100 Jahre Amalthea: Das war ein Fest!

April 5, 2017 in Buch

Für viele der Höhepunkt des Abends: Wir schneiden die Geburtstagstorte an. Bild: Amalthea/Andreas Tischler

Davor gab’s schon im Gmoa-Keller eine gemeinsame Stärkung fürs Jubiläum. Bild: mottingers-meinung.at

Der Festsaal im Haus der Industrie ist voll mit den Freunden des Amalthea-Verlags. Bild: Amalthea /Andreas Tischler

Und so wird aus einem Selfie ganz schnell ein „Andie“. Bild: Amalthea /Andreas Tischler

Maria Happel und Heinz Zuber lesen „Nektar und Ambrosia“. Bild: mottingers-meinung.at

Doppelconférence von Otto Schenk & Michael Niavarani. Bild: mottingers-meinung.at

Ohne Worte! Oder nur eines: Aftershowinsektlauneparty. Bild: Fotobox

Und noch einmal mit Gefühl …, äh, mit dem Füllhorn der Amalthea natürlich. Bild: Fotobox

Mehr Fotos: www.amalthea.at

Wien, 5. 4. 2017

2016 kommt die große Kaiser-Franz-Joseph-Ausstellung

November 20, 2015 in Ausstellung

VON RUDOLF MOTTINGER

Es bleibt ihm nicht(s) erspart

Kaiser Franz Joseph 85jährig, Heinrich Waßmuth, 1915 © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Bild: Edgar Knaack Sammlung Bundesmobilienverwaltung

Kaiser Franz Joseph 85jährig, Heinrich Waßmuth, 1915 © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
Bild: Edgar Knaack
Sammlung Bundesmobilienverwaltung

„Franz Joseph 1830 – 1916. Zum 100. Todestag des Kaisers“ ist der Titel einer großen Sonderausstellung, die von 16. März bis 27. November 2016 an vier Standorten in Wien und Niederösterreich zu sehen sein wird. Die Ausstellung, aufgeteilt auf Schloss Schönbrunn, die Kaiserliche Wagenburg, das Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien und auf Schloss Niederweiden im Marchfeld, will sich durchaus kritisch mit der Symbolfigur der Donaumonarchie auseinandersetzen. So zumindest Franz Sattlecker, Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., und Sabine Haag, Generaldirektorin des KHM-Museumsverbands, bei der Programmpräsentation anlässlich des 99. Todestages des Langzeitmonarchen in den Weißgoldzimmern von Schloss Schönbrunn.

„Wir zeigen das Leben Kaiser Franz Josephs in allen Facetten. Er hat 68 Jahre lang die Geschichte Europas maßgeblich mitgeprägt“, erklärt Sattlecker. „Hier in Schönbrunn ist er geboren, hier ist er vor 99 Jahren gestorben. Zusätzlich zu diesen Originalschauplätzen der Geschichte eröffnen wir mit Schloss Niederweiden einen neuen Ausstellungsort in Niederösterreich.“ – „Als Teil der kaiserlich-habsburgischen Sammlungen des Kunsthistorischen Museums beherbergt die Kaiserliche Wagenburg Wien heute einen wichtigen Bestand der einstigen Kutschen und Kleider des Kaisers“, ergänzt Haag. „Die Kaiserliche Wagenburg ist daher ein zentraler Schauplatz der großen Ausstellung zu Franz Joseph und der KHM-Museumsverband zudem an allen Standorten ein wichtiger Leihgeber der Schau.“

Der renommierte Historiker für österreichische Geschichte Karl Vocelka kuratiert die Ausstellungsstandorte „Mensch & Herrscher“ in den sonst nicht zugänglichen Weißgold- und Berglzimmern und in den Kronprinzenappartements in Schloß Schönbrunn, „Fest & Alltag“ im Hofmobiliendepot Ÿ- Möbel Museum Wien sowie „Jagd & Freizeit“ im ehemaligen Jagdschloss Niederweiden. Mario Döberl, Kurator der Kaiserlichen Wagenburg Wien in Schönbrunn, gestaltet ebendort das Thema „Repräsentation & Bescheidenheit“. Vocelka: „Die Ausstellung vermittelt ein ausgewogenes Bild Franz Josephs, dessen öffentliche Wahrnehmung durch Mythen und Klischees geprägt war und vielfach heute noch ist. Ein kritischer Umgang mit seiner Person, der Politik und den persönlichen Verhältnissen des Langzeitkaisers eröffnet neue Perspektiven.“

