André Heller präsentiert sein neues „Afrika! Afrika!“

Oktober 16, 2013 in Tipps

VON RUDOLF MOTTINGER

20 Acts, 77 Künstler und eine Show zum Staunen

Bild: "Foto: AFRIKA! AFRIKA!"

Bild: „Foto: AFRIKA! AFRIKA!“

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Weltpremiere der multimedialen Neuinszenierung von André Hellers „Afrika! Afrika!“: Die Österreich-Premiere ist am 22. Oktober in Klagenfurt. An die zwei Stunden Show mit insgesamt 20 Showacts und 77 Künstlern erwartet die Zuschauer in insgesamt 39 Tourstädten.  Immer mit dabei: 140 qm LED-Wände als Bühnen-Architektur, die Live-Band, rund 1.000 Kostüme – davon einige Kreationen des afrikansichen Modelabels Bull Doff – sowie zwei Trucks mit Equipment (vom Profi-Basketballkorb bis zu circa drei Meter hohen Figuren aus Eisen und Pappmaschee). Seit über einem Jahr wurden in Afrika und der „Diaspora“ Künstler für die neue Show gesucht und an verschiedenen Orten trainiert, vor allem in Südafrika, Guinea und der Elfenbeinküste.André Heller zeigt sich entspannt: „Ich verlasse tatsächlich jeden Tag beglückt und ein wenig tanzend die Proben und bin überzeugt, dass es dem Publikum bei den Aufführungen genauso gehen wird. Man bekommt ein frohes Herz.“

Die neue Show vereint die Höhepunkte der Zeltshow mit neuen, größtenteils in Europa bisher ungesehenen Attraktionen. Rund 85 Prozent der Künstler sind neu mit dabei. Den roten Faden bilden Musik, Bilder und Tanz. Die afrikanischen Tänze reichen von den wilden und gestenreichen Tänzen aus dem Senegal, über die extrem schnellen Füße der Elfenbeinküste bis zum Gumboot-Dance. Der Gumboot-Dance (zu dt.: Gummistiefel-Tanz) entstand in den 1880er Jahren in den Gold- und Diamantenminen um Johannisburg, Südafrika.Dem gegenüber stehen sechs junge Männer aus Brooklyn, New York, die den Breakdance weiter entwickelt und innovative Stilrichtungen wie „Bonebreaking“, „Posing“ und „Flexing“  mit geprägt haben. Dabei haben sie ihren ganz eigenen Stil gefunden, der verschiedene Tanzelemente geschickt mit Kontorsion und Akrobatik verknüpft. In Europa ist die us-amerikanische Gruppe MainEventt mit ihren einzigartigen, exzentrischen Choreographien erstmalig zu sehen. Weitere Neuentdeckungen aus der „Diaspora“ sind die Basketball-Akrobaten, zum einen ACRODUNK, mit ihrer spektakulären „Slamdunk“ Basketball-Artistik, sowie der aus Surinam stammende Michael van Beek, einer der weltbesten Basketball Freestyler.Zu den Neuheiten aus Afrika zählen die Tansania Acrobats sowie die Guinea Acrobats. Bereits 2012 haben beide Truppen in Guinea mit dem Training für die neue Show begonnen. Die meisten Mitglieder kannten die 2006er Show nur von Videos aus dem Internet und die wenigsten von ihnen hatten bislang den afrikanischen Kontinent verlassen. Helene Sano, die athletische Schlangenfrau aus Guinea,  gehört zu den besonderen Neuentdeckungen André Hellers, genauso wie die Gruppe Human Balance. Die drei Äthiopier bieten eine derart perfekte Handstandakrobatik, wie man sie sonst nur von Kontinenten kennt, wo Artisten von Kindheit an professionell trainiert werden. Hinzu kommen einige Highlights der vergangenen Tourneen, wie der „Waterman“ aus Ghana, der Schlangenmensch Yoga Yoga und weitere Acts. Weltklasse-Musiker rund um den in Paris lebenden Bandleader Francky Moulet sorgen live für die musikalische Begleitung der Show. Zwischenzeitlich bereichern surreale Figuren und Mode-Kreationen von „Bull Doff“ die Szenerie, alles untermalt von multimedialen Bildern und Videos serbo-kroatischer Videokünstler. Das Finale vereint die 77 Künstler auf der Bühne und lebt erneut von einer unbändigen Kraft, Freude und Spontanität. Hellers größte Herausforderung bei der Inszenierung des Finales: „Man muss ihnen irgendwann sagen, dass sie aufhören sollen, sonst tanzen die stundenlang weiter.“

Die Österreich-Termine:

22.10.13 – 27.10.13 Klagenfurt, Kärntner Messe; 29.10.13 – 03.11.13 Innsbruck, Saal Tirol; 05.11.13 – 09.11.13 Linz, Tipsarena;

04.12.13 – 11.12.13 Salzburg, Haus für Mozart; 22.12.13 – 16.01.13 Wien, Stadthalle, Halle F;  19.03.14 – 23.03.14 Graz, Stadthalle.

www.afrikaafrika.de

Wien, 16. 10. 2013