Kammerspiele: All About Eve

März 2, 2018 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Vom Zelebrieren der Zwischentöne

Diva Margo Channing chrasht die Party: Sandra Cervik, Raphael von Bargen, Joseph Lorenz, Gioia Osthoff und Fritz Egger. Bild: Sepp Gallauer

Im Wortsinn gemacht für die Kammerspiele ist die bitter-bissige Komödie „All About Eve“ die Donnerstagabend am Haus uraufgeführt wurde. Starautor Christopher Hampton hat die Bühnenfassung des Mankiewicz-Films mit Bette Davis aus dem Jahr 1950 erstellt, ob seiner Erkrankung führte Herbert Föttinger Regie – und der hat das Stück nicht nur als Vehikel für zehn hervorragende Schauspieler inszeniert, sondern als so kultivierte wie spöttische Satire auf den Theaterbetrieb an sich interpretiert.

Vorgeführt wird das Personal, das sich hinter der Bühne so tummelt. Von der Garderoberin bis zur Schauspieldiva, vom Dramatiker bis zum Kritiker, den Fan nicht zu vergessen, und das Ensemble füllt diese klischierten Figuren lustvoll mit eigenständigem Leben und zelebriert genüsslich die Zwischentöne. Denn Hamptons Text strotzt vor trockenem Humor. Die Gemein- und Frechheiten werden mal subtil, mal hinterhältig an den Mann oder an die Frau gebracht. Alles wird hier so gesagt, wie’s gemeint ist, nur ausgesprochen als ob nicht. Das Publikum reagierte auf all die Kabalen höchst amüsiert und dankte am Ende mit viel Applaus.

Die im Titel angesprochene Eve ist eine Verehrerin von Bühnenstar Margo Channing. Durch einen glücklichen Zufall in deren Haushalt verfrachtet, macht sie sich dort unentbehrlich und nimmt mehr und mehr die Gepflogenheiten der Hausherrin an. Während sie die Übernahme vorbereitet, macht sie sich durch Intrigen den Hofstaat der Channing zu eigen. Bald ist sie im Erfolgsstück „Gereift in Holz“ deren Zweitbesetzung, und spätestens jetzt ist klar, Eve hat die ganze Angelegenheit von langer Hand geplant. Margo wird sich zurückziehen und der jüngeren ihren Platz an der Rampe überlassen müssen. Doch da ist nicht nur ein Theaterkritiker, der die Wahrheit über Eves Vergangenheit kennt und zum Erpresser wird, an der Bühnentür wartet auch schon der nächste Fan. Und diesmal auf Eve …

Martina Ebm und Joseph Lorenz. Bild: Sepp Gallauer

Martina Ebm und Sandra Cervik. Bild: Sepp Gallauer

An den Kammerspielen brillieren Sandra Cervik und Martina Ebm als durchaus sympathische, wenn auch exaltierte Margo Channing und bei ihr Einschmeichlerin und gewiefte Karriereplanerin Eve Harrington. Ebm vollführt die Verwandlung vom bescheidenen Mauerblümchen zum pelztragenden Starlet mit viel Fingerspitzengefühl für den Werdegang ihrer Figur, während die Cervik vormacht, wie elegant Sarkasmus sein kann. Berührend eine Szene, in der sie allein und weinend im „Gereift in Holz“-Bühnenbild zusammenbricht, großartig, wenn sie im Zorn eine Party crasht, weil sie Eves Unterwürfigkeit längst als Manipulation enttarnt hat. Auf dem Höhepunkt der Divenzwistigkeiten muss zweitere ersterer einen Schauspielpreis überreichen – ein Kabinettstück.

