Denzel Washington und Mark Wahlberg sind …

September 27, 2013 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

 … 2Guns

Denzel Washington ("Bobby", l.) und Mark Wahlberg ("Stig", r.) in Sony Pictures' 2 GUNS.  Bild: © 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

Denzel Washington („Bobby“, l.) und Mark Wahlberg („Stig“, r.) in Sony Pictures‘ 2 GUNS.
Bild: © 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

Seit 12 Monaten müssen der DEA Agent Bobby Trench (Denzel Washington) und der U.S. Naval Intelligence Officer Michael Stigman (Mark Wahlberg) nun schon gegen ihren Willen zusammenarbeiten, denn die beiden wurden undercover in ein Drogen-Syndikat eingeschleust. Jeder der beiden misstraut seinem Partner mindestens genauso sehr wie den Kriminellen, die sie zur Strecke bringen sollen. Als ihr Versuch, ein mexikanisches Drogenkartell zu unterwandern und Millionen von Dollar sicherzustellen, schiefgeht, werden Trench und Stigman plötzlich von ihren Vorgesetzten fallen gelassen. Jetzt, da jeder sie im Gefängnis oder tot sehen will, gibt es nur noch eine Person, auf die sie sich verlassen können – auf den jeweils anderen. Zum Leidwesen ihrer Verfolger. Denn die müssen bald feststellen, dass gute Jungs, die jahrelang so getan haben, als wären sie böse Jungs, nebenbei auch ein paar entsprechende Tricks aufgeschnappt haben …Oscar-Preisträger Denzel Washington und Mark Wahlberg spielen die Hauptrollen in diesem starbesetzten, explosiven Actionfilm über zwei Agenten von konkurrierenden Ermittlungsbehörden, die gezwungen sind, gemeinsam zu flüchten. Doch ihre ungewöhnliche Allianz birgt ein großes Problem: Keiner der beiden weiß, dass der andere ebenfalls ein Undercover-Agent ist. In weiteren Rollen spielen Paula Patton, Bill Paxton, James Marsden, Fred Ward und Edward James Olmos. Regie führte Baltasar Kormákur.

Schon in einer frühen Phase der Drehbuchentwicklung äußerte Mark Wahlberg sein Interesse, bei 2 GUNS mit an Bord kommen zu wollen. Er übernahm die Rolle des Navy-Bootsmannes Michael „Stig“ Stigman, ein mit scharfer Zunge sprechender Scharfschütze, der auf eine ganz schräge Weise ebenso charmant wie raffiniert ist. Seit mehr als einem Jahrzehnt hat er der Navy ehrenhaft gedient. Aber nachdem er nach einem Angriff auf einen Offizier der Militärpolizei sechs Monate hinter schwedischen Gardinen landet, wird Stig in eine der zweifelhafteren Operationen der Navy abberufen und offiziell als desertiert gemeldet. Er manövriert im Dunkeln. Und er ist nunmehr verzichtbar, wenn er sich entscheiden sollte, nicht nach dem Regelbuch der Navy zu spielen. Der Schauspieler erklärt, warum er die Rolle spielen wollte: „Die Geschichte erinnert mich an eine klassische Buddy-Actionkomödie, und davon war ich immer schon ein Fan. Stig ist ein Typ, der immer impulsiv ist. Als der Bankraub beginnt, hintergehen sich die beiden gegenseitig; keiner war ganz ehrlich, wer er wirklich ist und was seine wahre Motivation ist. Obwohl er Bobby an der Nase herumführt und Bobby ihn an der Nase herumführt, ist Stig immerhin ehrlich über seine Gefühle. Er ist immer für eine gute Zeit zu haben, aber wenn man ihm blöd kommt, kann seine Stimmung ziemlich schnell umschwenken.“

