schauspielers und Betreibers des 1. Akkordeon-Museums, dazu spielen noch Stephanie Nilles & Patrick Harison aus den USA auf.

Weitere Highlights:

Am 10.3. hat das Wiener Publikum Gelegenheit sich im Metropol von den Weltmusikgiganten Bratsch in deren 41. Dienstjahr (!) auf ihrer Abschiedstournee zu verabschieden … Tags darauf akustische Leckerbissen im Porgy & Bess: Klaus Paier solo und das deutsch-italienische Trio Angelika Niescier/Simone Zanchini/Stefano Senni. Dobrek Bistro spielen am 18.3. ihr traditionelles Konzert im Rahmen des Festivals im Orpheum, Dobrek Bistros Krzysztof Dobrek und Aliosha Biz begleiten davor am 27.2. im Theater Akzent den Schauspieler Karl Markovics bei einer literarisch-musikalischen „Winterreise“. Vielversprechend auch der „Gstanzl Abend“ am 24.2. im Schutzhaus Zukunft, wenn Attwengers Alter Ego Die Goas auf Sebastian Daller & Band trifft. Zwei schöne Termine gibt’s in der Sargfabrik: Am 25.2. laden Radio Europa zu einer Musikrundreise durch unseren Kontinent und am 19.3. konzertiert das außergewöhnliche Renaud Garcia Fons Trio mit dem Akkordeonisten David Ventucci. Karten sichern gilt es für das Herbert Pixner Project am 20.3. im Metropol.

Erstmals öffnet heuer die Akkordeon Festival Lounge im Cafe Mocca im 18. Bezirk, von Franziska Hatz (Großmütterchen Hatz Salon Orkestar) ausgewählte Künstler_innen werden dabei an drei Festival-Samstagen bei freiem Eintritt (es geht der Hut!) ab 21 Uhr auftreten: 28.2.: Artig.Impro Sa. 7.3.: Querpfeifer Sa. 14.3.: Kugler/Härtel/Solce. Dazu sorgen weiters bewährte Programmreihen für den „gesamtheitlichen“ und umfassenden Akkordeongenuss: Die beliebte Stummfilm Matinee – jeweils sonntags um 13 Uhr  – werden dabei im Filmcasino Filme live vertont. Und der Magic Afternoon für Kinder. Mittwochs bringen die Swing Nights einen etwas anderen Akkordeon-Einsatz – und laden vor allem zum Tanzen ein! Abgerundet wird das pralle Angebot des Akkordeonfestivals 2015 von Workshops für angehende und praktizierenden Akkordeonist_innen.

www.akkordeonfestival.at

Wien, 16. 2. 2015

15. Internationales Akkordeon Festival

Februar 14, 2014 in Klassik

VON RUDOLF MOTTINGER

Von Attwenger bis Wiener Tschuschenkapelle

Bild: Roland Szabo

Bild: Roland Szabo

Wenn am 22. Februar das Akkordeonfestival Vienna mit einem Doppel-Konzert des Duos Klaus Paier & Asja Valcic und den von Publikum und Kritik heftig akklamierten WeltWienmusik-„Newcomern“ Donauwellenreiter beginnt, dreht sich danach einen guten Monat lang für nicht wenige kulturaffine Menschen in der musikverrückten Donaumetropole vieles, um nicht zu sagen, alles um das Akkordeon. Das Festival zum Instrument versteht es dabei von jeher, die vielen künstlerischen Optionen, die das Akkordeon birgt, in ihrer ganzen Vielfalt in seinem Programm abzubilden, lokale und regionale Spielarten gleichberechtigt mit internationalen MusikerInnen zum Zug kommen zu lassen, Traditionspflege und Innovationsanspruch nicht als Gegensätze zu sehen und in einer dynamischen Mischung Neuentdeckungen und Liebgewonnenes gleichermaßen zu bieten.

Große Namen wie Bratsch (16.3., Metropol), die ihr 40jähriges Bandjubiläum feiern,  das Riccardo Tesi Cameristico mit der Sängerin Luisa Cottifogli (28.2., Stadtsaal), Herbert Pixner Projekt (1.3., Theater Akzent), der Argentinier Chango Spasiuk mit seinem Duo (6.3. Sargfabrik) oder die portugiesischen Dancas Ocultas mit Maria Joao (18.3., Theater Akzent) ebenso wie der fast 80jährige Luis di Matteo (2.3. Haus der Begegnung Floridsdorf) werden dem Publikum musikalische Sternstunden bereiten, die Konzertreihe „Nachbarn“ lässt Akkordeonmusik aus allen österreichischen Nachbarländern hören. Größen der heimischen Musik wie Attwenger (22.3., Reigen, Abschlußgala 1), Dobrek Bistro (26.2., Orpheum) oder Die Wiener Tschuschenkapelle, die ihr 25-jähriges Jubiläum feiert (15.3., Metropol), geben sich gerne die Ehre, wie auch aufstrebende jüngere Formationen künstlerisch Neues im Rahmen des Festivals umsetzen werden, wie zum Beispiel die Großmütterchen Hatz 11 Piece Band  (23.2., Porgy & Bess, Eröffnungsgala 2). Dazu kommen heuer erstmals die Swing Night und bewährte flankierende Veranstaltungs-Reihen wie die Stummfilm Matinee – jeweils am Sonntag um 13 Uhr wird dabei im Filmcasino ein Kino-Klassiker aus der Ära vor dem Tonfilm live vertont, logisch mit Akkordeon – und der Magic Afternoon im Dschungel Wien für Kinder fast aller Altersstufen.

Im Rahmen des Akkordeon Festivals 2014 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk fünf Workshops rund um Akkordeon/Harmonika. Einen halben Tag lang stellen sich renommierte MusikerInnen zur Verfügung um den TeilnehmerInnen am Workshop ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher zu bringen. Dabei soll das Können der TeilnehmerInnen erweitert werden. Für die Teilnahme sind Grundkenntnisse am jeweiligen Instrument von Vorteil.

Kontakt/Anmeldung/Ort

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, office@volksliedwerk.at ; www.volksliedwerk.at , Tel. 01/512 6335

Das Programm im Detail:

www.akkordeonfestival.at

Wien, 14. 2. 2014