Marx Halle: Klimt – The Immersive Experience

April 22, 2022 in Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Mitten drin im fließenden Goldregen

Bild: © COFO Entertainment

Nach dem großen Erfolg der Van-Gogh-Schau (www.mottingers-meinung.at/?p=44554) zeigt COFO Entertainment ab heute in der Wiener Marx Halle „Klimt – The Immersive Experience“. Ein Multimedia-Spektakel, bei dem Klimts Gemälde mithilfe von aufwendigen Lichtinstallationen und Projektionen mehrfach vergrößert und an den Wänden

der Präsentationsräume zum Leben erweckt werden. Dies interaktive Kunsterlebnis begeisterte bis dato mehr als 300.000 Besucher in Barcelona, Brüssel, Los Angeles und Madrid, und wird in Kürze auch in Tel Aviv gezeigt. Gustav Klimts beeindruckendste Farborgien werden auf  2.000m² Ausstellungsfläche dank der Magie der Multimedia-Technologie vor den Augen der Besucher zum Leben erwachen. Es könnte kaum einen besseren Zeitpunkt für diese Österreich-Premiere geben als das Jahr, in dem Klimt seinen 160. Geburtstag hat.

„Klimt – The Immersive Experience“ vermittelt die Hintergründe und Entstehungsgeschichten der berühmtesten und mitunter am teuersten gehandelten Kunstwerke der Welt. Die Ausstellung zeigt nicht nur etwa 200 Arbeiten Klimts, Bestandteil der virtuellen Entdeckungstour ist ebenso die Lebensgeschichte des 1862 geborenen Künstlers sowie seine Arbeit als Maler und Dekorateur. Und so werden in der Immersive Experience auch die großen architektonischen Denkmäler, an denen Klimt bis zu seinem 35. Lebensjahr arbeitete, mechanisch oder holographisch vor den Augen der Besucherinnen und Besucher errichtet. Es ist eine 360-Grad-Multimedia-Zeitreise durch die Geschichte eines der größten Genies der vergangenen beiden Jahrhunderte.

Bild: © COFO Entertainment

Bild: © COFO Entertainment

Bild: © COFO Entertainment

Die multimediale Lichtinstallation bringt die geballte Farbenpracht von Klimts Werken zur Geltung. Die Gemälde und Gebäude, an denen Klimt gearbeitet hat, werden durch übergroße und mehrdimensionale Projektionen und Videoanimationen erklärt. So bleibt den Betrachtenden kein Detail der berühmten Kunstwerke verborgen. Klimts Schöpfungen wie „Bildnis der Adele Bloch-Bauer I“, „Goldene Adele“ genannt, „Danaë“, „Judith und Holoferness“, der „Beethovenfries“, das seinerzeit einen echten Skandal in der Bildenden Kunst auslöste, und natürlich sein Meisterwerk „Der Kuss“ werden aus einer ganz neuen Perspektive erlebbar. Man befindet sich inmitten der Gemälde, wird Teil der Szenerie, versinkt in Licht und Ton.

Bild: © COFO Entertainment

Zum Ende der Reise führt die zehnminütige Virtual Reality Experience noch einmal ins Leben des Künstlers. Man nimmt Platz, setzt die VR-Brille auf und betrachtet sieben seiner berühmtesten Werke mit den Augen Klimts: Dieses 360°-Erlebnis konzentriert sich auf die goldene Periode des Künstlers, es lässt den Besucher wahrlich eintauchen in eine lebendige Szenerie aus fließendem Gold und den fantastischsten Farben, lässt ihn buchstäblich eintreten in die opulenten Gemälde Klimts.

Es ist die Buchung eines Zeitfensters erforderlich. Mit dem Zeitfenster-Ticket ist der Zugang zur Ausstellung innerhalb des gebuchten Timeslots möglich, die Verweildauer ist dabei zeitlich unbegrenzt. Texte in deutscher und englischer Sprache. Die Ausstellung ist rollstuhlgerecht.

klimt-experience.com           Trailer: vimeo.com/689272600

22. 4. 2022