Als wir die wenig voneinander begeisterten Zwangspartner Bobby und Stig zum ersten Mal sehen, begeben sie sich gerade auf die Mission, den berüchtigten Drogenbaron Papi Greco um etwa drei Millionen Dollar zu erleichtern. Allerdings bekommen sie mehr, als sie erwartet haben. Als sie die Schließfächer in der Tres Cruces Savings & Loan Bank öffnen (oder auf gut Deutsch: in die Luft jagen), finden sie nämlich 43 Millionen Dollar – Geld, das sicherlich vermisst werden wird, wenn sie sich damit aus dem Staub machen. Wahlberg beschreibt den Moment, an dem es zur ersten Entscheidung zwischen seiner Figur und seinem vermeintlichen Partner Bobby Trench kommt: „Nach dem Überfall ist klar, dass nur einer von beiden durchkommen kann, Bobby oder Stig. Und Stig behält die Oberhand. Er will Bobby nicht töten, weil er ihm in Wahrheit längst ans Herz gewachsen ist, aber er hat einen Job durchzuführen. Bei ihrer Auseinandersetzung lässt Bobby seine Marke fallen, die ihn als Polizisten der Drogenfahndung ausweist. Obwohl er selbst ja auch Bobby hinters Licht geführt hat, ist Stig fürchterlich sauer darüber, dass Bobby es gewagt hat, ihn hereinzulegen.“ Robert Trench, Agent der Drug Enforcement Agency (DEA), ist unter vielen Namen bekannt. Abhängig davon, welche Rolle man in seiner Welt spielt, kennt man ihn als Agent Trench, Bobby B. oder Bobby Beans. Er hat drei Jahre zugebracht, die Organisation von Manny „Papi“ Greco im mexikanischen Sonora zu infiltrieren, und die letzten zwölf Monate war er damit beschäftigt, Stig in die Operationen einzuarbeiten. Bobbys jüngster Deal sieht so aus, dass er 500 amerikanische Reisepässe gegen Kokain eintauschen will, aber Greco hat ihm nicht die Drogen, sondern Bargeld vorgelegt. „Als Bobby und Stig in die USA zurückkehren – insgeheim froh darüber, dass sie unbeschadet aus der Nummer herausgekommen sind –, werden sie festgesetzt. Ihre jeweiligen Vorgesetzten sind alles andere als erfreut darüber, dass sie mit leeren Händen zurückgekehrt sind.“

Da nun einer der Hauptdarsteller bereits feststand, war die Zeit gekommen, die weiteren Rollen von 2 GUNS zu besetzen. Und das begann mit einem der wenigen Darsteller der Gegenwart, die in der Lage sind, eine so komplexe Figur wie Bobby Trench – Motto: „Wenn das vorbei ist, lege ich dich um!“ – zu verkörpern: der zweifache Oscar-Gewinner Denzel Washington. Nachdem er in den letzten Jahren einige ziemlich intensive Filmfiguren gespielt hatte, suchte Denzel Washington für seine nächste Rolle nach etwas Humorvollerem. Genau das bot die Figur des Bobby Trench: „Ich wollte mal wieder etwas anderes machen, was nicht so schwer ist. Und als ich dieses Drehbuch las, musste ich immer wieder lachen“, erörtert der Schauspieler. „Bobby macht das, was nötig ist, um einen Job zu erledigen. Er sagt, dass es keinen Kodex gibt. Man macht immer das, was man machen muss, was auch immer das bedeuten mag. Ich denke, dass er ein aufrichtiger Cop ist, aber er hält sich an keinen gängigen Ehrenkodex.“ Die Arbeit auf beiden Seiten des Gesetzes hat es Bobby ermöglicht, sich nahtlos zwischen den beiden Welten zu bewegen. Washington sagt: „Der ,Ich-kenne-einen-Typen’-Bobby, als der ich verdeckt ermittle, kann einem alles besorgen, was man nur brauchen könnte: einen 63er Chevy, eine Flasche Wein, Jahrgang 1959, eine Unterkunft im Himalaya. Was immer es sein könnte, er kennt immer den richtigen Kontakt. Das ist sein Modus operandi.“ Und doch ist es möglich, auch Bobby hereinzulegen: „Bobby und Stig lügen sich die Hälfte des Films über gegenseitig die Hucke voll. Ich bin nicht, was ich ihm erzählt habe, dass ich bin. Und er ist nicht, was er mir erzählt hat, dass er ist.“

Wahlberg war froh, dass sich endlich die Gelegenheit für ihn ergeben hatte, an der Seite von Denzel Washington spielen zu können. Über die Arbeit mit Washington sagt er: „Die Chemie zwischen uns stimmt einfach. Wir kennen uns mittlerweile eine ganze Weile, und dies war das perfekte Material für uns, einmal eine andere Seite von uns zu zeigen. Die Leute wären überrascht, wenn sie sehen könnten, wie verspielt Denzel sein kann. Ich erinnere mich, wie wir unsere erste Szene drehten, und bei jeder Klappe machte ich jedes Mal etwas völlig anderes. Er sagte: ,Okay, das geht hier also ab!” Und er stieg sofort darauf ein.“ Wahlberg gibt zu, dass er einen Hintergedanken dabei hatte – und das war, Denzel Washington zum Lachen zu bringen. „Es gibt nichts Besseres, als Denzel lächeln zu sehen. Normalerweise sieht man das ein oder zwei Mal in einem Film. In diesem Film sieht man es oft.“

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Trailer: www.youtube.com/watch?v=R4rXibIPWQE

www.youtube.com/watch?v=GdoRx4A4RGA

Wien, 27. 9. 2013