Das Volkstheater zeigt ab 9. Jänner „Black Box“ online

Dezember 17, 2020 in Bühne

VON MICHAELA MOTTINGER

Ein interaktiver Audiowalk durch das frisch sanierte Haus

Bild: © EMILBLAU / Martin Geyer

Wegen der aktuell geltenden Maßnahmen zieht das Volkstheater Wien die Premiere von „Black Box“ auf den 9. Jänner vor. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ein leeres Theater. Ein leeres, von Grund auf saniertes Theater. Ein leeres, von Grund auf saniertes, technologisiertes Theater. Ein leeres, von Grund auf saniertes, technologisiertes Theater, voller Kunstschaffender. Und eine Pandemie. #COVID19 hat möglich gemacht, was sich

sonst kein Schauspielhaus erlauben könnte: ein ganzes Haus spielt für eine Person. Alle fünf Minuten startet eine Besucherin, ein Besucher mit dem Rundgang durch das Haus. Mit Kopfhörern und Handschuhen ausgestattet spaziert das Publikum durch die leeren Flure, auf und hinter die Bühne, durch die Maske, in die Schneiderei … Stefan Kaegi und das renommierte Kollektiv Rimini Protokoll nimmt für „Black Box“ Expertinnen und Experten für politische Gemeinschaft, Simulation und Erinnerung auf.

Sowie Menschen, deren Leben mit diesen Räumen und der Idee von Theater verbunden sind: Maskenbildnerinnen, Maskenbildner Souffleure und Souffleusen, Ensemblemitglieder und Philosophinnen wie Philosophen. Mithilfe der binauralen Aufnahmetechnik konnten Stimmen und ortsspezifische Klänge zum Schaudern real aufgenommen werden. Dadurch entsteht eine Fährte durch den Körper des Theaters, die en passant zu einem Gang ins Unterbewusste der Gesellschaft wird.

Alle weiteren Premierentermine werden veröffentlicht, sobald es mehr Planungssicherheit gibt veröffentlicht.

www.volkstheater.at

  1. 12. 2020