Erwin Steinhauer macht Feier.Abend

März 6, 2014 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Wien-Dernière im Stadtsaal

Bild: © Nancy Horowitz

Bild: © Nancy Horowitz

Am 14. März ist im Stadtsaal die Wien-Dernière von „Feier.Abend“. Erwin Steinhauer & Seine Lieben (Georg Graf – Saxophone, Klarinetten, Gitarre; Joe Pinkl – Keyboard, Posaune, Tuba; Peter Rosmanith – Perkussion, Hang) bringen dabei ihre Lieblingslieder zu Gehör. Schmuckstücke einer sehr persönlichen musikalischen Perlenreihe, alte Hits und neue Gassenhauer von Georg Kreisler und Roland Neuwirth bis Janis Joplins „Mercedes Benz“ und Randy Newman. Auch Drafi Deutschers Schlager „Marmor, Stein und Eisen“ gibt es  in einer a capella Interpretation. Und hochaktuell: „Da Putin is a Witz“/Puttin‘ on the Ritz. Für die genialische Übersetzung der Texte ins Wienerische sorgte Autor und Liedermacher Heli Deinböck. Da heißt’s dann „I kenn mi aus bei der Eisenbahn“/House of the rising sun, wird gesungen „Für’d Moni“ oder die „Balade von de Glanechkeiten“.

Dazwischen erzählt Steinhauer von seinen Jugendjahren, seiner Prägung zum Romantiker, von seiner Zeit als Nebenerwerbs-Heurigensänger und ganz allgemein von Höhen und Tiefen eines Suchenden, der in der Kunst stets fündig geworden ist. Die Musik karikiert diese biografische Nabelschau auf liebenswert-heimtücke Weise, etwa beim „Mädchen mit den drei blauen Augen“. Gedichte und Texte sind Teil des Programms. Allesamt vom 2006 verstorbenen Satiriker Robert Gernhardt.

Hallo, süße Kleine, komm mit mir ins Reine! Hier im Reinen ist es schön, viel schöner als im Schmutz zu stehen, Hier gibt es lauter reine Sachen, die können wir jetzt schmutzig machen. Schmutz kann man nicht beschmutzen, laß uns die Reinheit nutzen. Sie derart zu verdrecken, das Bettchen und die Decken. Die Laken und die Kissen, daß alles Leute wissen: Wir haben alles vollgesaut und sind jetzt Bräutigam und Braut.

Und auch die Welterkundungen eines H. C. Artmann dürfen natürlich nicht fehlen.

www.stadtsaal.com

Trailer: www.youtube.com/watch?v=bP6TZSrN370

www.erwinsteinhauer.at

Wien, 6. 3. 2014