Joseph Lorenz fungiert als Erzähler am Mikrophon wie als Mitwirkender am Ränkespiel. Er gestaltet den Kritiker Addison DeWitt als distinguierten, selbstverliebten Snob, der meint alle nach seiner Pfeife tanzen lassen zu können. Als Meister des verbalen Schlagabtausches zeigen sich auch Alexander Pschill als schrulliger Erfolgsdramatiker Lloyd Richards und Martina Stilp als dessen Frau Karen, er aus Geldnot ein Überläufer zu Eve, sie die ehrliche und loyale Freundin Margos. Raphael von Bargen gibt Margos angesichts von Eves Avancen unerschütterlichen Liebhaber und Regisseur Bill Sampson, Susa Meyer burschikos die gute Seele und Garderoberin Birdie. Gioia Osthoff als ewiges Talent Claudia Caswell, Fritz Egger als Produzent Max Fabian und Swintha Gersthofer als Phoebe komplettieren den Cast.

Eve Harrington eignet sich Margos Hofstaat an: Martina Ebm, Martina Stilp, Raphael von Bargen, Joseph Lorenz und Gioia Osthoff. Bild: Sepp Gallauer

Für all das hat Walter Vogelweider ein sehr klares Bühnenbild erdacht, das mit jeweils einem Versatzstück – ein Klavier, gespielt von Belush Korenyi, ein Schminkspiegel, eine Bar – den Spielort kennzeichnet, die aufgestellten Scheinwerfer wirken wie eine Reminiszenz an die sechsfach Oscar-prämierte Kinoversion. Die Kostüme von Birgit Hutter erinnern an deren Entstehungszeit in den Fifties.

„All About Eve“ an den Kammerspielen punktet mit treffsicheren Dialogen und fulminanten Schauspielerleistungen. Der traditionsreiche Tempel Theater wird geistreich aufs Korn genommen, seine Protagonisten charmant und liebevoll ironisiert. Dass der Stoff auch über die Tragödie des Älter- und Ausrangiertwerdens geht, lässt die Cervik in einigen wichtigen Momenten aufblitzen. Vor allem um sie aber bräuchte man sich keine Sorgen zu machen, sie wird von Arbeit zu Arbeit besser.

Video: www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=SLIOBEMI9Hg

www.josefstadt.org

  1. 3. 2018

Kunst Haus Wien: Peter Piller / Anita Witek

Januar 20, 2016 in Ausstellung

VON RUDOLF MOTTINGER

Fantastische Zweitverwertung ausrangierter Fotos

Bereitschaftsgrad #2, 2015, Courtesy Capitain Petzel, Berlin Bild: © Peter Piller/Bildrecht, Wien 2016

Bereitschaftsgrad #2, 2015, Courtesy Capitain Petzel, Berlin
Bild: © Peter Piller/Bildrecht, Wien 2016

2016 begeht das Kunst Haus Wien sein 25-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das Bettina Leidl im zweiten Jahr ihres Programms mit thematischen Schwerpunkten versieht, die sich über das ganze Jahr ziehen. In unterschiedlichen Formaten wird der Gründer des Hauses, Friedensreich Hundertwasser, gewürdigt, und seine richtungsweisenden Visionen und Ideen im aktuellen Kontext aufgegriffen. Zugleich verfolgt man das Thema Fotografie mit Ausstellungen, die Tendenzen und Themen einer jüngeren Fotoszene aufnehmen.

Den Auftakt machen ab 22. Jänner zwei Einzelausstellungen von Peter Piller und Anita Witek. Den Hamburger und die Wienerin eint bei ihren Arbeiten das Zurückgreifen auf bereits vorhandenes Bildmaterial. Piller entnimmt seine Bilder Zeitungen und Magazinen, Witek bedient sich großformatiger Plakatwände und Hochglanzzeitschriften. Mit ihrer Methodik versuchen sie „abgelegte“ Gebrauchsfotografie künstlerisch neu aufzuladen. Witek etwa zeigt in ihrer Schau „About Life“ mit ihren skulpturalen Arbeiten, wie dekonstruierte Fotografie zum bilderhauerischen Material werden kann.

