Bruno Max macht Theater im Bunker

Juli 4, 2013 in Tipps

„Peer, du lügst!“

Bruno Max Bild: Theater zum Fürchten

Bruno Max
Bild: Theater zum Fürchten

Am 11. August hat Luftschutzstollen Mödling „Peer, du lügst!“ Premiere. Die ausgedachten Leben des Peer Gynt.Ein extravagantes Stationentheater nach Ibsen. Bereits zum fünfzehnten Mal werden die rund einen Kilometer langen Tunnel des 1941- 43 entstandenen und damals für rund 8000 Menschen vorgesehenen Luftschutzstollens einer ebenso extravaganten wie friedlichen Nutzung zugeführt: Als das ungewöhnlichste Theater Österreichs. Auch die Arbeitsweise unterscheidet sich von konventionellen Theaterproduktionen ganz wesentlich: Alle mehr als fünfzig Mitwirkenden sind nur für einen kleinen Abschnitt und ihre eigene Szene verantwortlich, die jede Viertelstunde neu aufgeführt wird, der Gesamteindruck entsteht im Kopf der Zuschauer, die in kleinen Gruppen die Gewölbe durchwandern. Buch und Regie ist von „Theater zum Fürchten“-Gründer Bruno Max. Bühne: Marcus Ganser. Kostüm: Alexandra Fitzinger. Maske: Vera Priburk.

Seit 1999 betreiben Theater zum Fürchten und Bruno Max in dem kilometerlangen Stollensystem des ehemaligen Mödlinger Luftschutzstollens einmaliges und extravagantes Stationentheater. Wie man sich das vorstellen kann? Simpel gesprochen: Eine theatralisch-literarische Geisterbahn, das Publikum sind die „Wägelchen“ , die Künstler die „Erscheinungen“. Alle zehn bis fünfzehn Minuten startet eine Gruppe Zuschauer und begegnet auf der Wanderung durch die Stollen Schauspielern, Bildern , Installationen und Szenen , aus denen sich im Kopf des Betrachters ein Stück zusammenpuzzelt. Ein Theaterereignis der sehr besonderen Art!

www.theaterzumfuerchten.at/theaterimbunker/produktionen/2013-stueck.htm

Von Michaela Mottinger

Wien, 4. 7. 2013