Die Ausstellungsarchitektur unterstreicht dabei die Person Franz Joseph, ohne sein politisches Handeln außer Acht zu lassen. So holen inszenierte Momente wie ein herrschaftlich nickender Kaiser mit einer Beifall klatschenden Sisi und einem müden Weltkriegssoldaten im Schloss Schönbrunn, die Kutsche seines letzten Weges in der Kaiserlichen Wagenburg, ein Spalier aus Uniformen im Hofmobiliendepot oder eine netzförmige, kuppelartige Strecke aus Geweihen und Köpfen erlegter Tiere auf Schloss Niederweiden die Besucher ab und führen sie zu den Themen und Aussagen der Ausstellung. Aus Kunststoff gestaltete Statuen in verschiedenen Posen an den Eingängen der Standorte holen Franz Joseph sprichwörtlich von seinem Sockel. Eine nonfigurale ‚Lebenslinie‘ begleitet durch das sehr unterschiedliche Innenleben der Ausstellungsräume.

Auf Schloss Niederweiden, das sogar über eine originalgetreu eingerichtete Wildküche verfügt, bettet „Jagd & Freizeit“ den persönlichen Zugang Franz Josephs zur Jagd und seine Faszination für das Waidwerk in die lange Geschichte der habsburgischen Jagdleidenschaft ein. Neben Franz Joseph, der nicht zuletzt durch sein langes Leben eine besonders lange „Strecke“ erlegter Tiere legen konnte, waren zudem auch sein Sohn Kronprinz Rudolf oder Thronfolger Franz Ferdinand legendäre Jäger. Mit teils sehr skurrilen Jagdutensilien wird dabei auch die Entdeckung des Salzkammerguts mit Bad Ischl und den umliegenden Jagdrevieren dargestellt. Nicht zuletzt wird auch die Frage beleuchtet, welche politische Bedeutung Jagdgesellschaften hatten und welche Rolle sie im gesellschaftlichen Leben spielten.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen und Events wird das Projekt begleiten. Außerdem wird es Angebote für Kinder und Schulklassen geben.

www.franzjoseph2016.at

Wien, 20. 11. 2015

MAK: 100 Beste Plakate

November 3, 2015 in Ausstellung

VON RUDOLF MOTTINGER

Kunst goes Alltagskultur

Zeig dein wahres Ich! Grafik: Simone Hans, Fachklasse Grafik, Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum Luzern. Auftraggeber: APG/SGA Allgemeine Plakatgesellschaft AG, Luzern. Bild: © Simone Hans/100 Beste Plakate e. V.

Zeig dein wahres Ich! Simone Hans, Fachklasse Grafik, Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum Luzern. Auftraggeber: APG/SGA Allgemeine Plakatgesellschaft AG, Luzern. Bild: © Simone Hans/100 Beste Plakate e. V.

Kaum ein anderes Medium ist derart auf den Verbrauch hin getaktet und setzt dennoch die Trends am Puls der Zeit. Das Plakat begegnet einem im Alltag überall. Es soll aufmerksam machen und Kunst sein. Ein gutes Plakat entfaltet sich im Kopf des Betrachters. Bereits zum zehnten Mal zeigt das MAK in der Ausstellung „100 Beste Plakate 14. Deutschland Österreich Schweiz“ die einhundert überzeugendsten Gestaltungskonzepte im wohl heißesten Medium der visuellen Alltagskultur. Die Schau startet am 11. November im Kunstblättersaal und im ersten Stock der Säulenhalle.

Die aktuellen Siegerprojekte aus 1800 Einreichungen beim beliebten deutschsprachigen Grafikdesignwettbewerb bestechen mit viel Sprachwitz, explosiver Farbgebung sowie einem subtilen Spiel mit Typographie und demonstrieren eindrücklich, dass ein Plakat mehr als nur eine banale Werbefläche sein kann.
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Angenehm frisch erscheint der Mix an Gestaltungselementen in diesem Jahr: Das deutsche Atelier The Adventures Of wirbt mit Texten von HipHop-Songs für die neuen Burger-Kreationen eines Berliner Szeneclubs. Die Plakate von Rocket & Wink für fritz-kola fallen mit einer Serie von comicartigen, geistreichen Schwarzweiß-Illustrationen auf. Erich Brechbühl schafft es, für eine Neuinterpretation von Shakespeares „Sommernachtstraum“ die Wesen des Waldes als Viagra-Tabletten-Skulptur in Tannenzapfenform umzusetzen. Für Österreich konnte erneut eine Studentin aus der Klasse für Grafik Design der Universität für angewandte Kunst Wien unter der Leitung von Oliver Kartak reüssieren. Dasha Zaichanka verwendet eine Banane als grafisches Stilmittel für das Plakat der Jahresausstellung „The Essence 14“. Ihre Arbeit erinnert an den Kölner „Bananensprayer“ Thomas Baumgärtel, der seit 1986 Schauplätze von Kunstinszenierungen, Museen oder Galerien mit seinem gesprayten Bananen-Logo versieht. Er selbst zitiert damit den Entwurf Andy Warhols für ein Plattencover von The Velvet Underground aus dem Jahr 1967.
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Wien, 3. 11. 2015