Peter Piller arbeitete zunächst bei einer Medienagentur. Werbekunden ließen von ihm prüfen, wo und in welcher Form ihre geschalteten Anzeigen tatsächlich auch erschienen waren. Ähnlich wie Richard Prince während seines Jobs bei der Time Life Company, der Ursprung seiner heute weltbekannten Serie der Cowboys, stieß Piller beim täglichen Durchblättern der Presse auf Fotografien, die es ihm wert waren, sie zur Seite zu legen, und die er mit Kategorien wie „Auto berühren“, „Noch ist nichts zu sehen“, „Bauerwartungsflächen“ oder „Schießende Mädchen“ versah. Über Jahre hinweg ist so das bis heute mehr als 7.000 Bilder umfassende „Archiv Peter Piller“ entstanden, das der Künstler immer wieder in thematische Werkgruppen sortiert. Das Kunst Haus Wien bietet mit der Ausstellung „Belegkontrolle“ nun einen Einblick in diese große Bildersammlung.
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Eine Schau, die zu ironischem Schmunzeln verführt. Denn wo andere nichts erkennen, entwickelte Piller ein feines Gespür für die verborgenen Qualitäten der Gebrauchsfotografie. In Gruppen arrangiert und mit Titeln versehen, bringt er das gefundene Material in neue Kontexte und damit zu einer neuen künstlerischen Wirklichkeit. „Von Erde schöner“ beispielsweise ist eine raumgreifende Installation unzähliger Luftbildaufnahmen von Einfamilienhäusern aus den 1980er Jahren. „Nimmt Schaden“ ging aus dem digitalen Foto-Fundus einer Schweizer Versicherungsgesellschaft hervor und ist eine stille Ode an die unbekannten Fotografen. Mit der Serie „Erscheinungen“ lernt man Piller auch als Fotografen kennen. Wie bei den Serien „Bereitschaftsgrad“ und „Umschläge“ – Arbeiten, denen Magazine der 1960 bis -80er Jahre zugrunde liegen – hat der Künstler den Bildern die Texte genommen; nur die grafischen und fotografischen Elemente transportieren noch Information. Mit „Nachkriegsordnung“ gelingt ihm durch die Zusammenstellung von 35 Abbildungen desselben Motivs, einer Explosion nach einem Bombenabwurf über Bagdad im Jahr 2003, verschiedenen deutschen Tageszeitungen entnommen und freigestellt, eine pointierte Aussage über das politische Gewicht von Fotografien.
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Pillers Blick gilt stets dem alltäglichen Leben und seiner Verfremdung durch die fotografische Darstellung. Er lässt profane Handlungen heiter erscheinen oder entlarvt den ernsten Kontext scheinbar harmloser Rituale. Seine Zusammenstellungen sind sinnliche, schlaue Analysen des Umgangs mit dem omipräsenten, „omnipotenten“ Medium Bild. Durch seine Bearbeitungen schärft er den Blick des Betrachters für beabsichtigte Manipulationen. Und er gibt außerdem sachdienliche Hinweise, wofür man seine alten Fotos sinnstiftend verwenden kann …

www.kunsthauswien.com

Wien, 20. 1. 2016

Art Carnuntum: Much Ado About Nothing

Juli 6, 2014 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Shakespeare’s Globe Theatre spielte sich

wieder einmal in die Herzen der Zuschauer

Bild: Bronwen Sharp

Bild: Bronwen Sharp

Sie packten natürlich gleich ihre Instrumente aus. Gitarre und Akkordeon, Melodicas, Trommeln, Tamburine und eine Posaune. Die Schauspieler des Londoner Shakespeare’s Globe Theatre können alles. Musizieren, singen, tanzen, spielen – und wie! – und: unterhalten. Dieses Jahr waren sie mit der Komödie „Much Ado About Nothing“ (Viel Lärm um nichts) in der Regie von Max Webster bei Art Carnuntum im römischen Amphitheater zu Gast. Ein freudvoller, vergnüglicher Abend, bei dem manche Dame aus dem Publikum die Pirouetten mitdrehen, nein, nicht musste, sondern durfte. Die Gentlemen sind charmant. Und immer höflich. Shakespeare at its best das machen die Briten mit nicht viel mehr als einer Pawlatschen als Bühne, einer Wäscheleine und ein paar Klappstühlen. Der britische Barde hätte wahrscheinlich sogar noch diese Requisiten auf Taferln schreiben lassen.

