Hugh Jackman im Chat

Juli 5, 2013 in Film

Wolverine – Weg des Kriegers

Logan / Wolverine (Hugh Jackman) Bild: © 2013 Twentieth Century Fox

Logan / Wolverine (Hugh Jackman)
Bild: © 2013 Twentieth Century Fox

Ende Juli startet in den heimischen Kinos der zweite Spin-Off von X-Man Wolverine. Für das deutschsprachige Publikum mit dem Beititel „Weg des Kriegers“ belegt. Die Story schließt zeitlich an das Armageddon von „X-Men: Der letzte Widerstand“ an. Wolverine, zermürbt durch den Tod seiner geliebten Jean, verschlägt es nach Japan, wo der geheimnisvolle Shingen Yashida einen Auftrag haben soll. Einst hat der „Vielfraß“ dem Yakuza-Boss das Leben gerettet. Nun will sich dieser erkenntlich zeigen. Doch wie sollt’s anders sein? Wolverine landet natürlich mitten im schönsten Verbrechersyndikatskrieg – und lernt mit dem Silver Samurai, der Energie absorbieren kann, einen Mutanten besser kennen, als ihm lieb ist. Er zehrt an Logans Kräften und der muss gegen dessen Schwert die Krallen mehr und mehr einfahren …

Die Geschichte bringt Logan in eine in sich abgeschlossene Welt, wie er sie noch nie gesehen hat“, sagt Jackman. „Der Film unterscheidet sich in den Bildern und im Ton sehr von den anderen X-Men-Abenteuern. Freilich gibt es viele spektakuläre Kämpfe, aber den entscheinden Fight führt Logan mit sich selbst: Will er ein wildes Tier bleiben oder ein Mensch werden? Er kämpft mit seinen beiden Identitäten.“ Macht es überhaupt noch Spaß, mit auftoupierten Haaren und Drei-Tage-Bart übers Set zu sprinten? Jackman grinst: „Natürlich. Er ist der knallharte Kerl unter den X-Men, viel tougher als ich. Und: Ich lasse doch gern für die weiblichen Fans mit nackten Oberkörper meine Muskeln spielen. Außerdem bekomme ich sofort in jedem Restaurant den besten Tisch.“ Dann wird der Schauspieler ernst: „Mich hätte die Rolle vielleicht nicht mehr so gereizt, wenn ich sie in diesem Film nicht tiefer ausloten hätte können. Logan, von allen Menschen immer nur missbraucht, zur Waffe gemacht wurde, durch Kriege gezerrt wurde, zeigt plötzlich so etwas wie Seele, Verwundbarkeit. Er ist plötzlich mit seiner Sterblichkeit konfrontiert. Das kann einen schon beuteln. Er bewegt sich zwar wie ein Berserker durch Tokio, ist aber in Wahrheit auf der Suche nach sich selbst. Denn Logan hat sich längst verloren. Er fragt sich, warum er eigentlich existiert.“ Bis er den Ehrenkodex der wahren Samurai kennenlernt.

Wie schaut’s aus mit den Action-Szenen? Immerhin ist Hugh Jackman auch schon 44. Da grinst er wieder. „Ich liebe es, mich in luftiger Höhe um die eigene Achse zu drehen und dann loszuprügeln. Diesmal gab’a aber eine Kampfsequenz auf einem Zug – und plötzlich machte es in meinem Genick ‚Knack!‘. Nächste Station: Krankenhauskontrolle. Erster Kommentar meiner Frau: ‚Spinnst du? DU bist nicht unbesiegbar.‘ Seither überlasse ich mehr den Stuntmen.“

Kaum fertig mit dem Land der aufgehenden Sonne, steht Jackman schon bald wieder als Wolverine vor der Kamera. In „X-Men: Days of Future Past“ trifft der zigarrerauchende Haudegen auf seine überlebenden Weggefährten – und ihre jüngere Versionen aus „X-Men: Erste Entscheidung.“ Jung und Alt muss sich zusammenraufen, um – wieder einmal – die Zukunft ihrer Art zu sichern. Was gibt’s dazu noch zu verraten? Jackman: „Ich darf leider nicht mehr verraten, als dass es sehr lustig und aufregend ist, mit den jungen Kollegen zu arbeiten. Und, dass wir, die alte Crew merken, dass wir in die Jahre kommen. Während die nach Drehschluss nämlich diskutieren, in welche Bar si abhauen, fragen wir einander: ,Und? Wie geht’s den Kindern?'“

www.thewolverinemovie.com/intl/

www.fox.de/cinema/the_wolverine/13222/

Trailer: www.youtube.com/watch?v=ODAV3k91G0Q

Von Michaela Mottinger

5. 7. 2013