Manuel Rubey im Gespräch

Dezember 12, 2013 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Neujahrskonzert im Stadtsaal

Bild: © Mirjam Unger

Bild: © Mirjam Unger

Familie Lässig alias Boris Fiala, Kyrre Kvam, Manuel Rubey, Günther „Gunkl“ Paal, Cathie Priemer und Gerald Votava laden zum ersten Jänner-Highlight in den Stadtsaal. Die Herrschaften proben bereits für ihr Neujahrskonzert (1. Jänner- als Benefiz für Purple Sheep – und 4. Jänner), bei dem sie gemeinsam mit einigen Gästen alle guten Vorsätze begraben werden. Die Musik dazu stammt von AC/DC, Blumfeld und Georg Danzer bis Element of Crime, Eels und Funny van Dannen über André Heller, Mondscheiner, Rio Reiser und Max Raabe bis Simon und Garfunkel, Sportfreunde Stiller zu The Who.

Manuel Rubey im Gespräch:

MM: Ist euer Neujahrskonzert besser als das der Wiener Philharmoniker? Und wenn ja: warum?

Manuel Rubey: Absolut. Weil Rockenroll halt doch die beste aller Kunstformen ist und weil man im Stadtsaal die Getränke mit in den Saal nehmen kann.

MM: Wer hatte die Idee zu diesem Projekt? Welche Bedingungen werden an die Mitwirkenden gestellt? Wer ist der/die „Lässigste“ in der Runde?

Rubey: Die Idee kam von den Stadtsaal Direktoren Aumayr und Fuderer. Die Lässigste ist definitiv unsere Schlagzeugerin Cathi Priemer. Sie ist so unglaublich gut und auch noch nett und Wirtin im Nebenberuf. Das ist schon sehr lässig. Wir hätten uns ihr zu Ehren beinahe „Gruppenbild mit Dame“ getauft.

MM: Es ist sicher leichter, ein Sackl Flöhe zu hüten, als diesen Haufen Individualisten. Wie funktioniert das?

Rubey: Es ist schlichtweg chancenlos und daher versuche ich es erst gar nicht…Wobei wir sehr liebevoll miteinander umgehen 😉

MM: Die Musikauswahl reicht von bis. Wie kam sie zustande? Deine Lieblingssongs?

Rubey: Wir covern alles, was man nicht mehr covern darf. Wir wollen die Songs aber sehr ernst nehmen, nur uns selbst nicht ganz so. Meine Lieblingssongs sind „The Boxer“ von Paul Simon und „Seit der Himmel“ von Element of Crime.

MM: Es wird auch Musik von Mondscheiner interpretiert. Einmal oder kommt da noch was? Eine Reunion?

Rubey: Ich denke, dieses Kapitel ist und bleibt geschlossen. Es sei denn wir brauchen mit 50 alle dringend Geld … wobei das wird wohl auch nicht für mehr als das Benzin reichen würde …

MM: Dafür warst du wieder als Schauspieler tätig: Peter Keglevic’  „Die Fremde und das Dorf“ befindet sich in post production. Bitte erzähl’ ein bisschen über den Film.

Rubey: Es ist ein Film, der in einer Heimatfilmästethik daherkommt, gleichzeitig aber viel zu dunkel ist, um dieses Genre zu bedienen. Es geht um Verdrängung und Sprachlosigkeit. Ich hab‘ den Film aber natürlich noch nicht gesehen …

MM: Weitere Pläne?

Rubey: Pläne gibt es so viele, dass ich aufgehört habe, welche zu machen. Irgendwie ergibt sich gerade eines aus dem anderen, worüber ich sehr dankbar bin.

MM: Was tut sich bei dir als Kabarettist? Arbeitest du wieder mit Thomas Stipsits – man kann doch die Doch-nicht-ORF-Sitcom „Salambo“ sicher in einen Kabarettabend ummodeln …

Rubey: Wir wollen noch ein Programm schreiben, das im Herbst 2015 rauskommen wird. „Salambo“ lässt sich nur mit größerem Ensemble auf die Bühne umlegen.

MM: Apropos, ich hoffe, passend zum feierlichen Anlass singt ihr auch: „Für Alkohol gibt es immer einen Grund“ aus dem Programm „Triest“. www.youtube.com/watch?v=KnduQAyiCm8

Rubey: Darüber haben wir noch gar nicht nachgedacht, ist aber eine gute Idee. Danke! Wobei, ob die Leute am ersten trinken wollen … naja, vielleicht den Rausch aufwärmen …

MM: Deine/eure Neujahrsvorsätze? Oder: An welchem Jännertag werden sie um ein Jahr verschoben?

Rubey: Ich habe die Neujahrsvorsätze vorverlegt und bin seit Anfang Dezember Ex-Raucher.

Manuel Rubey: Gesang, Gitarre. Gunkl: Bass, Saxophon, Gesang. Cathie Priemer: Schlagzeug, Gesang. Kyrre Kvam: Klavier, Zieharmonika, Singende Säge, Gesang. Gerald Votava: Gitarre, Bass, Gesang. Boris Fiala: Cello, Gitarre, Zieharmonika, Melodika, Bass, Klavier, Gesang. Gäste: Enzo Gaier, Florian Horwath, Ruth Brauer-Kvam, Clara Luzia, Irene Paal, Thomas Stipsits und Katharina Strasser.

www.stadtsaal.com

www.manuelrubey.com

www.mottingers-meinung.at/?s=rubey

Wien, 12. 12. 2013