Die Handlung von „Much Ado About Nothing“ ist mehr als nur ein bissl verzwickt. Hier ein Versuch: Don Pedro, Prinz von Aragon (Jim Kitson) macht auf dem Rückweg von einem Krieg Station beim noblen Leonato (Robert Pickavance, der als Gastgeber erst das Publikum entzückend auf Deutsch willkommen heißt). Im Gefolge von Don Pedro sind der ewige Junggeselle Benedick (Simon Bubb), der jugendlich hitzige Claudio (Sam Phillips) und Don Pedros Bruder, der gerade erst in Gnaden wieder aufgenommene, bösartige Don John (Chris Starkie, so sinsiter in seiner Erscheinung, dass man ihn gleich beim ersten Monolog als den Schurken im Stück entlarvt). In Leonatos Haushalt leben seine Tochter Hero (Gemma Lawrence) und seine Nichte Beatrice (Emma Pallant). Es folgt, was folgen muss: Liebe und Intrige. Davon zwei gute und eine garstige. Claudio will Hero freien. Don John plant mithilfe seines Gefolgsmannes Borachio (Joy Richardson, die auch eine hinreißende Margaret und ein bestimmter Friar Francis ist), die Hochzeit zu durchkreuzen. Borachio muss an Heros Fenster eine Liebesszene vollziehen, so dass man denken muss, sie sei ein Flittchen. Die üble Tat wird aufgedeckt, Hero vom Friar als vor Gram verstorben ausgegeben, damit alle Männer, die so leicht an ihre Leichtlebigkeit glaubten, bestraft werden. In der Zwischenzeit fetzen sich Benedick und Beatrice, so dass die Edelmänner beschließen, die beiden durch hier und da hingeworfene Worte gegenseitiger Liebe zu einem Paar zu machen. All’s Well That Ends Well. Sozusagen.

Die Darsteller sind allesamt herausragende Komödianten. Brilliantly witty. An ihrer Spitze Simon Bubb, in einer Szene Berufszyniker, in einer anderen glaubhaft mit Tränen in den Augen ob Heros Schicksal. Chaplinesk die Slapsticksequenz, in der er mit dem Aufstellen eines Klappstuhls kämpft, ein schrulliges Kabinettstück, wie er sich während einer ihm zuwideren Musikeinlage beim Maskenball versucht, die Ohren zuzustopfen – und trotzdem zuhören muss, weil ja von Beatrices Hingezogenheit zu ihm berichtet wird. Diese, Emma Pallant, steht ihrem Angedachten in nichts nach. Mit spitzer, schriller Zunge trägt sie den Sprachbattle aus, bis es zum ersten Kuss kommt. Claudio und Hero als ersthaftes Gegenpaar changieren zwischen süß verliebt, was ihm das Wort kostet und ihr rote Wangen malt, zu verzweifelt in ihrem Zerwürfnis. Endlich einmal ein Claudio mit Temperament, kein blasser Jüngling, der sich in „Verrat“ suhlt. Ein Highlight auch Robert Pickavance, der (alle verkörpern ja mehrere Charaktere) als weißbärtige Kammerzofe Ursula die Lacher sicher auf seiner Seite hat. Ebenso großartig die Szene, in der der Adel (Kitson, Bubb, Pallant, Phillips …) sich in die dümmliche Nachtwache verwandeln. Der „Fürst“ ein Stotterer, die Edlen Idioten – und ein weiterer großer Auftritt von Sam Phillips, der als First Watchman in schlimmstem Slang irgendwas erzählt, das keiner versteht – außer, dass die Verbrecher dingfest gemacht sind.

Ach, man könnte so weiter und weiter schreiben. Oder einfach: Until Next Year! Cheers!