Josef Meinrad zum 100. Geburtstag

April 24, 2013 in Ausstellung, Buch, Bühne, Film, Tipps

Burg-Lesung, Ausstellung, Filme und ein Buch

Josef Meinrad Bild: Burgtheater

Josef Meinrad
Bild: Burgtheater

Burgtheater: Anlässlich des 100. Geburtstages von Josef Meinrad erinnern sich Regina Fritsch, Lotte Ledl, Sylvia Lukan und Robert Meyer ihres unvergesslichen Kollegen, Maria Happel liest aus privaten Dokumenten. Termin: 25. 4., 17 Uhr, zweites Pausenfoyer. Josef Meinrad wurde am 21. April 1913 als Sohn eines Straßenbahnführers in Wien geboren. Seine legendäre Schauspielerkarriere schien ihm nicht in die Wiege gelegt: erst 1936 – nach dem Besuch eines Priesterseminars und einer kaufmännischen Lehre – stand er erstmals auf der Bühne des Kabarett „ABC“. 1947 wurde er ans Burgtheater engagiert, wo er bis in die 1980er Jahre mehr als 80 Rollen verkörperte. Unvergessen sind Meinrads Raimund- und Nestroy-Typen, seine Shakespeare-Rollen und sein Don Quijote in „Der Mann von La Mancha“. Große Beliebtheit und Popularität verdankte der Träger des Iffland-Ringes aber auch seinen zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen.

Wienbibliothek im Rathaus zeigt bis 31. Oktober die Ausstellung: „Josef Meinrad – Der ideale Österreicher“. Virtuos interpretierte Meinrad Figuren der österreichischen Literatur, legendär ist seine Darstellung des Weinberl in Nestroys Einen Jux will er sich machen, sein Valentin in Raimunds „Der Verschwender“, sein Liliom. Auch Meinrads Filmschaffen zeugt von seiner darstellerischen Bandbreite: geistlicher Würdenträger, charmant-argloser Filou oder unbestechlich-aufrichtiger Ehren- und Staatsmann. Bis in die 1990er Jahre zählte der Publikumsliebling zu den Fixsternen der österreichischen TV-Produktionen und repräsentierte als Identifikationsfigur der Zweiten Republik das Image des idealen Österreichers. Anlässlich des runden Geburtstages zeigt die Wienbibliothek Rollenbilder, private Fotos, persönliche Dokumente, Korrespondenzen sowie annotierte Regiebücher aus dem 2010 erworbenen Teilnachlass. Highlight der Ausstellung ist der Iffland-Ring, höchste Auszeichnung für deutschsprachige Schauspieler. Meinrad trug ihn von 1959 bis zu seinem Tod 1996 und vermachte ihn an Bruno Ganz, der ihn für die Schau zur Verfügung stellt.

Publikation: Julia Danielczyk (Hg., unter Mitarbeit vin Christian Mertens): Josef Meinrad. Der ideale Österreicher. Mandelbaum Verlag. 250 Seiten.

Filmvorführungen:
Wienbibliothek im Rathaus, Lesesaal
Beginn jeweils 19:00 Uhr, Eintritt frei!
25. April 2013
1. APRIL 2000 / 1952, Regie: Wolfgang Liebeneiner
16. Mai 2013
PEPI COLUMBUS / 1954, Regie: Ernst Haeusserman
13. Juni 2013
RENDEZVOUS IN WIEN / 1959, Regie: Helmut Weiss
12. September 2013
THE CARDINAL / 1963, Regie: Otto Preminger
10. Oktober 2013
WEG IN DIE VERGANGENHEIT / 1954, Regie: Karl Hartl

Diese Filmreihe ist eine Kooperation mit dem Filmarchiv Austria.

www.burgtheater.at

www.wienbibliothek.at

www.mandelbaum.at

www.filmarchiv.at

Von Michaela Mottinger

Wien, 24. 4. 2013