Filmmuseum: Endlich wieder Kino!

Juni 13, 2020 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Ab 2. Juli: Die Highlights der hauseigenen Sammlung

Gentlemen Prefer Blondes, 1953, Howard Hawks. Bild: BFI

Fürs Sommerkino ab 2. Juli schöpft das Österreichische Filmmuseum zur Gänze aus dem hauseigenen Archiv und stellt 28 Filmprogramme zusammen, die jeweils von Donnerstag bis Sonntag im neu klimatisierten Kinosaal zu sehen sein werden: von Howard Hawks bis Martin Scorsese, von Barbara Loden bis Claire Denis, von Vittorio De Sica bis Djibril Diop Mambéty, von Suzuki Seijun bis James Benning. Neben Klassikern des Spiel- und Dokumentarfilms würdigt man auch den unlängst

verstorbenen Avantgardefilmer Bruce Baillie mit zwei Hauptwerken dieses Underground-Poeten, in einem Animationsfilmprogramm der Looney-Tunes-Serie zeigt das Filmmuseum Miniatur-Triumphzüge von Chuck Jones und Tex Avery. Mit diesem Programm will das Filmmuseum auf die Vielfalt an Ausdrucksformen und Gattungen hinweisen, die die Filmsammlung abbildet. Und man will unterstreichen, dass Kino viel mehr ist als die Großprojektion eines Films in seinem Originalformat:

Kino ist ein sozialer Ort, an dem kollektive Neugier und gemeinschaftliches Erleben zusammentreffen. Filmmuseen tragen – wie andere nicht-kommerzielle, am Gemeinwohl ausgerichtete und öffentlich geförderte Einrichtungen – dazu bei, in einer zunehmend von Privatisierung und Kommerzialisierung geprägten Welt die Idee eines “öffentlichen Raums” als reale Erfahrung aufrecht zu erhalten.

www.filmmuseum.at

13. 6. 2020

Belle de jour, 1967, Luis Buñuel. Bild: Österreichisches Filmmuseum

High Noon, 1952, Fred Zinnemann. Bild: Österreichisches Filmmuseum

L’Enfant sauvage, 1970, François Truffaut. Bild: Österreichisches Filmmuseum

Professione: reporter, 1975, Michelangelo Antonioni. Bild: Österreichisches Filmmuseum