TIPP: Mastermind Piero Bordin ist  ein weiterer Coup gelungen: Erstmals ist auch polnisches Theater bei Art Carnuntum zu Gast. Das Chorea Teatr Lodz unter der Leitung von Tomasz Rodowicz beschäftigt sich seit Jahren mit der griechischen Tragödie und zeigt bei vielen Festivals seine avantgardistischen, gleichzeitig authentischen Inszenierungen der klassischen Dramen. Im Amphitheater ist am 19. Juli Euripides “Bacchantinnen” in polnischer Sprache zu sehen. Die Aufführung ist im ersten Teil tänzerisch, im zweiten eine Impression der Chorforschung über die griechische Antike – was insgesamt einen archaischen, mythisch-mystischen Abend ergibt.

www.artcarnuntum.at

Trailer “Bacchantinnen”: www.youtube.com/watch?v=b_pr8PbAa4E&list=UUp4Y75CzWyqG8iPjTm3ZeWg

Claudia Bosse: what about catastrophes?

April 2, 2014 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Das Theaterkombinat im Tanzquartier Wien

Bild: © Claudia Bosse

Bild: © Claudia Bosse

Claudia Bosse und ihre Kompanie theatercombinat sind für ihre radikalen und politischen Arbeiten bekannt. In ihrem neuen Stück what about catastrophes?, das am 10. April im Tanzquartier Wien uraufgeführt wird, treibt Claudia Bosse / theatercombinat das Theater einmal mehr an seine Grenzen. Lustvoll treibt sie die performativen Variationen zur Katastrophe das Theater an die Möglichkeiten des Unmöglichen.

what about catastrophes? versammelt ein Ensemble von fünf Tänzern und Performern auf unsicherem Grund und erkundet in performativen Variationen die Grammatik der Katastrophe. Claudia Bosse sondiert körperliche Grenzen, spielt mit der Fragilität von Leibern und der Verletzbarkeit von Systemen. In einer Choreographie zerklüfteter politischer Landschaften, sich im Sturz befindender Körper, rituellen Bewegungen, Sprachfragmenten und Soundflächen entsteht in der Halle G des Tanzquartiers ein Raum sich überlagernder Stimmen und Handlungen mit persönlichen Gedanken über Revolution, Bürgerkrieg, Freiheit, Terrorismus, das Subjekt und Demokratie. In diesem komplexen Ereignisraum kann sich der Zuschauer bewegen und ist eingeladen, die Perspektive zu wechseln: auf Körper, die in Erschütterungen geraten und zugleich die Beschleunigungsmaschine aus Kapital, Medien und Katastrophe zu verunsichern suchen. In what about catastrophes? begegnen persönliche Gedanken über Demokratie, Terrorismus, Freiheit, Revolution, Zukunft und Bürgerkrieg Körpern in Extremsituationen und treiben das Theater an den Rand seiner Darstellbarkeit.

what about catastrophes? ist Teil des Langzeitprojekts katastrophen (11/15) ideal paradise von Claudia Bosse und einer Gruppe internationaler Künstler, Tänzer, Performer und Theoretiker (mit: Nathalie Rozanes, Alexandra Sommerfeld, Florian Tröbinger, Kostas Tsioukas und Elizabeth Ward) und untersucht bis Ende 2015 die Struktur der Katastrophe als Kippbild der Gesellschaft. Dabei greift Claudia Bosse auf ihre Sammlung aus Interviews zurück, die seit 2011 aus Gesprächen zu persönlichen Narrativen über Demokratie, Freiheit, Terrorismus, Staat, Geschichte, Identität in Städten wie New York, Kairo, Tunis, Frankfurt, Zagreb, Tel Aviv, Brüssel, Beirut entstanden ist. Der nächste Teil mit dem Titel catastrophic paradise wird im September 2014 in Düsseldorf in Koproduktion mit dem FFT im Rahmen der Reihe „DECOLONIZE! Performative Strategien für ein (post)koloniales Zeitalter“ uraufgeführt, unterstützt von der Kunststiftung NRW. Mehr darüber: claudiabosse.blogspot.co.at

www.theatercombinat.com

www.tqw.at

Wien, 2. 4. 2014